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Amtsbezeichnung der ДMitgliederФ der Reichsmittelbehrden eine Standesfrage der Chemiker.

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Merres: Anitsbezeichiiuiig der ,,Mitglieder" der Keichemittelbehiirden us\\'.
~
-__
l i i angew.Chem.
[ ZI tI wJnhru.
1931. Nr. 0
einen bis zu 4,1% Gewichtsverlust verseiften Strang (das
ist also ein zur Erhaltung des maxinialen Farbtons bei
eiristundiger Farbung ausreichender Verseifungsgrad),
daD bei der Verseifung eine Zwixhenschicht entsteheii
iiiuD, in welcher der Essigsaur'egehalt erst langsam, danii
schneller abnimmt. Die Verseifung w i d durch hohere
Abb. 10.
Abb. 11.
unter gleichen Unistanden bestimmt, nur bis auf 158,s g
zuruckgegangeii; die Dehnbarkeit hatte etwas zugenoniiiien.
Te~nperatur oder korizentriertere h u g e beschleunigt,
erreicht aber nur sehr schwer ihren theoretisohen
Maxim,alwert. Die Farbstoffaufnahme wird in hoheni
Made von d e r Dauer des Farbens beeinfluat, so daB,
wenn letztere zu kurz bemessen wird, stiirkere Verseifung zwecklos ist. Der ProzeD gestattet regelmafiige
und intensive Farbungen, ohne &D
nennenswerter
Glanz- und Festigkeitsverlust erhalten werden. [A. 180.1
Z u s a 111 m e n t a s s u n g :
Celaneseseilde wurde unter normalisierten Bediugungen oberflachlich verseift und nachher einer Farbung
mit Benzopurpurin 4B unterworfen. Es wurde gefunden,
Amtsbezeichnung der ,,Mitglieder"
der Reichsmittelbeharden, eine Standesfrage der Chemiker.
Von Dr. MERRES,Berlin.
(Eingrg. 7. Februar 1931.)
Die notwendig gewordene Regelung der Amtsbezeichnung der in die Gruppe 2a der Besoldungsordnung A eingereihten Reiohsbeamten, unter denen sich eine g r o h r e
Zahl vun Chemikern befindet, stoBt dem Vernehmen nach
nuf Widemtad. Durch das Besoldungsgesetz vom 19. Dszember 1927 ist fur die Mitglieder sk timmte r hoherer
Reichsbehorden, der sogenannten Reichsmittelbehorden
(Reichsgesundheitsamt, Physikalisoh-Technische Reichsanstalt, Reichsarchiv, Chemisch-Technische Reiohsnnstalt, Statistisches Reichsamt, Reichsaufsichtsamt f a r
Privatversicherung, Reichsversicherungsamt, Reiohswirtscchaftsgericht. Reichdversorgungsgericht, Reiclispatentamt, Biolagische Reichsanstalt {fur h n d - und Forstwirtschaft, Reichsschuldenverwaltung), einheitlich und
susschliedlich die Gruppe A 2a geschaffen worden.
Indem dime Gruppe derjenigen vorangestellt ist,
in welohe die Oberregierungsrate der ubrigen
Reich@behorden (GrWPe -42b') eing%li&ert
wollte der Gesetzgeber zweifellos Zuni Ausdruck
bringen, dafi, entsprechend der Bedeutung d e r Reichsinittelbehorden, jene ,,Mitgliedstellen" gehobenen Charakter haben, und deren Inhaber ranglich den Oberregierungsraten Zuni mindesten gleichstehen. Dieseiii
Willen des Gesetzgebers ist aber bislang insofern keine
Fake g%eben worden,
ein Teil der MiQlider
die AmtsbeZeiChnu% Oberregierungsrat bzw. Oberfinanzmt USW. fuhrt. Eine aUf Grund deS 0 3.1 deS ange%enen Besold~~Wsgesetzes
vorzunehmende R%elunbZ
der Amtsbezeichnung ist bisher nicht erfolgt, trotzdem
bereits
mehr a k drei Jahre nach Inkrafttreten dieses
~1) Eiitsprichl der preufiischen Gruppe 2b + 1200 RM. Zulage.
Geaetzes verflossen sind. Die Unterlassung wurde u. a.
damit begrundet, daD zunachst das Urteil des Staatsgerichtshofes fur das Devtsche Reich in der Klage des
Reiches gegen das Land Bayern wegen verfassungswidriger Titelverleihung abgewartet werdeii muote.
Ungeachtet dessen und entgegen d e r Auflassung: daD das
Gesetz nur eine 'allgemeine Regelung f i r alle Mitglieder
zu188t, sind einige juristisch vorgebildete Regierungsrate
in Mitgliedstellen zu Oberregierungsraten ernannt worden. Zeitungsnachrichten und anderen Mitteilungen zufolge sind nun, nachdem das Urteil in der erwahnterl
Klagesache gefallt worden ist, seitens d e r Reichsregierung Schritte unternanlmen worden, die Amtsbemichnung f u r die Mitglieder d e r oben angefihrten Reiohsbehorden einheitlich zu regeln und zwar in dem Sinne,
daD alle in die Gruppe A 2 a eingestuften Beamten die
Amtsbaeichnlung O b e r r @ e r u w m t b w . Oberfinanzrat,
Oberarchivrat erhalten sollten. Eine Regelung auf dieser
G ru d la g e erscheint m c h jenenl Urteil d- Shatsgerichtshofes nur m@]ich, wie aus den Entscheidumrunderi
erhellt, aus denen fokendes w i d e r g q e b e n sei: ,,Amtsbezeiohnungen sind Bmeichnungen, die fur die jeweiligeil
Amtsinhaber ohne Rucksicht auf deren Person derar.1
bes&&en sind, &fi die in d a s Anit Eingewiesenen sic
ohne besondere Verleihung fiihren durfen. Als eine voii
der Reichsve rta ssung zug el a ssen e Amtsbezeichnung ka nn
nur cine wlche angesehen w e d e n , die fiir das in Frage
stehende Amt derart bestim.mt ist, dai3 fragliches Amt
nicht n i t einmal &er mehrfach gesteigerten Titeln bezeichnet werden kann." Demnach e n t hat die Begrulldung zu dem Urteil des Staatsgerichtshofes in der Titel-
Zlschr. nngew. Cheni.
.1 I , ,,ah,.c. 1931, N,.. 9]
Anschutz: Zuni Valenzproblein des fiinfwerligen elektronegativen Phosphoratoms
___.
frage die hochbedeutsame Feststellung, daD allen Inhabern tdes gleichen Amtes die gleiche Amtsbezeichnung
zukommt. Mithin ist es abwegig, dai3 in einer Behorde der
Gruppe 2a angehorige Beamte zum Teil als Oberregierungsrate, m m Teil als Regierungsrate in Ersoheinung
treten. Wie verlautet, widerspricht das Reichsfinanzniinisterium aber mchdrucklich der Durchfuhrung der
von dem in Beamtenfragen federfuhrenden Reichsministerium des Innern eingeleiteten Mafinahme, obwohl eine
geldliche Belastung des Haushalts nicht in Frage kommt.
Seinen Standpunkt sol1 das Reichsfinanzministerium vielniehr damit begrunden, d a 5 die Verleihung der Amtsbezeichnung Oberragierungsrat an samtliche Mitglieder
der Reichsmittelbehorden eine ungerechtfertigte Bevorzugung bedeuten wiirde, weil sich in verschiedenen provinzialen Behorden, z. B. den Landesfinanzamtern und
deren nachgeordneten Stellen, Regierungsrate im weit
haherem Lebensalter befanden als die noch alsRegierungsI ate bezeichneten Mitglieder der Reichsmittelbehorden.
Denn unter den letzteren Beamten standen verschiedene
erst in einem Lebensalter von 30-35 Jahren. Ferner sei in
Betracht zu ziehen, dai3 die Gruppe 2a fur diese Beamten
uberwiegend Eingangsgruppe sei und ihnen deshalb
hieraus der Vorteil erwuchse, von vornherein ein hoheres
Gehalt zu beziehen als die Regierungsrate anderer Behorden, und d a 5 ferner die Amtsbezeichnung Oberregierungsrat nur Beaniten gebuhre, deren Amt erhohte Verantwortung erheische, wie dies der Fall sei bei d e n Oberrcgierungsraten der Gruppe A 2b. SchlieDlich konnte,
wenn jetzt alle Mitglieder Oberregierungsrate wiirden,
irn Volke die allerdinga falschliche Auffassung Platz
greifen, die Regierung hatte bei einzelnen gehobenen Beamtengruppen die durch die Notverordnung uber den
Gehaltsabzug bewirkte Senkung d er Bezuge dadurch ausgeglichen, dai3 sie auf dem Wege der Befordemng einen
Ausgleich fur die Gehaltsn~~inderung
schaffe.
Zu den angeblichen Ausfiihrungen des Reichsfinanzministeriurns ist folgenldes zu bemerken: Soweit es sich um technisch insbesondere chemisch
vorgebildete Mitglieder handelt, haben diese uberwiegend ihre erste planniaflige Anstellung nicht in
der Stellung eines Mitgliedes, sondern vor dem
Inkrafttreten des Besoldungsgesetzes vom 30. April 1920
in der Stellung eines ,,Standigen Mitarbeiters" und unter
der Herrschaft dieses Besolldungsgesetzes in d e r Stellung
eines Regierungsrates der Gruppe A 10 erhalten, welche
die Eingangsgruppe fur alle ubrigen wissenschaftlich vorgebildeten Beamten bildete und der jetzigen Gruppe A % a )
entspricht. Das Aufriicken eines Regiemngsrates der
Gruppe 2c in eine Mitgliedstelle erfolgt nur bei Geeignetheit und ist daher ebenso wie das Aufrucken in die
Gruppe 2b als Beforderung anzusprechen. Der groi3ere
z,
Entspricht der preul3ischen Gruppe 2 b ohne Zulage.
Zum Valenzproblem des
fiinfwertigen elektronegativen Phosphoratoms.
Von Prof. Dr. Ludwig A n s c h i i t z , Briinn.
Dn in dieser Zeitschriftl) der Vortrag des Verfassers
iiber das obengenannte Thema und iiber die nachfolgende
m
i
wiedergegeben wurde, 80 sei es gestattet,
Disknssion im A
einige E k m e r h g e n a i l z w h l i e k n und den demitigen Stand
tbr Frage nach den VabnmephiiMnissen des Wnhertigen
elektronegativen Phasphoratoms h r z zu skizzieren.
Es hiandelit sich dabei um die Entscheidung zwischen folgendan d w i Moglioh*keiten:
1. Alhe Valemen d e genannten Atoms gleichiberechtigt ;
2. E i m von diesen Vaknnen verschieden w n den anderen;
3. Zwei von diesen Valemen verschieden von den anderen.
1>- DTese Ztscbr. 43, 1074 [lW].
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169
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Teil der chemisch vorgebildeten Regierungsrate in Mitgliedstellen hat das 40. Lebensjahr iiberschritten, so im
Reichspatentamt. In dieser Beziehung ist besonders das
Reichsgesundheitsamt hervorzuheben; von den eehn Chemikern, die in dieser Behorde Mitgliedstellen innehaben
und noch die Amtsbezeichnung Regierungsrat fuhren,
weisen neun ein Lebensalter von 50-59 Jahren auf; der
zehnte ist auch bereits 49% Jahre alt. Nicht i n Abrede
kann gestellt a e r d e n - und es erscheint sogar notwendig, darauf hinzuweisen -, da5 im Reichsgesundheitsamt allerdings die Arzte im Gegensatz zu
den Chemikern - ebenlso wie d ie rechtskundigen
Beamten d e r fast ausschliel3lich mit solchen besetzten
Reichsmittelbehorden (z. B. Reichsversicherungsamt und
Reichsaufsichtsamt fur Privatversicherung) ihre erst planniai3ige Anstellung in der Stelle eines Mitglieds erhalten
haben, es sei denn, dai3 sie, was i'm geringeren Umfange
zutrifft, vorher Behonden der abgetretenen Gebiete oder
abgebauten Behorden angehorten. Wenn es Mitglieder
tier Reichsmittelbehorden gibt, die noch nicht 40 Jahre
alt sinid, so ist die Erklarung hierfiir im wesentlichen in
d e r Gepflogenheit ZU suchen, Arzte und Juristen unmittelbar als Mitglieder anzustellen. Auch die angebliche Behauptung des Reichsfinanzministeriums kann
nicht unwidersprochen bleiben, dai3 es sich bei den in
die Gruppe A 2b eingereihten Oberregierungsraten der
ubrigen Reichsbehorden durchgangig um Beamte handelt,
die Adgaben von gro5erer Verantwortlichkeit zu erledigen haben als diejenigen, die den Mitgliedern der
Heichsmittelbehonden obliegen. Von welcher Bedeutung
die Tatigkeit d e r in d e n fachtechnischen Reichsmittelbehorden wie Reichspatentamt, Chemisch-Technische
Reichsanstalt, Reichsanstalt fur Land- und Forstwirtschaft
und Reiohsgesundheitsamt beschlftigten Chemiker fur
die Wirtschafts- unld fur die Gesundheitspolitik der
deutschen Reichsverwaltung ist, ist erst kiinlich a. a. O.s)
tehandeltworden. Wenn jetzt Bestrebungen im Gange sind,
den Anspruch aller Mitglieder auf die Amtsbezeichnung
Oberregierungsrst streitig zu machen, so liegt leider die
Vermutung nahe, da5 dies geschieht, weil au den Beamten
der Gruppe A 2a mit d e r Amtsbezeichnung Regierungsrat
viele technischvorgebildete Akademiker wiechemiker und
Ingenieure zahlen und diese, trotz ihrer Unentbehrlichkeimt
fur die Erfullung der Aufgaben der Reichsverwaltung fund
angesichts der Wichtigkeit der Technik fur das gesamte
Wirtschaftsleben, zuruckgesetzt werden sollen.
Da5 die Bestrebungen, den Stanld des technidien
Verwaltungsbeamten auf (diese Weise mittelbar herabzudrucken, zu keinem Erfolg fuhren, daran diirften nicht
nur die beteiligten Beamten, sondern auch die wirtschaftlichen und industriellen Kreise ein erhebliches Interesse
haben.
[A. 17.1
3 ) M e r r e s , Die Cheuiie und der Cheniiker in der Verwallung. Diese Ztschr. 43, 1087 [1930].
In L i e b i g s Annalen der Chemie,) wurden kiilzlich die
Grunde eingehend besprochenh die Wr jede dieser drei M e lichkeiten ins FeM gefiihd werden konnen. Die Arbeit wlli
Ernst B e r g m a n n und Alfred B o n d i s ) , die den Hauptgegendand der eingangs e m a h t e n D i s h m i o n bildete, fand
hierbei sorgfaltige Beriicksiohtigumg. E. B e r g m a n n und
A. B o n d i haben eich auf Grmd ihrer Beobachtuqp der
Ansioht von der Sondersteuung e i n e r Valenz des finfwertigeii
elektronegativen Phosphoratoms angeschloesen, die zuerst von
J. M e i s e n h e i m e r 4), sodann von dem Verfassers) vertreten aurde. Auch heute noch mu13 dieser Annahme die
meiste Wahrscheinlichkeit zugespmchen werden; dagegen
2) Ludwig A n s c h u t z u. Fritz W e n g e r , LIEBrC;s Ann.
482, 26 [1930].
s) Ber. Dtsch. c h m . GW. 63, 11% [1930].
4 ) LIEBIGS
Ann. 397, 298 [1913]. 6) Ebenda 454, 94 [lW],
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