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Analyse der zu Stannern in Mhren am 22.

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VI.
A N A L Y S E
der zu Stnnnern, in M d h r e n , am
21.
Mai
iSoS
herab geJallenen ACrolitlren j
von
V A U Q U E L I1
' .N
D i e r e Aerolithen gleichen, ihren aufsern Eigenfchaften nach, den andern bekannten. Aeufserlich urngiebt fie eioe braune und glafige Glafur; innerlich
find fie grau mit fchwarzen Punkten, und zeigen
an mehrern Stellen gliinzende Bliittchen, welche
Schwefelkies zu fern fcheinen; clenn d e r Magnet
zieht fie nicht, und tier ganze Stein wirkt nicht
auf die Magnetnadel. Die Maffa iR nicht homogen ; man entdeckt i n ilir mit unbewaffnetern Auge ziemlicli betrlchtliche Nieren, die fehr vie1
Das fpecifchwarzer als die ubrige Maffe find.
fifche Gewicht ift 3,ig.
Herr B l a p r o t h , dem eine kleine Menge
diefes Minerals gepillvert zur Analjrfe war zugefc'hickt worden, bemerkte, dafs i h r zu Folge diel e r AErolith eine bedeutende Ausnahrne von allen
bisher unterruchten Meteorfieinen zu maclien fchei*] Annalcs de Chimie, Juin 18g.
G i I b e r t.
n e , indern die Befiandtheile, welche’ e r aufgefunden hahe, eh er auf einen verwitterten Bafalt, als
auf !Ueteorfieine, hindeuten kbnnten ; e r wiinfchte
daher eine Befchreibung des, Minerals in Maffe,
urn fie mit tler des Bafa1:s zufarnrnen halten 211 konnen. D e r Graf v o n U n i i i * clera in fehr fcliiines
Stiick von diefen Azrolithen befitzt, hat eine folche
Sie ifi folgentle.
Uefchreibung Gbernomrnen *).
),Die Oberfliche d er Stannerlcben Meteorlteine ilt
,,gefchrnolzen und von vollkoiiirnenem Schwarz;
,,ein den Meteoriieinen eigenthiimliches Kennzei,,then, wodurch fie Gch von allen andern Steinen
,,unterfcheiden.
Aeufserlich i l l ihre Farbe ein
,,belles Afchgrau, welches auf dem Striche iich
),nicht iindert. Innerlich iieht man tlichtere und
,,tlunltlere Kiirner, auch enthalten fie Schwefel,,kies -Hiirner, doc11 i n geringcr Mcnge. D e r
,,Stein filhlt Gch fanft an (la pierre efc t e n d r e ) ,
,,]5fst iich zwifchen den Fingern zerreiben, ritzt
,,Glas nich t, und gieht a m Stahle keine E’unlien.
,,-Das fpecifirche Gewicht ifi 5,rq. Vor dem Liith,,rohre fchmilzt er’fchwer zu eitiern dunlreln Glare,
),welches d e r Magnet anzieht. Xach dcm Exem,,plare zu urtheilen, welches ich beiitze, und das
’) Sin hatte Hr. v o P S c h r c i b e r 3, Director der kairerl.
Nineralien Kabincrtes in Wicn, i n diefell Annulen. Jahrg.
1805, St. 7 (6. S X I X , S. Zzj), khan rehr geniigeird geliefcrt ;und noch mehr ift das in den belehrenden Aufritzen
dcr HH. S c h e r c r und v o n S c h r e i b c r s , Ann. Jithrg.
lev, St. I, gelchehell.
G i l b e r C.
-
c
204
3
,,ich an Ort und Stelle felbft erhalten habe, unter,,fcheidet fich d e r Stannerfcbe Meteorfiein von d e n
brigen en nur dadurch, dafs e r eine geringere Men,,ge von metallifchen Theilen enthiilt. Von dern
,,Bafalte unterfcheidet e r fich wefentlich durch den
,,Bruch, durch die H l r t e und durch den Strich.”
Von allen Meteorfteinen wilrde noch imrner
d e r , welcher im December 1803 bei Eggenfeld i n
Baiern herab gefallen ifi , feinen lufsern Charakter e n nach, dern bafaltifchen T u f f 311s d e r (3egend
von Klofter-Laach am niichften komrnen.
Herr
C h 1 a d n i belitzt davon ein S t a c k , das durch den
Olivin (Peridot granriliJormc Ha u y’s), d e r fich
darin eingefprengt (dflkrnint?) befindet ,fehr merkwardig ift.
H e r r M o f e r , Cherniker i n W e n , hat i n
100 Theilen d e r Stannerfchen Meteorfteine folgende Befiandtheile Refunden *):
Diefe Refultate weichen
von denen, welche die bis27
her unterfucli ten Meteor12.1;
fieine gegeben haben, fo
2,50
, eine onbe- berleutentl ab, dafs Mehreftimmbare Menge
re fitrchteten, in die AnaSchwefel, Walfer
uuaveriurt 5
lyre des Wiener Chernikers
I00
rnacliten Gch Irrthiimer
eingefchlichen haben; auf jeden Fall, meinten fie,
verdiene diefe Z e r l e g u q wiederholt zu werden,
Kiefelerde
Thonerde
Eilenoxyd
Kalkerda
Magneiia
Chromium
4625
Theile
7.12
-
*) Siahe diele Ann. Jahrg. 1308. St.
7, S. 3 9 G i l bcr c.
rind ich wurde namentlich von ihnen erfuch:,
iie
zu unternehrnen.
A n a l y f e .
W e n n man diefen Meteorfiein mit SaIzfj’ura
behandelt , To enthindet fich fehr w i g Schwefelvrafferfioff Gas. Wird e r heftig gegliiht, fo rer\vandelt ficb ieine Farbe i n Blafsroth, e r verliert
aber oichts am Gewichte; wahrfcheinlich oxydjrt
iich hierbei das Eifen f t i r k e r , und der G2wichts.
yerlufi wird dadurch erfetzt.
-
Mit kauftifchem Kali fchmelzt e r zu einer granenMaffe, und diefe Farbe wird beim Zerriihren in
Waffer noch deutlicher. Man erha’lt dann ejne dunk e l g r i h e Aufliifung, aus der- Gch, wenn fie nach
dem Filtriren an der Luft fieht, einige Flocken &fungane.r Oxyd abfetzen. Filtrirt man Ge dann aufs
Neue, fo zeigt fie Gch mit einem fchiinen GeIb,
welches man fur Chromium hiitte nehrnen foIlen.
Ich fsttjgte fie daher mit Salpeterfzure, und darnpft e fie bis zur Trockenheit a b ; Ge nahrn wjhrend
diefer Operalion die Gefialc einer Gallerte a n , \POdurcb fich die Gegenwart d e r Kiefelerde verrieth.
D i e einpetrockiiete falpeterfaure Verbindung f5rbt e das Waffer, worin fie wieder aufgelafet wurde,
n u r fehr wenig; die Kiefelerde, ~ r e l c h efich abgefetzt hatte, war vollltornmen weirs. Die Auflofung
des faaipeteriauren Kali’s gab nicht das geringfie Zei&en VOD Chromium, ob ich fie gleich auf a&
-
Art, und auch n a r k eingedickt, prtifte, und fie
lo wohl mit Silber-, als mit Queckfilber-, und m i t
Blei Aufliifungen unterfuchte; tlie gelbe Farbe
d e r Auflofung fcheint daher von ein wenig Plat i n tiergeruhrt zu haben, die das ICali d e m T i e gel, worin ich es mit d e r Steinmaffe gefchmeltt
h a t t e , entzogen haben rnochte.
-
D e r Rilckfiand, von dern ich tlie grgne alltaIifche FlGfGgkeit abfiltrirt h a t t e , w a r d e in W a l f e r
zerrilhrt, und mit Salpeterfiure gefiittigt. Er 16fete Gcli in i h r vollftindjg a u f , zu einer FliiMigkeit
von fchiinem Gelb.
Diefe dampfte ich bis zur
Trocltenheit a h , liirete den Riickftantl i n etwas
fauerlich gemachtem Waffer a u f , u n d filtrirte fie.
D i e Kielelerde, welche auf den1 Filtrum zuriick
blieh, war vollltornrnen w e i k ; ich that fie zu der,
ivelche beim vorigen Verfuche abgeichieden warden war.
D i e von Kiefelerde befreiete falzfaure Flilffigk e i t hatte eine zitronengelhe Farbe. Urn fie zu
derfetzen, fetzte ich Arnmoniak, i n g r o k e m Uebermafse, hinzu. Es erfolgte ein brauoer, fehr
volurniaofer, Kiederfchlag, den ich a u f ein Tiltrum
farnrn el t e. Aus cl e r a rnm on ia k ali fch e n F1ii ffi gke i t,
welche rlurch das Filtrum hintlurch fielaufen war,
Echlug Sauerkleefiure eine grofse hIenge fiiuerklecJuuren Kalk nieder; ihn farnmelte ich forefiiltig
clurch Filtriren.
Das hindurch gelaofene Waffer
war zwar ohne Farbe, docli dampfte ich es bis zur
T r o c k e n h e i t ab, erhitzte dann den Rilckfiand fiark,
urn einen T h e i l des falzfauren Amnioninks zu verfliichtigen, uncl M e t e ihn wjeder i n Waffer auf,
das icli darilber kochen liefs. Als darauf rcines
Kali h i n t u gefilgt wurde, entftand ein leiclitec
ichwarzer Rieclerichlag , den ich forgfdtig farnmelte, und noch nafs i n Saltfaure auflolete. D i e
A u f l i j h n g war gelb; fie wurde mit ziemlicli vie1
Warfer verdiinnt, uncl dann rnit geliittigteni kohlenlauren Xali zerrelzt , wobei fich einige leichte
weilslich - griine Flocken abfchieden, die nur mit
vieler Aluhe und Sorgfalt gefarnmelt werden konnten. Sie liifeten lich in Ammoniak auf, iind f2rbt e n ddlelhe blau. Diefe blaue Fliilliglreit wurde
abgedampft, und lick ein wenig Oxytl zurilck,
das hicht Gewogen werden konnte, und init S a l t fzure behandelt eine Aufliifung gab, in die Gch hinein gefetztes W e n mit lreiner Lage yon Kupfer
3berzog.
Es erhellet daraus mit Evidenz, dafs
diere ltleine illenge von Oxyd Nickel war. D i e
Flillligkcit , welclie das gelsttigte kohleniaure Kali
enthielt, hatte ein wenig Manganes zuriick behalt e n , zeigte aber a i c h t die kleinfte Spur von Magnelia.
D i e braune Malfe, welche durch das Arnmoniak w a r niedergekldagen worden, liefs jch i n
einer Aufliifung reinen Kali's kochen. Diefes entzog d e d e l b e n die Tilonerde, welche ich clurch
Schwefellaure wieder abl'chied ; fie entbielt no&
eine kleioe Menge Biefelerde und ICalkerde.
[
208
3
Das Eifenoxyd wurde, nacli dem Trocknen,
mit Salzfiiure behandelt, und d a m die Auflijfung
wieder bis zur Trockenheit abgedarnpft; es trennt e ficli clavon noch ein Aotheil KieJelerde, der zu
d e n vorigen hjnzu gefilgt , und zugleich mit ihnen
geglilht wurde. Die Aufliifung des falzfauren Ei.
fens zerfetzte ich durcli gefattigtes kohlenfaures
Kali; die filtrirte FliifGglteit gab beim Abdampfen
n o c h etwas Manganes- O x y d , Magnefia liefs fich
aber jn ihr niclit entdecken.
D a ich verrnuthete, es k6nne f c h beim Eifenoxyd noch etwas Kalkerde oder Magoefia befinden,
fo liifetc jch es wieder in SaIzfiiure auf und fetzte
dann fauerkleefaures Ammoniak hinzu; es erfolgte
aber nur ein ldeiner gelber R'iederfcldag , d e r a u s
fauerkleefaurern Eifen und fehr wenig fauerklee.
faurern Kalke beftand.
Diefer Rilclcfiand wurde
gegloht, dann i n Salzfzure aufgelijfet, und a u s diefer AuflZifung wurde .das E v e n durch Amnioniak
u n d d e r Kalk durch Sauerkleefzure niedergefchlagen. Urn PUS d e r A u f l i j h g , d e r ich fauerltleefaures Ammoniak zugefetzt hatte, alles abrige
Even niederzufcchlagen , bediente ich mich des
Schwefel- W'aferRoff Amrnoniaks; es gab einen
gelben Niederfchlag den ich nach forgfiiltigem
Wafchen trocknete , dann calcinirte, in Salzfjure
wieder aufliifete und aufs Neue durck Ammoniak
fallte. D i e FliifGgkeit, welclie durch clas Schwefel Wafferftoff Ammoniak war zerfetzt worden,
en thielt keioe Xalkerde.
-
,
-
-
Es folgt aus diefen Thatfachen, dafs die Stan/
nerfchen Meteorfieine Kiefelerde , Thonerde,
Kalkerde , Eifen, Manganes, Nickel, und Schwefel enthalten; aber ich habe in ihnen weder MaDas Verhaltg n e h noch Chromium gefunden.
nifs, worin diefe Beiiaadtheile in 100 Theilen
vorhanden Gnd Xt folgendes :
Bei einein andern Verruche, den ich mit diefem
Meteorfiehe gemacht hab e , fand ich in demfelben
ziemlich merltliche Spuren
von SalzfZire *).
auf
0,s
SchweFel, cin Atom
Diefe Refultate weichen,
101,I
wie man iieht, ein wenig
von denen a b , welche Hr. M o f ' e r i n Wien erha].
ten hat. Erftens habe ich kein MapeGa, dagegen
aber zweitens Nickel gefrrnden; ferner habe i c h
fiatt eines Verlufts eine Zunahrne an Gewicht geh a b t , welches nothwendjg gefchehen mufste, \veil
das Eifen iich oxydirte; und tliefe Gewichtszunabm e wiirde noch bedeutender gewefen feyn, hatte
ich die Menge von Schwefel fchatzen kaonen, die
von dem Wdferfioff rnit fortgenommen wurde.
Kiefelerde
joTheile
Kalkerde
I2
Thonerde
9
Bifenoxyd
ag
Manganeroxyd
I
Nickeloxyd, eine Spur, die
fich kaum rchitzen lifst
-
Die Meteorfieine von Stannern find diefem
zu Folge in d e r T h a t von anderer Art, als die,
*) Welche zuerrt Herr Prol. S c l i c r e r in Wien i n di&n
Stanner'lcheri und in a d e r n Mrteorfteinen sufgefundrn
hat. Annal. B. XXIX, S. 32.5Gilbrrc.
welche b i h r zerlegt wordea waren.
D e n n fie
enthalten w e d e r MagneGa noch Chromium, welche bjsher i n illen Aerolithen vorgekommen waxen, und es findet f c h in h e n T h o n e r d e jn ziem]i& betrlchllicher Menge, von d e r man nur SPUr e n in den aodern Meteorfieinen aufgefunden
hatte.
Deffen ungeachtet kommen diefen mahren{&en Meteorfieinen alle iiufsern Kennzeichen z u ,
durch die iich die Aerolithen von allen andern
1Gjrpex-n unterlclieiden ; und nach den Berichten
uber ditfelben fcheint es nicht zweifelliaft zu feyn,
dafs fie aus der Atrnofphare herab gefallen find.
1711.
BESTANDTHEILE
d e s S n z o l e n s k e r A l e t e o r f t e i n s,
nach der Analyfe
I<
L
A
1’
r\
0
T H’S.
H e r r K1 a p r o t h giebt in dem Jorrrnal fiir Phyfik,
Chemie und Mineralogie, B. 7, s. 198, (und darails in den Annales de Chinrie, &hi isog,) vorlautig
die ReCultate feiner Zerlegung dcs Meteorftejns,
d e r a m 13. M5rz 1807 in1 Juclinower KreiTe des
S rn 01 e n ski fc Ii en Gouver n em e 11 t s 11era b g e f3 11e n i fi
(diere Annul. B. XXVI, S. 238).
Pu’ach ihm wog
diefer Stein 4 Pfurid =;; 140 Berliiier ?fund, und
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