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1128.Klaus Mann. Mephisto. Клаус Манн

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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
ФЕДЕРАЛЬНОЕ АГЕНСТВО ПО ОБРАЗОВАНИЮ
ГОСУДАРСТВЕННОЕ ОБРАЗОВАТЕЛЬНОЕ УЧРЕЖДЕНИЕ
ВЫСШЕГО ПРОФЕССИОНАЛЬНОГО ОБРАЗОВАНИЯ
«ШУЙСКИЙ ГОСУДАРСТВЕННЫЙ ПЕДАГОГИЧЕСКИЙ УНИВЕРСИТЕТ»
KLAUS
MANN
MEPHISTO
Учебно-методические материалы
по домашнему и аналитическому чтению
для студентов историко-филологического
факультета немецкого отделения
Шуя 2008
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Печатается по решению редакционно-издательского совета ГОУ ВПО «Шуйсктй
государственный педагогический университет».
Автор-составитель:
кандидат филологических наук, доцент Л.В. Гудкова
Рецензент: Н.Ю. Хорецкая, кандидат филологических наук, доцент Ивановского
государственного университета.
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INHALT
Klaus Manns Lebenslauf ………………………………………………
Teil 1……………………………………………………………………
Teil 2……………………………………………………………………
Teil 3……………………………………………………………………
Teil 4……………………………………………………………………
Teil 5……………………………………………………………………
Teil 6……………………………………………………………………
Teil 7……………………………………………………………………
Teil 8 ………………………………………………………………….
Teil 9 ………………………………………………………………….
Teil 10 …………………………………………………………………
Teil 11 …………………………………………………………………
Teil 12 …………………………………………………………………
Teil 13 …………………………………………………………………
Schlussaufgaben ………………………………………………………
Quellenverzeichnis ……………………………………………………
Anhang ………………………………………………………………
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1.
Machen Sie sich mit dem Lebenslauf von Klaus Mann bekannt. Studieren Sie die Zeittafel
seines Lebens. Nennen Sie bitte seine wichtigsten Lebensetappen.
1906-1949
Klaus Mann
Schriftsteller
1906
18. November: Klaus Mann wird als Sohn des
Schriftstellers Thomas Mann und dessen Frau Katia
(geb. Pringsheim) in München geboren.
1922
Nach dem Besuch des Münchner
Wilhelmsgymnasiums wechselt er auf das Internat
Odenwaldschule. Die Odenwaldschule wird nach
den Prinzipien der Reformpädagogik geführt.
1924
Juni: Mann verlobt sich mit Pamela Wedekind, der
Tochter des Schriftstellers Frank Wedekind. Er
hatte sie im Jahr zuvor bei seinem Onkel Heinrich
Mann kennengelernt.
September: Das Paar zieht nach Berlin, wo Klaus
Mann als Theaterkritiker arbeitet.
Er beginnt mit der Publikation von
Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften.
1925
Sein Buch "Der fromme Tanz" ist einer der ersten
Homosexuellen-Romane in der deutschen Literatur.
Mann bekennt sich zu seiner Homosexualität,
obgleich sie in der Weimarer Republik laut §175
des Reichsstrafgesetzbuchs unter Strafe steht.
Sein Vater veröffentlicht nach Erscheinen von "Der
fromme Tanz" einen Essay "Über die Ehe", in dem
er die Homoerotik als "Widersinn" und "Fluch"
bezeichnet.
Klaus Manns Drama "Anja und Esther" erscheint.
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Zusammen mit seiner Verlobten, seiner Schwester Erika Mann und deren Verlobtem Gustaf
Gründgens tritt er in der Hamburger Uraufführung von "Anja und Esther" auf. Das Stück erhält
vor allem durch den Auftritt der "Dichterkinder" Bekanntheit.
Mann unternimmt seine erste größere Auslandsreise. Sie führt ihn nach England, Paris,
Marseille, Tunesien, Palermo, Neapel und Rom.
1927
Veröffentlichung seiner Reiseerfahrungen in dem Essay "Heute und Morgen. Zur Situation des
jungen geistigen Europas".
21. April: Seine Komödie "Revue zu Vieren" wird für das bestehende Theaterensemble
geschrieben und in Leipzig uraufgeführt.
1927/28
Mit seiner Schwester unternimmt er eine achtmonatige Weltreise. Unter dem Titel "Rundherum.
Das Abenteuer einer Weltreise" veröffentlichen sie einen humoristischen Bericht.
1927
Bei Emil Jannings verbringt das Geschwisterpaar Weihnachten. Sie lernen dort u.a. Friedrich
Wilhelm Murnau kennen.
ab 1928
Mann reist viel. Er hält sich des öfteren in Paris auf, wo er mit Jean Cocteau (1889-1963) und
André Gide (1869-1951) Bekanntschaft macht.
1932
Mit "Kind dieser Zeit" legt er seine erste Autobiographie vor.
In seinem Roman "Treffpunkt im Unendlichen" verfolgt er drei Hauptstränge, die seinen
Erfahrungsdimensionen entstammen: Drogen, Suizid und Liebe.
1933
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigriert er über Amsterdam, Zürich und
Prag nach Paris. Er gerät in das Zentrum der bedeutendsten Autoren des Exils und wird einer
ihrer Repräsentanten.
ab 1933
Fast die gesamte Familie Mann lebt im Exil. Für Klaus Mann wie für seine Geschwister ist der
elterliche Wohnsitz in Sanary-sur-Mer (Südfrankreich) Bezugspunkt.
1933-1935
Im Querido-Verlag in Amsterdam gibt er die Exilzeitschrift "Die Sammlung" heraus. Die
Monatsschrift erscheint unter dem Patronat von Gide, Heinrich Mann und Aldous Huxley (18941963). Klaus Mann versucht eine einheitliche "antifaschistische Front" herbeizuführen, um das
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NS-Regime wirkungsvoll zu bekämpfen. Er kann Autoren der unterschiedlichsten politischen
Richtungen gewinnen: Johannes R. Becher, Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Albert Einstein, Leo
Trotzki, Ernest Hemingway, Boris Pasternak (1890-1960), Joseph Roth, Walter Mehring (18961985). Die Herausgabe der Zeitschrift muss schließlich wegen zu geringer Abnahme eingestellt
werden.
1934
Klaus Mann wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.
August: Als geladener Gast nimmt er am "1. Allunionskongreß der Sowjetschriftsteller" teil. Er
entwickelt einen "sozialistischen Humanismus", der in einer übernationalen Ordnung die
Entfaltung des Individuums sichere.
1935
In seinem Roman über Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) "Symphonie Pathétique" setzt er
sich mit der Einsamkeit des Künstlers auseinander. Auch in diesen Roman fließen eigene
Erfahrungen wie Homosexualität und Todessehnsucht ein.
1936
Er unternimmt eine viermonatige USA-Reise, auf der er Vorträge hält.
Mann unterstützt die Bildung der "Deutschen Volksfront", die zur Einigung der Exilopposition
führen soll.
Sein Roman "Mephisto" erscheint im Querido-Verlag in Amsterdam. Anhand einer
Künstlerkarriere zeigt Mann die Verstrickung der Intellektuellen und Künstler mit dem NSRegime auf. Die Hauptfigur ähnelt stark dem in Deutschland erfolgreichen Gründgens.
1937
Mann nimmt die tschechische Staatsbürgerschaft an.
Mai/Juni: Heroin-Entziehungskur in Budapest.
ab September: Erneute Vortragsreise durch die USA.
1938
April: Er macht eine zweite Entziehungskur in Zürich.
Juni/Juli: Zusammen mit seiner Schwester ist er Presseberichterstatter im Spanischen
Bürgerkrieg. Trotz seiner grundsätzlich pazifistischen Haltung befürwortet er den bewaffneten
Kampf der Republikaner.
Nach dem Münchner Abkommen wandert er in die USA aus. Er hält sich dort häufig bei seinen
ebenfalls emigrierten Eltern in Princeton auf.
1939
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Sein Roman "Der Vulkan. Roman unter Emigranten" zeichnet ein facettenreiches Bild der ExilSchicksale. Mann entwirft hier episch seine Utopie des sozialistischen Humanismus als einer
Ordnung, in der alle Platz hätten, auch "Drogensüchtige, Homosexuelle, Anarchisten".
Gemeinsam mit seiner Schwester verfasst er "Escape to Life". Neben der eigenen Familie
beschreiben sie Einstein, Brecht, Carl Zuckmayer, Ernst Toller, Max Reinhardt und George
Grosz. Das Buch wird ein großer publizistischer Erfolg.
1941/42
Er redigiert die avantgardistische Zeitschrift "Decision. A Review of Free Culture". Es ist eine
internationale Revue, in der politische und kulturelle Aufsätze und literarische Arbeiten
erscheinen. Die Zeitschrift soll Beziehungen zwischen der europäischen und amerikanischen
Geisteswelt intensivieren.
1942
Unter dem Titel "The Turning Point" erscheint die Fortsetzung seiner Autobiographie in
englischer Sprache.
April: Seine Meldung zur US-Army ist ein politischer Entschluss. Mann will nun als Soldat
gegen das NS-Regime kämpfen.
Dezember: Seine Einberufung erfolgt erst nach mehrmaligem Drängen, da er noch nicht die
amerikanische Staatsbürgerschaft hat.
1943
4. Januar: Dienstbeginn in der Armee. Er erhält seine Grundausbildung und macht Dienst in
verschiedenen Lagern in den USA. Ihn befremden die Trennung der weißen und schwarzen
Soldaten und die Unkenntnis der GIs über das NS-Regime.
Seine Einbürgerung und sein militärischer Einsatz im Zweiten Weltkrieg verzögern sich, da
"besondere Erkenntnisse" gegen ihn vorliegen. Er war im Frühjahr 1940 beim Federal Bureau of
Investigation (FBI) als Homosexueller und Kommunist denunziert und seither bespitzelt worden.
25. September: Er erhält die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Er verlässt mit einem Truppentransport die USA.
1944/45
Mann wird in Casablanca und in Italien in der psychologischen Kriegführung eingesetzt: Er
schreibt Flugblätter und verfasst Texte für Radiosender und Grabenlautsprecher, mit denen die
gegnerischen Soldaten zur Aufgabe und zum Überlaufen aufgefordert werden.
1945
Mai/Juni: Als Korrespondent der Armeezeitung "The Stars and Stripes" kehrt er nach
Deutschland zurück.
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Er besucht die ehemalige elterliche Villa, die zwischenzeitlich für den Verein "Lebensborn"
genutzt wurde.
Als US-Korrespondent wird Mann das Konzentrationslager (KZ) Dachau gezeigt. Er ist als
Reporter bei der Befragung Hermann Görings anwesend.
September: Entlassung aus dem Armeedienst.
ab 1946
Mann wechselt häufig seinen Wohnsitz. Er lebt in Rom, Amsterdam, New York und Kalifornien.
1948
Nicht zuletzt wegen seiner schriftstellerischen Misserfolge und finanziellen Schwierigkeiten
begeht Mann einen Selbstmordversuch.
August: Er ist Lektor im Bermann-Fischer / Querido-Verlag in Amsterdam.
1949
21. Mai: Klaus Mann stirbt in Cannes an einer Überdosis Schlaftabletten.
1956
Sein Roman "Mephisto" wird in der DDR veröffentlicht.
1964
In der Bundesrepublik soll "Mephisto" im Rahmen einer Werkausgabe erscheinen. Die
Gründgens-Erben reichen dagegen Klage beim Oberlandesgericht Hamburg ein, da sie die
Persönlichkeitsrechte Gründgens' angegriffen sehen.
1965-1968
In mehreren Verhandlungen, die bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen, wird die
Veröffentlichung des Romans verboten. Eine Herausgabe dürfe erst erfolgen, wenn die
Erinnerung an den Verstorbenen verblasst sei.
1981
Der Rowohlt Taschenbuch Verlag bringt den Roman "Mephisto" heraus.
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Teil 1
(S. 9 – 30)
I. Übersetzen Sie folgende Wörter und Redewendungen ins Russische und gebrauchen Sie diese
in den Situationen aus dem Text.
1) verurteilen
6) absagen
2) der/ die Prominente (n)
7) üppig
3) sich (Dat.) besorgen
8) eitel
4) köstlich
9) höhnisch
5) die Geschicklichkeit, geschickt sein
10) verblüffen (te,t), verblüfft sein
Merken Sie sich den Unterschied.
1. Internationalismen
Das Parkett (S. 11) – das Parterre – паркет, партер.
Das Parkett – a) паркет, паркетный пол. Die Museumsbesucher müssen Filzpantoffeln
anziehen, um das kostbare Parkett zu schonen; б) партер (в театре). Ich habe zwei Plätze im
Parkett, dritte Reihe.
Das Parterre – а) первый этаж (здания). Wir wohnen im Parterre; б) устар. партер (в театре).
Vergleichen Sie: Wir saßen im Parkett dieses kleinen Theaters, das im Parterre eines großen
Gebäudes untergebracht war.
2. Paronyme
Kindlich (S. 30) – kindisch.
Kindlich – детский (свойственный детям, характерный для детей). Der Autor kennt die
kindliche Psyche.
Kindisch – наивный, ребяческий, глупый, несерьезный (по-детски, не по возрасту). Alte
Leute werden oft geradezu kindisch. Es ist kindisch, so zu reden.
Vergleichen Sie: der kindische Trotz – der kindliche Trotz.
II. Textarbeit
1. Finden Sie die Präposition in dem nötigen Kasus (Rektion) in folgenden Phraseologismen
und Wortgruppen aus dem Text.
Gefasst sein …. (S. 10)
…. Aufwand treiben (S. 18)
… Fleisch und Blut sein (S. 22)
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Eine Wette … abschließen (S. 26)
Sich …. einsetzen (S. 27).
Übersetzen Sie diese Redewendungen ins Russische. Bereiten Sie einige Fragen mit
diesen Wortgruppen vor, die Sie an Ihre Kommilitonen aus Ihrer Gruppe stellen können.
2. Den wichtigen handelnden Personen dieses Auszuges gibt Klaus Mann viele Namen
(Paraphrasen), mit denen er ihren Charakter, ihre politische oder gesellschaftliche Rolle
bildhaft widergibt. Schreiben Sie diese Paraphrasen aus, z.B.
Die Gattin eines rheinischen Fabrikanten – die Reiche (S.13), die Industrielle (S. 14), ….
Der Ministerpräsident –
Der Propagandaminister –
Lotte Lindental –
Hitler –
3. Synonymische Reihe
Im Vorspiel zu seinem Roman stellt uns der Schriftsteller seine handelnden Personen wie auf
der Bühne vor. Dabei beschreibt er ihr Äußeres, ihre Manieren und Gangart.
Der Propagandaminister …. humpelte behende durch die glänzende Menge, …(S.20)
Pierre Larue …. trippelte durch den Saal… (S. 21)
Durch ein Spalier von Menschen…. schritt das erlauchte Paar (S.25).
Der Ministerpräsident schob seinen Bauch, … (S.26).
Schreiben Sie aus einem Synonymwörterbuch alle Verben, die die menschliche Gangart
beschreiben können.
4. Stilistische Analyse
Im Vorspiel zum Roman lesen wir den inneren Monolog eines jungen Diplomaten (S.10 –
11). Analysieren Sie diesen Monolog und beantworten Sie dabei folgende Fragen: Wozu
führte Klaus Mann ihrer Meinung nach diesen Monolog ein? Warum äußert er diesen
Gedanken, der ihm sehr nah ist, nicht selbst, sondern lässt darüber einen ausländischen
Diplomaten reden? Warum kleidet er diese Worte gerade in die Form eines inneren
Monologs? Welche Besonderheiten der damaligen politischen Situation in Deutschland
erfährt dadurch der Leser?
III. Inhaltsinterpretation
1. Die 43-Geburtstagsparty des Ministerpräsidenten. Geben Sie kurz wieder, wie die Party
veranstaltet wurde. Erzählen Sie, mit welchen Mitteln (Satire, Ironie, Paradoxe) Klaus
Mann diese Szene schildert.
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2. Schreiben Sie aus dem Text die Namen aller Gäste aus, die zur Geburtstagsparty des
Ministerpräsidenten eingeladen wurden. Nennen Sie dabei ihre Dienstgrade bzw. Berufe,
ihr Herkunftsland u.ä.
3. Nehmen Sie zur Analyse die Gestalt einer auf der Party anwesenden Person. Wie sieht
die Person aus? Welche gesellschaftliche Position vertritt sie? Was ist Besonderes in
ihrem Verhalten? Mit welchen sprachlichen Mitteln gibt es der Autor wieder (z.B. die
Industrielle hat emotionelle, wortreiche Rede; Frau Bella ist wortkarg, Cäsar von Muck
spricht nur offizielle zurückhaltende Worte u.a.)?
4. Interpretieren Sie folgenden Gedanken von Klaus Mann: „Hier standen sie, dargeboten
der brennenden Neugier einer gewählten Öffentlichkeit: vier Mächtige in diesem Lande,
vier Gewalthaber, vier Komödianten – der Reklamechef, der Spezialist für Todesurteile
und Bombenflugzeuge, die geheiratete Sentimentale und der fahle Intrigant“ (S.28).
Warum werden gerade diese Personen als Mächtige bezeichnet? Warum nennt der
Verfasser sie gleichzeitig als Gewalthaber und Komödianten? Finden Sie in diesem
Auszug noch Kontexte, die diesen Gedanken erläutern und bestätigen.
Teil 2
(S. 30 – 56)
1. Lernen Sie bitte folgende Wörter auswendig und finden Sie im Text Situationen, in
denen sie vorkommen.
1)
die
Aufführung,
Uraufführung
2) der Anlass,
welchem Anlass?
en;
die
die Anlässe; zu
3) der Vorschuss, die Vorschüsse
4) nachsichtig sein gegen + Akk.
5) pflegen etw. zu machen
6) das Eingemachte, Eingemachtes
(ohne Plural)
7) albern
8) spendieren (te,t), die Spende (n)
9) abgetragen sein
10) j-n aufheitern (te,t), heiter, der
heitere Himmel
Merken Sie sich den Unterschied.
Internationalismen
1. Der Schauspieler (S.35) – der Akteur – der Artist – der Künstler – актер, артист.
Der Schauspieler – а) артист, актер. Willst du Schauspieler werden? б) артист, лицемер,
притворщик. Du kannst mir nichts vormachen, du bist ein schlechter Schauspieler.
Der Akteur – а) высок. актер, исполнитель роли в театральном представлении. Die Akteure legen
die Schminke auf; б) высок. действующее лицо, активный участник какой-либо ситуации. Sie
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waren Akteure in dieser Verschwörung. в) высок. (наиболее активный) участник спортивного
состязания. Der Trainer meinte, sie waren die besten Akteure.
Der Artist – артист цирка, артист варьете. Zum Schluss der Darbietungen erschienen alle Artisten
noch einmal in der Manage, um sich vom Publikum zu verabschieden.
Der Künstler – а) творческий работник, деятель искусств. Автор произведений искусства и
литературы. Dichter, Bildhauer, Komponisten, Maler sind Künstler; б) деятель искусства,
профессиональный исполнитель произведений искусства. Schauspieler, Sänger, Musiker sind
Künstler; в) разг. прямо-таки (настоящий) артист, виртуоз, большой мастер, дока. Du bist ein
Künstler im Eiskunstlauf.
Vergleichen Sie: Die Akteure in diesem Revuefilm gehören zu einer Künstlerfamilie: Der Mann ist
Schauspieler am Stadttheater, seine Frau ist Filmschauspielerin, die Tochter ist Artistin beim Varieté,
zwei Söhne sind Artisten beim Zirkus.
2. Die Anekdote (S. 54) – der Witz – анекдот.
Die Anekdote – анекдот (забавный случай из жизни какой-либо известной личности прошлого и
настоящего, документально не удостоверенный, но в той или иной мере характерный для неё).
Viele Wissenschaftler sind zerstreute Menschen, darauf bauen die meisten Anekdoten über sie auf.
Der Witz – анекдот, острота, шутка. Das ist ein unanständiger Witz.
3. Der Dramaturg (S. 32) – der Dramatiker – драматург.
Der Dramaturg – заведующий литературной частью театра, заведующий репертуаром, сотрудник
литературной части в театре (на телевидении, на радио).
Der Dramatiker – драматург (писатель, создающий драматические произведения). F. Schiller; G.
Hauptmann waren bedeutende deutsche Dramatiker.
Vergleichen Sie: Dieser begabte Mann ist selbst kein Dramatiker, hat sich aber als Dramaturg beim
Funk bewährt.
II. Textarbeit
1. In diesem Auszug kann man manche Fremdwörter finden, deren deutsche Entsprechungen Ihnen gut
bekannt sind. Nennen Sie diese Fremdwörter.
Deutsches Wort
Fremdwort aus dem Text
Außergewöhnlich
? S. 37
j-n bloßstellen
? S. 40
Gefallen, angenehm finden
? S. 40
Vorstellen
? S. 41
Sich auszeichnen
? S. 39
Nachmachen, nachahmen
? S. 47
Beeindrucken
? S. 54
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2. Finden Sie im Text die Verben aus folgenden Phraseologismen.
Schwarz in schwarz …….. (S. 32)
Aus der Fassung ……. (S. 34)
In der Kreide …… (S.35)
Einfälle ……. (S.54).
Gebrauchen Sie diese stehenden Redewendungen
können.
in den kurzen Situationen, die
ihre Semantik erläutern
3. Stilistische Analyse
a) Im Roman heißt eine Souffleuse Frau Efeu, das ist aber ein „sprechender Name“. Warum gab Klaus
Mann ihr so einen Namen? Beachten Sie dabei folgende Information.
„Sprechende Namen“ – tonmalende Namen, die etwas über das Äußere oder Innere ihrer Träger aussagen.
Die „sprechenden Namen“ können sowohl mit der Lautmalerei, als auch ohne sie (z.B. Däumerling,
Schneeweißchen, Rotkäppchen) gebildet werden.
b) Nicht selten gebraucht Hendrik Höfgen in seiner Rede das Verkleinerungssuffix –chen, das er zu den
Eigennamen einiger Personen hinzufügt, z. B.
Direktorchen (S. 33), Böckchen (S. 49), Väterchen Hansemann (S. 50), Väterchen Schmitz (S. 50).
Wie meinen Sie, warum macht er das? Was bringt diese Sprachgewohnheit zum Vorschein?
III. Inhaltsinterpretation
1. Wer arbeitet in Hamburger Künstlertheater? Füllen Sie die Tabelle aus.
Name
Charaktereigenschaften
Oskar H. Kroge
Herr Schmitz
Hedda
Herzfeld
Dienststelle im
Theater
Theaterrollen
(wenn sie
bekannt sind)
Pathetisch, zuversichtlich, naiv, beliebt Direktor
und angesehen in der Gesellschaft,
anspruchsvoll
?
von Klug, ironisch, eigenwillig
Der geschäftliche
Leiter
?
Hendrik Höfgen
?
Schauspieler
?
Dora Martin
?
Gastschauspielerin
?
Die Motz
?
Schauspielerin
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Petersen
?
Kampflustige, stramme Haltung
?
?
Originell, perverses und dämonisches Schauspielerin
junges Mädchen, sarkastisch, höhnisch
Angelika
Siebert
?
?
Verführerisch, schön,
Angelika
stolz, verliebt in Schauspieler
?
Schauspieler
Hans Miklas
?
Väterchen
Hänsemann
?
?
Schauspielerin
?
?
Schlechte
Rollen
Unbefangen,
ruhig,
vernünftig, Schauspieler
vertrauenswert, politisch engagiert
Macht gutes Geschäft
?
?
Dumm
Garderobier
Frau Efeu
?
?
Herr Knurr
Kleinbürger, trägt ein Hackenkreuz,
führt
heftige
Diskussionen
mit
Kommunisten
?
2. Vergleichen Sie bitte zwei Hauptpersonen (ihr Äußeres, Kleidung, Sprachporträt).
Dora Martin: „die Berliner Diva“.
Hendrik Höfgen: „ich bin provinziell“.
Erläutern Sie diese Aussagen anhand des Textes.
3. Das Revolutionäre Theater: Was sollte es sein? Verhältnisse zu dem Theater von Otto Ulrichs und
Hendrik Höfgen (echte und unechte).
4. Wer von den Hauptpersonen Ihrer Meinung nach zog sich Klaus Manns Missgunst zu? Warum?
Beweisen Sie es bitte anhand des Textes. Beachten Sie dabei, wie der Schriftsteller ihr Äußeres, ihre
Manieren darstellt. Welche Rolle spielt dabei die Wortwahl dieser Person?
Teil 3
(S. 56 – 78)
1. Übersetzen Sie bitte folgende Wörter und Wortgruppen ins Russische und gebrauchen Sie diese in den
Situationen aus dem Text.
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1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)
sich über + Akk. klar sein, werden
andeuten
verschonen
die Demut, demütig
etw. durchsetzen
die Gebeine
der Strich: auf den Strich gehen
8) beeindrucken, beeindruckend, beeindruckt
Syn. einen Eindruck machen. Vgl. einen
Eindruck gewinnen, unter dem Eindruck
stehen
9) die Peitsche (n)
10) sich (Dat.) einbilden
Merken Sie sich den Unterschied!
Internationalismen
1. Die Routine (S.58) – рутина.
Die Routine – а) опыт, опытность, навык, сноровка, ловкость. Im Gegensatz zu mir verfügt er über eine
langjährige Routine. Er hat in dieser Sache noch keine Routine; б) неодобр. (приобретенный) автоматизм,
шаблонность, рутина. Die Unterrichtsmethoden dieser Lehrerin sehen nach Routine aus. Das Spiel dieses
Darstellers ist in Routine erstarrt.
Vergleichen Sie: Ich bewundere seine Routine. Ich hasse diese Routine.
2. Die Probe (S. 56) – проба.
Die Probe – а) проверка, испытание. Eine Probe bestehen; б) образец. Eine Probe von Ausdauer geben; в)
проба. Eine Probe für die chemische Untersuchung nehmen; г) театр. репетиция. Eine Probe abhalten; eine
Probe haben.
3. Das Feuilleton (S. 62) – фельетон.
Das Feuilleton – а) литературный, культурный или развлекательный раздел газеты (журнала). Die
Kurzgeschichte steht im Feuilleton; б) фельетон (юмористическая или сатирическая статья на
злободневную тему). Er ist ein Meister des Feuilletons.
Vergleichen Sie: Er schreibt zum Feuilleton. Er schreibt ein Feuilleton.
Ideographische Synonyme
Das Esszimmer, das Speisezimmer (in der Wohnung, zu Hause)
Der Speiseraum, der Speisesaal (in Gaststätten)
Столовая
Die Mensa (an Hochschulen)
Die Kantine (in Betrieben)
Das Refektorium (bei Kirchen) (= трапезная)
II. Textarbeit
1. Wie sagt man im Deutschen?
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„Er musste alles ablegen und ihr seinen hellen, schon etwas zu fetten, rötlich behaarten Körper zeigen…“ (S.
69)
Welche Verben gebraucht man in der deutschen Sprache in folgenden Situationen?
Die Kleidung, die Schuhe (снять) - ?
Den Mantel, die Jacke (снять) - ?
Die Mütze, den Hut, die Brille (снять) - ?
Die Uhr, den Ring, den Schlips (снять) - ?
Die Schürze (снять) - ?
2. Stilistische Analyse
Analysieren Sie das Sprachporträt von Juliette Martens. Welchem Funktionalstil kann man ihre Rede
zuschreiben? Finden Sie in ihrer Rede wichtige lexikalische und grammatische (syntaktische) Merkmale dieses
Stils. Warum ließ Klaus Mann Juliette Martens gerade solcherweise sprechen? Was will der Schriftsteller damit
sagen?
Beachten Sie dabei folgende Information.
Das Sprachporträt ist eine Teilcharakterisierung einer dargestellten Person durch ihre Art, sich sprachlich
kundzutun, wobei ihr Alter, Beruf, Bildung, Charakter, Humor, Lebensart, Lebenserfahrung, Milieu, soziales
Herkommen, Stimmung usw. Berücksichtigung finden. Das Sprachporträt wird „gemalt“ durch: a)
Figurensprache – direkte Rede, b) erlebte Rede, c) weniger deutlich durch die Autorensprache, wenn der
Verfasser oder einzelne Figuren die Sprechart der handelnden Person selbst beurteilen.
III. Inhaltsinterpretation
1. In der Probe. Was hat sich im Benehmen von Hendrik Höfgen geändert? Wie entlarvt Klaus Mann diese
Person? Finden Sie bitte im Text die Stellen, wo Höfgens Aussehen, Benehmen, seine Kleidung und Verhältnis
der Schauspieler zu ihm beschrieben werden. Wie ist sein wahres Gesicht?
2. Hendrik Höfgen legte großen Wert auf seinen neuen Vornamen. Warum? Nehmen Sie bitte Stellung zu den
folgenden Äußerungen von Klaus Mann: „Heinz war gestorben; Hendrik sollte groß werden“ (S. 62), „ein
gemachter Mann“ (S. 62). Welchen neuen Charakterzug von Höfgen bringt Klaus Mann zum Vorschein?
Schreiben Sie dabei aus dem Auszug alle Epitheta, mit denen sein alter und neuer Vorname charakterisiert
wird.
Heinz
Hendrik
Verhasst (S. 63)
Anspruchsvoll (S. 62)
……
……. …….
……
……
…….
3. Die Tanzstunde.
a) Geben Sie kurz den Lebenslauf von Juliette Martens wieder. Schreiben Sie aus dem Auszug alle Vergleiche
und Paraphrasen heraus, mit denen Klaus Mann Juliettes Äußeres, Charakter und Sprechart beschreibt.
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b) Beschreiben Sie bitte kurz diese Situation, vergleichen Sie dabei das Verhalten der handelnden Personen zu
einander.
Juliette Martens: Lehrerin - Herrin,
Hendrik Höfgen: Schüler – der Gehorchende.
Die Rollen, die die beiden für sich gewählt haben, werden auch in ihrer unterschiedlichen Sprechart dargestellt.
Schreiben Sie aus dem Auszug die Verben heraus, mit denen Klaus Mann ihre Rede einführt.
Juliette Martens: verlangte (S. 67), fuhr an (S. 67), …..
Hendrik Höfgen: brachte schließlich hervor (S. 67), ……
c) Wie verstehen Sie diese Szene? Charakterisieren Sie bitte das Verhältnis zwischen Hendrik Höfgen und
Juliette Martens. Was für ein neuer Charakterzug von Hendrik kommt in dieser Szene heraus?
Teil 4
(S. 78 – 99)
I. Lernen Sie bitte die Wörter und Wortgruppe auswendig. In welchen Situationen kommen sie im Text
vor?
1) j-n verhöhnen
2) selbstsicher sein
3) die Hetze; j-n hetzen Syn. necken
4) bereuen
5) die Steifheit, steif
6) das Minderwertigkeitsgefühl, -komplex
(der)
7) j-n herabsetzen
8) toben
9) die Zuneigung (en)
10) die Verlobung (en)
Merken Sie sich den Unterschied.
Ideographische Synonyme
1. Telefonieren mit + Dat. (S. 97) – anrufen + Akk. – звонить.
Anrufen - а) j-n, etwas anrufen (по)звонить кому-л./куда-л. по телефону (рассчитывая на разговор с
определенным лицом). Ich möchte einen Bekannten anrufen. Er muss die Polizei anrufen. Rufen Sie
bitte diese Nummer an! б) bei j-m, in + Dat. anrufen позвонить кому-л. куда-л. (домой, в какое-л.
Учреждение для получения какой-л. информации). Sie hat bei der Bank angerufen. Ich habe
mehrmals in meiner Dienststelle angerufen.
Telefonieren – a) mit j-m telefonieren звонить, разговаривать с кем-л. по телефону. Ich habe lange mit
ihm telefoniert. Sie telefoniert gerade mit Moskau. Sie will mit meiner Freundin telefonieren; б) nach +
Dat. telefonieren вызывать по телефону кого-л. , что-л. (сделать вызов на место). Du must nach dem
Arzt telefonieren (rufen).
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Vergleichen Sie: Ich habe meinen Arzt angerufen. Ich habe lange mit meinem Arzt telefoniert. Ich habe
bei meinem Arzt angerufen. Ich habe nach dem Arzt telefoniert (gerufen).
2.
Das Knie, die Knie (verbindetes Gelenk zwischen Oberß und
Unterschenkel): das Knie beugen, auf die Knie fallen, das
wasserist ihm knietief, das gras ist ihm kniehoch.
Колено, колени
Der Schoß, die Schöße (Vertiefung, die sich beim Sitzen
zwischen Oberkörper und Beinen bildet): das Kind auf den
Schoß nehmen, die Hände in den Schoß legen.
II. Textarbeit
1. Erklären Sie die Bedeutung der im Auszug erwähnten festen Redewendungen auf Deutsch.
a) Nicoletta von Niebuhr: „Vorwärtskommen wollen wir alle. Man muss Ellenbogen haben“ (S. 81).
b) Nicoletta von Niebuhr: „Papa war ein Genie. Immer verstand er es, auf größtem Fuß zu leben. Er ist
in China gestorben, wo er siebzehn Teehäuser und enorme Schulden hinterließ“ (S.81-82).
c) Theophil Marder: „Sie, Höfgen, haben immerhin eine Ahnung davon, was Theater ist. Unter den
Blinden fallen Sie mir als der Einäugige auf, Prost!“ (S. 93).
d) „Ihren (Barbaras) flüchtig spöttischen Andeutungen war übrigens zu entnehmen, dass Theophil, ehe
er noch Nicoletta kannte, ihr, Barbara, leidenschaftlich den Hof gemacht hatte“ (S. 97).
2. Synonymische Reihe
„Da er (Hendrik) sie (Barbara) nun seinerseits anstarrte – nicht verführerisch schielend, nicht rätselhaft
schillernd, sondern mit der echten Ergriffenheit, die hilflos macht -, senkte sie den Blick und wandte
den Kopf halb zur Seite“ (S. 87).
Bestimmen Sie die stilistische Färbung des Verbs anstarren. Warum wählte Klaus Mann gerade dieses
Verb, um den seelischen Zustand von Höfgen in dem Moment zu beschreiben?
Vervollkommnen Sie die synonymische Reihe des Verbes sehen mit anderen Verben mit
unterschiedlichen Stilfärbungen, z.B.
Sehen, anschauen, betrachten, anstarren, gaffen,…..
Übersetzen Sie diese Verben ins Russische.
3. Stilistische Analyse
Im Auszug kommt es deutlich vor, dass Hendrik an Barbaras Äußeren und ihrem Verhalten entzückt
war (S. 87 – 90). Mit welchen stilistischen Mitteln gelang es dem Schriftsteller, diesen Eindruck dem
Leser zu übermitteln? (Nehmen Sie zur Analyse die Wortwahl, Epitheta, Phraseologismen,
Synästhesien, Litotes u.a.).
III. Inhaltsinterpretation
1. Allmählich richtet sich die Aufmerksamkeit des Lesers noch auf eine handelnde Person – Nicoletta von
Niebuhr. Sie scheint eine der Hauptpersonen im Roman zu werden. Klaus Mann nannte sie „eine
dämonische junge Dame, sie brauchte weder Monokel noch lange Zigarettenspitze, um es der Welt zu
beweisen“ (S. 80). Warum schrieb er ihr gerade so eine Charakteristik zu? Schreiben Sie bitte aus dem
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Auszug (S.80-99) alle Epitheta heraus, die ihr Äußeres, Verhalten und ihre Sprechart charakterisieren,
und übersetzen Sie diese ins Russische. Geben Sie dabei auch die entsprechenden Seitenzahlen an.
2. Theophil Marder, „das wachsame Gewissen einer verderbten Zivilisation“ (S. 94), ist die Gestalt, an
der Klaus Mann in seinem Roman scharfe Kritik übt. Woran erkennen wir das? Wie stellt der
Schriftsteller diese widersprüchliche Person dar? Beschreiben Sie kurz die Szene, in der er vorkommt,
und nennen Sie seine Wesenszüge, die der Autor kritisiert.
3. Barbara Bruckner – sie „wird mein guter Engel sein“ (S.95).
a) Erzählen Sie bitte kurz den Lebenslauf von Barbara nach.
b) Klaus Mann stellt uns Barbara mit den Augen von Hendrik Höfgen dar. Beschreiben Sie bitte
Barbaras Äußeres, ihre Kleidung, Stimme und ihre Art sich zu benehmen. Was halten Sie selbst von
ihr?
Teil 5
(S. 99 – 125)
1) etw. (ein)gestehen (a,a)
6) eingehen (i,a) auf + Akk.
2) die Kleinbürgerlichkeit
7) lauschen auf + Akk.
3) gelten (a,o) für + Akk.
8) spotten über + Akk.
4) das Milieu (s)
9) hinreißend sein, aussehen; hingerissen sein
von + Dat.
5)
j-n anreden
Ansprechpartner
Syn.
ansprechen;
der
10) bestürzt sein Syn. verblüfft sein
Merken Sie sich.
1. „Prost! (←Prosit!) (S.100) ist Ausruf beim Trinken. Dieses Wort gebrauchen die Deutschen als
Trinkspruch. Häufiges Anstoßen mit Weingläsern und lange Trinksprüche mit verschiedenen Wünschen
sind in der deutschen Kultur nicht üblich. Synonyme: Wohl bekomm´s! und zum Wohl!
2. „Der Geheimrat ließ zum Schluss das junge Paar hochleben“ (S. 117).
Hochleben lassen- auf j-n, etwas ein Hoch ausbringen. Wir ließen den Jubilar dreimal hochleben.
Das Hoch – Ruf, mit dem jemand gefeiert, geehrt, beglückwünscht wird. Ein dreifaches Hoch auf den Jubilar.
Sehr bekannt ist das deutsche Lied, das bei feierlichen Anlässen (Geburtstage u.ä.) gesungen wird: Hoch soll er
leben, hoch soll er leben, dreimal Hoch! (vgl. das russische Lied «Многие лета…»).
II. Textarbeit
1. Finden Sie die deutschen Äquivalente zu folgenden Fremdwörtern aus dem Text.
Die Konsequenzen (S. 99)
Das Resultat (S. 100)
Das Kupee (S. 108)
Imponieren (S. 111)
Demonstrativ (S.115)
Die Exkursion (S. 122)
Das Fiasko (S. 124)
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2. Synonymische Reihe
„Man speiste auf der Terrasse“ (S. 104)
Welche Stilfärbung enthält das kursiv gedruckte Verb? Warum hielt Klaus Mann es für nötig, gerade dieses
Verb in dem Kontext zu gebrauchen? Stellen Sie die synonymische Reihe mit dem Grundsynonym essen
zusammen.
Essen – speisen, tafeln, fressen,……. .
Merken Sie sich: „Die Tafel war schön mit den Blumen geschmückt (S.112). Hier wird ein großer, festlich
gedeckter Tisch gemeint!
3. Finden Sie die Epitheta (im Text und Ihre eigenen), die den inneren Zustand und das Benehmen
folgender Personen während der Hochzeitsfeier charakterisieren.
Die handelnde Person
Hendrik Höfgen
Charakteristik
Eingeschüchtert, verklemmt, ….
Barbara
Nicoletta von Niebuhr
Der Geheimrat Bruckner
Die Generalin
4. Stilistische Analyse
a) Die Entscheidung, mit Hendrik verlobt zu werden und ihn später zu heiraten, schien für Barbara
selbst sehr überraschend. Mit welchen stilistischen Mitteln wiedergibt Klaus Mann Barbaras
Unentschlossenheit? Analysieren Sie ihr Verhalten vor der Hochzeit, während der Hochzeitsfeier
und der Flitterwochen (S. 99- 101, 116, 123-124).
b) Wie finden Sie die Rede und die Sprechart von Hendriks Schwester Josy (S. 108-109)? Welche
stilistische Mittel gebraucht der Schriftsteller, um diesen Effekt zu schaffen (lexikalische und
syntaktische Mittel)?
c) In diesen Auszug flechtet Klaus Mann meisterhaft erlebte Rede einiger seiner handelnden Personen
ein und sie gibt ihre inneren Gedanken deutlich wieder. Analysieren Sie diese Textstellen (S.99,
105, 118-119) unter folgendem Standpunkt.
Die erlebte Rede ist eine Reflexionsdarstellung der Figuren, wenn sich die Perspektive des Autors und die der
Figur vereinigen, so dass eine gemischte Autor-Personen-Perspektive entsteht. In der erlebten Rede berühren
sich alle Möglichkeiten der Rededarstellung. Vorerst stellt sie die Verbindung zwischen der Autorensprache
und der Figurensprache her, weil beide ineinandergreifen, so dass oft nicht mehr erkennbar ist, wessen Stimme
man hört. Unklar werden auch die Grenzen zwischen direkter und indirekter Rede, da weder einleitende
Wörter, noch der Modusgebrauch, noch syntaktische Zeichen unzweideutig beide Arten absondern. Vielmehr
erkennt man die erlebte Rede an syntaktischen Zeichen (Ausrufsätze, Fragesätze, Ellipsen, Satzabbruch und
ähnliche Zeugen der lebhaften emotionalen Rede), sowie an der Lexik, die individuelle Merkmale der
handelnden Personen annimmt. Typische Figurensprachelemente kennzeichnen die erlebte Rede:
Interjektionen, Partikeln, Dialektismen, Jargonismen, Professionalismen, Lieblingswörter u.ä.m. Ein Beispiel
für die erlebte Rede: Sie hatte alles wohl überlegt. An Härte gegen sich selbst fehlte es ihr nicht. Philipp? Nun,
Philipps Rechte bedrückten sie am wenigsten. Hatte er denn Rechte an sie?
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III. Inhaltsinterpretation
1. Verwandte von Hendrik Höfgen
a) Der Geheimrat Bruckner. Stellen Sie bitte diese Person kurz vor (das Äußere, seine Sprechart, Manieren).
Welche Weltanschauungen hatte er? Warum? Wie ist sein Verhältnis zu dem Schwiegersohn, Hendrik Höfgen?
b) Die Großmutter von Barbara – „grande dame großen Stils“ (S. 119). Beschreiben Sie kurz ihr Äußeres,
ihre Kleidung und Manieren. Wie ist ihr Verhalten zu Hendrik? Was meint er über sie? Welche Idee verkörpert
die Generalin in dem Roman?
c) Die Mutter von Hendrik. Wie wird Frau Bella dargestellt? Was erzählt Klaus Mann über ihr Äußeres, ihre
Kleidung und ihre Art sich zu benehmen? Wie ist die Beziehung zwischen Mutter und Sohn?
2. Der Minderwertigkeitskomplex von Hendrik Höfgen.
Worin zeigt sich Hendriks Minderwertigkeitsgefühl? Analysieren Sie bitte sein Verhältnis zu Barbara,
Sebastian, der Generalin, dem Geheimrat einerseits und zu der Mutter und Schwester andererseits. Woher
kommt dieser Minderwertigkeitskomplex bei dem berühmten Schauspieler Hendrik Höfgen?
Teil 6
(S. 126 – 150)
1. Lernen Sie folgende Wörter und Wortverbindungen auswendig. Stellen Sie die Situationen aus dem Text vor,
in denen sie vorkommen.
1) die Einrichtung (en)
6) j-n erpressen
2) die Laufbahn (en)
7) die Schande
3) zischen
8) scheitern an + Dat.
4) in Anspruch nehmen
9) j-n überanstrengen; überanstrengt sein
5) sich gewöhnen an + Akk.
10) der Lump (en); der Lumpenproletariat
Merken Sie sich den Unterschied.
Ideographische Synonyme
1. Fürchten + Akk. (S. 134), für + Akk., sich fürchten vor + Dat. – Angst haben vor + Dat.
Das vom Verb fürchten abgeleitete Substantiv die Furcht steht in der synonymischen Beziehung zu den
Substantiven die Angst, der Schreck(en). Die drei Substantive bezeichnen das Gefühl der Beängstigung.
Angst ist der allgemeinere Begriff, Furcht und Schreck(en) deuten auf einen höheren Grad dieses Gefühls.
Im Vergleich zu Angst und Furcht ist Schreck(en) nie von langer Dauer.
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Vergleichen Sie. Im Hof herrschte die Stille der namenlosen Angst. Aber so schnell war dieser Schreck, so
groß die Furcht Annas vor ihrem Vater, und so furchtbar sein Anblick, dass sie zu schwanken begann. Sein
Schreck war so gewaltig, dass er nicht länger als eine Sekunde dauern konnte.
2. Auseinandersetzen (S. 147) – erklären – erläutern – deuten.
Erklären + Akk. – а) объяснять, разъяснять, делать понятным во всех подробностях. Erkläre mir
bitte den Unterschied zwischen diesen zwei Wörtern! б) заявлять, объявлять. Er erklärte seinen
Eintritt in die Partei „Das einheitliche Russland“. Er erklärte ihr seine Liebe.
Erläutern + Akk. – пояснять, комментировать, объяснять другими словами; объяснять сложное на
примерах. Können Sie uns den Produktionsablauf noch ein wenig erläutern?
Deuten + Akk. – a) объяснять, толковать, истолковывать (текст, документ), интерпретировать
смысл какого-л. явления. Die Fachleute deuten diese Signale aus dem Weltall verschieden. Ich habe
seine Worte falsch gedeutet; б) auf + Akk. указывать (на); намекать (на); предвещать. Diese Wolken
deuten auf Regen. Das deutet auf nichts Gutes.
Auseinandersetzen + Akk. – делать понятным, разъяснять, подробно и обоснованно излагать что-л.
(как правило, абстрактные понятия), разбирать, разъяснять. Er hat mir seine Absichten sehr
umständlich auseinandergesetzt. Ich habe ihm die Lage bis ins kleinste auseinandergesetzt.
Vergleichen Sie. Den Sinn dieser Fabel kann man unterschiedlich deuten. Wie erklären Sie Ihr
Verhalten? Können Sie den Reportern die Rede des Präsidenten noch etwas erläutern? Der Lehrer hat
den Schülern die Relativitätstheorie auseinandergesetzt.
II. Textarbeit
1. Wo liegt der Unterschied? Finden Sie semantische/grammatische Unterschiede bei folgenden
Synonymen.
a) Aushalten – vertragen/sich vertragen mit + Dat. – leiden – ertragen.
„Die spießbürgerliche Luft im Hause dieser Dame Mönkeberg kann ich nicht aushalten“, erklärte sie
(Nicoletta) stolz und nervös (S. 126).
„Jedenfalls vertrage ich mich glänzend mit ihr“, stellte sie (Nicoletta) fest (S. 126).
Obwohl Oskar H. Kroge Fräulein von Niebuhr im Grunde nicht leiden konnte, hatte er ihr … die
Hauptrolle in der ersten Herbstnovität anvertraut.
„Wir ertragen nicht länger die Schande dieser Republik; die vom Ausland verachtet wird“ (S. 147).
b) Sich abfinden mit + Dat. – sich versöhnen mit + Dat.
„Du glaubst also, ich würde mich abfinden“, sagte sie, beinahe tonlos. „Du meinst, ich würde mich
versöhnen – mit dem Todfeind versöhnen“ (S. 150).
2. Wie verstehen Sie folgende Interjektionen/umgangssprachliche Worte? Finden Sie bitte die russischen
Äquivalente.
a) „Unberufen, toi toi toi – aber mir scheint, wir werden das Stück mindestens dreißigmal hintereinander
geben können“, schmunzelte Schmitz, wobei er mehrfach abergläubisch auf Holz klopfte (S. 128).
b) Barbara sagte langsam, ohne ihn dabei anzusehen: „Gott verhüte es, dass diese Irrsinnigen jemals die
Macht bekommen“ (S. 150).
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3. Erklären Sie, was folgende Phraseologismen bedeuten. Erläutern Sie ihre Semantik auch dadurch, dass
Sie sie in anderen Kontexten gebrauchen.
a) „Die Person hat ja nichts in den Knochen“, sagte Prinzessin Tebab noch und rollte die wilden Augen (S.
138).
b) Diese Behauptung war nicht völlig aus der Luft gegriffen (S. 141).
4. Stilistische Analyse
In diesem Auszug zeigt sich Klaus Mann als der Meister der Wiedergabe der emotionellen Rede seiner
handelnden Personen. Besonders krass sind von ihm die gefühlsbetonten Gespräche zwischen Hans
Miklas – Barbara (S. 147 – 149) und Hendrik – Barbara (S. 149 – 150) gestaltet, wo die Ideen der
beiden politischen Gegner (Hans Miklas – Hendrik Höfgen) ihre extrem emotionale Form finden.
Analysieren Sie diese zwei Auszüge und bestimmen Sie, mit welchen stilistischen Mitteln es dem
Schriftsteller gelingt, den hohen Emotionalitätsgrad der Personen wiederzugeben.
III. Inhaltsinterpretation
a) Nicoletta – Barbara. Warum ging die Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen zu Ende?
War jemand daran schuld? Zur Beschreibung Barbaras Verhalten zu Nicoletta benutzt der Schriftsteller
oft Epitheta mit entgegensetzten Bedeutungen z.B. Schmerz und Erleichterung (S. 131), beglückt und
gequält (S. 131). Warum? Wie können Sie den Satz von Klaus Mann „Nicolettas jähes Verschwinden
bedeutete für Barbara nicht nur Schmerz, sondern auch beinah etwas wie Erleichterung (S.131)
erklären?
b) Hendrik – Barbara. Die Auseinandersetzungen zwischen Hendrik und Barbara werden immer
größer, besonders deutlich sind sie vom Autor in diesem Auszug dargestellt. Was können Sie nun über
das Verhältnis zwischen ihnen sagen? Die beiden Eheleute haben große Unterschiede, die in
verschiedenen Bereichen liegen, z.B.
o Gewohnheiten (Art zu essen, Hobbies)
o Verhalten zu den Schauspielern (Hans Miklas u.a.)
o ?
Liefern Sie eine Analyse zu diesen Punkten.
Woran liegt die Entfremdung zwischen Hendrik und Barbara? Welche Rolle spielt dabei „die Schwarze
Venus“? Was vergleicht Hendrik in beiden Frauen? Was gefällt ihm an ihnen (nicht)?
Teil 7
(S. 151 – 174)
1.
Übersetzen Siefolgende Wörter und Redewendungen und gebrauchen Sie diese in den Situationen aus
dem Text.
1) der Märtyrer (-)
2) das Engagement
3) sich einsetzen für + Akk.
4) auskommen ohne + Akk.
5) etw. verfassen; der Verfasser
6) in Frage (nicht) kommen
7) die Keuschheit
8) sich auskennen (a,a) in + Dat.; Da kenne ich
mich nicht mehr aus
9) vertraut sein mit + Dat.
10) definitiv
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Internationalismen
Die Affäre (S. 159) – афера
Die Affäre – (неприятная) история, скандальный случай. Das war eine dunkle Affäre. Это была
темная история. Es ging um eine peinliche Affäre. Речь шла о щекотливом (непростом) деле.
Vergleichen Sie. Er sah sich in eine Affäre hineingezogen, aber das hatte glücklicherweise nichts mit einem
unsauberen Geschäft zu tun. Он понял, что был втянут в неприятную (щекотливую) историю, но, к
счастью, это не было связано с какой-либо мошеннической аферой.
Ideographische Synonyme
Ablehnen (S. 159) – aufgeben – verweigern – verzichten – sich weigern
Ablehnen – a) etw. (A) ablehnen отказываться от чего-л.; отклонять, отвергать что-л.; не принимать
что-л.; не одобрять что-л.; не соглашаться с чем-л.. Sie mag dich nicht und wird dein Geschenk
ablehnen. Man hat unseren Vorschlag abgelehnt. Lehnen Sie diese Theorie ab? б) j-n (A) ablehnen
отказываться от кого-л., отклонять кого-л., не одобрять кого-л. (как кандидатуру) Die Mannschaft
lehnte diesen Trainer ab.
Aufgeben – a) etw. (A) aufgeben отказываться от чего-л., бросать что-л., оставлять что-л., прекращать
что-л., махнуть на что-л. рукой. Wir haben unsere Wohnung aufgegeben. Sie gab das Studium auf. Wir
haben alle Hoffnung aufgegeben. Du musst das Rauchen aufgeben; б) j-n (A) aufgeben отказаться от
кого-л., махнуть на кого-л. рукой. Alle Lehrer haben diesen schwierigen Schüler aufgegeben.
Verweigern – j-m (D) etw. (A) verweigern отказывать кому-л. в чем-л.; не предоставлять кому-л. что-л.
(желаемое, ожидаемое, требуемое), не делать что-л. (желаемое, ожидаемое, требуемое). Der
Unternehmer verweigerte den Streikenden die Lohnerhöhung. Warum hat man diesem Sportler das Visum
verweigert? Der Soldat hat den Befehl verweigert.
Verzichten – a) auf etw. (A) verzichten добровольно отказываться от чего-л. (желанного или
достижимого ради кого-л. или чего-л.), воздерживаться от чего-л. (во имя каких-л. убеждений). Ich
verzichte auf mein Erbteil (zugunsten meiner Schwester). Wegen dieser anstrengenden, aber interessanten
Arbeit verzichtete er auf die Annehmlichkeiten des Lebens; б) auf j-n. (A) verzichten отказываться от
кого-л. (как потенциально возможного, но лишнего, ненужного в какой-л. ситуации лица). Das junge
Paar verzichtete auf eine Kind.
Weigern, sich – sich weigern etw. zu tun отказываться что-л. сделать, не соглашаться что-л. сделать. Er
weigert sich, den Befehl auszuführen. Er wird sich nicht weigern, mich zu empfangen.
Vergleichen Sie. Wir haben diesen Raum abgelehnt. Wir haben diesen Raum aufgegeben. Wir haben auf
diesen Raum verzichtet. Man hat uns diesen Raum verweigert. Man weigerte sich, uns diesen Raum zur
Verfügung zu stellen.
II. Textarbeit
1. Finden Sie Synonyme zu folgenden Wörtern und Ausdrücken.
a) Der Direktor: „ … es widerstrebt mir, einen mittellosen und kranken Menschen Knall und Fall auf
die Straße zu setzen…“ (S. 153).
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b) „Er (Hendrik Höfgen) ist wieder Anfänger, muss sich noch einmal bewähren. Um hinauf zu kommen
– diesmal ganz hinauf- muss er alle seine Kräfte anspannen“ (S. 166).
c) „Schöner Anfang für eine Berliner Karriere – flüstern die Kollegen sich zu. Seine hübsche Frau
besucht den Professor, mit Katz spielt er Karten, und Fräulein Bernhard kitzelt er am Kinn. Aus dem
kann was werden! Aus dem wird etwas: es ist bald soweit“ (S. 168).
d) „Beim Ende seiner ersten Berliner Saison kann er zufrieden und guter Dinge sein: Man erklärt ihn
allgemein als die Größe von morgen, als den aufsteigenden Stern, als die bedeutende Hoffnung“ (S.
171).
2.
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
Finden Sie die russischen Äquivalenten zu folgenden deutschen Phraseologismen.
Hendrik war an diesem Abend in brillanter Stimmung, der Schalk saß ihm im Nacken,…. (S. 151)
„Es läuft einem eiskalt über den Rücken“, flüsterte die Motz… (S. 153)Der Direktor: „ … es widerstrebt mir, einen mittellosen und kranken Menschen Knall und Fall auf die
Straße zu setzen…“ (S. 153).
„…Der dumme Kerl hat sich doch alles, was er da gestern abend geschwatzt hat, nicht so genau
überlegt! Jeder von uns kann mal die Nerven verlieren…“ (S. 154).
Einige Sekunden später erhob sie sich hastig und schleuchzte den Professor mit flatternden kleinen
Gebärden zur Tür. „Es ist höchste Zeit!“ machte sie lachend (S. 165).
Ist Herr Katz Dostojewski? Seit wann denn? Fragt man sich gereizt in den Kreisen, die den Ton angeben
(S. 171).
Höfgen bringt Überraschungen, er ist eigenartig und wird gute Kassen machen, sowohl in der
Hauptstadt als auch in der Provinz…. (S. 173).
3. Vervollkommnen Sie die synonymischen Reihen:
Schlecht – miserabel (S. 161), …… ….. …… .
Gut – glänzend (S. 164), ….. ….. ……. .
III. Inhaltsinterpretation
1. Charakterisieren Sie in Stichworten das Verhalten der unten aufgezählten Personen zu dem Konflikt.
Handelnde Person
Ihre Verhaltensweise
Hendrik Höfgen
will keine Menschen dulden,
begeistert sind
….. …… …… …..
Hans Miklas
verteidigt seine Idee
ist Opfer seines kindischen Trotzes (S. 155)
…. ….. ….. …..
Otto Ulrichs
….. ……
Oskar O. Kroge
…. ….. ….. …. …..
Direktor Schmitz
….. ….. …. …… …..
Hedda von Herzfeld
…… …… …… …… ….
Frau Efeu
……. ….. ……. ……
…… ….
die von ihm nicht
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Die Motz
….. ….. ….. ….. …..
2. Miklas-Hendrik. Geben Sie bitte kurz den Inhalt dieses Konfliktes wieder und bringen dabei dessen
Wesen zum Vorschein. Kann man sagen, dass Miklas und Hendrik zu Geiseln ihrer eigenen Ambitionen
wurden? Wie waren die Folgen dieses Konfliktes?
3.
Hendrik Höfgen in Wien. Stellen Sie sein Ziel, Verhältnis zum Professor und Dora Martin, sein
Bühnenspiel in Wien vor. Wie können Sie sein Benehmen charakterisieren? Wie ist Barbaras Stellung
dazu?
Was können Sie zur Gestalt des Professors sagen? Welche Rolle Ihres Erachtens spielt diese Person im
Roman?
Teil 8
(S. 174 - 202)
I. Übersetzen Sie bitte folgende Wörter und Redewendungen ins Russische und gebrauchen sie in den
Situationen aus dem Text.
1) j-n ertappen Syn. erwischen
6) die Schande
2) etw. lenken auf + Akk Syn. etw. richten
auf + Akk.
7) rächen an + Dat. für + Akk.
3) fertig bringen Syn. beenden
4) (sich) schmeicheln
8) j-n, etw. hüten; sich hüten vor + Dat.
9) etw. verbergen (a,o) Syn. verstecken
10) j-n, j-m versichern
5) das Heimweh
Merken Sie sich den Unterschied.
1. Ideographische Synonyme
Die Beziehung zu + Dat. (S. 186) – das Verhältnis( …sse) zu + Dat. mit + Dat.
Beide Synonyme bezeichnen die Einstellung der Menschen zueinander und zu Erscheinungen der Umwelt.
Diese Substantive werden gebraucht:
-
-
In Bezug auf den persönlichen Verkehr: Andrians Beziehungen zu Wendell Kretschmar hatten sich
niemals gelöst oder gelockert. Wie ist denn das Verhältnis der Genossin zu ihrem Bruder?
In Bezug auf ein Liebesverhältnis. Beide Substantive werden nur im Singular gebraucht Das Substantiv
Beziehung kommt in dieser Bedeutung selten vor. Nun sagen Sie mal, junger Mann, wie kommen Sie
dazu, mit einer ordinären Frauenperson ein Verhältnis anzufangen?
In Bezug auf die Einstellung zu Erscheinungen der Umwelt: Diese Art und Weise, sich selbst und sein
Verhältnis zum Leben zu betrachten, spielte eine wichtige Rolle in Tonios Liebe zu Hans Hansen. Solch
aktiver Beziehung zur Kunst war die Dame Elisabeth vermutlich nicht gewachsen.
Verschiedenes:
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1) Beziehung (internationale, wirtschaftliche, politische, geschäftliche Beziehungen) – связи. „Haben
Sue Beziehungen zu Sozialdemokraten?“ fragte Dr. Ballab.
2) In der Beziehung – в отношении. „Halten Sie Jakubowski für dumm?“ – „In welcher Beziehung?“
2. Internationalismen
a) Die Garderobe (S. 193) ≠ гардероб.
Die Garderobe – 1. a) Einrichtungsgegenstand zum Aufhängen, Ablegen von Mänteln, Hüten u.ä.: Hut
und Mantel an die Garderobe hängen; b) abgeteilte Stelle im Foyer eine Theaters o.ä, bei der man
Mäntel o.ä. ablegen kann. 2. Raum, in dem sich ein Künstler für eine Vorstellung umkleiden kann. 3.
(ohne Plural) gesamte Kleidung, die jemand besitzt.
b) Die Attraktion (S. 187), attraktiv ≠ аттракцион.
Die Attraktion – etwas, was durch seine besondere, außerordentliche Art das Interesse auf sich zieht:
Der Fernsehturm ist eine besondere Attraktion.
Das russische Substantiv аттракцион wird ins Deutsche als Vergnügungseinrichtung übertragen.
c) Beachten Sie den Unterschied in der Morphemstruktur einiger deutschen und russischen
Internationalismen.
Пропагандировать - propagieren (S. 185) Активизировать aktivieren
Корректировать –
korrigieren
Дифтонгизировать -
diphtongieren
Планировать –
planen
Республиканский -
republikanisch
II. Textarbeit
1. Analysieren Sie das Gespräch zwischen Hendrik Höfgen und Dora Martin (S. 193 – 194) unter dem
Gesichtspunkt der die Rede einleitenden Verben (verba dicendi), z.B. sagen, erwidern u.ä. Schreiben
Sie aus dem Text diese Verben heraus. Mit welchen Verben kann man diese thematische Reihe
erweitern?
2. Wie kann man anders sagen?
Vater Köbers ist geschäftlich nun total ruiniert (S. 189).
Finden Sie die deutschen Äquivalente zu den russischen разориться, обанкротиться. Merken Sie
sich dabei folgenden Unterschied:
Der Bankrotteur – банкрот,
Der Bankrott – банкротство,
bankrott- обанкротившийся.
3. Sehr interessant schildert Klaus Mann die Szene, wo Hendrik Höfgen in der Rolle von Mephisto auftritt
(S. 191 -193). Seine Rolle scheint eine neue Interpretation dieser Gestalt zu sein. Schreiben Sie aus dem
Text die Namen und Charakteristiken heraus, mit denen der Schriftsteller die beiden Persönlichkeiten
beschreibt.
Gott
Mephisto
Name
Charakteristik
Name
Charakteristik
Gott der Herr (S. 192)
hat den riesenhaften
Optimismus (S. 192)
…..
…..
…..
……
……
………
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4. Stilistische Analyse
a) In dem gegebenen Auszug wird mehrmals ein dasselbe stilistische Mittel gebraucht, und zwar die
Ephiper:
- Die Dichter, die aufgeführt werden wollen, umschmeicheln ihn; die Schauspieler, die auftreten wollwn,
umschmeicheln ihn; Geselschaft – oder der Klüngel von reichen Snobs, der sich so nennt –
umschmeicheln ihn: denn er ist der Mann des Tages (S. 175).
- Hendrik Höfgen – Spezialist für elegante Schurken, Mörder im Frack, historische Intriganten – sieht
nichts, hört nichts, merkt nichts (S. 183).
- Er war ein blonder Rheinländer. Auch sein Vater Köbes war ein blonder Rheinländer gewesen, ehe die
finanziellen Sorgen ihn grau werden ließen. Und seine Mutter Bella wie seine Schwester Josy waren
einwandfrei blonde Rheinländerinnen (S: 197).
Bestimmen Sie, worin der Figurationseffekt der Epipher besteht? Wie wird sie gebildet? Zu welchem
Zweck gebrauchte Klaus Mann in diesen Situationen die Epiphern? Worin besteht ihre stilistische
Funktion?
b) Im Auszug wird noch eine Art von Wiederholung gebraucht – das ist die Anapher: „Es ist doch
nicht zu schildern…“ (S. 182-184). Wie viel Mal wird dieser Satz wiederholt? Wie wird diese
Wiederholungskonstruktion gebildet? Was hat die Anapher mit der Epipher Gemeinsames? Welche
Unterschiede gibt es zwischen ihnen? Wie meinen Sie, warum wird in dieser Situation vom Autor
gerade die Anapher gebraucht?
c) Anhand des Textes geben Sie bitte die kurze Charakteristik der Zeit wieder, in der Hitler zur Macht
kam. (S. 195) Der Verfasser benutzt zahlreiche krasse stilistische Mittel, um Sinn und Wesen dieser
Zeit zu beschreiben. Finden Sie bitte diese im Text und interpretieren sie.
III. Inhaltsinterpretation
1. Der Aufstieg von Hendrik Höfgen. „Er ist der Mann des Tages“(S. 175).
a) Beschreiben Sie kurz sein neues Berufs-, Privat- und politisches Leben. Wie war seine Beziehung zu den
Linken und Rechten in der Zeit? Analysieren Sie dabei Höfgens Ansprache in dem politischen Kabarett
„Sturmvogel“. Wie meinen Sie, welchen Zweck hat er damit verfolgt? Wie verhielten sich zu ihm die zwei
gegnerische Parteien (Doktor Radig und Cäsar von Muck)? Interpretieren Sie bitte den Satz „Eingesperrt in
seinen Ehrgeiz wie in ein Gefängnis...“ (S. 184).
b) Gleichzeitig mit dem Karriereaufstieg von Hendrik Höfgen traten zu dieser Zeit viele Änderungen auch ins
Leben anderer Personen ein. Charakterisieren Sie bitte Taten, Ideen und Verhältnisse zu der wachsenden
politischen Macht von dem Geheimrat, Barbara, Otto Ulrichs, Julietta, Hans Miklas und Dora Martin. Wie
verhielt sich Hendrik Höfgen zu ihnen in der Zeit?
2. Nach der Wende. „Ich bin ein blonder Rheinländer“ (S. 197), wiederholt mehrmals Hendrik Höfgen. Wie
meinen Sie, warum? Welche Einstellung und Gefühle hatte er zum faschistischen Regime? Worin äußerte sich
seine Angst? Welche Taktik dachte er sich aus?
Teil 9
(S. 203 - 227)
1. Finden Sie im gegebenen Auszug die Situationen, in denen folgende Wörter und Redewendungen gebraucht
werden. Lernen Sie diese Wörter auswendig.
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1)
2)
3)
4)
5)
die Strähne, n; Strähnchen machen
schmeicheln
die Folterung, en
die Begehrlichkeit
die Albernheit, en; albern sein
6) sich blamieren
7) peinlich
8) geraten (ie, a) in + Akk.
9) ich verhalten (ie, a)
10)beiwohnen + Dat.
Merken Sie sich den Unterschied.
1. Ideographische Synonyme
a) beiwohnen + Dat. (S. 222) – dabei sein bei + Dat.
Beiwohnen + Dat. – присутствовать на чем-л., находиться где.л. (среди зрителей, слушателей и
т.п.). Ich werde der Gerichtsverhandlung beiwohnen. Die ausländischen Staatsmänner haben der
Militärparade beigewohnt.
Dabei sein bei + Dat.- присутствовать при чем-л., участвовать, принимать участие в чем-л. Morgen
haben wir Englisch. Willst du dabei sein? Gestern war die Feier, warum bist du nicht dabei gewesen?
Wollt ihr eine Wanderung machen? Ich bin dabei!
Vergleichen Sie. Er wohnte dieser Beratung bei. Он присутствовал на этом совещании (т.е. слышал,
видел, наблюдал это совещание). Er war bei dieser Beratung dabei. Он присутствовал (был) на
этом совещании (т.е. принимал участие в этом совещании).
b) sich verhalten (S. 218) – sich benehmen
sich benehmen(a, o) - а) вести себя как-л., держать себя (в глазах окружающих). Du hast dich
kindisch benommen. Benimm dich! Er benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen; б) sich gegen jn (Akk.)/j-m gegenüber (Dat.) benehmen вести себя каким-л. образом, поступать по отношению к
кому-л. как-л. Er hat sich höflich gegen mich benommen. Warum hast du dich zurückhaltend ihr
gegenüber benommen?
sich verhalten (ie, a) – а) вести себя, держаться как-л. (внутренне реагировать как-л. На ту или
иную ситуацию). Er verhält sich vorsichtig. Ihr habt euch diesmal tapfer verhalten; б) sich j-m (Dat.)
gegenüber /zu j-m (Dat.)/gegen j-n (Akk.) irgendwie verhalten вести себя, относиться к кому-л.,
держаться по отношению к кому-л. как-л. (быть настроенным как-л. по отношению к кому-л.).
Ich verhalte mich ihm gegenüber reserviert. Du verhältst dich gegen ihn zu nachsichtig. Wir verhielten
uns zu dir diskret.
Vergleichen Sie. Die Schüler benehmen sich im Unterricht bei diesem Lehrer schlecht, aber sie
verhalten sich zu ihm gut. Du hast dich in dieser Situation nicht richtig benommen. Ты вел себя
(держался) в данной ситуации (в глазах окружающих) неправильно. Du hast dich in dieser
Situation nicht richtig verhalten. Ты повел себя (поступил) в данной ситуации неправильно
(неправильно отреагировал на данную ситуацию).
II.
Textarbeit
1. Synonymie unter Phraseologismen
Das also war des Pudels Kern! (S. 223) – Da liegt der Hund begraben!
Seit eh` und je (S. 226) – Seit Adams Zeiten
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Finden Sie zu diesen deutschen stehenden Redewendungen ihre Äquivalente im Russischen. Wie meinen Sie,
wodurch unterscheiden sich diese Phraseologismen? Gebrauchen Sie diese Wortgruppen in den Situationen, in
denen ihre Bedeutung klar zum Ausdruck kommt.
2. Im Deutschen gibt es viele zusammengesetzte Substantive und Adjektive, die die Komponenten Hundund Pudel - enthalten, z.B. die Pudelmütze, hundemüde usw. Schreiben Sie 10 von diesen Wörter und
Redewendungen aus dem Wörterbuch heraus, übersetzen Sie diese ins Russische und bestimmen Sie die
Stilfärbung dieser Lexeme.
3. Stilistische Analyse
Zum Opfer der neuen Regime wird allmählich Hans Miklas. Seine Überlegungen werden in diesem
Auszug vom Autor ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht. Der Schriftsteller wählt dafür die Form
der erlebten Rede, die sein unangenehmes Erstaunen und seine Enttäuschung von der neuen Macht am
besten widergibt. Führen Sie die stilistische Analyse (S. 220 – 222) durch und beantworten Sie dabei die
Fragen: Was/wer enttäuschte Hans Miklas in der neuen politischen Situation? Mit welchen stilistischen
Mitteln widergibt der Autor seinen inneren Zustand?
III.
Inhaltsinterpretation
1. Die Veränderungen in dem gesellschaftlich-politischen Leben Deutschlands beeinflussten das innere
Leben der Menschen. Klaus Mann entlarvt einige Eigenschaften, die in der deutschen Gesellschaft zu
jener Zeit ziemlich verbreitet zu sein schienen. Interpretieren Sie unter diesem Gesichtswinkel folgende
Situationen:
a) Hendrik Höfgen – Barbara, Frau von Herzfeld, Sebastian (S. 206 -208),
b) Hendrik Höfgen – Doktor Radig (S. 212),
c) Hendrik Höfgen – Cäsar von Muck (S. 210, 215, 217).
Nennen Sie die Charakterzüge der handelnden Personen, die von Klaus Mann Ihrer Meinung nach in diesen
Szenen scharf kritisiert werden.
2. Die größte Wende in den menschlichen Beziehungen erlebte aber die Hauptperson des Romans Hendrik
Höfgen. Der Verfasser beschreibt ausführlich sein Verhalten zu der Schauspielerin Lotte Lindenthal.
Folgen Sie allen Etappen ihrer Verhaltensentwicklung und charakterisieren den Kontakt zwischen den
beiden Schauspielern. Interpretieren Sie dabei den Satz „Hendrik musste Lotte Lindenthal gewinnen“
(S. 211).
3. Erzählen Sie die letzte Szene des Auszuges nach. „Jetzt habe ich mich beschmutzt…. Jetzt habe ich
mich verkauft…. Jetzt bin ich gezeichnet!“ (S. 227). Nehmen Sie die Stellung zu dieser Äußerung von
Hendrik Höfgen.
Teil 10
(S. 227 - 251)
I. Finden Sie im Text die Bedeutungen, in denen folgende Wörter und Wortgruppen vorkommen. Lernen Sie
diese auswendig.
1) das Glückskind (…kinder)
2) aufschlussreich
6) etw. sich (Dat.) leisten
7) ernst nehmen (a, o) Ant. leicht nehmen
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3) verhungern
4) etw. + Akk. bereuen
5) j-n, etw.+ Akk. loswerden (u, o)
8) j-n mit + Dat. belästigen
9) entführen + Akk.
10) gefährden + Akk.; gefährdet sein
Merken Sie sich den Unterschied.
1. Ideographische Synonyme
a) Kennen lernen (S. 230) – sich bekannt machen
Kennen lernen – a) etw. + Akk. kennen lernenзнакомиться с чем-л, узнать всё о чем-л., изучить что-л. Ich
will dieses Buch kennen lernen. So kann man die Sitten und Bräuche eines Volkes kennen lernen. б) j-n + Akk.
kennen lernen познакомиться с кем-л, узнать кого-л.Sie hat ihn im Urlaub kennen gelernt. Es freut mich, Sie
kennen zu lernen.
Sich bekannt machen- a) sich mit + Dat. bekannt machen познакомиться, ознакомиться с чем-л, получить
информацию о чем-л. Hast du dich mit der neuen Ordnung bekannt gemacht? Die Ingenieure machten sich
mit diesem neuen Verfahren bekannt; б) sich mit j-m bekannt machen познакомиться с кем-л, представиться
кому-л. Ich habe mich mit ihm bekannt gemacht. Macht euch bekannt!
Vergleichen Sie. Er hat sich mit dieser Arbeit bekannt gemacht. Он ознакомился с этой работой (получил
представление об этой работе). Er hat diese Arbeit kennen gelernt. Он познакомился с этой работой
(изучил, знает эту работу). Er hat sich mit ihm gestern bekannt gemacht. Он вчера познакомился с ним
(т.е. он вчера представился ему, назвал себя). Er hat ihn gestern kennen gelernt. Он познакомился с ним
вчера (т.е. он вчера стал его знакомым, вчера началось их знакомство).
b) Anbieten– vorschlagen
Anbieten(o, o) – а) предложить кому-л. что-л., угостить кого-л. чем-л. Sie bietet mir eine Tasse Kaffee
an. Er bot dem Freund eine Zigarette an. б) предлагать что-л. кому-л., предоставлять кому-л. что-л. в
его распоряжение. Der junge Mann bot einer alten Frau seinen Sitzplatz an. Er bot mir seine Hilfe an. в)
предлагать кому-л. что-л. в качестве оплачиваемой услуги. In diesem Restaurant werden russische
Gerichte angeboten. Sie bieten ihren Kunden viele Dienstleistungen an. г) предлагать кому-л. что-л. по
взаимной договоренности. Man hat mir eine sehr gute Arbeitsstelle angeboten. Ich biete dir eine Wette
an.
Vorschlagen (u, a) – предложить кому-л. что-л., посоветовать кому-л. что-л. (большей частью как
совместное действие). Ich schlage dir vor ins Kino zu gehen. Er schlägt euch etwas anderes vor.
Vergleichen Sie. Er bot mir eine Reise mit seinem Wagen an. Он предложил мне (оказывая тем самым
услугу) поехать на его машине. Er schlug mir eine Reise vor. Он предложил мне (совместную)
поездку.
Das Angebot (S. 229) – der Vorschlag
Das Angebot - предложение, связанное с оказанием услуг или предложение в рамках обоюдной
договоренности. Ich danke Ihnen für Ihr großzügiges Angebot. Das ist mein letztes Angebot.
Der Vorschlag – предложение, совет, рекомендация к выбору действий. Alle fanden, dass es ein
vernünftiger Vorschlag war. Das ist ein praktischer Vorschlag.
Vergleichen Sie. Das ist ein vorteilhaftes geschäftliches Angebot. Das ist ein kluger (brauchbarer) Vorschlag.
2. Grammatischer Unterschied.
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Aufhören mit + Dat. (S. 228) – прекратить, прекратиться.
Aufhören – a) mit etw.+ Dat. aufhören прекращать что-л., не продолжать чего-л. Wann hörst du mit
diesem Herumtelefonieren auf? Bald höre ich mit der Arbeit auf. Nun hör schon auf! Höre doch endlich
auf, davon zu sprechen! б) переставать, прекращаться, кончаться. Der Regen hat aufgehört. Wann
wird diese scheußliche Musik aufhören? Unsere Freundschaft hörte später nicht auf.
II. Textarbeit
1. Was waren früher (vor der Hitlerzeit) und was sind jetzt (während der Hitlerzeit) diese Menschen? Wie
veränderte sich ihr Leben? Was bringt Klaus Mann somit zum Vorschein?
Früher
Heute
Cäsar von Muck
…. …. ….
…. ….. ….
Müller – Andreä
…. ….. ….
…. …. …..
Pierre Larue
…. ….. …..
…. …. …..
Doktor Radig
…. ….. …..
…. …..
Handelnde Person
2.
….
Stilistische Analyse
„Der ist verloren“ (S. 249), das ist die Meinung vom Theaterintendanten Cäsar von Muck über Hans Miklas.
Wie meinen Sie, war dieser Führer-Anhänger wirklich dem Untergang geweiht? Warum? Worin bestand der
böse Streich, den das Schicksal mit ihm gespielt hatte?
Die letzte Szene in diesem Auszug ist von Klaus Mann innerlich sehr beweglich beschrieben. Die Tragödie
des jungen Mannes kommt uns ziemlich nah vor. Der Schriftsteller gestaltet diese Szene in der Form des
inneren (Autoren-) Monologs. Wie meinen Sie, warum? Analysieren Sie bitte diese Seiten (S. 249-251) aus der
stilistischen Sicht. Nennen Sie die Ihnen bekannten stilistischen Mitteln und erklären Sie ihre Funktion im Text.
IV. Inhaltsinterpretation
1. „Auf ihn war ein Schimmer von den ungeheuren Glanz gefallen, der die Macht umgibt“ (S. 228). Worin
äußert sich Höfgens „dritter Aufstieg“ (S. 229)? Ziehen Sie dabei in Betracht seine „schlagartige“ Karriere
und sein Verhältnis zu den „Machtmenschen“ und „Halbgöttern“ (Ministerpräsident, Propagandaminister,
Lotte Lindenthal u. a.). Wie nennt Höfgen seine ehemaligen politischen Ansichten jetzt (S. 237-238)?
Vergleichen Sie seinen seelischen Zustand von früher (Angst, innere Spaltung) mit dem von heute.
2. Höfgens gute Beziehungen zu dem Ministerpräsidenten ermöglichten Otto Ulrichs´ Freilassung. Wie sieht
Otto Ulrichs jetzt aus? Welche Gefühle standen im Hintergrund Höfgens Bitte um die Freilassung seines
Freunds in der Wirklichkeit? Warum handelte er sich so? Interpretieren sie unter diesem gesichtwinkel das
Gespräch zwischen Hendrik und Otto (S. 239 – 240).
3. Die Worte von Hans Miklas „Der (Hendrik Höfgen) geht über Leichen“ (S. 248) liegen dem Kapiteltitel zu
Grunde. Stimmen Sie mit Miklas´ Meinung überein? Nehmen Sie Stellung zu seiner Äußerung und bringen
Sie diese zum Vorschein anhand des Textes. Ein der Zentralpunkte Ihrer Interpretation kann die Geschichte
mit Juliette Martens sein. Warum wollte Hendrik sie loswerden? Welches Gefühl empfand er zu ihr?
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Teil 11
(S. 251 - 277)
1. Lernen Sie folgende Wörter und Wortverbindungen aus dem Auszug auswendig.
1)
2)
3)
4)
5)
6)
scheiden (ie,ie), sich scheiden lassen
die Entschlossenheit
(sich) ekeln vor + Dat.; ekelhaft
zuversichtlich
der Betrieb (e)
beschlagnahmen
7) j-n misshandeln
8) die Zuflucht
9) einwenden (wandte, gewandt); er hat
nichts dagegen einzuwenden
10) ausweichen (i, i) + Dat.; einer Frage, einer
Gefahr ausweichen
Merken Sie sich den Unterschied.
Ideographische Synonyme
verändern (S. 254) – ändern
Verändern – a) etw.+ Akk. verändern (совершенно) изменить, (кардинально) переделать,
преобразовать что-л. er spürte, diese Nachricht würde sein ganzes Leben verändern. Er sprach mit
veränderter Stimme. б) j-n verändern (внешне) изменить кого-л., сделать кого-л. неузнаваемым. Die
Erlebnisse der letzten Zeit haben ihn stark verändert. Der Bart veränderte ihn stark. в) sich verändern
измениться, сделаться совсем иным. Die Welt hat sich seither grundlegend verändert. Du hast dich in der
Zeit gar nicht verändert.
Ändern – a) etw. + Akk. ändern изменять, менять что-л. (внести во что-л. изменения, поправки);
видоизменять, модифицировать что-л. Das Programm muss man ändern. Er hat den Text geändert. Er
hat seine Meinung geändert. Du musst dein Leben ändern. б) j-n ändern изменить, исправить, переделать
кого-л. Das Leben ändert die Menschen. Diese Menschen kann man nicht ändern. в) sich ändern
изменяться, меняться, становиться иным, перемениться. Die Zeiten haben sich geändert. Im April
ändert sich das Wetter.
Vergleichen Sie. Sie will das Kleid ändern. Она хочет несколько изменить (переделать) платье (сделать в
платье что-то по-другому). Sie will das Kleid verändern. Она хочет совершенно изменить (полностью
переделать) платье.
Die Verhältnisse haben sich geändert. Обстоятельства несколько изменились (переменились). Die
Verhältnisse haben sich verändert. Обстоятельства совершенно изменились.
Er hat sich geändert. Он переменился (сделался другим). Er hat sich verändert. Он внешне изменился.
II. Textarbeit
1. Stellen Sie die synonymische Reihe zum Verb weinen zusammen. Bestimmen Sie dabei den stilistischen
oder ideographischen Unterschied der Verben.
Weinen – schluchzen (S. 262), …. …..
……. .
2. Finden Sie die Rektion der Verben/Präposition und Kasus in folgenden Phraseologismen aus dem Auszug.
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Eine Schwäche …… haben (S. 252),
getroffen …… sein
(S. 257),
j-m Rechenschaft ……. geben (S. 261)
das Herz hängt . …… (S. 267)
… Türe setzen (S. 273)
… Machtwort sprechen (S. 273)
Denken Sie drei Situationen aus, in denen drei von den oben angeführten Phraseologismen gebraucht werden
können.
3. Stilistische Analyse
a) „In vielen Städten und in vielen Ländern...“ Klaus Mann gebraucht diesen Satz in verschiedenen
Variationen im gegebenen Auszug mehrmals. Wie meinen Sie, wozu dient diese Wiederholung? Wie viel
Mal lässt der Verfasser den Satz vorkommen?
b) Um die faschistische Macht zu beschreiben, benutzt Klaus Mann verschiedene stilistische Mittel. Neben
der Übertreibung ist im gegebenen Auszug auch die Ironie gebraucht. Finden Sie bitte diese Mittel und
erklären, welche stilistische Funktion sie erfüllen. Was will der Schriftsteller somit uns nahe bringen?
III. Inhaltsinterpretation
1. Am Anfang des Kapitels werden die Personen wieder dargestellt, die uns schon gut bekannt sind: Barbara,
Sebastian, Frau von Herzfeld, der Geheimrat, Dora Martin, Oskar H. Kroge, Marder und Nicoletta, Juliette
Martens. Erzählen Sie bitte kurz, was mit ihnen inzwischen geschehen war.
2. Geändert waren aber auch die ehemaligen Kollegen von Hendrik Höfgen im Hamburger Theater Petersen
und die Motz. Wie gestaltet der Schriftsteller diese Personen jetzt? Welche Idee des Autors verkörpern sie?
Kann man sie wetterwendische Menschen nennen? Warum (nicht)? Finden Sie in der Szene die Textstellen, die
die Merkmale jener Zeit (vor allem politische Gesinnungen der Menschen) deutlich schildern.
3. Eine der krassen Szenen im Auszug ist bestimmt die Begegnung mit der Generalin. Geben Sie diese Szene
kurz wieder und versuchen Sie zu erklären, warum sich die alte Dame so betragen hatte. Was bringt Klaus
Mann somit zum Vorschein?
Teil 12
(S. 277 - 304)
I. Finden Sie bitte folgende Wörter und Redewendungen im Text, übersetzen und lernen Sie diese auswendig.
1)
2)
3)
4)
5)
diskret
die Ahnentafel, n
die Verbannung
die Bestechung, das Bestechungsgeld (-er)
j-m etwas anhaben
Merken Sie sich.
6) sich täuschen in + Dat., über + Akk.
7) sich verstellen; die Verstellung
8) rechnen mit + Dat.
9) der Anschlag (...schläge)
10) der Spitzel (-)
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1. Homonyme (Homoformen)
Die Hut (S. 296) – der Hut
Die Hut – охрана, защита. Er ist in der Hut seiner Eltern. Sie hat das Kind in ihre Hut genommen. Otto
Ulrichs hatte jetzt den gespannten, lauschenden Gesichtsausdruck, die zugleich vorsichtigen und kühnen….
Gesten eines Menschen, für den es geraten ist, beständig auf der Hut zu sein (K. Mann „Mephisto“, S. 296).
Der Hut – а) шляпа (обычно с полями). Den Hut aufsetzen, den Hut auf dem Kopf behalten, den Hut vom
Kopf ziehen. Es ist schwer, so viele Menschen (Interessen) unter einen Hut zu bringen. б) шляпка гриба. Der
Hut des Pilzes ist madig.
2. Ideographische Synonyme
Die Gelegenheit (S. 292) – die Möglichkeit
Die Gelegenheit – а) возможность, шанс, удобный случай, подходящий момент. Bei erster Gelegenheit
werde ich dir diesen Brief überbringen. Wir müssen diese Gelegenheit nutzen. Weshalb haben Sie diese
Gelegenheit verpasst? б) случай, повод. Das ist ein Kostüm für alle festlichen Gelegenheiten. Bei der
geringsten Gelegenheit schlug er Krach.
Die Möglichkeit – а) только ед. число возможность, вероятность, возможное обстоятельство
(мыслимый, допустимый, осуществимый, могущий произойти случай). Diese Möglichkeit ist nicht
ausgeschlossen. Ich sehe keine Möglichkeit, ihm zu helfen. Das liegt im Bereich der Möglichkeit. б)
возможность, средство, способ, путь, необходимое условие (для осуществления чего-л.). Es gibt eine
Möglichkeit, diese Schwierigkeit zu überwinden. Er entschied sich für die zweite Möglichkeit. Er versuchte
die letzte Möglichkeit. в) возможность, перспектива, шанс. Es besteht die Möglichkeit, dass er kommt. Die
wirtschaftlichen Möglichkeiten dieses Landes wurden hoch eingeschätzt. г) только мн. число
возможности, (потенциальные) способности. Das gemietete Zimmer entsprach seinen finanziellen
Möglichkeiten. Seine künstlerischen Möglichkeiten sind vielgestaltig.
Vergleichen Sie. Ich hatte keine Gelegenheit, ihm das mitzuteilen. У меня не было удобного случая
сообщить ему об этом. Ich hatte keine Möglichkeit, ihm das mitzuteilen. У меня не было (никакой)
возможности сообщить ему об этом.
Ich werde das dir bei Gelegenheit besorgen. Я по возможности (как-нибудь, при удобном случае)
раздобуду это для тебя. Ich werde das dir nach Möglichkeit besorgen. Я по возможности (при
соответствующих условиях) раздобуду это для тебя.
3. Landeskundliche Information
Das schwarze Brett (S. 302) – Tafel für Mitteilungen, Anschläge. Früher wurde immer schwarz gestrichen.
II. Textarbeit
1. Finden Sie die nötigen Verben für folgende stehende Redewendungen aus dem Auszug.
Gute Kasse …… (S. 282)
Im Begriff … zu + Dat. (S. 291)
Auf der Hut …. (S. 296)
Ein gewagtes Spiel ….. (S. 297)
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Den Ton …. (S. 301)
Im Schweiß ….. (S. 304).
Gebrauchen Sie drei von diesen Phraseologismen in den Kontexten, die ihre Semantik erläutern können.
2. Finden Sie noch je fünf stehende Redewendungen mit den Substantiven Kasse und Spiel. Übersetzen
Sie diese ins Russische.
3. Stilistische Analyse
a) Am Anfang des zehnten Kapitels (S. 277 – 278) gebraucht der Schriftsteller vier Mal einen Satz mit
derselben syntaktischen Struktur „Der Intendant war + Adjektiv“. Wie heißt diese stilistische Figur und
welche stilistische Funktion erfüllt sie in dem Kapitel? Was soll sie unterstreichen?
b) Zur Darstellung der neuen Lebensperiode von Hendrik Höfgen gebraucht der Verfasser mehrere stilistische
Mitteln, z.B.
 Anglizismen (S. 290)
 Ironie (S. 284, 299)
 ?
Erklären Sie den stilistischen Wert dieser Mittel und nennen Sie auch die anderen.
c) Im gegebenen Auszug zeigt sich Klaus Mann als der Meister der Paraphrasen. Einigen handelnden Personen
gibt er interessante Umschreibungen, die bildhaft sie charakterisieren und ihre neuen Eigenschaften
aufdecken. Die meisten von ihnen sind auch sehr ironisch. Schreiben Sie bitte aus dem Auszug die
Paraphrasen heraus, die der Verfasser für




Hendrik Höfgen
Cäsar von Muck
Hitler
den Ministerpräsidenten
gebraucht.
III. Inhaltsinterpretation
1. Hendrik Höfgen als Theaterintendant. Wie änderte sich sein Leben? Interpretieren Sie dabei den Satz
„Er saß fest im Sattel“ (S. 284). Wie war sein Verhalten zu den neuen Aufgaben? Wie verhielten sich
zu dem neuen Intendanten die Macht und die einfachen Menschen? Wozu stellte Hendrik Höfgen den
Privatsekretär Johannes Lehmann an? Klaus Mann bezeichnete Hendrik und Nicoletta als „... zwei
schauerlich charmante Gottheiten der Unterwelt“ (S. 292). Wie meinen Sie, warum?
2. Die neue Stellung in der Gesellschaft brachte viele Veränderungen ins Leben nicht nur von Hendrik
Höfgen, sondern auch von seiner nächsten Umgebung. Was wurde neu im Leben von Frau Bella, Vater
Köbes, Schwester Josy, Dagobert von Donnersberg und Nicoletta?
3. Die Gestalt des jungen Gatten von Angelika Siebert scheint auf den ersten Blick nebensächlich zu sein.
Aber Klaus Mann führte diese handelnde Person in seinen Roman bestimmt nicht zufällig ein. Welche
Rolle Ihres Erachtens spielt der junge Mann? Warum gab ihm der Schriftsteller keinen Namen? Warum
nennt er ihn immer „der junge Ritter ohne Furcht und Tadel“? Woher kommt dieser Ausdruck?
4. Neben den vielen Menschen, die es für große Ehre hielten, in den Hendrik-Hall eingeladen zu werden,
gab es auch die, die es nicht wollten. Zu solchen Menschen gehörten vor allem die alte Generalin und
Otto Ulrichs. Warum wollten sie den Umgang mit Hendrik Höfgen vermeiden? „Mit vielen Illusionen
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hatte er Schluss gemacht…“ (S. 296) – zu diesem Schluss kommt der Schriftsteller, als er die neue
Lebensetappe bei Otto Ulrichs beschreibt. Erzählen Sie bitte kurz nach, was mit ihm nach der
Freilassung geschah.
Teil 13
(S. 304 - 335)
I. Übersetzen Sie folgende Wörter und Redewendungen ins Russische. Lernen Sie diese auswendig.
1) Die Verdrossenheit (Verdrießlichkeit),
in Verdrossenheit geraten; verdrossen
sein
2) entgehen (i,a) Ant. eingehen: die
Gelegenheit entgehen, die Vorschläge
eingehen
3) der Liebreiz
4) j-n hinrichten
5) standhaft
6) vornehm sein
7) kommen auf + Akk: Wie kommst du
darauf?
8) j-n aufhängen (ie,a)
9) angreifen (ie,ie): angegriffen aussehen;
das greift die Nerven (Augen) an
10) der Zusammenbruch (..brüche)
Merken Sie sich.
1. Grammatischer Unterschied der Synonyme.
Wagen (S. 315) – sich wagen
Wagen – a) etw.+ Akk. wagen решиться, отважиться на что-л., попробовать что-л. вопреки
ожидаемому риску. Wer wagt den ersten Schritt? б) etw-+ Akk. für + Akk. wagen рисковать
чем-л. ради чего-л./кого-л. Diese Frau hat ihr Leben für die Rettung der Kinder gewagt. в)
etw. zu tun wagen рискнуть, отважиться, посметь что-л. предпринять. Der Angestellte hat es
gewagt, seinem Chef zu widersprechen.
Sich wagen – sich irgendwohin + Akk./aus irgendeinem Ort + Dat. wagen рискнуть,
отважиться направиться, двинуться куда-л./откуда-л. Die Kinder wagten sich nicht in den
dunklen Raum. Erst in der Nacht wagte sich der Flüchtling aus seinem Versteck.
Vergleichen Sie. Bei diesem Unwetter wagten wir keinen Ausflug in die Berge. Bei diesem
Unwetter wagten wir uns nicht in die Berge. Ich wage nicht, ihn zu stören. Ich wage mich nicht
zu ihm. Sie wagte es, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen. Sie wagte sich an diese
schwierige Aufgabe.
2. Semantischer Unterschied der Synonyme
Sich entschließen (S. 315) - sich entscheiden (S. 322)
Sich entschließen (o, o)– sich zu etw.+ Dat. entschließen решиться на что-л., отважиться на
что-л., принять определенное решение (преодолев свою нерешительность, свои
колебания, опасения, сомнения, раздумья). Er konnte sich lange nicht zu diesem Schritt
entschließen. Sie hat sich dazu entschlossen, ihm die Wahrheit zu sagen.
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Sich entscheiden (ie, ie)– a) sich für + Akk. entscheiden решиться на что-л. (после колебаний
в выборе возможностей, принять решение в пользу чего-л., избрать то или иное решение,
взвесив и сравнив его с возможными другими вариантами). Ich erhielt mehrere
Arbeitsangebote, wusste aber nicht, für welche Arbeit ich mich entscheiden sollte. Fast alle
meine Studienkollegen wählten Englisch als Fremdsprache, ich entschied mich für Deutsch.
Vergleichen Sie. Er hat sich zur Abreise entschlossen. Он решился на отъезд (поборов при
этом свою нерешительность, свои сомнения). Er hat sich für die Abreise entschieden. Он
решился на отъезд (сравнив этот вариант с другими имеющимися возможностями).
3. Semantischer und grammatischer Unterschied der Synonyme
Auftragen (S. 328) – beauftragen
Auftragen (u, a) – j-m etw.+Akk. auftragen поручить кому-л. что-л., попросить кого-л. о
чем-л., дать кому-л. поручение, обращаться к кому-л. с просьбой, поручением. Ihm
wurde eine neue Arbeit aufgetragen. Wir haben ihm aufgetragen, auf dich zu warten. Haben
Sie mir sonst nichts aufzutragen?
Beauftragen (te, t) – j-n mit + Dat. beauftragen поручить кому-л. что-л., дать кому-л.
поручение, задание; вменить в обязанность кому-л. что-л.; велеть кому-л. что-л.
сделать; уполномочить кого-л. на что-л. Ich beauftrage dich mit dieser Arbeit. Der Verlag
beauftragt einen Kollegen mit dieser Übersetzung. Die Firma wurde beauftragt, den Bau
auszuführen.
Vergleichen Sie. Die Nachbarin hat mir aufgetragen, auf ihre Kinder aufzupassen. Ich bin
beauftragt, auf die Kinder aufzupassen.
II. Textarbeit
1. Sehr krass wird im Roman die vorletzte Szene dargestellt. Der Schriftsteller stellt zwei
Gestalten zum Vergleich gegenüber: Hendrik Höfgen und den Nachtbesucher. Dabei
wird dem Leser ganz klar, dass sich der seelische Zustand der beiden ziemlich stark von
einander unterscheidet. Verglichen werden ihre Stimmen, Arten sich zu benehmen u.a.
Schreiben Sie aus dem gegebenen Auszug die Wörter und Wortgruppen heraus, die den
Gemütszustand der beiden Personen charakterisieren.
Hendrik Höfgen
Der Nachtbesucher
Schreit (S. 327)
Die Stimme ist nicht ohne gewisse rohe
Gutmütigkeit (S. 327)
…. ……
……
…. ……
2. Stilistische Analyse
……
…….
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Schreiben Sie aus dem entsprechenden Auszug (S. 307-310) alle Epitheta und Paraphrasen
heraus, mit denen Klaus Mann das Hochzeitspaar charakterisiert. Wie meinen Sie, was will
der Schriftsteller damit erreichen? Welche Wirkung haben diese stilistischen Mittel?
III. Inhaltsinterpretation
1. Unpassend der feierlichen Situation – der Hochzeitsfeier- scheinen die scharfen Worte von
Klaus Mann zu sein, als er das junge Paar als „zwei Verräter“ und „zwei Verbrecher“ nennt
(S. 310). Wie meinen Sie, warum? Nehmen Sie Stellung zu der danach folgenden langen
Überlegung des Schriftstellers.
2. Tod von Otto Ulrichs und Höfgens Verhalten dazu. Aus dem Text kann man deutlich
entnehmen, dass Hendrik nach der Nachricht über Ottos Tod zuerst in große Verwirrung und
dann in Panik geraten war. Welche Episoden aus dem Auszug beweisen, dass er durch diese
Nachricht wirklich große innerliche Qualen ertrug? Welche Meinung hatte er letzten Endes
von Otto und seinem Leben?
3. Der innere Monolog Hamlet – Hendrik Höfgen. Warum wollte Hendrik die Rolle des
Dänenprinzen unbedingt spielen? Was störte ihn, sich in diese Rolle einzuleben? Zu welchem
Zweck führte Klaus Mann diesen Monolog in seinen Roman ein?
4. Höfgens Zusammenbruch. Was führte Hendrik zu seinem seelischen Zusammenbruch? Wie
kann man seine Worte „Ich habe sie alle verloren“ (S: 332) verstehen? Warum wollte er
keinen Trost bei seiner Frau suchen? Wer war seine echte Trösterin? Interpretieren Sie seine
letzten Worte im Roman „Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler!“ (S. 335).a)
Schlussaufgaben
Film „Mephisto“, 1981, 144 Minuten
Angaben zum Film
Deutscher Titel:
Mephisto
Originaltitel:
Mephisto
Produktionsland:
Deutschland, Ungarn, Österreich
Erscheinungsjahr:
1981
Originalsprache:
Deutsch, Ungarisch
Stab
Regie:
István Szabó
Drehbuch:
Péter Dobai, István Szabó
Produktion:
Manfred Durniok
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Musik:
Zdenkó Tamássy
Kamera:
Lajos Koltai
Schnitt:
Zsuzsa Csákány
Besetzung
Hendrik Höfgen:
Klaus Maria Brandauer
Barbara Bruckner:
Krystyna Janda
der Ministerpräsident:
Rolf Hoppe
Nicoletta von Niebuhr:
Ildikó Bánsági
Juliette Martens:
Karin Boyd
Hans Miklas:
György Cserhalmi
1. Teilen Sie Ihre Eindrücke vom gesehenen Film mit. Hat er Ihnen gefallen? Warum
(nicht)? Was war für Sie schwierig/leicht beim Verstehen des Films?
2. Bestimmen Sie die wichtigsten Unterschiede in dem Sujet des Buches und in dem des
Films. Gibt es auch Unterschiede in der Reihenfolge der Szenen im Roman und im Film?
Was fehlt im Film, das in dem Roman beschrieben ist? Finden Sie nicht, dass diese
Episoden auch eine sehr wichtige Rolle spielen? Was war im Film neu? Welche neuen
Charakterzüge der handelnden Personen decken diese Episoden auf?
3. Welche
Szenen
erscheinen
Ihnen
im
Aufbau
des
Films
besonders
wichtig/interessant/schön? Warum?
4. Interpretieren Sie die Gestalt von Hendrik Höfgen im Roman und im Film.
a) Unterscheidet sich Hendrik Höfgen im Film von dem Höfgen, den Sie Ihnen beim
Lesen des Romans vorstellten?
5. Die letzte Szene im Film (im Berliner Olympia-Stadion) ist anders gestaltet als die im
Roman. Die Idee für diese Szene kam von dem Regisseur István Szabó. Die beiden
Szenen enden aber mit denselben Höfgens Worten: „Was wollen die Menschen von mir?
Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler!“ Nehmen Sie bitte Stellung zu
diesen Worten.
6. Interpretieren Sie die Gestalt von Juliette Martens im Buch und in dessen Verfilmung.
Fällt Ihre Vorstellung von Juliette aus dem Roman mit deren Gestalt im Film zusammen?
Was Neues haben Sie für sich in ihrer Person in der Verfilmung entdeckt?
7. Welche Gestalten im Film sind Ihrer Meinung nach vom Regisseur auch anders
ausgelegt? Worin äußert es sich?
8. Bewerten Sie die Arbeit von dem Regisseur, Kameramann, Szenenbildmacher;
Schauspieler u.a.
9. Schreiben Sie die Rezension zum Film.
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Quellenverzeichnis
1. Антонова Л.В. Горамматика современного немецкого языка. Новое в синонимии
немецкого языка. Учебно-метод. пособие .Москва, «Экзамен», 2004.
2. Архангельская К.В. Трудности немецкого языка. Немецко-русский учебный
словарь. М, «Русский язык», 2003.
3. Тормасова Г.И. Щеглова Г.В. Немецкая лексика. Правильный выбор слова. М,
«Аквариум», 1997.
4. Duden. Das Bedeutungswörterbuch. Band 10. Mannheim, Wien, Zürich. 1985.
5. http://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto
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ANHANG
1. Informationen zum Roman von Klaus Mann „Mephisto“.
„Mephisto“ – Roman einer Karriere ist der sechste Roman des Schriftstellers Klaus Mann,
der 1936 im Exilverlag Querido in Amsterdam erschienen ist. Er wurde 1956 erstmals in
Deutschland im Ostberliner Aufbau-Verlag verlegt. Er handelt von der zwielichtigen
Karriere des fiktiven Schauspielers Hendrik Höfgen und schildert seinen schauspielerischen
und gesellschaftlichen Aufstieg im Dritten Reich.
Die Entstehung des Romans
Klaus Mann flüchtete im März 1933 ins Exil, da der Sohn des Nobelpreisträgers Thomas Mann
als Schriftsteller nach der Machtergreifung Hitlers in Deutschland politisch verfolgt wurde. In
Amsterdam arbeitete er an der Exilzeitschrift Die Sammlung, die gegen den Nationalsozialismus
gerichtet war. Sein Freund und Verleger Fritz Helmut Landshoff machte ihm ein „ziemlich
genereuses Angebot“ (genereus, niederl. großzügig), wie Klaus Mann seiner Mutter am 21. Juli
1935 schrieb. Eine monatliche Zahlung war für die Niederschrift seines nächsten Romans
bestimmt, wobei weder Inhalt noch Titel feststanden. Klaus Mann plante zunächst einen
utopischen Roman über Europa in 200 Jahren zu schreiben. Der Schriftsteller Hermann Kesten
unterbreitete ihm jedoch den Vorschlag, „den Roman eines homosexuellen Karrieristen im
dritten Reich“ mit dem Staatstheaterintendanten Gustaf Gründgens künstlerisch zu verarbeiten.
Zudem sollte der Roman gesellschaftskritisch werden und viele satirische Elemente enthalten.
Erika Mann hatte sich nach einer kurzen Ehe 1929 von Gründgens scheiden lassen. Seinem
früheren Schwager gelang ein kometenhafter Aufstieg als Schauspieler, Regisseur und Intendant
im Dritten Reich, protegiert von Hermann Göring, dennoch zögerte Klaus Mann, den Roman auf
„eine satirische Weise gegen gewisse homosexuelle Figuren“, wie es Kesten vorgeschlagen
hatte, zu verwenden, aber das Thema reizte ihn. Der Opportunist Hendrik Höfgen hat einen
Vorläufer, Manns Romanfigur Gregor Gregori aus seinem 1932 erschienenen Roman Treffpunkt
im Unendlichen weist ähnliche Charakterzüge auf. 1936 erschien sein Mephisto, allerdings ohne
homosexuelle Bezüge, und er fand weltweite Beachtung.
Ob es sich beim Mephisto um einen Schlüsselroman handelt, bleibt nach wie vor strittig. Er
wurde jedenfalls während seiner Publikation als Vorabdruck in der Pariser Tageszeitung als ein
solcher vorgestellt und von den Lesern so verstanden. Klaus Mann, von dem der Roman eben
nicht als Schlüsselroman gedacht war, forderte daraufhin auf Drängen von Landshoff, der einen
Prozess befürchtete, in einem Telegramm eine Richtigstellung durch die Zeitung unter dem Titel
Kein Schlüsselroman. Eine notwendige Erklärung: [...] „Ich muß protestieren - um der Würde
Ihres Blattes willen; um unserer Leser willen, die zu anspruchsvoll sind, als daß sie mit
‚Schlüsselromanen‘ amüsiert sein möchten; schließlich auch um meiner eigenen Würde willen.
[...] Hier handelt es sich um kein ‚Portrait‘, sondern um einen symbolischen Typus - der Leser
wird beurteilen, ob auch einen lebensvollen, dichterisch geschauten und gestalteten Menschen.“
(Zitiert nach: Klaus Mann, Zahnärzte und Künstler S. 405/406).
Inhalt
Erzählt wird die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen von 1926 an im Hamburger
Künstlertheater bis zum Jahre 1936, als dieser es zum gefeierten Star des sogenannten Neuen
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Reiches gebracht hatte. Höfgen, der sich erst spät während der Zeit des Nationalsozialismus mit
den Machthabern arrangierte und so zum Intendanten am Berliner Staatstheater ernannt wurde,
flüchtete jedoch zunächst vor seinen zukünftigen Freunden nach Paris, da er Angst vor einer
Verfolgung aufgrund seiner kultur-bolschewistischen Vergangenheit hatte. Ab diesem Zeitpunkt
stellte Höfgen fest, dass er bereits einen Teil seiner „echten“ Freunde wie seine Frau Barbara
Bruckner und Frau von Herzfeld verloren hatte. Jedoch konnte er, zurück in Berlin, Lotte
Lindenthal für sich gewinnen, die Frau des Fliegergenerals. Dieser hielt selbst große Stücke auf
seinen Höfgen, seinen Spielball. Als leidenschaftlicher Schauspieler, dem die Rolle des
Mephisto in Goethes Faust I wie auf den Leib geschnitten ist, erkannte der Opportunist Höfgen
erst viel zu spät, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel - dem Mephistopheles geschlossen hatte. Er war zu einem „Affen der Macht“ geworden, ein „Clown zur Zerstreuung
der Mörder“. Er verlor die humanen Werte und teilte die Auffassungen des Regimes. Er ging
sogar so weit, die Verhaftung seiner Geliebten anzustiften, der „Schwarzen Venus“, mit der er
Sadomaso-Praktiken ausübte.
Kritik
Die Rolle von Höfgen ist ambivalent, denn es sind im Roman immer wieder Stellen zu finden, in
denen er versucht, Freunden zu helfen. Jedoch bleiben diese Rufe klein, und Höfgen hat auch
Angst, seine gute Stellung bei seinem „dicken Gönner“ zu verlieren. Deshalb bezeichnet er sich
ganz am Ende als einen „ganz gewöhnlichen Schauspieler“ und kann nicht verstehen, wieso sich
seine Freunde von ihm distanzieren.
Die Personen
Charakter
gesellschaftliche
Schicht
Bezug auf reale
Person
Hendrik Höfgen
keine Wertvorstellung, arrogant Schauspieler,
und
machtgierig, Regisseur,
wandlungsfähig,
skrupellos, Intendant
jedoch
Gewissen
vorhanden,
ehrgeizig und
eitel, aasiges
Lächeln
Gustaf Gründgens
Juliette Martens
eigenständig,
liebt
Höfgen, Außenseiterin
auf Andrea
jedoch auch die Unterdrückung Grund
ihrer Bell
(ambivalenter Charakter)
Herkunft (farbig)
Dora Martin
erfolgreiche Schauspielerin (auch Emigrantin,
im Ausland)
Nicoletta
Niebuhr
Bewunderin Marders (sieht ihn Schauspielerin
als
Vater),
künstlerischer
Lebensstil
Lotte Lindenthal
geistig weniger gebildet, glaubt „Mutter
von allen gemocht zu werden Nation“,
(sieht nur das Positive)
Frauenrolle
Manga
Jüdin Elisabeth Bergner
Pamela Wedekind
der Emmy Göring
ideale
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Barbara
Bruckner
intelligent, mitfühlend, geht ihren liberales Bürgertum
eigenen Weg, später politische
Kämpferin
Erika Mann
Ministerpräsident
will Prunk zeigen (Uniform und machtausübender
teure Feiern), will gemütlich Politiker
wirken
Hermann Göring
Das Verbot
Nach dem Tode Gründgens klagte dessen Adoptivsohn und Alleinerbe Peter Gorski erfolgreich
gegen die Publikation in der Bundesrepublik Deutschland und die Veröffentlichung des Romans
Mephisto durch die Nymphenburger Verlagshandlung. Während das Landgericht Hamburg die
Klage noch abgewiesen hatte und das Buch daraufhin veröffentlicht worden war, gab das
Oberlandesgericht Hamburg mit Urteil vom 10. März 1966 der Klage statt. Die hiergegen
gerichtete Revision des Verlags wurde vom Bundesgerichtshof mit Urteil vom 20. März 1968
zurückgewiesen.
Aufgrund
einer Verfassungsbeschwerde des Verlags konnte das
Bundesverfassungsgericht sich in seiner Mephisto-Entscheidung vom 24. Februar 1971 erstmals
mit dem Verhältnis zwischen Kunstfreiheit und den Grundrechten Dritter befassen. Im konkreten
Fall gewichtete das Gericht den postmortalen Persönlichkeitsschutz höher als die Kunstfreiheit
nach Art. 5 Abs. 3 GG, hielt dem BGH allerdings vor, er habe fälschlich auf das Allgemeine
Persönlichkeitsrecht des verstorbenen Gustaf Gründgens nach Art. 2 Abs. 1 GG abgestellt, da
dieses nur lebenden Personen zukomme. Es könne sich allenfalls auf den postmortalen
Persönlichkeitschutz berufen werden, was allerdings in diesem Fall Erfolg habe. Die
Entscheidung erging mit vier zu vier Stimmen, was dazu führte, dass die Verfassungsbeschwerde
des Verlags zurückgewiesen werden musste. Erst 1981 wurde der Roman trotzdem in der
Bundesrepublik im Rowohlt Verlag veröffentlicht. Vorher konnte man ihn jedoch aus der DDR
beziehen, wo er bereits 1956 im Aufbau Verlag veröffentlicht worden und sechs Auflagen
erreichte. In der Literaturgeschichte wird immer wieder davon gesprochen, dass das Buch
verboten worden sei. Das ist jedoch juristisch nicht exakt. Das Urteil gilt nur zwischen den
beiden Parteien (Gorski und der Nymphenburger Verlagshandlung). Hätte ein anderer Verlag das
Buch publiziert, hätte Gorski erneut klagen müssen. Schon in seiner Entscheidung hatte der BGH
(was das BVerfG bestätigte) darauf hingewiesen, dass der postmortale Persönlichkeitsschutz in
dem Maße abnehme, in dem die Erinnerung an den Verstorbenen verblasse. Eine 1981 erhobene
Klage hätte daher schon wegen des Zeitablaufs geringere Aussichten auf Erfolg gehabt. Siehe
auch die Liste verbotener Bücher.
Dramatisierung und Verfilmung
1979 Bühnenfassung von Ariane Mnouchkine im Pariser Théâtre du Soleil, Gastspiele auch in
Deutschland
1981 wurde der Roman von István Szabó mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle verfilmt.
Siehe dazu den Artikel über die Verfilmung des Romans.
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Mehr Information über den Roman „Mephisto“ können Sie auf der Internetseite
http://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto_(Roman) bekommen.
2. Informationen zum Film von István Szabó „Mephisto“.
Mephisto ist ein Film von István Szabó aus dem Jahr 1981. Der Film basiert auf dem
gleichnamigen, jahrelang verbotenen Roman von Klaus Mann.
Handlung
Hendrik Höfgen (Klaus Maria Brandauer) ist Schauspieler an einem Theater in Hamburg. Er ist
ein sehr begabter Schauspieler und zugleich auch sehr eitel und exzentrisch.
Ende der Zwanziger Jahre begeistert er sich für die Idee, Theater für die breitesten
Bevölkerungkreise zu entwickeln. Die tatsächlichen Versuche, mit Laienschauspielern
„proletarisches Theater“ auf die Bühne zu bringen, scheitern jedoch an seinen überzogenen
Ansprüchen gegenüber den Mitwirkenden.
Er wendet sich mehrere Male sehr explizit gegen alle nationalsozialistischen Bestrebungen im
Lande. So macht er in einer Szene seiner Frau Vorwürfe, weil diese sich einen ganzen Abend
lang mit einem Schauspieler unterhalten hatte, der für seine nationalsozialistischen Ambitionen
bekannt war. Er ist der Überzeugung, dass man sich schmutzig macht, wenn man sich mit Leuten
abgibt, die sich der nationalsozialistischen Richtung verschrieben haben.
Höfgen heiratet die Großbürger-Tochter Barbara Bruckner (Krystyna Janda), verliert darüber
aber seine frühere Geliebte, Juliette Martins, nicht aus den Augen. Er bekommt ein
Gastengagement an einem Theater in Berlin vermittelt und kann sich dort dauerhaft etablieren.
Er wird zu einem gefeierten Schauspieler.
Seine Frau überbringt ihm die Nachricht, dass Hitler Reichskanzler geworden ist. Sie hat den
Plan gefasst, Deutschland den Rücken zu kehren und möchte auch ihn für ihre Emigrationspläne
gewinnen. Höfgen jedoch verweist darauf, dass er als Schauspieler an die deutsche Sprache
gebunden ist und daher anderswo keine Anstellung finden würde.
Spätestens hier tritt das Hauptmotiv des Films deutlich hervor. Der Film zeigt einen Menschen,
der sich angesichts der Entwicklung in seinem Land vor Gewissensfragen gestellt sieht und sich
dabei immer wieder zu der Idee zu retten versucht, dass seine Kunst abseits von aller Politik
angesiedelt sei.
Als in Berlin der Reichstag brennt, befindet er sich bei Filmaufnahmen in Budapest. Er zögert
mit der Rückkehr nach Deutschland, weil er darauf gefasst ist, dass ihm seine Vergangenheit als
kommunistischer Agitator zum Verhängnis werden könnte. Er bekommt jedoch einen Brief von
einer Kollegin, die ihm versichert, dass seine Chancen für weitere Theater-Engagements gut
sind.
Seine größten Erfolge erzielt er in der Rolle des Mephisto in Goethes Faust. Bei einer der
Aufführungen ist der preußische Ministerpräsident (Rolf Hoppe) anwesend. Er ruft den
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„Mephisto“ in der Aufführungspause zu sich und wird von da an zu seinem Gönner.
Wurde er zunächst einfach als ein sehr ehrgeiziger Mensch dargestellt, so wird er jetzt zu einem,
der bereit ist, sich mit jeder Macht zu arrangieren - sofern sie ihn seinen Beruf nachgehen lässt.
Er nimmt es auch in Kauf, dass seine dunkelhäutige Geliebte von den Machthabern des Landes
verwiesen wird.
Da er sich in das Kalkül der Nazis gut einfügt, wird ihm der Posten des Intendanten des
Staatstheaters angeboten, und er nimmt an. Freiheit bei der Auswahl der Stücke gibt es jedoch
schon lange nicht mehr. Wer in der Zeit des Nationalsozialismus Theater machen will, spürt zu
jeder Zeit dass es Erwartungen der Herrschenden zu erfüllen gibt.
Der ehemalige Nationalsozialist Hans Miklas wird von den Nazis ermordet, als er einen Protest
gegen das Terrorregime starten will. Er kommt auch zu Höfgen, der ihm jedoch völlig abgeneigt
ist. Höfgen bemerkt erst spät, als sein Freund angeblich Selbstmord begangen haben soll, dass
die Nazis über Leichen gehen. Er geht zum Minister, wird jedoch herausgeschmissen, da er „nur
ein Schauspieler“ ist.
Als er in Paris seine ehemaligen Gönner trifft, merkt er zunehmend, dass jeder seiner Freunde
gegen ihn ist. Der preußische Ministerpräsident warnt ihn davor, sich in politische Sachen
einzumischen, damit er nicht „wie ein Käfer zerdrückt wird.“ Dieser Satz aus dem Munde des
Ministerpräsidenten zeigt, was aus Hendrik Höfgen geworden ist.
Die Schlussszenen des Films spielen im Berliner Olympiastadion. Der Ministerpräsident schickt
Höfgen in die Mitte des Stadions und lässt ihn dort von Scheinwerfern verfolgen. In einer
Situation, in der sich Höfgen auf unangenehme Weise in den Mittelpunkt geschoben fühlt,
spricht er die letzten Worte des Films: „Was wollen die von mir. Ich bin doch nur ein
Schauspieler.“
Interpretation
Ebenso wie der Roman von Klaus Mann kann auch der Film herangezogen werden, wenn es
darum geht, Antworten auf die Frage zu finden, wie es möglich war, dass der
Nationalsozialismus in Deutschland so viele Unterstützer gefunden hat. Der Zuschauer bekommt
diesen Höfgen nicht als einen unsympathischen Menschen präsentiert. Schließlich zeigt er
allerhand Schwächen, mit denen sich ein Zuschauer identifizieren kann. Zugleich kommt Höfgen
jedoch zu Schlussfolgerungen, die es offensichtlich bei vielen Menschen der damaligen Zeit
gegeben hat und die sich als verhängnisvoll ausgewirkt haben.
Welche Motive sind es, die Höfgen dazu bringen, sich mit der Diktatur zu arrangieren? Da gibt
es zunächst den Wunsch, einen Bruch in seiner beruflichen Entwicklung zu vermeiden. Hinzu
kommt, dass er ein Mensch ist, der durch einen großen Ehrgeiz getrieben wird. Er will den
Leuten gefallen, und der Film führt vor, dass ihn dieses Bestreben dazu bringt, die Realität zu
verleugnen. Vor der Tatsache, dass seine Person von den Machthabern in hohem Maße
instrumentalisiert wird, will er die Augen verschließen.
Unterschiede zwischen Roman und Verfilmung
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Obgleich der Film ohne Probleme auf den Roman Klaus Manns zurückgeführt werden kann, sind
deutliche Unterschiede erkennbar. Der Film präsentiert die Figur Höfgen nicht als so
widersprüchlich und nicht mit gleicher Häme wie der Roman.
Höfgen hat eine schwarze Geliebte und befindet sich somit mit seinem Verhalten im
Widerspruch zum Rassendenken der Nationalsozialisten. Im Roman zeigt sich die Geliebte
außerdem unglaublich dominant und sexuell gewalttätig gegenüber Höfgen, was dieser
ausdrücklich genießt.
Diese zugespitzte Perversität, an der sich unter anderem Manns Mutter Katia stieß, ist synonym
zu Gründgens (von seinem Adoptivsohn bestrittener, aber damals schon allgemein bekannter)
Homosexualität, die in der Priorität der Unarten aus Sicht der Nazis noch schlimmer zu bewerten
war als eine schwarze Geliebte.
Gründgens befand sich mit seinen persönlichen Ausrichtungen im Gegensatz zur
nationalsozialistischen Ideologie und bemühte sich dennoch, sich dem System möglichst gut
anzudienen. Diesen inneren Widerspruch in Gründgens Leben jener Zeit versuchte Mann
verdichtet darzustellen. Indem er Gründgens als masochistisch veranlagt zeigt sowie durch
andere analoge Kunstgriffe, lässt er Höfgen eher fremd und unsympathisch wirken. (Darin
kommt wahrscheinlich Manns Verachtung für Gründgens zum Ausdruck.) Höfgen im Film wirkt
dagegen wesentlich sympathischer. Durch die Darstellungsweisen, die Szabó gewählt hat, rückt
das Grundthema der Geschichte mehr in den Vordergrund, und die Handlung verläuft sich nicht
in skurrilen Nebenhandlungen.
Die Schlussszenen im Berliner Olympia-Stadion gehen auf Ideen von István Szabó zurück. Diese
Szenen sind ein eindeutiges Fazit zum Film. Im Roman gibt es eine Schlusszene, die man als
analog zur Schlussszene im Film sehen kann. Ein kommunistischer Freischärler bricht in
Höfgens Villa ein und macht ihm klar, dass er sich verkauft hat und im nächsten Staatssystem
keine Chance bekommen soll. Höfgen bricht daraufhin zusammen, und dem Leser wird
unmissverständlich das begangene Unrecht vor Augen geführt. Zeitgenössische Literaten haben
Mann für die Schlussszene des Romans kritisiert. Man merkte an, dass sie ein unnötig
eindeutiges Fazit darstelle, dass sie sich nicht gut an das vorhergehende Geschehen anschließe
und dass eine Tendenz zu linksgerichteten Ideologien sichtbar würde.
Kritiken
Lexikon des internationalen Films: Der ungarische Regisseur Istvan Szabo erweitert die
Geschichte zum Modellfall und reflektiert über die Beziehungen und Widersprüche zwischen
Kunst und Politik Moral und Macht, Identität und Rollenspiel. Dialektisch im Aufbau,
facettenreich in der visuellen Umsetzung, herausragend in der Darstellung der Titelrolle.
Auszeichnungen
1981 - Internationale Filmfestspiele von Cannes 1981: Preis für das beste Drehbuch und
FIPRESCI-Preis. Außerdem nominiert für die Goldene Palme.
1982 - Oscar für den besten fremdsprachigen Film.
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1982 - David di Donatello für den besten ausländischen Film und für den besten ausländischen
Schauspieler (Brandauer)
1982 - Preis des National Board of Review für den besten fremdsprachigen Film
Mehr Information über den Film „Mephisto“ können Sie auf der Internetseite
http://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto_(Film) bekommen.
3. Nachwirkung und Kritik
„Klaus Mann ist von einer jungen Generation neu entdeckt worden und findet Beachtung als
außergewöhnlicher Mensch, Künstler und homo politicus, der als Vermittler eines besseren
Deutschlands, die meisten seiner Zeitgenossen an Bedeutung überragte.“ (Aus dem Vorwort von
Heribert Hoven/Eberhard Spangenberg zur deutschsprachigen Ausgabe Escape to Life Deutsche Kultur im Exil).
Die Neuentdeckung Klaus Manns nach dem Zweiten Weltkrieg ist zunächst seiner Schwester
Erika Mann zu verdanken. Sie fand in Berthold Spangenberg den Verleger und in Martin
Gregor-Dellin den Herausgeber für die Neuveröffentlichung der ersten Klaus-MannWerkausgabe in Einzelausgaben in der Nymphenburger Verlagshandlung, ab 1974 in der edition
spangenberg im Ellermann Verlag. Die Neuausgaben erschienen von 1963 bis 1992. Als erster
Band erschien im Herbst 1963 und damit 34 Jahre nach der Erstveröffentlichung Alexander.
Roman der Utopie. Später setzte der Rowohlt Verlag diese Aufgabe fort. Die öffentliche
Anerkennung seiner Leistungen erfolgte erst nach 1981, als Mephisto in Westdeutschland trotz
des hier noch bestehenden Druckverbots in einer Neuausgabe erschien und innerhalb von zwei
Jahren eine halbe Million Exemplare gedruckt wurden. Vorausgegangen war 1979 eine
dramatisierte Fassung von Ariane Mnouchkine im Pariser Théâtre du Soleil, und es folgte 1981
die Verfilmung des Mephisto von István Szabó, die beide große Erfolge waren. Inzwischen sind
Klaus Manns gesamte schriftstellerische Arbeiten und nahezu umfassend auch die private
Korrespondenz sowie die persönlichen Aufzeichnungen publiziert worden.
Klaus Mann war einer der wenigen deutschen Emigranten, die im Exil auch größere Werke in
englischer Sprache schrieben. Seine ersten englischen Erzählungen wurden noch von seinem
Freund Christopher Isherwood sprachlich und stilistisch überarbeitet. The Turning Point schrieb
er als erstes großes Werk komplett auf Englisch; es wurde später von ihm für die deutsche
Ausgabe rückübersetzt und gegenüber der amerikanischen Ausgabe erweitert. Diese Leistung ist
umso beeindruckender, wenn man seine schweren Drogenprobleme und Depressionen
berücksichtigt. Allerdings wurde er häufig wegen seines enormen Schreibtempos kritisiert. So
entstanden zahlreiche kleine Flüchtigkeitsfehler in manchen Werken. Thomas Mann äußerte zu
dem Schreibtempo seines Sohnes, er habe „zu leicht und zu rasch“ gearbeitet, „was die
mancherlei Flecken und Nachlässigkeiten in seinen Büchern erklärt.“[22].
In seinem Werk, als dessen Mittelpunkt seine Romane Symphonie Pathétique, Mephisto und Der
Vulkan gelten, finden sich häufig autobiografische Bezüge, was ihm den Vorwurf des
Exhibitionismus einbrachte. Marcel Reich-Ranicki schrieb dazu: „In allem, was Klaus Mann
geschrieben hat, fällt auf, wie stark von früher Jugend an sein Bedürfnis war, Bekenntnisse und
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Geständnisse abzulegen, wie sehr er sich immer wieder zur Selbstbeobachtung, Selbstanalyse
und Selbstdarstellung gedrängt fühlte. [...] Fast alle seine Romane und Novellen enthalten
deutliche und in der Regel nur flüchtig getarnte Beiträge zu seinen Autoporträts. [...] er hatte
offenbar nie Hemmungen, seine eigenen Sorgen und Komplexe ganz ohne Umschweife in die
Figuren seiner Helden zu projizieren.“[23]. Seit frühester Jugend wurde Klaus Mann von dem
Gefühl der Einsamkeit und Todesgedanken beherrscht. Der Tod wurde von ihm in privaten
Aufzeichnungen und auch in seiner Arbeit ästhetisiert und zugleich glorifiziert. Reich-Ranicki
führt dies auf persönliche Umstände zurück, denn „Er war homosexuell. Er war süchtig. Er war
der Sohn Thomas Manns. Also war er dreifach geschlagen.“[24]. Andere Erklärungsversuche
sehen Klaus Manns Todessehnsucht und damit seinen Freitod gerade in äußeren Umständen
begründet, so schrieb Kurt Sontheimer am 11. August 1990 in der Welt: „Klaus Mann hat sich
durch seinen Freitod von den geistigen Kämpfen seiner Zeit verabschiedet - zu früh. Aber er hat
gerade mit seiner Person ein großes Beispiel für den Glauben an den europäischen Geist
gegeben, das uns heute ein Vorbild sein kann.“ Heinrich Mann resümierte gleichermaßen, sein
Neffe Klaus sei „von dieser Epoche getötet“ worden[25], und Thomas Manns Fazit lautete: „Er
starb gewiß auf eigene Hand und nicht um als Opfer der Zeit zu posieren. Aber er war es in
hohem Gerade.“ [26]
Uwe Naumann, Herausgeber zahlreicher Erstveröffentlichungen aus dem Nachlass Klaus Manns
und Biograf, schrieb zum 100. Geburtstag des Autors in der Zeit am 16. November 2006: „ [...]
Als sich Klaus Mann im Frühjahr 1949 verbittert und vereinsamt das Leben nahm, hätte er sich
kaum träumen lassen, dass er Jahrzehnte später geradezu eine Kultfigur werden würde, vor allem
für junge Menschen. Woher rührt die Faszination? Über eine seiner Romanfiguren, die
Schauspielerin Sonja in Treffpunkt im Unendlichen (1932), hat Klaus Mann einmal gesagt, sie
sei dazu verurteilt, hautlos durch dieses Treiben zu gehen, durch das zugleich grauenhafte und
verlockende Leben der großen Städte. Die Charakterisierung passt auch auf ihn selbst: Seltsam
unbehaust und ungeschützt hat er sein Leben gelebt, ständig unterwegs und ruhelos schweifend.
Der Wendepunkt endet mit den Sätzen: Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluß. Und dann? Auch am
Schluß steht noch ein Fragezeichen. Vielleicht macht gerade die Zerrissenheit und Fragilität
seiner Existenz seine verblüffende Modernität aus. [...]“
4. Klaus Mann Werke
Romane
Der fromme Tanz. Das Abenteuerbuch einer Jugend. Hamburg (Enoch) 1925, erw. Neuausgabe
Reinbek (Rowohlt) 2004
Alexander. Roman der Utopie. Berlin (S. Fischer) 1929, erw. Neuausgabe Reinbek (Rowohlt)
2006
Treffpunkt im Unendlichen. Berlin (S. Fischer) 1932, Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 1998
Flucht in den Norden. Amsterdam (Querido) 1934, erw. Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 2003
Symphonie Pathétique. Ein Tschaikowsky-Roman.
Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 1999
Amsterdam
(Querido)
1935,
erw.
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Mephisto, Roman einer Karriere. Amsterdam (Querido) 1936, Neuausgabe Reinbek (Rowohlt)
1981, überarbeitete Neuausgabe 2007
Der Vulkan, Roman unter Emigranten. Amsterdam (Querido) 1939, überarbeitete und erw.
Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 1999
The Last Day. 1949 (Unveröffentlichtes Fragment)
[Bearbeiten] Erzählungen, Berichte, Aufsätze
Vor dem Leben, Erzählungen, Hamburg (Enoch Verlag) 1925, (heute enthalten in Maskenscherz.
Die frühen Erzählungen)
Kindernovelle, Erzählung, Hamburg (Enoch) 1926, (ebd.)
Rundherum. Ein heiteres Reisebuch (mit Erika Mann), Berlin (S. Fischer) 1929. Neuausgabe
Reinbek (Rowohlt) 1996
Abenteuer, Novellen, Leipzig (Reclam) 1929
Auf der Suche nach einem Weg, Aufsätze, Berlin (Transmare) 1931
Das Buch von der Riviera oder was nicht im Baedeker steht (mit Erika Mann), Reisebuch,
München (Piper) 1931. Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 2003
Die Sammlung. Literarische Monatsschrift. (Unter dem Patronat von André Gide, Aldous
Huxley, Heinrich Mann herausgegeben von Klaus Mann. Amsterdam, Querido Verlag,
September 1933 - August 1935. Neuausgabe 1986 München, Rogner und Bernhard bei
Zweitausendeins. Zwei Bände.
Vergittertes Fenster, Novelle (über die letzten Tage von Ludwig II. von Bayern), Amsterdam
(Querido) 1937, (heute enthalten in Speed. Die Erzählungen aus dem Exil).
Escape to Life (zusammen mit Erika Mann), Boston (Houghton Mifflin) 1939. Neuausgabe
Reinbek (Rowohlt) 1991
The Other Germany (zusammen mit Erika Mann), New York (Modern Age) 1940
Decision. A Review of Free Culture. Ed. by Klaus Mann. New York, Januar 1941 - Februar 1942
André Gide and the Crisis of Modern Thought, New York (Creative Age) 1943, (dt.: Andre Gide
und die Krise des modernen Denkens). Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 1995
Heart of Europe. An Anthology of Creative Writing in Europe 1920 - 1940. Ed. by Hermann
Kesten and Klaus Mann. New York (L. B. Fischer) 1943
André Gide: Die Geschichte eines Europäers, Zürich (Steinberg) 1948
Die Heimsuchung des europäischen Geistes, Essay 1948. Neuausgabe bei Transit Buchverlag
1993
Postum veröffentlichte Erzählungen, Aufsätze, Reden und Kritiken
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Uwe Naumann (Hrsg.): Maskenscherz. Die frühen Erzählungen, Reinbek (Rowohlt) 1990
Uwe Naumann (Hrsg.): Speed. Die Erzählungen aus dem Exil, Reinbek (Rowohlt) 1990, ISBN
3-499-12746-6. Erste vollständige Sammlung von Klaus Manns teils bislang unveröffentlichten
Erzählungen aus den Jahren 1933 bis 1943.
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Die neuen Eltern. Aufsätze, Reden, Kritiken
1924-1933, Reinbek (Rowohlt) 1992, ISBN 3-499-12741-5. Darin enthalten Ricki Hallgarten Radikalismus de Herzens
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Zahnärzte und Künstler. Aufsätze, Reden,
Kritiken 1933-1936, Reinbek (Rowohlt) 1993
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Das Wunder von Madrid. Aufsätze, Reden,
Kritiken 1936-1938, Reinbek (Rowohlt) 1993
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Zweimal Deutschland. Aufsätze, Reden, Kritiken
1938-1942, Reinbek (Rowohlt) 1994
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Auf verlorenem Posten. Aufsätze, Reden,
Kritiken 1942-1949, Reinbek (Rowohlt) 1994
Klaus Mann: Distinguished Visitors. Der amerikanische Traum, aus dem Englischen übersetzt
von Monika Gripenberg, Reinbek (Rowohlt) 1996
Theaterstücke
Anja und Esther, Theaterstück 1925, ISBN 3-936-61809-7, (auch enthalten in Der siebente
Engel. Die Theaterstücke)
Revue zu Vieren, Theaterstück 1926, (ebd.)
Gegenüber von China, Theaterstück 1929 gedruckt, 1930 uraufgeführt, (ebd.).
Geschwister, Theaterstück nach Cocteau 1930, (ebd.)
Athen, Theaterstück 1932 (unter dem Pseudonym Vincenz Hofer), (ebd.)
Der siebente Engel, Drama, Zürich (Europa) 1946, (ebd.). (Am 21. Januar 2007 wurde im Ernst
Deutsch Theater in Hamburg „Der siebente Engel“ in einer inszenierten (Ur-)Lesung dem
Publikum vorgestellt. Dieses Stück wurde noch nie aufgeführt.)
Uwe Naumann und Michael Töteberg (Hrsg.): Der siebente Engel. Die Theaterstücke., Reinbek
(Rowohlt) 1989
Autobiografien
Kind dieser Zeit, Autobiografie, Berlin (Transmare) 1932, erw. Neuausgabe Reinbek (Rowohlt)
2000
The Turning Point, Autobiografie, New York (L. B. Fischer) 1942 (dt.: Der Wendepunkt 1952),
erw. Neuausgabe Reinbek (Rowohlt) 2006
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Verfilmungen
Mephisto, Verfilmung von István Szabó mit Klaus Maria Brandauer, 1980
Treffpunkt im Unendlichen - Die Lebensreise des Klaus Mann, Dokumentarfilm von Heinrich
Breloer und Horst Königstein, 1983
Flucht in den Norden, Verfilmung von Ingemo Engström, 1985/86
Der Vulkan, Verfilmung von Ottokar Runze mit Nina Hoss 1998
Escape to Life - The Erika and Klaus Mann Story, Dokumentarfilm von Andrea Weiss und
Wieland Speck mit Maren Kroymann und Cora Frost, 2000
Die Manns – Ein Jahrhundertroman. Mehrteilige Fernsehverfilmung der Familiengeschichte von
Heinrich Breloer und Horst Königstein, 2001
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