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Atomic Transmutation. The greatest Discovery ever made from Memoirs of Prof. Frederick Soddy von Muriel Howarth. Verlag New World Publications London 1953. 134 S. 4 Abb. kart. sh

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Neues, stark antlmltotisch wirksarnes Alkaloid. Das in den Bliiten, Samen und Zwiebeln der Herbstzeitlose vorkommende Desacetylmethylcolchic;n, Trivialname ,,Demecolcin" bzw. ,,Substanz F". wurde von B. Schiir, P. Loustabt und F. 67088 auf seine
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zellteilungshemmende Wirkang untersucht. Das Colchicin selbst
zahlt zu den Spindelgiften und s t h t die Zellteilung in der Metaphase. Da es jedoch auller den maligne entarteten Zellen auch die
normale Zellteilung bzw. Regeneration in gleicher Weise beeinfluBt und auDerdem stark toxisch ist, kommt es fiir die Humanmodizin zur Tumortherapic kaum in Frage. Demccolcin wirkt
cntsprechend, jedoch schadigt es erst in mehrfach hoheren Dosen
die Regeneration des normalen Gewebes und beeintrachtigt das
Allgemeinbefinden weniger. Nach Tierversuchen betragt bei
parenteraler Gabe DL,, bei der Maus 120-150 mg/kg. Bei
peroraler und wicderholter Applikation steigt die Toxizitat. Das
Verhiiltnis zwischen maximal vertraglicher zu minimal wirksamer
Dosis ist boi Demecoloin giinstig, so daB es such beim Menschen
zur Behandlung bestimmter Tumore geeignet erscheint. (Klin.
Wschr. 32, 49/57 [1954]). -Schm.
( R d 39)
.,Atosildc ala Stabillsator fur Blutkoneerven. Th. Naegeli und
W. Schnedder untersuchten quantitativ die Wirkung des Phenothiazin-Derivates ,,Atosil" (W.Z.) auf konserviertes Blut. Es war
schon vorher bekannt, daD in Atosil-haltigen Konserven der
Hamolysevorgang gebremst wird, die Erythrocyten ihr normales
morphologisches Bild langer beibehalten, und daD der KaliumSpiegel als Ausdruck der ungestorten Permeabilitatsverhitnisse
wesentlioh langsamer zunimmt. Durch kolorimetrische, quantitative Hamoglobin-Bestimmung wurde der Hirmolyseverlauf in
Blutkonserven bestimmt, die Atosil in einer Konzentration von
I/IoMM enthielten. Die Hiimolysekurve zeigt eine deutliche Ver-
zogerung. Da aber durch das Antihistamin unbeabsichtigte Nebenerscheinungen auftreten konnen, sind vor einer routinemaDigen
Anwendung in viuo-Versuche auf breiter Basis notwendig. (Dtaoh.
med. Wschr. 79, 309 [1954]). -Wi.
( R d 42)
Aeues ilber Rauwolfia-Alkaloide berichten L. Dorfmun, A. Furlenmeier, C. F. Huebner, R. Lucas, H. B. MacPhiIlaniy, J. M .
Mueller, E. Schlittler, R. Schwyzer und A. F. Andrd. Da Reserpin
der Haupttrager der sedativen und blutdrucksenkenden Wirkung
der Rauwolfia scrpentina Benth-Extrakte zu sein scheint, ist 06
houte das wichtigste Rauwolfia-Alkaloid. Es wurde 1952 von E.
Schlittler, J . M. Mueller und H. J . Bein isoliert. Bruttoformel:
CBaH,,O,NP. Reserpinl) ist ein Esteralkaloid und wird durch
alkalische Hydrolysc in Reserpsaure, 3,4,5-Trimethoxybenzoesllure und Methanol aufgespalten. Das UV-Spektrum des Reserpsiuremethylesters ihnelt sehr dem des Tetrahydroharmins. Die
Ergebnisse einer Reihe von Versuchen (Alkalischmelze, Selendehydrierung) machen es sehr wahrscheinlich, daB Reserpsaure
Yohimban-Struktur (I) besitzt. Zur totalcn Strukturaufklarung
miissen noch die Haftstellen der funktionellen Gruppen am Ring E
(-COOH, -OH ,und -OCH,) sichergestellt und die stereochemischen Probleme gelost werden. A. Hofmann konnte mit
Hilfe der chromatographischen Adsorptionsanalyse 2 neue Alkaloide aus Rauwolfia scrpentina rein darstellen. Da es sich um
Isomere des Yohimbins handelt, wie u. a. aus UV-Spektren und
Farbreaktionen erkannt wurde, wurden sie R a u h i m b i n und
I s o r a u h i m b i n genannt. Bruttoformel: C,rH2a0,N2. Zwei aktive Wasserstoffatome und eine Methoxyl-Gruppe wurden bestimmt. Fp Rauhimbin 218-225 O C , Isorauhimhin 225-227 O C .
(Helv. Chim. Acta 37, 59, 314 [1954]). -Wi.
( R d 65)
l)
Vgl. diese Ztschr. 65, 42 [ 19531 und die Notir iiber das ,,Serpasil"
(W.Z.) im Sonderdienst zu dieser Ztschr. 2, 6 3 [19541.
L itera tur
Atomic Transmutation. The greatest Discovery ever made, from
Memoirs of Prof. Frederick Soddy, von Muriel Howarth. Vcrlag
Now World Publications London, 1953. 134 S., 4 Abb., kart.
sh. 12/6.
Der Wert dieses kleinen Buches ware deutlicher ersichtlich,
wenn der Untertitel ,,Memoirs of Frederick Soddy" als Haupttitel
gewirhlt worden ware. Die Autorin hattc Gelegcnheit, von Prof.
Soddy wcrtvolles biographisches Material zu erhalten, das
sich auf die Entdeckungsgeschichte der Radioaktivitat bezieht.
Sie ist kcinc Wissenschaftlcrin, und was sie die groDte Entdeckung
nennt, die je in der Menschheitsgeschichte gemacht worden ist,
die Erklarung der Erscheinung der Radioaktivitat - eine Leistung, die sie als einen besondercn Triumph des britischen Weltrcichs betrachtet - ist schon von anderen und vielleicht besser
geschildert worden. Vieles aber, was sich auf Frederick Soddys
personlichc Teilnahme und Erlebnisse bezieht, wird hier zum ersten Ma1 mitgetcilt und ist ausnahmslos von groDem Interessc.
Eino Erfahrung Soddys aus dern Jahre 1900 wirft z. B. ein intcressantes historisches Licht. auf die Wertschatzung, deren sich
die verschiedenen chemischen Schulen um dic Jahrhundertwendc
rrfreuten; als Soddy, nach Ahsolvierung des Chemiestudiums in
Oxford, nach Montreal kam, um sich u m die freiwerdende Profcssur der Chemic zu bewerben, wurdc der scheidende Professor
dort gefeiert mit den Wortcn: ,,Dr. P. kam zu uns aus Oxford,
aber seine Chemie war, Gott sei Dank, made in Germany". Man
kann sich leicht Soddys Enttauschung und Emporung vorstellen;
rbenso lebhaft z. B. such sein Entsetzen bei der Beobachtung der
unbedenklichen Art, mit dor scin Lehrer Ramsay in London rnit
Clem kostbaren und gefahrlichen Radium umging. Das Buch erweckt den Wunsch, dall Frederick Soddg, der einrige noch lebendc
Pionier ails den Tagen der Entdeckung der Radioaktivitat, seine
Erinnerungen einmal selber niederschreiben moge; er hat uns
zweifcllos noch vie1 Interessantes mitzuteilen, und seine groDe
stilistischc Regabung leuchtet auch durch viele Stellen dieser nur
indirektm narstellung hinduroh.
I'. A . Ptrnefh [ N R 8221
238
(;egenstroin-Vertellung, von H. M. Rauen und W. Stamm. Anleitungen fur die Chemische Laboratoriumspraxis, Band VI.
Springer-Verlag. Berlin 1953, I. Aufl. VII, 81 S., 65 Abb.. geh.
I)M 12.80.
-41s Methode zur Trennung von Stoffgemisohen gewinnt die
fraktionierte Verteilung seit den grundlegenden Arbeiten von E.
.lanken stirndig an Bedeutung, und aus der Biochemie ist sie bereits nicht mehr fortzudenken, nachdem sie hier von Craig, sowie
Marlin und Synge eingefiihrt worden ist.
Grundsatzlich ist die Gegenstromverteilung aui zwei verschiedene Weieen moglich, indem man das zu trennende Substanzgemisch dem Gegenstrombett der beiden fliissigen Phasen e i n m a l i g
oder l a u f e n d zuaetzt. Die kontinuierliche Substanzaufgabe lPBt
nur zwei Fraktionen anfallen und h a t besonderes Interesse fur dic
praparative Verarbeitung grliBerer Stoffmengen. Hingegen fiihrt
die einmalige Zugabe des Gemisches zu vielen Fraktionen, so daB
cs bcsonders fur analytische Untersuchungen und praparative
Trennungen kleinerer Mengen geeignet ist.
1)ieses letztere Verfahren wird in dem vorliegenden Buch, der
crsten Monographie uber die Gegenstromverteilung, a h Anleitung
fiir die Laboratoriumspraxis ausfiihrlich beschrieben. Nach kurzer
Einfuhrung in die theoretischen Grundlagen der Verteilung sohildern die Verfasser das Verfahren der Gegenstromverteilung, indem
sie die durch gute Bilder dargestellten Laboratoriumsapparaturen
naoh Craig, Weygand, Signer u. a. beschreiben. Die Auswertung
der Versuchsergebnisse erfolgt fiir den GrundprozeD mit und ohne
Entnahme nach denFormeln von Hecker und Karlson, die durch
Termschemen anschaulich erlautert werden. Leider ist das Schema
der wechselphasigen Entnahme (Abb. 37) duroh falsche Zahlenfaktoren entstellt, da die in Text und Formeln angegebenen Korrekturglieder nicht beriicksichtigt wurden. Die Leistungsfahigkeit
der Gegenstromverteilung wird duroh 12, meist der Biochemie
entnommone Beispiele crlautert, und ein mehr als 100 Zitate umfassendes Verzeichnis fuhrt den Leser in die umfangrciche Literat.ur cin. Der Referent hedauert., daB in rinrr Mononraphie ubrr
Angew. Chem. / 66. Jahrg. 1954 1 N r . 8
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