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24.Обучение чтению литературы на немецком языке по спец. «Охрана окружающей среды и рациональное использование природных ресурсов»

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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
УДК 803.0
ББК 81.2Нем
С322
Рецензент Г.Ф. Захарова
С322
Сергеева Г.Е.
Обучение чтению литературы на немецком языке по специальности «Охрана окружающей среды и рациональное
использование природных ресурсов»: Учеб.-метод. пособие –
М.: Изд-во МГТУ им. Н.Э. Баумана, 2008. – 52 с.
В пособие включены оригинальные тексты на немецком языке по
охране окружающей среды и рациональному природопользованию,
упражнения и задания на развитие навыков устной речи.
Для студентов старших курсов энергомашиностроительного
факультета МГТУ им. Н.Э. Баумана, обучающихся по специальностям, связанным с охраной окружающей среды и рациональным
использованием природных ресуров.
УДК 803.0
ББК 81.2Нем
© МГТУ им. Н.Э. Баумана, 2008
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
ПРЕДИСЛОВИЕ
В пособие, состоящее из пяти разделов, включены оригинальные тексты на немецком языке, задания и упражнения, позволяющие развить навыки понимания и перевода научно-технической литературы.
Лексико-грамматический материал подобран так,
чтобы студенты смогли усвоить лексику, необходимую для перевода публикаций по специальности.
В каждый раздел включено несколько текстов.
К текстам даны задания, которые выполняются либо
в аудитории (например, ответы на вопросы), либо
самостоятельно (например, письменные или устные
грамматические упражнения).
В конце пособия помещен словарь, содержащий главным образом специальные термины.
Пособие предназначено для студентов старших курсов, обучающихся по специальности «Охрана окружающей среды и рациональное использование природных ресурсов».
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LEKTION 1
Chemie als Partner für Industrie und Umwelt
Die chemische Industrie ist ein wichtiger Partner für
alle Industriezweige der Wirtschaft. Sie liefert veredelte
Rohstoffe, mineralische Düngemittel, synthetische
Werkstoffe und Energieträger aller Art. Ohne Produkte
der chemischen Industrie gäbe es keine hohen Erträge in
der Landwirtschaft, keine pharmazeutische Industrie,
keine stofflichen Grundlagen für die Mikroelektronik und
für andere Schlüsseltechnologien.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 1A
Gleichgewichte für die Ökologie
Trotz dieser Bedeutung ist das Ansehen der
Chemie angeschlagen. Die Erfahrungen, die die
Bevölkerung der Industriegebiete in bezug auf ihre
Umwelt- und Lebensbedingungen macht, sind Gründe
dafür, daß sich immer mehr Menschen besorgt fragen,
ob wir den Fortschritt in Technik und Produktion nicht
mit einem Raubbau an der Natur erkaufen und heute
Maßnahmen einleiten, die nicht in allzu ferner Zukunft
negative Folgen für die ökologischen Gleichgewichte
unserer Umwelt haben. Deshalb wird international
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diesen Fragen in zunehmendem Maße Aufmerksamkeit
geschenkt. Begriffe wie „internationale ökologische
Sicherheit“, „Schutz der Natur“ und „Gleichgewichte in
der Biosphäre“ werden häufig gebraucht. Damit und
auch durch zahlreiche andere Maßnahmen wird
versucht, die gestiegene Verantwortung, die wir heute
gegenüber
der
Erhaltung
der
ökologischen
Gleichgewichte für kommende Generationen haben,
zum Ausdruck zu bringen.
Weltweit werden heute regelmäßig etwa 100000
chemische Verbindungen durch Synthese hergestellt.
Das sind zum größten Teil Fremdstoffe, die nicht in den
natürlichen Kreisläufen enthalten sind, und die daher,
falls sie in die Umwelt gelangen, zu einer Gefährdung
führen können.
Nicht alle auftretenden Umweltbelastungen sind
jedoch der hemischen Industrie zuzurechnen. So wird einer
der häufigsten Schadstoffe, das Schwefeldioxid, zu 47
Prozent von Kraftwerken, zu 33 Prozent von Industrieöfen,
zu 13 Prozent von Haushaltfeuerungen und nur zu 5
Prozent von der chemischen Industrie verursacht. Aber wie
diese Verteilung auch sein mag, an dem Problem „Chemie
und Umwelt“ ist vieles in Ordnung zu bringen. Unsere
Sozalpolitik muß dazu führen, daß wir durch eine
gründliche Lösung der Umweltprobleme zu einer
Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller
Bürger, zu einer neuen Lebensqualität beitragen.
Die chemische Industrie muß sich das Ziel stellen,
neue, ökologische Prinzipien, die die chemischen
Produktionsverfahren berücksichtigen, einzuführen
und zu nutzen. Da das eine neue Aufgabe darstellt, die
einen wissenschaftlichen Vorlauf und erhebliche
Investitionen erfordet, kann sie nicht in kurzer Zeit
gelöst werden. Inzwischen könnte man an bestehenden
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Produktionsverfahren durch Prozeßanalysen und
Verbesserungen einzelner Verfahrensstufen zur
Entlastung der Umwelt beitragen.
Bereits in den fünfziger Jahren bemühte sich die
chemische Industrie, Umweltbelastungen zu reduzieren.
Damals wurden Abwässer von giftigen Phenolen durch
Absorbtion an Winklerasche oder durch Extraktion nach
dem Phenosolvanverfahren entfernt.
Die Mehrstufenreinigung der Abwässer erwies
sich als sehr effektiv. Umstellungen in der Produktion
von grenzflächenaktiven Stoffen, den wichtigsten
Bestandteilen der Waschmittel, führten zu einer
Entlastung der Gewässer. Diese Maßnahmen stellten
erste Schritte dar, denen nun weitere im Rahmen eines
Umweltschutzprogramms folgen müssen.
Übung 1. Machen Sie die Übung schriftlich und
gebrauchen Sie dabei Passiv.
1. Den Fragen der ökologischen Gleichgewichte ...
international eine groβe Aufmerksamkeit ...
(schenken – Präsens)
2. Heute ... weltweit sehr viele chemische
Verbindunden durch Syntese ...
(herstellen – Präsens)
3. Nicht alle auftretenden Umweltbelastungen ...
jedoch der chemischen Industrie ...
(zurechnen – Imperfekt)
4. Das Schwefeldioxid ... zu 47 Prozent von
Kraftwerken ...
(verursachen – Präsens)
5. Das Problem der Verbesserung der Gesundheit
und des Wohlbefindes aller Bürger ... mit der Zeit ...
(lösen – Futurum)
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6. Bereits in den fünfziger Jahren ...
Umweltbelastungen durch die chemische Industrie ...
(reduzieren – Perfekt)
7. Die Entlastung der Gewässer… durch die
Mehrstufenreinigung der Abwässer ...
(erreichen – Imperfekt)
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text ohne
Wörterbuch.
Text 1B
Suche nach selektiven Stofftrennprozessen
Die chemische Industrie steht vor der Aufgabe,
möglichts abproduktarme, im Idealfall abproduktfreie
Verfahren einzusetzen. Das setzt u. a. die Entwicklung
selektiver Stofftrennprozesse voraus. Dafür gibt es
Beispiele. Mit Hilfe spezifischer Absorptionsmittel
beispielsweise werden Kohlenwasserstoffe, die bei der
Spaltung von Erdölfraktionen anfallen, zurückgehalten.
Auch Benzin, chlorhaltige Lösungsmittel und Methanol
können abgetrennt und dem Produktionsprozeß wieder
zugeführt werden. Die bei der Chlorgewinnung nach
dem Amalgamverfahren auftretenden Quecksilberverluste konnten auf wenige Gramm je Tonne Chlor
gesenkt werden, so daß die Gefährdung des Abwassers
weitgehend reduziert wird. Die abgetrennten
Schadstoffe sollten möglichts wieder als Rohstoffe für
chemische Verfahren eingesetzt, werden. Das könnte zu
günstigen Lösungen in den Beziehungen zwischen
Ökonomie und Ökologie führen.
Alle genannten Abprodukte können in diesem
Sinne wieder als Rohstoffe dienen. Nach dem Wellman7
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Lord-Verfahren kann man die Abtrennung von
Schwefeldioxid aus Rauchgas so leiten, daß
Schwefelsäure, Rohstoff für zahlreiche chemische
Verfahren, gebildet wird.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 1C
Ein hoher, aber notwendiger Preis
Nicht immer lassen sich jedoch schädliche
Abprodukte rationell wieder als Rohstoffe einsetzen.
Das gilt z. B. für die bei der Düngemittelproduktion
auftretenden Stickoxide, die in Verbindung mit Aminen
kanzerogen wirken können und daher eine große
Belastung für die Umwelt darstellen. Sie müssen durch
reduzierende katalytische Umsetzung des Abgases
vernichtet werden.
Der Schutz der Umwelt von Schadstoffen hat
seinen Preis.
Die chemische Industrie kann in bestimmten
Fällen gezwungen sein, die Produktion bestimmter
umweltbelastender Stoffe gänzlich einzustellen und
einen Ersatz durch andere unschädliche Produkte
anzustreben. Es wurde z. B. auf die Produktion von
Pentachlorphenol verzichtet, als bekannt wurde, daß
daraus das Umweltgift Dioxin entstehen kann. Auch die
Produktion des Insektizides wurde entsprechend den
internationalen Erkenntnissen eingeschränkt oder
eingestellt. Als die schädliche Wirkung von
Fluorchlorkohlenwasserstoffen auf die Ozonschicht
bekannt wurde, veranlaßte die chemische Industrie
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einiger Länder eine Umstellung des Treibgases in
Spraydosen auf ein unschädliches Gemisch von Propan
und Butan.
Noch liegen vor der chemischen Industrie viele
Umweltprobleme, für die es entweder keinen ausreichenden wissenschaftlich-technischen Vorlauf oder
keine Investitionsmittel gibt. So müßte in einem
bedarfsdeckenden Umfang ein phosphatfreies Waschmittel
produziert werden, um Algenwachstum in Gewässern zu
verhindern. Die Rezepturen dafür sind bekannt.
Die Insekten- und Unkrautbekämpfung in der
Landwirtschaft sollte von den gegenwärtig eingesetzten
umweltbelastenden Pestieziden auf leistungsfähigere
biologische Verfahren umgestellt werden. Für Otto- und
Dieselmotoren
müssen
katalytische
Nachverbrennungsverfahren entwickelt oder importiert werden.
Die Belastung der Umwelt durch schädliche
Metalle
(Blei
aus
Benzin,
Cadmium
bei
Phosphataufschluß, Zinksulfat aus Spinnbädern) ist
schrittweise zu beseitigen. Durch Absprachen mit der
Landwirschaft sind agrotechnisch günstige Termine
über den Einsatz von Gülle und Stickstoffdüngemitteln
abzustimmen, damit die gefährliche Einsickerung von
Nitrat-Ionen ins Trinkwasser vermieden wird.
Übung 2. Machen Sie die Übung mündlich und
beachten Sie dabei Grammatik.
1. Die bei der Düngenmittelproduktion auftretenden Stickoxide sind zu vernichten.
2. Die Produktion bestimmter umweltbelastender
Stoffe ist gänzlich einzustellen.
3. Das Umweltgift Dioxin ist aus Pentachlorphenol zu entstehen.
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4. Die chemische Industrie hat noch viele
Umweltprobleme zu lösen.
5. Die Wissenschaftler haben die Produktion von
umweltbelastenden Pestieziden auf leistungsfähigere
biologische Verfahren umzustellen.
6. Die Ingenieure haben für Otto- und
Dieselmotoren katalytische Nachverbrennungsverfahren
zu entwickeln.
7. Die Belastung der Umwelt durch schädliche
Metalle läβt sich beseitigen.
8. Die gefährliche Verschmutzung von Trinkwasser durch Schadstoffe läβt sich vermeiden.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text ohne
Wörterbuch.
Text 1D
Nur gemeinschaftlich zu lösende Fragen
Für den Krebs auslösenden Asbest sind
ungefährliche Isolationsmittel zu entwickeln. In der
Viskosefaserproduktion sucht man nach einem Ersatz
für das Lösungsmittel Schwefelkohlenwasserstoff und
nach einer Ablösung der umweltbelastenden
Bisulfitablaugen.
Dies
alles
wird
in
interdisziplinärer
Zusammenarbeit gemeinsam mit Wissenschaftlern
anderer
Gebiete
wie
Biologen,
Medizinern,
Ernährungswissenschaftlern und Ökologen erforscht
werden müssen. Viele Chemiker sind sich der
Verantwortung bewußt, künftig die weitere Entwicklung
ihrer Wissenschaft eng mit den ökologischen
Erfordernissen zu verbinden.
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Übung 3. Beantworten Sie folgende Fragen zum
Tehma: „Chemie als Partner für Industrie und Umwelt“.
1. Welche Rolle spielt die chemische Industrie im
Leben des Menschen?
2. Belasten die Abprodukte der chemischen
Industrie die Umwelt?
3. Wie kann man die Belastung der Unweit
bekämpfen?
4. Nennen Sie die Verfahren, die für die
Verbesserung der Umweltsituation dienen.
Übung 4. Äuβern Sie Ihre Meinung zum Problem
der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindes
aller Bürger.
LEKTION 2
Mikroorganismen sorgen für sauberes Abwasser
Wasser gehört zu unseren wertvollsten Naturreichtümer. Um so sorgfältiger muß man damit
umgehen; das gilt für das Trink- und Brauchwasser
ebenso wie für die sorgfältige Behandlung von
Abwässer, denn damit hängt die Sauberhaltung unserer
Flüsse und Seen zusammen.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 2A
Herkömmliche Verfahren erschöpft
Der bloße Ausbau konventioneller mechanischer,
chemisch-physikalischer und biologischer Verfahren
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würde den ökonomischen Aufwand unvertretbar
steigern, weil deren Effektivitätsreserven weitgehend
ausgeschöpft sind. Deshalb werden traditionelle
Verfahren der Abwasserbehandlung zunehmend von
neuen effektiveren Technologien abgelöst. Dazu
gehören biotechnologische Verfahren, die den
Wirkungsgrad erhöhen und den Aufwand senken.
Wissenschaftler haben zahlreiche neue Verfahren
und Anlagen entwickelt, erprobt und erfolgreich in die
Praxis eingeführt. Dazu zählen die Tiefschachtbelüftung
bei der Abwasserbehandlung in kleinen Kläranlagen für
Dörfer und in großen Anlagen für Städte sowie
die enzymatische Schlammstabilisierung bei der
Abwasserreinigung. Für das zuletztgenannte biotechnologische Verfahren haben auch ausländische
Unternehmen z. B. in Japan, Australien Lizenzen
gekauft.
Für die Schlammstabilisierung auf bisherigem
Wege war es notwendig, rund 60 Prozent der
Aufwendungen für eine moderne Kläranlage in jenem
Teil zu investieren, wo der Schlamm behandelt wird,
der bei der Reinigung des Abwassers zurückbleibt.
Traditionell geschieht die Schlammbehandlung in
offenen Faulbecken. Das dauert zwei bis drei Monate
und ist häufig mit einer erheblichen Geruchsbelästigung
verbunden.
Bei dem neuen Verfahren werden die Reaktionen
im Klärschlamm mit speziellen Enzympräparaten
drastisch beschleunigt. Diese Prozesse vollziehen sich
in speziellen Reaktoren. Besonderer Vorzug: Sie dauern
nur noch etwa zehn Stunden. Dabei werden
hochmolekulare Verbindungen wie Kohlehydrate, Fette,
Eiweiß in anorganische Substanzen umgewandelt. Übrig
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bleibt eine breiartige Masse mit erdähnlichem Geruch,
die nach der Trocknung als nährstoffreicher,
streufähiger Dünger verwendet werden kann.
Beim Neubau solcher Anlagen werden mit diesem
Verfahren der Schlammstabilisierung bis zu 80 Prozent
der Bauinvestitionen gespart, die für eine gleichwertige
Anlage mit traditioneller Technologie erforderlich
wären. Der Flächenbedarf verringert sich um bis zu
80%.
Nachdem die enzymatische Schlammstabilisierung
zunächst erfolgreich in den Klärwerken erprobt worden
war, werden Klärwerke mit dieser Technik ausgerüstet.
Der Schlamm, der in die Reaktoren gelangt, ist
der Rückstand der biologischen Reinigungsstufe in
Belebtschlammbecken. Dabei wird das Abwasser durch
rotierende Belüftungskreisel ständig mit frischem
Sauerstoff angereichert, um die Mikroorganismen zu
aktivieren, die dem Abwasser mit einem ständigen
Zustrom von Belebtschlamm zugeführt werden. Die
Aktivierung durch erhöhten Sauerstoffeintrag hat den
biologischen Wirkungsgrad der Anlagen von 25 auf
rund 80 Prozent erhöht.
Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens stellt die
Tiefschachtbiotechnologie dar. Praktisch wird die
biologische Reinigung aus den großen offenen
Belebungsbecken dabei in 40 bis 60 Meter tiefe Schächte
verlegt, wo die organischen Inhaltsstoffe wiederum durch
Mikroorganismen bei intensivem Sauerstoffeintrag als
Nahrung aufgenommen und abgegebaut werden. Die
Verlagerung des Prozesses von der Oberfläche in die
Tiefe führt zu geringerem Bauaufwand, einer
Einschränkung des Flächenbedarfs um bis zu 50 Prozent
und zur Energieeinsparung. In jedem Fall enthält das
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Wasser, ehe es nach diesen hochwirksamen
biotechnologischen Reinigungsverfahren in die Natur
zurückfließt, nur noch sehr wenige abfiltrierbare Stoffe.
In der letzten Zeit wurde die organische Belastung
der Gewässer durch den Bau der biologischen
Kläranlagen um über zehn Prozent in Städten und
Großbetrieben verringert.
Auf die Wissenschaftler wartet aber noch eine
Vielzahl weiterer Aufgaben. Beispielsweise die
Einführung neuer biotechnologischer Verfahren, mit
denen die Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium
oder Blei aus dem Wasser entfernt und für die weitere
Nutzung zurückgewonnen werden können. Es gelang
bereits, Mikroorganismen zu finden und genetisch zu
optimieren, die Schwermetalle zu akkumulieren oder
auf ihrer Zelloberfläche binden. Diese „Metallsammler“
brauchen dann nur noch aus dem Wasser „gefischt“ und
von ihrer Last getrennt zu werden.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text ohne
Wörterbuch.
Text 2B
Aufnahmefähigkeit mit Streß erhöht
Andere Arbeiten dienen der Eliminierung von
Phosphaten, die z. B. mit Waschmittel ins Abwasser
gelangen und zu vermehrter Algenbildung führen.
Während die Phosphate üblicherweise mit Eisen und
Aluminiumsulfaten aus dem Wasser ausgefällt werden,
haben die Wissenschaftler nur Bakterien gefunden, die
Phosphate sozusagen als Nahrung aus dem Wasser
aufnehmen. Es gelang, ihre Aüfnahmebereitschaft mit
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einer Art Streß erheblich zu vergrößern, der durch einen
dauernden Wechsel zwischen einem Über- und
Unterangebot an Sauerstoff erzeugt wurde. Bei dem
Einsatz solcher Bakterien braucht man nur noch 40
Prozent der bisher notwendigen Menge an Metallsalzen
für die Ausfällung der Phosphate. Das kostengünstigere
und umweltfreundlichere biotechnologische Verfahren
wird z. B. in allen Berliner Betrieben eingeführt.
Übung 1. Beantworten Sie folgende Fragen.
1. Sind
heute
die
traditionellen
biotechnologischen Verfahren der Sauberhaltung
unserer Gewässer genügend?
2. Welche Verfahren ersetzen die traditionellen
Verfahren?
3. Worin bestehen die Vorteile dieser Verfahren?
Übung
schriftlich.
2.
Übersetzen
Sie
folgende
Sätze
1. Zu den effektiveren Technologien gehören die
den Wirkungsgrad erhöhenden und den Aufwand
senkenden Verfahren.
2. Diese in speziellen Reaktoren ablaufenden
Reaktionen sind sehr kompliziert.
3. Die dem Abwasser mit einem ständigen
Zustrom zugeführten Mikroorganismen muβ man
aktivieren.
4. In jedem Fall enthält das nach diesen
biotechnologischen Reinigungsverfahren in die Natur
zurückflieβende Wasser nur noch sehr wenige
abfiltrierbare Stoffe.
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5. Solche die Schwermetalle akkumulierenden
und genetisch optimierten Mikroorganismen brauchen
dann nur aus dem Wasser „gefischt“ zu werden.
6. Die in allen Berliner Betrieben eingeführten
Verfahren sind kostengünstiger und umweltfreundlicher.
LEKTION 3
Umweltfreundliche Plaste
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 3A
Metallsalze des Bodens sorgen für baldige Zersetzung
Eine Plaste, die in der Erde rasch biologisch
zersetzt, haben französische Spezialisten entwickelt. Die
flexible Weichplaste zersetzt sich im Boden im Verlaufe
von zwei Monaten vollständig, während die Fachleute
im Durchschnitt mit zwei Jahrhunderten rechnen, ehe
herkömliche Plaste aus der Umwelt verschwindet.
Das neue, als Bio-D bezeichnete Produkt, steht in
seinen Eingeschaften traditioneller Plaste nicht nach,
unterscheidet sich jedoch in der Zusammensetzung. So
besteht die Bio-D-Plaste nicht ausschließlich aus
Erdölderivaten, sondern enthält zudem Maisstärke.
Dadurch wird sie, wenn sie in die Erde gelangt, von dort
vorhandenen Metallsalzen abgebaut. Die Salze, die
Verbindungen mit den natürlichen Bestandteilen der
Plaste bilden, bewirken, daß die Ausgangsmoleküle
praktisch "zerplatzen" und somit das Produkt in
Elemente zerlegt wird, die die Umwelt nicht belasten.
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Die Zusätze an Maisstärke machen dabei weniger als
zehn Prozent des zur Herstellung der Bio-D-Plaste
erforderlichen Polyethylens aus.
Als mögliche Anwendungsgebiete werden
Plastetüten für Verpackungen, Müllsäcken und Folien
für die Landwirtschaft genannt. Nachteilig steht dabei
zu Buche, daß zur Herstellung der Bio-D-Plaste
gegenwärtig Mehrkosten von 15 bis 30 Prozent anfallen.
Es wurde auch mitgeteilt, daß italienische
Forscher eine biologisch zersetzbare Plaste entwickelt
haben, über deren Zusammensetzung jedoch nichts
bekannt ist.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 3B
Die dicke Luft wird dünner
Es war ein Volvo, der vor 25 Jahren eine der
bedeutendsten Innovationen der Kraftfahrzeugtechnik
auf die Straße brachte, den ersten Katalysator.
Diese Pioniertat setzte eine Entwicklung in Gang,
die zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität
führte; der Katalysator ist nach wie vor das effektivste
Mittel zur Abgasreinigung. Damit leistet die
Katalysatortechnologie einen unschätzbaren Beitrag
zum Umweltschutz, ohne die Mobilität der Bürger
einzuschränken. Bezogen auf das Jahr 1970 reduzierte
sie den Schadstoffausstoß von Kraftfahrzeugen bis
heute um 96 Prozent pro Kilometer. Nur geht es um die
restlichen 4 Prozent. Bis 2005 sollen die verbleibenden
Schadstoffe europaweit auf die Hälfte bis ein Drittel
reduziert werden. Gemessen an ihrer heutigen
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Leistungsfähigkeit scheint die Technik der damals noch
ungeregelten Katalysatoren bescheiden zu sein. Durch
Oxydation setzten sie das giftige Kohlenmonoxyd in
Kohlendioxyd und die Kohlenwasserstoffe in Wasser
und Kohlendioxyd um. Die ebenfalls giftigen
Stickoxyde wurden weiterhin unbehandelt in die Luft
geblasen.
Sie lassen sich nur durch einen der Oxydation
entgegengestzt wirkenden Reduktionsprozeß in
Stickstoff und Sauerstoff umwandeln. Diesen
physikalischchemischen Zielkonflikt löste Engelhard
1977. Das neue Konzept machte die Abgasreinigung zur
Systemlösung. Die einander widerstrebenden Prozesse
laufen nur in einem engen Bereich des Verhältnisses
von Luft und Kraftstoff ab, dem sogenannten LambdaFenster. Eine Lambda-Sonde mißt dieses Verhältnis im
Abgasstrom und steuert mil Hilfe der gewonnenen
Daten die Einspritzanlage des Motors. Der geregelte
Drei-Wege-Katalysator war erfunden. Die UN verliehen
Engelhard für diese Leistung den „Award of the
Decade“.
Heute ist der Stabilysator bei allen neuen
Fahrzeugmodellen Bestandteil des Gesamtkonzepts.
Weltweit ist bereits die Hälfte aller Kraftfahrzeuge mit
einem Katalysator ausgestattet. Dieser besteht aus
einem Trägerkörper aus Keramik oder Metall, der mit
einem katalytischen Lösung beschichtet wird. Diese
Beschichtung enthält neben den verschiedenen
Chemikalien die Edelmetalle Platin, Palladium und
Rhodium. Während das Gas den Katalysatorkörper
durchströmt, bewirken sie den Umwandlungprozeß.
Die neuen Normen verlangen eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Prinzips. Ein Beispiel
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ist die Forderung nach einem Kaltstart, denn der
Katalysator ist normalerweise erst bei zirka 300 Grad
Celsius aktiv. Engelhard hat dieses Problem mit neuen
Beschichtungstechnologien gelöst.
Unterstützend wirken kann ein Absorber auf
Zeolith-Basis. Dieser Speicher bindet die Kohlenwasserstoffe, bis die Betriebstemperatur erreicht wird.
Dann werden sie wieder freigegeben und umgewandelt.
Die Absorbertechnologie erlaubt schon jetzt eine
weitere Halbierung der Kohlenwasser-Emission.
Darüber hinaus müssen die Katalysatoren auch
bei Temperaturen jenseits 1000 Grad Celsius ihre
Aktivität behalten. Es ist wichtig für Langstreckenfahrten leistungsstarker Motoren, aber auch für
den motornahen Einbau von Katalysatoren.
Mit neuen Technologien erfüllt Engelhard schon
heute in der Serienproduktion die besonders
anspruchsvollen kalifornischen Normen sowie die für
das Jahr 2000 vorgeschlagenen EU Vorschriften.
Damit ist die Katalysatortechnologie um einiges
voraus. Sie bietet der Automobilindustrie Planungssicherheit und dem Autokäufer die Garantie für die
zukunftssichere Investition. Denn auch auf eine lange
Betriebsdauer legen die künftigen EU-Normen Wert.
Die Leistungsfähigkeit eines Katalysators soll ab dem
Jahr 2000 für mindestens 80000 Kilometer
beziehungsweise fünf Jahre garantiert werden.
Wenn auch die EU-Grenzwerte für 2005 noch
nicht konkret feststehen, so lassen die Vorschläge nur
eine Wertung zu: Sie werden so streng sein, daß das
System
von
Kraftstoff,
Motorsteuerung
und
Abgasreinigung neu konzepiert werden muß.
19
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Der Trend zu Pkw mit extrem niedrigem Verbrauch
bietet Herausforderungen besonderer Art. Bei den
„Mager“-Motoren führt der Sauerstoffüberschuß in den
Abgasen dazu, daß die Abgasumwandlung mit der
gängigen Technologie nicht mehr stattfinden kann.
Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze. So läßt
sich mit einer veränderten Struktur der Katalysatorbeschichtung eine Reduktion der Stickoxyde um 30
bis 40 Prozent erreichen.
Ein anderer Konzept sieht die vorübergehende
Anreicherung eines Speichers mit Stickoxyden während
des „Mager“-Betriebs vor. Bei einem kurzzeitigen
automatichen Wechsel in den „Normal“-Betrieb werden
sie mittels eines üblichen Drei-Wege-Katalysators
umgewandelt.
Ein limitierender Faktor der Abgasreinigung ist
heute noch der Schwefelgehalt des Benzins. Die EUweite schrittweise Reduzierung auf zehn Prozent des
heutigen Wertes unterstützt die Bemühungen um noch
wirkungsvollere Katalysatoren.
Damit steht nach einem Vierteljahrhundert die
Katalysatortechnologie vor neuen Herausforderungen
zur weiteren Absenkung des Schadstoffausstoßes von
Kraftfahrzeugen. Diesen Weg kann die Katalysatorindustrie
nur
in
Zusammenarbeit
mit
Forschungsinstituten, Motorentwicklern- und herstellern
erfolgreich beschreiten.
Übung 1. Beschreiben Sie den Aufbau des
Katalysators und beachten Sie dabei folgende Fragen.
1. Woraus besteht der Katalysator?
2. Womit ist er beschichtet?
20
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3. Was enthält die Beschichtung?
4. Auf weiche Weise wird der Umwandlungsprozeß bewirkt?
5. Was wird infolgedessen in die Luft gestoßen?
Übung 2. Übersetzen Sie folgende Sätze mündlich.
1. Die Schadstoffe sind europaweit auf die Hälfte
zu reduzieren.
2. Die giftigen Stickoxyde lassen sich in
Stickstoff und Sauerstoff umwandeln.
3. Heute ist der Stabilysator als ein Bestandteil
des Gesamtkonzeps zu nennen.
4. Die Katalysatoren haben auch bei hohen
Temperaturen ihre Aktivität zu behalten.
5. Die Abgasumwandlung mit der gängigen
Technologie ist nicht mehr stattzufinden.
6. So läβt sich eine Reduktion der Stickoxyde um
30 bis 40 Prozent zu erreichen.
7. Die Autohersteller haben alle Kraftfahrzeuge
mit einem Katalysator auszustatten.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 3C
Autonom durch Pflanzenöl
Der Einsatz von Pflanzenölen als Kraftstoffen in
Verbrennungsmotoren erfreut sich zunehmender
Popularität. Dabei ist dieser Gedanke keinesfalls
grundlegend neu. Rudolf Diesel selbst beschrieb, wie
schon im Jahr 1900 ein Motor mit Erdnußöl betrieben
wurde.
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Das aktuelle Interesse resultiert infolge der
heutigen wirtschaftlichen und ökologischen Situation
aus mindestens drei wichtigen Gründen.
An erster Stelle ist nach wie vor die
Regenerationsfähigkeit von Pflanzenölkraftstoffen zu
nennen. In nahezu idealer Weise gelingt es, in kurzen,
natürlichen Kreisläufen aus ständig nachwachsender
Ölpflanzen die in der Biomasse gespeicherte
Sonnenenergie in Form eines Flüssigkraftstoffes zu
gewinnen. Obwohl momentan hochwertigere fbssile
Energieträger noch in ausreichendem Maße zur
Verfügung stehen, wird die Erschöpfung dieser Vorräte
zunehmend genauer kalkulierbar. Ein weiterer Grund
von ständig wachsender Bedeutung ist die ökologische
Verträglichkeit der Pflanzenölkraftstoffe. Das betrifft im
besonderen Maße die klimagefährderide CO2-Emission.
Das im Betrieb vom Pflanzenölmotor abgegebene CO2
wird im gleichen Umfang durch die nachwachsenden
und erneut benötigten Ölpflanzen auf photosynthetischem Weg in Sauerstoff umgewandelt. Es
entsteht ein nahezu geschlossener CO2-Jahreskreislauf.
Die Atmosphäre wird nicht fortwährend, wie bei der
Verbrennung fossiler Energieträger, mit dem Klimagas
angereichert.
Drittens besteht ein wesentliches Interesse im
Hinblick auf die Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche
Überproduktion, die jährlich Marktordnungskosten in
Milliardenhöhe verursacht, kann durch den Anbau
solcher
Ölsäten
als
Non-food-Produkte
zur
ausschließlichen Gewinnung von Treibstoffen in
sinnvolle Bahnen gelenkt werden. Die Erhaltung
landwirtschaftlicher Strukturen und kultivierter Flächen,
22
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Arbeitssicherung und sinkender Subvestionsbedarf sind
zusätzliche positive Aspekte einer solchen Entwicklung.
Natürlich sind die Möglichkeiten des Einsatzes
von Pflanzenöl als Kraftstoff allein schon durch die
Kapazität der für diesen Zweck verfügbaren
landwirtschaftlichen Nutzflächen begrenzt. Momentan
wären so etwa 10 Prozent des bundesdeutschen
Gesamtverbrauchs an Dieselkraftstoff ersetzbar.
Mittelfristig läßt besonders die Pflanzenzüchtung eine
Steigerung dieses Anteils erwarten. Pflanzenöle stellen
also nicht die umfassende Alternative für unsere
heutigen Treibstoffe dar, jedoch werden sie im
zukünftigen Energie-Mix mit Sicherheit einen Platz
einnehmen.
Technische
Lösungen
zur
motorischen
Verbrennung von Pflanzenölen haben heute bereits ein
bemerkenwertes Niveau erreicht. Die BMW-Techniker
entwickelten einen neuartigen direkteinspritzenden
Pflanzenölmotor.
Dieses
in
Serie
gefertigtes
Antriebsaggregat erlaubt es, chemisch unbehandeltes
Pflanzenöl sowie wahlweise Dieselkraftstoff problemlos
und dauerhaft zu verwenden. Durch die konsequente
Umsetzung
der
Direkteinspritzung
wird
der
Wirkungsgrad vergleichbarer Dieselmotoren erreicht.
Eine wirklich effektive Verwendung des
Pflanzenöls als Motoren-Treibstoff muß vor allem im
Hinblick auf die sich dabei ergebenden Energiebilanzen
betrachtet werden. Während diese Bilanz bei der
Verwendung kaltgepreßten Rapsöls in speziell dafür
angepaßten Motoren eindeutig positiv ist, bleibt dies bei
der Nutzung von verestertem Rapsöl1 in üblichen
Dieselmotoren umschritten. Denn hierbei müssen
bereits erhebliche Energiemengen für die groß23
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technische Herstellung sowie An- und Abtransport zur
zentralen Verarbeitung berücksichtigt werden.
In diesem Hinsicht sinnvoll ist in jedem Fall die
Verwendung von Pflanzenölmotoren dort, wo das
Pflanzenöl auch erzeugt wird, nämlich in der
Landwirschaft und in der meist eng mit ihr verknüpften
Verarbeitungsindustrie.
Neben
der
konkreten
Interessenlage, die aus der engen Verbindung zwischen
Erzeuger und Verbraucher erwächst, besteht hier die
Möglichkeit, im Rahmen sichtbarer, in sich
geschlossener Strukturen die verfügbaren Kapazitäten
von Pflanzenölen effektiv zu nutzen. Mit Unterstützung
der Landwirtschafts- und Umweltministerien werden
solche Pilotprojekte in verschiedenen Bundesländern,
wie zum Beispiel Thürigen und Bayer schon erfolgreich
betrieben. Es handelt sich dabei vorwiegend um
landwirschaftliche Betriebe, die Rapssamen aus eigener
Ernte mit kleineren Pressen zu Öl und Rapskuchen
verarbeiten. Der Rapskuchen geht vollständig in die
Futtermittelbereitung ein. Das entstandene Rapsöl1
eignet sich als natürlicher Treibstoff für Pflanzenölmotoren, die sich, wie bereits praktiziert, zum
Einsatz in Traktoren, Lastkraftwagen, Stromerzeugungsaggregaten
und
Blockheizkraftwerken
(BHKW) eignen.
Eine technisch sowie wirtschaftlich günstige Form
zeichnet sich beim Betrieb von BHKW mit
Pflanzenölmotoren ab. Dies resultiert aus den Vorteilen
einer stationären Anlage sowie den günstigeren
Einspeisungsvergütigen2 der Elektroenergieversorger
bei der Nutzung regenerativer Energieträger.
Wenig förderlich auf den Einsatz von BioTreibstoffen wirken hingegen die der Landwirschaft
24
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traditionell gewährten Steuervergünstigungen3 auf
Dieseltreibstoff. Somit bleibt für den Bauern selbst, der
als Erzeuger größtes Interesse am Verbrauch von
Pflanzenöl haben müßte, der konventionelle Diesel
infolge Subvention noch günstiger.
Der momentane Marktanteil von Pflanzenölmotoren ist noch sehr gering, doch ein spürbar
gestiegenes Interesse und die zunehmende Nachfrage
weisen auf eine positive Tendenz. Eine erste Schwelle
der Markteinführung scheint überschritten. Faktoren wie
die Einführung einer CCVEnergiesteuer, die Freigabe
von Stillegungsflächen für den Anbau von EnergiePflanzen4 und nicht zuletzt die fortwährende Verteuerung
der Erdölprodukte werden sich zunehmend günstig auf
den Einsatz von Pflanzenölmotoren auswirken.
Texterläuterungen
1. das verersterne Rapsöl – pancoвoe мacлo,
coдержащee cложный эфир
2. die Einspeisungsvergütung – возмещенue,
уменьшенue noдачu
3. Steuervergünstigung – сниженue налогов
4. der Anbau von Pflanzen – возделывание растений
Übung 3. Nennen Sie die drei wichtigen Gründe
zur Verwendung des Pflanzenöl-Kraftstoff.
Übung 4. Übersetzer Sie folgende Sätze.
1. In idealer Weise gelang es, die in der Biomasse
gespeicherte Sonnenenergie in Form eines Flussigkraftstoffes zu gewinnen.
25
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2. Die Katalysatortechnologie leistet einen hohen
Beitrag zum Umweltschutz, ohne die Mobilität der
Bürger einzuschränken.
3. Um die landwirtschaftliche Produktion zu
erhöhen, muβ man den Subvestionsbedarf sinken.
4. Statt den Dieseltreibstoff zu kaufen, benutzen
die landwirtschaftlichen Betriebe immer öfter
Pflanzenöle als Kraftstoffe.
5. Das neue Antriebsaggregat erlaubt es, das
Pflanzenöl problemlos zu verwenden.
Lesen Sie den Text und geben Sie den Inhalt wieder.
Text 3D
Öl aus Abfallstoffen gewonnen
Die unter hohem Einsatz der Energie aus Erdöl
gewonnenen Kunststoffe können nach ihrem Gebrauch
wieder in den Rohstoff Öl zurückverwandelt werden.
Ein dafür notwendiges Recycling-Verfahren haben zwei
Hamburger entwickelt.
Sie konstruierten eine Kunstoffpyrolyse-Anlage,
die nach dem Wirbelschichtverfahren arbeitet. In einem
zum Teil mit Quarzsand gefüllten Reaktor wird der
Plastmüll mit einem heißen Gas auf 700°C erhitzt, das
dann vom Reaktorboden aus dem Sand verwirbelt. Die
in die Sandwirbelschicht eingebrachten Kunstoffabfälle
zersetzen sich innenhalb weniger Sekunden zu
Pyrolysegas. Nach seiner Reinigung von Sand- und
Rußresten wird das Gas abgekühlt und kondensiert zu
schwerem und leichtem Öl.
Wirtschaftsberechnungen zufolge können aus
1000 kg Kunstoff etwa 200 kg des leichten Pyrolyseöls
26
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mit für die Chemieindustrie besonders wertvollen
aromatischen Kohlenwasserstoffen gewonnen werden.
LEKTION 4
Weltweite ökologische Probleme
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 4A
Luftverschmutzug in Malaysia nimmt erschreckende
Ausmaße an
Die
Luftverschmutzug
im
malaysischen
Bundesstaat Sarawak auf Borneo nimmt immer
dramatischere Ausmaße an. Am Dienstag erreichte der
Smogindex in der Hauptstadt Kuching die Rekordhöhe
von 801, wie das Umweltministerium mitteilte. Schon
Werte von 301 bis 501 gelten als gesundheitsgefährdend. Hervorgerufen wird der Smog von
Brandrodungen
im
indonesischen
Bundesstaat
Kalimantan im südlichen Teil der Insel.
In
Kuching
betrug
die
Sicht
durch
Rauchschwaden hindurch nur noch wenige Meter. Der
Notstand blieb in Kraft; das öffentliche Leben kam
nahezu zum Erliegen. Zeitungen berichteten am
Dienstag, allein in Kuching würden 5000 Menschen in
Krankenhäusern wegen Beschwerden behandelt, die in
Zusammenhang mit dem Smog stünden. Seit Freitag
sind wegen der dramatischen Luftverschmutzung
vielerorts Schulen, Ämter und Betriebe geschlossen.
Seit der vergangenen Woche sind fast ganz
Malaysia sowie Singapur, Brunei und Teile Indonesiens
27
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getroffen. In der malaysischen Hauptstadt Kuala
Lumpur fiel der Index am Dienstag 260 auf 178.
Die Luft in der Stadt wurde immer noch als „sehr
ungesund“ eingestuft. Die malaysischen Behörden wollen
mit Indonesiens gegen die zahlreichen Wald- und
Buschbrände vorgehen. Nach einer Meldung der
amtlichen indonesischen Nachrichtenagentur Bernama
akzeptierte Präsident Suharto die Hilfe von 1200
Feuerwehrmännern aus dem Nachbarland. Außerdem
sollen die Brände mit Löschflugzeugen bekämpft werden.
Auch Japan und Frankreich haben Hilfe angeboten.
Im zu Indonesien gehörenden Teil Borneos
wurden in den vergangenen Tagen Zehntausende Hektar
Wald vorwiegend durch Brandrodungen vernichtet.
Übung 1. Erzählen Sie den Text nach und
beachten Sie dabei folgende Fragen.
1. Was können Sie über die Luftverschmutzung in
einigen malaysischen Städten sagen?
2. Was berichten die Zeitungen?
3. Welche Staaten werden noch getroffen?
4. Welche Maßnahmen werden von den
malaysischen Behörden getroffen?
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 4B
Viele Schadstoffe in der Arktis
In eingen Gebieten der Arktis sind Mensch und
Tier verschiedenen Schadstoffen stärker ausgesetzt als
in den Industrieländern der gemäßigten Breiten. Das hat
28
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eine Untersuchung von Wissenschaftlern aus elf
Ländern zahlreicher internationaler Organisationen
ergeben. Das Projekt war vor sechs Jahren unter der
Bezeichnung „Archtic Monitoring and Assessment
Programme“ (Amap) gestartet worden.
Die größte Gefahr für die Menschen im
nördlichen Polargebiet geht derzeit von langlebigen
chlorierten Kohlen-wasserstoffen aus.Vor allem
polychlorierte Biphenyle (PCB) und verschiedene
Pflanzenschutzmittelwie DDT und Lindan (sowie
deren Abbauprodukte) geben Anlaß zur Bezorgnis,
weil sie sich stark in der Nahrung anreichern. Einige
indigene Völker sind so hohen Konzentrationen
ausgesetzt, daß die Kinder zwei-bis zehnmal so große
Mengen dieser Verbindungen enthalten wie in
südlicheren Ländern Bei Eisbären, Fischen und vor
allem
bei
Seeund
Raubvögeln
wurden
Konzentrationen gemessen, die bei Laborversuchen zu
Immunschäden oder neurologischen Defekten führten
und die Fortpflanzung beeinträchtigten. Vögel, die mit
außergewöhnlich viel DDE, dem wichtigsten
Abbauprodukt von DDT, belastet waren, legen oft
extrem dünnschalige Eier.
Die chlorierten Kohlenwasserstoffe gelangen auf
verschiedenen Wegen in oft sehr entlegene
Arktisregionnen. So wurden erstaunlich hohe
Konzentrationen vor Spitzbergen, der südlichen
Barentssee und im Osten Grönlands gemessen. Der
größte Anteil wird vermutlich mit dem Wasser in
Flüssen und im Meere sowie mit der Luft über größere
Strecken dorthin verfrachtet. Im Winter sind es starke,
oftmals von Süden kommende Winde, die Schadstoffe
aus Europa und Westsibirien in das Polargebiet treiben
29
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und neben Chlorkohlenwasserstoffen auch Schwefelund Stickstoffverbindungen enthalten.
Bislang
hat
man
nur
wenige
Verschmutzungsquellen genau ausmachen können. Eine
Ausnahme bilden in Europa bestimmte Metallschmelzen
in Norwegen, die außer PCB größere Mengen Dioxine
und Furane freisetzen. Den weitaus größten Anteil an der
Verschmutzung der Arktis tragen allerdings die russischen
Industrieregionen bei. Die sibirischen Flüsse sind
hochbelastet. Die Ob östlich des Urals, die in den
Obbusen mündet, sowie der Jenissej, der sich in die
Karasee ergießt, enthalten besonders viel PCB und DDT.
Durch die Sedimente derPetschora, die westlich des Urals
in die Barentsee mündet, und in Ostsibirien die lndigarka
sind stark mit den Chlorverbindungen belastet.
Wie sich die Einträge in den vergangenen
Jahrzehnten verändert haben, ist noch unklar. Die
Programme zur Überwachung der Fischbelastung, die
darüber Auskuft geben, lassen keine Schlüsse für die
jüngere Vergangenheit zu. Als einigermaßen gesichert
gilt lediglich, daß von 1990 bis 2000 der Eintrag von
chlorierten Kohlenwasserstoffen im Mittel etwas
abgenommen hat.
Die Bewohner nördlich des Polarkreises sind der
Amap-Untersuchung zufolge auch stärker mit
radioaktiven Stoffen verseucht als in den gemäßigten
Breiten. Die Wissenschaftler vermuten, daß ein großer
Teil der Radionuklide aus Quellen im Westen
Rußlandes stammt. Aber auch im Meer versenkte
radioaktive Abfälle kommen in Frage. Radionuklide
würden mit den Ozeanströmungen oder mit dem Wind
über lange Strecken in die Arktis transportiert.
30
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Von den Schwermetallen stellen nach Meinung
der
Fachleute
vor
allem
Kadmiumund
Quecksilberverbindungen eine Gefahr dar. Auch sie
reichern sich in der Nahrung der Einheimischen an. In
den Nieren von Vögeln und Säugetieren sind im
allgemeinen hohe Konzentrationen an Kadmium
festgestellt. Zwei Drittel der Schwermetalle in der
Arktis stammen den- Forschern zufolge von
Industriebetrieben in Mittelsibirien (Norilsk) und im
Westen Rußlands, hauptsächlich auf der KolaHalbinsel, in der Uralregion sowie im Mündungsgebiet
der Petschora. Von dort soll auch der größte Teil des
Schwefels stammen, der als saurer Regen weite
Bereiche Nordkanadas und Nordskandinaviens schädigt.
Trotz der teilweise starken Belastung mit
Schadstoffen raten die Wiessenschaftler des AmapProjekts den Einheimischen davon ab, bei der
Ernährung auf Fische oder Säugerfleisch zu verzichten.
Die Mütter sollten auch ungeachtet der Verseuchung
mit Chlorkohlenwasserstoffen weiterhin ihre Kinder
stillen. Der Nutzen sei immer noch größer als der
Schaden. Vielen freilich bleibt in diesen entlegenen
Gegenden gar nichts anderes übrig als sich von dem zu
ernähren, was die Natur bietet.
Übung 1. Beantworten Sie folgende Fragen:
1. Wovon geht die größte Gefahr für die
Menschen im nördlichen Polargebiet aus?
2. Zu welchen Defekten führen die großen Konzentrationen von Schadstoffen für Tiere und Vögel?
3. Welche Regionen tragen den größten Anteil an
der Verschmutzung der Arktis?
31
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4. Äußern Sie bitte ihre Meinung zum Problem
der Naturverschmutzung.
Übung 2. Übersetzen Sie folgende Sätze.
1. Die Gelehrten konstruierten eine Anlage, die
nach dem Wirbelschichtverfahren arbeitet.
2. Im Bereich der Kraftstoffe hat das neue
Zeitalter begonnen, denn Ölpflanzen speichern die
Sonnenenergie in Form von Pflanzenöl.
3. Indem der Schadstoffgehalt im Abgas erheblich
gesenkt wird, kann der typische Biodiesel-Geruch nicht
mehr wahrgenommen werden.
4. Zu beachten ist, daβ es sich um optimierte
Motoren handelt.
5. Wenn nicht anreichend Alternativen zu den
fossilen Energien bereitgestellt werden, ist die Gefahr
von Verteilungskämpfen groβ.
6. Entsteht ein Leck in der Leitung, kommt es zu
einem Druckabfall im Gesamtsystem.
7. Im System, dessen Funktionsweise einfach aber
effektiv ist, entsteht plötzlich ein Leck in der Leitung.
8. Solche Pflanzenschutzmittel wie DDT und
Lindan sind sehr gefährlich, weil sie sich stark in der
Nahrung anreichern.
9. Da solche Flüsse wie der Ob und der Jenissej
besonders viel DDT enthalten, sind sie hochbelastet.
10. Wie sich die Situation verändern wird, ist
noch unklar.
11. Wärend die Arbeitsgruppe Ozonkonzentration
gemessen hat, registrierte sie gleichzeitig die Menge an
Bromoxyd in der Troposphäre.
32
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Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 4C
Zerstörerische Halogenwolken
Die rätselhaften „Ozonlöcher“= in Bodennähe, die
man in den vergangenen Jahren immer wieder in der
Arktis registriert hat, gibt es offenbar auch in den
Polargebieten der Südhalbkugel. Das haben der
Umweltphysiker Ulrich Platt von der Universität
Heidelberg und neuseeländische Forscher herausgefunden. Wie im Nordpolargebiet verschwindet das
Ozon fast völlig aus der Troposphäre. Den
Untersuchugen zufolge handelt es sich dabei wohl nicht
um
ein
durch
anthropogene
Luftschadstoffe
verursachtes Phänomen, wie einige Wissenschaftler
vermuten, sondern um einen natürlichen Vorgang.
Die Arbeitsgruppe von Platt hat während des
antarktischen Herbstes und Frühlings 2000 Ozonkonzentration in der Nähe der amerikanischen Station
im Rossmeer gemessen. Gleichzeitig registrierten sie
die Menge an Bromoxyd in der Troposphäre. Die
Halogenverbindung steht schon seit geräumer Zeit im
Verdacht, an der Zerstörung des bodennahen Ozons in
der Arktis beteiligt zu sein. Daneben, so haben frühere
Messungen ergeben, spielen wahrscheinlich auch Chlor,
Jod eine Rolle. Alle drei Halogene stammen aus dem
Meer. Sie gelangen in größeren Mengen mit winzigen
Tröpfchen und Eiskristallen, die als Gischt1 an den
Eiskanten hochgeschleudert werden, in die unteren
Luftschichten. Noch kennt man zwar nicht die einzelnen chemischen Reaktionen im Detail, die
letztlich zur Zerstörung des Ozons führen. Weil es aber
33
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recht schnell zur Bildung der „Ozonlöcher“ kommt, gilt
als sicher, daß die Halogene während der Aufspaltung
des Ozons als Katalysatoren wirken. Bei den
Untersuchungen in der Arktis hat man außerdem
festgestellt, daß die auf verhältnismäßig kleine Gebiete
beschränkten Ozonlöcher nur zu Beginn des
Sonnenaufgangs im Frühling aufterten, Meistens
beobachtete man zur gleichen Zeit einen aus
Luftschadstoffen
zusammengesetzten
„arktischen
Dunst“2, der mit starken Winden von Süden
herangetragen worden war. Bei vielen Forschern kam
die Vermutung auf, die anthropogene Verschmutzung
könnte zur Freisetzung von Halogenverbindungen
führen und damit einen Beitrag zur bodennahen
Ozonzerstörung leisten.
Die Untersuchungen in der Antarktis haben nun
aber gezeigt, daß das Phänomen nicht von
Luftschadstoffen wie Stickoxyden abhängt. Die
Wissenschaftler beobachteten während des Frühlings
statt dessen eine erstaunliche Übereinstimmung
zwischen dem plötzlichen Anstieg an Bromoxyden in
der Luft und der ebenso schnellen Ausdünnung des
bodennahen Ozons, wie sie demnächst in der Zeitschrift
„Geophysical Research Letters“ berichten. Die
Konzentration der Bromkatalysatoren stieg innerhald
von Stunden- um bis zu 70 Prozent und erreichte nahezu
die gleichen Werte, die man früher in Spitzbergen,
Sibirien, Alaska und Kanada gemessen hatte.
Das Ozon wird bei der Reaktion mit den Halogen
Verbindungen in der Luft bis zu einer Höhe von rund
zwei Kilometern zersetzt. Das Gas verflüchtigt sich.
Genauso schnell bildet es sich wieder, wenn die
Aerosole mit dem Bromoxyd aus der Atmosphäre
34
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verschwunden sind. Inzwischen hat die Arbeitsgruppe
von Platt das explosionsartige Auftreten der
troposphärischen Ozonlöcher auch bei der Auswertung
von Meßdaten des europäischen Satelliten ERS-2
nachweisen können.
Texterläuterungen
1. der Gischt – neнa
2. der Dunst – дымкa, мглa, легкий туман
Übung 3. Beantworten Sie folgende Fragen.
1. Wo werden die rätselhaften „Ozonlöcher“
registriert?
2. Nennen Sie die wichtigsten Stoffe, die an der
Zerstörung des Ozons beteiligt sind.
3. Was haben die Untersuchungen in der Arktis
gezeigt?
4. Auf welche Weise haben die Wissenschaftler
das Auftreten der troposphäschen Ozonlöcher
nachgewiesen?
LEKTION 5
Technik und Umweltschutz
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 5A
Biodiesel − alternative Wirklichkeit
Der in der Vergangenheit exzessive1 Verbrauch
fossiler Energieträger stößt an die durch die Natur und
Umwelt vorgegebenen Grenzen. Insbesondere die
35
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Diskussion über den Treibhauseffekt hat in der
umweltpolitischen Diskussion zu der Beschlußfassung
der Bundesregierung geführt, bis zum Jahre 2008 den
CO2 -Ausstoß um 25 Prozent zu verringern. Die
Industrie
erforscht
zur
Zeit
intensiv
neue
Antriebstechnologien und Treibstoffe, um den
Anforderungen gegenüber der Umwelt und dem
Anspruch nach Beibehaltung der individuellen Mobilität
gerecht zu werden. Im Bereich der Kraftstoffe hat das
solare Zeitalter bereits begonnen, denn Ölpflanzen wie
Raps und Sonnenblume speichern die Sonnenenergie in
Form von Pflanzenöl, das in allen herkömmlichen
Dieselmotoren eingesetzt werden kann. Je Hektar
produziert z. B. der Raps ca. 1200 Liter Pflanzenöl und
gleichzeitig 10,6 Mio. Liter Sauerstoff-das ist der
Jahresbedarf von 40 Menschen.
Der Einstieg erfolgt zur Zeit also nicht über einen
technologischen Entwicklungssprung, sondern über die
Produktpalette, die Natur bietet. Bekanntlich hatte
bereits Rudolf Diesel in seinen Motoren zunächts
Pflanzenöl eingesetzt.
Biodiesel (RME) zeichnnet sich durch folgende
Vorteile bzw. Eigenschaften aus:
– Bei der Verbrennung wird so viel CO2
abgegeben, wie die Pflanze während ihres Wachstums
aufgenommen hat.
– Biodiesel enthält keinen Schwefel und trägt
somit nicht zum sauren Regen bei.
– Biodiesel wird biologisch schnell abgebaut und
reduziert dadurch die Gefahr für Boden und
Grundwasser bei Transport, Lagerung und Anwendung.
– Auf Grund des hohen Flammpunkts (über 100
Celsius) unterliegt dieser Kraftstoff nicht der
36
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Verordnung trennbarer Flüssigkeiten, so daß
Schutzmaßnahmen im Vergleich zur Diesellagerung
nicht notwendig sind, zumal dieser Kraftstoff nicht als
Gefahrgut eingestuft ist.
– Biodiesel und herkömmlicher Diesel können
technisch problemlos wechselseitig getankt werden
bzw. im Tank des Fahrzeugs gemischt werden.
– Auf der Basis der DIN-Vornorm für Biodiesel
hat VW bereits den Golf- Ekomatic freigegeben. Auch
andere Fahrzeugshersteller wie Mercedes und Opel
prüfen zur Zeit intensiv diesen Kraftstoff und stellen
Freigaben in Aussicht.
Die Auswertungen von Messungen an 54
unterschiedlichen Dieselmotoren ergaben für die
Schadstoffe im Vergleich zu herkömmlichen Diesel ein
sehr positives Ergebnis für Biodiesel. Der Rußanteil
vermindert sich um die Hälfte und die
Partikelemissionen gehen im Vergleich zu fossilem
Diesel je nach Motortyp um 36 bzw. 24 Prozent zurück.
Aufgrund der Schwefelfreiheit von Biodiesel kommt die
Wirkung von Oxidationskatalysatoren hervorragend zur
Geltung, indem der Schadstoffgehalt im Abgas
nochmals erheblich gesenkt und der typische BiodieselGeruch nicht mehr wahrgenommen werden kann. Zu
beachten ist, daß es sich bei diesen Motoren um nicht
für Biodiesel, sondern für herkömmlichen Diesel
optimierte Motoren handelt. Nach Meinung von
Motorexperten bietet insbesondere der 11 prozentige
Sauerstoffgehalt
von
Biodiesel
noch
Optimierungsmöglichkeiten für Motor und Kraftstoff.
Die Markteinführung von Biodiesel schreitet
bundesweit gut voran. Der Preis unterscheidet sich je
nach Region und Anbieterstruktur nur gering von
37
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herkömmlichem Diesel und beträgt ca. 1.17 DM je
Liter. Mittlerweile wird dieser umweltfreundliche
Kraftstoff an über 140 Tankstellen angeboten, bis
Jahresende werden es sicherlich 200 sein. Ein
bundesweiter Bezug loser Ware ist bereits heute über
die Raiffeisen-Zentralgenossenschaften2 und Firmen des
Mineralölhandels sichergestellt. Für die Verarbeitung in
Deutschland werden zur Zeit die notwendigen
Umsteuerungskapazitäten geschaffen bzw. geplant.
Für die Produktion der erforderlichen Rapssaat
sind Monokulturen nicht zu befürchten, denn die
Fruchtfolge und Standortansprüche der Ölpflanzen
bestimmen die natürliche Grenze für den Anbau.
Ökologisch betrachtet, läßt sich der Ölpflanzenanbau
hervorragend in die Fruchtfolgen integrieren, und
insbesondere der Raps prägt das Bild von Deutschlands
schönsten Ölfeldern.
Unter Berücksichtigung dieser ökolodischen
Rahmenbedingungen können ca. 5 Prozent (1 Mio.
Tonnen) des deutschen Dieselverbrauchs ersetzt werden
(Europäische Union 10 Prozent, Welt 20 Prozent). Die
oben genannten Eigenschaften sowie das begrenzte
Produktionspotential betrachten den Biodiesel als
geeignet für den Einsatz im umweltsensiblen Bereichen
wie
Personennahverkehr,
Wasserschutzgebieten,
Binnenschiffahrt usw. Die anfallenden Nebenprodukte
finden ihre Verwendungen in Form von Rapsschrot in
der Tierernährung und das anfallende Glycerin in der
chemischen Industrie. Es gibt keine Nebenprodukte,
die nicht verwendet werden oder zu einem
Beseitigungsproblem werden können. Der Stoffkreislauf
ist also geschlossen. Dieses Prinzip kennzeichnet
grundsätzlich die landwirtschaftliche Produktion, die
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unter Nutzung der Sonnenenergie auch für den
Nichtnahrungsmittelbereich gleichzeitig Rohstoffe
produziert, die wie beispielsweise Biodiesel ein Stück
alternaive Wirklichkeit sind.
Anschließend ist festzustellen, daß alternativen
Energien grundsätzlich im Hinblick auf die
Friedenssicherung zukünftig eine erhebliche Bedeutung
zukommt. Wenn nicht rechtzeitig ausreichend
Alternativen zu den fossilen Energien bereitgestellt
werden, ist die Gefahr von Verteilungskämpfen
außerordentlich groß. Der Krieg im Nahen Osten war
die erste Warnung.
Texterläuterungen
1. exzessiv – избыточный
2. das Raiffeisen – ссудосбережение
Übung 1. Sprechen Sie zum Thema: Der
Biodiesel ist gut für die Umwelt.
Lesen Sie und übersetzen Sie den Text.
Text 5B
Pipelineschäden können schneller geortet werden
Der Transport von Flüssigkeiten oder Gasen in
Pipelines1 hat sich bewährt. Schwierig wird es, wenn bei
einer Pipeline von beispielsweise 30 Kilometern Länge
ein Leck entsteht. Mit den bisherigen Verfahren dauerte
es einige Zeit, bis die Stelle geortet und der Umfang des
Schadens festgestellt werden konnte. Zu diesen
39
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Methoden gehören unter anderem sogenannte
Schnüffelrohre2, die sich wie eine Schlange um die
eigentliche Transportleitung winden und bei Austritt
von Gas oder Flüssigkeit einen Alarm auslösen. Auch
werden kleine Sonden durch die Leitungen geschickt,
die durch elektronische Impulse eine Prüfung der
Pipeline vornehmen. Um eine Betriebserlaubnis für eine
Pipeline zu erhalten, müssen mindestens zwei
unterschiedliche
Methoden
der
Leckerkennung
nachgewiesen werden. Mit einem neuen Verfahren, das
der Bereich Meßtechnik der Fachhochschule in
Frankfurt vorstellt, ist es jetzt möglich, Leckaugen in
Transportleitungen innerhalb weiniger Minuten zu
erkennen, sehr genau zu lokalisieren und den Umfang
des Schadens abzuschätzen. Vorteil des Leo-Pipe
genannten Systems ist auch, daß bestehende
Meßinstrumente für Druck, Durchfluß, Temperatur oder
auch Dichte weiter genutzt werden können. Zusätzliche
Installationen von beispielsweise Sensorkabeln und die
damit verbundenen oft hohen Kosten sind nicht
notwendig.
Die Funktionsweise des Systems ist einfach, aber
effektiv. Entsteht ein Leck in der Leitung, kommt es zu
einem meßbaren Druckabfall im Gesamtsystem, der
auch Einfluß auf die Durchflußmenge hat. Gleichzeitig
entstehen bei einem Leck spezifische Druckwellen, die
sich in der Pipeline mit Schallgeschwindigkeit in beide
Richtungen ausbreiten und an den Endpunkten der
Leitung gemessen werden können. Treffen diese Wellen
genau gleichzeitig an den Endpukten der Leitung ein,
muß das Leck genau in der Mitte der Leitung liegen.
Braucht die Druckwelle in eine Richtung etwas länger,
ist das Leck von diesem Ende der Leitung weiter
40
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entfernt als vom anderen. So läßt sich aus der
Zeitdifferenz des Eintreffens der zwei Signale der Ort
des Schadens selbst bei 30 Kilometer langen Pipelines
bis auf wenige Meter genau berechnen. Aus der
Kombination und Analyse der unterschiedlichen Daten
läßt sich mit Leo-Pipe auch der Umfang des Schadens
berechnen. Die Fachhochschule nennt darüber hinaus
die hohe Zuverlässigkeit und die geringe Quote3 von
Fehlalarmen als weitere Vorteile des Systems. Auch ist
Leo-Pipe vollkommen „bedienerlos“ konzipiert, was
bedeutet, daß keine Bedienung durch das
Wartungspesonal4 notwendig ist.
Texterläuterungen
1. die Pipeline – магистральный трубопровод
2. Schnüffelrohre – сенсорный кабель
3. Quote – доля
4. Wartungspersonal – технический персонал
Übung 2. Beantworten Sie folgenden Fragen.
1. Auf welche Weise werden heute Flüssigkeiten
oder Gase transportiert?
2. Welche Einrichtungen werden zur Prüfung der
Pipeline verwendet?
3. Wie ist die Funktionsweise des Systems zur
Erkennung von Leckaugen in Transportleitungen?
4. Welche Vorteile hat das neue Überwachungssystem?
41
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WORTSCHATZ
A
abbauen
Abfäll m
Abgas n
Abgasreinigung f
abgeben
abhängen
Ablösung f
abroduktarm
abroduktfrei
Absenkung f
Absorber m
abstimmen
abtrennen
Abwässer f
Abwasserbehandlung f
Alarm m
Anbau m
anfallen
Anlage f
anreichern sich
antreiben
atmen
Aufmerksamkeit schenken f
aufnehmen
Aufspaltung f
Aufstieg m
Auftreten n
42
сокращаться
отходы, отбросы, утиль
отработанный газ, выхлопной газ
очистка отработанного газа
выделяться, выбрасывать
зависеть
удаление, отделение
малоотходный
свободный от отходов
снижение
поглотитель
согласовывать
отделять
сточные воды
обработка сточных вод
тревога
возделывание, разведение
выпадать
установка
попадать куда-либо
приводить в движение
дышать чем-либо
уделять внимание
поглощать
расщепление
рост, увеличение
возникновение
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Ausdünnung f
утончение (уменьшение) озонового слоя
выпадать
быть исчерпанным
истреблять, уничтожать
оборудовать
подвергать
оборудовать
анализ, оценка
ausfallen
ausgeschöpft sein
ausrotten
ausrüsten
aussetzen
ausstatten
Auswertung f
B
beitragen
bekämpfen
Bekämpfung f
Belastung f
Belebungsbecken n
Belüftung f
berechnen
berücksichtigen
beschleunigen
beseitigen
Bestandteil n
bestimmen
Betriebstemperatur f
beweisen
Boden m
Brennstoff m
способствовать
бороться, подавлять
борьба (с вредителями)
вредное воздействие, нагрузка
аэротанк
вентиляция, аэрация, продувка
рассчитывать
учитывать
ускорять
устранять
составная часть
назначать, определять
рабочая температура
доказывать
земля, почва
горючее, топливо
D
darstellen
Druckabfall m
Düngmittel f
Dunst m
Durchfluβ m
durchführen
Durchmesser m
представлять
падение давления
удобрения
туман, дымка
расход
проводить
диаметр
E
eignen sich
einführen
быть пригодным, годиться
внедрять
43
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einschränken
einsetzen
Einsickerung f
einstellen
Eintrag m
Einwegflasche f
Eiweiβ n
Eliminierung f
entfernen
Entlastung der Gewässer f
Entlastung der Natur f
entstehen
erhalten
Erhaltung f
Erliegen n
erreichen
Ersatz m
exzessiv
ограничивать
использовать
просачивание
приостанавливать
убыток
бутылка разового пользования
белок
исключение
удалять
сброс воды
снять нагрузку с природы
возникать
получать
сохранение
упадок
достигать
заменитель
избыточный, чрезмерный
F
Fall m
Faulbecken n
Fehlalarme m
Festigkeit f
Fett n
fossil
Freigaben f
случай
метантанк
ложная тревога
прочность
жиp
природный
разрешение на свободную
продажу
освобождение
Freisetzung f
G
Gefahr f
Gefährdung f
Gemisch n
Geruch m
Geschwindigkeit f
geschützt
gesundheitsgefährdend
44
опасность
повреждение
смесь
запах
скорость
охраняемый
опасный для здоровья
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getroffen sein
Gischt m
Gleichgewicht n
Gleichung f
günstig
пострадать
пена
равновесие
уравнение
благоприятный
H
harstellen
herausfinden
Hilfe anbieten f
hochwirksam
indigen
Installation f
изготавливать
обнаруживать
предлагать помощь
эффективный
туземный
установка
K
Klaranlage f
Kosten f
Kreislauf m
Kunstoffpyrolyse-Anlage f
очистное сооружение
себестоимость
цикл
установка пирогенизации искусственных веществ
искусственный материал
Kunststoff m
L
langlebig
Lärm m
Leck n
Leistung f
Leitung f
liefern
Löschflugzeug n
Lösung f
Lösungsmittel
Luftverschmutzung f
долговечный, живучий
шум
протечка
мощность
трубопровод
поставлять
пожарный самолет
раствор
растворитель
загрязнение воздуха
M
Maβ n
Messung f
Müll m
степень
измерение
мусор
45
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N
Nachfrage f
Nachverbrennungsverfahren f
Nahrung f
Naturschutz m
Naturschutzgebiet n
neben
Notstand m
спрос
технология дожигания топлива
пища, питание
защита природы
заповедник
побочный
чрезвычайное, бедственное положение
O
Ozonloch n
Ozonschicht f
Oxydation f
озоновая дыра
озоновый слой
окисление
P
Pflanzenöl n
Pflanzenzüchtung f
Pipeline f
Plastmüll m
растительное масло
растениеводство
трубопровод
пластмассовый мусор
Q
Quelle f
источник
R
Rapsschrott m
Rauchgas n
Recycling -Verfahren n
reduzieren
Regelung f
Regen m
Regenerationsfahigkeit f
Reinigung f
Rohstoff m
Rückstand m
Ruβanteil m
46
масличное сырьe, рапс
дымовой газ
технология повторного использования
уменьшать
регулирование
дождь
способность к восстановлению
очистка
сырьe
осадок, нагар, остаток
часть, доля сажи
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Ruβrest m
остаток сажи
S
Sauerstoffüberschuβ m
saurer
Schadstoffausstoβ m
schädigen
Schadstoff m
Schlamm m
Schlüsseltechnologie f
Schwefel m
Sedimente f
selektiv
Sicherheit f
solar
Spaltung f
Spannung f
speichern
Stelle orten f
sukzessiv
избыток кислорода
кислотный, кислый
выброс вредных веществ
вредить, наносить вред
вредное вещество
грязь, отстой
ключевая технология
сера
осадок, отстой
селективный, избирательный
безопасность
солнечный, золотой
расщепление
напряжение
накапливать
определить место
последовательный, постепенный
T
Tank m
Tankstelle f
tanken
Tierenernährung f
Treibgas n
Treibhauseffekt m
Trend m
Trinkwasser n
бак для горючего
заправочная станция
заправляться горючим
кормление животных
рабочий газ
парниковый эффект
тенденция
питьевая вода
U
Übergang m
Überproduktion f
Umfang m
Umgebung f
umsetzen
Umsetzung f
переход
перепроизводство
объем
окружающий мир
преобразовывать
превращение
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umwandeln
Umwelt f
umweltbewuβt
превращать
окружающая среда
ответственно относящийся к
природе
нагрузки на окружающую среду
безопасный для окружающей
среды
яд для окружающей среды
защита окружающей среды
влияющий на окружающую
среду
Umweltbelastungen f
umweltfreundlich
Umweltgift n
Umweltschutz f
umweltsensibel
V
verbessern
Verbindung f
veredelt
Verfahren n
verflüchtigen sich
Verluste f
vermeiden
vermindern
vernichten
Verordnung f
Verschmutzung f
verschwinden
verseuchen
verursachen
verwenden
verwirbeln
verzichten
vollständig
Vorgang m
улучшать
соединенис
улучшенный, облагороженный
метод, технология
улетучиваться
потери
избегать
уменьшать
уничтожать, ликвидировать
предписание, постановление
загрязнение
исчезать
заражать, отравлять
являться причиной
применять
образовывать завихрения
отказываться
полностью
процесс
W
Wartungspersonal n
Warnung f
Waschmittel n
wiederverwerten
48
технический персонал
предупреждение
моющие средства
повторно использовать
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Wirbelschichtverfahren n
способ сжатия (угля) в вихревой
топке
воздействие
КПД
принцип действия
Wirkung f
Wirkungsgrad m
Wirkungsweise f
Z
Zeitdifferenz f
zersetzen
Zersetzung f
zerstören
Zerstörung f
zum Erliegen kommen
zurückhalten
Zusammensetzung f
Zuverlässigkeit f
разница во времени
разлагаться
разложение
разрушать, портить, уничтожать
разрушение
быть парализованным
удерживать
состав
надежность
49
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LITERATURVERZEICHNIS
1. Wissenschaft und Fortschrift. 1995. № 24.
2. Deutschland. 2002. № 1.
3. Jugend und Technik. 2003. № 4.
4. Jugend und Technik. 2004. № 1.
5. Jugend und Technik. 2004. № 5.
6. Jugend und Technik. 2004. № 7.
7. Natur und Wissenschaf. 2003. № 6.
8. Natur und Wissenschaft. 2003. № 5.
9. Natur und Wissenschaft. 2004. № 9.
10. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10.03.2004.
11. Краткий немецко-русский политехнический словарь.
/ Н.П. Гусев, А.В. Панкин, Ю.В. Федирко, П.Ф. Чекрыжов. М.:
Русский язык; Техника, 1998.
12. Немецко-русский политехнический словарь. М.:
Русский язык, 1990.
50
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INHALT
Предисловие .............................................................................. 3
Lektion 1. Chemie als Partner für Industrie und Umwelt ......... 4
Text 1A. Gleichgewichte für die Ökologie ........................... 4
Text 1B. Suche nach selektiven Stofftrennprozessen ........... 7
Text 1C. Ein hoher, aber notwendiger Preis ......................... 8
Text 1D. Nur gemeinschaftlich zu lösende Fragen ............... 10
Lektion 2. mikroorganismen sorgen für sauberes Abwasser ..... 11
Text 2A. Herkömmliche Verfahren erschöpft ...................... 11
Text 2B. Aufnahmefähigkeit m it Streß erhöht .................... 14
Lektion 3. Umweltfreundliche Plaste ...................................... 16
Text 3A. metallsalze des Bodens sorgen für baldige
Zersetzung ..................................................................... 16
Text 3B. Die dicke Luft wird dünner .................................... 17
Text 3C. Autonom durch Pflanzenöl .................................... 21
Text 3D. Öl aus Abfallstoffen gewonnen ............................. 26
Lektion 4. Weltweite ökologische Probleme .......................... 27
Text 4A. Luftverschmutzug in malaysia nimmt
erschreckende Ausmaße an ........................................... 27
Text 4B. Viele Schadstoffe in der Arktis .............................. 28
Text 4C. Zerstörerische Halogenwolken .............................. 33
Lektion 5. Technik und Umweltschutz ................................... 35
Text 5A. Biodiesel − alternative Wirklichkeit ...................... 35
Text 5B. Pipelineschäden können schneller geortet werden .... 39
Wortschatz .................................................................................. 42
Literaturverzeichnis .................................................................... 50
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Учебное издание
Сергеева Галина Евстафьевна
Обучение чтению литературы на немецком языке
по специальности «Охрана окружающей среды
и рациональное использование природных ресурсов»
Корректор М.В. Самохина
Компьютерная верстка А.Ю. Ураловой
Подписано в печать 22.04.2008. Формат 60×84/16. Бумага офсетная.
Усл. печ. л. 3,02. Уч.-изд. л. 2,65.
Тираж 200 экз. Изд. № 58. Заказ
Издательство МГТУ им. Н.Э. Баумана
Типография МГТУ им. Н.Э. Баумана
105005, Москва, 2-я Бауманская ул., 5
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