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Н. В. ЛОГИНОВА
МЕТОДИЧЕСКИЕ УКАЗАНИЯ
ПО ИЗУЧЕНИЮ НЕМЕЦКОГО ЯЗЫКА
НА МАТЕРИАЛЕ ТЕМЫ «СТРАНОВЕДЕНИЕ»
ЧАСТЬ 2
ОМСК 2014
Министерство транспорта Российской Федерации
Федеральное агентство железнодорожного транспорта
Омский государственный университет путей сообщения
______________________________
Н. В. Логинова
МЕТОДИЧЕСКИЕ УКАЗАНИЯ
ПО ИЗУЧЕНИЮ НЕМЕЦКОГО ЯЗЫКА
НА МАТЕРИАЛЕ ТЕМЫ «СТРАНОВЕДЕНИЕ»
Часть 2
Утверждено редакционно-издательским советом университета
Омск 2014
УДК 811.112.2(075.8)
ББК 81.432.4я73
Л69
Методические указания по изучению немецкого языка на материале
темы «Страноведение». Часть 2 / Н. В. Логинова; Омский гос. ун-т путей сообщения. Омск, 2014. 32 c.
Составлены для студентов, изучающих немецкий язык, содержат тексты
из периодической печати и разнообразные задания, направленные на тренировку произношения, активизацию лексического и грамматического материала, обучение монологической и диалогической речи. Коммуникативная
направленность предлагаемого материала способствует лучшему усвоению
немецкого языка, сделает его более доступным для студентов.
Предназначены для студентов первого курса технических специальностей.
Библиогр.: 5 назв.
Рецензенты: канд. пед. наук, доцент Л. Г. Мосяйкина;
канд. техн. наук, доцент Ю. Н. Хмельницкий.
_________________________
© Омский гос. университет
путей сообщения, 2014
ОГЛАВЛЕНИЕ
Введение . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1. Der Nikolaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2. Der letzte Tag des Jahres . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3. Frankfurt Airport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4. Einkaufen in Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5. Computerpionier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6. Deutsche Jugendherbergen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7. Deutsche Küche: nur Eisbein und Sauerkraut? . . . . . . . . . . . . . . . .
Библиографический список . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5
6
9
11
14
20
23
27
31
ВВЕДЕНИЕ
Методические указания составлены для студентов технических специальностей, изучающих немецкий язык, и могут использоваться в качестве
сборника заданий для домашнего чтения или дополнительного материала к базовому учебнику «Немецкий язык для студентов железнодорожных вузов».
Тексты, включенные во вторую часть методических указаний, взяты из
журнала «Vitamin de» (2010. № 46; 2012. № 52, 54) и снабжены упражнениями, которые дают возможность преподавателю проверить, как информация
текстов понята студентами, проанализировать понимание ими грамматических
правил, встречающихся в тексте.
При подборе представленных текстов соблюдался принцип преемственности и постепенного усложнения. Приведенные тексты знакомят студентов с
немецкой культурой, способствуют формированию умения читать оригинальную литературу.
В основе работы лежит метод комплексного обучения, позволяющий
расширить лингвистический и эстетический кругозор студентов, развивающий
умение и навыки практического владения языком на основе коммуникативных
упражнений.
1. DER NIKOLAUS
Am 6. Dezember feiern die Deutschen den Nikolaustag. Nikolaus von Myra
war ein Bischof und ist heute noch ein wichtiger Heiliger der katholischen und
orthodoxen Kirche. Der geistliche ist auch Schutzpatron der Kinder und Schüler.
Am Nikolaustag bekommen sie deshalb Süßigkeiten und Geschenke.
Der 6. Dezember ist für Kinder in Deutschland fast so schön wie Weihnachten. An diesem Tag kommt der Nikolaus. Am Morgen können sie es kaum erwarten nachzusehen, ob der Nikolaus ihnen über Nacht Geschenke gebracht hat.
Früher hat man dazu Stiefel und Schuhe vor die Tür gestellt, damit der Nikolaus sie
nachts mit Nüssen, Mandarinen und Süßigkeiten füllen kann. Heute bekommen
die Kinder in einigen Familien auch größere Geschenke wie Spielzeug, Bücher
oder sogar Geld.
In manchen Familien kommt der Nikolaus tatsächlich zu Besuch. Nachmittags oder abends klopft er an die Tür. Herein kommt ein großer, dicker Mann mit
einem langen weißen Bart und einem freundlichen Gesicht. Er hat rote Backen, eine rote Zipfelmütze auf dem Kopf und träg einen ebenso roten Mantel. Er hat einen
großen Sack in der Hand, in dem die Geschenke sind. Der Nikolaus fragt die
Kinder dann, ob sie auch artig waren. Wenn sie es nicht waren, hat Knecht Ruprecht seinen Auftritt. Der Knecht sieht nicht so freundlich aus. Er trägt einen
braunen Umhang, hat einen schwarzen Bart und trägt eine Rute bei sich, mit der er
die unartigen Kinder bestraft. Der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht dienen also
der Erziehung der Kinder. Natürlich wissen die älteren Kinder, dass sie nicht bestraft
werden, die Geschenke in Wirklichkeit von den Eltern kommen und in dem Nikolauskostüm oft der eigene Vater steckt.
Mittlerweile kann man «Nikoläuse» sogar bei professionellen Agenturen mieten. Vor allem größere Firmen bestellen einen Nikolaus in der Vorweihnachtszeit,
wenn sie eine Betriebsfeier haben. Manche Jugendliche tragen am 6. Dezember
rote Nikolausmützen in der Schule, auf der Straße oder sogar in der Disco. Unter
Freunden und Arbeitskollegen ist es oft üblich, sich am 6. Dezember eine Kleinigkeit zu schenken. Es ist meistens ein Nikolaus aus Schokolade. Den SchokoNikolaus gibt es in fast allen Größen und Geschmacksrichtungen, aber er sieht im-
mer ähnlich aus. Er hat einen langen, weißen Bart, rote Backen und einen roten
Mantel.
Historischer Nikolaus
Der historische Nikolaus wurde zwischen den Jahren 270 und 286 in der
Stadt Myra geboren, die in der Nähe der heutigen Stadt Antalya in der Türkei liegt.
Nikolaus von Myra war Bischof. Er soll sich um arme Menschen gekümmert
und den Kindern nachts heimlich Geschenke gebracht haben. Nikolaus von Myra
ist einer der beliebtesten Heiligen der katholischen und orthodoxen Kirche. Es gibt
viele Legenden über ihn. So soll er verirrte Seefahrer wieder auf den richtigen
Weg geführt und Kinder vor dem Ertrinken gerettet haben. Nikolaus ist der
Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute sowie der Kinder und Schüler. Der 6.
Dezember ist der Tag, an dem Nikolaus von Myra gestorben sein soll. Schon seit
dem vierten Jahrhundert ist dieses Datum ein kirchlicher Festtag, an dem der heilige Nikolaus verehrt wird.
1.1. Wortschatz.
artig
feiern
ein Geschenk bekommen/mitbringen
die Kleinigkeit(en)
aussehen
tragen
der Bart
die Mütze
die Rute
füllen (mit etwas)
die Süßigkeiten
der Festtag
schenken
bestrafen
zu Besuch kommen
bestellen
einladen
1.2. Ergänzen Sie die Sätze.
1) Am 6. Dezember … man den Nikolaustag.
2) In der Nacht bringt der Nikolaus den Kindern ... .
3) In einigen Familien kommt der Nikolaus … .
4) Der Nikolaus hat einen weißen langen … .
5) Der Nikolaus … freundlich … .
6) Wenn die Kinder nicht … waren, bestraft sie Knecht Ruprecht mit der Rute.
7) Knecht Ruprecht trägt eine … bei sich.
8) Die älteren Kinder wissen, dass die … in Wirklichkeit von den Eltern kommen.
9) Größere Firmen … einen Nikolaus bei professionellen Agenturen.
10) Freunde und Kollegen schenken sich gewöhnlich eine … .
1.3. Steht das im Text?
1) Der Nikolaus kommt am 6. Dezember.
2) Am Morgen sehen die Kinder nach, ob die Geschenke von Nikolaus schon
da sind.
3) Früher waren Stiefel und Schuhe der Kinder mit Spielzeugen und Süßigkeiten gefüllt.
4) Wenn der Nikolaus zu Besuch kommt, bringt er Geschenke mit.
5) Nur artige Kinder werden bestraft.
6) Die Geschenke kommen von den Eltern.
7) Nicht nur die Kinder feiern gern den Nikolaustag.
8) Den ganzen Dezember tragen die Jugendlichen rote Mützen.
9) Die Kollegen schenken einander oft einen Schoko-Nikolaus.
10) Manche Firmen laden einen Nikolaus zu ihrer Betriebsfeier ein.
1.4. Beantworten Sie die Fragen.
1) Wie sieht der Nikolaus aus?
2) Wer ist der Knecht Ruprecht? Wie sieht er aus?
3) Was schenkt man den Kindern zum Nikolaustag?
4) Was wurde früher den Kindern geschenkt?
5) Kann der Nikolaus zu Besuch kommen? Wann?
6) Wie feiern die Großen den Nikolaustag?
7) Was wird einander geschenkt?
8) Warum ist der 6. Dezember für Kinder so schön wie Weihnachten?
1.5. Wenn Sie wissen wollen, warum der 6. Dezember der Nikolaustag ist,
und wer der Nikolaus war, lesen Sie den Artikel „Historischer Nikolaus“
1.6. Was wissen Sie jetzt vom Nikolaustag? Berichten Sie.
2. DER LETZTE TAG DES JAHRES
Am 31. Dezember sind die Geschäfte oft noch bis 16 Uhr geöffnet. Es
wird viel gekauft, vor allem Raketen, Knaller und sehr viele Getränke. An der Kasse hört man immer wieder «Guten Rutsch!», «Kommen Sie gut ins neue Jahr!»
oder «Rutschen Sie fröhlich!» Der letzte Tag im alten Jahr heißt Silvester.
Das neue Jahr begrüßt man überall mit Feuerwerk und Knallern. Es ist eine alte germanische Tradition. Schon vor mehr als 2000 Jahren haben die Menschen
das neue Jahr mit großen Feuern begrüßt. Silvester feiert man nicht wie Weihnachten nur in der Familie. Man lädt auch Freunde nach Hause ein oder geht zu einer
Silvesterparty. Das Zimmer oder den Partyraum schmückt man mit Papierschlangen
und Luftballons. Zum Essen gibt es verschiedene leckere Sachen, zum Beispiel einen Karpfen und man trinkt oft Sekt. Viele Leute machen gerne Bleigießen. Dabei
erwärmt man das Blei mit einem Feuerzeug oder einer Kerze und wirft es dann
ins Wasser. Dann sieht man sich die Bleifigur an und denkt nach, was dieses Symbol
für das neue Jahr bedeutet.
Kurz vor Mitternacht werden die Sektgläser gefüllt und das Feuerwerk vorbereitet. Um null Uhr stößt man dann an: «Prosit Neujahr!», «Alles Gute zum Neuen
Jahr!», «Ein gesundes Neues Jahr!» oder «Frohes Neues Jahr!» sagt man dann. Überall steigen Raketen in die Luft und es knallt. Oft feiert man die ganze Nacht durch.
Am nächsten Tag, dem 1. Januar, gibt es in allen Städten Neujahrskonzerte mit klassischer Musik am Vormittag. Zu Mittag gibt es ein Festessen an einem schön gedeckten Tisch. Und dann? Dann beginnt schon so langsam der Alltag des neuen Jahres.
2.1. Wortschatz
begrüßen
feiern
den Tisch decken
die Papierschlange
einladen (zu D.)
schmücken (mit D.)
bedeuten
vorbereiten
Gläser füllen
die Kerze
der Sekt
der Knaller
es knallt
Guten Rutsch!
2.2. Richtig oder falsch?
1) Die Geschäfte sind am 31. Dezember nicht geöffnet.
2) Silvester feiert man nur in der Familie.
3) Man geht oft zu einer Silvesterparty.
4) Die Sektgläser füllt man kurz nach Mitternacht.
5) Um null Uhr knallt es überall.
6) Am 1. Januar gehen alle zur Arbeit.
7) Beim Bleigießen wirft man eine Kerze ins Wasser.
8) Man schmückt Luftballons mit Papierschlangen.
9) «Guten Rutsch!» ist der Gruß am Silvestertag.
10) Der 1. Januar heißt Silvester.
2.3. Sagen Sie es im Passiv.
1) Muster: Man kauft viele Getränke. – Viele Getränke werden gekauft.
2) Das Neujahr begrüßt man mit Feuerwerk und Knallern.
3) Silvester feiert man nicht nur in der Familie.
4) Man lädt Freunde nach Hause ein.
5) Den Partyraum schmückt man mit Papierschlangen und Luftballons.
6) Man kocht verschiedene leckere Sachen.
7) Oft trinkt man Sekt.
8) Beim Bleigießen erwärmt man Blei mit einem Feuerzeug oder einer kerze.
9) Kurz vor Mitternacht füllt man Sektgläser.
10) Man bereitet das Feuerwerk vor.
11) Oft feiert man die ganze Nacht durch.
2.4. Beantworten Sie die Fragen.
1) Kann man am letzten Tag des Jahres einkaufen?
2) Was kauft an diesem Tag vor allem?
3) Wo feiert man Silvester?
4) Wie macht man Bleigießen?
5) Womit schmückt man den Partyraum?
6) Was sagt man, wenn man um null Uhr anstößt?
7) Was gibt es am 1. Januar?
2.5. Wie feiern Sie das Neujahr? Berichten Sie.
2.6. Wie feiert man das Neujahr in anderen Ländern? Suchen Sie danach
im Internet. Berichten Sie.
3. FRANKFURT AIRPORT
Es ist ein historisches Datum: Am 28. Januar 1970 landet zum ersten Mal
ein Jumbojet (Boeing 747) auf dem Frankfurter Flughafen. Mit der Landung beginnt die Ära der Großraumflugzeuge. Doch mit dem zunehmenden Flugverkehr
wird auch der Fluglärm immer größer. Schon in den 70-er und 80-er Jahren dagegen, den Flughafen um die Startbahn West auszubauen. Der Flughafenbetreiber
und die Fluglinie wird die neue Startbahn West eröffnet.
Der Flughafen Frankfurt wird Ende der 90-er und in der ersten Dekade
des neuen Jahrtausends nochmals erweitert. Die Landebahn Nordwest, Terminal 2
und die Wartungshalle für den Airbus 380 werden gebaut. Der Ausbau wird im
Konsens mit den Befürwortern und Gegnern beschlossen. Die Hauptforderung der
Gegner ist ein striktes Nachtflugverbot. Zwischen 23 Uhr abends und 5 Uhr morgens sollen keine Flugzeuge starten und landen. Dieses Verbot ist nun in Kraft.
Doch einige Flughafengegner demonstrieren weiter. Sie wollen, dass das Flugverbot um zwei Stunden verlängert wird, von 22 Uhr bis 6 Uhr. Für den Flughafenbetreiber Fraport AG wäre das ein großes Problem. Viele internationale Fluglinien
würden dann einen anderen europäischen Flughafen anfliegen.
Im Oktober 2011 wird die neue Landebahn Nordwest eröffnet. Seitdem starten und landen stündlich etwa 90 Flugzeuge in Frankfurt. Zukünftig soll es etwa 125 Flugbewegungen pro Stunde geben und die Zahl der Fluggäste pro Jahr
soll um 25 Millionen steigen. Deshalb ist der Bau eines neuen Terminals geplant. So
werden viele Arbeitsplätze geschaffen. Aber es entsteht noch mehr Fluglärm. Die
Befürworter des Flughafenausbaus argumentieren damit, dass der Flughafen mit
75000 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitgeber in Hessen ist. Er ist ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Ausbaugegner sind gegen den steigenden Fluglärm
und den Flächenverbrauch. So wurden für den Flughafenausbau schon 400 Hektar
Wald gerodet. Außerdem möchten die Ausbaugegner generell den Flugverkehr
verringern, damit weniger Kohlendioxid und Schadstoffe in die Luft kommen.
Fliegen, so ihr Argument, ist klimaschädlich und muss sowieso reduziert werden.
3.1. Wortschatz.
der Flugverkehr
der Lärm
ausbauen
steigen
verringern
der Befürworter
der Schadstoff
die Forderung
das Verbot
in Kraft sein
3.2. Der Flughafen Frankfurt am Main ist der größte deutsche Flughafen.
Und er wird noch weiter ausgebaut. Das finden sowohl Befürworter als auch
Gegner. Was glauben Sie, wie argumentieren die beiden Parteien? Füllen Sie
die folgende Tabelle mit Ihren Ideen aus.
Argumente für den Ausbau
des Flughafen
Argumente gegen den Ausbau
des Flughafens
3.3. Lesen Sie den Text und überprüfen Ihre Ideen. Ergänzen Sie die Tabelle mit denen im Text genannten Argumenten. Formulieren Sie Sätze und
äußern Ihre Meinung.
– Meiner Meinung nach haben die Befürworter/Gegner Recht damit, dass …
– Ich stimme dem Argument der Befürworter/Gegner zu, dass …
– Die Befürworter/Gegner wollen, dass …
– Ich sehe das genauso/anders, weil …
3.4. Bilden Sie neue Komposita (= zusammengesetzte Wörter) und
schreiben sie auf.
Zum Beispiel: das Flugzeug + der Lärm = der Flugzeuglärm
die Umwelt + schützen = der Umweltschützer
der Gegner
der Flughafen
der Flug
die Arbeit
der Verkehr
geben
der Start
schaden
die Bahn
der Stoff
der Flug
die Wirtschaft
der Gast
der Faktor
3.5. Richtig oder falsch?
1) Der Frankfurter Flughafen ist der größte in ganz Deutschland.
2) 1970 ist das erste Großraumflugzeug auf dem Frankfurter Flughafen gelandet.
3) Die Fluglinie Deutsche Lufthansa AG unterstützt die Proteste der Anwohner und der Umweltschützer.
4) Obwohl der Flughafen seit den 90er Jahren weiter ausgebaut wurde, hat man
den Nachtflugverkehr verboten.
5) Das Nachtflugverbot gilt heute von 22 bis 6 Uhr.
6) Man plant, die Anzahl von Flugbewegungen pro Stunde von 90 auf 125 zu
erhöhen.
7) Es ist geplant, für den Bau eines neuen Terminals 400 Hektar Wald abzuholzen.
4. EINKAUFEN IN DEUTSCHLAND
Kartoffeln, Eier, Brot und Wurst – diese Produkte stehen auf einem typisch
deutschen Einkaufszettel. Wo kaufen die Deutschen das? Im Supermarkt, in der Bäckerei und beim Metzger. Es gibt zwei besondere Trends beim Einkaufen: Die Deutschen kaufen gerne billige Produkte, aber auch teure Bio-Lebensmittel.
Die Deutschen sparen gerne, vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln.
Sie geben von zehn Euro nur einen Euro für Essen und Trinken aus. Ein Deutscher bezahlt durchschnittlich 250 Euro im Monat für Lebensmittel. Bei Studenten sind es etwa160 Euro. Die Deutschen haben es gut: Lebensmittel sind in ihrem
Land billiger als in allen anderen europäischen Ländern.
Warum sind die Preise so niedrig? Die meisten Supermärkte in Deutschland gehören zu sieben großen Handelsketten, zum Beispiel zu Edeka, Rewe
oder der Metro-Gruppe. Die Konkurrenz ist groß. Deshalb gibt es den sogenannten Preiskampf: Alle Handelsketten wollen mit kleineren Preisen mehr Kunden bekommen. Am günstigsten sind die Discounter wie Aldi, Lidl und Netto. Das
sind Billigsupermärkte. Sie bieten weniger Auswahl als normale Supermärkte
und haben weniger Personal. Gemüse, Nudeln oder Mehl liegen deshalb nicht ordentlich im Regal. Die Kunden finden die Produkte in Kartons. Einkaufen in Discounter ist nicht so schön, aber sehr billig.
Die Supermärkte und Discounter sparen. Mit weniger Personal können
sie niedrigere Preise anbieten. Schlangen an der Kasse sind deshalb normal. Die
Kassiererinnen wiegen Gemüse und Obst an der Kasse. So ist der Preis immer korrekt. Die Kunden zahlen, danach müssen sie ihre Produkte selbst einpacken. Plastiktüten muss man kaufen und sie sind nicht umweltfreundlich. Deshalb ist der Jutebeutel ein typisch deutsches Accessoire. Diese Tasche aus Stoff haben viele Deutsche immer für den kleinen Einkauf dabei.
Man sollte auch einen Euro dabeihaben. Er ist ein Pfand für den Einkaufswagen. Nach dem Einkauf bringt man den Wagen zurück. Dann bekommt man den
Euro wieder. Pfand gibt es in Deutschland auch auf Flaschen und Getränkedosen. Eine Kiste Mineralwasser mit zwölf Flaschen kostet zum Beispiel 6,70 Euro.
Davon sind 3,30 Euro Pfand.
Die Deutschen kaufen gerne billig. Aber billig ist nicht immer gesund. Deshalb gibt es einen anderen Trend: Immer mehr Deutsche kaufen BioLebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Was «Bio» ist, steht in einem Gesetz
der Europäischen Gemeinschaft. Zum Beispiel ist Gentechnik in der ökologischen
Landwirtschaft verboten. Bio-Produkte bekommt man in Bio-Supermärkten. Auch
normale Supermärkte und Discounter kennen den Trend und bieten einige BioProdukte an. Außerdem kaufen die Deutschen gerne Lebensmittel auf dem Markt.
Dort gibt es frische Produkte aus der Region. Lebensmittel sind auf dem Markt teurer als im Supermarkt. Aber für gesunde Ernährung zahlen sogar die Deutschen etwas mehr.
Ladenschluss: Pünktlich einkaufen
In Deutschland muss man pünktlich einkaufen. Viele Supermärkte haben
nur bis 20 Uhr geöffnet. Und am Sontag sind alle Läden geschlossen. Das steht im
Gesetz über den Ladenschluss. Am Abend ist die Zahnpasta leer? Es ist Sonntag
und man braucht Milch? Was machen die Deutschen dann? Sie gehen zur Tankstelle. Tankstellen haben kleine Supermärkte und dürfen immer etwas verkaufen. Auch
Geschäfte in Bahnhöfen und Flughäfen haben am Sonntag geöffnet. Und in großen
Städten bekommt man Zahnpasta und Milch sogar nachts, in einigen kleinen Läden.
In Berlin nennt man diese Läden «Spätkauf».
Aldi: Deutschlands größter Discounter
Über 80 Prozent der Deutschen kaufen bei Aldi ein. Das ist der größte Billigsupermarkt mit über 4300 Filialen in Deutschland. Aldi gehört der Familie Albrecht. Die Familie zählt zu den reichsten Deutschlands. Aldi verkauft nicht nur billige Lebensmittel, sondern auch Computer oder Gartenmöbel im Sonderangebot. Der
zweitgrößte Billigsupermarkt ist Lidl mit 3100 deutschen Filialen. Weitere Discounter sind Netto, Plus, Norma und Penny.
Große Auswahl: Brot und Wurst
Pumpernickel, Roggenbrot, Kräuterbagette – Weißwurst, Thüringer Rostbratwurst und Westfälischer Schinken… In Deutschland gibt es 730 Brotsorten und
etwa 1500 Wurstsorten. Die Auswahl ist groß, denn jede deutsche Region hat eigene
Spezialitäten. Bäcker und Metzger sind in Deutschland Berufe mit einer langen Tradition. Junge Leute lernen diese Berufe in einer dreijährigen Ausbildung. Brot und
Wurst kauft man am besten ganz frisch in der Bäckerei und in der Metzgerei.
Günstig: Preise im Discounter
In keinem europäischen Land sind Lebensmittel billiger als in
Discounter haben die günstigsten Preise. Hier sind einige Beispiele:
Brot
1,0 Kilo
Ab 0,55€
Äpfel
1,0 Kilo
Butter
250 Gramm Ab 0,85€
Kartoffeln
2,0 Kilo
Eier
10 Stück
Ab 1,25€
Nudeln
500 Gramm
Orangensaft 0,75 Liter
Ab 0,95€
Milch
1,0 Liter
Schokolade 100 Gramm Ab 0,35€
Bier
0,5 Liter
Deutschland.
Ab 0,85€
Ab 0,69€
Ab 0,39€
Ab 0,48€
Ab 0,39€
Gesund und frisch: Märkte mit Tradition
Frische regionale Produkte gibt es auf den Marktplätzen in ganz Deutschland.
Der Viktualienmarkt in München ist sehr bekannt. «Viktualien» ist das lateinische
Wort für Lebensmittel. Auf dem Viktualienmarkt kann man fast alles kaufen: Käse
und Wurst, Wein und Gewürze, exotische Früchte und Delikatessen. In Hamburg
besuchen Touristen gerne den Fischmarkt am Hafen. Dieser Markt ist fast 400 Jahre
alt. Dort arbeiten heute noch Marktschreier. Das sind Händler, die laut rufen und so
ihre Waren präsentieren.
4.1. Wortschatz.
ausgeben
sparen
einpacken
der Einkaufswagen
der Einkaufszettel
der Markt (Märkte)
bezahlen
anbieten
das Angebot(e), das Sonderangebot
der Preis(e)
die Auswahl (an…)
umweltfreundlich
der Kunde(n)
die Ernährung
günstig
gesund
die Lebensmittel
Schlange stehen
4.2. Welche Lebensmittel kennen Sie auf Deutsch? Sammeln Sie und ordnen Sie nach Farben.
Weiß; rot; grün; gelb; blau; braun; schwarz.
4.3. Vergleichen Sie die Preise in Deutschland aus dem Infokasten «Preise
im Discounter» mit den Preisen in Ihrem Land.
Was ist billiger? Was ist teurer? Was kostet gleich viel?
4.4. Bilden Sie Gruppen und schreiben Sie einen Einkaufszettel für eine
dieser Situationen.
Situation 1: Heute Abend kommen Freunde zu Besuch. Sie wollen einen Film
schauen.
Situation 2: Sie fahren am Wochenende in die Berge. Dort gibt es keinen Supermarkt.
Situation 3: Sie haben Geburtstag und feiern eine kleine Party.
Situation 4: Ihre Tante und Ihr Onkel kommen zu Besuch. Sie kochen das
Mittagessen.
4.5. Beantworten Sie die Fragen.
1) Wo kaufen die Deutschen ein?
2) Wie viel Euro geben die Deutschen durchschnittlich im Monat für Lebensmittel aus?
3) Wo kann man am günstigsten einkaufen?
4) Warum sind die Preise so niedrig?
5) Welche Vor- und Nachteile haben die Discounter?
6) Wie sparen die Discounter?
7) Was passiert an der Kasse?
8) Wie heißt die Tasche aus Stoff?
9) Warum haben viele Deutsche diese Jutebeutel immer dabei?
10) Wie groß ist der Pfand für den Einkaufswagen?
11) Worauf gibt es noch Pfand?
12) Was sind Bio-Lebensmittel?
13) Wo kann man Bio-Produkte kaufen?
14) Wo gibt es frische Produkte aus der Region?
4.6. Setzen Sie die passenden Vokabeln ein:
Kunden, frische, sparen, niedrig, Schlangen, einpacken, Preisen, Ernährung, am günstigsten Auswahl, Angebot, gesund, bezahlen
1) Die Preise für Lebensmittel sind … .
2) Beim Einkaufen von Lebensmitteln … die Deutschen gern.
3) Mit kleineren … bekommen alle Discounter mehr … .
4) Die Discounter sind … .
5) Die … an Lebensmitteln ist in den Discountern weniger als in den normalen Supermärkten.
6) … an der Kasse sind in den Supermärkten normal.
7) Die Kunden müssen ihre Produkte selbst … .
8) Auf dem Markt gibt es … regionale Produkte.
9) Gesunde … ist für die Deutschen wichtig.
4.7. Steht das im Text?
1) Die Deutschen sparen beim Lebensmitteleinkauf.
2) In keinem anderen europäischen Land sind Lebensmittel so teuer wie in
Deutschland.
3) In den Discountern liegen die Produkte nicht ordentlich im Regal, weil es
zu wenig Personal gibt.
4) Die Kassiererinnen packen Lebensmittel ein.
5) An der Kasse muss man Plastiktüten kaufen.
6) Jutebeutel sind umweltfreundlich.
7) Bio-Produkte kann man nur in Bio-Supermärkten kaufen.
8) Auf dem Markt kann man frische regionale Produkte kaufen.
9) Die Deutschen kaufen gern Lebensmittel auf dem Markt, weil gesunde Ernährung für sie wichtig ist.
4.8. Lückentext. Kontrollieren Sie, was Sie sich aus dem Text gemerkt
haben.
Kartoffeln, Eier, Brot und Wurst – diese Produkte stehen auf einem typisch
deutschen ... .Wo ... die Deutschen das? Im ..., in der ... und beim .... . Es gibt zwei
besondere Trends beim Einkaufen: Die Deutschen kaufen gerne ... Produkte, aber
auch ... Bio-Lebensmittel.
Die Deutschen haben es gut: ... sind in ihrem Land ... als in allen anderen europäischen Ländern. Warum sind die ... so niedrig? Die meisten Supermärkte in
Deutschland gehören zu sieben großen …, zum Beispiel zu Edeka, Rewe oder der
Metro-Gruppe. Alle ... können mit weniger ... niedrigere Preise anbieten und mit
kleineren Preisen wollen sie mehr ... bekommen. Schlangen an der Kasse sind deshalb normal. Die Kassiererinnen ... Gemüse und Obst an der Kasse. So ist der Preis
immer ... . Die Kunden ... , danach müssen sie ihre Produkte selbst ... .
Man sollte auch einen Euro dabeihaben. Er ist ein ... für den Einkaufswagen.
... gibt es in Deutschland auch auf Flaschen und ... .
Immer mehr Deutsche kaufen Bio-Lebensmittel aus ökologischer ... . BioProdukte bekommt man in ... . Außerdem kaufen die Deutschen gesunde Lebensmittel auf dem ... . Dort gibt es frische Produkte aus der Region. Lebensmittel sind auf
dem Markt ... als im Supermarkt.
4.9. Beantworten Sie die Fragen.
1) Sparen Sie beim Einkauf von Lebensmitteln?
2) Was steht oft auf Ihrem Einkaufszettel?
3) Wo kaufen Sie gern ein? Warum?
4) Wie oft kaufen Sie ein?
5) Kaufen Sie etwas im Sonderangebot?
6) Kaufen Sie immer an der Kasse eine Plastiktüte? Warum?
5. COMPUTERPIONIER
Am 22. Juni 1910 wurde der Computerpionier Konrad Zuse geboren. Er entwickelte 1941 den ersten Computer der Welt, den er Z3 nannte. Sein Sohn, Professor Horst Zuse, hat nun den alten Computer in seiner Berliner Wohnung zu Ehren
seines Vaters nachgebaut.
Zwei Meter hoch, ein Meter breit – das sind die Maße der alten Rechenmaschine, die im Arbeitszimmer von Professor Horst Zuse steht. In seiner Wohnung im
Westberliner Stadtteil Wilmersdorf baut der Informatiker die legendäre Rechenmaschine Z3 nach. Die Maschine war der erste funktionsfähige Computer der Welt.
Sein Vater, der 1995 verstorbene Konrad Zuse, hatte den Computer erfunden.
Hundert Jahre alt wäre Computerpionier Konrad Zuse 2010 geworden. Das
Jubiläum war der Grund dafür, dass Horst Zuse den Computer nachbaute und im
Konrad-Zuse-Museum in der hessischen Stadt Hünfeld ausstellen wollte. Seit Herbst
2009 arbeitete Zuse junior mit Lötkolben und Schraubenzieher an dem Bau der Rechenmaschine, bis zu sechs Stunden täglich. Sein Arbeitszimmer war wie eine
Werkstatt. Rote, blaue und orangenfarbene Kabelreste bedeckten den Fußboden. Um
den Computer nachzubauen, musste Horst Zuse mehr als 2500 Relais miteinander
verknüpfen. Dann konnte der Computer addieren, subtrahieren, dividieren, multiplizieren und die Quadratwurzel ziehen. 0,8 Sekunden dauerte eine Addition. Die heutigen Computer addieren viel schneller, aber damals war es eine Meisterleistung.
Im Mai 1941 präsentierte Konrad Zuse in Berlin den ersten voll funktionsfähigen Computer der Welt. Der Computer funktionierte nicht lange. Ein Bombenangriff zwei Jahre später zerstörte die Z3 genauso wie Originalfotos des Computers.
Nach dem Krieg gründete Zuse eine Firma. Er entwarf und verkaufte Nachfolgemodelle der Z3. Doch wirtschaftlichen Erfolg hatte er mit seinem Unternehmen nicht.
Schließlich kaufte die Siemens AG die Firma von Konrad Zuse in den 70-er
Jahren.
Horst Zuse, ältestes von fünf Kindern, begeisterte sich schon früh für elektrische Kreisläufe. Diese Faszination blieb: Zuse studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität (TU) Berlin, promovierte dort 1985 und habilitierte sich
schließlich 1998 an der TU auf dem Gebiet der praktischen Informatik. Seit Ende
2009 ist er Professor an der brandenburgischen Hochschule Lausitz. Nebenbei pflegt
er das Vermächtnis seines Vaters. Mehr als 200 Vorträge hat er in den vergangenen
zehn Jahren gehalten. Vor allem 2010 gab es sehr viele Anfragen. «Es macht mir
großen Spaß, Schülern und Studenten zu vermitteln, wie ein Computer eigentlich
funktioniert», sagt Horst Zuse, der Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse.
5.1. Wortschatz.
entwickeln
nennen
nachbauen
zerstören
erfinden (a, u)
entwerfen (a, o)
vermitteln
gründen
die Rechenmaschine
promovieren
der Erfolg
das Unternehmen
sich habilitieren
Vortrag halten
wirtschaftlich
das Vermächtnis
der Grund (für A.)
funktionsfähig
5.2. Beantworten Sie die Fragen.
1) Wann wurde Konrad Zuse geboren?
2) Was entwickelte K. Zuse?
3) Wie nannte er seine Rechenmaschine?
4) Wie groß war der erste Computer?
5) Warum baute Horst Zuse den ersten Computer nach?
6) Was konnte der erste Computer machen?
7) Wann wurde der erste Computer präsentiert?
8) Warum funktionierte der Computer nicht lange?
9) Auf welchem Gebiet habilitierte sich Horst Zuse?
10) Wie pflegt H. Zuse das Vermächtnis seines Vaters?
5.3. Richtig oder falsch?
1) Den 1. Computer entwickelte Horst Zuse.
2) Der 1. Computer wurde Z3 genannt.
3) Der nachgebaute Computer steht im Arbeitszimmer von H. Zuse.
4) Konrad Zuse wurde 1921 geboren.
5) Horst Zuse baute den Computer nach, weil er ihn im Konrad Zuse-Museum
ausstellen wollte.
6) Jeden Tag arbeitete Horst Zuse etwa 6 Stunden am Bau des Computers.
7) Vor dem Krieg gründete Zuse eine Firma.
8) Mit seinem Unternehmen hatte Zuse großen wirtschaftlichen Erfolg.
9) 1998 wurde Horst Zuse Professor an der TU Berlin.
10) Horst Zuse hat 5 Kinder.
5.4. Sagen Sie es im Passiv.
Z. B: K. Zuse entwickelte den 1. Computer der Welt. – Der 1. Computer
wurde von K. Zuse entwickelt. (Präteritum)
1) K. Zuse erfand den Computer.
2) Im Mai 1941 präsentierte K. Zuse den 1. Computer der Welt.
3) Ein Bombenangriff zerstörte die Z3.
4) Nach dem Krieg gründete Zuse eine Firma.
5) Er entwarf und verkaufte Nachfolgemodelle der Z3.
6) Die Siemens AG kaufte das Unternehmen von K. Zuse.
7) Horst Zuse baut den ersten Computer nach.
8) Zum Jubiläum von K. Zuse stellte das Museum die erste Rechenmaschine aus.
9) Rote, blaue und orangenfarbene Kabelreste bedeckten den Fußboden.
10) H. Zuse verknüpfte tausende Relais.
5.5. Bilden Sie Sätze aus einem Satzteil von A und einem von B.
A: 1) Zuse studierte Elektrotechnik an der TU Berlin;
2) Die Siemens AG kaufte die Firma von K. Zuse;
3) Horst Zuse vermittelt Schülern und Studenten;
4) Horst Zuse baute den 1. Computer nach;
5) Konrad Zuse war der Erfinder des ersten funktionsfähigen Computers
der Welt;
6) Der Ingenieur musste mehr als 2500 Relais miteinander verknüpfen.
B: 1) wie ein Computer funktioniert;
2) der keinen wirtschaftlichen Erfolg damit hatte;
3) wo er 1985 promovierte;
4) damit der Computer richtig funktionierte;
5) den er Z3 nannte;
6) weil er ihn in Konrad Zuse-Museum ausstellen wollte.
5.6. Sprechen Sie zu einem Thema.
1) Konrad Zuse und seine Rechenmaschine.
2) Horst Zuse pflegt das Vermächtnis seines Vaters.
6. DEUTSCHE JUGENDHERBERGEN
Schlafen für wenig Geld. In Jugendherbergen können junge Reisende rund
um den Erdball billig übernachten. Erfunden wurden die Unterkünfte in Deutschland. Vor 100 Jahren hatte ein Lehrer aus dem Sauerland die Idee dazu.
An einen weltweiten Siegeszug seiner Idee dachte Richard Schirrmann im
August 1909 bestimmt nicht. Auf einem Wanderausflug in der Nähe von Aachen
suchte der Volksschullehrer damals eine Übernachtung für seine Schüler. Doch als
Übernachtungsmöglichkeit ergaben sich nur Quartiere in einer Scheune und einer
Dorfschule. Da kam ihm die Idee, einfache Herbergen für junge Leute und wandernde Schulklassen einzurichten. 1912 eröffnete Schirrmann die erste Jugendherberge auf Burg Altena in Nordrhein-Westfalen. Auf Strohsäcken und mit Wollde-
cken schliefen die ersten Gäste dort. Sein Konzept funktionierte. Auch 100 Jahre
später ist die Idee ein Erfolgsmodell. Weltwelt gibt es inzwischen über 4000 Jugendherbergen in fast 90 Ländern. Mehr als 10 Millionen Reisende übernachten pro
Jahr allein in deutschen Jugendherbergen. Auch heute besuchen vor allem junge
Leute die Jugendherbergen. Schülerklassen, Studentengruppen und Rucksackreisende legen sich in den Etagenbetten der Einrichtungen schlafen.
In den Zwei-, Vier-, Sechs- oder sogar Achtmannzimmern gibt es außerdem
einen Schreibtisch, Stühle und Schränke für die Gäste. Bad und WC werden sich mit
anderen Zimmern geteilt. Zugang zum Internet, vegetarisches Essen oder auch spezielle Freizeitangebote gehören zum Standard in den Herbergen. Der Preis für eine
Übernachtung ist auch für den kleinen Geldbeutel durchaus akzeptabel. In den rund
550 deutschen Jugendherbergen kostet eine Übernachtung rund 20 Euro.
Für Angela Braasch-Eggert, Vorsitzende des «Deutschen Jugendherbergswerks», sind Jugendherbergen vor allem ein Ort der Begegnung. Sie bleiben Begegnungsorte der besonderen Art, in denen das Miteinander unserer Gäste und gemeinsame Erlebnisse groß geschrieben werden. Inzwischen haben sich einige Herbergen
sogar spezialisiert. Kulturelle Erlebnisse kann man in «Kultur-Jugendherbergen»
erwarten, in denen zum Beispiel eigene Kinosäle für Abwechslung in der Freizeitgestaltung sorgen. Ein Kurzfilm kann in manchen Häusern gleich mitgedreht werden.
Alle sportbegeisterten Besucher können in so genannten «Sport-Jugendherbergen»
ihrer Leidenschaft nachgehen. Hier gibt es spezielle Sportprogramme und Ernährungsmöglichkeiten.
6.1. Prägen sie sich folgende Vokabeln ein.
erfinden (a, u)
die Unterkunft (e)
übernachten
der Ausflug (e)
wandern
die Herberge (n)
einrichten
die Einrichtung
weltweit
teilen
das Freizeitangebot (e)
akzeptabel
die Freizeitgestaltung
der Begegnungsort (e)
6.2. Erklären Sie auf Deutsch.
Achtmannzimmer, Rucksackreisende, Sport-Jugendherbergen, Strohsäcken.
6.3. Beantworten Sie die Fragen.
1) Wo wurden die Jugendherbergen erfunden?
2) Wie kam Richard Schirrmann auf die Idee, Herbergen für wandernde Schüler einzurichten?
3) Wann und wo wurde die erste Jugendherberge eröffnet?
4) Hat die Idee auch heute Erfolg?
5) Wer besucht jetzt die Jugendherbergen?
6) Wie sehen da die Zimmer aus?
7) Was gehört zum Standard in den Herbergen?
8) Wie viele Jugendherbergen gibt es in Deutschland?
9) Ist die Übernachtung da teuer?
10) Welche Möglichkeiten gibt es für sportbegeisterte Gäste in einigen Herbergen?
6.4. Richtig oder falsch?
1) Im August 1909 machten die Schüler von R. Schirrmann einen Ausflug.
2) Die Schüler mussten in einem Dorfhotel übernachten.
3) In der ersten Jugendherberge konnten die Gäste in den Etagenbetten schlafen.
4) Zurzeit gibt es über 90 Jugendherbergen weltweit.
5) Die Jugendherbergen sind nur für Jugendliche gedacht.
6) In jedem Zimmer gibt es Bad und WC.
7) Eine Übernachtung ist in den Jugendherbergen kostenlos.
8) Einige Herbergen haben sich spezialisiert.
9) Die Jugendherbergen sind Begegnungsorte der besonderer Art.
10) Sportbegeisterte Besucher können spezielles Essen in manchen Herbergen bekommen.
6.5. Welche Fragen würden Sie einem Gast der Jugendherberge stellen.
6.6. Ergänzen Sie die Verben in der richtigen Form.
1) Die Jugendherbergen wurden in Deutschland … .
2) Im den Jugendherbergen kann man billig … .
3)Wenn die Schüler wandern, können Sie in den Jugendherbergen … .
4) Die Jugendherbergen werden vor allem von jungen Leuten … .
5) Bad und WC werden … .
6) Einige Herbergen haben sich sogar … .
(spezialisieren, erfinden, besuchen, teilen, schlafen, übernachten)
6.7. Sagen Sie es anders. (Gebrauchen Sie Wörter u. Wendungen aus der
rechten spalte).
In den Sport-Jugendherbergen können
alle sportbegeisterten Besucher ihrer Leidenschaft nachgehen.
Zugang zum Internet, vegetarisches Essen oder auch spezielle Freizeitangebote gehören zum Standard in den Herbergen.
In den Herbergen werden das Miteinander der Gäste und gemeinsame Erlebnisse
groβ geschrieben.
Als Übernachtungsmöglichkeiten ergaben sich nur Quartiere in einer Scheune und
einer Dorfschule.
Da kam ihm die Idee, einfache Herbergen für junge Leute einzurichten.
Mehr als 10 Millionen Reisende übernachten pro Jahr allein in deutschen Jugendherbergen.
gibt es immer
sind sehr wichtig
Sport treiben
gab es
finden Unterkunft
fiel…ein
7. DEUTSCHE KÜCHE: NUR EISBEIN UND SAUERKRAUT?
Die deutsche Küche ist besser als ihr Ruf, denn sie besteht aus mehr als nur
Eisbein und Sauerkraut. In den vergangenen Jahren entdeckten Spitzenköche die
deutsche Esskultur mit traditionellen Rezepten wieder neu.
Die Deutschen lieben ihr Brot. Ein deutscher Tourist wird sich im Ausland
wohl immer darüber beschweren, dass er kein Vollkornbrot, Roggenmischbrot oder
Gemüsebrot wie bei sich zu Hause bekommt, dass er das pappige Weißbrot seiner
Urlaubsregion wirklich nicht mehr essen mag. Das schmeckt ihm natürlich nicht und
ist ihm außerdem nicht gesund genug.
Auch fragt ein deutscher Tourist gern nach einem Schnitzel mit Pommes und
sämiger Pilzsoße. Viele Urlaubsregionen haben sich inzwischen auf die Wünsche
der Deutschen eingestellt. Gaststätten auf der spanischen Insel Mallorca bieten Eisbein mit Sauerkraut und Klößen für ihre Besucher aus dem Norden an.
«Deutschland ist aber nicht nur Kraut- und Knödelland», sagt Peter Peter. Der
Mann mit dem seltenen Namen ist Autor des Buches «Kulturgeschichte der deutschen Küche». Er schreibt Restaurantkritiken und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Die Akademie beschäftigt sich mit der Erforschung und dem
Erhalt regionaler Küche. «Man darf sich die deutsche Küche nicht als nationalen
Block vorstellen», sagt Peter Peter. Eisbein mit Sauerkraut ist also nicht überall das
Lieblingsgericht. Stattdessen gibt es viele regionale Spezialitäten, die alle einen eigenen Ursprung haben. «Die bayrische, süddeutsche Region und ihre Küche sind
sehr von Italien beeinflusst, während es im Norden zum Beispiel viel Fisch gibt und
Gerichte, die sehr dem Essen ähneln, das in England oder Holland serviert wird.»
Im Westen Deutschlands, nahe der französischen Grenze, fand der Kritiker
«eine raffinierte, vom Elsass inspirierte Küche» vor. Und der Osten Deutschlands
profitierte vom slawischen Einfluss Polens, Tschechiens und Russlands. Soljanka
und Schaschlik stehen dort immer noch auf den Speisekarten ganz oben.
Ein paar Gemeinsamkeiten zwischen den Regionen gibt es dann aber doch:
Das am häufigsten verwendete Beilage ist die Kartoffel. Außerdem haben die Deutschen eine große Vorliebe für Brot und Wurst. In Deutschland werden mehr als 300
Arten Brot gebacken und 1500 Sorten Wurst gestopft. Eine deutschlandweit verbreitete Brotspezialität ist der Pumpernickel – ein kompaktes Vollkornbrot aus Roggen-
schrott, das gerne mit deftiger Wurst gegessen wird. Je nach Geschmack grillt sich
der deutsche Esser dann entweder eine gute Thüringer Bratwurst oder isst schon vor
dem Mittagessen eine bayrische Weißwurst und dazu einen saftigen Kanten Vollkornbrot. Zum Thema Essen gibt es im Deutschen ein altes Bauernsprichwort: morgens wie ein König, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler. Übertragen bedeutet es, dass morgens viel und kalorienreiche Nahrung erlaubt ist, mittags
schon ein bisschen weniger und abends am besten nur eine leichte Mahlzeit.
Idealerweise essen die Menschen in Deutschland also gern ein ausgiebiges
Frühstück mit Brötchen oder Brot. Auf die Backware kommt Margarine oder Butter
und darauf Marmelade, Wurst oder Käse. Sie trinken Kaffee und auch gern Tee, essen noch ein Frühstücksei, das am besten schmeckt, wenn es sechs Minuten lang gekocht wurde und stärken sich so für den langen Tag.
Mittags gibt es dann eine warme Speise mit Fleisch und meistens Kartoffeln
und Gemüse als Beilage. Abends sitzt die Familie beim Abendbrot, zu dem meistens
Brot aufgeschnitten auf dem Tisch steht, dazu wieder Wurst oder Käse – das berühmte Butterbrot ist die letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen.
Der Begriff «Butterbrot» für eine Scheibe Brot mit Wurst und Käse belegt, ist
in die Welt hinausgewandert. Eingewandert in deutsche Lande ist dagegen ein ganz
anderes Nationalgericht: das Sauerkraut. Wandernde Mongolenstämme sollen das
Rezept für den vergorenen Weißkohl einst bis nach Europa mitgebracht haben. Im
13. Jahrhundertgriffen es dann die Deutschen auf. Die Polen, Tschechen und auch
Franzosen essen heute jedoch viel mehr von dem Kraut als die dafür bekannten
Deutschen.
7.1. Prägen Sie sich folgende Vokabeln ein.
sich beschweren (über etw.)
sich einstellen (auf etw.)
schmecken
sich stärken
beeinflussen (etw.)
das Lieblingsgericht
die Spezialität
die Speisekarte
die Beilage
der Geschmack
die Nahrung
die Backware
häufig
deftig
ausgiebig
pappig
7.2. Bilden Sie Beispiele mit den Vokabeln aus der Aufgabe 7. 1.
7.3. Steht das im Text?
1) Deutsche Touristen mögen das Brot der Urlaubsregionen.
2) Eisbahn mit Sauerkraut ist überall in Deutschland das Lieblingsgericht.
3) Die Küche Süddeutschlands unterscheidet sich kaum von der der norddeutschen Regionen.
4) Fisch steht im Norden auf den Speisekarten ganz oben.
5) Schweinefleisch isst man häufiger als andere Fleischsorten.
6) Laut des alten Sprichwortes darf man am Abend viel und kalorienreich essen.
7) Das Frühstück ist häufig ausgiebig.
8) Zu Mittag wird gewöhnlich warm gegessen.
9) Die Kartoffel ist die Lieblingsbeilage.
10) Das Sauerkraut wurde zum ersten Mal von den Mongolen gekocht.
7.4. Beantworten Sie die folgenden Fragen.
1) Ist die deutsche Küche international?
2) Was beeinflusst die Küche verschiedener Regionen?
3) Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen den Regionen?
4) Was essen die Deutschen zum Frühstück?
5) Wie viele Brotarten bäckt man in Deutschland?
6) Wie finden die Deutschen das Brot in den Urlaubsregionen?
7) Wie stellen sich manche Urlaubsregionen auf die Wünsche der Deutschen ein?
8) Welche Gerichte sind von den Deutschen in den Urlaubsregionen besonders oft gefragt?
7.5. Sagen Sie es anders. Gebrauchen Sie dabei folgende Wörter:
sich orientieren an etwas, nörgeln an etwas, schmecken, servieren, beeinflussen, sich stärken, deftig, leicht, gesund.
1) Deutsche Touristen beschweren sich oft im Ausland über die Brotqualität.
2) Das pappige Weißbrot einer Urlaubsregion mag er nicht.
3) Viele Urlaubsregionen müssen sich auf die Wünsche der Deutschen einstellen.
4) Spanische Gaststätten bieten Eisbein mit Sauerkraut für Deutsche an.
5) Das Frühstück ist meistens kalorienreich.
7.6. Vergleichen Sie. Gebrauchen Sie dabei folgende Adjektive:
gut, viel, wenig, lang, gesund, gern, häufig.
1) Die Deutschen essen … Schweinefleisch als eine andere Fleischsorte.
2) Am Morgen isst man … als am Abend.
3) Als Beilage isst man … die Kartoffel.
4) Der Pumpernickel schmeckt … als das pappige Weißbrot.
5) Das Frühstücksei soll … als 3 Minuten gekocht werden.
6) Die Tschechen und Polen essen viel … von dem Kraut als die Deutschen.
7) Das Vollkornbrot ist … als das Weißbrot.
8) Abends wird … als mittags gegessen.
9) Die deutsche Küche ist … als ihr Ruf.
7.7. Sprechen Sie zu einem Thema
1. Deutsche in den Urlaubsregionen.
2. Das typische deutsche Frühstück.
3. Der Einfluss der Nachbarregionen auf die deutsche Küche.
4. Die Gemeinsamkeiten zwischen den Regionen.
Библиографический список
1. S c h m i t t D. Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik /
D. S c h m i t t. München: Verlag für Deutsch, 1999.
2. F ö l d e a k H. Sag’s besser! / H. F ö l d e a k. München: Hueber Verlag, 2005.
3. Vitamin de: Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner. Berlin, 2009. № 43.
4. Vitamin de: Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner. Berlin, 2010. № 46.
5. Vitamin de: Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner. Berlin, 2012. № 52.
Учебное издание
ЛОГИНОВА Наталья Викторовна
МЕТОДИЧЕСКИЕ УКАЗАНИЯ
ПО ИЗУЧЕНИЮ НЕМЕЦКОГО ЯЗЫКА
НА МАТЕРИАЛЕ ТЕМЫ «СТРАНОВЕДЕНИЕ»
Часть 2
________________________
Редактор Н. А. Майорова
Корректор И. А. Сенеджук
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Подписано в печать .09.2014. Формат 60  84 1/16.
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