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280.Аннотация немецкого специального текста Ч 1

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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Министерство образования и науки Российской Федерации
Федеральное агентство по образованию
Ярославский государственный университет им. П.Г. Демидова
Кафедра иностранных языков
Аннотация немецкого
специального текста
Часть 1
Методические указания
Рекомендовано
Редакционно-издательским советом университета
для студентов всех специальностей, изучающих немецкий язык
Ярославль
2006
Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
УДК 811.112.2
ББК Ш 143.24я73
А 68
Рекомендовано
Редакционно-издательским советом университета
в качестве учебного издания. План 2006 года
Рецензент
кафедра иностранных языков ЯрГУ им. П.Г. Демидова
Составители:
канд. филол. наук, доцент кафедры иностр. языков Т.Н. Фомина,
ст. преподаватель, зав. секцией немецкого языка Е.А. Зеленкова
А 68
Аннотация немецкого специального текста : метод. указания
/ Сост. Т.Н. Фомина, Е.А. Зеленкова; Яросл. гос. ун-т. – Ярославль :
ЯрГУ, 2006. – Ч. 1. – 51 с.
Методические указания дают студентам необходимые навыки
словообразования; через ряд коммуникативно-ориентированных
упражнений для развития навыков устной речи и работу с
аутентичными текстами обучаемые вырабатывают твердые навыки
аннотирования, реферирования, передачи содержания, обсуждения и
перевода немецких текстов по специальности.
Предназначены для студентов всех специальностей, изучающих
немецкий язык (блок ГСЭ), очной формы обучения. Методические
указания должны оказать помощь аспирантам и соискателям при
подготовке к сдаче кандидатского экзамена по немецкому языку
УДК 811.112.2
ББК Ш 143.24я73
© Ярославский государственный университет, 2006
© Т.Н. Фомина, Е.А. Зеленкова, 2006
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Copyright ОАО «ЦКБ «БИБКОМ» & ООО «Aгентство Kнига-Cервис»
Lektion 1. Gegenstand der Psychologie
Wortbildung
Lernen Sie die folgenden Suffixe der Substantive. Sie helfen das
Geschlecht der Substantive bestimmen.
-er
-ler
-ner
-ling
-e
-el
-en
-ismus
m
- or
- ent
- ant
- at
- är
- eur
- ier
- ei
f
n
- tion
- sion
- ik
- tur
- tät
- ie
- in
- ung
- heit
- keit
- igkeit
- schaft
-e
- chen
- lein
- el
- tum
- nis
- sal
- um
- at
- ent
- ett
- or
1. Bestimmen Sie das Geschlecht der folgenden Substantive. Lesen
Sie diese Wörter mit der richtigen Betonung.
Psychologie, Erforschung, Verhalten, Theorie, Wahrheit, Märchen,
Intuition, Vermutung, Methode, Anwendung, Fragestellung,
Wahrnehmungsweise, Situation, Studium, Meinung, Einstellung,
Bedeutung, Religion, Angelegenheit, Gefängnis, Depression,
Ehepartner, Wissenschaft, Phantasie, Behauptung, Problem,
Perspektive, Datum – Daten.
Wiederholen Sie die Deklination des bestimmten Artikels. Fragen
zu den Substantiven und Pronomen ohne Präposition.
Nominativ
Akkusativ
Dativ
Genitiv
Wer? Was?
Wen? Was?
Wem?
Wessen?
Wann?
der / ein
den / einen
dem / einem
des / eines
das /ein
das /ein
dem/ einem
des / eines
die / eine (Pl.)
die / eine
der / einer
der / einer
die / die / den / der / -
Merken Sie sich die zusammenfallenden Formen.
2. Verbinden Sie 10 Substantive aus dieser Liste mit möglichst
mehreren Adjektiven und Verben. Übersetzen Sie diese Wortgruppen.
Bilden Sie kurze Sätze.
3
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Psychologie –
psychisch –
psychologisch –
PsychologiePsychologin
Psychologie studieren, Psychologie anwenden, psychologische
Untersuchungen, als Psychologen arbeiten ...
An der Fakultät für Psychologie werden wir verschiedene Zweige
der Psychologie studieren und später als Psychologen arbeiten.
3. Lernen Sie die folgenden Verben und Wortgruppen auswendig:
es gibt, bestehen aus + D, beschäftigen sich mit + D, gelangen zu +
D, bezeichnen als, erforschen, fördern, teilen, zusammenfassen, messen,
steuern, beschreiben, ändern, voraussagen, erklären, in der Lage sein,
besprechen, prüfen, Art und Weise, verursachen, es handelt sich um +
Akk, behandeln, zum ersten Mal, teilnehmen an + D, beeinflussen etw.,
untersuchen, verstehen, wissen, unterscheiden sich, geeignet sein,
anwenden.
4. Bilden Sie von 10 Verben Substantive, bedienen Sie sich dabei
der oben stehenden Tabelle und des Wörterbuchs.
5. Finden Sie Verben, von denen die gegebenen Substantive
gebildet sind.
Irreführung,
Untersuchung,
Entscheidung,,
Vermutung,
Vergangenheit, Kenntnis, Wissenschaftler, Beurteilung, Erörterung,
u.a.m nachdem Wörterbuch .
Merken Sie sich.
begreifen – der Begriff fahren – die Fahrt lesen – das Lesen
gehen – der Gang können – die Kunst beschreiben – das
Beschreiben
6. Finden Sie im Text Substantive dieser Art.
7. Schreiben Sie aus dem Text 10 – 15 Adjektive aus, verbinden Sie
diese mit den Substantiven.
Praktisch – praktische Anwendung der Psychologie.
4
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8. Bilden Sie möglichst mehrere Substantive von Verben und
Adjektiven.
Sprechen, ansetzen, begreifen, fügen, bauen, äusser, wichtig,
wesentlich ....usw (aus dem Wörterbuch).
Merken Sie sich die Endung des Prädikats nach den folgenden
Subjekten (3. Person, Sg.).
Subjekt Prädikat
Antworten
Wer
arbeitet hier?
Anna arbeitet hier. Hierarbeiten wir.
Was
liegt da?
Da liegt ein Buch. Da liegen Bücher.
Man
liest diesen Text.
Es
gibt einige Fakultäten.
9. Verbinden Sie die Verben aus der Übung 4 mit den Subjekten
Wer ? Was ? Man und es. Bilden Sie Sätze nach dem Muster:
Man behandelt im Text solche Fragen wie ...
Wer beschäftigt sich mit diesem Problem ?
Wiederholen Sie die Bildung des Perfekts.
Präsens von haben oder sein (2. Stelle).
Partizip II vom Sinnverb (an der letzten Stelle).
Ich habe die Arbeit schnell gemacht.
Er ist mit seiner Arbeit fertig geworden.
10. Finden Sie im Text Partizipien II von schwachen und starken
Verben. Bilden Sie Sätze im Perfekt.
Muster:
verstanden – verstehen – (transitives Verb, antwortet auf die Frage
Wen? Was ?)
Er hat die Theorie dieses Gelehrten nicht verstanden.
11. Bilden Sie Partizipien von den folgenden Verben. Lernen Sie
diese Verben. Gebrauchen Sie sie in Sätzen .
Lesen, schreiben, tragen, erörtern, behandeln, vergleiche, studieren,
benutzen, ausnutzen, meinen, denken, sich entscheiden, kommen, sich
äussern, folgen, folgern, fördern, fordern.
Muster: lesen – gelesen – (Wen? Was? – transitives Verb –
haben) – Wir haben den neuen Text zu Hause gelesen.
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Merken Sie sich die Genitivformen von den Substantiven
der Begriff – die Definition des Begriffs . – Wessen Definition ?
des Begriffs.
der Dozent – die Vorlesung des Dozenten.
das Problem – die Behandlung des Problems .
die Lehre – die Anpassung der Lehre .
die Probleme (Pl.) – die Lösung der Probleme.
Arbeiten Sie auf dieselbe Weise mit den Wörtern :
die Psychologie, der Student, das Axiom, der Zusammenhang, der
Text, das Erlernen, der Weg, der Zweig u.a.m (aus dem Wörterbuch).
Kontrollaufgabe
Schreiben Sie aus dem folgenden Text möglichst mehrere
Substantive, Verben, Adjektive und Wortgruppen zu den Themen "Wir
studieren Psychologie", "Psychologie als Wissenschaft" aus.
Kontrollieren Sie die Kenntnis dieser Wörter zu zweit.
Lesen sie und verstehen sie den folgenden text
Eine definition der psychologie
Die Psychologie ist die wissenschaftliche Erforschung von
Verhalten, wobei es drei Hauptgesichtspunkte gibt: (1) Unser Wissen
über das Verhalten. Es besteht aus wissenschaftlich abgesicherten
Theorien und Daten, die das Verhalten betreffen – im Gegensatz zu
Halbwahrheiten, Ammenmärchen, Slogans, Intuition, wilden
Vermutungen, gewagten Behauptungen oder sogar landläufigen, wenn
auch unbegründeten Meinungen. Die Psychologie beschäftigt sich mit
Tatsachen und den Theorien, die durch sie gestützt werden. (2) Die
Forschungsmethoden, die verwendet werden, um zu diesem Wissen zu
gelangen. Man bezeichnet sie allgemein als wissenschaftliche
Methoden, die als anerkannte Verfahren gelten, um Verhalten objektiv
und unbeeinflusst zu erforschen. (3) Die Anwendung dieses Wissens bei
psychologischen Fragestellungen, um das Wohl aller Menschen zu
fördern, wobei man wissenschaftlich abgesicherte psychologische
Daten benutzt.
6
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Die ziele der psychologie
Die Psychologie hat vier Ziele:
1) Verhalten zu beschreiben und zu messen,
2) Verhalten vorauszusagen,
3) Verhalten zu steuern und zu ändern,
4) Verhalten zu erklären.
Psychologie als wissenschaft
Um diese Grundfragen untersuchen zu können und um Verhalten
im allgemeinen zu verstehen, haben Psychologen neue Methoden
erarbeitet oder bestehende aus anderen Wissenschaften übernommen
und ihren Fragestellungen angepasst. Wissenschaftliche Methoden sind
für den Fortschritt unerlässlich. Wir müssen daher etwas über
Methodologie wissen, damit wir zwischen Tatsachen und Fantasie
unterscheiden und uns gegen Irreführung durch falsche Behauptungen
wehren können. Die Methoden der Psychologie unterscheiden sich
sowohl darin, welche Information über Verhalten sie liefern, als auch
darin, für welche Verhaltensweisen sie am besten geeignet sind. Sie
schlieβen sich aber nicht gegenseitig aus und können manchmal
kombiniert auf das gleiche Problem angewandt werden, um eine
breitere Perspektive zu gewinnen. Wir werden vier Ansätze der
wissenschaftlichen Untersuchung des Verhaltens vorstellen und jeweils
Beispiele dafür geben, wie man sie anwenden kann.
1. Beantworten Sie die folgenden Fragen. Wählen Sie die richtige
Antwort. Bilden Sie die Antwort in der Form des vollen Satzes.
Was ist die Psychologie?
– wissenschaftliche Erforschung
Verhalten
– Slogans und Intuition
– landläufige Meinungen
Womit
beschäftigt
sich
die – mit Tatsachen und Theorien
Psychologie?
– mit Halbwahrheiten
– mit unbegründeten Meinungen
Wie bezeichnet man die Methoden der – wissenschaftliche
Psychologie?
Forschungsmethoden
– objektive Verfahren
– psychologische Fragestellungen
7
von
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Wie viele Ziele hat die Psychologie?
Welche Ziele sind das?
Worin besteht
Psychologen ?
die
Arbeit
– drei / vier / fünf
– das Verhalten vermuten
– das Verhalten beschreiben und messen
– das Verhalten voraussagen
– das Verhalten anerkennen
– das Verhalten erklären
– das Verhalten fördern
– das Verhalten steuern und ändern
eines – das Verhalten messen und beschreiben
– das Verhalen besprechen
– das Verhaiten definieren
2. Übersetzen Sie genau den Text, schreiben Sie Vokabeln zum
Referieren eines Buches in ein besonderes Heft heraus.
3. Analysieren Sie einen Satz des Absatzes „ Psychologie als
Wissenschaft" nach dem Muster:
Um diese Grundfragen untersuchen zu können / und um Verhalten
im allgememen zu verstehen / haben / Psychologen/ neue Methoden/
erarbeitet/ oder bestehende /aus anderen Wissenschaften / übernommen
/ und ihren Fragestellungen / angepasst.
4. Stellen Sie Fragen zu jedem Satzglied. Vermeiden Sie dabei die
überflüssige Information.
Geben Sie kurze und volle Antworten auf jede Frage.
Muster: Wer hat neue Methoden erarbeitet und alte Methoden
übernommen? – die Psychologen. – Die Psychologen haben neue
Methoden erarbeitet und alte übernommen. Haben die Psychologen
Methoden aus anderen Wissenschaften ihren Fragestellungen
angepasst ? – Ja. Die Psychologen haben Methoden aus anderen
Wissenschaften ihren Fragestellungen angepasst.
Woher (woraus) haben die Psychologen bestehende Methoden
übernommen? – aus anderen Wissenschaften – Die Psychologen haben
bestehende Methode aus anderen Wissenschaften übernommen. Usw.
5. Bilden Sie Infinitive von den folgenden Partizipien.
Übernommen, angepasst, geeignet, kombiniert, angewandt,
angenommen, bewehrt, behauptet, gefordert, erforscht, beschrieben.
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6. Finden Sie im Text Infinitivgruppen, übersetzen Sie diese nach
dem Muster:
Um diese Frage zu beantworten, haben Psychologen...
Чтобы ответить на этот вопрос, психологи...
7. Antworten Sie auf die folgenden Fragen, gebrauchen Sie in der
Antwort Infinitivgruppen " um...zu".
– Wozu (warum) haben Psychologen neue Methoden erarbeitet? –
um die Grundfragen untersuchen zu können, – um die Grundfragen
ihrer Wissenschaft zu untersuchen.
– Wozu werden die Forschungsmethoden verwendet?
– Wozu gebraucht man anerkannte Methoden?
– Wozu ist die Anwendung des psychologischen Wissens
notwendig?
– Wozu dienen die vier Ziele der Psychologie?
– Worin besteht der grösste Teil der Arbeit eines Psychologen?
8. Finden Sie im Text Sätze im Futurum. Übersetzen Sie diese.
Zeichnen Sie das Schema des Prädikats.
Kontrollaufgaben
Definieren Sie in der Kurzform an Hand des Textes den Begriff
"PSYCHOLOGIE".
Sprechen Sie über die Methoden der Wissenschaft Psychologie (6 –
8 Sätze).
Lesen sie den folgenden text
Die Psychologie befasst sich mit dem wissenschaftlichen Studium
des Verhaltens. Sie setzt sich zusammen aus Erkenntnissen über das
Verhalten, aus verschiedenen Methoden zu seiner Untersuchung, sowie
aus einer Reihe von Techniken, die dazu dienen, unser Wissen zur
Verbesserung des menschlichen Lebens einzusetzen.
Mit der Psychologie verbinden sich bestimmte Zielsetzungen: das
Messen und Beschreiben des Verhaltens, seine Vorhersage und
Steuerung sowie die Entdeckung grundlegender Verhaltensprinzipien.
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Es gibt gewisse fundamentale Fragen über menschliches
Verhalten, die immer wieder in der Psychologie erörtert werden: Ist die
Vererbung oder die Umwelt wichtiger für das Verhalten? Wird das
Verhalten von genetischen oder Umweltkräften bestimmt, oder ist es
das Ergebnis des freien Willens? Können wir Verhalten mechanistisch
erklären, oder brauchen wir ein Konzept wie "Geist" oder
"Bewusstsein"?
Übt das Bewusstsein oder das Unbewusste einen stärkeren Einfluss
auf das Verhalten aus? Ist dasVerhalten gesetzmässig, oder ist jeder
Mensch einmalig, so dass sich sein Verhalten nicht vorhersagen lässt?
Schlieβlich ist da noch die Frage, in welchem Umfang unsere
persönliche Lebensgeschichte unser gegenwärtiges Verhalten
beeinflusst.
Die Psychologen wenden eine Reihe verschiedener Methoden an,
um das Verhalten zu erforschen. Es gibt unter anderem:
a) die Einzelfallstudie, die intensive Untersuchung eines einzelnen
Menschen;
b) die Beobachtung unter natürlichen Bedingungen, die
Untersuchung psychischer Prozesse, wie sie im Alltagsleben
vorkommen;
c) Umfragen, Tests und Interviews, d. h. Techniken, mit denen
Beziehungen zwischen messbaren Variablen sowie der Ausprägungsgrad
dieser Beziehungen aufgedeckt werden sollen;
d) das Experiment, die Simulierung von psychologischen Situationen
im Labor, wobei untersucht wird, wie in diesen Situationen unter
kontrollierten Umständen manipulierte, unabhängige Variable abhängige
Variable beeinflussen.
Das Experiment ist die Methode der Wahl in der Psychologie, weil
man damit die eindeutigsten Schlussfolgerungen ziehen kann und weil es
häufig zur Entdeckung von Ursache-Wirkung-Beziehungen führt. Viele
wichtige Probleme jedoch, wie z. B. Reaktionen auf Naturkatastrophen,
eignen sich nicht zur Simulation im Labor und müssen auf andere Art
und Weise untersucht werden.
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Höhepunkte in der Geschichte der Psychologie bilden die
Entstehung verschiedener psychologischer Denkmodelle und Theorien
in den letzten Jahrzehnten des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Hier sind vor allem der Strukturalismus, der Funktionalismus, der
Behaviorismus, die Gestaltpsychologie und die Psychoanalyse zu
nennen.
Heute betrachten viele Psychologen menschliches Verhalten vom
Standpunkt der Informationstheorie. Sie sehen Menschen als aktive
Informationsverarbeiter, die sensorische Signale aus der Umwelt
empfangen, sie in geistige Form umsetzen und zum zukünftigen
Gebrauch
speichern.
Manche
Psychologen
lehnen
die
Informationstheorie als zu deterministisch ab und schlagen statt dessen
einen humanistischen Ansatz vor, der die Einzigartigkeit, den freien
Willen und die Vernunft des Menschen betont.
1. Übersetzen Sie und betiteln Sie die einzelnen Absätze des Textes
und den ganzen Text.
2. Schreiben Sie aus dem Text unbekannte „wissenschattliche und
psychologische" Lexik aus und erklären Sie die Wortbildung von 10 –
12 Substantiven.
3. Antworten Sie (schriftlich oder mündlich) auf die Fragen des
Absatzes drei.
4. Machen Sie ein Minirollenspiel. Stellen Sie sich vor, dass die
Studenten diese Fragen in einem Seminar behandeln. Sie können dabei
Ihre eigenen Meinungen zu diesen Problemen äuβern. Ein Student
übernimmt die Leitung und skizziert den Plan des Spiels für etwa 12 –
15 Minuten Dauer.
5. Stellen Sie (schriftlich oder mündlich) Fragen zu den Absätzen
5 – 7.
6. Nennen Sie Methoden der Psychologie. Beschreiben Sie eine der
Methoden genauer.
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l. Lesen Sie und erzählen Sie den Text russisch oder deutsch nach.
2. Schreiben Sie unbekannte Wörter aus und erklären Sie die Form
von 10 – 12 Substantiven.
3. Stellen Sie 6 – 7 Fragen zum Text zusammen.
4. Analysieren Sie und übersetzen Sie einen Satz. Stellen Sie dabei
Fragen zu jedem Satzglied.
5. Definieren Sie den Begriff der Psychologie als Wissenschaft.
6. Erzählen Sie von dem heutigen Stand der Psychologie.
Lektion 2. Zweige der Psychologie
1. Сложные существительные
(Zusammengesetzte Wörter)
Сложные существительные образуются из двух и более слов и
могут иметь следующую морфологическую структуру:
Существительное + существительное – der Psychologiezweig.
Существительное + s + существительное – der Geburtstag; der
Gesprächspartner.
Прилагательное + существительное – das Schwarzbrot.
Основа глагола + существительное – die Wohngemeinschaft.
Числительное + существительное – das Dreirad.
Если числительное пишется цифрой, то сложное слово надо
писать через дефис: der 35-Jährige; die 2-Kilogramm-Packung.
Местоимение + существительное – die Ichform.
Наречие + существительное – die Voraussage.
Предлог + существительное – das Fürwort.
Род сложных имён существительных зависит от основного
слова, которое следует за определяющим словом. Ударение падает
на определяющее слово в начале.
der Fuβball + die Mannschaft = die Fuβballmannschaft.
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Написание сложных слов через дефис
Через дефис пишутся сложные слова, образованные при
помощи аббревиатур: der DAAD-Lektor, die UV-Strahlung.
Если сложное существительное состоит из трёх и более слов,
то его можно писать через дефис для облегчения прочтения этих
слов: die Blumentopf-Erde.
Также через дефис пишутся сложные слова, при образовании
которых встречаются две или три одинаковые гласные или
согласные, а также гласные, которые могут быть прочитаны как
дифтонги: der Kamera-Assistent; der Kaffee-Ersatz; der KristallLüster; das Goethe-Institut.
Wiederholen Sie die Pluralformen der Substantive:
m
der Tag – die Tage
der Student –
die Studenten
der Gott – die Götter
der Lehrer – die Lehrer
n
das Buch – die Bücher
das Heft – die Hefte
f
die Idee – die Ideen
die Hand – die Hände
das Bett – die Betten
das Messer – die Messer
die Tochter – die Töchter
die Mutter – die Mütter
Merken Sie sich besonders :
– die schwachen Substantive vom Typ: der Junge – die Jungen, der
Mensch – die Menschen, der Herr- die Herren ..., der Dozent – die
Dozenten;
– die Internationalismen vom Typ: das Auto – die Autos, das
Auditorium – die Auditorien, das Visum – die Visa .
1. Bilden Sie die Pluralformen von den folgenden Substantiven:
die Beschäftigung, die Klassifizierung, die Methode, die Regel, die
Anzahl, die Sprache, die Erkenntnis, die Tätigkeit, das Gebiet, das
Konzept, das Museum, der Park, die Dozentin, der Aspirant, der Student,
der Polizist, der Psychologe.
2. Bilden Sie die Singularformen von den folgenden Substantiven:
die Disziplinen, die Möglichkeiten, die Gruppen, die
Differenzierungen, die Aktivitäten, die Bereiche, die Probleme, die
Wissenschaften, die Einheiten, die Prozesse, die Menschen, die Studien,
die Formen, die Fächer, die Räume, die Studentinnen, die Professoren.
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Merken Sie sich den Gebrauch von kein und nicht.
Nicht
Ich arbeite heute im Auditorium 3.
Nicht ich arbeite heute im Auditorium 3.
Ich arbeite nicht heute im Auditorium 3.
Ich arbeite heute nicht im Auditorium 3.
Aber: Ich arbeite heute im Auditorium 3 nicht.
Kein
Er ist kein (nicht )Student.
Ich habe keine Lehrbücher.
Wir brauchen keine Zeit.
Hier gibt es keinen Stuhl.
Negativpronomen
Negativkonjunktionen
niemand, nie, niemals, nirgends nicht, sondern; nicht nur, sondern
u.a.
auch; weder, noch.
Merken Sie sich: im deutschen Negativsatz gebraucht man nur ein
Negierungsmittel.
Nie werde ich ihn erkennen. / Niemand half mir./ Weder ich, noch
er erkannten sie.
Übersetzen Sie die Wörter vor den Texten. Behalten Sie ihre
Bedeutung im Gedächtnis.
der Psychologe (-n;-n)
die Psychologin (-;-nen)
der Experimentalpsychologe
der Entwicklungspsychologe
der Sozialpsychologe
der Betriebspsychologe
die Ausbildung (-;-en)
die Beschäftigung (-;-en)
der Beschäftigungsbereich (-s;-e)
die Skizzierung (-; -en)
bestehen aus + D.
sich spezialisieren auf +A.
vornehmen
verteilen auf +A.
gleich
die American Psychological Association (APA)
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Was tun psychologen und psychologinnen?
Als erstes gilt, dass Psychologen und Psychologinnen sich
spezialisieren. Wie in den meisten Disziplinen haben auch sie nicht alle
die gleiche Ausbildung oder die gleiche Beschäftigung. Obwohl es
verschiedene Möglichkeiten gibt, Psychologen zu kategorisieren,
möchten wir eine Klassifizierung vornehmen, wie sie die American
Psychological Association (APA) in der Broschüre "Der Beruf des
Psychologen " (1979) verwendet. Somit haben wir Experimental-,
Entwicklungs-, Sozial- und Betriebspsychologen sowie biologische,
klinische und pädagogische Psychologen. Natürlich bestehen innerhalb
dieser Gruppen weitere Differenzierungen. Ferner sind nicht alle
Psychologen gleichmässig auf diese Gruppen verteilt. Die Kategorien
sind aber nützlich, um die wichtigsten Aktivitäten der Psychologen in
ihren Beschäftigungsbereichen zu erklären.
Die folgenden Beschreibungen sind grobe Skizzierungen solcher
Aktivitäten, auf die sich Psychologen im allgemeinen spezialisieren.
der Begriff (-s;-e)
die Untersuchung (-;-en)
der Verhaltensprozess (-es;-e)
die Empfindung (-;-en)
die Wahrnehmung (-;-en)
die Leistung (-;-en)
die Erkenntnis (-;-se)
hinweisen auf +A.
sich befassen mit +D.
Experimentalpsychologen und -Psychologinnen
Früher meinte man mit dem Begriff Experimentalpsychologie eine
Methode zur Untersuchung von Verhaltensprozessen und -phänomenen,
nämlich die experimentelle Methode. Heute weist diese Bezeichnung auf
Psychologen hin, die sich in der Regel mit einer begrenzten Anzahl von
Problemen befassen, etwa aus den Bereichen des Lernens, der
Empfindungen und Wahrnehmungen, der menschlichen Leistung, der
Motivation und Emotion, der Sprache, der Erkenntnis und der
Kommunikation.
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das Verhalten (-s;-)
das Verfahren (-s;-)
das Hormon (-s;-e)
das Nervensystem (-s;-e)
das Gen (-s;-e)
anwenden
feststellen
interagieren
häufig
verwandt
Biologische Psychologen und Psychologinnen
Die Tätigkeit von biologischen Psychologen und Psychologinnen ist
eng verwandt mit der von Experimentalpsychologen und -psychologinnen. Sie wenden auch häufig die gleichen Methoden an. Biologische
Psychologen befassen sich aber vor allem mit den biologischen
Hintergründen des Verhaltens. In der Regel wenden sie Techniken aus
den biologischen Wissenschaften in Kombination mit experimentellen
Verfahren an, um festzustellen, wie das Nervensystem, die Hormone, die
Gene und andere biologische Einheiten und Prozesse mit dem Verhalten
interagieren.
die Lebensspanne (-;-n)
die Verhaltensänderung (-;-en)
sich konzentrieren auf + A.
erkennen
stattfinden
benutzen
beschränken auf +A.
Entwicklungspsychologen und -psychologinnen
Das besondere Interessengebiet der Entwicklungspsychologen und
-psychologinnen sind Änderungen im Verhalten und im Verhaltenspotential im Laufe einer Lebensspanne. In der Vergangenheit haben sie
sich auf die frühkindliche Entwicklung konzentriert, aber in neuerer Zeit
haben sich Entwicklungspsychologen und -psychologinnen das Konzept
der Lebensspanne zu eigen gemacht, weil sie erkannt haben, dass
wichtige Verhaltensänderungen in jedem Lebensalter stattfinden.
Entwicklungspsychologen und -psychologinnen benutzen experimentelle
Methoden, obwohl sie keineswegs auf diese Techniken beschränkt sind.
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die Auswirkung (-;-en)
die Forschungsmethode (-;-n)
die Aneignung (-;-en)
die Überzeugung (-;-en)
die Einstellung (-;-en)
der Wert (-s;-e)
beobachten
umfassen
Sozialpsychologen und -psychologinnen
Sozialpsychologen und -psychologinnen studieren Menschen in
Interaktion. Sie interessieren sich insbesondere für die Auswirkungen von
anderen Menschen auf ein bestimmtes Individuum, das die Sozialpsychologen gezielt beobachten. Die Forschungsmethoden variieren
stark und umfassen die Arbeit im Labor ebenso wie Studien im
Alltagsleben. Die Aneignung von Überzeugungen, Einstellungen und
Werten, das Verhalten des Individuums in einer Gruppe und das Erlernen
von sozialen Rollen sind nur einige der Themen, die Sozialpsychologen
interessieren.
beraten
die Behandlung (-;-en)
das Anpassungsproblem (-s;-e)
die Störung (-;-en)
die Entwicklungskrise (-;-en)
der Zustand (-s;-stände)
sich beschäftigen mit + D.
ausbilden
psychotisch
Klinische und beratende Psychologen
und Psychologinnen
Klinische und beratende Psychologen und Psychologinnen
spezialisieren sich auf die Diagnose und Behandlung emotionaler
und/oder Anpassungsprobleme. Sie beschäftigen sich mit psychischen
Störungen und sind darin ausgebildet, die unterschiedlichsten Probleme
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zu erkennen und zu behandeln, normale Entwicklungskrisen im
jugendlichen Alter ebenso wie extreme psychotische Zustände.
Klinische Psychologen und Psychiater haben ein gemeinsames Interesse
an der Behandlung seelischer Krankheiten. Psychiater sind Ärzte und
haben sich im Verlauf ihres Medizinstudiums auf die Psychopathologie
spezialisiert, während Psychologen mehr verhaltensorientiert sind.
betreffen
umfassen
der Entwurf (-s;-würfe)
die Auswertung (-;-en)
die Erziehung (-;-en)
die Bildung (-;-en)
Pädagogische Psychologen und Psychologinnen
Pädagogische Psychologen und Psychologinnen befassen sich mit
der Psychologie, so weit sie die Pädagogik betrifft. Ihre Aktivitäten
umfassen Entwurf, Entwicklung und Auswertung von Material und
Verfahren in Erziehung und Bildung. Sie sind zumeist in der Praxis tätig,
z. B. in Schulen, beim Militär oder bei groβen Industriekonzernen.
untersuchen
aufstellen
steigern
die Zufriedenheit (-;-en)
die Dienstleistungen (-;-en)
die Geschäftsleitung (-;-en)
das Mitarbeiterförderungsprogramm (-s;-e)
die Weiterbildung (-;-en)
die Vorruhestandsberatung (-;-en)
Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologen
und -psychologinnen
Das Interesse der Betriebspsychologen und -psychologinnen gilt den
Verhaltensweisen am Arbeitsplatz in betrieblichen Organisationen, etwa
dem Betriebsklima, der Effektivität und der Arbeitsmoral. Sie können
18
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aber auch in vielerlei anderer Weise für die Industrie tätig werden. So
untersuchen sie, wie ein Arbeitsplan aufgestellt wird oder wie die
Zufriedenheit der Leute, die die Dienstleistungen oder Produkte einer
Organisation benutzen, gesteigert werden kann. Betriebspsychologen
und -psychologinnen beraten mit der Geschäftsleitung z.B. über die
Entwicklung besserer Mitarbeiterförderungsprogramme – etwa solche,
bei denen eine berufliche Weiterbildung oder Vorruhestandsberatung
erfolgt – und Methoden zur wirksameren Organisation der
Managementstruktur.
Kontrollaufgabe:
1. Schreiben Sie alle zusammengesetzte Wörter aus den gelesenen
Texten aus und lernen sie.
2. Notieren Sie in ihrem Vokabelheft 30-40 zum Thema "Zweige der
Psychologie" gehörende Wörter und lernen Sie die.
3. Stellen Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin Fragen zu den Texten.
Beantworten Sie die Fragen des Partners/der Partnerin.
4. Ordnen sie alle Begriffe den passenden Definitionen zu.
Die Allgemeine Psychologie, die Organisationspsychologie, die
klinische Psychologie, die pädagogischen Psychologie, die Arbeitspsychologie, die Rechtspsychologie, die biologische Psychologie.
1. ______________________ ist ein Zweig der Psychologie, der
sich mit der Wechselwirkung von Individuum und Organisation befasst.
Er beinhaltet die Beschreibung und Veränderung von Erleben,
Verhalten und Einstellungen von Menschen in Organisationen, sowie
mit den Bedingungen, die diese Zustände und Veränderungen
beeinflussen.
2. ________________________ umfasst jedoch neben den
organisatorischen Fragen auch die Interaktion von Mensch und
Maschine. Beispielsweise mit psychologische Bedingungen für sicheres
Arbeiten.
3._________________________befasst sich mit den psychischen
Hauptfunktionsbereichen Bewusstsein, Wahrnehmung, Lernen und
Gedächtnis, Denken und Problemlösen, Motivation, Emotion, Sprache,
19
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Kommunikation u. a. Den Hauptfunktionsbereichen werden auch
psychische Grundfunktionen zugeordnet.
4._________________________ untersucht die biologischen,
sozialen, entwicklungs- und verhaltensbezogenen bzw. kognitiven und
emotionalen Grundlagen psychischer Störungen. Sie beschäftigt sich
mit der Anwendung dieser Erkenntnisse im Rahmen der Psychotherapie
und psychologischen Beratung.
5._________________
beschreibt
Gesetzmäßigkeiten
und
Bedingungen
von
Erziehungs-,
Unterrichtsund
auch
Weiterbildungsprozessen. Im Vordergrund steht das menschliche
Lernen in der Schule (Unterricht), aber auch außerhalb schulischer
Institutionen sowie bei der Erziehung im Elternhaus.
6.___________________ ist ein Teilgebiet der Psychologie und hat
die Anwendung psychologischer Theorien, Methoden und Erkenntnisse
auf Probleme des Rechtssystems zum Gegenstand. Sie ist bedeutsam für
das Strafrecht (Forensische Psychologie, Gerichtspsychologie), die
Kriminologie (Kriminalpsychologie) und das Zivilrecht.
7.____________________ beschäftigt sich mit der experimentellen
Erforschung der biologischen Grundlagen des Psychischen.
Biopsychologische Forschung untersucht den Einfluss von biologischen
Strukturen und Vorgängen (Gehirn, kardiovaskuläres, endokrines und
immunologisches System etc.) auf Verhalten, Emotion und Kognition.
Dieser Psychologiezweig ist auch daran interessiert, wie umgekehrt
psychologische Zustände und Vorgänge biologische Strukturen und
Funktionen beeinflussen.
Psychologie aus historischer sicht
Die Menschen waren immer neugierig auf sich selbst. Im Laufe der
Zeiten fand diese Neugierde in vielerlei Formen Ausdruck, z. B. durch
Schriftsteller und Philosophen und in Religion und Medizin. Aber vor
dem 19. Jahrhundert war unsere Neugierde, was uns selbst betraf,
weitgehend spekulativ. Es gelangen nur wenige Schlussfolgerungen,
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auf die sich alle einigen konnten, und in Bezug auf viele Fragen gab
es heftige Auseinandersetzungen.
Im
19.
Jahrhundert
dachten
mehrere
prominente
Wissenschaftler, die Religion, Philosophie, Medizin oder verwandte
Wissenschaften studiert hatten, dass die Methoden der Wissenschaft, die
so wichtige Einsichten in andere Gebiete ergeben hatten, sich vielleicht
auch auf die Psychologie anwenden lieβen und helfen könnten, einen
Teil der Kontroverse über die menschliche Natur zu lösen. Von dem
Zeitpunkt an gewann die Psychologie eine gröβere Bedeutung. An die
Stelle der Spekulation trat Beweismaterial auf der Grundlage von
Beobachtungen. Der Erfolg, wenn auch nach dem heutigen Standard
bescheiden, trat nichtsdestoweniger sofort ein. Die wissenschaftliche
Methode bot Mittel für einen wirklichen Durchbruch in unserem
Verständnis menschlichen Verhaltens.
Der Fortschritt der wissenschaftlichen Psychologie war am Anfang
langsam, geriet aber dann schnell unter Dampf. Die allerersten
wissenschaftlichen Psychologen befassten sich mit dem, was wir heute
Bewusstsein nennen. Sie interessierten sich für den Inhalt und die
Vorgänge im menschlichen Geist. Ihre Untersuchungen waren jedoch
oft extrem vereinfacht, und ihre Schlussfolgerungen über komplexe
geistige Aktivität zogen sie aus einfachen Reizdiskriminationsaufgaben und Reaktionszeitmessungen. So befassten sie sich mit den
psychischen Empfindungen, die durch physische Reize hervorgerufen
wurden, und dem kleinsten physischen Unterschied zwischen Reizen,
den das menschliche Wahrnehmungssystem gerade noch registrieren
konnte.
Wir zeigen einen Zeitplan mit den wichtigsten Ereignissen in der
Anfangsphase der wissenschaftlichen Psychologie zwischen 1859 und
1920. Ein Groβteil dieser Anfangsphase kann als Definieren und
Verfeinern des Untersuchungsgegenstands der Psychologie beschrieben
werden.
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Fechner publiziert
“Elemente der
Psychophysik”
1860
Darwin
veröffentlicht “Über den Ursprung der Arten”
1859
1860
Gründung des
Roten Kreuzes
1863
Deutsch-französischer
Krieg 1870 – 1871
1870
Edison erfindet die elektrische
Glühbirne
Ausbruch des amerikanischen Bügerkrieges
1861
Philip Reiss entwickelt das erste
Telefon
Wundt: “Grundzüge
der physiologischen
Psychologie”
1873 – 1874
Wundt gründet das erste Psychologische Institut an der Universität
Leipzig, Beginn des Strukturalismus,
1879
Todesjahr von Karl
Marx1883
Erstes Ortsfernsprechnetz in
Deutschland 1881
1880
Frankreich schenkt
den USA die
Freiheitsstatue 1885
22
Ebbinghaus veröffentlicht “Über das
Gedächtnis” 1885
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Thorndike veröffentlicht
“Animal intelligence”
(Beginn des Funftionalismus) 1898
Erste neuzeitliche Olympische Spiele in Athen 1896
1890
Pawlow entdeckt den
konditionierten Reflex,
1901
James publiziert “The
Principles of Psychology” 1890, deutsch
1900
Freud
veröffentlicht
“Die Psychopatologie
des Alltagslebens”
1900
Freuds “Traumdeutung” erscheint (Beginn der Psychoanalyse) 1900
Binet/Simon entwickeln den
ersten Intelligenztest, 1905
Erster Motorflug der Gebrüder
Whright, 1903
Erstes Fließband
Ford, 1913
China schafft die Sklaverei
ab, 1910
1910
Wertheimer entdeckt das
Phi-Phänomen (Beginn
der Gestaltpsychologie),
1912
bei
Beginn des 1.Weltkrieges 1914
Watson veröffentlicht “Psychologie, wie sie der Behaviorist sieht” (Beginn des
Behaviorismus), 1913
Köhler findet Einsicht auch bei
Affen, 1917
Ende des 1.Weltkrieges 1918
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Merken Sie sich folgende Passivformen:
Das Vorgangspassiv
Präsens:
Das Problem wird nicht gelöst.
Präteritum:
Das Problem wurde nicht gelöst.
Perfekt:
Das Problem ist nicht gelöst worden.
Plusquamperfekt:
Das Problem war nicht gelöst worden.
Futur:
Das Problem wird gelöst werden.
Mit Modalverben:
Das Problem kann/konnte nicht gelöst werden.
Das Zustandspassiv
Präsens:
Das Problem ist nicht gelöst.
Präteritum:
Das Problem war nicht gelöst.
Kontrollaufgaben:
1. Partnerarbeit: Stellen Sie einanander die Fragen zum Schema
aus dem Text “Psychologie aus historischer Sicht”, gebrauchen Sie
Präteritum Passiv dabei.
Muster:
– Wann wurde der Rote Kreuz gegründet?
– Von wem wurde das Phi-Phänomen entdeckt?
2. Machen Sie die Gliederung des Textes “Psychologie aus
historischer Sicht”.
3. Erzählen Sie den Text nach.
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Lektion 3. Wissenschaftler, lehren, probleme
Merken Sie sich Wendungen, die Bitten, Entschuldigungen,
Bedauern u ä. Ausdrücken:
Darf ich vorstellen?
Ich möchte mich vorstellen. Ich bin... Mein Name ist ...
Sehr angenehm. / Sehr erfreut.
Freut mich, Sie kennenzulernen.
Entschuldigen Sie bitte. / Entschuldigung.
Bitte. Das macht nichts. / Schon gut.
Danke. / Vielen Dank. /Besten Dank. / Herzlichen Dank.
Bitte. / Bitte sehr. / Nichts zu danken. / Keine Ursache. / Gern
geschehen.
Könnte ich bitte Herrn N./ Frau M. sprechen?
Tut mir leid. Er /sie ist gerade nicht im Haus.
Kann ich ihm / ihr etwas ausrichten?
Soll er / sie Sie zurückrufen?
Wie geht es Ihnen?
Danke gut. / Ich kann nicht klagen. / Wir sind ganz schön im
Stress.
Darf ich reinkommen?
Störe Ich? Darf ich eine Frage?
Ja, bitte. / Kommen Sie ruhig.
Nehmen Sie bitte Platz.
Nein, überhaupt nicht.
Viele Grüsse an Ihre Frau / Ihren Mann / Ihre Kollegen.
Gratulieren Sie Ihrer Frau (Ihrem Mann, Ihren Kollegen) zu dem
Geburtstag (Zu Weihnachten, zum Neujahr).
Ja, mache ich. /Ja, werde ich ausrichten.
Auf Wiedersehen. / Auf Wiederhören. / Tschüss .
Schönen Feierabend.
Danke gleichfalls.
Gruppiren Sie diese Wendungen thematisch. Bilden Sie
Minidialoge.
Gebrauchen Sie dabei die oben stehenden Wendungen.
Gebrauchen Sie andere Sätze, die zur Situation passen.
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Situationen:
Sie wollen mit Ihrem Dekan über eine vorfristige Prüfung
sprechen,
Sie stellen Ihren Freunden einen neuen Studenten vor, den Sie
selbst gut kennen.
Sie empfangen zu Hause einen Deutschen ( im Winter ).
Kontrollaufgabe
Bilden Sie selbst einige Situationen oder ein Rollenspiel, z.B. Das
erste Seminar in der allgemeinen Psychologie.Vorstellung des Lehrers.
Fragen der Studenten,die die Organisation des Studiums an der Uni
und Fakultät betreffen.
Hören (lesen) Sie den folgenden Text.
Aleksej Nikolajewitsch Leontjew
In über 50-jähriger wissenschaftlicher Tätigkeit trug Prof. Dr. sc.
Leont’ev wesentlich zur Herausarbeitung und ständigen Weiterentwicklung der Psychologie und zu ihrem wachsenden Einfluß in der
Welt bei. Er began seine wissenschaftliche Laufbahn als Mitarbeiter
eines der Begründer der Psychologie in der Sowjetunion, L.S.Wygotski,
dessen theoretische und methodologische Positionen er auf verschiedenen Gebieten der Psychologie anwandte und schöpferisch weiterentwickelte. Von prinzipieller Bedeutung waren seine theoreticschen und
empirischen Untersuchungen zur Ontogenese psychischer Funktionen,
zum Spiel und zum Lernen, die die Aneignung als grundlegenden
Mechanismus der psychischen Entwicklung herausarbeiteten.
Sein Buch "Probleme der Entwicklung des Psychischen" und viele
andere Arbeiten haben auch in der Psychologie der Welt eine bedeutende Rоlle gespielt und tun dieses weiterhin. Während des zweiten
Weltkriges entwickelte er Methoden der Wiederherstellung von
Bewegungsfunktionen, die nicht nur praktischse Bedeutung bei der
Rehabilitation von Verwundeten erlangten, sondern auch zur
theoretischen Klärung der Bewegungsregulation beitrugen und z.B.
ihren Niederschlag in der physiologischen Konzeption von N.A. Bernstein fanden. Seine Untersuchungen zu Wahrnehmungsprozessen
verschiedener Modalität in den 50er Jahren (die bis in die jungste Zeit
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fortgesetzt wurden) waren vor allem darauf gerichtet, die Aktivität der
sinnlichen Widerspiegelung, ihre operationale Struktur, die Rolle
motoriescher Komponenten darin u.a. aufzudecken. Für die Weiterentwicklung der Psychologie in der Gegenwart haben seine theoretischmethodologischen Arbeiten zum Tätigkeitsproblem prinzipielle
Bedeutung, da sie wichtige Voraussetzungen für den Aufbau eines theoretischen Gesamtsystems der psychologischen Erkenntnisse schaffen
und neue Fragestellungen und Vorgehens- und Sichtweisen auf den
verschiedensten Teilgebieten unserer Wissenechaft stimulieren. Dabei
befindet sich die psychologische Theorie der Tätigkeit nach Auffassung
Leont’evs selbst noch im Anfangsstadium ihrer Entwicklung und bedarf
intensiver weiterführender Forschung und Diskussion.
Sein letztes Buch – “Tätigkeit, Bewusstsein, Persönlichkeit” – 1975
in Moskau erschienen – wird sicher die theoretische Arbeit noch lange
befruchten.
Bilden Sie Pluralformen von 20 – 25 Substantiven aus den
Lektionen 1 – 3.
Wiederholen Sie die Rektion der Präpositionen:
Dativ
Akkusativ
Genitiv
Dativ
(wo?)
ab
aus
ausser
bei
gegenüber
mit
nach
seit
von
zu
bis
durch
für
gegen i
ohne
um f
wegen
(anstatt )
trotz
nnerhalb
andere Präpositionen
indet man im formalen
schriftlichen Deutsch :
anhand / an Hand
aufgrund / auf Grund
binnen ...
Akkusativ
(wohin?)
an
auf
hinter
in
neben
über
unter
vor
zwischen
Merken Sie sich die Fragen zu den Objekten, die Lebewesen und
keine Lebewesen sind:
Denke Ich an den Sohn ? – An wen denken Sie ?
Ich denke an die Heimat ? – Woran denken Sie ?
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Finden Sie im Text Substantive mit den Präpositionen, bestimmen
Sie deren Geschlecht, Zahl und Kasus (Fall). Stellen Sie eine Frage zu
diesem Satzglied .
Muster :
mit seinen Schülern – (mit Dativ) – (der Schüler – die Schüler,
n -im D., Pl) (ein Lebewesen ) – also, m., Pl, Dativ – Mit wem ... ?
durch seine Lehre – (durch Akkusativ) – die Lehre – de Lehren,
Singular) – (kein Lebewesen) – also f, Sg. Akkusativ – Wodurch ....
Lesen Sie denText
Wilhelm Wundt
Wilhelm Maximilian Wundt (* 16. August 1832 in MannheimNeckarau; † 31. August 1920 in Großbothen bei Leipzig) war
Physiologe, Philosoph (v.a. Logik und Erkenntnistheorie) und
Psychologe. Wundt gilt als Begründer der Psychologie als
eigenständige Disziplin.
Aus einer Familie von Pastoren und Akademikern in der Pfalz
kommend, studierte er von 1851 bis 1856 Medizin bei seinem Onkel,
dem Anatomen und Physiologen Friedrich Arnold (1803 – 1890), an
der Universität Heidelberg und an der Universität Tübingen. Nach der
Promotion 1855 und der Habilitation 1857 war er von 1858 bis 1863
Assistent bei Prof. Hermann von Helmholtz. 1871 erlangte er die
Stellung eines außerordentlichen Professors.
Er war Mitbegründer des Vereins deutscher Arbeitervereine und
Vertreter Heidelbergs in der badischen Ständekammer von 1866 bis
1869.
1874 nahm er eine Stelle als Professor der induktiven Philosophie
in Zürich an, um schon ein Jahr später an die Universität Leipzig auf
eine ordentliche Professur für Philosophie zu wechseln. Dort gründete
er das erste Institut für experimentelle Psychologie (1879) und gab eine
Hausschrift aus den dort vollzogenen Arbeiten heraus:
– "Philosophische Studien" (von 1881 bis 1902).
– "Psychologische Studien" (von 1905 bis 1917).
Diese Arbeiten und ihre Verbreitung seiner Studenten in aller Welt
etablierten das Fach Psychologie (als Naturwissenschaft). Weitere
Studien folgten über Kunst, Sprache, Mythen, Sitten, die in eine
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Kulturpsychologie der Völker mündeten, woraus sich eine 10-bändige
Veröffentlichung ergab (von 1902 bis 1920). Insofern blieb Wundt der
philosophischen Psychologie verbunden. Er stand mit anderen
bedeutenden Leipziger Gelehrten wie dem Historiker Karl Lamprecht
und dem Chemiker Wilhelm Ostwald in engem Austausch, mit denen er
das "Positivistenkränzchen" besuchte.
Er knüpft vor allem bei Leibniz' Lehre von der Apperzeption an,
überwindet den Assoziationismus und begründet das Prinzip der
schöpferischen Synthese. Seine Grundthese ist die Aktualität des
Seelischen, die er aus den Prozessen, nicht aber aus den Gegenständen
herleitet.
Er wurde 1902 zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig und 1907 der
Stadt Mannheim ernannt. Mit dem Beginn des ersten Weltkriegs 1914
verteidigte er vehement die Position der deutschen Reichsführung (in:
Über den wahrhaften Krieg), wodurch sein Ansehen in der Gegenwart
gemindert wird. Zu seinen Schülern zählen u.a. Ernst Meumann und
Hugo Münsterberg.
Ein Sohn Wilhelm Wundts war der deutsche Philosoph Max Wundt
(1879 – 1963)
Schreiben Sie aus beiden Texten unbekannte Wörter aus.
Wiederholen Sie den Gebrauch der Präpositionen in den
Antworten auf die Fragen:
Wann?
in der Sekunde
in der Minute
in der Stunde
in der Woche
im Monat
im Juli
im Jahre 1865 (2005)
im 18. (ten) Jahrhundert
vor
in der nächsten Woche
früher jetzt später
Wo?
Wohin?
in dem Schrank
in den Schrank
stehen, liegen,
stellen, legen,
sitzen, hängen
(sich) setzen, hängen
----------------------------------------------in der Schweiz
in die Schweiz
in dem (im) Iran
in den Iran
---------------------------------------am Rhein
an den Rhein
am Meer
ans Meer
im Gebirge
ins Gebirge
in den Alpen
in die Alpen
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seit
ab
auf dem Lande
Um wieviel Uhr?
in Moskau
Um 4, um halb 7,
in Russland
um Viertel vor (nach) 10
oben (unten)
in der (N)-Strasse
am P.-Platz
aufs Land
nach Moskau
nach Russland
nach oben (unten)
in die (N)-Strasse
bis Kassel (Belgien)
bis zum Theater
bis zum Wolkowplatz
bis zur P.strasse
Lesen Sie den folgenden Text.
Lebenslauf von W. Reich (1897 – 1957)
und A.A. Smirnow (1894 – 1980)
Anatolij Alexandrowitsch Smirnow gehörte zu jener Gruppe der
russischen Wissenschaftlern,die durch ihre Arbeiten den Grundstein für
eine wissenschaftlichen Psychologie legten. Über Reichs Geburtsort
Dobzau, über seine genaue Lage, den heutigen Namen gibt es keine
zuverlässigen Informationen. Der Ort müsste ukrainisch Dobzhanitsa,
polnisch Dobrzcynica heißen. Ob Dobzau aber in Galizien, heute in der
Ukraine gelegen ist, ist umstritten, andere Quellen sprechen von der
Bukovina, im damals östlichsten Teil von Österreich-Ungarn, heute
Rumänien.
A.A. Smirnow wurde in der kleinen Stadt Rusa in der Näe von
Moskau als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Wilhelm Reich
studierte in Wien ab 1919 zunächst Jura, dann – durch die Arbeiten
Sigmund Freuds, die er in einem Seminar kennenlernte, beeinflusst –
Medizin. Er wurde bereits als Student in die Wiener Psychoanalytische
Gesellschaft aufgenommen, obwohl es zu jener Zeit nicht üblich war,
Studenten ohne akademischen Abschluss als Mitglieder zuzulassen.
Ohne jemals eine Lehranalyse abgeschlossen zu haben, praktizierte er
mit kaum 23 Jahren als Psychoanalytiker. 1916, gleich nach der
Beendigung der historisch-philologischen Fakultät der Moskauer
Universität, wurde er zur Armee einberufen.Nach dem ersten Weltkrieg
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nahm er auch am Bürgerkrieg teil. Von 1924 bis 1930 war er Leiter des
Seminars für Psychoanalytische Therapie, wo man praktische Probleme
der Behandlung erforschte. Aus den Diskussionen in diesem Seminar
und aus einer konsequenten Weiterentwicklung der Freudschen
Libidotheorie speisten sich seine späteren Ansätze, anfangs ausgeformt
in der Charakteranalyse, die er dann zur Vegetotherapie und später zur
Orgontherapie weiterentwickelte.
Mit dem Jahre 1920 begann er seine Tätigkeit als Assistent am
psychologischen Institut der Moskauer Universität .zu dessen
Mitarbeitern bald auch A.R. Luria, L.S. Wygotskij und A. Leontjew
zählen. Mitte der 20er Jahre erfolgte der Bruch mit Freud, obwohl
Reich selbst in seinen Arbeiten die konsequente Weiterentwicklung der
ersten Angsttheorie Freuds sah (die dieser später, manche sagen aus
gesellschaftlichen Druck, andere sahen darin eine Hinwendung der
informationssträchtigern Strukturen der Psyche, revidierte). 1929 wurde
Reich aus der SPÖ ausgeschlossen. An verschiedenen Moskauer
Hochschulen lehrte er Psychologie. Seine frühen Arbeiten waren
Problemen der Wahrnehmung, dem Konstanzphänomen der Anayse
von Gesetzmässigkeiten und der Bestimmung von Schwelencharakteristika der Raumwahrnehmung gewidmet. Gegen Ende des
Jahres 1930 zog Reich nach Berlin.
1934 wurde er auf Betreiben Sigmund Freuds aus der
Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen,
nachdem die Kommunistische Partei ihn bereits 1933 aufgrund seiner
Kritik an der Parteiführung ausgeschlossen hatte. Ab 1933 stand
Smirnow dem Laboratorium für Gedächtnisforschung des Psychologischen Instituts vor. Auf der Flucht vor den Nazis ging Reich zunächst
zurück nach Wien, dann nach Dänemark, von dort nach Schweden und
später nach Norwegen, dort betrieb er unter anderem eine
psychoanalytische Praxis. Er lernte in Oslo den Pädagogen Alexander
S. Neill kennen, mit dem ihn zeitlebens eine enge Freundschaft
verband. Er entwickelte ein langjähriges Forschungsprogramm, dessen
Resultate in seiner bemerkenswerten Monographien "Psycholgie der
Erinnerung" (1948 ), "Probleme der Gedächtnispsychologie" (1966), in
den unter seiner Redaktion erschienenen Sammelbänden "Fragen der
Gedächtnispsychologie"
(1958),
"Entwcklungsabhängige
und
individuelle Gedächtnisunterschiede" (1967), "Entwicklung des
logischen Gedächtnisses bei Kindern" ihren Niederschlag fanden.
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Oberflächlich betrachtet hinterließ Reich also ein sehr heterogenes
Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder Psychoanalyse
hinausgeht: Auf der Makroebene ragen seine Arbeiten bis hinein in die
politische Soziologie; auf der Mikroebene erstrecken sie sich über
Biologie, Physikochemie bis hinein in die Physik. Allerdings kann man
seine Beschäftigung als jeweils logische und unmittelbare Konsequenz
der zuvor erbrachten Ergebnisse aus Forschungsarbeiten betrachten, die
bei der Frage nach dem Verständnis und der Therapie psychischer
Beeinträchtgungen ansetzen. So bestätigen zahlreiche Autoren, darunter
auch wissenschaftliche Kritiker Reichs, dass seine Arbeiten durch eine
faszinierende Stringenz und scharfe Logik gekennzeichnet sind
(Fragestellung, Forschung, Ergebnisse, neue Implikationen). Er starb
1980.
Kontrollaufgaben
1. Teilen Sie den Text in zwei Biographien ein.
2. Stellen Sie die beiden schematisch dar.
NameGeburtsdatum Geburtsort Ausbildung Zweig der Psychologie wissenschaftliche Hauptinteressen Wissenschaftliche Werke Schüler und Nachfolger Tod / lebt noch.
3. Erzählen Sie die Biografie eines Gelehrten nach (mündlich oder
schriftlich).
4. Merken Sie sich, dass viele Fachwörter Synonyme besitzen.
die Definition – die Bestimmung,
behandeln – erörtern,
verschieden – unterschiedlich,
Meinung – Auffassung,
der Prozess – der Vorgang,
die Methode – das Verfahren ...
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5. Finden Sie im Text Synonyme (und Antonyme) zu 5 – 6 Wörtern
und Wendungen.
Muster: individuell – persönlich – allgemein.
Wiederholen Sie den Gebrauch von Relativadverbien, die
attributive Nebensätze einleiten.
N
der (m)
das (n )
die (f)
die ( Pl.)
Akk
den
das
die
die
D
dem
das
der
denen
G
dessen
dessen
deren
deren
1. Finden Sie im Text alle Attributsätze. Bilden Sie aus einem
Nebensatz zwei (drei) einfache Sätze, gebrauchen Sie (wo es nötig ist)
beiordnende Konjunktionen :
und, aber, oder, denn, sondern, entweder (direkte Wortfolge);
also, dann, darum, trotzdem, sonst, dagegen u.a.m .... (indirekte
Wortfolge);
sowohl, als auch, entweder ... oder, nicht nur ... sondern auch,
weder ... noch, bald ...bald;
nicht / kein..., sondern.
Muster:
Die Arbeit, die für ihn sehr wichtig war, konnte er in diesem Jahr
nicht beenden.
Er konnte diese Arbeit in diesem Jahr nicht beenden. Trotzdem war
sie für ihn wichtig.
2. Ergänzen Sie die Sätze im folgenden Text.
Vorbereitungsarbeit für das referieren eines textes
A) PLANEN
Finden Sie das Hauptthema, bestimmen Sie andere wichtige Punkte
des Textes (sehen Sie kurz alle Absätze durch).
Machen Sie Notizen zum möglichen Verlauf des Referats ... ein
kurzes Schema des Textes.
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B) FORMULIEREN
Schreiben Sie den Text (allein ... in der Partnerarbeit), .... nach
einem Plan ... nach dem schon vorhandenen Fragebogen kurz auf.
... definieren Sie genauer die Begriffe, ... die im Text stehen, nicht
alle, ... die wichtigsten.
Bilden Sie .... selbständige Sätze ... kürzen Sie auch die Sätze aus
dem Text.
Sie können auch ab ... zu Klischees und stehende Redewendungen
gebrauchen.
(In den Dialogen können Sie ... Höflichkeitsformeln benutzen.)
C) ÜBERARBEITEN
Korrigieren Sie ... die grammatischen Fehler, ... finden Sie die
passende Bedeutung der Wörter, ... sehr oft vieldeutig sind.
Lesen Sie den geschriebenen Text laut, ... lassen Sie einen
Kollegen den Text laut vorlesen ... und hören Sie aufmerksam zu. Dann
entscheiden Sie, ob der Text den gestellten Zielen entspricht und
grammatisch und lexikalisch richtig ist.
Übersetzen Sie ein kurzes Resumee zum Lehrbuch: “Einführung in
die Psychologie”. Klett-Verlag, 1999.
Am Ende jedes Kapitels in den Abschnitten "So sieht das in der
Praxis" aus behandeln wir die Anwendung des vorher Besprochenen im
täglichen Leben. Kapitel 1 konzentrierte sich auf die heutige Bedeutung
der Psychologie, und einige ihrer geschichtlichen Wurzeln. Jetzt werden
wir unsere Aufmerksamkeit praktischen Dingen zuwenden: Was
Psychologen tun, wie man Psychologe wird, Beispiele für Psychologie in
Aktion ethische Probleme, die in der Praxis der Psychologie entstehen,
und ein abschliessender Kommentar zu dem, was die Psychologie nicht
ist.
Schreiben Sie diesen Text mit einfachen Sätzen um.
Gebrauchen Sie dabei solche Wörter wie:
zuerst, in enter Linie, am Anfang des Textes,
dann, ferner, weiter fotgt..., anschliessend,
zuletzt, zum Schluss, abschliessend, als Zusammenfassung ...
usw.
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Kontrollaufgabe:
Lesen Sie den folgenden Text .
Аnatolij Аleksandrovitsch Smirnow
(1894 – 1980)
A.A. Smirnov gehörte zu jener bedeutenden Gruppe von
sowjetischen Wissenschaftlern, die durch lhre Arbeiten den Grundstein
für eine wiseenschaftliche Psychologie legten.
A.A. Smirnow wurde 1894 in der kleinen Stadt Rusа in der Nähe
von Moskau als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. 1916, gleich nach
Beendigung der historisch-philologischen Fakultät der Moskauer
Universität, wurde er zur Armee einberufen. Nach dem ersten Weltkrieg nahm er auch am Bürgerkrieg als Artilerist der Roten Armee teil.
Mit dem Jahre 1920 begann er seine Tätigkeit als Assistent am
Psychologischen Institut der Moskauer Universität, zu dessen Mitarbeitern bald auch A.R. Luria, L.S. Wygotski und A.N. Leontjev zählten.
An verschiedenen Moskauer Hochschulen lehrte er Psychologie. Seine
frühen Arbeiten waren Problemen der Wahrnehmung gewidmet, dem
Konstansphänomen, der Analyse von Gesetzmäßigkeiten der perzeptiven Organisation uad der Bestimmung von Schwellencharakteristika
der Raumwahrmehmung.
Ab 1933 stand A.A.Smirnov dem Laboratorium für
Gedächtnisforschung des Psychologischen Instituts vor. Er entwickelte
ein langjähriges Forschungsprogramm, dessen Resultate in seinen
bemerkenswerten Mоnоgrарhien "Psychologie der Erinnerung" (1948),
"Probleme der Gedächtnispsychologie" (1966) und ebenso in den unter
seiner Redaktion erschienenen Sammelbänden "Fragen der
Gedächtnispsychologie" (1958), "Entwicklungsabhängige und individuelle Gedächtnissesunterschiede" (1967) und "Entwicklung des
logischen Gedächtnises bei Kindern" ihren Niederschlag fanden. In
diesen Arbeiten gelang es ihm und seinen Mitarbeitern wie auch der
Charkover Schule unter P.I. Sinčenko die Abhängigkeit der Erinnerung
von der Struktur der Tätigkeit nachzuweisen, was als einer der
perspektivreichsten Ansätze der aktuelIen Erforschung kognitiver
Prozesse an-gesehen wird. Besondere Aufmerksamkeit wurde in diesen
Forschungsarbeiten entwicklungsabhängigen und individuellen Besonderheiten des Gedächtnisses und ihren Wechselwirkungen mit anderen
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psychischen Prozessen gewidmet, Seine theoretischen und
methodologischen Ansichten legte A.A. Smirnow in der Monographie
"Entwicklung und gegenwärtiger Stand der psychologischen
Wissenschaften in der UdSSR" dar.
2. Schreiben Sie aus dem Text unbekannte Wörter aus.
3. Stellen Sie aneinander 8 – 10 Fragen zusammen.
4. Bilden Sie einen Plan und erzählen Sie den Text nach diesem
Plan deutsch nach.
5. Stellen Sie (und schreiben Sie auf) einen Dialog zum Thema
"Wissenschaftler unserer Fakultät. Themen, an denen sie und ihre
Studenten arbeiten".
6. Schreiben Sie Biographien von einigen Gelehrten auf.
(aus der Enzyklopädie)
Lektion 4. Denken, Gedächtnis und Sprache
1. Wiederholen Sie die Wortbildung
lesen – das Lesen
malen – das Gemälde,
denken – das Denken
praktisch – das Praktische,
begreifen – der Begriff
gut – das Gute
fahren – die Fahrt
Alles Gute .
kennen – die Kunst
Merken Sie sich die Präfixe der Substantive (und Adjektive )
Un –
Glück –
Unglück
Menge –
die Unmenge
glücklich –
unglücklich
Ur –
Mensch –
Urmensch
Ge –
malen –
das Gemälde
2. Schreiben Sie aus dem unten stehenden Text alle Substantive
dieser Art. Finden Sie das Verb, von dem sie gebildet sind, übersetzen
Sie diese Substantive.
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3. Gruppieren Sie möglichst mehrere Wörter zu einigen „
Feldern“.
Muster:
die Tätigkeit – spezifisch – gnostisch – intellektuell – menschlich –
Tätigkeit des Menschen usw.
die Erkenntnis der Prozess –
denken – / Denkdie Handlung die Sprache Lesen sie, übersetzen sie den folgenden text
Zur Entwicklung des Denkens
Das Denken ist die höchste Form der geistigen – besonders der
gnostischen, intellektuellen – Tätigkeit des Menschen, ist der
psychische Prozess, der zur spezifisch menschlichen Erkenntis führt.
"Das Denken siegelt das Sein in seinen Zusammenhängen und
Bziehungen sowie in seinen mannigfachen Vermittlungen wider", es ist
die vermittelte und verallgemeinerte Erkenntnis der Wirklichkeit
(Rubinstein) Seine Grundprozesse sind Analyse und Synthese,
Abstraktion und Verallgemeinerung. Im Denken wird die objektive
Realität wie sie sinnlich gegeben ist, analysiert und bezüglich des
Wesentlichen und Unwesentlichen differenziert (Abstraktion), worauf
die so gewonnenen "Elemente" zuneuen Gebilden synthesiert und dabei
verallgemeinert werden. Die Möglichkeit zum Denken ist – in der
Struktur des menschlichen Gehirns im Individuum allgemein angelegt;
die Denkfähigkeit entwickelt sich erst inder Ontogenese, unter dem
Einfluss der gesellschaftlichen Umwelt, vor allem der Bildung und
Erziehung.
Die Entwicklung des Denkens kann theoretisch als Übergang vom
äusseren materiellen Handlungen zu inneren, geistigen Handlungen
oder Operationen bestimmt werden. Der wesentliche Vorgang auf den
früheren Etappen der Ontogenese des Denkens ist die "Verinnerlichung
äusseren Operationen", beispielsweise analytischer Operationen es
wirklichen, materiellen "Zerlegens" in die gestigen Operationen der
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Analyse. Als wichtiges Mittel deser nur dem Menschen eigenen
"Verinnerlichung" fungiert das gesellschaftliche Kommunikationsmittel, die Sprache.
Nach Galperin verläuft die Verinnerlichkeit in Etappen. Auf der
ersten Etappe wird die äussere, materielle Handlung durch die
praktische Auseinandersetzung mit ihrem Gegenstand unter direkten
Anleitung und Hilfe des Erwachsenen erlern. Nachdem sich die Sprache
des Kindes bis zu einem bestimmten Niveau entwickelt hat, lernt das
Kind, seine Handlungen lautsprachlich darstellen. Auf der dritten
Hauptetappe wird die sprachliche Äusserung in die „innere Sprache“
überführt und dort im weiteren Verlauf immer mehr verkürzt. Die
entlautete und verkürzte Form ist ann die geistige Operation, mit deren
Hilfe das Kind neue Erscheinungen der Wirklichkeit denkend erfasst.
1. Schreiben Sie aus dem Text unbekannte Wörter in der Form von
Wortverbindungen aus.
Übersetzen Sie diese Wortgruppen.
Muster :
die Möglichkeit zum Denken –
die objektive Realität zu neuen Gebilden synthesieren und verallgemeinern unter dem Einfluss der gesellschaftlchen Umwelt – usw.
2. Antworten Sie auf die folgenden Fragen:
Was ist das Denken?
Wie spiegelt das Denken das Sein wider?
Wie heissen die Grundprozesse des Denkens?
Wo ist die Möglichkeit zum Denken angelegt?
Wie entwickelt sich die Denkfähigkeit?
Was ist das Handeln?
Welche sind die früheren Etappen der Ontogenese des Denkens?
Welches wichige Kommunikationsmittel fungiert hier?
Welche Gelehrten haben sich mit diesen Problemen befasst?
3. Übersetzen Sie die folgenden Passivkonstruktionen. Bilden Sie
aus den Passivsätzen Sätze mit MAN und Wortgruppen
SUBSTANTIV + SUBSTANTIV IM GENITIV ALS ATTRIBUT.
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Muster:
die objektive Realität wird analysiert. – Man analysiert die
objektive Realtät. – Die Analyse der objektiven Realität.
die gewonnenen Elemente werden...synthesiert –
die Entwicklung des Denkens kann als... bestimmt werden –
die äussere materielle Handlung wird erlernt –
die Handlung wird widerspiegelt –
die sprachliche Etappe wird in ...überführt –
4. Beschreiben Sie den Prozess der geistigen Analyse bei dem
Denken und den Prozess der Teilnahme der Spache an dem Denken.
Gebrauchen Sie dabei einfachere Formen des Prädikats.
Muster:
Auf der ersten Etappe wird die Handlung ... erlernt.- Die erste
Etappe bildet das Erlernen der Handlung. Dann folgt ...
Wiederholen Sie die Modalverben und Modalwörter:
können
dürfen
müssen
sollen
wollen
mögen
Er kann schon lesen
Darf man schon reintreten?
Du musst selbst wissen
Sollen wir die Wörter
ausschreiben?
Ich will ihm schon helfen
Ich mag diese Speise nicht.
Ich möchte Sie sprechen
Wahrscheinlich
Vielleicht
Wohl u.ä.
aber!
Man kann nicht
Man darf nicht
Man muss nicht .
Man soll nicht
Man braucht nicht das zu
machen.
5. Finden Sie Sätze mit Modalverben und Modalwörtern im Text.
6. Bilden Sie Sätze mit den Modalveben und Negation.
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Lesen sie und verstehen sie den folgenden text.
Die moderne Erforschung des menschlichen Lernens,
Gedächtnisses und der Sprache wird vom Informationsveratungsansatz
geprägt. Dieser Ansatz konzentriert sich auf globale Konzepte: Lernen
bzw. Enkodieren, Speichern sowie Abrufen von Informationen. Obwohl
menschliches Lernen zum Teil den Prinzipien des klassischen und
instrumentellen Konditionierens unterliegt, ist auch kognitives oder
Beobachtungslernen als eine Hauptkomponente daran beteiligt.
Der Ansatz der Informationsverarbeitung hat vier Charakteristika: (a)
er analysiert den Informationsfluβ auf der Grundlage von
Teilkomponenten und(Unterprozessen; (b) er nimmt an, dass das System
eine beschränkte Kapazität hat, was bei groβen Informationsmengen
Engpässe verursachen kann; (c) er ordnet Informationsfluβ durch
Steuerungsmechanismen; und enthält einen Informationsfluβ in zwei
Richtungen,
aufsteigend
(datengesteuert)
und
absteigend
(wissensgesteuert).
Das grundlegende Gedächtnissystem besteht aus 3 Gedächtnisstufen: (a) sensorisches Gedächtnis, (b) Kurzzeitgedächtnis und (c)
Langzeitgedächtnis.
Die Hauptcharakteristika des sensorischen Gedächtsses sind (a)
hohe Kapazität, (b) wahrheitsgemäβe Abbildung und sehr kurzzeitige
Speicherung. Das sensorische Gedächtnis ist am Prozess der
Mustererkennung
beteiligt,
wobei
die
Repräsentation
im
Kurzzeitgedächtnis mit derjenigen im Langzeitgedächtnis bzw. dem
Wissen über den Aufbau der Welt verglichen wird.
Die Hauptcharakteristika des Kurzzeitgedächtnisses sind (a)
beschränkte Kapazität, (b) kodierte Repräsentation, typischerweise
verbal, (c) nur vorübergehende Speicherung, aber nicht so kurzfristig wie
die des sensorischen Gedächtnisses. Man ist sich der Inhalte des
Kurzzeitgedächtnisses bewuβt, was auf das sensorische und
Langzeitgedächtnis nicht zutrifft. Das Kurzzeitgedächtnis wird
manchmal in zwei Teile geteilt: in den primären Speicher und den
Arbeitsspeicher. Der primäre Speicher ist der Inhalt, und der
Arbeitsspeicher liefert Platz im Bewusstsein, damit kognitive Prozesse
mit diesen Inhalten arbeiten kdnnen.
Die Hauptcharakteristika des Langzeitgedächtnisses sind a)
unbeschränkte Kapazität, (b) tiefgreifend verarbeitete und kodierte
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Informationen und (c) Informationen, die gegenüber dem Vergessen
höchst widerstandsfähig sind. Informationen im Langzeitgedächtnis
scheinen vergessen worden zu sein, weil entweder ihre Spur nicht mehr
vorhanden ist oder sie nicht mehr zugänglich bzw. abrufbar sind.
Kontrollaufgaben
1. Betiteln Sie jeden Teil des Textes und den ganzen Text.
2. Nennen Sie alle Begriffe, die im Text behandelt werden.
3. Definieren Sie die folgenden Begriffe und finden Sie die genaue
Entsprechung in der russischen Fachlexik:
das klassische Konditionieren, das instrumentelle Konditionieren,
der Ansatz der Informationsverarbeitung, das Gedächtnissystem, das
sensorische Gedächtnis, die Kapazität, die Abbildung, die Speicherung,
das Vergessen, das Enkodieren, die kurzzeitige Speicherung, das
Langzeitgedächnis, der primäre Speicher, der Arbeitsspeicher.
4. Stellen Sie 3 – 5 Fragen zu jedem Absatz zusammen, lassen Sie
Ihre kollegen diese Fragen beantworten.
5. Stellen Sie Fragen zu den Nebensätzen. Erklären Sie den Bau
des Nebensatzes und die Reihenfolge der Satzglieder bei der
Übersetzung.
Muster:
Dieser Ansatz nimmt an, dass (1)das System (2) eine beschränke
Kapazität (4) / hat (3), // was (1) / bei grossen Informationsmengen (2) /
Engpässe (5) / verursachen kann (4, 3).
Lesen sie den text selbständig als kontrollaufgabe.
Sprache
Wahrscheinlich spielt nichts eine so zentrale Rolle bei der
vollentwickelten menschlichen Informationsverarbeitung wie die
Sprache. Unser Wissen über Sprache und unsere Fähigkeit, sie zu
verstehen und zu produzieren, beeinflussen tiefgreifend die Art, wie wir
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Information enkodieren, speichern und abrufen. Sprache bildet den
grundlegenden Mechanismus für menschliches Beobachtungslernen. Was
man beobachtet, besteht oft schon in sprachlicher Form (z.B. ein Text),
oder das Verarbeitungssystem kodiert es in eine sprachlichen
Repräsentation um. Sprache wird oft als unsere größte intellektuelle
Errungenschaft angesehen.
Sprachen unterscheiden sich von Kultur zu Kultur, aber die Sprache
jeder Kultur bietet ihren Mitgliedern eine allgemein akzeptierte Form, ihre
Erfahrungen zu beschreiben, zu behalten und sie anderen mitzuteilen. In
einer Sprache repräsentieren optische und akustische – geschriebene und
gesprochene – Symbole verschiedene Gegenstände, Ereignisse, Handlungen
und Beziehungen, die unsere Erfahrungen ausmachen. Diese Symbole
werden auf systematische Weise kombiniert, um noch umfassendere
Vorstellungen abzubilden. Die Existenz der Sprache wirft für kognitive
Psychologen eine Reihe interessanter Fragen auf: Was ist Sprache, und wie
verstehen wir sie? Wie wird Sprache gelernt? Wie beeinflußt Sprache Lemen
und Erinnen? Der Spracherwerb findet hauptsächlich in den ersten
Lebensjahren statt.
1. Schreiben Sie unbekannte Vokabeln aus (25 – 30 Einheiten),
prüfen Sie die Kenntnis der Wörter und Wortgruppen in den Paaren.
2. Bestimmen Sie das Hautthema des Textes.
3. Betiteln Sie die Absätze und den ganzen Text.
4. Definieren Sie 2 – 3 Begriffe (schriftlich und mündlich).
5. Äussern Sie Ihre Meinung zu diesem Text. Wird in Ihren
Vorlesungen dieses Thema so oder anders behandelt?
6. Wer beschäftigt sich mit diesen Themen (an der Fakultät, in der
Gruppe, in Russland, im Ausland, heute, hat sich früher beschäftigt) ?
7. Wer hält Vorlesungen in diesem Fach? Sind die Vorlesungen
interessant?
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8. Welche praktischen Beispiele könnten Sie selbst zu diesen
Problemen geben?
Vorbereitungsarbeit zum annotieren
Merken Sie sich einige Vokabeln zum Annotieren eines Textes:
der zu annotierende Text ist dem Buch " ... " entnommen.
der Autor des Buches ist ...
ist .... herausgegeben
das Kapitel ( – )
der / das Teil ( e)
ist in (Akk.) .... eingeteilt
ist für (Akk.) ... bestimmt
graphische Mittel (Untertitel, Schemen, Tabellen, Abbildungen
usw.)
werden ... gebraucht
1. Bilden Sie Fragen mit diesen Wortgruppen (z.B.: zu diesem
Lehrmittel).
Wie heisst der zu referierende Artikel?
Welchem Buch (Welcher Zeitschrift) ist der Artikel entnommen.
Wie heisst der Autor des Buches (des Artikels)?
Was ist das Hauptthema des Artikels? / Welchem Thema ist das
Buch gewidmet?
In wie viele Teile ist der Text eingeteilt? / Aus welchen Teilen
besteht der Text?
Wie heissen diese Teile?
Welche graphische Mittel werden dabei gebraucht?
Für wen ist der Text bestimmt?
2. Merken Sie sich, dass viele Wörter und Fachausdrücke mehrere
Bedeutungen haben: z.B.: lassen (sich ) –
3. Finden Sie im Wörterbuch alle Bedeutungen der folgenden
Wörter. Bilden Sie Beispielsätze mit jeder Bedeutung.
Wert, Leistung, Platz, Bildung, auseinandersetzen ...
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4. Passen darauf, dass man bei der Übersetzung aus dem
Russischen ins Deutsche, oder beim Formulieren eigener Gedanken das
für diese Situation passende Wort aussuchen muss.
Muster:
выход (aus einem Raum) – Der Ausgang aus dem Saal war rechts.
(Lösung einer Situation ) – Die Entscheidung war sofort gefunden.
Texte für die selbständige arbeit
Kontinentaler Nativismus
Als einer der Hauptvertreter des kontinentalen Nativismus kann
Immanuel Kant (1724-1804) angesehen werden. Seine Überlegungen
zu diesem Thema bezeichnet man häufig mit den Begriffen
“Psychologie-Philosophie” oder “Vermögenspsychologie”, wenn –
gleich er selbst fast ausschlieβlich von Anthropologie sprach. Zu
charakterisieren ist seine Auffassung durch die Annahme angeborener
Kategorien, die die Wahrnehmung beeinflussen. Zu ihnen zahlen
Raum, Zeit und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge. Die Wahrnehmung einer Person wird durch diese Prinzipien (Kategorien)
organisiert und strukturiert; niemand kann sich von ihnen lösen.
Nach Kant ist es also nicht so, dass die Wahrnehmung die
Verwendung und Bildung von Begriffen beeinflusst – die sei-nerzeit
gängige Auffassung, – sondern dass umgekehrt angeborene
Anschauungs- und Denkformen die Wahrnehmung determinieren.
Ähnliche Überlegungen finden sich bei den Gestaltpsychologen des
zwanzigsten Jahrhunderts wieder. Auch die heute noch nicht völlig
beigelegte Methodendiskussion hat Kant mitgeprägt, wenn er
feststellt, dass die “innere Ertahrung” den Forschungsgegenstand und
die Selbstbeobachtung die einzig taugliche Methode ihrer
Erforschung darstellt.
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Britischer Empirismus
Es war John Locke (1632 – 1704), der im siebzehnten
Jahrhundert den Assoziationismus begründete. Die Elemente
menschlichen Denkens sind nach seiner Vorstellung Ideen (ideas), die
Verknüpfungen (associations) mit anderen Ideen eingehen können, so
den gedanklichen Ablauf bestimmen und letztlich den Wissenserwerb
steuern. Sie werden allein durch Erfahrung erworben. Lockes
empiristische Haltung ist durch die Annahme gekennzeichnet, dass
der menschliche Geist bei der Geburt ein leeres Blatt sei (tabula
rasa), also noch keine Ideen enthalte. Schon Locke unterscheidet
zwei Quellen von Ideen, nämlich einmal die Umwelt bzw.
Sensationen des eigenen Körpers und zum anderen den Geist selbst
(durch Reflektion über die eigenen Aktivitäten).
Welche Gesetzmäβigkeiten den assoziativen Gedankenabläufen
unterliegen, arbeiteten bis zum achtzehnten Jahrhundert vor allem
George Berkeley (1684 – 1753), David Hume (1711 – 1776) und
David Hartley (1705 – 1757) heraus. Drei dieser Gesetze finden sich
nach wie vor in lern- und denkpsychologischen Studien:
1. Kontiquität (contiguity) besagt, dass zwei Ideen, die räumlich
oder zeitlich zusammen aufrauchen, dazu tendieren, verknüpft zu
werden;
2. Ähnlichkeit (similarity) besagt, das je ähnlicher zwei Ideen,
um so gröβer die Wahrscheinlichkeit ihrer Verknüpfung;
3. Wiederholung (repetition) besagt, dass je häufiger zwei Ideen
zusammen auftauchen, desto größer die Stärke ihrer Verknüpfung. Hartley
stellte bereits erste Überlegungen zur komplexen Mehrfachverknüpfung
an: die Idee von einem Haus z. B. besteht demnach aus einer Vielzahl von
Ideen, die wechselseitig miteinander in Beziehung stehen und sozusagen
ein Assoziationsmuster bilden.
Schottische Schule
In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts beschäftigte sich
James Mill (1773-1836) als einer der Begründer der Schottischen Schule
gerade mit diesem Begriff der Verknüpfungs- oder Assoziationsstärke. Er
formulierte drei Möglichkeiten, die Assoziationsstärke zu messen:
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1. Permanenz (permanence) besagt, dass die Assoziationsstärke
zwischen zwei Ideen dann groß ist, wenn sie sehr persistent, also
überdauernd, ist;
2. Sicherbeit (certainty) besagt, dass die Assoziationsstärke von dem
Vertrauen abhängt, mit welchem ein Individuum die Ideenverknüpfung
eingeht;
3. Leichtigkeit (facility) besagt, dass die Assoziationsstärke von der
Mühelosigkeit und Geschwindigkeit der Ideenverknüpfung abhängt.
Eine bemerkenswerte Veränderung an dieser Gesamtautfassung
brachte Mills Sohn, John S. Mill (1806 – 1873), ein. Er behauptete, dass
eine Verknüpfung mehrerer Ideen mehr beinhalten kann als die einzelnen
Ideen zusammengefasst. In der Gestaltpsychologie wird dieser Überlegung
zentrale Bedeutung beigemessen.
Anfänge der experimentellen Denkpsychologie
Damit war die Assoziationstheorie menschlichen Denkens in eine
Form gebracht, die der expenmentellen Überprüfung zugänglich war. Und
tatsächlich war es auch die sich anschließende zweite Hälfte des
neunzehnten Jahrhunderts, in der die Fundamente einer eigenständigen
wissenschaftlichen Psychologie gelegt wurden.
Leipziger Schule
Angeregt durch die Arbeitsweise der zeitgenössischen Physiologen
(Gustav T. Fechner 1801 – 1887, Hermann von Helmholtz 1821 bis
1894), gründete Wilhelm Wundt (1832 – 1920) 1879 in Leipzig das erste
Psychologische Laboratorium. Dieses Datum gilt gleichzeitig auch als
Anfang der wissenschaftlichen Psychologie. Zunächst schlägt Wundt eine
neue Definition von Psychologie vor. Psychologie als die Wissenschaft
vom menschlichen Geist oder von der menschlichen Seele, vorgetragen
von den genannten Philosophen, erschien ihm als zu metaphysisch, also
einer empirischen Analyse prinzipiell nicht zugänglich. Er definierte
deshalb Psychologie als die Wissenschaft vom menschlichen Bewusstsein.
Damit ist gleichzeitig sein Interessenschwerpunkt genannt. Elemente des
Bewusstseins sind Sinneseindrücke und Gefühle. Die Verbindung aus
diesen Elementen konstituieren Ideen und Emotionen, Assoziationen
steuern die Verbindungen. Bekannt wurde seine dreidimensio-nale
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Gefühlstheorie mit den Dimensionen “gespannt – entspannt”,
“angenehm – unangenehm” und “erregt – ruhig”. Sie war Gegenstand
heftiger Kontroversen; u.a. distanzierte sich auch Titchener – ein Schüler
von Wundt – in diesem Punkt von seinem Lehrer.
Ähnlich wie John S. Mill läßt Wundt neben den bekannten
Assoziationsgesetzen auch em Pnnzip der kreativen Synthese zu, welches – in Anlehnung an die Chemie – besagt, dass die Verbindung von
zwei Elementen mehr sein kann als ihre Summe. Schließlich nimmt er
eine Unterteilung des Assoziationsbegriffs vor, wenn er die drei Formen
(1) Fusion, (2) Assimilation und (3) Komplikation unterscheidet. Fusion
bezieht sich darauf, dass man niemals reine Sinneseindrücke erlebt, z.B.:
einen Ton als eine singuläre Schwingung, sondern immer eine
Kombination; Assimilation beschreibt die unbewusste Ergänzung der
Sinneseindrücke durch Erfahrung (beim Lesen konzentrieren wir uns nicht
allein auf bestimmte Buchstaben oder -kombinationen, sondern ergänzen
den Sinneseindruck durch Bedeutung) und Komplikation zielt auf die
Zusammensetzung von Sinneseindrücken und Beiträgen verschiedener
Sinneskanäle. Zum Geschmack z.B.: tragen nicht nur der Geschmacks-,
sondern auch der Geruchs-, der Tast- und der Temperatursinn bei.
Wundt akzeptiert als Forschungsmethode die Beobachtung und
betont die Bedeutung des Experiments, wobei letzteres durch
Introspektion
ergänzt
werden
muß.
Hinsichtlich
der
Untersuchungsgegenstände nimmt er eine inreressante Zuordnung vor:
höhere geistige Prozesse sind demnach nur der Seibstbeobachtung,
nicht aber dem Experiment zugänglich; fundamentalere Prozesse
dagegen, wie z.B.: Sinneseindrücke oder Assoziationen, sind durch
das Experiment erschließbar. Wundts eigene Worte zum Experiment:
“Die Selbstbeobachtung liefert uns, wie die Beobachtung überhaupt,
nur die zusammengesetzte Erscheinung. Im Experiment erst entkleiden
wir die Erscheinung aller der zufälligen Umstände, an die sie in der
Natur gebunden ist. Im Experiment erzeugen wir die Erscheinungen
künstlich aus den Bedingungen heraus, die wir in der Hand halten.
Wir verändern diese Bedingungen und verändern dadurch auch in
meßbarer Weise die Erscheinungen. So Ieitet uns immer und überall
nur das Experiment zu den Naturgesetzen, weil wir nur im Experiment
gleichzeitig die Ursachen und die Erfolge zu überschauen
vermögen” (Wundt 1863, zit. nach Sprung 1979).
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Wundts Gedanken lebten vor allem im Strukturalismus weiter,
einer Strömung des frühen zwanzigsten jahrhunderts, die von
Titchener in die USA gebracht wurde.
Impulse durch experimentelle
Gedächtnisforschung
Einen ähnlich starken Impuls für die experimentelle Lern- und
Gedächtnispsychologie setzte Hermann Ebbinghaus (1830 – 1909).
Gegenstand seiner Untersuchungen war die Bildung von Assoziationen beim verbalen Lernen. Er entwickelte die sinnfreien Silben als
Untersuchungsmaterial und verschiedene – auch heute noch
verwendete – Untersuchungsmethoden wie z.B.: die Erlernungs-und
Ersparnismethode. Bei der Erlernungsmethode wird gezählt, wie
häufig eine Liste von sinnfreien Silben gelesen werden muß, um sie
korrekt wiederzugeben. Die Ersparnismethode schließt daran an:
nach abgeschlossenem, erfolgreichem Lernprozeß wird im Anschluß
an eine Pause (von Minuten bis Wochen) gezählt, wie viele
Durchgänge nun nötig sind, um wieder komplettes Behalten zu
erzielen. Die Ersparnis ergibt sich aus der Differenz der benötigten
Durchgänge und läßt Aussagen über den Verlauf des
Vergessensprozesses in Abhängigkeit von der Länge der Pausen zu.
Viele seiner Befunde, die er in Selbstexperimenten fand, wurden
später bestätigt und haben heute noch Bedeutung, so seine
Erkenntnisse zum Überlernen, zur verteilten Übung und zum
Vergessen. Die eigentliche Bedeutung seiner Arbeit ist jedoch in dem
erbrachten Nachweis zu sehen, im Bereich höherer geistiger Prozesse – hier “Lernen” und “Gedächtnis” – Erkenntnisgewinn durch
Experimentieren erzielen zu können. Doch Wundt hatte hierzu
ernsthafte Zweifel angemeldet.
Impulse durch Reaktionszeitmessung
Die Messung der Reaktionszeit war für die Physiologen des
neunzehnten Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Erforschung der
Nervenleitungsgeschwindigkeit eine wichtige Methode. Franz C.
Donders (1818 – 1889), ein holländischer Physiologe, übertrug die
Reaktionsztitmessung auf die Erforschung elementarer kognitiver
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Prozesse. Mit Hilfe der Subtraktionstechnik unterschied er zwischen
der Reaktions- und Entscheidungszeit. Besteht die Aufgabe z. B.
darin, auf eine Taste zu drücken, wenn ein definiertes Lämpchen
aufleuchtet, so stellt der Zeitraum zwischen dem Aufleuchten und dem
Tastendruck die Reakuonszeit dar. Muß dagegen auf mehrere
Lämpchen reagiert werden, so kommt zur Reaktionszeit noch die zur
Entscheidung notwendige Zeit hinzu. In diesem Fall nennt man die
gemessene Zeit Entscheidungszeit. Aus der Subtraktion von
Entscheidungszeit und Reakiionszeit erhält man jenen Zeitraum, der
allein durch den geistigen Vorgang der Entscheidungsfindung
benötigt wird.
Sein Verdienst besteht vor allem darin, auf eine objektive Methode
zur Messung kognitiver Vorgänge hingewiesen zu haben. Heute
kommt der Messung von Etntscheidungszeiten vor allem bei der
Erforschung von Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozessen große
Bedeutung zu.
Strömungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts
Die ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts waren
dadurch gekennzeichnet, dass sich, auf der Basis der physiologischen
Tradition und der neuen experimentellen Befunde, verschiedene
theoretische Strömungen, sogenannte Schulen, herausbildeten, die
sich gegenseitig heftig bekämpften. Die wesentlichsten sind der
Strukturalismus, der Behaviorismus, die Würzburger Schule und die
Gestaltpsychologie.
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Inhalt
Lektion 1. Gegenstand der Psychologie ................................................................. 3
Lektion 2. Zweige der Psychologie ....................................................................... 12
Lektion 3. Wissenschaftler, lehren, probleme ..................................................... 25
Lektion 4. Denken, Gedächtnis und Sprache ...................................................... 36
Texte für die selbständige arbeit ......................................................................... 44
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Учебное издание
Исследования, гипотезы, эксперименты
Методические указания
Составители:
Фомина Тамара Николаевна
Зеленкова Елена Анатольевна
Редактор, корректор А.А. Антонова
Компьютерная верстка Е.Л. Шелеховой
Подписано в печать 19.06.2006 г. Формат 60х84/16.
Бумага тип. Усл. печ. л. 3,02. Уч.-изд. л. 2,08.
Тираж 100 экз. Заказ
Оригинал-макет подготовлен
в редакционно-издательском отделе ЯрГУ.
Отпечатано на ризографе.
Ярославский государственный университет.
150000 Ярославль, ул. Советская, 14.
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Аннотация немецкого
специального текста
Часть 1
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