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2785.Die Probleme unseres Planeten

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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
МИНИСТЕРСТВО ОБРАЗОВАНИЯ И НАУКИ
РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ
ФГБОУ ВПО «Оренбургский государственный
педагогический университет»
Кафедра иностранных языков
Die Probleme unseres Planeten
Учебное пособие
по немецкому языку
для студентов II, III курсов
отделения «Экология»
Оренбург
2012
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
УДК 4И (Нем) (075): 57.026 (075)
ББК 81.2 (Нем) Я 73 + 28.080 Я 73
К 14
Рекомендовано к изданию в качестве учебного пособия решением кафедры иностранных
языков ОГПУ, протокол заседания кафедры № 5 от 18.09.2012.
Авторы: В.А. Казанская, И.В.Турецкова.
Казанская В.А., Турецкова И.В.
К 14 Учебное пособие по немецкому языку для студентов II, III курсов
отделения «Экология»; Мин-во образования и науки РФ, Оренб. гос.
пед. ун-т. – Оренбург.: Экспресс-печать, 2012. – 73 с.
Казанская В.А., Турецкова И.В., 2012
Изд-во «Экспресс-печать», 2012
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Оглавление
Предисловие…………………………………………………………………….4
Kapitel 1 Aufgabe der Ökologie………………………………………………..5
Kapitel 2 Moderne Probleme des Umweltschutzes…………………………….11
Kapitel 3 Ozonloch……………………………………………………………..29
Kapitel 4 Das Problem mit dem Müll…………………………………………..52
Kapitel 5 Wasser………………………………………………………………..56
Kapitel 6 Wälder………………………………………………………………..64
Библиография………………………………………………………………..73
3
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Предисловие
Данное учебное пособие предназначено для студентов отделения
«экология» Института Естествознания и Экономики.
Цель пособия – развитие умения и навыков чтения и понимания научно
– популярной литературы.
Чтение научно – популярной литературы на изучаемом языке создает
базу, которая позволяет будущему специалисту понимать литературу по
своей специальности на немецком языке, отбирать полезную для работы
информацию, переводить тексты или выдержки из них на русский язык.
Представленный материал включает в себя 6 глав, в которых
поднимаются вопросы защиты окружающей среды, проблемы, связанные с ее
загрязнением, гибелью лесов, переработкой мусора и т.д.
Пособие может использоваться как для аудиторной, так и для
самостоятельной работы студентов II и III курсов стационара.
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Kapitel 1 Aufgabe der Ökologie
Auf unserem Planeten gibt es viele ökologische Probleme. Es gibt zu viel
Verkehr, zu viel Müll auf den Straßen. Ihre Chemiefabriken verpesten Luft und
Flüsse: Die Bäume sterben durch den Sauren Regen und andere Einflüsse. Die
Fische sterben an den Giften in Flüssen, Seen und Meeren. Der Verbrauch an
fossilen Brennstoffen Und FCKWs hat die Ozonschicht geschädigt und das Klima
verändert. Die Entsorgung von radioaktivem Abfall ist ein Problem.
Was ist Ökologie?
Es ist nicht so leicht, diese scheinbar leichte Frage zu beantworten. Der
Begriff Ökologie wurde von dem deutschen Zoologen Ernst Haeckel 1886
eingeführt. Das Wort wurde aus den griechischen Wörtern oikos (Haus,
Wohnstätte, Aufenthaltsort) und logos (Lehre) gebildet. Haeckel verstand darunter
die Lehre von den Beziehungen der Lebewesen untereinander und zu ihrer
unbelebten Umwelt.
In den letzten Jahrzehnten wurde der Begriff umgangssprachlich, wissenschaftlich und sogar politisch ausgeweitet. Wie oft hören wir: "gute Ökologie",
"schlechte Ökologie", "Ökologie der Stadt", "politische Ökologie" usw. Diese
Begriffsneubildungen tragen manchmal zur Verwirrung bei.
Grundsätzlich wird der Terminus Ökologie in folgenden Bedeutungen
gebraucht:
1. In der ursprünglichen Bedeutung als grenzüberschreitende Teildisziplin der
Biologie.
2. Als Komplex der Wissenschaften, die die Beziehungen des Menschen und der
Gesellschaft zur Natur erarbeiten.
3. Als die Umwelt selbst.
4. Teilweise gleichbedeutend mit dem Begriff Umweltschutz.
Wenn man die Ökologie als die Wissenschaft (oder Komplex der
Wissenschaften) über die Wechselwirkung des Menschen und der Umwelt
versteht, so ergeben sich folgende Probleme als die wichtigsten:
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1. Die umgestaltende Tätigkeit des Menschen und der heutige Zustand der
Umwelt.
2. Ökologie und moderne Energiequellen.
3. Ökologie und Wirtschaft.
4. Ökologie und Gesundheit der Menschen.
Aufgaben
1. Lesen Sie den Text.
2. Antworten Sie auf die Fragen:
1. Von wem wurde der Begriff Ökologie eingeführt?
2. Was bedeutete das Wort Ökologie ursprünglich?
3. Welche Bedeutungen hat es jetzt?
4. Welche Probleme der Ökologie sind am wichtigsten?
3. Steht es im Text?
1. Ursprünglich bezeichnete der Terminus Ökologie das Verhältnis zwischen
pflanzlichen sowie tierischen Organismen und der Umwelt.
2. Der Begriff Ökologie wurde in den letzten Jahrzehnten erweitert.
3. Unter Ökologie wird ein Komplex der Wissenschaften, in erster Linie die
Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Natur verstanden.
4. Man unterscheidet Bioökologie, historische Ökologie, Ökologie des
Menschen usw.
5. Die Bioökologie wird in Ökologie der Mikroorganismen, Ökologie der Pilze,
Ökologie der Pflanzen und Ökologie der Tiere untergliedert.
6. Die Begriffe Ökologie und Umweltschutz sind nur teilweise gleichbedeutend.
4. Kombinieren Sie:
1. Es ist bekannt, dass ...
l. Der Begriff Ökologie wurde von Ernst
2. Es wird betont, dass ...
Haeckel eingeführt.
3. Es steht fest, dass ...
2. Die umgestaltende Tätigkeit des Menschen
führt zur Umweltverschmutzung.
3. Der Terminus Ökologie wird in mehreren
Bedeutungen gebraucht.
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4. Die Begriffsneubildungen tragen zur
Verwirrung bei.
5. Ursprünglich betrachtete Ernst Haeckel die
Ökologie als Teildisziplin der Biologie.
5. Entziffern Sie die Abkürzungen in folgenden Definitionen:
1. Ökologie (g): Umweltlehre; Wiss. von den Beziehungen der Organismen zu
ihrer belebten u. unbelebten Umwelt.
2. Umwelt: Gesamtheit der Umgebung eines Lebewesens (z. B. örtl. und klimat.
Faktoren, andere Organismen), mit der es in Wechselbeziehungen steht.
6. Fällen Sie die Lücken durch "Ökologie" oder "Umwelt" aus.
1. Der Terminus ... besteht aus griechischen Wörtern, wurde aber von dem
Deutschen Biologen Haeckel gebildet. Manchmal ist dieser Begriff mit dem
Begriff ... gleichbedeutend. 2. ... als Wissenschaft hat viele Teildisziplinen. 3. Die
umgestaltende Tätigkeit des Menschen führt zur Verschmutzung der ... 4. Die
saubere ... ist die wichtigste Aufgabe der Menschen in unserer Zeit.
Vom wesen der Ökologie
Ökologie ist Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen
Organismen und ihrer Umwelt. Unter Umwelt versteht man dabei 1 die Gesamtheit
der anorganischen und organischen Lebensbedingungen (Umweltfaktoren).
Aufgabe der Ökologie ist es, die Wirkungen der Umwelt auf den
Organismus und umgekehrt die Gegenwirkungen des Organismus auf die Umwelt
zu analysieren und Regelhaftigkeiten zu erfassen. Die ökologische Forschung kann
beschreibend, vergleichend sein, sie kann auch in kausaler Betrachtung erfolgen 2.
Aber die durch das Experiment gewonnenen Befunde brauchen eine Überprüfung
in der Natur3.
Bei ökologischen Untersuchungen kann auf verschiedenen Ebenen
gearbeitet werden:
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1) Der Einzelorganismus (oder eine einzelne Art) kann Ausgangspunkt der
ökologischen Betrachtungen sein, und seine Abhängigkeit von der Umwelt oder
einem bestimmten Umweltfaktor kann untersucht werden. Man bezeichnet dieses
Teilgebiet der Ökologie als physiologische Ökologie.
2)
Man kann von ganzen Populationen ausgehen und die von den
Umweltfaktoren stark beeinflussten Populationsschwankungen untersuchen.
Dieses Teilgebiet der Ökologie wird Populationsökologie genannt.
3) Man kann von ganzen Lebensgemeinschaften (Biozönosen) ausgehen
und die zu verschiedenen Arten gehörenden Organismengruppen untersuchen.
Dieses Teilgebiet der Ökologie- wird Biozönologie genannt.
Die Ergebnisse der Tier- und Pflanzenökologie haben außer ihrer rein
naturwissenschaftlichen
Aussagekraft
vor
allem
für
Pflanzenbau,
Schädlingsbekämpfung, Forstwirtschaft und -Zoologie, Landschaftsgestaltung4 und
Hydrobiologie eine große Bedeutung. Sie dienen damit auch der Erhaltung der
materiellen Voraussetzungen des menschlichen Lebens auf der Erde.
Texterläuterungen
1. Regelhaftigkeiten erfassen — познать закономерности
2. in kausaler Betrachtung erfolgen — проводиться с точки зрения причинности
3. in der Natur — зд. на ЖИВОЙ природе, на практике
4. die Landschaftsgestaltung — зд. структура ландшафта
Übungen
1. Найдите в тексте сложные существительные, определите их составные
части, переведите каждую часть в отдельности, а затем сложные слова в
целом.
2. Найдите в тексте зависимый инфинитив.
3. Найдите в тексте распространенные определения, определите, чем они
выражены.
4. Найдите в тексте сказуемые, выраженные глаголами в пассиве или
инфинитиве пассиве, назовите неопределенную форму глагола.
5. Напишите по-немецки, используя текст.
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1) взаимосвязь между организмами и окружающей средой; 2) данные,
полученные с помощью эксперимента; 3) воздействие окружающей среды на
организм; 4) экологические исследования; 5) исследовать колебания
популяций; 6) зависимость; 7) реакция организма; 8) закономерность
6. Найдите в тексте предложения, в которых говорится, что: 1)
экологические исследования могут проводиться на различных уровнях; 2)
отдельный организм может быть предметом экологических исследований; 3)
экология — наука о взаимосвязи между организмами и окружающей их
средой; 4) результаты экологических исследований служат сохранению
материальных предпосылок жизни человека на Земле; 5) под окружающей
средой мы понимаем совокупность органических и неорганических факторов
окружающей среды.
7. Прочитайте текст без словаря, поставьте к тексту вопросы и
передайте его содержание.
Ökologie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen den Organismen
und ihrer Umwelt und analysiert sie.
Es gibt drei Richtungen in der ökologischen Forschung: beschreibende,
vergleichende und kausale.
Man unterscheidet drei Teilgebiete der Ökologie: physiologische Ökologie,
Populationsökologie, Biozönologie. Sie untersuchen Einzelorganismen, ganze
Populationen und ganze Lebensgemeinschaften bzw. auch Organismengruppen,
die verschiedenen Arten gehören.
Wichtige naturwissenschaftliche Aufgaben stehen vor der Ökologie.
Die Untersuchungen der Tier- und Pflanzenökologie spielen eine wichtige
Rolle bei der Erhaltung des Lebens auf der Erde.
8. Ответьте на вопросы к тексту № 1.
1) Worin besteht die Aufgabe der Ökologie? 2) Was ist Ökologie? 3) Was
untersucht die Ökologie? 4) Was versteht man unter den Umweltfaktoren? 5) Was
wird physiologische Ökologie genannt? 6) Was untersucht die Biozönologie? 7)
Wie kann die ökologische Forschung sein? 8) Wie überprüft man die Befunde, die
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durch Experimente gewonnen sind? 9) Welche Bedeutung haben die Ergebnisse
der Tier - und Pflanzenökologie?
Die sieben ökologischen Gefahren für die Menschheit
Die globalen Folgen ökologischer Zerstörungen sind offensichtlich: Das ist
zunächst die Erwärmung der Erde, der sogenannte Treibhauseffekt, der als
vielleicht größte globale Gefahr das Klima weltweit verändern wird, mit noch
unabsehbaren Folgen für die Vegetation und Landwirtschaft, für Klimabildung und
Meeresspiegel.
Auch
die
Zerstörung
der
Regenwälder gehört
zu
den
vieldiskutierten globalen ökologischen Veränderungen, die das weltweite Klima,
aber auch den Artenreichtum und die Genreserven der Erde nachhaltig beeinflusst.
Ebenso ist heute die wachsende Ausdünnung und Zerstörung der Ozonschicht
Gegenstand weltweiter Erörterungen; das zu erwartende Übermaß schädlicher UVStrahlung trifft heute schon Menschen südlicher Länder (Australien, Neuseeland,
Chile) und wird immer weitere Kreise ziehen. Die Menschheit als Ganzes ist auch
betroffen von der Verschmutzung der Meere. Die Überfischung durch moderne
Fangflotten zerstört außerdem die Regenerationsfähigkeit der Meere und ihrer
Lebewesen. Durch die Erosion des Bodens gehen der Landwirtschaft jedes Jahr
Millionen von Hektar fruchtbaren Landes verloren. Unangepasste Bewirtschaftung
oder
Abholzung
führen
zu
Versteppung,
Versalzung
und
Verwüstung
(Desertifikation); schon 11% der Landoberfläche der Erde sind von einer
derartigen Degradierung des Bodens betroffen. Die Vergiftung der Luft durch
Schadstoffe aller Art ist längst nicht mehr nur ein Problem in den industriellen
Ballungszentren des Nordens. In vielen Teilen der Welt leiden Menschen unter der
Schadstoffbelastung industrieller Produktionen; rund 2/3 der Stadtbevölkerung
weltweit lebt unter Luftbedingungen, welche die Weltgesundheitsorganisation als
inakzeptabel einstuft. Der Verlust der Arten ist schließlich eine wenig beachtete,
dennoch gravierende Gefahr für die Zukunft der Menschheit. Täglich werden 50
bis 100 Pflanzen- und Tierarten ausgerottet, überwiegend durch die Zerstörung der
Regenwälder.
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Aufgabe
Übung: определите, верны (a - richtig) или неверны (b - falsch) следующие
утверждения:
1. Die Erwärmung der Erde oder der Treibhauseffekt ist die größte globale Gefahr
für die Menschheit.
2. Die Zerstörung der Ozonschicht trifft heute schon Menschen aller Länder.
3. Die Menschheit ist noch nicht betroffen von der Verschmutzung der Meere.
4. Infolge der Zerstörung der Regenwälder kommt es zum Verlust der Pflanzenund Tierarten.
5. 11% der Landoberfläche sind von der Degradierung des Bodens noch nicht
betroffen.
6. In vielen Ländern der Welt lieben die Menschen unter der Vergiftung der Luft.
7. Täglich werden in der Welt 50 bis 100 Pflanzen- und Tierarten vernichtet.
Kapitel 2 Moderne Probleme des Umweltschutzes
Der Umweltschutz in Deutschland
Die räuberische Einmischung des Menschen in die Natur führte zur
ökologischen Tragödie in der ganzen Welt. Es gibt viele Beispiele dazu: der
sterbende Wald, die wachsenden Müllberge, verseuchtes Wasser, verpestete Luft,
kranker
Boden,
die
aussterbenden
Pflanzen-
und
Tierarten,
drohende
Klimaveränderungen, der Treibeffekt...
Wie in anderen Industrieländern gibt es auch in Deutschland die
Umweltprobleme - die Luft- und Gewässerverschmutzung, Lärm, Abfälle u.a.
Der Umweltschutz in der Bundesrepublik Deutschland hat ein hohes Niveau
erreicht, das ist international anerkannt. Die Aufgabe des Umweltschutzes wurde
zum Staatszweck. In der Verfassung ist geschrieben: «Der Staat schützt auch in
Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen».
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Drei
Prinzipien
leiten
die
Umweltpolitik
der
Bundesregierung:
das
Vorsorgeprinzip, das Verursacherprinzip, das Kooperationsprinzip. Das heißt: an
der Lösung von Umweltproblemen nehmen der Staat, die Wirtschaft und die
Bürger teil. Jeder, der die Umwelt belastet, ist verantwortlich und zahlt die Kosten
zur Beseitigung von Umweltschaden.
In Deutschland hat sich moderne Umweltschutzindustrie entwickelt. Sie
bietet die fortschrittlichen Techniken zur Verhinderung oder Beseitigung von
Umweltschäden an.
In den neuen Bundesländern treten die Umweltschutzprobleme noch sehr
scharf auf. Die Herstellung gleichartiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland
ist Ziel der Bundesregierung.
In der Bundesrepublik sind 11 Nationalparks, viele Naturparks und
Naturschutzgebieten. Deutschland beteiligt sich sehr aktiv auch an den
internationalen Umweltschutzorganisationen, sowie an der Umweltpolitik der
UNO und der EU.
Wörter
die Lebensgrundlagen, pl – фр. жизненные основы
das Niveau, -s,-s - уровень
die Abfälle, pl - отходы
die Vorsorge,=, - n - профилактика
verursachen (-te, -t) – быть причиной
die Lösung, =, -en - решение
belasten (-te, t) -отягощать
die Verhinderung,= - предотвращение
die Beseitigung,= - устранение
der Lärm, -(e)s - шум
Fragen zum Text
1. Warum sind die Umweltschutzprobleme für die ganze Welt wichtig?
2. Welche globalen Umweltprobleme kennen Sie?
3. Wodurch wird heute die Umwelt zerstört?
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4. Welche Umweltprobleme gibt es heutzutage in Deutschland?
5. Was macht die Bundesregierung, um die Umweltprobleme zu lösen?
«MODERNE PROBLEME DES UMWELTSCHUTZES»
Aufgaben
1. Übung
Ergänzen Sie die fehlenden Wörter
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2. Übung
Ergänzen Sie die fehlenden Wörter
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Kommentar:
zerstören - разрушать
verändern - изменять
erzeugen - производить
anlegen - разбивать (парки, сады)
recycle - перерабатывать
sparen - экономить
die Ozonschicht – озоновый слой
das Ozonloch – озоновая дыра
der Sauerregen – кислотный дождь
der Kunstdünger – искусственное удобрение
das Insektengift – средство от насекомых
die Strahlen - ЛУЧИ
der Müll - мусор
die Mülltonne – мусорный ящик
die Flasche - бутылка
die Dose - коробка
der Betrieb – производство, завод
3. Übung
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Das Umweltrecht und seine Instrumente. Umweltprobleme
Die Ziele der Umweltpolitik verwirklichen sich nicht von allein: Es bedarf
notwendigerweise gewisser verbindlicher Vorgaben, um sie zu erreichen. Das
Mittel dafür ist das Umweltrecht, das dem Vorsorge-, Verursacher- und
Kooperationsprinzip folgt.
Das deutsche Umweltrecht gehört überwiegend in den Bereich des
Öffentlichen Rechtes, das die Beziehungen des Bürgers zur öffentlichen Gewalt
(Staat) und die der öffentlichen Gewalten zueinander regelt (z. B. zwischen Bund
und Ländern). Zum Öffentlichen Recht zählen:
♦ das Umwelt-Verfassungsrecht, das seinen Ausdruck findet in Artikel 20a
Grundgesetz (Staatsziel Umweltschutz) und entsprechenden Artikeln in den
Verfassungen der Bundesländer;
♦ das Umwelt-Verwaltungsrecht; diesem Gebiet sind die meisten
umweltrelevanten Rechtsvorschriften zuzuordnen, vor allem diejenigen Gesetze,
die Vorschriften zum Schutz der einzelnen Naturgüter enthalten (z. B.
Wasserhaushaltsgesetz, Bundes-Immissionsschutzgesetz);
♦ das Umwelt-Strafrecht, das umweltschädliches Verhalten sanktioniert.
Straftatbestände
enthalten
einzelne
Umweltgesetze
ebenso
wie
das
Strafgesetzbuch (StGB). Strafrechtlich verfolgte Umweltdelikte wie etwa
unbefugte Gewässerverunreinigung oder Abfallbeseitigung haben in den
vergangenen Jahren erheblich zugenommen.
Seit die Menschen die Erde bewohnen, versuchen sie die Natur zu nutzen
und zu verändern. Die Natur ist eine natürliche Umwelt, die uns umgibt. Das sind
Wälder, Tiere und Pflanzen, Bodenschätze, Luft, Flüsse, Seen und Meere.
Technische Erfahrungen und Erfindungen wirken sich aber nicht immer positiv
aus. Die Technik kann unsere Umwelt zerstören.
In den letzten Jahrzehnten diskutiert man viel über die Natur- und
Umweltverschmutzung. Das Waldsterben, die Luft- und Wasserverschmutzung,
das Ozonloch bedrohen unser Leben. Die Natur ist stark durch die Industrie, viel
Verkehr und unseren Haushalt belastet.
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Der Begriff "Waldsterben" ist nicht neu. Bekanntlich hat sich die
Waldfläche auf der Erde in den letzten 200 Jahren um die Hälfte verringert.
Unseren Vorfahren gab der Wald alles, was sie zum Leben brauchten. Aber die
wirtschaftliche Entwicklung forderte vom Wald immer mehr und mehr. Der
Holzverbrauch nahm ständig zu. Die natürliche Erneuerung des Waldes geht
jedoch langsam vor sich. Der Wald ist nicht gesund, weil er vom saueren Regen
vernichtet wird. Eine lang anhaltende Trockenheit führt zu den Bränden in den
Wäldern. Das Leben der Tiere und Pflanzen ist auch in Gefahr. Einige Tier- und
Pflanzenarten sind verschwunden. Viele stehen unter dem Naturschutz, weil sie
selten geworden sind. Wir vergessen manchmal, dass der Wald uns nicht nur Holz
gibt. Er gibt Zuflucht vielen Tieren und Pflanzen, reinigt die Luft, hält Wasser im
Boden zurück, schützt uns vor dem Lärm und ist für das Klima sehr wichtig. Das
"Waldsterben" ist also ein großes Umweltproblem.
Es geht auch um Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung. Die Schadstoffe
gelangen in Luft, Wasser und Boden. Die Industriebetriebe stoßen ihre Abgase in
die Luft aus. Die Autos tragen dazu bei. Es gibt Städte, die man nach dem Geruch
erkennen kann. Die Industrie hinterlässt hier ihre "Düfte". Darunter leiden die
Menschen, die häufiger an Allergien erkranken. Die Industrie leitet ihre Abwässer
in die Flüsse. Sie verschmutzen das Wasser und töten Fische und Wasserpflanzen.
Der Weltozean wird auch durch die breite Förderung von Erdöl und Katastrophen
der Tanker verschmutzt, die das Erdöl transportieren. Der Boden wird durch
Schadstoffe verseucht.
Der Umwelt drohen also nicht nur Naturereignisse, sondern auch unser
Leichtsinn und Unvorsichtigkeit.
Gefährlich ist auch das Ozonloch, das sich über der Antarktis ausdehnt. Die
Ozonschicht, die in etwa 35 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche liegt, ist von
großer Bedeutung für das Leben auf unseren Planeten. Das Ozon verschluckt
ultraviolette Strahlen. Ohne Ozonschicht wäre das Leben der Tiere und Pflanzen
gar nicht möglich.
Aktuell ist auch die Frage des Wasser- und Energieverbrauchs.
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Die natürlichen Ressourcen der Erde sind begrenzt. Man muss mit dem
Wasser und Energie sparsam umgehen. Die Atomkraft ist zweifellos eine billige
Energiequelle, aber nicht alle unterstützen die Idee der Entwicklung der
Kernenergetik. Besonders nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl
(1986) ist das Interesse für alternative Energiequellen größer geworden. Es geht
um Wind, Wasserkraft und Sonne.
Nur die Menschen können etwas für die Umwelt tun. Der Naturschutz geht
alle an. Für uns ist es wichtig, ob wir in einer gesunden Umwelt in der Zukunft
leben werden.
Wörter
in die Luft ausstoßen - выбрасывать в атмосферу выхлопные газы
Abwasser das, - сточные воды
in (Akk) leiten - отводить сточные воды куда-либо
abwerfen, -а,-о - сбрасывать
Aktion die, -en - действие, акция
eine А. durchführen - проводить акцию
Altglas das - стекло-вторсырье
Altmetall das - металл вторсырье (металлолом)
Altpapier das - макулатура
Altstoff das, -е - вторсырье
sammeln - собрать в вторсырье
anlegen, -te,-t - закладывать, прокладывай., проводим, aussterben, -a,-o вымирать
Aussterben das - вымирание
Baum, der -e - дерево
einen В. fallen - рубить дерево
einen В. pflanzen - посадить дерево
bedrohen, -te,-t - угрожать
etw. bedroht etw. - что-либо угрожает чему-либо
belasten, -te, -t - отягощать
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belastet sein durch (Akk) - быть чем-то отягощенным
Betrieb der, -e - завод, производство
Boden der - земля, почва
Bodenschatz der, -e - богатства недр, полезные ископаемые
Brand der, -e - пожар
Deponie die, -n - свалка, хранилище радиоактивных отходов
entwickeln, -te,-t – развивать; sich e. - развиваться
Entwicklung die - развитие erhalten, -ie,-a - сохранять
die Natur - природа
Erhaltung die - сохранение
Fabrik die, -en - фабрика
Folge die - последствие
Fortschritt der - прогресс
Gefahr die, -en – опасность
in G. / ausser G. sein - быть в опасности/в безопасности
gefährlich - опасный
gemeinsam - совместный, вместе
gesund - здоровый giften, -te,-t - отравлять
giftig-ядовитый
Giftstoff das, -e - ядовитое вещество
Handeln das - действие
helfen, -a,-o - помогать
Kampf der, -e- um (Aкк) - борьба
kämpfen,-te,-t - бороться
für (Akk), gegen (Aкк) - бороться за... против
Katastrophe die, -n - катастрофа
Kläranlage die, -n - очистная (осветительная) установка
kümmern sich um (Akk) - заботиться о ком-либо, чем-либо
Lärm dеr-шум
lebenswichtig - жизненноважный
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Luft die- воздух
Müll der- мусор, отходы
Müllberg der, -e - свалка
Mülltonne die, -n - мусоросборник
Müllcontainer der, - контейнер для мусора
Mülleimer der, - ведро для мусора
Natur die - природа
die N. bedrohen /erhalten / nutzen / schützen - угрожать/сохранять/
пользоваться/охранять природу
natürlich - естественный, природный
Naturreichtum das, - er - природное богатство
Naturschutz der - охрана природы
Naturschtüzer der, - защита окружающей среды
Naturschutzaktion die, -en - природоохранительная акция
Naturverschmutzung die - загрязнение природы
nutzen, -te,-t - пользоваться
Nutzung die – использование
Ökologie die – экология
ökologisch - экологический
Ozonloch das - озоновая дыра
Pflanze die, -n - растение
Pflanzenart die, -en - вид растений
pflanzte, -te, -t - сажать
pflegen, -te, -t - ухаживать
Plakat das, -e - плакат
Planet der - планета
Problem das, -e - проблема
ein Р. lösen, -te,-t - решать проблему
Regen der - дождь
der sauere R.- кислотный дождь
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reinigen, -te,-t - чистить
Artensterben
Das globale Umweltproblem mit den weitreichendsten Folgen ist der
dramatische Verlust der biologischen Vielfalt (Biodiversität), also von Tier — und
Pflanzenarten und ihren Lebensräumen (Biotope).
Wie viele Tier- und Pflanzenarten es auf der Erde gibt, ist nicht bekannt. Die
Schätzungen weichen erheblich voneinander ab, eine Vielfalt von zirka zehn
Millionen Arten wird für am wahrscheinlichsten gehalten; lediglich 1,5 Millionen
sind bislang beschrieben, davon etwa 1,2 Tier- und 0,3 Millionen Pflanzenarten.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen geht davon aus, dass täglich 50
Arten aussterben. Gründe dafür sind vor allem
♦ der stetig steigende Flächenverbrauch des Menschen für Siedlungs-,
Verkehrs- und Wirtschaftszwecke;
♦ der Eintrag von anthropogenen Schadstoffen (z.B. Fischsterben infolge
von Gewässereutrophierung);
♦ die (nicht nachhaltige) kommerzielle Nutzung von Pflanzen- und
Tierarten, wie z. B. Raubbau am Tropenwald und Überfischung.
Ein Gradmesser für die Geschwindigkeit des Artensterbens sind die von
Staaten oder Umweltverbänden erstellten Roten Listen. Der Name leitet sich von
dem ersten Red Data Book ab, in dem die Internationale Union zum Erhalt der
Natur (IUCN - International Union for Conservation of Nature) 1966 vom
Aussterben bedrohte Säugetiere aufführte. Diese Listen sind ein wichtiges
Hilfsmittel, um in ihrem Bestand zurückgehende (gefährdete) oder sogar vom
Aussterben bedrohte Arten unter Schutz zu stellen. Seit Anfang der 70er Jahre ist
es zum Abschluss zahlreicher regional oder weltweit geltender Verträge
gekommen, von denen die folgenden vier besonders wichtig sind: -Der Schutz von
bedeutenden Feuchtwiesen, Gewässern, Mooren und Sümpfen steht im Mittelpunkt
des 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichneten und 1975 in Kraft
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getretenen Übereinkommens über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung,
insbesondere als Lebensraum für Watt- und Wasservögel (Ramsar-Konvention).
Die Feuchtgebiete sind äußerst wichtige Lebensräume für viele Pflanzenund Tierarten. Jeder Vertragsstaat muss mindestens ein Gebiet auf seinem
Territorium, das gewisse ökologische Kriterien erfüllt, unter den Schutz der
Konvention stellen und für seinen Erhalt sorgen. Weltweit gibt es insgesamt etwa
600 solcher Feuchtgebiete.
♦ Am bekanntesten ist das 1973 unterzeichnete und 1975 in Kraft getretene
Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten
freilebender Tiere und Pflanzen (CITES - Convention on International Trade in
Endangered Species of Wild Fauna and Flora). Der Originaltittel ist korrekter als
die
geläufigere
deutsche
Übersetzung
Washingtoner
Artenschutzübereinkommen(WA). Denn die CITES- Regelungen greifen erst dann,
wenn eine Tier- oder Pflanzenart schon fast ausgerottet ist. Ein kommerzieller
Handel mit den in Anhang I des Vertrags aufgeführten, vom Aussterben bedrohten
Arten ist den Vertragsparteien untersagt (z.B. Menschenaffen, Pandas, asiatische
Elefanten). Anhang II listet Arten auf, die bedroht sind, wenn der Handel mit ihnen
nicht eingeschränkt oder kontrolliert wird (z.B. Chamäleons, afrikanischen
Elefanten, Schneeglöckchen, Alpenveilchen). Für den Handel mit ihnen ist deshalb
eine Genehmigung des Ausfuhrstaates notwendig. Im Anhang III sind Arten
aufgeführt, die im Hoheitsbereich einzelner Vertragsparteien einer besonderen
Regelung unterliegen. Das 1979 in Bonn unterzeichnete Übereinkommen zur
Erhaltung der wandernden, wildlebenden Tierarten (Bonner Konvention) geht
ebenso wie CITES auf eine Empfehlung der ersten UNO-Umweltkonferenz von
1972 zurück. Es dient dem Schutz solcher Tierarten, die bei ihren Wanderungen
Staatsgrenzen überschreiten. Anhang I listet vom Aussterben bedrohte Arten auf,
die die Vertragsparteien streng zu schützen haben. Anhang II umfasst solche
Gruppen, die zwar nicht von Ausrottung bedroht sind, für deren Schutz jedoch
spezielle Vereinbarungen in Form von Regionalabkommen getroffen werden
sollen; solche Abkommen bestehen zum Beispiel zur Erhaltung der Fledermäuse in
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Europa und der Kleinwale in der Nord- und Ostsee. Die Bonner Konvention trat
1983 völkerrechtlich in Kraft. Mitglieder des Europarates unterzeichneten 1979 in
Bern das Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden
Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Berner Konvention). Die
in Anhang I aufgeführten Pflanzen stehen ebenso wie ihre Lebensräume (Habitate)
unter strengem Schutz; die Art der Schutzmaßnahme bleibt dabei den
Unterzeichnerstaaten überlassen. Die in Anhang II aufgeführten Tierarten, z. B.
Braunbär, Fischotter und Wolf, dürfen weder gestört noch gefangen noch getötet
werden. Anhang III nennt Arten, die zwar schutzbedürftig sind, aber dennoch im
Ausnahmefall bejagt werden dürfen.
Die Unterschutzstellung von Gebieten mit einer hohen Artenvielfalt
beziehungsweise besonderer ökologischer Bedeutung ist das klassische Instrument
des Naturschutzes. Bereits im vergangenen Jahrhundert entstanden in den
Vereinigten Staaten die ersten Nationalparks. Das Artensterben haben sie jedoch
nicht aufhalten können, vor allem weil sie oft zu klein und überdies vielfältigen
Nutzungen durch den Menschen ausgesetzt sind, etwa durch Landwirtschaft oder
Tourismus. Den Naturschutz mit den Nutzungsansprüchen des Menschen in
Einklang zu bringen, versucht die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Sie rief 1970 das Programm Der
Mensch und die Biosphäre (MAB - Man and Biosphäre) mit dem Ziel ins Leben,
die komplexen Mensch-Umwelt-Beziehungen zu erforschen und zu verbessern.
In seinem Mittelpunkt steht der 1976 begonnene Aufbau eines weltumspannenden
Netzes von sogenannten Biosphärenreservaten. Dabei handelt es sich um
großflächige, repräsentative und weitgehend unter Schutz gestellte Natur- und
Kulturlandschaften, die der Uniweitbeobachtung und -bildung dienen. Vor allem
sind sie aber Modellgebiete für die Entwicklung umweltgerechter Landnutzungskonzepte. Weltweit bestehen über 300 Biosphärenreservate in rund 80
Staaten. In die gleiche Richtung wie das MAB-Programm zielt die bei der UNOKonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 verabschiedete Konvention über die
Biologische Vielfalt. Für den weltweiten Arten — und Biotopschutz stellt sie einen
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großen Fortschritt dar: Erstmals steht in einem völkerrechtlich bindenden Vertrag
nicht der Schutz einzelner Gebiete oder Arten, sondern der ganzheitliche Naturschutz im Mittelpunkt.
Asiatischer Löwe
Gepard
Afrikanischer Elefant
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Indischer Tiger
Degradation und Desertifikation
Die weltweit zu beobachtende Degradation und Desertifikation von Böden
wird in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten sehr viel deutlicher zu spüren sein
als die Folgen des globalen Klimawandels«, warnte der Wissenschaftliche Beirat
Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU) 1996. Als
Degradation bezeichnet man die Veränderung der natürlichen Vegetation oder des
typischen Profils eines Bodens durch menschliche Eingriffe oder klimatische
Veränderungen; sie führt oftmals zu einer verringerten Fruchtbarkeit des Bodens.
Etwa 15 Prozent der eisfreien Landfläche der Erde sind nach einer Studie des
Umweltprogramms der Vereinten Nationen bereits degradiert.
Die Bodendegradation ist im Grunde ein natürlicher Prozess, den jedoch der
Mensch erheblich verstärkt und beschleunigt: Mit dem Bevölkerungswachstum
steigt der Druck, auch noch bislang brachliegende, weil wenig fruchtbare Böden
landwirtschaftlich zu nutzen. Wird die dünne Pflanzendecke aufgrund eines zu
großen Viehbesatzes oder durch Umpflügen beseitigt, ist der Boden ungeschützt
Wind und Wasser ausgesetzt. In der Folge kommt es zur Erosion, zum Abtrag der
wertvollen Humusschicht. Besonders schwerwiegende Konsequenzen hat dies in
Hanglagen: Werden dort Wälder gerodet, um Anbauflächen oder Brennholz zu
gewinnen, führt die Vernichtung der Vegetationsdecke und des Wurzelwerks zu
einer Verringerung der Wasserspeicherkapazität des gesamten Erdreichs und damit
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zu verstärkter Erosion. Bei starken Niederschlägen kommt es zu einem vermehrten
Abschwemmen des oberen Bodens und mitunter zu Schlammlawinen.
Wegen der häufig auftretenden Starkregen sind die Böden der Tropen in
besonderem Maße erosionsgefährdet.
In ariden (trockenen) Klimazonen kann die Degradation zur Desertifikation,
zur Wüstenbildung, führen. Davon ist bereits mehr als ein Viertel der Landfläche
weltweit bedroht, insbesondere Afrika; zwei Drittel des Kontinents sind
Trockengebiete, in denen es immer wieder zu Dürren kommt. Der Druck, bislang
ungenutzte Flächen für die Weidewirtschaft oder den Ackerbau zu verwenden, ist
hier aufgrund der großen Armut und des Bevölkerungswachstums besonders stark.
Der durch den Treibhauseffekt bedingte Klimawandel verschärft das Problem:
Einerseits werden sich die trockenen Gebiete wahrscheinlich ausdehnen,
andererseits wird es in manchen Regionen zu häufigeren und stärkeren
Niederschlägen kommen und damit zu einer vermehrten Erosion. Umgekehrt trägt
die Degradation wiederum zum Treibhauseffekt bei, weil sie dazu führt, dass
weniger Biomasse
neu
gebildet
und
daher auch weniger Kohlendioxid
gespeichert werden kann. Die Erosion erhöht den Druck, auf noch fruchtbaren
Böden möglichst große Ernten zu erwirtschaften. In den vergangenen Jahrzehnten
nahmen die Erträge zwar erheblich zu, vor allem wegen des intensiven Einsatzes
von Dünge- und Pflanzen Schutzmitteln (Pestiziden). Da die Nähr- und
Schadstoffe in erheblichem Maße Boden, Wasser und Luft belasten, führt ihr
Einsatz jedoch zu weiteren Umweltproblemen. Auf das Drängen vor allem
afrikanischer Staaten hin wurde das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur
Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer
betroffenen Ländern, insbesondere Afrika ausgearbeitet. Diese Wüsten konvention, die Ende 1996 in Kraft trat, soll der Rahmen für eine intensivere
internationale
Zusammenarbeit
zur
Bekämpfung
der
Degradation
und
Desertifikation bilden. Um das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu schärfen, hat die
UNO 1994 den 17. Juni zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der
Wüstenbildung und der Dürre erklärt.
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Zerstörter Boden: Die Folgen der Erosion
Die internationale Dimension des Umweltschutzes
«Mir größerer Entfernung wurde sie immer kleiner. Schließlich schrumpfte
sie auf die Größe einer Murmel - der schönsten Murmel, die du dir vorstellen
kannst»
JAMES IRWIN
(ASTRONAUT DER APOLLO 15; 1971)
Der 5. Juni 1972 markierte den Beginn der internationalen Umweltpolitik: In
der schwedischen Hauptstadt Stockholm wurde an diesem Tag die Konferenz der
Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (UNCHE - United Nations
Conference on the Human Environment) eröffnet. Es war die erste große
Konferenz, die sich den weltweiten Umweltproblemen widmete. Die Initiative
dazu war 1968 von Schweden ausgegangen, das zusammen mit den USA damals
die Vorreiterrolle im Umweltschutz innehatte. Das Engagement kam
nicht
überraschend: Seit den 50er Jahren hatte sich immer deutlicher gezeigt, dass der
Mensch mit seiner Lebens- und Wirtschaftsweise die Umwelt schwerwiegend
belastete - und damit letztlich auch sich selbst:
♦ Bei Bewohnern der südjapanischen Hafenstadt Minamata traten seit Mitte
der 50er Jahre gehäuft Fälle von Lähmungen, Seh- und Hörstörungen auf. Die
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sogenannte Minamata-Krankheit war Folge einer Vergiftung mit Quecksilber, das
eine Chemiefabrik in die Bucht der Stadt leitete.
♦ Die amerikanische Biologin Rachel Carson beschrieb in ihrem 1962
veröffentlichten Buch •Der stumme Frühling« das Sterben von Vögeln, in deren
Fettgewebe sich das Insektengift DDT angereichert hatte, und weckte damit bei
den Lesern ökologisches Bewusstsein.
♦ Im März 1967 lief der liberianische Tanker Torrey Canyon vor der
britischen Küste auf ein Riff und brach auseinander; 117.000 Liter Öl flossen in
die Nordsee und verseuchten große Küstengebiete in Großbritannien, Frankreich
und den Niederlanden.
♦ Schwedische Wissenschaftler legten Analysen über den weiträumigen
Transport von Luftschadstoffen aus Mittel- nach Nordeuropa vor, die die
skandinavischen Wälder schädigten; außerdem fanden sie in Vögeln und Fischen
der Ostsee hohe Schadstoffkonzentrationen.
Als erste UN-Organisation nahm sich die Organisation für Wissenschaft,
Erziehung und Kultur (UNESCO) des Themas an. Mit ihrer Unterstützung startete
1964 das auf zehn Jahre angelegte Internationale Biologische Programm (IBP), das
der Erforschung der Beziehungen zwischen dem Menschen und der Umwelt galt.
Im Jahr 1968 legte die UNESCO bei einer Konferenz den Grundstein für das drei
Jahre später anlaufende wissenschaftlich ausgerichtete Programm «Der Mensch
und die Biosphäre« (MAB - Man and Biosphäre) mit dem Ziel ins Leben, die
komplexen Mensch-Umwelt-Beziehungen zu erforschen und zu verbessern. In
seinem Mittelpunkt steht der 1976 begonnene Aufbau eines weltumspannenden
Netzes von sogenannten Biosphärenreservaten. Dabei handelt es sich um
großflächige, repräsentative und weitgehend unter Schutz gestellte Natur- und
Kulturlandschaften, die der Uniweitbeobachtung und -bildung dienen.
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Kapitel 3 Ozonloch
Die Lufthülle — ein teil der erde
Der Erdkörper ist von der Lufthülle oder Atmosphäre umschlossen. Die
Lufthülle besteht aus einem Gasgemisch, das sich aus etwa 78% Stickstoff, 21%
Sauerstoff,
0,03%
Kohlendioxyd
und
Spuren
verschiedener
Edelgase
zusammensetzt. Außerdem enthält die Luft in den unteren Schichten wechselnde
Mengen an Wasserdampf und Staubteilchen.
Die Lufthülle unterliegt der Schwerkraft der Erde und nimmt an der Rotation
teil. Sie ist ein Bestandteil der Erde als Himmelskörper. Die Lufthülle bildet
zusammen mit der Sonneneinstrahlung die wichtigste Voraussetzung für alles
Leben auf unserem Planeten. Menschen, Tiere und Pflanzen entnehmen der
Lufthülle den Sauerstoff zum Atmen. Aus dem Kohlendioxyd bauen die meisten
Pflanzenarten mit Hilfe des Blattgrüns und des Sonnenlichtes Zucker und Stärke
auf (Assimilation).
Auch der Kreislauf des Wassers, der dem Festland immer aufs neue den
lebenspendenden Niederschlag zuführt, kommt nur durch die Lufthülle zustande.
Die Atmosphäre schützt die Erde vor einer übermäßigen und für die
Lebewesen schädlichen Einstrahlung. So trifft auf die Erdoberfläche nur knapp die
Hälfte der Energiemenge auf, die der Erde von der Sonne zugestrahlt wird.
Andererseits verhindert die Atmosphäre, dass die Erdoberfläche die von der Sonne
erhaltene Wärme wieder restlos in den Weltenraum ausstrahlt. Sie wirkt wie
das schützende Glasdach eines Gewächshauses. Hätte unsere Erde keine
Atmosphäre, so würde die Temperatur am Tage bis auf rund 110°C ansteigen und
in der Nacht auf etwa —80 °C absinken, wie das zum Beispiel auf dem Mond der
Fall ist.
Die Atmosphäre ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung des
Lebens auf der Erde.
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Aufbau und Erforschung der Atmosphäre
Seit vielen Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler an der planmäßigen
Erforschung der Atmosphäre. Mit Hilfe technischer Mittel erforschen sie immer
höhere Luftschichten, so dass wir heute über die Ausdehnung und den Aufbau
unserer Atmosphäre mit einiger Sicherheit Auskunft geben können.
Viele Forschungsstationen lassen täglich leichte, unbemannte3 Ballons in die
Atmosphäre aufsteigen. Die so genannten Radiosonden tragen eine Kapsel, die
neben Messinstrumenten einen (kleinen Sender enthält. Auf dem Gebiet der DDR
gibt es vier Radiosonden-Stationen, und zwar in Wernigerode. Lindenberg,
Greifswald und Dresden. Die Radiosonden messen die Lufttemperatur, den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit und funken die Ergebnisse zur Bodenstation. Durch
Funkpeilung lassen sich mit Hilfe der Radiosonden auch Windrichtung und -stärke
ermitteln. Wenn der Ballon in den höheren Luftschichten zerplatzt ist, schwebt die
Radiosonde an einem kleinen Fallschirm zur Erde zurück.
In der jüngsten Zeit sind die höheren Schichten der Atmosphäre 'mit Hilfe
von Raketen erforscht worden, und seit 1957 liefern vor allem die Sputniks reiches
Forschungsmaterial über die äußersten Schichten der Lufthülle unserer Erde. Es ist
eine Ruhmestat der sowjetischen Wissenschaftler und Techniker, daß die ersten
Sputniks von- ihnen in die Atmosphäre entsandt worden sind.
Wie die neuesten Forschungen ergeben haben, gliedert sich die Atmosphäre
in verschiedene Schichten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften.
Die unterste Schicht, die so genannte Troposphäre, erstreckt sich vom Boden
bis in eine Höhe von durchschnittlich 10 km (an den Polen 7 bis 9 km, am
Äquator14 bis 16 km). In dieser Schicht spielt sich das Wettergeschehen ab. Wir können sie deshalb auch Wettersphäre nennen.
Für die Troposphäre gelten folgende allgemeingültige Merkmale:
a)
Die Temperatur der Luft nimmt mit zunehmender Höhe ab. An der
Obergrenze der Troposphäre herrschen Temperaturen zwischen —50° und —65
°C.
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b)
Die Luft enthält Wasserdampf, der durch die Verdunstung an der
Erdoberfläche und über den Meeren entsteht. Die Troposphäre ist die Schicht der
Atmosphäre, in der es Wolken und Niederschläge gibt.
c) Der Luftdruck und die Luftdichte verringern sich mit zunehmender Höhe
in starkem Maße. In 8 km Höhe herrscht nur noch etwa ein Drittel des
Bodendruckes.
d) In der Troposphäre gehen starke Luftbewegungen in horizontaler und
vertikaler Richtung vor sich.
In unmittelbarer Nähe der Erdoberfläche werden die Temperatur- und
Feuchtigkeitsverhältnisse sowie die Luftströmungen sehr stark vom Boden und
von der Pflanzendecke beeinflusst. Die bodennahe Schicht, die für die Landwirtschaft von besonderer Bedeutung ist, reicht bis in zwei Meter Höhe.
Die Troposphäre vereinigt den größten Teil der Gasmasse der gesamten
Atmosphäre in sich, obwohl sie nur wenige Kilometer in die Höhe reicht. Die
Luftdichte ist hier infolge der Schwerkraft am größten.
Oberhalb der Troposphäre beginnt die Stratosphäre. Sie reicht bis zu einer
Höhe von rund 100 km. In dieser Schicht enthält die immer dünner werdende Luft
keine Feuchtigkeit mehr.
Die Ionosphäre beginnt jenseits der Stratosphäre. Sie besitzt Luftschichten,
die elektrisch leitend sind und bestimmte elektromagnetische Wellen reflektieren.
Deshalb hat die Ionosphäre für den Funkverkehr und für den erdumspannenden
Rundfunkempfang eine große Bedeutung.
In der äußersten Schicht der Atmosphäre, der Exosphäre, werden der
Luftdruck und die Dichte der ionisierten Gasatome unmessbar gering. Trotzdem
bewirken die dort noch vorhandenen Gasteilchen, dass zum Beispiel die Sputniks
allmählich gebremst werden. Wenn die Erdsatelliten dann in tiefere und dichtere
Schichten
gelangen, verbrennen sie dort infolge der Reibung. Auch das
Aufleuchten von Sternschnuppen oder Meteoriten kommt durch die Reibung mit
den Luftteilchen zustande.
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Die Auswertung der Messergebnisse der Sputniks hat ergeben, dass die
Lufthülle der Erde zwischen 2000 und 3000 km Höhe in den freien Weltenraum
übergeht.
Die Atmosphäre besteht aus verschiedenen Schichten. Die wichtigste
Schicht ist die Troposphäre, in der sich das Wettergeschehen abspielt. Die oberen
Schichten der Atmosphäre gehen allmählich in den Weltenraum über.
Sommer-Smog durch bodennahes Ozon
Etwa 90 Prozent des Ozons befindet sich in der Stratosphäre, zehn Prozent
in der darunter liegenden Troposphäre. Während in der oberen Atmosphärenetage
die Ozonwerte abnehmen, steigen sie in Bodennähe auf der nördlichen Erdhalbkugel. Neben dem Luftmassenaustausch zwischen Strato- und Troposphäre trägt dazu
auch der Anstieg des bodennahen Ozons in den Ballungsräumen während der
Sommermonate bei - der Sommer-Smog.
Das Ozon ist dabei die Leitsubstanz der sogenannten Photooxidantien, einer
Gruppe sehr reaktionsfreudiger Substanzen, die sich unter dem Einfluss von
Sonneneinstrahlung bilden und auch rasch wieder zerfallen. Es entsteht durch
komplizierte chemische Reaktionen aus Vorläufersubstanzen. Die Schlüsselrolle
kommt dabei dem vor allem in Autoabgasen enthaltenen Stickstoffdioxid (NO2)
zu: Es zerfällt bei intensiver Sonneneinstrahlung in Stickstoffmonoxid (NO) und
atomaren Sauerstoff (O); letzterer verbindet sich dann mit dem molekularen
Sauerstoff der Luft (O2) zu Ozon (O3): O + O2 -> O3. Sind in ausreichendem
Umfang
flüchtige organische Verbindungen
wie beispielsweise Kohlen-
wasserstoffe vorhanden, die aus dem Straßenverkehr oder aus Lösemitteln
stammen, beschleunigt sich dieser Prozess. Denn die VOC oxidieren das gebildete
NO zu NO2 zurück - der Kreislauf kann von neuem beginnen (als Oxidation
bezeichnet man die chemische Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff).
Obwohl die Vorläufersubstanzen vorwiegend in Städten
mit
hoher
Verkehrsdichte entstehen, kommt es vor allem in den ländlichen Gebieten in den
Sommermonaten zu stark erhöhten Ozonkonzentrationen. Dies hängt mit der
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komplizierten
Smogchemie
zusammen:
Das Stickstoffmonoxid baut das
entstandene Ozon zugleich wieder ab. Mit dem Wind gelangen die Luftschadstoffe
auch in die Reinluftgebiete und tragen dort zur Ozonbildung bei. Da hier aber
aufgrund geringeren Verkehrsaufkommens der Nachschub von Stickstoffmonoxid
fehlt, wird das Ozon nicht so schnell abgebaut.
Je nach Konzentration und Einwirkungsdauer beziehungsweise körperlicher
Befindlichkeit und Aktivität der Menschen bewirken Ozon und andere
Photooxidantien unter anderem Augenbrennen, Reizungen der Atemwege,
Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Sie schaden auch den Pflanzen,
indem sie ihr Wachstum beeinträchtigen. Ozon gilt auch als Mitverursacher des
Waldsterbens.
Die Niederschläge
Die Niederschläge, die in flüssiger Form als Regen und Tau oder in fester
Form als Schnee, Graupel, Hagel und Reif auftreten können, entstammen zum
größten Teil den Wolken. Wir wissen aber aus Erfahrung, dass nicht jede Wolke
Niederschlag bringt. Oft regnet es trotz starker Bewölkung nicht. Die
Wassertröpfchen, aus denen die Wolken bestehen, sind so unendlich klein, dass sie
von der aufsteigenden Luft getragen werden. Erst wenn der Kondensationsprozess
immer weiter fortschreitet und die Wassertröpfchen oder Eisnadeln so schwer
werden, dass sie sich nicht mehr schwebend in der Luft halten können, falten sie
zur Erde.
Der Regen kann recht unterschiedlicher Art sein. Der gleichmäßige
Landregen fällt aus dicken Schichtwolkendecken. Die grosstropfigen Regengüsse
oder Regenschauer entstammen den mächtigen Gewitterwolken oder hohen
Haufenwolken. Ganz feinen Regen bezeichnen wir als Sprühregen (Nieseln).
Wenn die Eisnadeln aus den höchsten Teilen der Gewitterwolken zur Erde fallen,
so frieren an die Eiskristalle Wassertröpfchen an. Es bilden sich Graupelkörner. In
Gewitterwolken mit starker Aufwärtsbewegung der Luft können diese Graupeln
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wieder mit in die Höhe gerissen werden. An die Eiskörner friert noch mehr Wasser
an, und der Niederschlag kommt als Hagel zur Erde.
Der Schnee fällt meist aus Schichtwolken. Die aus den Wassertröpfchen
entstandenen
Eisnadeln
verbinden
sich
zu
vielgestaltigen
Kristallen
(Schneesternen), die sich wiederum zu Schneeflocken zusammenballen.
Ganz anders als die aus den Wolken stammenden Niederschläge entstehen
Tau und Reif. Der Wasserdampf kondensiert unmittelbar in Form von
Wassertröpfchen oder Eiskristallen am Erdboden und an den Pflanzen.
Liegt im Winter die Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt, so kommt es
häufig vor, daß Wassertröpfchen (aus Nebel oder Dunst) beim Auftreffen auf feste
Gegenstände zu Eis erstarren. Es bildet sich ein glasiger Belag, der gegen die
Windrichtung zu richtigen Eisfahnen auswächst. Diese als Rauhfrost, Rauheis oder
Rauhreif bezeichnete Erscheinung kann durch das Gewicht des Eises schwere
Schäden an Bäumen und elektrischen Leitungen hervorrufen.
Die Niederschläge sind von großer Bedeutung für die Bodenbildung und das
Wachstum der Pflanzen. Sie werden deshalb in den Wetterstationen täglich
gemessen. In einem Niederschlagsmesser fängt man die Niederschläge auf. Ein
darin enthaltenes Messglas gibt an, wie viel Millimeter Niederschlag gefallen sind.
Der Niederschlagsmesser zeigt also, wie hoch das Regenwasser auf dem Erdboden
stünde, wenn es nicht einsickern, verdunsten oder abfließen würde. Niederschläge
in fester Form werden vor dem Ablesen geschmolzen.
Aus den täglichen Messungen werden die monatliche find die jährliche
Niederschlagsmenge errechnet.
Eine gleiche jährliche Niederschlagsmenge kann in einem heißen Gebiet
trockenes Klima, in einem kühlen Gebiet dagegen sehr feuchtes Klima zur Folge
haben. Fallen die Niederschläge vor allem in der Vegetationsperiode, so wird der
Pflanzenwuchs begünstigt, fallen sie nicht in dieser Zeit, so wird nur eine dürftige
Vegetation entstehen. An diesen Beispielen erkennen wir, dass zur Kennzeichnung
der klimatischen Verhältnisse die Angabe der jährlichen Niederschlagsmenge
allein unzureichend ist. Bedeutsamer sind Angaben über die Verteilung der
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Niederschläge auf das Jahr. Aus den Messungen vieler Jahre werden deshalb die
durchschnittlichen Niederschlagshöhen der einzelnen Monate ermittelt und in
einem Säulendiagramm dargestellt. Daneben ist auch die Art der Niederschläge
von Bedeutung.
Ozonloch
Die Erde ist von einer sehr dünnen Ozonschicht umgeben. Sie befindet sich
in der Stratosphäre in einer Höhe zwischen 15 und 30 Kilometern. Ozon (O3) ist
ein Molekül, das aus drei Sauerstoffatomen besteht. In der Stratosphäre entsteht es
dadurch, dass energiereiche ultraviolette Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung)
Sauerstoffmoleküle (O2) in einzelne Sauerstoffatome (O) spaltet und diese sich
dann mit den noch vorhandenen Sauerstoffmolekülen zu Ozon verbinden (O + O2 > O3). Die von der Sonne ausgesendete optische Strahlung reicht von
wärmespendender Infrarotstrahlung über die sichtbare Strahlung (Licht) bis hin zur
ultravioletten (UV-)Strahlung; je nach Wellenlänge unterscheidet man zwischen
UV-A-, UV-Bund UV-C-Strahlung. Die Ozonschicht lässt die lebensnotwendige
Wärme-
und Lichtstrahlung durch, hält aber - gleich einer Sonnenbrille - den
schädlichen Anteil der UV-Strahlung zurück (UV-C- und UV-B-Strahlung). Eine
Veränderung des Ozongehalts macht sich dabei besonders bei der UV-B-Strahlung
bemerkbar: Sinkt der Ozongehalt, steigt der bis zur Erdoberfläche durchdringende
Anteil der für Lebewesen in höherer Dosis schädlichen UV-B-Strahlung.
Seit 1977 ist eine globale Ausdünnung der Ozonschicht zu beobachten;
besonders auffällig ist das jährlich auftretende Ozonloch - zunächst nur über der
Antarktis, seit einigen Jahren aber auch in der nördlichen Hemisphäre über der
Arktis. Für den Ozonabbau sind vor allem Chlorfluorkohlenstoffe (CFK)
verantwortlich, besser bekannt als Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Dies
sind sogenannte halogenierte Kohlenwasserstoffe: Die Wasserstoffatome dieser
Verbindungen sind durch 'Salzbildner) wie Fluor und Chlor ganz oder teilweise
ersetzt; wenn sie nur teilweise ersetzt sind, spricht man von teilhalogenierten
FCKW (H-FCKW). Die in den 30er Jahren entwickelten FCKW weisen für eine
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industrielle Verwendung viele positive Eigenschaften auf, denn sie sind weder
explosiv noch brennbar, geruchs- und geschmacksneutral und weitgehend ungiftig.
Deshalb fanden sie breite Anwendung, so etwa als Kälte-, Treib- und Lösemittel,
in Schäumen, Feuerlöschern und Isolierschichten von Kühlgeräten. Ihr
ozonzerstörendes Potential entdeckten Chemiker 1974. Da FCKW chemisch sehr
stabil und reaktionsträge sind, gelangen sie bis in die Stratosphäre. Sind sie dort
angelangt, spalten UV-Strahlen bei Temperaturen von zirka -80 Grad Celsius
Chloratome von den FCKW-Molekülen ab. Die freien Chloratome zerstören über
komplizierte chemische Reaktionen schließlich die Ozon-Moleküle, indem sie
ihnen ein Atom entreißen. Die Chloratome verbrauchen sich dabei jedoch nicht,
denn sie verlieren nach gewisser Zeit das eingefangene Sauerstoffatom wieder. So
befreit, entreißt das Chlor nun wieder dem nächsten Ozon-Molekül ein Atom.
Dieser Prozess kann sich bis zu 100.000 mal wiederholen, das heißt, ein einziges
Chloratom kann bis zu 100.000 Ozon-Moleküle zerstören.
Die H-FCKW reagieren leichter mit anderen Stoffen und gelangen deshalb
nur zum Teil bis in die Stratosphäre. Sie tragen also weniger als die FCKW zum
Abbau der Ozonschicht bei, doch sind sie ebenso an der Entstehung des
Treibhauseffektes
beteiligt,
da
sie
Wärme
absorbieren.
Noch
weitaus
zerstörerischer sind die vorwiegend in Feuerlöschmitteln verwendeten Halone (sie
enthalten
neben
Fluor
auch
das
Halogen
Brom).
Ein
sehr
großes
Ozonzerstörungspotential besitzt auch Methylbromid (Brommethan), das sowohl
natürliche (Meeresalgen, Vulkane) als auch anthropogene Quellen hat wie das
Verbrennen von Biomasse und den Schadstoffausstoss von Kraftfahrzeugen.
Ferner beeinflussen die Treibhausgase Methan, Lachgas und Kohlendioxid den
Abbau des stratosphärischen Ozons.
Durch die löchrige Ozonschicht gelangt mehr UV-B-Strahlung auf die
Erdoberfläche. In kleinen Dosen ist sie lebenswichtig, in höheren fördert sie jedoch
das Entstehen von Hautkrebs und Linsentrübungen (Grauer Star) und schädigt das
Immunsystem. Mit steigenden UV-Werten nehmen also die gesundheitlichen
Risiken zu. Auf der Südhalbkugel, etwa in Australien, ist bereits eine deutliche
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Zunahme von Hautkrebs und Grauem Star zu beobachten. Schwerwiegende Folgen
hat eine erhöhte UV-B-Strahlung auch für Pflanzen, denn sie beeinträchtigt das
Wachstum; besonders empfindlich sind zum Beispiel Tomaten, Spinat und Sojabohnen.
Wissenschaftler
befürchten
aufgrund
der
steigenden
Werte
Ertragseinbussen in der Landwirtschaft und weitere Störungen des ökologischen
Gleichgewichts.
Die 1985 ausgearbeitete Wiener Konvention zum Schutz der Ozonschicht
läutete den weltweiten Ausstieg aus der Produktion und Verwendung von FCKW
und Halonen ein. Sie bildete die Grundlage für das zwei Jahre später von zunächst
zwei Dutzend Staaten, die für 90 Prozent der weltweiten Produktion von
FCKW/Halonen verantwortlich waren, unterzeichnete Montrealer Protokoll
Ursprünglich wollten diese Länder den Verbrauch bis fahr 2000 nur halbieren, vor
dem Hintergrund des drastisch abnehmenden Ozongehalts der Stratosphäre
beschleunigten sie jedoch den Ausstieg. So ist die Produktion von Halonen seit
1994 und von FCKW seit 1996 weitgehend eingestellt. Die Entwicklungsländer
erhielten eine zunächst um zehn Jahre verlängerte Frist. Um ihnen den Ausstieg zu
erleichtern, richteten die Industriestaaten einen Fonds ein, mit dessen Mitteln sie
die Umstellung auf FCKW-freie Technologien und Ersatzstoffe unterstützen. Für
H-FCKW soll der Ausstieg innerhalb der Europäischen Union bis 2014, der
weltweite schrittweise bis zum Jahr 2030 erfolgen.
Der FCKW-Einsatz ist in den vergangenen Jahren zwar bereits auf der
ganzen Welt drastisch zurückgegangen, der Abbau der Ozonschicht dauert jedoch
noch einige Jahrzehnte an: FCKW haben eine Lebensdauer von bis zu mehreren
100 Jahren. Zudem werden die noch in Kühlschränken oder Feuerlöschern
enthaltenen Chemikalien früher oder später ihren Weg in die Stratosphäre antreten. Nach Schätzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und
der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) dürfte sich die Ozonschicht erst um
2050 wieder erholt haben. Um die Öffentlichkeit für das Problem weiter zu
sensibilisieren, haben die Vereinten Nationen 1995 den 26. September zum
Internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht bestimmt.
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Das Ozonloch
Seit einigen Jahren wird auch in Deutschland davor gewarnt, zu lange und zu
intensiv sonnenzubaden. Man nimmt an, dass auch in Deutschland mehr
ultraviolette Strahlung die Erdoberfläche erreicht als noch vor einigen Jahren. Der
Grund dafür sei das "Ozonloch", d. h. der Schwund des Ozons (in der Atemluft
giftig, siehe oben), einer Art Schutzschild gegen ultraviolette Strahlung in der
Stratosphäre.
Wenn dieser Schutzschild fehlt, so die Befürchtung, dann werden nicht nur die
Menschen durch mehr Krebserkrankungen, sondern auch Tiere und Pflanzen unter
der stärkeren Strahlung leiden.
Die wahrscheinlichen Hauptverursacher für den Schwund des Ozons, die FluorChlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW), werden noch immer für sehr viele Zwecke
verwendet, z. B.
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•
als Kühlmittel in Kühlschränken,
•
als Treibmittel in Sprühdosen,
•
zum Aufschäumen von Styropor.
In der Europäischen Gemeinschaft hat man sich auf ein Produktionsverbot für
FCKW bis zum Jahre 2000 geeinigt. Einige Länder wollen schon vorher die
Produktion und die Verwendung verbieten. In Deutschland ist die Produktion seit
dem 1. Januar 1995 verboten. Es gibt inzwischen Kühlschränke ohne FCKW, und
in den Sprühdosen benutzt man es auch nicht mehr.
Fragen und Aufgaben
1.
Fragen
a) Ist die Luft bei Ihnen auch verschmutzt? Wodurch wird sie am meisten
verschmutzt?
b) Gibt es Gesetze, die die Luft verbessern sollen?
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c) Diskutieren Sie das Problem in der Klasse. / Gruppe. Beschreiben Sie
• wie der Treibhauseffekt funktioniert und
• wie die Zerstörung der Ozonschicht nach Ansicht der Wissenschaft vor sich
geht.
d) Gab / Gibt es bei Ihnen ähnliche Berichte in den Medien?
e) Ist es bei Ihnen auch Mode sonnenzubaden? Gilt es als "gesund", braungebrannt
zu sein?
f) Was tun Sie, um sich gegen zu viel Sonnenstrahlen zu schützen?
Die Sonne
Für die Bewohner eines anderen Sterns wäre die Sonne nichts weiter als
einer der vielen Millionen Sterne der Milchstraße. Aber für uns ist die Sonne ein
ganz besonderer Stern. Ohne die Sonne könnten wir nicht leben. Wir brauchen die
Wärme, die sie in ihrem Inneren erzeugt und als Licht zu uns schickt. Ohne das
Sonnenlicht wäre die Erde eine kalte Wüste aus Eis und Felsen. Das Licht der
Sonne lässt die Pflanzen wachsen, den Regen regnen, die Flüsse fließen und den
Wind wehen.
Manchmal schiebt sich der Mond für einige Minuten vor die Sonne. Dann
wird es mitten am Tag dunkel und kalt. Die Tiere legen sich zum Schlafen hin.
Früher bekamen die Menschen furchtbare Angst, weil sie dachten, das Ende der
Welt sei gekommen.
Bei einer Sonnenfinsternis sieht es so aus, als ob Sonne und Mond gleich
groß seien. In Wirklichkeit ist die Sonne viele tausend Mal größer als der Mond.
Sie sieht nur so klein aus, weil sie so unvorstellbar weit von uns entfernt ist. Wenn
du mit einem Urlaubs-Jet statt nach Mallorca zur Sonne fliegen könntest, wärst du
nicht 3 Stunden, sondern 30 Jahre unterwegs. Du müsstest nämlich 150 Millionen
Kilometer weit fliegen.
Die Sonne scheint immer nur auf eine Hälfte der Erdkugel. Dort ist Tag, auf
der dunklen Rückseite ist Nacht.
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Zum Glück dreht sich die Erde in 24 Stunden einmal um sich selbst. So
wechseln Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit sich immer ab.
Wie hoch die Sonne mittags steigt, hängt von der Jahreszeit ab. Bei uns
steigt die Sonne im Sommer viel höher als im Winter. Auf der Südhalbkugel der
Erde ist es umgekehrt: Dort ist Winter, wenn bei uns Sommer ist. Wenn die Sonne
von hoch oben auf den Erdboden scheint, kann sie den Erdboden viel besser
erwärmen, als wenn sie niedrig über dem Horizont steht. Mittags steht die Sonne
am höchsten. Das ist die wärmste Tageszeit. Wenn du in Afrika oder in
Mittelamerika wärst, würdest du sehen, dass die Sonne mittags bis fast senkrecht
über deinen Kopf steigt. Deshalb ist es dort so heiß. Am Nord- und Südpol
dagegen, wo die Sonne nie weit über den Horizont steigt, herrscht immer eine
eisige Kälte.
Wenn man die Sonne durch eine spezielle Schutzfolie beobachtet, dann kann
man sehen, dass sie viele Flecken hat. Dort ist sie nur 3000 Grad heiß, so heiß wie
rot glühendes Eisen. An den übrigen Stellen erreicht ihre Temperatur 5600 Grad.
Bei der Temperatur wäre Eisen schon flüssig. Aber im Innersten, in ihrem Kern,
hat sie eine Temperatur von 15 Millionen Grad. Dort ist der Ofen, in dem die
Sonne ihre Energie erzeugt und dem wir unser Leben verdanken. Im Kern der
Sonne werden Atome, die kleinsten Bausteine aller Stoffe, zusammengeschmolzen.
Dabei entsteht ungeheuer viel Hitze, von der ein winziger Teil als Licht zu uns
kommt.
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Aufgaben und Übungen
1. Lesen Sie den Text. Folgende Worterklärungen können Ihnen beim Lesen
helfen.
die Milchstraße - Млечный Путь
im Inneren - внутри
erzeugen - производить
die Wüste - пустыня
der Felsen - скала, утёс
die Sonnenfinsternis - солнечное затмение
die Südhalbkugel - южное полушарие
die Tageszeit - время дня
senkrecht - вертикально
der Fleck, der Flecken - пятно
der Kern - ядро
verdanken - быть обязанным
2. Wie heißt es auf Deutsch?
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1. Совершенно особенная звезда.
2. Без Солнца мы не могли бы жить.
3. Земля была бы холодной пустыней из льда и скал.
4. Иногда Луна закрывает собой Солнце.
5. Солнце освещает всегда только одну половину земного шара.
6. Там день, а на обратной стороне - ночь.
7. Земля вращается вокруг своей оси.
8. День сменяет ночь, свет - темноту.
9. В южном полушарии лето, когда у нас зима.
10. Самое тёплое время дня.
11. Подниматься над горизонтом.
12. Стужа.
13. Пятна на Солнце.
14. Раскалённое железо.
15. Это печь,
в
которой Солнце производит энергию и которой мы
обязаны своей жизнью.
3. Verbinden Sie Satzteile.
1. Aber für uns ist die Sonne ein ganz besonderer Stern,
2. Früher bekamen die Menschen furchtbare Angst vor der Sonnenfinsternis,
3. Bei einer Sonnenfinsternis sieht es so aus,
4. Die Sonne sieht nur so klein aus,
5. Auf der Südhalbkugel ist Winter,
6. Die Sonne kann den Erdboden viel besser erwärmen,
a) wenn bei uns Sommer ist.
b) weil sie dachten, das Ende der Welt sei gekommen.
c) wenn sie von hoch oben auf den Erdboden scheint.
d) weil sie so unvorstellbar weit von uns entfernt ist..
e) weil wir nicht ohne die Sonne leben könnten.
f) als ob Sonne und Mond gleich groß seien.
4. Welches Wort fehlt? Füllen Sie die Lücken aus.
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Für die Bewohner der Erde ist die Sonne ein ganz besonderer _____, ohne den wir
nicht leben könnten.
In ihrem_____erzeugt sie die Wärme und schickt sie
als_____ zu uns.
Manchmal_____sich der Mond für einige Minuten vor die Sonne. Dann wird es
mitten am Tag_____ und kalt.
Die Sonne ist viele tausend Mal_____als der Mond.
Sie sieht so klein aus, weil sie sehr weit von uns ____ist.
Die Sonne scheint immer nur auf eine Hälfte der_____.
Dort ist_____, auf der dunklen Rückseite ist Nacht. Tag und Nacht, Licht und
Dunkelheit_____ sich immer ab.
Wenn die Sonne von hoch oben auf den Erdboden scheint, kann sie den Erdboden
viel besser_____, als wenn sie niedrig über dem Horizont steht._____steht die
Sonne am höchsten. Das ist die_____Tageszeit.
Im Innersten hat die Sonne eine_____von 15 Millionen Grad. Dort ist der Ofen, in
dem die Sonne ihre_____ erzeugt und die als Licht zu uns kommt.
5. Schreiben Sie aus dem Text alle Wörter zum Thema «Astronomie» heraus
und bilden Sie mit ihnen Sätze.
6. Fassen Sie den Inhalt des Textes kurz zusammen.
Der Text ist entnommen aus: Löwenzahn Kinder Lexikon. Axel Juncker Verlag ,
München 2000. S. 32/33 Didaktisiert von M. Busojewa
7. Fragen.
a) Ist in Ihrem Land Sonnenbaden populär? Ist es "chic", braungebrannt zu sein?
b) Warum, meinen Sie, ist es für viele Deutsche so wichtig, "Sonne zu tanken"?
Was ist ein Ozonloch?
Wenn du viel in der Sonne bist, passiert es ganz leicht, dass du einen
Sonnenbrand bekommst. Früher ging das nicht so schnell. Schuld daran sind
Löcher in der Ozonschicht, die wie eine wolkenartige Hülle in 30 km Höhe rund
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um die Erde liegt. Sie besteht hauptsächlich aus dem Gas Ozon und schützt die
Erde wie ein riesiger Sonnenschirm vor zu starken Sonnenstrahlen.
Vor ein paar Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass diese Hülle an
einigen Stellen - den Ozonlöchern - viel dünner geworden ist. Sie fanden heraus,
dass Abgase von Autos und Industrieanlagen sowie Treibgase aus Spraydosen
daran schuld sind. Diese Gase steigen in den Himmel auf und zerstören dort das
Ozon. Die Schutzschicht bekommt Löcher und die Sonnenstrahlen knallen stärker
auf die Erde herunter. Umweltfreunde kaufen deswegen keine Produkte mit
Treibgasen (z. B. bestimmte Lacke, Möbel und Verpackungen) und schützen ihre
Haut an heißen Tagen vor der Sonne.
Fragen und Aufgaben
1. Fülle die Lücken aus:
Wenn du viel in der Sonne bist, passiert es ganz leicht, dass du einen
_________ bekommst. Früher ging das nicht so_________. Schuld daran
sind_________ in der Ozonschicht, die wie eine wolkenartige_________in 30 km
Höhe rund um die Erde liegt. Sie besteht hauptsächlich aus dem Gas_________
und schützt die Erde wie ein riesiger Sonnenschirm vor zu starken_________.
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Vor ein paar Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass diese Hülle an
einigen Stellen - den_________- viel dünner geworden ist. Sie fanden heraus, dass
________ von Autos und Industrieanlagen sowie_________aus Spraydosen daran
schuld sind. Diese Gase steigen in den Himmel auf und zerstören dort
das_________Die________ bekommt Löcher und die Sonnenstrahlen_________
stärker auf die Erde herunter. Umweltfreunde kaufen deswegen keine Produkte
mit_________(z. B. bestimmte Lacke, Möbel und Verpackungen) und schützen
ihre Haut an heißen Tagen vor der_________.
2. Welche Satzteile gehören zusammen? Ordne richtig zu.
1. Wenn du viel in der Sonne bist,
a) dass Abgase von Autos und
Industrieanlagen sowie Treibgase
aus Spraydosen daran schuld sind.
2. Schuld daran sind Löcher in der
Ozon-Schicht,
b) bekommst du einen Sonnen - brand.
3. Vor ein paar Jahren haben
Wissenschaftler festgestellt,
c) durch die die Sonnenstrahlen
stärker auf die Erde herunterknallen.
4. Wissenschaftler fanden heraus,
d) dass die Ozonschicht an einigen
Stellen viel dünner geworden ist.
5. Die Schutzschicht bekommt Löcher, e) die wie eine wolkenartige Hülle in 30
km Höhe rund um die Erde liegt.
3. Richtig oder falsch? Kreuze an.
1. Wenn man viel in der Sonne ist, bekommt man genauso leicht wie früher einen
Sonnenbrand.
2. Die Ozonschicht liegt wie eine wolkenartige Hülle in 30 km Höhe rund um die
Erde.
3. Die Ozonschicht besteht ausschließlich aus dem Gas Ozon.
4. Die Ozonschicht schützt die Erde wie ein riesiger Regenschirm vor zu starkem
Regen,
5. Ozonlöcher entstehen durch Abgase und Treibgase, die in den Himmel steigen.
6. Durch die Ozonlöcher knallen die Sonnenstrahlen stärker auf die Erde herunter.
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4. Beantworte die Fragen.
a) Warum sind Ozonlöcher gefährlich?
b) Was muss man tun, damit keine neuen Ozonlöcher entstehen?
Ansicht der Erde aus dem
Weltall
Treibhauseffekt
Die zunehmende Erwärmung des Erdklimas ist ein Umweltproblem, von
dem jedes Lebewesen betroffen ist, direkt oder indirekt. Ais Klima bezeichnet man
den langzeitigen Mittelwert des Wettergeschehens einer Region. Vereinfacht
gesagt, ist es das Produkt aus der Lufttemperatur in Boden- und Meeresoberfläche,
aus der Strahlung, dem Niederschlag, der Bodenfeuchte sowie der Häufigkeit und
Stärke besonderer Wetterereignisse wie Stürme oder Dürren. Der Auslöser aller
Klimaprozesse ist die auf der Erde eintreffende Strahlung der Sonne. Eine Vielzahl
komplexer und miteinander in Wechselbeziehung stehender
Regelkreise
kontrolliert die tatsächliche Ausprägung des Klimas. Beteiligt daran sind die
Atmosphäre (Lufthülle), Pedosphäre (Landoberfläche), Hydrosphäre (Gewässer,
besonders Ozeane), Kryosphäre (Schnee- und Eisflächen, vor allem die
Polargebiete) und die Biosphäre (lebende Organismen). In alle diese Regelkreise
greift der Mensch ein, ganz besonders aber in die Atmosphäre: Er verändert ihre
chemische Zusammensetzung und verstärkt den natürlichen Ablauf durch einen
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zusätzlichen „Treibhauseffekt“. Ein natürlicher Effekt erwärmt die Erdatmosphäre
vergleichbar der Luft in einem Treibhaus: Bestimmte Spurengase in der
Erdatmosphäre bewirken, dass die kurzwellige Sonnenstrahlung ungehindert auf
die Erde gelangt, gleichzeitig absorbieren sie aber die von der Erdoberfläche
abgegebene Wärmestrahlung und reflektieren sie -die bodennahen Luftmassen
erwärmen sich dadurch. Gäbe es diesen Effekt nicht, dann wäre es ziemlich kalt:
Die durchschnittliche Temperatur an der Erdoberfläche würde -18 Grad Celsius
betragen statt +15 wie heute. Die wesentlichen Spurengase, die diesen Treibhauseffekt bewirken, sind vor allem Wasserdampf (H2O), ferner Kohlendioxid
(CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O), besser als Lachgas bekannt. Die
von Menschen verursachte (anthropogene) Zunahme dieser Gase in der
Atmosphäre führt zu einem zusätzlichen Treibhauseffekt: Die Wärme staut sich
stärker als von Natur aus auf. Denn durch Industrie, Verkehr und Landwirtschaft
gelangen neben den natürlichen Emissionen große Mengen von Kohlendioxid,
Methan,
Distickstoffoxid
sowie
der
ebenfalls
klimawirksamen
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in die Atmosphäre. Indirekt heizen auch
Kohlenmonoxid
(CO),
Stickstoffoxide
(NOX)
und
flüchtige
organische
Verbindungen (VOC) das Klima auf, denn sie tragen im untersten Stockwerk der
Atmosphäre, der Troposphäre, zur Bildung von Ozon (O3) bei. Der Anteil der
einzelnen Gase am zusätzlichen Treibhauseffekt beträgt (bezogen auf die 80er
Jahre):
- 50 Prozent Kohlendioxid
- 24 Prozent FCKW
- 13 Prozent Methan
- 5 Prozent Distickstoffoxid
- 8 Prozent indirekte Effekte durch die Zunahme des
Wasserdampfgehaltes und des troposphärischen Ozons.
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stratosphärischen
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Folgen des Treibhauseffektes
Die Wissenschaft ist sich einig darüber, dass es einen vom Menschen
gemachten Treibhauseffekt gibt. Sie ist sich ebenfalls nahezu einig, dass der
Anstieg der Temperatur im letzten Jahrhundert am Anstieg der Treibhausgase liegt.
Bereits 1995 konnte der damalige Leiter des Deutschen Klimarechenzentrums,
Klaus Hasselmann, nachweisen, dass die gemessenen Erhöhung der Temperatur
seit der industriellen Revolution mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% durch die
Zunahme der Treibhausgasemissionen bedingt ist. Aber auch im zweiten Bericht
des
von
der
UNO
eingesetzten
wissenschaftlichen
Gremiums
IPCC
("Intergovernemental Panel on Climate Change") von 1995 steht: "Die Abwägung
der Erkenntnisse legt einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das Klima
nahe."
Die Unterscheidung zwischen natürlichen und vom Menschen gemachten
Klimaveränderungen gestaltet sich allerdings schwierig. Denn auch natürliche
Klimaveränderungen können sich sehr drastisch auswirken. Die gegenwärtigen
Veränderungen gehen allerdings sehr viel schneller vor sich als die natürlichen.
Die Erhöhung der Konzentration der Treibhausgase führt zu einer
Destabilisierung des Klimasystems. Die Atmosphäre wird mit größeren Mengen an
Energie konfrontiert. Das Mehr an Energie führt zunächst zu einer Erhöhung der
mittleren Temperatur, zur Klimaerwärmung. Neben dieser kommt es jedoch zu
einer Reihe weiterer Auswirkungen wie etwa Veränderungen der Wolkenbildung,
der Menge der Niederschläge oder auch der Windverhältnisse. Einige dieser
Phänomene führen zu einer verstärkten Erwärmung. Z.B. das Abschmelzen der
Gletschern und des Polareises.
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Umwelt
Das Bild 1 zeigt die Abhängigkeit der Menschen, der Tiere und der Pflanzen von
den vier Elementen des Lebens: Feuer bzw. Licht oder Sonne, Luft, Wasser und
Erde.
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Die Lebewesen sind in einem ewigen Kreislauf eingebunden. Durchbricht der
Mensch dieses Geschehen, bekommt er es letztendlich selbst zu spüren: Finden die
Fische im Meer nur noch chemisch belastete Nahrung, so ist der Mensch gefährdet,
denn er isst den Fisch. Die Pflanze produziert den für das Leben notwendigen
Sauerstoff. Sie braucht dazu Lichtenergie, Wasser und Kohlendioxyd. Die hier
gezeigten
Primärkonsumenten
(Schnecke
und
Maus)
dienen
den
Sekundärkonsumenten (Eule, Fuchs, Igel) als Nahrung. Am Ende der
Nahrungskette steht der Mensch. Kot und Aas bilden Humus, wobei die
Mineralsalze der Erde zugefügt werden. Kohlendioxyd benötigt die Pflanze, um
Sauerstoff zu bilden.
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Kapitel 4 Das Problem mit dem Müll
Das Problem mit dem Müll
Das System der Abfallbeseitigung ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Wie es in
Leverkusen bei Köln funktioniert, sehen wir hier. Der Abfallkalender (AWL =
Abfallwirtschaft Leverkusen) zeigt an, in welchen Stadtbezirken welche Tonne
abgeholt wird. Für die Bezirke gibt es Nummern, die man einem Abfall-Heft
entnehmen kann. Vor den Häusern in Leverkusen steht eine gelbe Tonne für
Plastik und Dosen sowie für andere Metallabfälle. In die blaue Tonne gehören
Papier und Pappe, in die graue Tonne der sogenannte Restmüll, doch aufgepasst!
Glas wird in Containern an bestimmten Zentren gesammelt, das gleiche gilt für
Altkleider. Einmal vierteljährlich können die Bürger sperrige Gegenstände, wie
ausrangierte Möbelstücke, kostenlos abholen lassen - das ist der sogenannte
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Sperrmüll. Für Medikamente, giftige Stoffe, Farben, Lacke etc. kommt einmal im
Monat das Schadstoffmobil. Grüne Abfälle, Küchenreste, werden einmal
wöchentlich abgeholt.
Hellgrau im Kalender heißt graue Restmülltonne, gelb ist die gelbe Tonne (bzw.
auch der gelbe Sack), blau bedeutet blaue Papiertonne, dunkelgrau ist das Symbol
für Sperrmüll.
Einleitender Text
Die Menschen in Deutschland haben einen hohen Lebensstandard. Daher
verbrauchen und benutzen sie täglich viele Dinge: Nahrungsmittel, Mittel für die
Körperpflege, Wasch- und Putzmittel, Bürobedarf, Farben und Lacke, Kleidung,
kleine und große Geräte, vom Staubsauger und Toaster bis zum Geschirrspüler und
Computer.
Wenn diese Dinge gekauft werden, sind sie verpackt in Glas, Flaschen und
Dosen, in Kartons, Plastikbechern und Papierbehältern. Sie sind eingeschweißt in
Plastikfolie, gegen Beschädigung geschützt durch Pappe und Styropor. Die
Verpackung wird weggeworfen. Alles landet schließlich im Müll, in den
verschiedenen Mülltonnen, die vor jedem Haus stehen: blau für Papier, gelb für
Plastik usw., grün für Eierschalen, Rasenabfälle usw. und grau für den Restmüll.
Für den einzelnen ist es auch jetzt noch kein großes Problem, seinen
täglichen Müll loszuwerden. Jede Woche kommt ja die Müllabfuhr. Sie bringt den
Müll auf die Mülldeponie. Dann ist alles aus den Augen, aus dem Sinn. Was mit
dem Müll geschieht, ist für die meisten Leute ziemlich uninteressant.
Und doch - jeder hat gemerkt, dass es immer mehr Müll gibt, dass die alte,
kleine graue Mülltonne nicht mehr groß genug ist, dass der Müll am Ende der
Woche überquillt. In den letzten 30 Jahren hat sich in Deutschland eine
"Wegwerfgesellschaft" gebildet. "Ex und hopp" war der Slogan, mit dem z. B. in
den 60er Jahren die sogenannte Einwegflasche auf den Markt kam. Das scheint die
Mentalität der vergangenen Jahre gewesen zu sein. Auch kann man kaum noch
Ware "lose", d. h. ohne Verpackung kaufen. Die Industrie verpackt inzwischen fast
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alles, selbst den Klebstoff, der schon in einer Tube ist. Vieles wird mit einer
zweiten, einer "Umverpackung" versehen.
Seit einiger Zeit aber sind die Deutschen gezwungen umzudenken, denn:
• Der Wohlstand "erzeugt" immer mehr Müll; die Deponien werden schnell voll.
• Es gibt im Müll gefährliche Stoffe, die den Boden und das Grundwasser oder,
besonders bei der Verbrennung, die Luft vergiften können.
• Im Müll befinden sich viele wertvolle Stoffe, die wiederverwendet werden
können - Recycling ist dafür ein Schlagwort.
• Man muss sich darüber im klaren sein, dass alles, was hergestellt, was produziert
wird, irgendwann schließlich verbraucht ist oder nicht mehr gebraucht wird - es
landet also auf dem Müll.
Recycling und Müllvermeidung
Seit einigen Jahren bereits gibt es den Versuch, Glas, Papier und Plastik zu
recyceln. Viele Menschen werfen ihre leeren Flaschen, ihr Altpapier und ihre
Joghurtbecher in besondere Container oder die verschiedenen Mülltonnen vor der
Tür und nicht mehr nur in die eine graue Mülltonne vor der Tür. Oder sie
versuchen, z. B. Milch, Saft, Bier möglichst nur in Pfand- oder Mehrwegflaschen
zu kaufen, in Flaschen also, die wie früher nach einer Reinigung immer wieder
verwendet werden.
Für gefährliche Stoffe wie Chemikalien aller Art gibt es ebenfalls an vielen
Orten eine Haltestelle für ein Schadstoffmobil, zu dem man regelmäßig zu
bestimmten Zeiten den gefährlichen Müll bringen kann.
Seit 1992 gibt es neue Versuche, die Müllflut einzudämmen. Schlagworte
sind "Verpackungsrücknahme" und "Grüner Punkt". So hat der Kunde beim
Einkauf jetzt das Recht, die sogenannte "Umverpackung", d. h., z. B. die
Verpackung eines Elektrogeräts, im Laden zu lassen.
Der Grüne Punkt oder das Duale System ist ein anderer Versuch, die
Müllflut einzudämmen. Das System wird von einer privaten Organisation
betrieben, die versucht, die Verpackungen und den Müll ganz allgemein zu
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recyceln. Alles, was nach Meinung dieser Organisation recycelt werden kann,
bekommt den sogenannten Grünen Punkt. Diesen Punkt finden die Verbraucher in
der Bundesrepublik inzwischen auf den meisten Waren des täglichen Gebrauchs.
Allerdings funktioniert das System bisher nicht sehr gut. Manche Städte haben sich
dem Grünen Punkt nicht angeschlossen und haben ihr eigenes System der
Mülltrennung und des Recycling.
Fragen und Aufgaben
1. Fragen
a) Wie funktioniert in Ihrem Land die Müllabfuhr? Wohin kommt der Müll?
b) Gibt es auch bei Ihnen Probleme mit dem Müll?
c) Sammeln oder fotografieren Sie doch einmal das, was die Menschen so alles am
Meer, im Wald, auf der Straße wegwerfen, was man dort finden kann. Machen Sie
eine Unterscheidung zwischen natürlichen Dingen, die auch dorthin gehören (z. B.
Muscheln, Tang am Strand), und solchen Dingen, die von Menschen stammen Müll. Sprechen Sie in der Klasse darüber, was die Menschen alles wegwerfen.
2. Übung
Hier sind Teile von Wörtern durcheinandergeraten. Ordnen Sie sie richtig.
a) Bürospüler
b) Plastiksauger
c) Müllbedarf d) Geschirrabfuhr
e) Pfandmobil
f) Schadstoffpflege
g) Körperfolie h) Staubflasche
i) Abfallmüll
j) Resteimer
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Kapitel 5 Wasser
Wasser
Auf dem Bild ist dargestellt, wie eine Kläranlage (= Anlage zur
Abwasserreinigung) funktioniert. Die 1. Reinigungsstufe entfernt grobe feste
Verunreinigungen durch Rechen, Sandfänger und Absetzbecken.
Beim 2. Reinigungsvorgang, den man auch biologische Reinigung nennt,
wird das Wasser mit Hilfe von Mikroorganismen, Bakterien, weiter gesäubert. Ist
das Wasser stark verschmutzt, muss es bei einem 3. Durchgang chemisch gereinigt
werden. Der bei den verschiedenen Reinigungsstufen anfallende Klärschlamm
wird in Behältern gesammelt. Es entsteht Humus daraus, der in der Landwirtschaft
benutzt wird. Ein weiteres "Abfallprodukt" ist das sogenannte Biogas, das auch der
Energiegewinnung dient.
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Dieses verschmutzte Wasser muss dann in den Wasserwerken erst wieder
von all diesen, zum Teil sehr giftigen Stoffen, in Kläranlagen gereinigt werden. Es
gibt nicht mehr viele Stellen, an denen das Wasser noch ganz sauber ist. Die
Wasserwerke liefern zwar meist sehr gutes Trinkwasser, leider aber wird es meist
gar nicht zu dem verwendet, was uns sein Name sagt. Außer zum Trinken und zum
Kochen verwenden die Menschen es nämlich auch
•
zum waschen,
•
zum Duschen,
•
zum Baden,
•
zum Spülen der Toilette,
•
zum Geschirrspülen,
•
zum Wäschewaschen,
•
zum Blumengießen,
•
zum Rasensprengen und oft auch noch
•
zum Autowaschen.
Der größte Verbraucher ist jedoch die Industrie. Sie braucht das Wasser in
enormen Mengen, z. B. zur Herstellung von Automobilen, wobei natürlich das
Wasser wieder verschmutzt wird. Nur zur Kühlung etwa von Kraftwerken wird
meist einfach Flusswasser benutzt. Damit wird jedoch die Temperatur des Flusses
aufgeheizt. Pflanzen und Fische können sterben. Statistisch verbraucht jeder
Deutsche sehr viel von dem kostbaren Rohstoff, nämlich ca. 145 Liter am Tag.
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Grundwasser
Dem Grundwasser droht von vielen Seiten Gefahr: Chemikalien versickern
aus vielen tausend alten Deponien, Landwirte bringen Dünger und Pestizide aus,
Luftschadstoffe aus Haushalten, Verkehr und Industrie schlagen sich mit dem
Regen nieder und gelangen über Bäche und Flüsse ins Grundwasser. Da der Boden
wie ein Filter wirkt und viele Schadstoffe umwandelt, sind Prognosen der
Grundwasserbelastung äußerst schwierig.
Unser Wasser
Mehr als 1,2 Milliarden Menschen sind ohne Zugang zu sauberem
Trinkwasser. Doppelt so viele Menschen verfügen über keine angemessene
Abwasserentsorgung. Nach Schätz-(WHO) sind 80 Prozent aller Krankheiten und
jährlich rund 25 Millionen vorzeitiger Todesfälle in den Entwicklungsländern auf
verunreinigtes Wasser zurückzuführen. Durch Wassermangel drohen zudem
Verteilungskonflikte und politische Auseinandersetzungen. Schon jetzt sind 26
Staaten von akutem Wassermangel betroffen. Die Welternährungsorganisation
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(FAO) nimmt an, dass im Jahr 2050 mindestens 70 Staaten unter Wassermangel
leiden.
Dabei sind gut 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Das
Gesamt-Wasservolumen wird weltweit auf 1,4 Milliarden Kubikkilometer
veranschlagt. Aber 97,4 Prozent davon sind Salzwasser, also für den menschlichen
Gebrauch nur eingeschränkt nutzbar. Von den restlichen 2,6 Prozent ist ein großer
Teil in Gletschern, Eisbergen und tiefen Gesteinsschichten dauerhaft gespeichert.
So bleiben knapp ein Prozent für die direkte Nutzung. Dennoch steht rein
rechnerisch
für
Haushalte,
Bewässerungslandwirtschaft,
Stromerzeugung,
industrielle Nutzung und Erhalt der Ökosysteme mehr als genug Süßwasser zur
Verfügung. Das Problem ist die ungleiche Verteilung.
Im September 2000 beschloss die UN-Millenniums-Versammlung, den
Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, bis zum
Jahr 2015 halbieren zu wollen. Die Weltbank veranschlagt den Investitionsbedarf
in diesem Sektor bis zum Jahr 2010 auf rund 600 Milliarden Dollar. Auf der Internationalen Süßwasserkonferenz im Dezember 2001 in Bonn wurde ein Katalog
von Handlungsempfehlungen erarbeitet, die der Weltgipfel in Johannesburg aufnehmen soll. Besonders zur Finanzierung der Wasserversorgung seien die Diskussionen konstruktiv gewesen, sagte Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Bundesministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit. Um die Finanzierungslücke in diesem Sektor zu schließen, müsse der Privatsektor mit einbezogen
werden. «Wasser ist ein Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung», sagte Uschi Eid,
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, und verwies auf die Vorreiterrolle Deutschlands. «Deutschland ist bereits größter
europäischer bilateraler Geber im Wasserbereich mit jährlichen Zusagen in Höhe
von 600 bis 800 Millionen Mark, und daran wollen wir festhalten.»
Trinkwasserverbrauch halbieren
Der Trinkwasserverbrauch in den Industrieländern liegt zwischen 120 und
knapp 300 Litern. Die USA führen die Spitzengruppe mit 295 Litern pro Kopf und
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Tag an. Deutschland liegt mit 128 Litern am unteren Ende der Skala. Mit einer
Reihe von Projekten wird in Deutschland zur Zeit versucht, den Umgang mit der
Ressource Wasser nachhaltig zu verbessern. So wird das Null-AbwasserGrundstück in Brandenburg dadurch erreicht, dass Schmutzwasser vollbiologisch
gereinigt und anschließend einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt wird.
Bremen hat gleich mehrere Leitziele für Süßwasser erstellt und will den
Trinkwasserverbrauch von 140 Litern auf 70 bis 80 Liter pro Kopf und Tag
verringern. Und die Kommunale Umwelt-Aktion in Hannover fördert mit
internationalen Abwasserpartnerschaften die Verbreitung umweltfreundlicher und
kostengünstiger Lösungen bei der kommunalen Abwasserbehandlung.
Wasser für Alle
Klaus Töpfer, Direktor des UN-Programms Umwelt und Entwicklung
(UNEP), über den Wert des Wassers.
Wasser ist der Schlüssel für die so dringend benötigte wirtschaftliche
Entwicklung, mit deren Hilfe Armut überwunden werden kann. Der Zugang zu
Wasser hat aber auch wichtige soziale Folgen: In ärmeren Teilen der Welt müssen
Frauen oft zehn Kilometer und mehr zu Fuß zurücklegen, um Wasser zu holen.
Das bedeutet, dass sie weniger Zeit haben, sich um die Erziehung ihrer Kinder oder
um andere Arbeiten zu kümmern. Wasser ist ein Schlüssel zu sozialer
Gerechtigkeit, zur Stabilität der Umwelt - und zu kultureller Vielfalt. Wenn man
die antiken Kulturen betrachtet, alle großen Religionen der Welt, sieht man, dass
Wasser mehr ist als ein Wirtschaftsfaktor. Wasser ist unmittelbar verbunden
mitspirituellen Werten, mit dem Respekt des Menschen vor der Natur. Die
kulturelle Vielfalt in einer globalisierten Welt ist eine Dimension, die wir uns im
Vorfeld des Weltgipfels in Johannesburg bewusst machen sollten.
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Wasser: Lebensquelle oder Krankheitsursache ?
Wie bekannt ist das Wasser für die Menschen lebenswichtig. Denn ohne
Wasser kann der Mensch nicht leben. Wenn aber das Wasser von schlechter
Qualität ist, so kann es unserer Gesundheit schaden. Schon im Altertum wussten es
die Menschen, die Qualität des Wassers nach einigen Merkmalen zu bestimmen.
Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde es festgestellt, dass das Vorhandensein
pathogener Mikroben im Wasser verschiedene Krankheiten verursacht. Die
Qualität des Trinkwassers hängt von sozial-wirtschaftlichen Bedingungen, vom
technischen Fortschritt und auch vom Kulturniveau ab.
Wie steht es denn mit dem Trinkwasser in Russland heutzutage? Welches
Wasser trinken wir'?
Zur Zeit bleibt das Problem der Wasserversorgung in Russland zugespitzt.
Das ist in vielem darauf zurückzuführen, dass etwa 40 % Wasserleitungsnetze
Ersatz brauchen. Deshalb kommen oft Wasserleitungsstörungen vor, und als Folge
geraten krankheitserregende Mikroben ins Wasser. Das alles führt zum Ausbruch
von scharfen Darmerkrankungen (darunter auch Dysenterie und Unterleibstyphus).
So gab es z.B. im vorigen Jahr 32 Ausbrüche von Dysenterie und anderen
Darmerkrankungen. Etwa 3.000 Menschen wurden zu Opfern dieser Krankheiten.
Laut den letzten Angaben der Sanitätskontrolle entspricht die Qualität des
Trinkwassers auf einem Drittel Territorium Russlands den Hygienebestimmungen
nicht. So entspricht z.B. in Kalmykien, Karelien, in Tomsker, Woronesher und
Archangelsker Gebieten jede 5.Probe des Trinkwassers den Sanitätsforderungen
nach
sanitär-chemischen
Merkmalen
nicht,
und
jede
10.Probe-nach
mikrobiologischen Merkmalen. Auf solche Weise ist das von den Menschen
verbrauchte Wasser nicht immer gefahrlos.
In vielen Orten Russlands mangelt es an Fluor. Das verursacht den Karies,
an dem heutzutage etwa 60% Kinder leiden. Ungefähr ein Drittel Wasserleitungen
in unserem Land enthalten zu viel Eisen. Der Eisenüberschuss führt zur
Entwicklung der Allergie- und Bluterkrankungen. Dort, wo das Wasser mit
Übermaß an Chlor, Natrium und Sulfate verbraucht wird, steigt die Anzahl der
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Hochdruck- und Magen-Darm-Trakt-Krankheiten. Der erhöhte Kalziumgehalt und
die erhöhte Härte des Wassers vergrößern das Risiko der Entstehung von
Harnsteinen, verlangsamen das Wachsen der Kinder und führen zur Störung des
Stoffwechsels.
Welche Maßnahmen müssen denn unternommen werden, um die Qualität
des Wassers zu verbessern?
Vor allem muss jeder Mensch für seine Gesundheit selbst sorgen. Man sollte
rohes Wasser nicht trinken. Man muss sich auch Mühe geben, auf das Wasser aus
dem
Kahn
gleich
nach
den
Wasserleitungsstörungen
zu
verzichten.
Empfehlenswert ist es auch, Trinkwasser in Flaschen zu kaufen. Zu anderen
Maßnahmen gehören auch Reparatur und Ersatz alter Wasserleitungsnetze. Aber
wegen der schwierigen Wirtschaftslage in Russland ist es nicht immer möglich,
dies zu leisten.
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Meere
Die internationale Umweltpolitik begann mit dem Meer: Das
1954
unterzeichnete Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Öl (OILPOL) war der erste bedeutende völkerrechtlich
bindende Umweltvertrag. Die Meere sind der Umweltbereich, für den es die
meisten internationalen und regionalen Konventionen und Übereinkommen gibt.
Dennoch ist es um ihren Zustand nicht gut bestellt.
Etwa 70 bis 80 Prozent aller Schadstoffe im Meer haben ihre Quelle an
Land: Aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft gelangt das Gros über Flüsse
oder den Luftpfad ins Meer. Dagegen sind die von Tankern verlorenen oder in den
Fördergebieten ins Meer gespülten Ölmengen verhältnismäßig gering, verheerende
Umweltschäden richten sie trotzdem an. Weitere Gefahren für die marinen
Ökosysteme gehen von den auf dem Meeresboden liegenden Fässern mit Giftmüll
und radioaktiven Abfällen aus: Jahrzehntelang entledigten sich viele Staaten ihrer
gefährlichen Abfälle, indem sie sie im Meer versenkten. Da Schadstoffe über den
Luftpfad auch in die entlegensten Meeresgebiete gelangen, weisen selbst
Fischbestände in den von Küsten weit entfernten Regionen oft hohe Rückstände
auf. Auch von der Fischwirtschaft ist die Meeresfauna bedroht: Nach
Erkenntnissen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
sind bereits 70 Prozent der kommerziell bedeutsamen Bestände bis an ihre
biologisch sichere Grenze befischt. Weitreichende Folgen für die marinen
Ökosysteme kündigen sich durch die Klimaerwärmung sowie die durch das
Ozonloch bedingte höhere UV-B-Strahlung an. Vielen Arten dürfte es nicht
gelingen, sich an die erhöhten Temperaturen so rasch anzupassen oder in kältere
Regionen abzuwandern. Höhere Konzentrationen von UV-B-Strahlung könnten
das marine Plankton schwerwiegend schädigen. Das hätte nicht nur für die
Nahrungskette in den Weltmeeren dramatische Konsequenzen: Die Meere sind der
mit Abstand wichtigste Speicher für Kohlendioxid, das sie der Atmosphäre
entnehmen. Die durch die Klimaerwärmung und das Ozonloch verursachten
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Schäden an der Meeresumwelt könnten somit den Treibhauseffekt zusätzlich
anheizen.
Fragen und Aufgaben
Vergleichen Sie das Wasserproblem in Deutschland mit der Situation in
Ihrem Land.
a) Regnet es in Ihrem Land viel oder ist es sehr trocken?
b) Haben Sie viel Trinkwasser oder ist es knapp?
c) Wieviel Liter Wasser haben Sie gestern verbraucht?
d) Überlegen Sie einmal, wofür Sie jeden Tag Wasser verbrauchen.
e) Versuchen Sie herauszubekommen, wie hoch bei Ihnen der Wasserverbrauch
pro Kopf an einem Tag ist.
f) Machen Sie sich Gedanken, wo Sie selbst Wasser sparen könnten.
g) Gibt es bei Ihnen Flüsse, in denen das Baden verboten ist?
h) Baden Sie auch gern in einem See oder im Meer?
i) Haben Sie auch schon Unrat am Strand gefunden?
j) Wie gut ist das Wasser an Ihren Stränden (am See oder am Meer)?
k) Kommen zu Ihnen viele Touristen zum Baden?
I) Sind die Touristen mit der Wasserqualität zufrieden?
Kapitel 6 Wälder
Wälder
Etwa ein Viertel der Landoberfläche der Erde ist mit Wald bedeckt. Für den
Naturhaushalt und den Menschen sind die Wälder von unersetzlichem Wert: Sie
regulieren den Wasserhaushalt, produzieren Sauerstoff, erhalten die Bodenfruchtbarkeit, schützen vor Erosion und weisen eine hohe Artenvielfalt auf. Besonders
wichtig sind sie für das globale Klima, denn sie entziehen der Atmosphäre
Kohlendioxid und binden es für lange Zeit in ihrer Biomasse. Das Erscheinungsbild und die Zusammensetzung der Baumarten sind vor allem von der Klimazone
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abhängig. Drei große Waldökotypen sind zu unterscheiden. Die borealen Wälder
bestehen vorwiegend aus Nadelbäumen und sind in den kälteren nördlichen
Breiten anzutreffen (Alaska, Kanada, Skandinavien, Russland). Sie spielen eine
bedeutende Rolle im globalen Klimasystem: Schätzungen zufolge speichern die
borealen Wälder etwa doppelt soviel Kohlendioxid wie die tropischen Wälder.
Gefährdet sind sie nicht nur durch den Holzeinschlag, der in jüngster Zeit vor
allem in Russland erheblich zugenommen hat, sondern auch durch die Klimaerwärmung, die zu dürrebedingten Waldbränden, häufigerem Schädlingsbefall
und einer Verschiebung der Vegetationszonen führen kann. Erhöhte Temperaturen
könnten zudem große Mengen des von den Waldökosystemen gespeicherten
Kohlendioxids und Methans freisetzen und damit den Treibhauseffekt noch
verstärken. Tropische Wälder bestehen aus immergrünen oder regengrünen
Laubbäumen. Als Regenwälder bezeichnet man dabei die um den Äquator konzentrierten immergrünen Feuchtwälder, die ganzjährig Laub
Tropenbreiten
mit
geringeren
Niederschlägen
finden
tragen.
sich
In
den
regengrüne
Feuchtwälder und regengrüne Trockenwälder, die in der Trockenzeit Laub
abwerfen. Obwohl die ökologische Bedeutung der Tropenwälder seit langem
bekannt ist, schreitet ihre Vernichtung unaufhörlich fort. Allein von 1980 bis 1995
gingen zehn Prozent des Waldes verloren. Im Zeitraum von 1990 bis 1995 betrug
der jährliche Verlust 13 Millionen Hektar, das ist mehr als die gesamte Waldfläche
Deutschlands und entspricht einer Entwaldungsrate von 0,7 Prozent pro Jahr.
Die gewichtigste Ursache für die Zerstörung ist die Brandrodung, die maßgeblich
zur CO2- Belastung der Atmosphäre und damit zum Treibhauseffekt beiträgt. Die
Armut lässt den Menschen meist keine andere Wahl, als den Wald abzubrennen,
wenn
sie
Anbauflächen
für
die
Selbstversorgung
gewinnen
wollen.
Naturwissenschaftler schützen, dass die Tropenwälder 70 bis 80 Prozent aller Tier
— und Pflanzenarten der Erde beherbergen. Ihre Vernichtung führt also zu einem
unwiederbringlichen Verlust an Artenvielfalt. Zudem verlieren viele eingeborene
Völker ihren traditionellen Lebensraum, wie z. B. die Yanomami in Brasilien. Die
Wälder der gemäßigten Zone, etwa die westeuropäischen, sind im wesentlichen
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sommergrüne Laub- und Mischwälder. Die dichte Besiedelung hat diese im Laufe
der Zeit stark verändert. Nur mehr kleine Reste sind naturbelassener Primärwald
(Urwald), weit überwiegend handelt es sich um - nach menschlichen Eingriffen nachgewachsene Sekundärwälder. Da letztere oft aus Monokulturen bestehen, sind
sie anfälliger für Schädlinge
oder
Umweltbelastungen.
Eine
besondere
Gefährdung ergibt sich durch die neuen Waldschäden, für welche vor allem der
Eintrag von Luftschadstoffen wie Schwefeldioxid (SO,) und Stickoxiden (NOX) in
die Wälder, besonders durch den Sauren Regen, und das in der Troposphäre vermehrt gebildete Ozon verantwortlich sind. Die Waldfläche der Erde nahm von
1990 bis 1995 nach Angaben der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO) in Nord- und Zentralamerika um 0,1 Prozent ab, in Südamerika
um 0,5 und in Afrika und Asien jeweils um 0,7 Prozent. Lediglich in den früheren
Staaten der Sowjetunion und in Europa nahm sie geringfügig zu: um 0,1
beziehungsweise 0,3 Prozent. Die vielfältige Gefährdung der Wälder aller Breiten
macht ein rasches internationales Vorgehen erforderlich, denn wegen der langen
Entwicklungszeit der Bäume wirken sich Maßnahmen erst nach Jahrzehnten aus.
Die bei der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 angenommene Walderklärung spricht davon, dass Wälder nachhaltig zu bewirtschaften
seien. Verhandlungen über eine völkerrechtlich verbindliche Waldkonvention mit
dafür notwendigen Standards blieben jedoch bislang erfolglos. Erste Richtlinien in
diesem Sinne hat der 1993 von Umweltorganisationen und Unternehmen der
Forstwirtschaft gegründete Weltforstrat erarbeitet (FSC - Forest Stewardship
Council). Er vergibt ein Gütesiegel, das umweltbewussten Verbrauchern bei der
Auswahl von Holzprodukten helfen soll.
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Saurer Regen und Waldsterben
Deutschland ist zu etwa 30 Prozent bewaldet. Diese Wälder sind allerdings
heutzutage zum großen Teil Nutzwald, der zur Holzproduktion für die Industrie
(Bau, Möbel, Papier usw.) dient. In Monokulturen (d. n. nur eine Baumart) stehen
hier meist die schnellwachsenden Fichten. Diese "Altersklassenwälder" sind
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allerdings besonders anfällig gegen Schädlinge, wie z. B. den Borkenkäfer, und
Sturm.
Die schwerste Schädigung erfährt der Wald allerdings seit einigen Jahren
•
durch die Verschmutzung der Luft,
•
durch den sauren Regen.
Wir wissen zwar inzwischen ungefähr, wie Saurer Regen entsteht. Wie diese
Schädigungen aber genau eintreten, ist noch nicht völlig geklärt.
Inzwischen weisen immer mehr Fachleute darauf hin, daß es nicht nur
notwendig ist, die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen, sondern daß die
Wälder auch wieder natürlicher wachsen müssen.
Werden die Deutschen sich auch in 50 oder 100 Jahren noch in "ihrem"
Wald erholen können?
Fragen und Aufgaben
1. Das Thema "Wald" in Ihrem Land - ein Vergleich
a) Woran denken Sie zuerst, wenn Sie das Wort "Wald" hören?
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b) Gibt es in Ihrem Land viel Wald?
c) Wie empfinden die meisten Leute bei Ihnen Wald? Ist er den Menschen
wichtig?
d) Gibt es bei Ihnen auch Gedichte usw., in denen Wald eine wichtige Rolle spielt?
e) Sterben in Ihrem Land Bäume bzw. der Wald?
2. Übung.
Umweltbelastung - Ergänzen Sie die fehlenden Wörter, die unter der Übung
stehen.
Auspuffen
überleben
verursachen
Schädlinge
Naturwald
Einschränkung
geschädigt
natürlich
Wälder
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Fabriken
Baumart
Abwehrkräfte
vierte
Schadstoffe
Öko-Wald
3. Übung.
Kreuzen Sie die richtige Lösung an.
Was ist Umweltverschmutzung?
a) wenn die Straßen von Staub und Sand verschmutzt sind
b) wenn Abfall- und Schadstoffe die Umwelt verschmutzen und damit zerstören
c) wenn man beim Spielen / Arbeiten schmutzig wird
Was bedeutet Entsorgung?
a) dass man sich um die Umwelt Sorgen machen muss
b) dass man sorglos mit der Umwelt umgehen darf
c) dass man Abfallstoffe sorgsam auf unschädliche Weise beseitigt
Was versteht man unter dem Müllberg?
a) einen Berg in den Alpen, auf dem Touristen viel Müll weggeworfen haben
b) die große Menge des Abfalls, mit dem die Städte nicht mehr zurechtkommen
c) einen Berg, von dem man den Müll hinunterrollen lässt, um ihn zu vergessen
Was ist saurer Regen?
a) Süßwasser, dem man den Zucker entzogen hat
b) mit schwefliger Säure und anderen Chemikalien angereicherter Regen,
der den Boden chemisch "saurer" macht
c) Regen, der nach einer langen Trockenperiode fällt
Wozu benutzt man in einer Fabrik Filter?
a) um Schadstoffe aus den Abgasen herauszufiltern und nicht in die Luft zu blasen
b) um den Zigarettenrauch zu filtern
c) um guten Filterkaffee zu kochen
Was sind Pestizide?
a) Bakterien, die die Pest verbreiten
b) Medikamente, die gegen die Pest angewendet werden
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c) Chemikalien, die in der Landwirtschaft gegen "schädliche" Insekten
angewendet werden
Was bedeutet Waldsterben?
a) dass die Bäume durch den Einfluss des Sauren Regens und anderer Schadstoffe
absterben
b) dass die Deutschen gern im Wald sterben
c) dass die Lebenserwartung der Deutschen, die sich viel im Wald aufhalten,
niedriger ist
Was ist der Treibhauseffekt?
a) dass Pflanzen im Treibhaus schneller wachsen
b) dass Jugendliche in warmen Ländern schneller wachsen
c) dass sich die Erde durch die Erhöhung des C02-Gehalts der Luft erwärmt
Was versteht man unter dem sogenannten Ozonloch?
a) den Schwund des Ozons in der Stratosphäre durch den Einfluss der FCKWs,
z. B. in Kühlmitteln und Spraydosen
b) die Tatsache, dass die Luft im Sommer weniger Ozon enthält
c) ein Loch in der Erde, in das man allen Müll schütten darf
Was bedeutet Energiesparen?
a) ein spezielles Sparprogramm einer Bank
b) dass man versucht, möglichst wenig elektrischen Strom, Öl, Gas usw. zu
verbrauchen
c) dass man beim Fahrradfahren möglichst langsam fährt
Warum sind Spraydosen für die Umwelt so gefährlich?
a) weil das Spray schlecht riecht
b) weil die Dosen so scharfkantig sind
c) weil der darin enthaltene Fluorchlorkohlenwasserstoff unsere schützende
Ozonschicht zerstört
Was ist ein Katalysator?
a) ein eingebauter Filter im Auto, der einen großen Teil der Abgase reinigt
b) ein Kraftwerk
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c) ein Mensch, der Giftstoffe analysiert
Was ist Recycling?
a) wenn Rohstoffe aus Abfällen teilweise oder ganz wieder verwendet werden
b) wenn Abwasser in der Kläranlage gereinigt wird
c) wenn man ein gebrauchtes Auto kauft
Wie lange braucht Kunststoff, um auf einer Mülldeponie zu zerfallen?
a) ungefähr ein Jahr
b) das geht sehr schnell
c) viele hundert Jahre
Was ist Kompost?
a) ein Nachtisch aus Äpfeln und Birnen
b) alle Abfälle, die verrotten und später als Dünger im Garten verwendet werden
c) alle Briefe, die im Briefkasten liegen
Wie transportiert man eingekaufte Lebensmittel am umweltfreundlichen?
a) in der Papiertragetasche
b) in der Plastiktüte
c) in der Einkaufstasche oder im Korb
Womit kann man der Natur den größten Dienst erweisen?
a) wenn man weniger Blumen pflückt
b) wenn man die Umwelt möglichst wenig mit Müll und anderen
Verschmutzungen belastet
c) wenn man weniger Kaugummi kaut
Was ist Sondermüll?
a) Müll, der besonders schlecht riecht
b) Müll, der für die Umwelt besonders schädlich ist
c) Müll, den man recyceln kann
Lösung:
1. b), 2. c), 3. b), 4. b), 5. a), 6. c), 7. a), 8. c), 9. a), 10. b),
(10. c) wäre möglich, hat aber nichts mit dem Thema Umwelt zu tun),
11. c), 12. a), 13. a), 14. c), 15. b), 16. c), 17. b), 18. b).
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Библиография
1. Deutsch. Еженедельное приложение к газете « Первое сентября». Москва
2003-2010г.
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3. H. Ohlendorf. Umwelt und Gesellschaft. Inter Nationes. Boon 1996.
4. Б.С. Пилоян. Учебное пособие по немецкому языку. Москва. Просвещение.
1979.
5. Л.А. Подопригорова. Немецкий язык для экологов. Москва. НВИ –
Тезаурус. 2000.
6. Н. И. Романовская. Ю.Т. Романовская. 200 тем немецкого языка. ЗАО
«БАО – Пресс» 2002.
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учебное издание
Казанская Валентина Александровна, Турецкова Ирина Валерьевна
Учебное пособие по немецкому языку
для студентов II, III курсов отделения «Экология»
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