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Analyse des Pennins.

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grunen, schmutzigelben oder braunen Granaten, von einer weifsen, theils specksteiaartigcn, theils asbestartigen
Gangmasse ulngeben ist.
Icli fiige dem, was ich iibcr den Pcnnin zu sagcn
mcifs, hier noch das Verhaltcn dieses Minerals vor dem
Liitlirohre bci, welches Hr. D. Fr. W i s e r mit sciner
grofsen Ucbuog iu diescr Art von Untcrsucbungen beslimmt, und mir mitzutheilcn die Giitc gehabt hat.
D e r Pennin giebt, im Kolbcn bis zuin Gliilicn dcs Glnscs erhitzt, Wasser, welches nicht saucr rcogirt.
In
der Plalinzaoge blzttert e r sicli iiuf, wird gelblicliwcifs
und triibe, und flielst im strengen Feucr a n den Kanlen
zu gclblicbweifsein Emnil.
I n Borax ist er lciclit 16slich zu lilarem von Eiscn Sefsrbtcin Glase.
I n Phosphorsalz ist er mit starkcin, abcr schncll voriibcrgclicndem Brausen leicht zerlcgbar und gicbt cin ICicselskclett. Das Glas zeigt, so Iange cs licifs ist, eine starkc
Eisenfarbe und opalisirt nacli dem Elkallen.
Mit Soda
auf Kolile sclimilzt e r mit eiiiigcm hufwallcn zur brsunlicligelbcn Schlacke.
Mit Soda auf Platinblccli, auch uuter Zusatz von Salpeter, zeigt sich keine deutlichc Manganreaction.
Mit Kobaltsolution wird er schmutzigblau.
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XI.
AnaZyse des Pennins;
oon E d u c s r d S c h w e i z e r .
M o r i n hat in seiner Abhandlung iiber dieses Mineral
ebenfalls eine Analyse mitgetheilt , deren Resultate aber
grilfstentheils verschieden sind von denjenigcn, die aus
meinen Analysen hervorgehen.
Am sonderbarsten ist es, d a b M o r i n rnehrere Procente Manganoxyd und Kalkerde aufgefunden haben will,
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wYhrend ich hingegen durch die sorgfdtigsten Prufungen keine Spur weder von dein einen noch von dem
andern eatdecken kounte. Es gicbt wohl wenige Kiirper, die sich vor dem Ltithrohre in den kleinsten Mengeii so lciclit erkennen lassen, wie das Mangaa, und dennocli koonte auch durch diese scharfe Probe nicht eine
Spur Mangan nachsewiesen wcrden. Ich werde wegen
diescr Abweichungen in der Folge den Gang meiner
Aiialyse kurz anfuliren, obglcicli derselbe eigentlich ganz
einfacli ist; nllciri liiernach wird inan wohI am besten die
Richtigkcit dcr Analyse priifen kiinuen.
Salzsiiurc zcrsetzt den Pennin, aber nicht wie M Or i n augegebeii h a t , unter Eutwicklung von Cblor; denn
ich wiederholtc den Versuch lnelirmals mit Saure von
verschiedener Concentration, ohne je die geringste Chlorentwickluog wahrgenommen zu habeo. Die Kieselerde
wird flockig abgcschieden, und man erhalt eine grtine
Liisung.
M o ri n schliefst daraus, dafs er Chlorentwicklung
beobaclitet hatte, das Mangan oder das Eisen, zum Theil
weuigstens, scy als Oxyd in dein Minerale enthaltcn.
E r niinint dann freilich an, das Rlangan sey ganz ale
Oxyd vorhandcn, das Eisen hingegcn als Oxydul. W a r e
aber auch das Eiscn zuul Theil aIs Oxyd zugegen, ohne
dafs Manganoxyd da ist, so kunnte doch kein Chlor entwickelt werden, indem Eisenoxyd bekanntlich aus Salzs'jure kein Chlor frei mrrcht.
Ich glaube indessen, man durfc aus den %&ern Eigenscbaften des Minerals sowohl als aus dessen Verhalten zu Salzdure, durch die dns Eisen mit griiner Farbe
als cinfach Chloreisen gelost wird, und aus seinem Verhalten in hiiherer Temperatur bei Zutritt der Luft, WObei es seine griine Farbe verliert und gelb wird, mit
Bestimmtheit schliefsen, dafs das Eisen in diesem Minerale a h Orydul enthalten 6ey.
Salpetersaure zersetzt den Pennin ebenfalls , noch
-
528
leichter aber geschieht diefs durch Schwefelslnre nach
meiner Beobachtung, mas der Angabe von M o r i n widerspricht , dafs dieses Mineral durch die Scliwcfelstiure
nicht angreifbar sey, obgleich schon im Voraus aiizunehmen war, dafs die Ssure, welche die meisten Silicate
aufzuschliefsen vermag, bei diesem Minerale dcr Salpetersaure und der Salzshre nicht nachstehcn werdc.
Die Analyse des Pennins wurde von lnir folgcndermafsen ausgefuhrt :
Zur Bestirnmuog des Wasscrs wurdc cine bcstiminte
Quantitst des Minerals in fein geriebenem Zustande Iangcre Zeit in eioeln Platintigel geglulit, wobci letzterer
mit dem Deckel immer bedeckt blieb, urn so vie1 wic
maglich Luftzug zu vcrhutcn, durcli den hei solchcn Vcrsuchen Ieicht Subsranz weggefulirt werden kann. Dns
Gluhen wurde so lange fortgesetzt, bis sich das Gewicht
gleich blieb. Da es sehr schwer htilt, besondcrs griifsere
Quantitjitcn von dem Miricralc vcrinittclst Szure vollkommen aufzuschliefsen, so bewerkstelligtc ich die Zersctzuog
der gegluhten Substanz durch Schmclzeu mit kohlensaurem Kali. Die gcschmolzenc Masse zerlegte icli hicrauf
mit Salzsjiure, dainpfte das Ganze zur Trocknifs ein, und
bestimmte dann die Kieselcrde auf die bekannte Wcise.
Die von derselben abfiltrirte Flussigkeit wurdc, nachdem
sie mit einer hinreichend grofsen Menge von Ainmoniaksalz versehen worden war, mit Ammoniak ubersattigt, der
Niederschlag hierauf filtrirt , gut ausgesufst , danu noch
feucht vom Filter gcnornmen und mit Kalildsnn~erhitzt.
Die Lasung wurde hicrauf von dem Ruckstaude abfiltrirt, und nachdem inan sich von gcnugcndcm Ueberschufs an Kali in dem Filtrate iiberzeugt hatte, aus diesem auf die bekannte Weise die Thonerde gehllt und
bestimmt. Der Ruckstand auF dein Filter wurde noch
feucht wieder in SaIzsaure gelbt, mit Ammoniak geoau
gesattigt kind mit bernsteinsaurem Ammoniak das Eisenoxyd gefiillt. In der abfiltrirten Flussigkeit zeigte oxal-
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saures Amoiooiak keine Triibuog von oxalsaurer Kalkerde, so wic auch heroach Schwefelwasserstoffaininoniak
niclit dic geringsle Reaction auf Mangan Iiervorbrachtc.
Durcli phospliorsaures Natron und Aininouiak aber wurdc
eioc nicbt unbcdeuteode Menge Tallierde ausgcfillt.
Die von dein durch Aininoniak erhaltenen Nictlcrschlagc getreiinlc Flussigkeit wurde hierauf mit oxnlsaurein Ammoniak versetzt; allein selbst nacli 21 Stundcii
koiinle nicht einmal eine Trubung voii klccsaurein Knlkc
bewirkt werdcn.
Eben so wies Scliwefelwasserstoffaalnmoniak keiue Spur v m Mangan in dcr Flussigkeit iiach.
Naclidem dieselbe wie gcwdhnlich voo Schwefelwasscrstoff und Scliwcfcl bcfrcit wordcn war, wurdc die Tnllrertle durch pbosphorsaures Katron - Ammoiiiak gef:illl, der
Niederscblag init dcm oben auf gleiche M'eise erballcncn auf eiiicin Filter vcreioigt und init dcr Sorgfnlt nusgewaschen, daCs icb vdllig iiberzeugt bin, diesc Opcrntion wcder zu wcnig noch zu wcit fortgesetzt zu liabea.
Dcr nusgewasclicoc Niedersclilog wurde nlsdann gelrocknet, gegluht uod aus dcr crhalteiicii phosphorsaurcn Talkerdc die Talkcrdc berechnct.
Die Resultate zweier auf die aogcfuhrte W e i s c nogestellten Analysen sind folgende :
I. 2,016 Substanz gaben:
In 100 'Tl&lcrt.
Kieselcrde
Eiseooxyd
Tlionerde
Bittererde
Wasser
0,652
0,234
33,S2
Eiseiioxydiil
1t , 3 1
0,1tjS
932
0,666
0,232
:3:3,0 1
1 I,50
2,022
9S.99.
530
11. 1,939 Substanz gaben:
In 100 Theilen.
Kieselerde
Eiscnoiyd
Tbonerde
Bittererde
Wasser
0,610
0,231
0,214
33,07
11,36
9,69
32,31
I2,5S
1,933
09,0.1.
Eisenoxydul
0,168
0,627
Saucrstoffgchalt in der ersten Aualyse:
Kiesclcrdc
Thoncrde
Eis en osy dul
Talkcrde
Wasser
17,57
4,35
2,52
12,79
10,22
12 Atome
3 -
1
10
-
7
-
Daraus folgt dic empirisclie Formcl:
Die Thoncrdc ist in zu geringcr Mcngc vorhandcn,
I I I das
~
Mineral auf cine dinlichc Weise wie
dic Zeolithc zrisainincrigesetzt betrachtcn I:iiiintc; inan
ivurde dabei die scltr unwahrsclieinlichc Forinel
als dak
erhalten.
Wollte inan aniiehmcii, die Thonerde verlrete in
der Verbindung die Kieselerde, so wurde iunn zu dcr
einfachcn Forincl
MFez
S'
1 f1
/+i€
gelangen. K o b e 1 1 hat friiher I ) den Clrlorit, mit dem
unser Mineral in mehreren Beziehungen verwandt zu segn
1) Gruadziige dcr Rlinerdogie, von
v.
K o b c l l , 1838, S. 220.
531
scheint, auf eine iihnliche W e i s e betrachtet ; allein sp%
ter I ) stellte er fur den Chlorit von Aclimatowsk die
... ...
Forinel MgSi+AI Si+ 4Mgk auf. Dasselbe Priiicip
verfolgte auch V a r r e n t r a p p ) in seiner Arbeit uber
die zwci vcrscliiedenen Gattungen des ChIorits; aIlein
c r vereinfachte die Formeln noch, indem er die einfachen Snlze des Doppelsalzes auf der gleichen Szttigungsstufe anuimint.
Ich verwerfe die oben angefubrte Formel fur dcn
Pennin ebenfalls, und hsuptsYchlich auch aus dem Grunde,
weil keineswegs dargcthan wordeu ist, d a h das bishcrige
Atolngcwiclit entwcder dcs Aluininiuins oder dcs Siliciulns
falscli ist, und ich t i d e es fur besser, inich zu einer
Formel zu bestimmen, die d e n jetzigen Stande dcr Wissenscbaft aogemessener ist.
Mit der hnalyse stimmt, wie scbon gezeigt, die empirisclie Formcl:
...
Si4 , A1 ,
Fe
die sich ganz lcicht in die rationelle
Fe3
umsetzen Mst.
Diese ist nach dein ganz gleichen Principe construirt,
wie diejcnigen Formeln, die V a r r e n t r a p p fur die Chlorite aufgestellt hat, und ich will diese zur Vergleichung
hier anfuhrcn.
Fe3
' S ' i + ~ I S i + 2 i ~ i gChlorit.
~~
( K a c h G.
Kose.)
I
1 ) Journal f i r practische Chemie,
Bd. XVI S. 4iO.
YOU
E r d m a n n und Marchand,
2) Aoaalen der Physik und Chemie, YOU Poggendorff, Bd. xXXXVIII
s. 185.
532
... ...
2 ) Mg3Si3+$1 S i + 3 M g c .
nin
VOD
Ripidolitb. (Nach G .
Rose.)
In den Chloriten sind also & kicsclsaure, i m Pcnvcrbunden.
Zuln Schlusse will icli hicr noch kurz die Angaben
Morin's Analyse aufuhrcn.
M o r i n faod nlrnlich in 100 Theileo des Minerals:
+ kieselsaure Salzc mit Bittererdchydrat
31,8
Kieselcrdc
Eiscuoxydul
Thoircrdc
Talkerdc
18,O
I c),2
€41
14,4
8,4
Wnsser
Kalk
Mrtnganoxyd
5,O
%,9.
Hieraus bercchnct er dic Formcln:
I ) MgO
Fe 0
1',
2) MgO
Fc 0
'
(H,Ojb
hlu, 0,
Si
::I3
Al,
Mn, 0,
(11, 0)'
und giebt dcr letzteren den Vorzug.
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