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14.Обучение чтению общетехнической литературы на немецком языке

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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Московский государственный технический университет
имени Н.Э. Баумана
Л.Н. Тюрина
ОБУЧЕНИЕ ЧТЕНИЮ
ОБЩЕТЕХНИЧЕСКОЙ ЛИТЕРАТУРЫ
НА НЕМЕЦКОМ ЯЗЫКЕ
Учебно-методическое пособие
Москва
Издательство МГТУ им. Н.Э. Баумана
2008
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
УДК 803.0
ББК 81.2 Нем
Т985
Рецензент И.В. Стасенко
Т985
Тюрина Л.Н.
Обучение чтению общетехнической литературы на
немецком языке: Учеб.-метод. пособие. – М.: Изд-во МГТУ
им. Н.Э. Баумана, 2008. – 52 с.
Основной целью учебно-методического пособия является практическое применение, закрепление и систематизация изучаемого
лексико-грамматического материала и совершенствование приобретенных умений и навыков работы с оригинальной общетехнической литературой, а также развитие навыков устной речи и профессионального общения согласно требованиям, предъявляемым к
обучению иностранному языку в вузах неязыкового профиля.
Для студентов 3-го курса всех специальностей (для начинающих).
УДК 803.0
ББК 81.2 Нем
© МГТУ им. Н.Э. Баумана
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
ПРЕДИСЛОВИЕ
Учебно-методическое пособие по обучению чтению общетехнической литературы на немецком языке предназначено для
студентов 3-го курса, занимающихся по программе обучения
иностранному языку с нулевого уровня.
Основной целью пособия является подготовка студентов к чтению общетехнической литературы, совершенствование приобретенных ранее умений устной речи.
Пособие включает 11 уроков (Lektionen), а также тексты для
внеаудиторного чтения. Каждый урок состоит из текста, которому
предшествует список слов, расположенных по мере их появления в
тексте и предназначенных для активной тренировки и запоминания, для снятия лексических трудностей.
После каждого текста даются задания, составленные в форме
вопросов и разнообразных грамматических упражнений. Каждое
упражнение преследует цель развития определенных навыков. Упражнение 1 позволяет сконцентрировать внимание на основных
моментах содержания текста. В упражнении 2 основное внимание
уделяется работе над лексикой. Упражнение 3 обращает внимание
студентов на синтаксические особенности технического языка, а в
упражнениях 4–5 отрабатываются характерные грамматические
особенности. Упражнение 6 включает в себя коммуникативное
задание и способствует развитию навыков устной профессионально ориентированной речи.
Все тексты являются оригинальными, отражают современные
тенденции в науке и технике. Тексты для самостоятельной внеаудиторной работы предназначены для чтения и перевода с помощью
общего немецко-русского словаря.
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LEKTION 1
Text 1. Strom aus Sonnenlicht
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
die Energiequelle
– источник энергии
das Sonnenkraftwerk – солнечная электростанция
der Kessel
– котел
der Brennpunkt
– фокус
der Dampf
– пар
die Pumpe
– насос
der Aufbau
– устройство
die Anlagekosten
– расходы на оборудование
der Kernreaktor
– ядерный реактор
die Abgase
– выбросы
gewölbt
– вогнутый
antreiben
– приводить в движение
die Zufuhr
– подача
In den letzten Jahren hat sich der Ölpreis stark erhöht. Diese
Verteuerung der Energie traf nicht allein die Industriestaaten, sondern
vor allem die ärmsten Länder der Dritten Welt. Die meisten dieser
Länder liegen jedoch in den heiβen Zonen der Erde. Daher versucht
man heute, eine Energiequelle zu nutzen, die mehr Energie liefert als
alles Öl der Welt zusammen, nämlich die Sonne.
Im Frühjahr 1981 nahm das erste Sonnenkraftwerk seinen Betrieb
auf. Es wurde von der Europäischen Gemeinschaft auf Sizilien gebaut
und trägt den Namen EURELIOS.
Wie ist es möglich, elektrische Energie aus Sonnenlicht zu
gewinnen? Ein Sonnenkraftwerk besteht aus einem Turm mit einem
wassergefüllten Kessel, aus einer Reihe von Spiegeln, einer Turbine
und einem Generator. Die Spiegel sind so gewölbt, dass ihre
Brennpunkte alle auf dem Kessel liegen.
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Das Sonnenlicht fällt also auf die Spiegel und wird von diesen auf
den Kessel fokussiert. Das Wasser im Kessel erhitzt sich und verdampft. Der Dampf strömt durch die Turbine und hat einen so hohen
Druck, dass er die Turbine antreibt. Die Turbine hat die Funktion, den
Generator anzutreiben. Der Generator erzeugt Strom. Der Dampf kühlt
sich so stark ab, dass er kondensiert. Eine Pumpe pumpt das kondensierte und abgekühlte Wasser in den Kessel zurück.
Leider verändert die Sonne aber ständig ihre Position. Da sich die
Erde dreht, scheint sich die Sonne zu bewegen – nicht nur im Laufe
eines Tages, sondern auch im Laufe eines Jahres. Deshalb müssen auch
die Spiegel ständig bewegt werden. Diese Aufgabe erfüllen die Elektromotoren an den Spiegeln. Jeder einzelne der 182 Spiegel hat eine
eigene Form, wird durch einen Elektromotor angetrieben und durch
einen Computer individuell so gesteuert, dass die Sonnenstrahlen in
jedem Moment auf den Heizkessel treffen.
Der Aufbau ist also sehr kompliziert. Sonnenkraftwerke brauchen
viel Platz, weil sie viele Spiegel benötigen. Elektrische Energie aus
Sonnenlicht ist teuer. Die Anlagekosten eines Sonnenkraftwerks sind
sehr hoch. Eurelios kostete 25 Millionen DM und hat eine Leistung von
einem Megawatt. Ein Kohle- oder Ölkraftwerk dagegen leistet einige
100 und ein groβer Kernreaktor über 1000 Megawatt. Während Öl
jedoch knapp und teuer ist, die Abgase der Kohle-, Gas- und
Ölverbrennung groβe Mengen von CO2 freisetzen und die Wälder
vernichten und die Kernenergie als gefährlich gilt, kostet das
Sonnenlicht selbst nichts. Die Sonnenenergie ist völlig «sauber» und
bedeutet für niemanden eine Gefahr.
Übungen
I. Beantworten Sie bitte die Fragen.
1. Warum versucht man heute, die Sonnenenergie zu nutzen?
2. Welche Funktion haben die Spiegel ? Warum sind sie gewölbt?
3. Wie entsteht Wasserdampf? Welche Funktion hat er?
4. Was sind die Funktionen der Turbine, des Generators und der
Pumpe?
5. Welche Aufgabe har der Computer?
6. Welche Aufgabe haben die Elektromotoren an den Spiegeln?
7. Warum sind Sonnenkraftwerke teuer? Warum brauchen sie viel
Platz?
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II. Wiederholen Sie wichtige Verben aus der Sprache der Technik:
antreiben, aufnehmen, bestehen, sich erhitzen, bauen, fallen, fokussieren, gewinnen, steuern, strömen, verdampfen
Welche sind trennbar ? Welche sind reflexiv ?
1. 1981 … EURELIOS seinen Betrieb …
2. Das Kraftwerk … auf Sizilien …
3. Wie kann man Elektrizität aus Sonnenlicht …?
4. Ein Generator … aus einem Magnet und einem Rotor.
5. Das Sonnenlicht … auf die Spiegel.
6. Die Spiegel ... das Licht auf den Kessel.
7. Das Wasser ... ... und ...
8. Der Dampf ... durch die Turbine.
9. Die Turbine ... den Generator ...
10. Ein Computer ... die gesamte Anlage.
III. Schreiben Sie die Sätze zu Ende.
1. Die Spiegel sind so gewölbt, dass …
2. Das Wasser erhitzt sich so stark, dass …
3. Der Dampf hat einen so hohen Druck, dass …
4. Der Dampf kühlt sich so stark ab, dass …
5. Die Spiegel werden so gesteuert, dass …
6. Die Pumpe ist so leistungsfähig, dass …
7. Die Kosten eines Sonnenkraftwerks sind so hoch, dass …
IV. Was gehört zusammen?
1. Durch die Zufuhr von
Wärme …
2. Durch die Erhöhung der
Temperatur ...
3. Durch Sonnenkraftwerke...
4. Durch Elektromotoren ...
5. Durch den hohen Druck des
Dampfes ...
6. Durch mehrere Spiegel ...
7. Durch einen Computer ...
6
A. werden die Sonnenstrahlen auf
den Kessel fokussiert.
…
B. werden eine Turbine und ein
generator angetrieben.
…
C. verändert die Sonne ständig
ihre Position.
…
D. wird die Bewegung der
Spiegel gesteuert.
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8. Durch die Erdbewegung ...
E. werden die Spiegel bewegt.
F. steigt der Dampfdruck im Kessel.
…
G. wird das Wasser im Kessel
erhitzt und verdampft.
…
H. versucht man, Elektrizität aus
Sonnenlicht zu gewinnen.
V. Drücken Sie anders aus. Gebrauchen Sie Nebesätze mit “indem”.
Beispiel: Durch die Gewinnung von Elektrizität aus Sonnenlicht …
– Indem man Elektrizität aus Sonnenlicht gewinnt, … – Indem Elektrizität aus Sonnenlicht gewonnen wird, …
1. Durch die Fokussierung des Lichts …
2. Durch die Erhitzung des Wassers …
3. Durch die Erzeugung von Dampf …
4. Durch den Antrieb einer Turbine und eines Generators …
5. Durch die Abkühlung und Kondensierung des Dampfes …
6. Durch die Steuerung der Anlage mit Hilfe des Computers …
7. Durch die Bewegung der Spiegel mit Hilfe von Motoren …
VI. Erklären Sie, wie ein Sonnenkraftwerk funktioniert.
LEKTION 2
Text 2. Energie durch Kernverschmelzung
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
die kontrollierte Kernfusion
– управляемая термоядерная
реакция
die Kernverschmelzung
– термоядерная реакция,
ядерный синтез
der Fusionsreaktor
– термоядерный реактор
die Ladung
– заряд
die Abstoβungskraft
– сила отталкивания
in Berührung kommen
– соприкасаться
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mit einem Schlag
der Druckbehälter
der Mantel
der Dampferzeuger
frei werden
verschmelzen
auf die Dauer
– одним ударом
– бак для подачи топлива под
давлением
– обшивка, кожух
– парогенератор
– освобождаться
– синтезировать; сливаться
– в течение
Warum ist es warm, wenn die Sonne scheint? Der Grund dafür ist,
dass die Sonne einen Brennstoff besitzt, der fünf Millionen mal mehr
Energie liefert als die gleiche Menge Kohle oder Öl. Diese Energiequelle ist der Wasserstoff. Der Wasserstoff der Sonne wird zu Helium verschmolzen.
Im Innern der Sonne sind die Temperaturen so hoch, dass die
Wasserstoffatome in positiv geladene Atomkerne und negativ geladene
Elektronen zerfallen. Ein solches hocherhitztes Gas nennen wir
“Plasma”. Gewöhnlich berühren sich Wasserstoffkerne nicht. Da sie die
gleiche Ladung haben, stoβen sie sich ab. Doch bei extrem hohen Temperaturen bewegen sie sich so schnell, dass sie trotz der Abstoβungskraft aufeinander treffen und verschmelzen. Ein kleiner Teil
der Masse der beteiligten Kerne wird dabei entsprechend der Formel
2
Einsteins E = mc in Energie umgewandelt. Diesen und ähnliche Prozesse bezeichnen wir als Kernfusion.
Die Ingenieure bemühen sich, diesen Prozess durchzuführen und zu
steuern. Damit wären alle unsere Probleme lösbar. Um aber die Wasserstoffkerne zu “zünden”, benötigen wir eine Anfangstemperatur von
etwa 100 000 000 Grad. Das hocherhitzte Plasma darf daher auf keinen
Fall mit der Apparatur in Berührung kommen, da diese mit einem
Schlag verdampfen würde. Hier liegen die besonderen Schwierigkeiten
bei allen Experimenten mit höchsten Temperaturen.
Gewöhnlich versucht man, durch starke Magnetfelder das Plasma
von der Reaktorwand fernzuhalten. Es gibt aber ein besonderes
Verfahren, das die hohe Energiekonzentration des Lasers ausnutzt. Ein
Fusionsreaktor besteht aus einem kugelförmigen, gasleeren Druckbehälter. Im Mantel dieses Behälters befinden sich starke Lasergeräte,
deren Strahlen sich im Mittelpunkt kreuzen. Ein Kügelchen aus gefrorenem, schwerem Wasserstoff fällt in den Reaktor. Sobald es den
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Mittelpunkt erreicht hat, werden die Laser eingeschaltet. In Bruchteilen
von Sekunden wird das Kügelchen zusammengepreβt und auf viele
Millionen Grad erhitzt.
Die bei der Kernfusion frei werdende Wärmeenergie wird von
einem Kühlmittel im Mantel des Reaktors aufgenommen. Dieses strömt
durch einen Dampferzeuger. Der Dampf aus dem Dampferzeuger treibt
Turbinen und Generatoren an.
Die kontrollierte Kernfusion ist bis heute noch nicht gelungen, weil
die Leistung der Laser heute noch nicht ausreicht. Man gewinnt heute
Energie aus Wasserstoff durch Verbrennung mit Sauerstoff.
Übungen
I. Steht das im Text?
1. Der Wasserstoff der Sonne wird zu Helium verbrannt.
2. Wegen der hohen Temperaturen zerfallen die Wasserstoffatome im
Innern der Sonne.
3. Wasserstoffkerne bezeichnet man als Plasma.
4. Die Wasserstoffkerne treffen normalerweise nicht aufeinander, weil
sie unterschiedlich geladen sind.
5. Eine schnelle Bewegung der Wasserstoffkerne bei sehr hohen Temperaturen ermöglicht eine Verschmelzung der Kerne.
6. Bei der Kernverschmelzung wird Energie in Masse umgewandelt.
7. Die heutigen Lasergeräte sind für die Kernverschmelzung noch nicht
leistungsfähig genug.
II. Beantworten Sie bitte die Fragen.
1. Was bedeutet das Wort “Plasma”?
2. Wie läuft die Kernfusion in der Sonne ab?
3. Warum bemühen sich die Ingenieure, diesen Prozess auf der Erde
durchzuführen und zu steuern?
4. Warum ist es schwierig, die kontrollierte Kernfusion durchzuführen?
5. Woraus besteht der Fusionsreaktor?
6. Was geschieht, wenn das Kügelchen den Mittelpunkt erreicht hat?
7. Warum ist die kontrollierte Kernfusion bis heute noch nicht gelungen?
8. Auf welche Weise gewinnt man heute in der Technik Energie aus
Wasserstoff ?
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III. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. Atome zerfallen … geladene Kerne und Elektronen.
2. … sehr hohen Temperaturen bewegen sich die Kerne so schnell, dass
sie … der Abstoβungskraft aufeinandertreffen.
3. Ein Teil der Masse wird … der Formel Einsteins ... Energie umgewandelt.
4. Dieser Prozess wird ... Kernfusion bezeichnet.
5. … keinen Fall darf das Plasma … dem Reaktor … Berührung
kommen, da dieser … einem Schlag verdampfen würde.
6. … allen Experimenten … höchsten Temperaturen gibt es diese
Schwierigkeiten.
7. Ein Kügelchen … schwerem Wasserstoff fällt … den Reaktor.
8. …Bruchteilen … Sekunden wird das Kügelchen … viele Millionen
Grad erhitzt.
IV. Ersetzen Sie Bedingungssätze mit der Konjunktion “wenn”
durch ein Satzglied mit der Präposition “bei” wie im Beispiel.
Beispiel: Wenn die Temperatur extrem hoch ist, verschmelzen die
Wasserstoffkerne. – Bei extrem hoher Temperatur …
1. Wenn die Temperatur höher ist, …
2. Wenn die Ladungen entgegengesetzt sind, …
3. Wenn der Druck nicht konstant ist, …
4. Wenn die Energiekonzentration erhöht ist, …
5. Wenn die Temperatur steigt, … (steigend)
6. Wenn der Druck weiter sinkt, … (sinkend)
7. Wenn die Leistung konstant bleibt, … (bleibend)
V. Verkürzen Sie wie im Beispiel.
Beispiel: Erhöht sich die Temperatur, dann verschmelzen die Wasserstoffkerne. – Bei einer Erhöhung der Temperatur verschmelzen …
1. Verändert sich die Temperatur, dann …
2. Steigt der Druck an, dann … (der Anstieg)
3. Verbrennt der Wasserstoff mit Sauerstoff, dann …
4. Verschmelzen die Kerne zu Helium, dann …
5. Wandelt sich Masse in Energie um, dann … (von Masse)
6. Wird die Laserleistung gesteigert, dann ...
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VI. Schreiben Sie die Sätze zu Ende.
1. Ein besonderes Verfahren zur Kernfusion nutzt ...
2. Starke Lasergeräte befinden sich ...
3. Ein Wasserstoffkügelchen fällt ...
4. Die freiwerdende Wärmeenergie ...
5. Sofort wird das Kügelchen ...
6. Der Dampf aus dem Dampferzeuger treibt ...
7. Das Kühlmittel strömt ...
8. Wenn das Kügelchen den Mittelpunkt erreicht hat, ...
VII. Erklären Sie, wie ein Fusionsreaktor arbeitet.
LEKTION 3
Text 3. Wohin fährt das Auto?
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
der Straβenbau
– строительство дорог
der Straβenverkehr
– уличное движение
der Personenverkehr – пассажирские перевозки
der Güterverkehr
– грузовые перевозки
der Stau
– пробка на дороге
das Abgas
– выхлопной газ
Im Jahr 1993 gab es in Deutschland 38 Millionen Autos. Jedes Jahr
vergröβert sich diese Zahl um eine Million. Im Durchschnitt besitzen in
Deutschland weniger als zwei Personen einen Wagen.
Kein anderes Verkehrsmittel hat das Leben der Menschen in den
Industrieländern so stark verändert. Es hat ihnen eine individuelle
Bewegungsfreiheit gegeben, die sie vorher nicht gekannt haben. Man
fährt mit dem Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und zu
Freunden. Die Deutschen fahren am Wochenende auf das Land und im
Urlaub nach Italien oder Spanien. Viele Autobesitzer legen jährlich
50 000 km zurück; das ist mehr als der Erdumfang.
Das Auto garantiert unseren Wohlstand. Es ist einer der wichtigsten
Wirtschaftsfaktoren. In Deutschland hängen mehr als zwei Millionen
Arbeitsplätze vom Auto ab, Arbeitsplätze in der Industrie, im Straβenbau und Transportwesen, im Autohandel, in Tankstellen-, Repara11
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tur- und Taxigewerbe. Im Export wird jeder sechste Euro durch den
Verkauf von Straβenfahrzeugen verdient.
Doch die “Autogesellschaft” hat einen Feind. Es sind die Autos
selbst. Je mehr Autos auf den Straβen fahren, umso gröβer werden die
Probleme, die sie verursachen. Die meisten Schwierigkeiten also
bereitet der Autogesellschaft die Zunahme des Straβenverkehrs.
Die schlimmen Folgen des Straβenverkehrs sind Verkehrsunfälle
und Schäden durch Abgase. In Deutschland sterben jährlich etwa 9000
Menschen bei Verkehrsunfällen und 500 000 werden verletzt. Die
Abgase der Autos sind eine Gefahr für die Menschen und die Natur und
eine Hauptursache des Waldsterbens.
Ein groβer Teil des in Deutschland freigesetzten CO2 stammt aus
Straβenfahrzeugen. Durch den Straβenbau geht ständig wertvolles Land
verloren; aber je mehr Straβen gebaut werden, umso stärker nimmt der
Verkehr zu.
Durch die Wiedervereinigung, die Öffnung Osteuropas und durch
den gemeinsamen Wirtschaftsraum der EU wurde Deutschland zu
einem der gröβten Transitländer. Immer mehr ausländische Autos
fahren durch Deuschland. Bis 2010 erwartet man eine Zunahme des
Personenverkehrs um 30 % und des Güterverkehrs um 95 %. Bereits
1991 waren die Staus 130 000 Kilometer lang. In den Staus werden
Autos zu Gefängnissen. Der alte Slogan der Autoindustrie “Freie Fahrt
für freie Bürger” ist absurd geworden. Viele Autofahrer sind nicht mehr
“freie Bürger”, sondern Gefangene ihres Wagens. Und dennoch fahren
allein in Deutschland jedes Jahr eine Million mehr Autos.
Wo wird die Fahrt enden?
Übungen
I. Beantworten Sie bitte folgende Fragen.
1. Welche Möglichkeit bietet das Auto den Menschen?
2. Warum kann man sagen, dass das Auto unseren Wohlstand garantiert ?
3. Was bereitet der “Autogesellschaft” die meisten Schwierigkeiten?
4. Nennen Sie zwei Folgen des Straβenverkehrs, die Sie für besonders
schlimm halten.
5. Was bedeutet der Ausdruck : Deutschland ist ein “Transitland”?
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6. Warum bringt die Wiedervereinigung Europas neue Verkehrsprobleme mit sich ?
7. Warum ist es für einen Autofahrer nicht angenehm, in einem Stau zu
stehen?
II. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. Etwa 40 Millionen Autos fahren … den Straβen Deutschlands.
Jährlich nehmen die Autos … eine Million zu.
2. Man fährt … dem Auto zur Arbeit, … Schule, zum Einkaufen und …
seinen Freunden.
3. Die Deutschen fahren … Wochenende … das Land und … Sommer
… Italien und … andere Länder.
4. Viele Arbeitsplätze hängen … Auto ab, z. B. Arbeitsplätze … der
Industrie, … Straβenbau, … Autohandel.
5. Doch Autos sind eine Gefahr … die Menschen und die Natur. Viele
Menschen sterben … Verkehrsunfällen.
6. … 2010 erwartet man eine Zunahme des Personenverkehrs … 30 %.
7. … den Staus werden Autos … Gefängnissen.
III. Bilden Sie Verkürzungen durch Ausdrücke mit Partizipien I, II
wie im Beispiel.
Beispiel: Die Autos, die im Stau stehen, … – Die im Stau stehenden
Autos ...
1. Die Autos, die durch Deutschland fahren, ...
2. Die Autos, die bei Unfällen beschädigt werden, ...
3. Die Zahl der Personen, die bei Unfällen verletzt wurden, ...
4. Das Kohlendioxid, das durch Automotoren freigesetzt wird, …
5. Die Luftverschmutzung, die durch den Verkehr verursacht wird, …
6. Ein Umweltproblem , das durch den Verkehr entsteht, …
IV. Bilden Sie Sätze wie im Beispiel.
Beispiel: Wenn der Straβenverkehr zunimmt, vergröβern sich die
Probleme. – Eine Zunahme des Straβenverkehrs führt zu einer
Vergröβerung der Probleme.
1. Wenn der Straβenbau gefördert wird, nimmt der Verkehr zu.
2. Wenn der Verkehr zunimmt, steigt die Zahl der Unfälle. (der
Anstieg)
3. Wenn sich die Staus vermehren, erhöhen sich die Verluste.
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4. Wenn die Abgase reduziert werden, verringert sich die Luftverschmutzung.
5. Wenn die Produktion steigt (der Anstieg), sinkt die Zahl der
Arbeitslosen.
6. Wenn sich die Produktion verringert, nimmt die Arbeitslosigkeit zu.
V. Behandeln Sie mündlich oder schriftlich folgende Themen.
1. Wie könnte man in Deutschland die schlimmen Folgen des
Straβenverkehrs verhindern?
2. Welche Verkehrsprobleme gibt es in Russland?
3. Haben Sie ein Auto? Warum oder warum nicht? Möchten Sie ein
Auto kaufen? Warum oder warum nicht?
LEKTION 4
Text 4. Wie arbeitet ein Dieselmotor?
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
der Brennstoff
– топливо
der Pleuel
– шатун
die Kurbelwelle
– коленчатый вал
das Kurbelgehäuse
– картер двигателя
der Zylinderkopf
– головка цилиндра
die Einspritzdüse
– форсунка
das Einlassventil
– впускной канал
das Auslassventil
– выпускной вентиль
das Ansaugetakt
– такт впуска
der Auspufftakt
– такт выпуска
der Kolben
– поршень
der Totpunkt
– мертвая точка
der Verbrennungsraum – камера сгорания
Wird Gas verdichtet, so steigt seine Temperatur. Kann man Luft so
stark verdichten, dass eingespritzter Brennstoff sich selbst entzündet?
Auf diese Frage suchte Rudolf Diesel eine Antwort, als er 1892 an der
Maschinenfabrik Augsburg die ersten Experimente mit seinem neuen
Motor durchführte.
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Ein Dieselmotor besteht aus einem Zylinder, in dem sich ein Kolben bewegt. Der Pleuel verbindet den Kolben mit der Kurbelwelle, die
im Kurbelgehäuse rotiert. Im Zylinderkopf befinden sich die Einspritzdüse, das Einlassventil und das Auslassventil. Wir bezeichnen diese
Maschine als Viertaktmotor, denn der Arbeitszyklus dieses Motors besteht aus vier Kolbenbewegungen (Takten).
Die Arbeitsweise eines Viertaktdieselmotors
1. Ansaugetakt.
Der Kolben bewegt sich nach unten. Das Einlassventil ist geöffnet,
und der Kolben saugt Luft in den Zylinder.
2. Verdichtungstakt.
Hat der Kolben seinen unteren Totpunkt erreicht, dann wird das
Einlassventil geschlossen. Der Kolben bewegt sich nach oben und verdichtet die eingesaugte Luft. Die Luft erhitzt sich dadurch auf mehrere
hundert Grad. Durch die Einspritzdüse wird Treibstoff in den Zylinder
gespritzt.
3. Arbeitstakt.
Das Treibstoff-Luft- Gemisch entzündet sich in der erhitzten Luft
und verbrennt. Temperatur und Druck im Zylinder steigen, und die
heiβen Verbrennungsgase pressen den Kolben nach unten. Durch den
Pleuel wird die Kraft auf die Kurbelwelle übertragen.
4. Auspufftakt.
Wenn der Kolben abermals seinen unteren Totpunkt erreicht hat,
öffnet sich das Auslassventil. Der Kolben bewegt sich wieder nach
oben und stöβt die Verbrennungsgase aus.
Um die Leistung zu steigern, ist es nötig, den Druck zu erhöhen.
Dies geschieht, indem man durch eine Pumpe Luft in den Zylinder
preβt. Diese Pumpe wird mit Hilfe einer Turbine durch die Abgase des
Motors angetrieben.
Um den Verbrennungsraum möglichst rasch zu füllen und zu
leeren, verwendet man heute Zylinder mit vier statt mit zwei Ventilen.
Diese und andere Verbesserungen haben den Dieselmotor leistungsfähiger, kleiner und flexibler gemacht. 100 Jahre nach seiner Erfindung
ist er nicht nur die Antriebsmaschine von Lokomotiven, Lastwagen,
Bussen und Schiffen, sondern von Millionen Straβenfahrzeugen aller
Gröβen.
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Übungen
I. Wiederholen Sie wichtige Begriffe aus der Motorentechnik:
das Auslassventil, das Einlassventil, die Einspritzdüse, der Kolben, das
Kurbelgehäuse, die Kurbelwelle, der Pleuel, der Totpunkt, der Zylinder,
der Zylinderkopf.
Ergänzen Sie die Sätze.
1. Der Kolben bewegt sich im …
2. Der … hat die Funktion, die Luft zu verdichten.
3. Durch den … wird die Kraft auf die Kurbellwelle übertragen.
4. Durch die … wird die Auf-und Abbewegung in eine Rotationsbewegung umgewandelt.
5. Das … umschlieβt die Kurbellwelle.
6. Die Ventile und die Einspritzdüse befinden sich im …
7. Die Luft strömt durch das … in den Zylinder.
8. Wenn das … geöffnet ist, strömen die Abgase aus.
9. Durch die … wird Treibstoff in die erhitzte Luft gespritzt.
II. Gebrauchen Sie reflexive Verben, Passiv mit “werden”. Erinnern
Sie sich bitte: Die Tür öffnet sich. Die Tür wird geöffnet.
In einigen Fällen gibt es zwei Möglichkeiten.
Beispiel: Der Kolben – nach unten (bewegen) – Der Kolben bewegt
sich nach unten (wird … bewegt).
1. Vor Beginn des Ansaugetaktes – Einlassventil (öffnen)
2. Die Luft (verdichten) und (erhitzen)
3. Der Treibstoff – durch die Einspritzdüse – in den Zylinder (spritzen)
4. Das Treibstoff-Luft-Gemisch – in der erhitzten Luft (entzünden)
5. Der Kolben – durch die Verbrennungsgase – nach unten (pressen)
6. Die Kraft – durch den Pleuel auf die Kurbellwelle (übertragen)
III. Welche Wörter passen zusammen? Bilden Sie Sätze.
Der Kolben
rotiert
Luft
mit der Kurbelwelle
Der Pleuel
saugt
den Kolben
im Zylinderkopf
Die Kurbelüberträgt
die angein der erhitzten Luft
welle
saugte Luft
Einspritzdüse
und Ventile
bewegt sich die Kraft
im Kurbelgehäuse
Der Kolben
verbindet
im Zylinder
Der Kolben
befinden sich
auf die Kurbelwelle
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Der Treibstoff
Der Pleuel
entzündet sich
verdichtet
in den Zylinder
IV. Verkürzen Sie wie im Beispiel.
Beispiel: Um den Kolben zu bewegen, … (Bewegung) – Zur
Bewegung des Kolbens …
1. Um die Luft anzusaugen, … (das Ansaugen)
2. Um das Einlassventil zu öffnen, … (das Öffnen)
3. Um das Auslassventil zu schlieβen, … (das Schlieβen)
4. Um die Luft zu verdichten, … (die Verdichtung)
5. Um das Gemisch zu zünden, … (die Zündung)
6. Um das Gas zu verbrennen, … (die Verbrennung)
7. Um den Druck im Zylinder zu erhöhen, … (die Erhöhung)
8. Um die Kraft auf die Kurbelwelle zu übertragen, … (die Übertragung)
V. In welchen Fällen würde der Motor nicht funktionieren? (Der
Motor würde in … nicht funktionieren.)
1. Kurz vor dem Ansaugetakt öffnet sich das Einlassventil.
2. Während des Ansaugetakts ist eines der beiden Ventile geschlossen.
3. Kurz nach dem ersten Takt schlieβen sich beide Ventile.
4. Während des Verdichtungstaktes ist nur eines der beiden Ventile
geöffnet.
5. Während des Verdichtungstaktes ist das Einlassventil geschlossen.
6. Kurz vor Beginn des Arbeitstaktes wird das Auslassventil geschlossen.
7. Kurz nach dem Arbeitstakt öffnet sich das Auslassventil.
8. Während des Auspufftaktes ist das Einlassventil geschlossen.
VI. Erklären Sie die Arbeitsweise eines Viertaktmotors.
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LEKTION 5
Text 5. Wasserstoff – ein neuer Treibstoff
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
der Tank
– топливный бак
der Druckgasspeicher – пневматический аккумулятор
das Hydrid
– гидрид
die Speicherung
– аккумулирование
der Antrieb
– двигатель
sich anlagern
– присоединяться
der Druckspeicher
– гидроаккумулятор
umweltfreundlich
– не наносящий вреда окружающей среде
die Kosten
– расходы
kostenlos
– бесплатный
Welcher Kraftstoff wird unsere Autos antreiben, wenn das Erdöl
knapp wird? Eine interessante Alternative zum Benzin ist der Wasserstoff, denn sein Rohstoff, das Wasser, ist unbegrenzt vorhanden, und
seine Verbrennung verläuft ohne schädliche Abgase und damit umweltfreundlich.
Wasserstoff gewinnt man durch Zerlegung des Wassers mit Hilfe
von Strom. Diesen Vorgang nennt man Elektrolyse. Strom aus Solarzellen wäre geeignet, Wasserstoff zu erzeugen. Leider kann man Wasserstoff nicht in einem Benzintank transportieren, denn sein Siedepunkt
liegt bei – 253 °C. Besondere Schwierigkeiten bereiten also das Tanken
und Speichern. Drei Arten von H2-Tanks sind denkbar, der Flüssigspeicher, der Druckgasspeicher und der Metallhydrid-Speicher. Die interessanteste Möglichkeit ist die Speicherung in einem Hydridtank.
Ein solcher Tank ist mit Pulver aus einer Metall-Legierung gefüllt.
Geeignete Metalle sind Magnesium (Mg) oder Titan (Ti). Unter hohem
Druck wird H2 – Gas in den Tank geleitet. Die H – Atome lagern sich
an die Metallatome an. So entsteht z.B. Magnesium_Hydrid (MgH2):
Mg + H2 –MgH2 + Wärme
Bei diesem Prozess entsteht Wärme. Während der Fahrt wird der
Wasserstoff wieder vom Metall gelöst. Dabei muss man dem Metallhydrid Wärme zuführen. Zu diesem Zweck pumpt man das erhitzte Kühlwasser (K) des Motors oder die heiβen Abgase durch den Tank.
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MgH2 + Wärme – Mg + H2
Ein Metallhydrid – Tank ist 25 mal schwerer als ein Benzintank.
Sein Nachteil ist also sein groβes Gewicht. Während Flüssigspeicher
jedoch ein teures Kühlsystem brauchen und Druckspeicher ein groβes
Volumen haben und leicht explodieren, ist der Metallhydrid – Speicher
völlig sicher, und der Gasdruck ist genau so, wie ihn der Motor braucht.
Von 1984 bis 1988 führte man in Berlin mit fünf Personenwagen
und fünf Transportwagen einen Test durch. Das Ergebnis: Der Betrieb
von Fahrzeugen mit Wasserstoff als Energiequelle ist möglich. Zwar
sind die Kosten eines Wagens mit Benzinmotor niedriger als die eines
Wasserstoffautos. Aber der Wasserstoffmotor ist umweltfreundlicher
und billiger als der Benzinmotor.
Übungen
I. Was steht im Text?
1. a) Erdöl ist eine interessante Alternative zum Wasserstoff.
b) Kraftstoff ist keine interessante Alternative zum Wasserstoff.
c) Wasserstoff ist eine interessante Alternative zum Erdöl.
2. a) Leider kann man in einem Hydridspeicher keine Flüssigkeit
transportieren.
b) Leider kann man Benzin nicht in einem Flüssigkeitsspeicher
transportieren.
c) Leider kann man Wasserstoff nicht in einem Benzintank
transportieren.
3. a) Man pumpt das erhitzte Kühlwasser durch den Motor.
b) Man leitet Wasserstoff durch das Hydroxidpulver.
c) Man pumpt Wasserstoffgas durch das Magnesiumpulver.
4. a) Ein Nachteil des Druckspeichers ist sein teures Kühlsystem.
b) Ein Vorteil des Hydridspeichers ist seine Sicherheit.
c) Ein Nachteil des Flüssigspeichers ist sein groβes Gewicht.
5. a) Die Verbrennung im Wasserstoffmotor läuft ohne Gas ab.
b) Die Abgase der Verbrennung sind unschädlich.
c) Bei der Verbrennung im Wasserstoffmotor entstehen fast
keine schädlichen Abgase.
6. a) Der Benzinmotor ist billiger und umweltfreundlicher als der
Wasserstoffmotor.
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b) Der Wasserstoffmotor ist umweltfreundlicher und billiger als der
Benzinmotor.
c) Der Wasserstoffmotor ist umweltfreundlicher als der Benzinmotor.
II. Formulieren Sie anders. Gebrauchen Sie Satzglieder mit
“durch”.
Beispiel: Indem man Wasserstoff nutzt, … – Durch die Nutzung
von Wasserstoff.
1. Indem man Solarzellen verwendet, …
2. Indem man Wasser zerlegt, …
3. Indem man Wasserstoff speichert, …
4. Indem man einen Tank mit einer Metalllegierung füllt, …
5. Indem Wärmeenergie zugeführt wird, … (die Zufuhr)
6. Indem Wasserstoff vom Metall gelöst wird, …
7. Indem Wasserstoff im Motor verbrannt wird, …
III. Drücken Sie das anders aus. Gebrauchen Sie die Konstruktionen: Modalverb + Infinitiv Passiv, sich lassen + Infinitiv.
Beispiel: Dazu kann man Wasserstoff verwenden. – Dazu kann
Wasserstoff verwendet werden. – Dazu lässt sich Wasserstoff verwenden.
1. Das kann mann machen.
2. Das kann man berechnen.
3. Das kann man kontrollieren.
4. Wasser kann man als Rohstoff verwenden.
5. Wasserstoff kann man in einem Tank transportieren.
6. Durch Wärmezufuhr kann man Metallhydrid spalten.
7. Auf diese Weise kann man Wasserstoffatome abtrennen.
IV. Formulieren Sie anders. Gebrauchen Sie doppelte Konjunktionen: sowohl – als auch; entweder – oder; weder – noch.
1. Benzin und Wasserstoff sind nicht kostenlos.
2. Dieser Motor kann als Benzin-oder als Wasserstoffmotor verwendet
werden.
3. Geeignete Legierungen können aus Magnesium und Titan hergestellt
werden.
4. Man könnte auch Autos bauen, die mit Benzin und mit Wasserstoff
fahren können.
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5. Wasserstoff wird durch chemische oder elektrolytische Zerlegung
des Wassers gewonnen.
6. Man kann das erhitzte Kühlwasser des Motors oder die heiβen Abgase durch den Tank pumpen.
V. Formulieren Sie anders. Benutzen Sie Satzglieder mit “Zur” und
“Zum”.
Beispiel: Um Wasserstoff zu gewinnen, … – Zur Gewinnung von
Wasserstoff.
1. Um Wasserstoff zu verwenden, …
2. Um Wasserstoff zu transportieren, …( der Transport)
3. Um Autos und Flugzeuge anzutreiben, …( der Antrieb)
4. Um Wasserstoff in einem Tank zu speichern, …
5. Um Wärmeenergie in Motoren zu gewinnen, …
6. Um schädliche Abgase zu vermeiden, …
7. Um eine Klimaveränderung zu verhindern, …
VI. Erklären Sie, wie ein Wasserstoffmotor mit Energie versorgt
wird.
LEKTION 6
Text 6. Die Satelliten – Funkstation Raisting
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
die Funkstation
– радиостанция
die Frequenz
– частота
bündeln
– фокусировать
der Reflektor
– отражатель, зеркало
der Richtfunk
– направленная радиосвязь
die Richtfunkantenne
– направленная антенна
die Datenübertragung
– передача данных
die Nachrichtentechnik
– техника связи
das Nachrichtennetz
– коммуникационная сеть
die Bahn
– орбита
die Sendefrequenz
– несущая частота передатчика
die Empfangsfrequenz
– частота принимаемого сигнала
die Richtfunkstrecke
– радиорелейная линия
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das Sendegerät
der Datenempfänger
ausrichten
– передающее устройство
– получатель данных
– ориентировать
Seit Menschen auf der Erde leben, tauschen sie Nachrichten aus.
Die ersten Mittel dazu waren Zeichen und gesprochene Worte ; sie
wurden ergänzt durch Briefe und Bücher, durch Zeitungen und
Zeitschriften, dann durch Telegrafie und Telefon, schlieβlich durch
Rundfunk, Fernsehen und Datenübertragung. Hand in Hand mit der
Nachrichtentechnik entwickelte sich die Zivilisation. Ohne die moderne
Nachrichtentechnik wäre das moderne Leben nicht vorstellbar.
Südlich von München in einem Tal der Voralpen liegt Raisting. Vor
dreiβig Jahren war Raisting ein unbekannter Ort; heute ist es eines der
bedeutendsten Zentren der Telekommunikation. In der Nähe des Ortes
stehen sechs groβe Antennen. Sie verbinden das mitteleuropäische
Nachrichtennetz über Satelliten mit der ganzen Welt. Die Satelliten befinden sich in 36 000 km Höhe über dem Äquator. Ihre Bahnen wurden
so gewählt, dass sie über der Erde stillzustehen scheinen. Einer davon,
INTELSAT VI, ist z.B. in der Lage, 120 000 Telefongespräche und drei
Fernsehsendungen gleichzeitig zwischen Europa und Amerika zu übertragen.
Dieser Satellit steht mit einer der Antennen von Raisting in Verbindung. Der Hauptteil der Antenne ist ein groβer “Reflektor”. Er hat
die Form einer Schüssel und ist etwa 30 m breit. Die Öffnung des Reflektors ist genau auf den Satelliten ausgerichtet. Deshalb nennt man
eine solche Antenne “Richtfunkantenne”. Sie kann Radiowellen
zugleich senden und empfangen. Die Sende – und Empfangsfrequenzen
betragen vier und sechs Gigahertz. Sie sind so hoch, dass sich die Radiowellen fast wie Lichtstrahlen verhalten.
Beim Empfang treffen die Signale vom Satelliten auf den groβen
Reflektor. Dieser bündelt sie auf einen zweiten kleinen Reflektor, der
sich im Brennpunkt des groβen befindet. Der kleine wiederum fokussiert die Strahlen durch eine Öffnung im Hauptreflektor auf einen
Punkt. Die Energiedichte des Strahls wird dadurch auf das 2 000 000
fache erhöht. Die so verstärkten Signale werden verarbeitet und über
Richt-funkstrecken und Kabel zu den Empfängern geleitet.
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Beim Senden laufen die Signale den umgekehrten Weg. Ein kleines
Sendegerät unter dem grossen Reflektor strahlt sie auf den kleinen Reflektor, der kleine auf den grossen und dieser wie einen Lichtstrahl zum
Satelliten. Eine Richtfunkantenne auf dem Satelliten sendet die Signale
auf einen bestimmten Teil der Erde zurück. Eine Erdfunkstation nimmt
die Nachrichten auf und leitet sie weiter zu den Telefon-, Rundfunk-,
Fernseh- und Datenempfängern in einem anderen Teil der Welt.
Übungen
I. Beantworten Sie bitte folgende Fragen.
1. Wie haben Menschen vor 10 000 Jahren, vor 1000 und vor
100 Jahren Nachrichten übertragen ?
2. Warum ist Raisting in Bayern heute kein unbekannter Ort mehr ?
3. Welche Aufgaben haben die Antennen von Raisting ?
4. Warum befinden sich die Satelliten genau 36 000 km über dem
Äquator ?
5. Warum nennt man die Antennen von Raisting “Richtfunkantennen”?
6. Warum verhalten sich die gesendeten und empfangenen Radiowellen
fast wie Lichtstrahlen ?
7. Wie werden die Signale, die vom Satelliten kommen, schlieβlich auf
einen Punkt konzentriert ?
8. Wie erreichen die Signale, die von der kleinen Sendeantenne abgestrahlt werden, schlieβlich den Satelliten ?
II. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. Was waren die ersten Mittel … Austausch … Nachrichten ?
2. Worte und Zeichen wurden ergänzt … Bücher und Briefe.
3. Hand … Hand … der Nachrichtentechnik entwickelte sich die Zivilisation.
4. Die Satelliten scheinen … der Erde stillzustehen.
5. Jeder Satellit steht ... einer Antenne ... Raisting ... Verbindung.
6. Der Reflektor ist ... einen Satelliten ausgerichtet.
7. Die Signale ... Satelliten treffen ... den groβen Reflektor.
8. Der kleine Reflektor fokussiert die Strahlen ... eine Öffnung ...
Hauptreflektor. ... einen Punkt.
9. Die Antennen verbinden Mitteleuropa ... Satelliten ... der ganzen
Welt.
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III. Machen Sie wie im Beispiel.
Beispiel: Das Signal ist zu verstärken. – Das zu verstärkende Signal …
1. Die Nachricht ist zu übertragen.
2. Die Informationen sind weiterzuleiten.
3. Die Daten sind zu verarbeiten.
4. Die Sendeantennen sind zu prüfen.
5. Die Übertragungsstrecke ist festzulegen.
6. Die Umlaufbahn ist zu bestimmen.
IV. Gebrauchen Sie statt “kann + Infinitiv” die Konstruktion “sich
lassen + Infinitiv”.
Beispiel: Nachrichten kann man auf verschiedene Weise übertragen. – Nachrichten lassen sich auf verschiedene Weise übertragen.
1. Signale kann man verändern.
2. Informationen kann man codieren.
3. Radiowellen kann man fokussieren.
4. Durch besondere Geräte kann man Signale verarbeiten.
5. Mit Antennen kann man Signale senden und empfangen.
6. Durch Fokussierung kann man die Energiedichte erhöhen.
V. Bringen Sie die Sätze in die richtige Reihenfolge (zuerst Empfangen, dann Senden).
1. Durch den kleinen Reflektor werden die Strahlen auf einen Punkt
fokussiert.
2. Die Nachrichten werden zu den einzelnen Empfängern geleitet.
3. Die Signale werden von dem groβen Reflektor auf den kleinen
gebündelt.
4. Der kleine Reflektor strahlt die Wellen auf den grossen.
5. Die Radiowellen vom Satelliten treffen auf den grossen Reflektor.
6. Durch die kleine Sendeantenne werden die Signale auf den kleinen
Reflektor gestrahlt.
7. Vom grossen Reflektor wandern die Radiowellen zum Satelliten.
8. Die empfanenen und verstärkten Signale werden von der
Erdfunkstation verarbeitet.
VI. Beschreiben Sie die Vorgänge beim Empfangen und Senden.
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LEKTION 7
Text 7. Informationsübertragung im Internet
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
das Terminal
– терминал
der Anschluss
– подключение
die Homepage (англ.)
– «домашняя» страница, сайт
der Hypertext
– гипертекст
das Hot Link, -s (англ.) – «горячая, быстрая» ссылка, указатель
die Search Engine (англ.) – программа поиска
die Route
– маршрут
der Router
– маршрутизатор
das Datenpaket
– пакет данных
der PC
– персональный компьютер
der Browser (англ.)
– браузер, программа просмотра
der Speicher
– память, запоминающее устройство
der Klick
– щелчок
die Suchmaschine
– поисковая система, поисковая машина
abrufen
– проводить выборку данных
die Telefonleitung
– телефонная линия
der Rechner
– компьютер
das Rechnernetz
– компьютерная сеть
die Software
– программное обеспечение, программа
eingeben
– вводить данные
übermitteln
– передавать
Möchten Sie dem Präsidenten der USA einen guten Morgen wünschen? Das Internet bietet Ihnen dazu die Möglichkeit.
Sicher hat Ihre Hochschule ein Terminal mit Internetanschluss. Auf
dem Bildschirm erkennen Sie die “Homepage” Ihrer Hochschule. Eine
solche Homepage ist ein sogenannter “Hypertext”. Er enthält “Hot
Links”, das sind farbige, unterstrichene oder umrandete Textstellen und
Bilder. Eines dieser “Links” heiβt z.B. “Information”. Ein Klick mit der
Maus auf “Information” öffnet einen neuen Hypertext mit weiteren Hot
Links. Eines davon scheint besonders interessant zu sein: “Search Engines”. Ein Klick darauf lässt eine ganze Liste von seltsamen Namen
erscheinen: Alta Vista, WebCrawler, Yahoo usw.
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Versuchsweise klicken Sie auf “Yahoo”. Nun erscheint die Homepage dieser Suchmaschine mit einer Leerzeile und der Aufforderung:
“search”. Welches Stichwort werden Sie in die Leerzeile eintippen? Sie
wählen “White House Electronic Guest Book”. Tippen Sie “Good
Morning, Mr. Präsident” ein und senden Sie den Text mit der EnterTaste ab.
Wie wandert Ihre Nachricht von Deutschland in die USA? Man
kann das Übertragungssystem mit der Brief-oder Paketpost vergleichen.
Briefe werden in der Regel zum nächsten Postkasten gebracht, dann
zusammen mit allen anderen Sendungen zu einem Postamt transportiert, dort sortiert, zu einem zweiten, vielleicht zu einem dritten Postamt
geschickt und schlieβlich an die Empfänger verteilt. Ähnlich arbeitet
die elektronische Post, die E-Mail.
Die Postämter sind in diesem Fall besondere Computer, die man
“Routers” nennt, Rechner also, die die richtige “Route” für den Datentransport suchen. Diese Rechner verbinden lokale oder nationale
Rechnernetze mit anderen lokalen oder nationalen Netzen. So entsteht
ein weltweites System von Verbindungen, das Internet.
Wie ein normaler Brief muss auch ein elektronischer
Brief genau adressiert werden, damit die Router erkennen, in
welche Netze sie den Brief weiterleiten müssen. In unserem
Fall lautet die von der Suchmaschine gefundene Adresse:
http:/www.whitehouse.gov/WH/welcome.htm.
Angenommen, Sie möchten einen längeren Brief an das Weiβe
Haus senden, um dem Präsidenten mitzuteilen, warum Sie seine Politik
für richtig oder falsch halten. Dann wird der Brief vom Rechner in
“Pakete” von je 1500 Zeichen aufgeteilt. Diese Datenpakete werden
numeriert und mit Adresse und Absender einzeln übertragen. Wenn
z. B. der Router feststellt, dass die Leitung über London überlastet ist,
sendet er einige “Pakete” über Paris. Diese kommen vielleicht früher an
als die zuerst abgeschickten Sendungen. Am Zielort werden die Pakete
gezählt, geordnet und dem Speicher des Empfängers-PCs zugeleitet.
Natürlich kann man im Internet nicht nur Nachrichten senden, sondern auch Informationen aus der ganzen Welt abrufen und sie am eigenen PC als Texte, Bilder oder Filme sichtbar machen. Mehr noch als
Telefon, Rundfunk und Fernsehen fördert also das Internet den
Austausch von Informationen und öffnet einen neuen, freien Zugang
zum Wissen der Welt.
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Übungen
I. Alle folgenden Aussagen sind richtig. Welche sind im Text enthalten?
1. Ein “Hypertext enthält “Links”, mit denen man weitere “Hypertexts”
öffnen kann.
2. Um “Hypertexts”durchzublättern, braucht man ein besonderes Softwareprogramm, das man “Browser”nennt.
3. Die Datenübertragung im Internet kann langsam sein, aber sie wird
selten unterbrochen.
4. Datenpakete können in veränderten Reihenfolge beim Empfänger
ankommen.
5. Die Routers finden den schnellsten Weg für die Datenübertragung.
6. Im Internet werden auch Telefonleitungen verwendet.
7. Wer einen Telefonanschluss besitzt, kann in der Regel auch einen
E-Mail-Anschluss bekommen.
8. Gröβere Datenmengen werden vor der Übertragung in kleinere
“Pakete” aufgeteilt.
II. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. … dem Bildschirm erscheint ein Hypertext … verschiedenen Hot
Links.
2. Ein Klick … der Maus auf ein Link führt Sie … einem weiteren
Text.
3. …verschiedene Rechnernetze wandert die Nachricht … Deutschland
… die USA.
4. Das Internet lässt sich … der Briefpost vergleichen.
5. Briefe werden zusammen …allen anderen Sendungen … einem
Postamt gebracht und schlieβlich … die Empfänger verteilt.
6. “Routers” verbinden nationale Netze miteinander und suchen den
schnellsten Weg … die Datenübertragung.
7. Im Internet lassen sich Informationen … der ganzen Welt abrufen
und … dem eigenen Rechner sichtbar machen.
III. Wiederholen Sie Fachausdrücke aus der Computer- und
Datenübertragungstechnik:
Die E-Mail, die Homepage, der Hypertext, das Internet, der PC, das
Rechnernetz, die Search Engine, der Speicher.
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IV. Ergänzen Sie bitte.
1. Die Informationsseite einer Hochschule oder eines Internetnutzers
nennt man ….
2. Ein … enthält “Hot Links”, mit denen man weitere Texte öffnen
kann.
3. Ein Software-Programm, mit dem man Internetadressen findet, wird
als … bezeichnet.
4. … ist der Name des weltweiten Systems vernetzter Computer.
5. … nennt man ein besonderes System elektronischer Post.
6. Einen kleineren Rechner zum persönlichen Gebrauch oder zur Verwendung am Arbeitsplatz bezeichnen wir als …
7. Im … eines Compters werden Daten bereitgehalten.
8. Ein … besteht aus einer Reihe von Computern, die Daten
austauschen können.
V. Formen Sie die Sätze wie im Beispiel um.
Beispiel: Nun konnte man Informationen austauschen. (möglich) –
Nun war es möglich, Informationen auszutauschen.
1. Nun konnte man Daten übertragen. (möglich)
2. Nun konnte man Informationen speichern. (möglich)
3. Nun konnte man Daten weiterleiten (nicht mehr schwierig)
4. Nun konnten Rechnernetze aufgebaut werden. (möglich)
5. Nun konnten Rechnernetze verbunden werden. (relativ einfach)
6. Nun nahm der Infornationsaustausch rasch zu. ( selbstverständlich,
dass)
VI. Ein elektronischer Brief wird übermittelt. Was geschieht dabei?
Formen Sie die Sätze bitte um.
Beispiel: Eintippen des Briefes – Der Brief wird eingetippt.
1. Eingeben der E-Mail-Adresse
2. Aufteilen des Textes in Datenpakete
3. Numerieren und Adressieren der Datenpakete
4. Übertragen der Daten zum Router
5. Suchen der richtigen Wegstrecke
6. Übermittlung der E-Mail an den Empfänger
VII. Berichten Sie bitte, wie ein elektronischer Brief übermittelt
wird.
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LEKTION 8
Text 8. Eine Kopie in zehn Sekunden
Merken Sie sich folgende Wörter:
das Deckglas
– панельное стекло
die Taste
– клавиша
print (англ.)
– печатать
die Spannungsquelle – источник напряжения
aufladen
– заряжать
der Überschuss
– избыток, излишек
die Unterlage
– подкладка, подложка
die Walze
– валик
die Trommel
– барабан, цилиндр
aufpressen
– наносить тиснением
abflieβen
– стекать
Einen Text aus einem Buch abzuschreiben war früher die Arbeit
von vielleicht einer Stunde; mit Hilfe eines Kopiergeräts erhält man
heute eine Kopie des gleichen Textes in wenigen Sekunden. Wie
funktioniert ein solches Gerät? Nehmen wir an, die Seite eines Buches
soll kopiert werden. Die betreffende Seite wird umgekehrt auf das
Deckglas des Geräts gelegt, dann drückt man auf die Taste, die mit
“print” gekennzeichnet ist. Im Innern des Geräts leuchtet ein Licht auf.
Ähnlich wie in einem Fotoapparat wird dabei das Bild durch ein System von Linsen und Spiegeln auf eine rotierende Trommel projiziert.
Auf dieser Trommel befindet sich eine dünne Schicht Selen. Dieses
Element besitzt eine interessante Eigenschaft: Es leitet den Strom um
so besser, je stärker es belichtet wird.
Zunächst wird die Selenschicht durch eine Spannungsquelle negativ
aufgeladen, erhält also einen Überschuss an Elektronen. Dann wird das
“Bild” des Textes auf die Selentrommel projiziert. An einigen Stellen
wird die Schicht belichtet, an anderen Stellen bleibt sie dunkel. Die belichteten Stellen leiten nun den Strom. Deshalb flieβen dort die überschüssigen Elektronen zur Unterlage ab. Diese Stellen sind jetzt elektrisch neutral. An den unbelichteten Stellen dagegen bleiben die negativen Ladungen erhalten. Auf der Trommel entsteht so ein unsichtbares
“elektronisches” Bild des Textes.
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Dieses Bild muss nun sichtbar gemacht werden. Dazu wird auf die
Trommel ein feines schwarzes Pulver gestreut, das positiv geladen ist. Da
sich die negativen Ladungen auf der Selenschicht und die positiv geladenen Farbteilchen anziehen, bleibt die Farbe an den unbelichteten
“dunklen” Stellen haften. Auf der Trommel entsteht also ein “Pulverbild”.
Dieses Bild wird mit Hilfe von Walzen auf ein Stück Papier
gepresst und erhitzt, damit die Farbe sich fest mit dem Papier verbindet.
Die Kopie ist fertig. Schlieβlich wird die ganze Selentrommel wieder
negativ aufgeladen und ist somit vorbereitet, das nächste elektronische
Bild aufzunehmen.
Übungen
I. Steht das im Text ?
1. Das Bild wird auf eine sich drehende Trommel projiziert.
2. Auf den Linsen und Spiegeln befindet sich eine Selenschicht.
3. Die Selenschicht hat zuerst einen Elektronenüberschuss.
4. Der Elektronenfluss neutralisiert die Ladung der Selenschicht.
5. Die unbelichteten Stellen bleiben positiv geladen.
6. An den belichteten Stellen gibt es einen Elektronenmangel.
7. Auf die Trommel wird elektrisch geladenes Farbpulver gestreut.
8. Das Farbpulver ist so geladen wie die belichteten Stellen.
9. Das Pulver bleibt an den belichteten Stellen haften.
II. Verkürzen Sie die Aussagen. Verwenden Sie dabei Partizip II.
Achten Sie auf die Endungen.
Beispiel: Die Taste, die mit “print” gekennzeichnet ist, ... – Die mit
“print” gekennzeichnete Taste ...
1. Die Stellen, die belichtet sind ...
2. Die Stellen, die nicht belichtet sind, …
3. Der Bereich, der negativ aufgeladen ist, …
4. Ein Stoff, der positiv aufgeladen ist, …
5. Das Papier, das zum Kopieren verwendet wird, ...
6. Ein Farbpulver, das zum Kopieren verwendet wird, ...
III. Verkürzen Sie bitte die Aussagen. Verwenden Sie dabei Partizip I.
Beispiel: Das Bild, das auf der Selenschicht entsteht, ... – Das auf
der Selenschicht entstehende Bild ...
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1. Das Licht, das auf die Selenschicht fällt, …
2. Die Lichtstrahlen, die auf die Selenschicht fallen, …
3. Viele Elemente, die Strom leiten, …
4. Alle Stoffe, die Strom leiten, …
5. Die Farbe, die sich mit dem Papier verbindet, …
6. Ein Farbstoff, der sich mit dem Papier verbindet, …
IV. Formen Sie wie im Beispiel um.
Beispiel: Der Text, der kopiert werden soll, … – Der Text, der zu
kopieren ist, … – Der zu kopierende Text …
1. In dem Text, der kopiert werden soll, …
2. Die Texte, die korrigiert werden sollen, …
3. Das Gerät, das geprüft werden soll, ...
4. Ein Gerät, das ersetzt werden soll, …
5. Einige Teile, die ersetzt werden sollen, …
V. Machen Sie wie im Beispiel.
Beispiel: Indem man Kopiergeräte entwickelte, … – Durch die
Entwicklung von Kopiergeräten …
1. Indem man die Selenschicht auflädt, …
2. Indem man die Trommel belichtet, …
3. Indem man ein elektronisches Bild erzeugt, …
4. Indem man schwarzes Pulver verwendet, …
5. Indem man das Bild auf Papier überträgt, …
VI. Erklären Sie, wie ein Kopiegerät funktioniert.
LEKTION 9
Text 9. Die Fabrik der Zukunft
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
das Flieβband
– конвейер
die Fertigungstechnik – технология
der Takt
– шаг (перемещения конвейера); такт
einfügen
– вставлять
das Bauteil
– деталь
gleichbleibend
– постоянный, неизменный
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die Konsumgesellschaft
die Werkhalle
der Blechteil
die Kurbelwelle
der Facharbeiter
das Fertigungssystem
die Anlage
das Produktionsverfahren
computerintegrierte
Fertigung (CIM)
die flexible Produktion
die Produktionskette
schrauben
zusammenfügen
– потребительское общество
– цех
– деталь из листового металла
– коленчатый вал
– квалифицированный рабочий
– автоматическая система
– установка; устройство; система
– производственный метод
– компьютерно-интегрированное
производство
– гибкое производство
– производственная цепь
– винтить
– соединять
Als um die Jahrhundertwende Henry Ford in der
Automobilherstellung das Flieβband einführte, begann eine Revolution
in der Fertigungstechnik. Unsichtbar gesteuert bewegte sich das
Flieβband in regelmäβigem Takt. An den Seiten standen die Arbeiter.
Jeder einzelne führte in einer bestimmten Zeit eine bestimmte,
gleichbleibende Arbeit aus. Jeder fügte in jedem Takt ein Bauteil gleicher Art in das entstehende Fahrzeug ein. Nach dem letzten Takt verlieβ das fertige Auto das Flieβband, eines in einer Reihe von
Tausenden.
So entstanden Millionen fast völlig gleicher Fahrzeuge, Henry
Fords “Model T”, die Serien der VW Käfer und BMW, der Rover, Fiat
und Renault. Auf ähnliche Weise entstanden die Millionen identischer
Massenprodukte der Konsumgesellschaft. Diese Art von Fertigungstechnik bestimmte die industrielle Produktion der vergangenen
100 Jahre.
Heute bieten die Werkhallen der Automobilhersteller ein anderes
Bild. In der Fertigungstechnik begann eine neue Revolution. An vielen
Linien stehen keine Arbeiter mehr. Roboter haben ihre Arbeit übernommen. Sie legen Kurbelwellen und Blechteile millimetergenau an
die richtige Stelle, sie schneiden und schweiβen, bohren und schrauben.
Die wenigen Facharbeiter haben nur noch wenige Aufgaben: Sie wechseln die Werkzeuge, beseitigen Störungen und überwachen die Anlagen. In vielen Fällen sind sogar die Flieβbänder verschwunden. Fahrer32
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lose Transportsysteme bringen die Werkstücke zu den “Fertigungsinseln”.
Die neuen Fertigungssysteme unterscheiden sich von ihren Vorgängern auch in einem anderen Punkt. Ein Kunde kauft heute ein Auto
nicht mehr als Massenprodukt. Er bestimmt z.B., welchen Motor, welches Radio, welche Sitze, welchen Rückspiegel und wie viele Türen
sein Wagen haben soll. Eine einzige Serie von Autos besteht daher aus
Tausenden von Varianten.
Das bedeutet für die Fertigung, dass während der Montage jedes
Teil der verschiedenen Varianten im richtigen Moment dem richtigen
Roboter für das richtige Auto zur Verfügung stehen muss.
Menschliche Intelligenz allein kann dieses Organisationsproblem
nicht lösen. Man setzt dazu Computer ein. Der ganze Fabrikbetrieb
wird heute durch vernetzte Rechner gesteuert. Solche Produktionsverfahren nennen wir CIM, Computer Integrated Manufacturing oder
computerintegrierte Fertigung.
Dieses Verfahren ermöglicht eine flexible Produktion und eine rasche Anpassung an den sich verändernden Markt. Es spart nicht nur
Zeit und Geld, sondern auch Arbeitskräfte. Wo früher zehn Techniker
arbeiteten, genügt heute einer. Wo früher fünf Ingenieure tätig waren,
steht ein Computer.
Wird die Fabrik der Zukunft menschenleer sein? Wird sie zum
Glück für jedermann führen oder zur Arbeitslosigkeit von Millionen?
Wir wissen heute, dass eine noch das andere der Fall sein wird. Zwar
wird man in der Industrie weniger Menschen brauchen. Diese bleiben
aber die wichtigsten Glieder in der Produktionskette. Auch die Fabrik
der Zukunft kann auf sie nicht verzichten.
Übungen
I. Steht das im Text?
1. Um 1900 änderte sich die Autoproduktion.
2. Das Flieβband bewegte sich unsichtbar.
3. Alle Fahrzeuge Henry Fords waren völlig identisch.
4. Viele Arten von Produkten wurden auf Flieβbändern hergestellt.
5. In der neuen Fertigungstechnik braucht man keine Arbeiter mehr.
6. Elektronisch gesteuerte Geräte bearbeiten die Bauteile der
Fahrzeuge.
33
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7. Ein einziges Auto besteht aus Tausenden von Varianten.
8. Menschliche Intelligenz kann das Organisationsproblem der modernen Autoherstellung nicht lösen.
9. In der Autoproduktion braucht man heute weniger Fachleute als
früher.
II. Wiederholen Sie die Verben aus der Sprache der Technik:
ausführen, beseitigen, bohren, einfügen, einführen, einsetzen, legen,
schneiden, schrauben, schweiβen, übernehmen, überwachen, wechseln.
Welche sind trennbar?
1. Henry Ford hat das Flieβband in die Fertigungstechnik …
2. Jeder Arbeiter … eine bestimmte Tätigkeit … und … in jedem Takt
ein Bauteil in das entstehende Fahrzeug …
3. Heute haben Automaten ihre Arbeit …
4. Roboter … Bleche in einzelne Teile … und andere Teile zusammen.
5. Automaten … auch Löcher in die Werkstücke, so dass man diese
zusammen … kann.
6. Die Facharbeiter … Störungen, … die Werkzeuge und … die
Anlagen.
7. Heute werden Computer …, die den Fabrikbetrieb …
III. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. Die Arbeiter führten … einer bestimmten Zeit eine bestimmte Arbeit
aus.
2. … ähnliche Weise entstanden andere Massenprodukte.
3. Roboter legen Werkstücke … die richtige Stelle.
4. Eine Autoserie besteht … vielen Varianten.
5. Jeder Teil muss … richtigen Moment … Verfügung stehen.
6. Diese Methode erlaubt eine schnellle Anpassung … den Markt.
7. Auch in Zukunft kann man … Facharbeiter nicht verzichten.
IV. Bilden Sie Sätze mit Infinitivgruppen wie im Beispiel.
Beispiel: Dieser Computer steuert die Roboter. (die Funktion) –
Dieser Computer hat die Funktion, die Roboter zu steuern.
1. Dieser Motor bewegt das Flieβband. (Funktion)
2. Dieses Gerät schneidet Blechteile. (Funktion)
3. Dieser Roboter fügt die Teile zusammen. (Aufgabe)
4. Dieser Wagen transportiert die Werkstücke. (Funktion)
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5. Diese Facharbeiter wechseln Werkzeuge aus. (Aufgabe)
6. Dieser Ingenieur überwacht die gesamte Anlage. (Aufgabe)
7. Dieses Verfahren spart Zeit und Arbeitskräfte. (Zweck)
V. Formen Sie die Sätze in das Passiv wie im Beispiel um.
Beispiel: Roboter fügen Autoteile zusammen. – Hier werden
Autoteile zusammengefügt.
1. Sie bringen Werkstücke zum Flieβband.
2. Sie legen sie an die richtige Stelle.
3. Sie schneiden Teile in mehrere Teile.
4. Sie verschweiβen einzelne Bauelemente.
5. Sie bohren Löcher in Metallstücke.
6. Sie sparen Zeit und ersetzen viele Arbeiter.
VI. Formen Sie die Sätze wie im Beispiel um.
Beispiel: Die Arbeit ist auszuführen. – Die auszuführende Arbeit
1. Die Teile sind zusammenzufügen.
2. Die Werkstücke sind zu verbinden.
3. Die Blechteile sind zu trennen.
4. Das Werkzeug ist auszuwechseln.
5. Der Rechner ist neu zu programmieren.
6. Das alte Gerät ist durch einen Roboter zu ersetzen.
7. Die Anlage ist von Fachleuten zu überwachen.
VII. Sie sind Vertreter einer Firma, die Roboter herstellt. Sie gehen
zu einer anderen Firma, erklären, was ihre Roboter können, und versuchen, einen zu verkaufen.
LEKTION 10
Text 10. Energiespeicher unter der Erde
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
des Kernkraftwerk – атомная электростанция
die Speicherung – накопление
der Hohlraum
– полость, полое пространство
der Salzstock
– соляная шахта
das Volumen
– объем
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der Rauminhalt
die Salzlösung
der Verdichter
der Stator
komprimiert
die Wartung
der Eintritt
der Speicher
der Druck
der Kühler
die Brennkammer
antreiben
die Leistung
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
кубатура, объем
соляной раствор
компрессор
статор
сжатый
техобслуживание
поступление
хранилище, резервуар
давление
охладитель, радиатор
камера сгорания
приводить в движение
мощность
Der Bedarf an Elektrizität im Laufe eines vollen Tages ist nicht
konstant. Tagsüber arbeiten die Menschen in Fabriken und Haushalten;
nachts schlafen sie. Nachts brauchen sie daher viel weniger elektrische
Energie als am Tag. Die groβen Kohle- und Kernkraftwerke arbeiten
aber ohne Unterbrechung. In der Regel kann man sie abends nicht abschalten. Sie können also nachts relativ billig Elektrizität erzeugen, für
die man gewöhnlich keine Verwendung hat. Wäre es nicht möglich, die
überschüssige Nachtenergie zu speichern und sie tagsüber dem Netz
zuzuführen, wenn sie dringend benötigt wird? Doch die Speicherung
von groβen Mengen elektrischer Energie bereitet bis heute Schwierigkeiten.
In der Nähe von Bremen arbeitet seit 1978 ein Kraftwerk, das das
Problem der Energiespeicherung auf eine ganz neue Art gelöst hat.
Während der Nacht nutzt die Anlage die überschüssige Energie, um
Luft in zwei groβe Hohlräume unter der Erde zu pressen. Die Hohlräume befinden sich in 650 m Tiefe in einem Salzstock und haben ein
Volumen von insgesamt 300 000 m3 ; das ist mehr als der Rauminhalt
des Kölner Doms. Die Hohlräume wurden künstlich geschaffen, indem
man Wasser in den Salzstock pumpte, das das Salz löste. Die Salzlösung wurde ins Meer geleitet.
Der zentrale Teil der Anlage besteht aus einer elektrischen
Maschine, die sowohl als Motor als auch als Generator arbeiten kann.
In der Nacht arbeitet die Maschine als Motor. Da in den Nachtstunden
genügend billige Elektrizität zur Verfügung steht, erhält der Motor die
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Energie aus dem Netz und treibt einen Verdichter an, der Luft in die
Luftspeicher pumpt. Vor dem Eintritt in die Speicher wird die komprimierte und dadurch erhitzte Luft durch Kühler auf etwa 50 ºC abgekühlt. Auf diese Weise finden bei dem gewünschten Druck möglichst
groβe Luftmassen in den Hohlräumen Platz. Der maximale Druck in
den Speichern beträgt 72 bar.
Wenn am Vormittag der Energiebedarf am gröβten ist, wird die
nachts gespeicherte Energie genutzt. Die komprimierte Luft strömt
durch Brennkammern, wo sie durch Gasflammen erhitzt wird und
dadurch noch mehr Energie aufnimmt. Dann strömt die erhitzte Luft
durch eine Gasturbine, welche die elektrische Maschine antreibt. Diese
arbeitet nun als Generator. Zwei Stunden lang gibt die Anlage eine
Leistung von 290 Megawatt an das Netz ab.
Übungen
I. Welche Sätze stimmen nicht?
1. Der Elektrizitätsbedarf bleibt im Laufe eines Tages nicht gleich.
2. Der Bedarf an Strom während eines Tages verändert sich nicht.
3. Im Laufe eines Tages schwankt der Strombedarf.
4. Tagsüber ist der Energiebedarf viel geringer als in der Nacht.
5. In der Nacht wird weniger Energie gebraucht als am Tag.
6. Groβe Kraftwerke können am Tag mehr Energie erzeugen als in der
Nacht.
7. Groβe Kraftwerke können nachts Energie an kleinere Kraftwerke
abgeben.
8. Die Speicherung groβer Mengen von Energie ist schwierig.
9. Die Speicherung groβer Mengen elektrischer Energie ist nicht leicht.
10. Die Speicherung groβer Mengen chemischer Energie ist nicht
schwierig.
II. Wiederholen Sie wichtige Verben aus der Sprache der Technik:
abkühlen, antreiben, arbeiten, aufnehmen, bestehen, betragen, erhalten,
erhitzen, nutzen, pressen, strömen, verdichten
Welche Verben sind trennbar? Welche gebraucht man mit einer
bestimmten Präposition?
1. Der zentrale Teil der Anlage … aus einer elektrischen Maschine, die
als Motor und als Generator … kann.
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2. Während der Nacht … der Motor Strom aus dem Netz und … eine
Pumpe …, die Luft in die Hohlräume …
3. Dadurch wird die Luft … und …
4. Vor dem Eintritt in die Speicher wird die komprimierte Luft durch
Kühler auf etwa 50 °C …
5. In den Hohlräumen … der Druck maximal 72 bar.
6. Tagsüber wird die nachts gespeicherte Energie …
7. Die komprimierte Luft … durch eine Brennkammer, wo sie noch
mehr Energie
8. Schlieβlich … die erhitzte Luft durch eine Turbine, die den
Generator …
III. Ergänzen Sie die Präpositionen.
1. Der Bedarf … Elektrizität ändert sich im Laufe eines Tages.
2. …1978 arbeitet … der Nähe … Bremen eine Anlage, die das
Problem der Energiespeicherung … eine ganz neue Art gelöst hat.
3. … der Nacht pumpt ein Verdichter Luft … zwei groβe Hohlräume …
der Erde.
4. Die Luftspeicher, die einen Rauminhalt ... 300 000 m3 haben,
befinden sich ... 650 m Tiefe ... einem Salzstock.
5. Der zentrale Teil der Anlage besteht … einer Maschine, die …
Motor und ... Generator arbeiten kann.
6. … den Nachtstunden, wenn billige Energie zur Verfügung steht,
erhält der Motor den Strom … dem Netz.
IV. Bilden Sie Ausdrücke mit dem erweiterten Attribut wie im
Beispiel.
Beispiel: Die Energie wird unter der Erde gespeichert. – Die unter
der Erde gespeicherte Energie.
1. Die Hohlräume wurden künstlich geschaffen.
2. Das Wasser wurde in den Salzstock gepumpt.
3. Die Salzlösung wurde in das Meer geleitet.
4. Die Maschine besteht aus einem Rotor und einem Stator.
5. Die Luft wird durch Gasflammen erhitzt.
6. Die elektrische Energie wird tagsüber genutzt.
7. Die elektrische Maschine arbeitet als Generator
V. Formen Sie wie im Beispiel um.
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Beispiel: Während die Luft verdichtet wird, … – Während der Verdichtung der Luft …
1. Während die Luft sich erhitzt, …
2. Nachdem sich der Druck erhöht hat, …
3. Bevor die Luft in den Speicher eintritt, … (der Eintritt)
4. Nachdem sich die Luft abgekühlt hat, …
5. Bevor der Energiebedarf ansteigt, … (der Anstieg), …
6. Während Gas zugeführt wird, … (die Zufuhr)
VI. Beschreiben Sie, wie das Kraftwerk in der Nähe von Bremen
arbeitet.
LEKTION 11
Text 11. Strom ohne Widerstand
Merken Sie sich folgende Wörter zum Text:
die Supraleitung
– сверхпроводимость
der Widerstand
– сопротивление
die Gleichung
– уравнение
die Stromstärke
– сила тока
die Spannung
– напряжение
die Leitfähigkeit
– проводимость
angenommen
– предположим
der Fusionsreaktor
– термоядерный реактор
der Teilchenbeschleuniger – ускоритель частиц
der Stickstoff
– азот
senken
– снижать
schwinden
– исчезать
Eine der merkwürdigsten Erscheinungen in der Physik ist die “Supraleitung”. Es ist bekannt, dass jeder Stoff einen elektrischen Widerstand
hat, der durch das Ohmsche Gesetz bestimmt ist: R = U/I (Ohm), U = IR
(Volt), I = U/R (Ampere). R bedeutet in diesen Gleichungen den Widerstand eines elektrischen Leiters in Ohm, I die Stromstärke in Ampere und
U die Spannung in Volt. Die zweite Gleichung zeigt, dass bei konstanter
Spannung die Stromstärke umso gröβer wird, je kleiner der Widerstand
ist.
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Die elektrische Leitfähigkeit ändert sich mit der Temperatur.
Gewöhnlich sinkt bei sinkender Temperatur auch der Widerstand. Angenommen, man senkt die Temperatur bis in die Nähe des absoluten
Nullpunkts. Dieser hat den Wert von –273,2° Celsius oder 0° Kelvin.
Dann geschieht etwas Überraschendes: Der Widerstand schwindet vollständig. Das Metall ist suptaleitend geworden.
1911 entdeckte der niederländische Physiker Heike Kammerlingh
Onnes die Supraleitung, als er Quecksilber mit flüssigem Helium
kühlte. Bei 4,2° Kelvin schwand der Widertand. Er konnte die Erscheinung nicht erklären, und auch heute ist sie noch nicht völlig geklärt. Aber er erkannte ihre Bedeutung: Nun würde es möglich sein,
Strom ohne Verluste zu übertragen.
Eine Kühlung auf so extreme tiefe Temperaturen ist schwierig und
teuer. Daher bemühten sich viele Physiker, Stoffe zu finden, die bei
höherer Temperatur supraleitfähig werden. 1986 entdeckten Alex
Müller und Georg Bednorz am IBM-Forschungslabor in Zürich eine
Keramik aus Lanthan, Barium, Kupfer und Sauerstoff, die bei der
“hohen” Temperatur von 35° Kelvin supraleitend wurde. Im folgenden
Jahr erhielten sie für ihre Entdeckung den Nobelpreis für Physik.
Heute kennt man bereits Stoffe mit Supraleitung bei 150° Kelvin.
Nun kann man statt Helium den 30mal billigeren flüssigen Stickstoff
zur Kühlung verwenden. Leider haben die neuen Keramik-Supraleiter
einen Nachteil: Aus den spröden Stoffen Kabel herzustellen ist sehr
schwierig.
Mit Supraleitern erreicht man widerstandslose Ströme von vielen
tausend Ampere. Deshalb lassen sich damit sehr starke Magnetfelder
erzeugen. Man verwendet diese in medizinischen Geräten und Messinstrumenten, in den groβen Teilchenbeschleunigern wie DESY in Hamburg oder GERN in Genf und in den Reaktoren für die Kernfusion. Mit
Supraleitern in Generatoren und Kabeln wäre es möglich, einen groβen
Teil der elektronischen Energie zu sparen.
Übungen
I. Steht das im Text?
1. Viele Stoffe haben einen elektrischen Widerstand.
2. Die Stromstärke wird bei gleichbleibender Spannung kleiner, wenn
der Widerstand gröβer wird.
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3. Der elektrische Widerstand ist von der Temperatur abhängig.
4. In der Nähe des absoluten Nullpunkts erhöht sich der Widerstand
von Metallen.
5. Bei sehr tiefer Temperatur flieβt Strom ohne Energieverluste.
6. Es gibt Keramikstoffe, die schon bei –35° Kelvin supraleitend werden.
7. Die neuen supraleitenden Stoffe erlauben es, billige Kabel herzustellen und diese billig zu kühlen.
8. In Teilchenbeschleunigern braucht man starke Magnete.
II. Wiederholen Sie wichtige Verben aus der Sprache der Technik:
sich ändern, erzeugen, herstellen, sich lassen, schwinden, senken,
sinken, übertragen, verwenden.
Welche Verben sind trennbar?
1. Mit der Temperatur … … die elektrische Leitfähigkeit.
2. Wenn die Temperatur … wird, … auch der Widerstand.
3. In der Nähe von 0° Kelvin … der Widerstand völlig.
4. Strom ohne Widerstand … sich ohne Verluste …
5. Man … Helium und Stickstoff zur Kühlung.
6. Aus Keramiken ist nicht leicht Kabel …
7. Mit Hilfe von Supraleitern … sich starke Magnetfelder …
III. Bilden Sie Ausdrücke mit dem erweiterten Attribut wie im
Beispiel.
Beispiel: Die Temperatur sinkt langsam. – Die langsam sinkende
Temperatur …
1. Die Leitfähigkeit nimmt zu.
2. Der Widerstand nimmt ab.
3. Der Widerstand schwindet plötzlich.
4. Die Spannung bleibt konstant.
5. Die Stromstärke verändert sich rasch.
6. Der Strom flieβt ohne Verluste.
7. Die Temperatur sinkt auf 35o Kelvin.
IV. Gebrauchen Sie die Konstruktion “sich lassen + Infinitiv” wie
im Beispiel.
Beispiel: Mann kann den Wert bestimmen. – Er lässt sich bestimmen.
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1. Man kann das Ergebnis nachprüfen.
2. Man kann das Resultat berechnen.
3. Man kann diesen Wert noch messen.
4. Man kann diesen Stoff zur Kühlung verwenden.
5. Man kann diesen Nachteil nicht vermeiden.
6. Man kann diese Eigenschaft des Materials nicht verändern.
7. Mann kann diese Erscheinung bis heute nicht erklären.
V. Eine Reihe von Adjektiven haben die Nachsilben: -frei, -arm
oder -los.
verlust-, geräusch-, schadstoff-, wirkungs-, störungs-, staub-, nutz-,
sinn-, zweifel-, auto-.
VI. Bereiten Sie Kurzreferate vor.
1. Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Widerstand, Spannung und Stromstärke.
2. Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen der Temperatur und
der elektrischen Leitfähigkeit.
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Anhang
Texte für Hauslektüre
Lesen Sie folgende Texte und übersetzen sie mit dem Wörterbuch.
Karl Friedrich Benz
Herkunft und Ausbildung
Karl Friedrich Benz wurde am 25. November 1844 in Karlsruhe
geboren. Sein Vater Hans Georg Benz war zuerst Hufschmied, ging
jedoch 1843 nach Karlsruhe, um Lokomotivführer zu werden. Für den
Werdegang von Karl Benz war die Mutter Josephine Benz besonders
wichtig. Nach dem frühen Tod des Vaters 1846 opferte sie ihre Pension, damit Karl das Gymnasium in Karlsruhe besuchen konnte. Da er
sich sehr für Physik und Fotografie interessierte, begann er 1860 an der
Polytechnischen Hochschule in Karlsruhe zu studieren. Dort begegnete
er Ferdinand Redtenbacher, dem Begründer des theoretischen Maschinenbaus und Lehrstuhlinhaber in Karlsruhe. Redtenbacher lieferte
entscheidende Impulse zur Entwicklung der “Verbrennungskraftmaschine” und veranlasste Benz, eine neue Antriebskraft anstelle der
Dampfmaschine zu suchen. Nach dem Tode Redtenbachers 1863 übernahm Franz Grashof dessen Lehrstuhl. Beide Lehrer hatten nicht nur
auf die technische Ausbildung von Benz sondern auch auf die von
Daimler maβgeblichen Einfluss. 1864 schloβ Benz sein Studium ab.
Erste Berufserfahrungen
Seine erste Stellung trat Benz am 1. August 1864 in der Maschinenfabrik Karlsruhe als Schlosser an. Hier konnte er praktische Erfahrungen im Lokomotivbau erwerben. Ende September 1866 schied Benz
aus der Fabrik aus, die drei Jahre später Daimler als technischer Direktor bis 1872 leiten sollte. Die zweite Firma, in der Benz seine praktischen Fähigkeiten erweiterte, war die Firma “Johann Schweizer”, die
in Mannheim Präzisionsinstrumente herstellte. Hier fing er am 1. Oktober 1866 als Zeichner an und durfte ab Mai 1867 auch Konstruktionen
entwerfen.
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Ende 1868 verlieβ Benz Mannheim. Er zog nach Pforzheim um, wo
er ab Januar 1869 die Maschinenfabrik und das Eisenwerk der Gebrüder Benckiser leitete und Brücken konstruierte. In Pforzheim lernte
er 1870 Bertha Ringer kennen, die 21-jährige Tochter eines
Bauunternehmers; sie heirateten am 20. Juli 1872 in Pforzheim. Aus
der Ehe entstammten fünf Kinder: 1873 wurde Eugen, 1874 Richard,
1877 Klara, 1882 Thilde und 1890 Ellen geboren. Bertha Benz, die
groβen Anteil am Werk ihres Mannes hatte, starb am 5. Mai 1944.
Im März 1871 arbeitete Benz in Wien bei der Eisenkonstruktionsfirma Granichstädten, verlieβ diese aber bereits nach einem Monat, um
nach Mannheim zurückzukehren. Hier gründete er gemeinsam mit
einem Mechaniker die erste eigene Firma: “Karl Benz und August
Ritter, Mechanische Werkstätte”, die ihren Sitz auf dem am 9. August
1871 erworbenen Grundstück in der Nähe des Rings in Mannheim
hatte.
Selbständigkeit
Doch die Partnerschaft dauerte nicht lange, schon am 1. August
1874 befand sich die Firma im Alleinbesitz von Benz, nachdem er
Ritter mit Hilfe der Mitgift seiner Braut ausbezahlt hatte. Er firmierte
nun als “Karl Benz, Eisengieβerei und mechanische Werkstätte” Angeregt durch den Bauboom in der Gründerzeit, verlegte er sich auf die
Herstellung von Baubedarfsartikeln. Als dies nicht den erhofften
Durchbruch brachte, nannte er seine Firma nochmals um in: “Carl
Benz, Fabrik für Maschinen zur Blechbeareitung”. Neben dem Vertrieb
von Baumaterialien konstruierte er hydraulische Maschinen zum Pressen von Tabakballen und baute Fernsprechapparate. Genauso wie er
den Firmennamen in dieser Zeit wechselte,änderte er auch die Schreibweise seines Vornamens. Amtlich hieβ er Karl Benz, schrieb selber
aber seit Anfang der 70er-Jahre Carl mit C.
Der junge Unternehmer Benz konnte jedoch mit seinen Produkten
nicht genug Gewinn erwirtschaften. Als dann den Gründerjahren die
Gründerkrise folgte, die die Baubranche besonders hart traf, drohte
Benz 1877 der Konkurs. Die Bank verhinderte zwar die Zwangversteigerung des Grundstücks, aber Maschinen und Werkzeuge wurden
versteigert. In dieser verzweifelten Lage musste Benz sich etwas Neues
einfallen lassen, das eine Zukunft hatte und Gewinn bringen sollte. Die
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Anregungen seines ehemaligen Lehrers Redtenbacher, eine neue Antriebsmaschine zu suchen, brachten ihn 1877 dazu, mit der Konstruktion eines Gasmotors zu beginnen.
Der Zweitaktmotor
System Benz
Benz war davon überzeugt, dass der Gasmotor die Dampfmaschine
als Antrieb von Arbeitsmaschinen und Fahrzeugen zukünftig ersetzen
würde. Nun hatte aber am 4. August 1877 Nicolaus Otto das Patent 532
für das Viertaktverfahren erteilt bekommen, so dass Benz nichts anderes übrig blieb, als sich dem Zweitakt-Verfahren zuzuwenden, sonst
hätte er Lizenzgebühren zahlen müssen. Neben Benz hatte auch der
Schotte Dugald Clerk begonnen, einen Zweitaktmotor zu entwerfen, für
den er bereits 1878 ein Patent erhielt. Sein Motor lieferte nicht nur
Benz, sondern auch Maybach Konstruktionsanstöβe. Im Gegensatz zu
Clerks Motor entwickelte Benz aber eine Maschine mit zwei getrennten
Pumpen für Luft und Gas, wodurch der Zylinder mit frischer Luft “ausgespült” wurde. Dank seiner theoretischen Vorbildung und seiner praktischen Berufserfahrung gelang es Benz in nur zwei Jahren, seinen ersten Motor zu konstruieren, der als ortsfester Motor aber noch zu groβ
und schwer war, um als Fahrzeugantrieb dienen zu können. In diesen
zwei Jahren hatte Benz groβe finanzielle Schwierigkeiten, denn je intensiver er an seinem Motor arbeitete, desto weniger Zeit hatte er für
andere Aufträge. Am Silvesterabend 1879 sprang der Motor endlich an
und lief gleichmäβig. Trotzdem musste Benz weiter daran arbeiten, da
das Aggregat noch zu aufwändig konstruiert war.
Mannheimer Gasmotorenfabrik
In dieser schwierigen finanziellen Lage fand Benz Unterstützung
durch den Hoffotografen Emil Bühler, der die Weiterentwicklung des
Motors und als stiller Teilhaber zusammen mit Benz 1881 die “Mannheimer Gasmotorenfabrik” gründete. Doch auch Bühlers Mittel reichten
nicht aus, so dass sie sich auf den Rat einer Bank hin entschlossen, die
bis dahin von Benz geführte Firma in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln – die “Gasmotorenfabrik im Mannheim AG” wurde im Oktober 1882 konstituiert. Benz, der nun einer von neun Aktionären der Ge45
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sellschaft war, hielt nur fünf Prozent des Kapitals und war auch nicht
mehr Betriebsleiter. Schon bald fühlte er sich übergangen und bereits
im Januar 1883 trennte er sich von seinen Partnern, die ihn mit wertlosen Aktien auszahlten.
Während dieser geschäftlichen Episode gelang es Benz aber am 25.
Oktober, ein erstes Teilpatent DRP. 22. 256 auf die Drehzahlregulierung seines Motors zu erlangen.
Benz fand in Friedrich Wilhelm Eβlinger und Max Rose neue Partner, mit denen er am 1. Oktober 1883 die “Benz & Cie., Rheinische
Gasmotorenfabrik in Mannheim” gründete. Er überarbeitete seinen Motor nochmals, zum eine wegen seiner neuen Teilhaber, die kaufmännischen Nutzen nur im Verkauf von Stationärmotoren sahen, zum anderen um einen geeigneten Antrieb für ein Automobil zu finden. Das
Motorengeschäft lief gut an, und 1886 wurde eine neue Fabrik bezogen.
Bis 1890 wurden zirka 300 Zweitaktmotoren System Benz verkauft.
Als sich 1884 abzeichnete, dass Otto-Patent aufgehoben werden würde,
wandte Benz sich dem Viertaktverfahren zu.
Das Automobil lernt laufen
Benz konnte nun finanziell abgesichert an die Verwirklichung
seines Traumes gehen. Er hatte eingesehen, dass sein Zweitaktmotor zu
groβ und zu schwer war, um als Automotor zu dienen. Hierin waren
ihm Daimler und Naybach mit der “Standuhr” voraus, die so klein war,
dass sie in verschiedene Fahrzeuge eingebaut werden konnte. Benz
dagegen hatte visionär das erste Automobil der Welt entworfen. Bereits
im Sommer 1885 lief der erste Benz-Viertaktmotor auf dem Prüfstand.
Der Motor leistete bei 250/min etwa 0,8 PS. Im Gegensatz zu Daimler
und Maybach hatte Benz eine liegende Bauweise mit einem waagerecht
angeordneten Schwungrad gewählt. Während sich diese Lösung nicht
behaupten konnte, war die von Benz entwickelte elektrische Zündung
wesentlich fortschrittlicher als die Glührohrzündung von Daimler und
Maybach. Benz hatte die Summerzündung von Lenoir weiterentwickelt
und damit das “Problem der Probleme”, wie er selbst sagte, gelöst.
Zwar war der Benz-Motorwagen bereits im Herbst 1885 fahrbereit, mit
der Anmeldung zum Patent wartete Benz aber auf die Aufhebung des
Otto-Patents. Am 29. Januar 1886 wurde Benz das DRP> Nr. 37. 435
auf ein “Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb”erteilt. Hierin stellte er nicht
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nur einen Motorwagen vor, sondern eine einheitliche Fahrzeugkonstruktion, für die auch Ansprüche auf das Bremssystem, einen neu
entwickelten Vergaser und ein Differential geltend gemacht wurden.
Um das Problem der Lenkung zu umgehen, das er erst 1893 löste,
wählte er die Dreiradform. Im Sommer 1996 berichteten dann Zeitungen über die ersten öffentlichen Ausfahrten des Patentmotorwagens, der
zeitlich zwischen dem Zweirad und der Motorkutsche von Daimler und
Maybach einzuordnen ist.
Die erste Fernfahrt
Obwohl seine skeptischen Geschäftspartner versuchten, ihn zu
bremsen, investierte Benz in den folgenden Jahren viel Zeit und Geld,
um sein Automobil zu verbessern. Zwischen 1886 und 1888 erhielt er
vier weitere Patente, zum Beispiel 1887 auf ein sogenanntes Planetengetriebe. Doch erst im August 1888 bewies Bertha Benz, dass das
Automobil laufen gelernt hatte. Mit dem dritten Modell unternahm sie,
ohne Wissen ihres Mannes, mit den beiden Söhnen Eugen und Richard
die erste 120 km lange “Fernfahrt” von Mannheim nach Pforzheim. Der
Wagen bestand diesen Langstreckentest, obwohl er an Steigungen
geschoben werden musste und der Motor sehr viel Kühlwasser
brauchte. Die Bremsbeläge aus Leder mussten mehrfach erneuert werden und Benzin war damals nur in Apotheken zu kaufen. Zwar wurde
der Wagen auf einer Ausstellung in München 1888 bestaunt, jedoch als
“Verrücktheit” abgetan. So lieβ der Vater des ersten Käufers den Vertrag annulieren, weil sich bei seinem Sohn Anzeichen von “Irrsinn”
bemerkbar gemacht hätten.
Emile Roger, der schon die Vertretung für die Zweitaktmotoren von
Benz in Frankreich hatte, wurde zum wahrscheinlichen ersten
Autokäufer der Welt. Bald konnte Benz, wie auch Daimler, immer
mehr Wagen nach Frankreich verkaufen, das damit sozusagen zum
“Kindergarten” des Automobils wurde – ganz im Gegensatz zu seinem
“Mutterland” Deutschland, wo es wenig Interesse fand.
Im Mai 1890 trennten sich Eβlinger und Rose von Benz, weil ihnen
das Risiko zu groβ wurde. Doch mit Friedrich von Fischer als
Geschäftsführer und Julius Ganβ als Verkäufer fand Benz zwei neue
Partner, die wie er an die Zukunft des Automobils glaubten.
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Die gröβte Automobilfabrik der Welt
Benz konnte sich jetzt verstärkt mit der Weiterentwicklung seines
Motorwagens beschäftigen. Dazu gehörte die Lösung des Lenkungsproblems, die einen Übergang zum vierrädrigen Wagen ermöglichte. Am 28.
Februar 1893 bekam Benz das DRP. Nr. 73. 515 auf eine Achsschenkellenkung zugesprochen. Diese Lenkung wurde in dem neuen Modell
“Viktoria” verwendet, das einen 3 PS starken Motor hatte. Das Schwungrad wurde nun im Gegensatz zum Dreirad senkrecht eingebaut. Mit
einem Viktoria-Wagen unternahm Theodor von Liebig im Juli 1894 eine
939 km lange Fahrt von Reichenberg in Böhmen nach Gondorf an der
Mosel mit einem Aufenthalt in Mannheim. Obwohl der Wagen noch
zehnmal soviel Wasser wie Benzin verbrauchte, war diese “Dreiländerfahrt” trotzdem eine gute Reklame für Benz-Fahrzeuge, die sich immer
besser, vor allem nach Frankreich und England , verkaufen lieβen.
Es wurden neue Modelle entworfen, deren Namen “Phaeton”,
“Break”und “Landauer” bewusst Kutschenbezeichnungen führten. Aus
einem “Landauer” wurden 1894 die ersten Benz-Omnibusse entwickelt,
mit denen 1895 zwischen Siegen und Netphen die erste Omnibuslinie
eingerichtet wurde. Im April 1894 kam das erste Groβserien-Automobil,
das “Velo”, auf den Markt. Bis 1902 wurden 1200 dieser Wagen gebaut,
die nur 2000 Mark kosteten. 1896 konstruierte Benz einen ZweizylinderKontra-oder Boxermotor, der in das Modell “Dos-a-dos” eingebaut
wurde. An dieser Entwicklung war auch August Horch beteiligt, der von
1896 bis 1899 bei “Benz & Cie.” arbeitete. 1899 wurden in Mannheim
572 Wagen gebaut, die Gesamtproduktion betrug bis dahin 2000 Fahrzeuge, damit war Benz die gröβte Autofabrik der Welt.
Der Blitzen-Benz
Diese Stellung büβte Benz aber bald ein; die in- und ausländische
Konkurrenz machte sich bemerkbar. Insbesondere die Rennerfolge des
Mercedes-Wagens führten dazu, dass der Absatz von Benz-Autos sank.
Im Gegensatz zu Maybach hatte Benz es abgelehnt, Rennwagen zu
konstruieren ; noch 1913 vertrat er die Meinung, dass 50 km / h
Höchstgeschwindigkeit genügten. Erst 1901 begann man mit der
Entwicklung eines Wagens mit Frontmotor und Kardangetriebe,
schlieβlich wurde gegen den Willen von Karl Benz ein französischer
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Konstrukteur, Mariua Barbarou, eingestellt. Aber auch dessen “Parsifal-Wagen” erfüllten nicht die in sie gesetzten Erwartungen. Karl Benz,
verbittert über den Konkurrenzkampf im eigenen Betrieb, schied am 21.
April 1903 aus dem Vorstand des Unterhehmens aus. Aber bereits 1904
trat er in den Aufsichtsrat der Benz AG ein, nachdem Barbarou die
Firma verlassen hatte. Im Geschäftsjahr 1904/05 konnte die Benz AG
wieder Gewinne verzeichnen. Es gab nun stärkere und schnellere BenzWagen, deren Rennerfolge den Absatz steigerten. Zu den prominentesten Benz-Kunden gehörte Prinz Heinrich von Preuβen.
Obwohl Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit und nicht die
Höchstgeschwindigkeit das erklärte Ziel von Automobilen war, wurde
1909 ein 200 PS starker Rennwagen, der « Blitzen-Benz », gebaut. Mit
seinem riesigen Hubraumvolumen von 21,5 l hielt er bis 1924 mit
228,1 km / h den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord.
Daimler-Benz AG
Noch mit sechzig Jahren begann Karl Benz, eine neue Firma
aufzubauen. Nach seinem Ausscheiden aus der Benz AG 1903, hatte er
sich in Ladenburg niedergelassen, wo er 1905 mit seinem Sohn Eugen
die Firma “C. Benz Söhne” gründete. Sein Sohn Richard, Konstrukteur
in der Benz AG in Mannheim, trat in die neue Firma erst 1908 ein. In
Ladenburg begann Benz wieder mit dem Automobilbau, den seine
Söhne fortsetzten, auch als er selbst 1912 aus dem Unternehmen ausschied. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Produktion auf die Herstellung von Kraftfahrzeugteilen umgestellt und 1926 ganz eingestellt.
Karl Benz, dem zu seinem siebzigsten Geburtstag 1914 von der
Technischen Hochschule Karlsruhe der Ehrendoktortitel verliehen
worden war, nahm noch 1925 mit seiner Familie und seinem ersten Dreirad-Wagen an einer Automobil-Veteranen-Fahrt in Müchen teil. Im gleichen Jahr begann er mit der Niederschrift seiner Erinnerungen, die unter
dem Titel “Lebensfahrt eines deutschen Erfinders” zahlreiche Wiederauflagen erlebte. Als im Mai 1924 die Benz- und Daimler-Werke eine Interessengemeinschaft schlossen, berücksichtigten sie auch Karl Benz. Er
trat in den Aufsichtsrat der im Juni 1926 gegründeten Daimler-Benz AG
ein. So erlebte er nicht nur den Zusammenschluss der zwei ältesten
Automobilfabriken der Welt, sondern auch den endgültigen Durchbruch
seiner Idee. Am 4. April 1929 starb Dr. h. c. Karl Friedrich Benz in
Ladenburg.
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Die entscheidende Bedeutung von Benz für die Entwicklung des
Automobils besteht darin, dass er von vornherein, im Gegensatz zu
Daimler, eine Gesamtkonzeption von Wagen und Motor suchte und
fand. Unter all den Pionieren, die sich um die Entwicklung des Automobils verdient gemacht haben, war Karl Benz der, wie es der englischer Automobilhistoriker Saint John Nixon im Jahr 1956 formulierte,
der “… die Räder des Automobils für immer in Bewegung gesetzt hat”.
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ОГЛАВЛЕНИЕ
Предисловие .................................................................................................
Lektion 1 ........................................................................................................
Text 1. Strom aus Sonnenlicht ....................................................................
Lektion 2 ........................................................................................................
Text 2. Energie durch Kernverschmelzung.................................................
Lektion 3 ........................................................................................................
Text 3. Wohin fährt das Auto? ....................................................................
Lektion 4 ........................................................................................................
Text 4. Wie arbeitet ein Dieselmotor? ........................................................
Lektion 5 ........................................................................................................
Text 5. Wasserstoff – ein neuer Treibstoff..................................................
Lektion 6 ........................................................................................................
Text 6. Die Satelliten – Funkstation Raisting..............................................
Lektion 7 ........................................................................................................
Text 7. Informationsübertragung im Internet ..............................................
Lektion 8 ........................................................................................................
Text 8. Eine Kopie in zehn Sekunden .........................................................
Lektion 9 ........................................................................................................
Text 9. Die Fabrik der Zukunft ...................................................................
Lektion 10 ......................................................................................................
Text 10. Energiespeicher unter der Erde .....................................................
Lektion 11 ......................................................................................................
Text 11. Strom ohne Widerstand.................................................................
Anhang. Texte für Hauslektüre ......................................................................
Karl Friedrich Benz.....................................................................................
Der Zweitaktmotor......................................................................................
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Учебное издание
Тюрина Лариса Николаевна
ОБУЧЕНИЕ ЧТЕНИЮ ОБЩЕТЕХНИЧЕСКОЙ
ЛИТЕРАТУРЫ НА НЕМЕЦКОМ ЯЗЫКЕ
Корректор О.В. Солдатова
Компьютерная верстка О.В. Беляевой
Подписано в печать 10.11.2008. Формат 60 × 84/16. Бумага офсетная.
Усл. печ. л. 3,02. Уч.-изд. л. 2,85. Тираж 150 экз. Изд. № 65.
Заказ
Издательство МГТУ им. Н.Э. Баумана
Типография МГТУ им. Н.Э. Баумана
105005, Москва, 2-я Бауманская, 5
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