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Analyse des Petalits und Untersuchung der chemischen Verhltnisse des Lithons.

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I: 399 1
Ir.
AnnZyJe des Petalits rind Unterfuclrung der chemif i h n VerhaltniJgk deea Lit/rons,
von
Dr. C . G. G M E L I Ni n T i i b i n g e n .
In
dem 59. Bande diefcr Annalen S. 2 4 1 und folg.
befindet fich eine Belklireibung der ridsern Kennzei&en des Petalits lind einiger aiidrer VerhaltniITe
deITelben von Dr. Clarke. Ich fiige folsendes hinzu:
das li,ecif. Gewiclit des Petalits f a d ich Lei derTem-
+
periatur des WaITers voii
1 1 ' I t = 2,4268.
W i r d er der Flamme dcs .LStlirohrs in fehr
diinnen Splittern aLisgefdzt, lo k'climilzt er leiclit,
Iind es zei$ ficli fclion mil dem blolkn Augc dafs
die gel'chmolzene Oberflriclic voll ifi von einer Mans e kleiner Blrschen.
Dds I'Iiosphorfalz 16fi ihii riiit ScliivieriSkeit anf.
D i e ~cfclimolze~ie
Glasperle ill, To lang lie nocli h d s
ifi, drirchfichtig, nacli Clem Erknlten nber u-ird Iic
iindiirclificlitig. Sie ifi farhenlos nnd IclLfi ini t
Hfilfe dcs Salputers l&t Gcli in ihr, \\'en11ein gaiiz
reines Stiick Petalit Senommen wird, kcine Spur
von M;lngniioxyd entdecken , \velcjie.; gcv its dcr T,i11
,
,
t
400
3
fepwiirdt:, wyoiin dcr Petalit, tvic Clarke uiid €301me ai~gebeii 2$ l’roc. Maiiganoxyd eiitliielte.
Borax 13R iliii leicllt nuf. Die Perlc ifi durcli-
,
,
GcIitig farbeiilos. Aucli kolilenraiircs Natroii 16fi
iliii 1eiclit;auf.
Icll wollte, bevor icli die Andyfc dos Petalits
vonialini dasjeriige Lithonl’alz analy-liren, welcheu
bei dcr Aiialyi‘e dcs Petalits crlialtcii wird. Es war
iiiir J&r zuerfi i ~ ~DarltelliuiH
i i
dcs Ccliwcfelfcturcn
Litfioiis zu tliun.
Bzi dcr Aiidyt‘e ;lea Petalits dnrch Hiilfe des Bar p z i p 1 licli e i i i i p Schwieriskeiten.
\-T‘iiJilt inaii kohlunlhurcn Boryt, lo rniifv mail
dicfen in felir grofser M c n p aiiweiidcii, uncl niiclr
dann ifi &c ZcrLetziiiiy niclit feltcii luivollkomnien,
telbnders wcnii das Steiiipulver n i c k aulsero-dent3icIi fcin war. Wdilt inaii I‘alpcterfiiireii Baryt lo
kanii der filbcrnc Tiepl kauni deli Grad dcr Hitze
ertragen , der ziir vollkornmeiieii Zcrlktzung erfordert wird.
Naclldcril icli bcidc Methoden verfiilclit
Iiatte I‘cliien es niir n m zwcckmiifsisigficn zu lcyn,
das Steinpulvcr iiiit fdpeterfaurein Bnryt iii eilicrn
Platiritiescl zu Sliilieii, OL cs mir gleich ~ o l i bel
kanrit war, d& das Platiii dnrcli kaufiiCs!ien Uaryt
rragegriffen werde.
Eiri Tlieil d i i rcl I Schkimmen dnrsefiellt es 116 ch fi
fcincs Steiiipitlver wurtie m i t 5 ‘Ilwilcii IiryfiaIlifirten Iilpe~crl~tiren
Bnryis z i i l ; r j i n i c i i s e l ’ i ~ ~ ~ iuiid
~,
im Platinticgcl I S t u n h i Ian$ ciiicr VT,’cifhgl~tI~Iiitze ausScfLtzt. Die Mi& zeigtr! Ikli bci dcin Zitfatz
,
,
~
c
I'JL
1
von Salzf~urev611ig aufSercl~IoKcn,ohgrleich, \vie die1;s gewiihnlich bei der Zerfctzuiig dcr Mincritlicit
durch Baryt der Fall ifi, die Kiefelerde fich iiiclit
vauig nuflijfie, fondcrn ein grol'ser Tlieil nocli in
der Forln yon leiclitcn durchlichtigeri weil'sen FlokIccn errchien.
Die Aufliihng der SediiIiten MnKe
in Sdzlj;iire wtlrdc in der Platinl'chale ziir Trocknif~
verdanlpft pnd die Kielderde darclis Filtrum entfcrnt. Dann murde 211 der FliilKekeit melir Schwefell3iire zugelktzt als n6tl1ig war urn den B u y t zu
,
prscipitiren. Der fchwcfelfaure Baryt w i d e durchs
Filtrum entfcrnt u n d die Fliil'figkeit in der Plntiiibis aiif einen klcinen fliil'ligen Riickfiand verdampft uni den gr~l'stenTlieil der freieii Salzl'siirc
211 verjagen. Die Fliilfigkeit w i d e liicrauf mit koliIenfaurem Axrinioniak verfctzt nnd naclidem der
Niederlclilag der vorziiglicli ails Alaunerde und einer Spnr voii E i h o x y d belland, darchs Filtruni
entfernt worden mar, in eiiisn Srofsen Platintiepl
ziir Trocknil's verdanipft und geglulit, um das I&finre und !Xlwefell'~1treAinmoniak 211 verjagen. Die
gegliihte MdTe wurde im WaKer wieder aiifsclijfi,
u n d To lanae Hydrotliioii -Anirnonidk z n der Auflafnng hinzugebracht alu ein fcliwarzer Niedcrl'clil~:;
VOII Schwefel-Mangrnn e n h i d .
Die fillrirte F]fiffiigkeit wurde von neiiem algedampft und c~e~lfilii,
das rrlialtciie fcliwcfc.ll'anre Salz iln W a n ' e r allfsc lijfi u n d dnrcli e f i g l n r e n B a ~ tzerl'etzt. Dt:r
I'chwef~lfa'aureBaryt w i r d c durchs Filtrnm entfcrllt,
die FlUfi&A n l ~ c d a r n p f tuiid i n cincirl PlatilZtiqcl
,
,
,
f
it02
3
gegliilit. Die ge3liilitc Mare reagirtc Itark aikalilc'ch,
li1Ll.i iizchdem fiu einige Ma1 mit kochendem FT-dfer aiis3elaiigt wordeii war. Die Aufliihng des kohl c n h r e n Lithoiis in W-aITer wurde fo lange abgcdanipft bis bui dem Erlialten der grofste Tlieil dcs
Salzes Iicli als eiii kryfiallifirtes I'nlver aiisl'chied iind
niir iioch eino geringe Menge von FliiQigkeit iibrig
war. Dieres kiyfiallifirte Pulver wurde i n eiiien
Tricliter oline Filtrurn Seworfell, damit die Fliifiglieit abfliefsen koniite, mid es w-nrrle nocli iiberdics
mit kaltem WitTTer ausgewal'clieii , uni jedc Spiir von
kohlenfaureni Natron wofern dielb9 etwa niit vorkommen Iollte, zu entfernen. Ich n d . 3 iibrigens
benicrken dal's icli Lei meinen U~iterli~chnngen
iiber den Petalit iiie auf eiiicii Antheil yon Natron
gefiofsen bin.
,
,
Ein Theil dieres reiiieii kohleiiliiiren Litlions
wnrde durch ScliwefeUhire in I'clizvefell'aiires Litlion
verwandelt utid &elks diirch Iicftiges Gliihen neutral Senlaclit in WalTer anfgelGfi imd ziir Kryfiallilhtiotl liiii$iellt.
,
Meine Analyfe des kryliallifirten nciitraleit
fchwefelfaiircn Lithons felbfi befindct ficli im 59. B.
p. 2'j3 diercr Annalcn. Sie fiimmt n a h e niit der
Analvfe voii Vaiiqueliii (Anna]. de Chim. et de PhyC
Toni.VII. p d37) f h r e i n , iiiir il't iii diel;*reiii Felller i n den Zalilen; ftatt 51,80 'Th.Litlion follte es
heilsen 30,60. Atis nieiner Analylk ergiebt Gch, dzli
das Litlion befielie P U S :
M,oS
&I,$
Lithium
Snucrftoff.
100,oo
Chemifche Analyfe der Petalilr.
A.
a) 100 Theile Petalit Iiiiiterliefsen nacll dem
Gliilien 97,83 Theile fie verloren daher durchs G1i.ilien 2,17 Theile.
l i ) 97,83 ( a Gramme) Theile gegliihtes Steinpulver wiirden mit der 4fachen Meiige bafil'ch kohlenfauren Kalis gemengt, und im Platintiegel 2 Stunden lang hefiig gegliiht. Die gel'chmolzene
\viii.de in Salzlhre aufselijfi, nnd die AufliiLtin~ill
der Platinbliale zum trocknen Pulver verdampft.
Diefes Pulver wnrde mit etwas Salzfsure lialten&m
WaKer gekocht, und die Kierelerde anfs Filtrnm geIraclit. Sie wog wold an~gewdclien,getrocknet und
gcgliilit 73,37 Tlieild.
c ) Nach Entfernung der Kierelerde w i d e die
Flufigkeit mit kaultil'chem Ammoniak verfetzt, welcliee einen weirsen Niederfclilag hervorbrachte der
wie die damit ansefiellten Verliiche zeigttn QUS reiner Alaiinerde beftand. Sie wog amsgewafchen getrocknet und gegluht 17,41 Theile.
d ) Zn der Fliifigkeit wurde hierauf eine AuflZh i i g von blaidaurem Amrnoniak gcgoKen. Es enthand ein Niederlchlag von kleelaurern Kalk, der,
Dd
Annal. d, PhjBk. B. 6%. St. 4. J. 1819 St. 8.
,
,
,
,
c
404 3
um den vielleiclit entfiandenen Antheil von knuftif'chem Kalk wieder iu kolilenfaiiren zii verwandeln,
gegliiht und rnit kolilenfaurem Aminoniak von
neuem erhitzt, eine Menge von kohlenhrem Kolk
gab, welchen 0,3" Kalk anzeigt.
e ) Die riickfinndige Flfligkeit wiirde mit einer
AuflZifnng des kohlenfaureh Kalis ~ekocht. Es entfiand ein Niederfchhg 9 den man hztte fiir kalilenfanre Bittererde halten kiinnen. Er lafie ficli abcr
in Schwefelffhre nicht auf und verhielt fich iiberhaupt wie Kief'elerde. Sein Geivicht war 0,8.
Die b i d e r aizfgefundenen Befinndtlieile des Petalits waren mithin :
B.
Urn dio in dem Petalit entlialtene Menge Jeo
Lithons zu befiimmen, wurdcn 100 Theile Steinpulver ( 4 Gramme) mit 800 Theilen reinen kohlenfanren Baryts genau gemengt und in einem Platintiegel einm zwei Stuiiden lans anlidtenden Weifsgliihhitze ausgeletzt. Die gegldite MnITe liifie ficlt
zwar in Salzfhurq nicht vollig auf, erfchien aber
docli ginzlich oizfgefchloflen. Die Anfliilimg wnrde
I 405 1
ziir Trocknifs verdampft, u n d die Kiefelerde wie gewiihnlich gebhieden welche gegliiht 77,50 Thcile wog.
In diehm Verfhcli fie1 mithin die Menge der
Kiefelerde etwas gr6ber m s al3 in dem vorigcn.
,
Nach Entfernung der KieCelerde wurde dic Hiif..
Egkeit mit mehr S c h w e f e l h r e verfetzt als zur Fa1Inng des Baryts erfordert wurde und dann wiirdeli die Alaunerde und die Spur voii K d k durchDigefiion mit kohlenfaurem Ammoniak gefiillt.
Die filtrii-te FliilTigkeit wurde zuerIl in der Platinfchale in die Enge gebracht , dann in einem gr6fsern Platintiegel zur Trocknifs abgedimpft u n d Segliiht n m diefeea falzlaure u n d hhwefellure Ammoniak 211 verjageh. Ep blieben 16,2 Theile sel'chmolzenes fchwefell'anres Lithon zuriick, welche 5,16Th.
Litlton anzeigen.
Der Petalit beftiinde diefern nach BUS :
,
Kidelerde
Alaoncrda
Lithon
74d7
17341
6,16
Kdk
433
Gluhnngrrcrlufi
297
Diefe Analyfe weicht bedeutend ab yon denen
yon den HH. Clarke u n d Holrne gelieferten. (S. Gilb.
Annal. B. 59 S. 243), AbgoCellen dnvon, dafs in die-
Dd
o
C 406
3
fen ruf die Gegeiiwart eines Alkalis keine Riickficli t
genornrnen w i d e ilt die Menge des Maiigaiioxyds
offenbar vie1 211 grofs angegeben. In v6llia reincn
Stiicken von Petalit wie icli lie ziir Aiialyfe a n p
weiidet habe koiinte ich keine bemerkbare Spiir
yon Braunfieiii entdecken, wohl aber in den minder reinen, Ichwacli rolknroth gefarlten Stucken,
die ich ziir Dorftelliing des Lithons iiberhaupt very endet er
,
,
,
Cherni~cheVerh3tuiRa dei Lithons.
Mehrere rliefer VerhrltnilIk find bercits bekaniit
durch die Verfuche voii Arfwedlbn iind Vauqnelin ;
icli habe die UnterhchiinS mehr aiisgedelint ZLIweilen aiich etwas abweicliende Reldtate erhdten.
KnuJtz'fihev Lithon.
Zu einer Aiiflgrung dee
lchwefell'auren Lithons die ficli in einer mit eineni
einserielenen Stiipfel verlkhenen Glasriihre befand,
w i d e To lanee Raryt- Anflolung ziigeletzt als noch
cin NiederCchla~entfi'tand. Es geliiirte vie1 Geduld
dazii, den Punkt genan zii treffen wo die Auflal'iing, weder diirch Baryt -Aiiflarung, noch durch
verdiinte Scliwefelhre pracipitirt murde.
Die
Auflalung dee kauliil'chen Lithons wurde 10
' Ic'Clnlell
als rncglich in eine Retorte dmch ihren Tnbulus ti]trirt welcher mit eiiiem wohl eingeriebenen (3111srtijprel verfehen mar; aiich war Ichon eine mit einem ein3eriebenen Glasfiijpfel ebenfalls verl'ehene
Vorlnge ill1 die Retorte an3epdst.
Nun wnrde die
FiiilXakeit im Sandbade der Deliillation nnterwor-
,
,
-
,
,
,
[
3
407
fen. Als die Fliifigkcit i n der Retorte felir colicentrirt ward, fcliied tic11 oin weifsee Pdver und einige kleiiie kiirnige KrrRalle, dereii Form fich nber
iiicht ndier befiimmeii lids aas, mvhrend die FliiCGgkeit iioch heirs war.
Dann wurde die Retorte von dem Feuer entfernt iind luftilicht verrchlolrcn in den Keller gebracht. W e d e r das P d v e r nocli die kleinen kryfiallinifchen KSrnar lcliienen fich wvarhrend des Erkaltens der A d l i j h g zii vermehren u n d dhs kaiifiifclie Lithon fcheint daher in liei6cm WaITer niclit
vie1 aafliislicher zii l'eyn, d~ in ltaltem. Die fehr
concentrirte AdijfilllS \vurde im Platinticgel vor
de1*Weingeilllnmpe zLir Tracknirs absedampft. So
wurde nun t r o c h e s kaiiftilches l i t l i o n erhalten, (1114
welcliem Siinrcn keino S p i ~yo11 koiilenl'aiirem Gas
entwickelten.
Ein Tlieil diefes knuliil'chen Litlionv f'chrnolz
i m Platintiegel I'chon bei eiiier die Rotligliilihitze
no& nicht erreicheiiden Hitze. Die gefclimolzene
MaKe war durclificbtig wnrdo aber beim Ausletre
unZen an die Luft, indem fie K o h l e n ~ ~ u anzog
durchficlitig.
Das kaufiifclie Litlion Iiat einen fehr kharfen
breniienden Gefclimack , zerR6rt die Oberhaut der
Zunge fogleicli L I I 08
~ I'cliien mir wirklicIi an Kanfiicitvt das K d i beiiiahe zu iibcrtreft'cn. Iiii Wa1Tcr
jolt es Gcli ,iiicht bebnders lciclit anf, ich war jc4 och wcSeii dcr ~ e r i i i g e nM e n g e niclit im Standc,
feine Auilodicbkeit geiiaz Z L behimmeii
~
; es fchcint;
,
,
,
,
,
,
1 408
3
wie fchon erwllhnt wnrde, im heifsen Waxer niclit
vied aufliieliaher zu f o p dr in kdten und zeigt daher in dieTer Hinficht einige Andogie mit dem Kolk.
Bei Giner A & h g im WalTer wird Witrme frey.
Der Luft ausgefetzt zieht es die Feuclitigkeit
nicht an, bald aber die Kohlenburo, und em wird
dann sugleioh undurchlichtig. Wide cs in einem
bedeckten Platintiegel eino Stunde lang einer Weirsgliihhiitze auogeretzt, To lohien fioh feiiieMenge nicht
vermindert zn haben, es zeigte Gch aber init Kohlenlkure uerbunden.
In Weingeifi von 0,85 fpecif Oewicht l6fi es
fich nar in geringer Mengs auE Wurde zii einer
Aufliilung dee Lithons in W a x e r in einem 1uf)diclit
au verfo1ilieCeenden GeMse fohwaclier WeinSeiR gegoneen, E zeige fi& mfange keine Verhidernng ;
nach einigen Stunden aber pracipitirte Ecli das kaufiifche Lithen in der Form eiiies w e i l k Plilvere.
Mit dem SehwcrJel verbixidet Gclz nach Vauquefin ''1 das Lithon. Das Schwefel-Litlion hat eino
gelbe Furbe, l6R fich im W a g e r I'ehr leioht auf, und
wird Jiirch Saure a d dierelba Art zerfetst wie ~ 1 1 %
dere Schwefel Alkalien.
Der Yhoaphor zerretzt mit Hiilfe des kaldlifcheri
Litlions dae Waxer. ErlJtzt man namlich in einer
RetoiZe Phosphor nnd kaufiilbheo Litlun mit WafTk, To entwickelt fich Plmsphor Waflerltoffgos,
welches an der Luft Ech entziindet. Ich habe eg
,
,
,
-
-
r
409
1
iiicht verhclit, eine fefie Verbindung des Litlions
niit Rem Phosphor darzultellen.
Das neutrab jhwefeyaure Lithon bildet kleine prisnlotil'cha glanzende KryRalle, bisweilen ziemlicli lange, aber nicht fehr breite Tafeln. Die Kryfi& efflorescirenniir truQerR nnbedeutend. DieCes
SJa hat eincn falzigen kaum bittern GeCchmack. Es
lafi Gch im WaKer ziernlich leicht auf, und Ichmilzt
bei &ner die Hothgliihhitze kaum erreichesden Ternperatur.
Sflures fchwefe@res litRon IsR Gch im Waffer leichter anf, als das neutrale Salz. Es bildet
feclisreitip Tafeln bei denen zwei einander par&
Iele Seiten die yier ubrisen an Lsnge weit iibertrdd
fen. Erfi durch k h r heftiges Gliihen verwandelt es
fich unter Entwicklung von fo1iwefligtf;lnrem GaJ
a n d SauerRoff'as in neutrdes Sah.
Nach ArfweUon loll fich dielks faanre Sals im
W&r fchderigcr anfliiren als das neutrale.
Pho,opl~ofaureelitlwn.
Die Phoephorranre
bringt in der Aufliifi~ngdes fchwefelfauren Lithons
keinen Nierlerlchlag hervor. W u r d e aber die freie
Siiure d i d 1 kauflifches Ammoniak gefitttigt, ro pritcipitirte Gcli phosphorlanres Litlion in Gefialt einm
weifsen, lockern, irn WaKer nnaufloslichen Yulvers.
In einer Cehr verdiinnten Auflalung dee kohlenfauren Lithons brachte ein Tropfen Phosphol4tnre
keinen Niederfchlag hervor. Beim Erwgnnen aber,
wobei ficli kohlenlaures Gas entwickelte, triibte fich
,
,
-
I:
410 1
die FliilTigkeit fogleich und cs prtlcipitirte lich pbosphorfaures Lithon.
Die Aufliihg des phosphorfauren Lithons in
W a h r fcheint daher dwch die K o hlenhre vermittelt zu werden.
ESgiebt auch ein faures p h o s p i r o ~ ~ r e o l i t l n .
Man erhBt es durch Aufliihng de8 neutralen Salzrs
in Phospliorhre. Beim 1angCalnen Verdunften der
Aufliihng erhrlt man durchfichtige kijrnige Kryfialle.
Dau falpeterfaure Litlaan bildet vierfeitige Priemen mit rhomboidder Bafis. Es hat einen lehr beiIsenden Gel'chmrck , und l'chien mir in Abficht auf
Zerfliersbarkeit beiliahe a l e Salze zu iibertreffen. An
einem lehr heiben Tag kryfiaUiErte ea in der Sonne,
zerflds aber fehr bald wieder im Scliatten. Es 16R
fich auch in harkern Alkohol auf.
Das kohlenfawe Litlion Rellt ein weXses kryfiallinifches Pidver dar, das an der Luft ctwrs verwittert. In kaltem Wafier 1i;R e3 fich l'chwierig auf,
nach Vauqiielin in ungefiihr loo Theilen l'eines Gewichts; leichter in heil'sem Wafler. Eine Aufliifung
des kohlenl'auren Lithons, die niir & yon dem
Salz enthrlt, reagirt noch fehr hark alkalilch.
0,535 Gramme gehhmolzenen kohlenf'auren Lithons wurden diirch Schwefelltiure und durch heftises Gliihen in 0,765 Grivnme neutrdas fchwefelfaiues Lithon verwandelt, die vermiige der AnrlyCe
9,2436 Gramme Lithon enthdten. Dieh 0,555 Gr.
kohlenfaures Lithau befiehen daller aua
c
o,a63G
411
3
Gr. Lithon
o,ag14 Gr. Robleiifinre,
oder
100
Theile kohlenf'mres Lithon ilus :
45,56 Litbon
Knlllcafiure.
544
loo,al,
Die Saiierlloffrnenge
von
45,54 Tli. Lithon iR aber = i9,og
54,46 Th. K o h l e n l h r e = 39,59
mid B (ig,og) = %,iswciclit von 39,$ nicht bedentend ab.
Diele A n $ & fiimint daher mit dom von Benelius entdeckten Gef'etz iialie iibercin nacli welchern
i n alleii neutralen kohleiihtreii Salzcii ( die man
nber gewahnlich baGlbhe nennt 1, die Snuerltoffmeiige der Sdure das Doppelte ifi von derSanerfttoffnien-
,
ge der Bafis.
U m zii unterf'iichen ob es ein Iaures kohlenfiture3 Litltoii gcbe oder nicht, h f s ich a n eineni
kfihlen Ort ( im Keller) eincn Strom yon kolilcidhurern Gas in eiiie AuflijIung des k o l i l e n h r e n Lithons
Rroichen, i n welchcr fich iiocli eiii grofser Theil nnrmfgeliifies kohlenl'aures Lithon bofnnd.
Letzteres
wnrde bald voii der K o h l e n h i r e aufgeltifi, icli koiiate aber kcine Kryftalle vOn faurem kohlenl'aurem Litlion erhnlten. Bei Anwendung einer lehr Innl'sigen
W a r m e ontwiokelte ficli eiila M e n p kohlenlhizres
Gas iind beim Erkalten der Auflaluung fchied Gcli
ncutralcs kohlcnfanres Lithon ails.
Die hfloliing dcs kohlenhren Lithono nird.
,
,
c
412
I
diirch Kalk wid Baryt - Ware'er zorl'etzt. I n W e i n Beifi ill es vollig nnauflBslicli.
Es 16fi eine IiGchfi nnbedentende Menge von
kohlenfanrer Beryllerde auf, CclbIt wenn die kohlenThrc Bevllerde in Salzfdure auf6eliifi und die Aufliifiung mit einem UeberfchulS von kolllenlhurem Litlion gekocht wird.
Auch icli machte die Beobnchtung , dafs Platintiegel, in welchen kohlellfanres Lithon gegliiht wurde, fich etwac angegriffen zclgen n n d eine Mimiitzige olivenyriilie Farbc annelinien ; der metallifehe
Clanz l&t Rch aber d m . d Reiben mit rnndem Sand
ii'nd WaKcr voHkommen vieder herfiellen.
Das Jnfzfaute Lithon bildet fehr regelnisfsige
tViirfel , die einen dem dcs Kochfalzea andogen Gefchniack zeisen. M a n erhalt die Kryfidle iun lei&
tefien, \Venn man die Aiiflijfung an eihem heifsen
T a g in die Sonne ReHt '1. Die K3;ltalle zerfliefseii
n n der Luft fehr bald, jedoch niclit fo Elinell wie
die des Blpcterlaiireii Lithons. Bei einer RothgliihIiitze, wie fie die W e i n ~ e i f i l a m p ehervorbringt, verfliichtigt Iicli diefes Salz nicht wold aber l&t es
fich in einem nicht vollkommen verlililoKenen Platintiegel bei einer der Weil'sgliihhitze 6ch nihernden Hitze verfliichtigcn.
Bornxfaures Lit?zon. - Die Aufliiliing dsr Bora.rfiure i n WnfTer zerfetzt die Aiiflofuiig des kolilenrauren Litlions bei der Siedehitze n u r fchwierig.
,
,
) Alfwcdfon Lrachte drc Sali uicht
ZIAIII
KryRrlliOrrn,
Das neutrdr boraxfaure Litlion fiallt nacli dem
,
AL-
dampfen cine gnmmiartige v6llig durclifichtiae
iiicht kyfiallinifche Mare dar die in feuclitcr Luft
W d e r anzieht, a n d fich im WalTcr leicht auflijfi.
Dns Jaure hrnxfaure L i t l w n fiellt eine kq-fiallinifche Mare dar. Von drr Form der Kryfialle kann
ich nichts Befiimmtes angeben; ich bemerkte einige
drcil'citige Pyramiden, bisweilen aucli klirnige Kryfitnlle. Die Krylialle lafen fich im W d e r niclit
lcicht snf, jedacli wie e3 I'cheiiit, leicliter als Roraxlhure. Dnrcli Zul'atz von Erngl'aure wurde n u s
diefer Auflalbng fobgleicli Uoraxlhire prticipitirt.
Bei diel'er GeleSmlieit iiiaclite ich eineBeobacl1tnng, die icli liier, weil icli njclit weirs, ob fie allgerneiri bekannt ill, nnfiihren will. Die Aiitl;~liing
reiner Boraxlhnre nanilich frirbto yelbes Curctunxpapier, welches RUS einer seiliigcu Tinktur der Curciima -Wnrael bereitet worden war br&unlicl~
rotli,
ungefithr wie eine verdiinnte alltdilche Sohitian,
w;thrend fie anf Lakmns auf die ycwtihnliche Art reagirte, .Diere br%iinlich rothe Farbung des Curcniiia - Papiers wird aber erfi nach dem Tracknen.auffnllend.
Das chromfaure Lithon liellt orangegelbe Kryfialle dnr, wdche ein l'a'aures Salz zu feyn I'cheinen.
E
s find I'cliiefo Parallel1ep;peden rilit rhomboidaler
BaGa. Biswailen zeisen fich dendritil'olie KryRallifitionen. Das Salz lafi fioh im W~TCF
leielit a z d
kPolJrnmfaures Litlion.
Wird kohlenl'aure8 Litlioii mit pgliiliter Wslframl'hre (die durgh
,
,
,
-
Behnitdluiig dcs Wolfrarns niit Salzhure mid Ammoniak bcreitet wurdc), gckocht, lo erliiilt mini unter Entwicltluiig yon kolilenfaurein Gas eine Verbindung des Lithoiis mit Wolframl'$urc, aber die Zerl'etzung des k o l d e n h r e n Lithoiis Belit aul'scrfi
fchwierig von ftatten.
Dae wolframfahureLitlion bildet fehr grofse Kryfialle, deren Form ein fchiefcs niedrigce Priama iriit
einer fehr oblongen rhornboidalan BaGs iR. Dcr
Gefclimack diefeee Salzes ift Eliarf, zugleich ausgezeichnet liif..,l~iiiterlieradfitriiigirend. Es liih ficlr in1
WaITer ziemlicli leiclit ouf.
XleeJwreo Lithon. - Eine geiviITeMenge kohlenfaure9 Litlron wurde mit Ueefgure Seiian gel$ttigt. D n s neutrde Sulz kryfidlifirt f'cl~wierig. Die
Kiyhlle erfcheincn als kleine nndurchficlitigc W-arzclien, und lofen fich i m WolTer aidierll leicllt nuf.
Zn der AiiflBfung des neutralen k l e ~ r Li~ ~ n
tlions wurcle genaii die Menge YOII Klrclkure zugeI'ctzt, welclie l'clion darin entlialtcii war. Reim ALdampfen Lildeten Gch durchfichtige kryltdlinil'clie
Sijrner voii fiurern bleefwrern Litlmn, die ficli
zwar i m WaKer zienilicli leiclit auflBRen, jedoch weniger leiclit als dae ntxitrde Sdz,
Dns neutrnle weintiei@ure Lillhon 1i;R Ecli i m
WaITer lelir leiclrt mf, krj-hJ1ifii.t aber niclit l'ondrrn bildet eine weifse undurclificlitige, an 3er Luft
niciit aerfliefsende Mare, WLde z u dcr Aufliililng
des iicutralen Snlzes mehr Weinlteildhnre zugektzt,
fo bildete Gch keiii kryfiiallihbgres Lures Sulz ~und
,
,
c
4:5 ]
man kiiiiiite vielleiclit blos a i ~ dem
s
Umfiand anf die
Exifienz eines h r e u SalzPs lchliel'sen dare bei deln
Vcrdarnpfen der Auflofimg krine Kryfialle ~ 0 x 1
Weinficinfiiure entfianden.
W-ie dem n u n anch rep, man erhrlt nichts als
eiiie meilse nndnrchlichtigc Mare, dic keine Spnr
V O Kryfiallilhion
~
zeigt, mil die licli im W a f l e r
ebenfalls leicht aufliifi
Das f&fiure Lithon bildet beim Abdampfen
einc lyrnpartip MalTe, die nach dern Erkalten Rifl e bekijnimt, To dafs das Glas, in welohem fie entI d t e n ifi, gefprnnsen ZLZ feyn fcheint. Diefe M a r e
zerflierst an der Luft u n d bildet daiin bisweilen,
kryfiallinifche
indem lie Feuchtigkeit anzielit
Hlnttchen.
Die Gallusfiiure * )
Gnllusfaures Litlion.
zerfetzt das kolileiiIhurc Lithon lehr leicht.
Sie
rtellt rnit dern Lithon eine dnnkelgriine Auflijhng
dar, die cine grol'se fzrbende Kraft belitzt. Die koncentrirte AnfloI1mg nimmt allrnrhlig aiicli bei abgehaltenem Lnftzutritt eine braunliche zdetzt beinalie blutrothe Farbe an. Beim Verdunllen a n der
Luft fiellt das Sallusl'anre Lithoil eine nicht kryfiallinilche Icliwarze Made dnr. Eine I'ehr verdiinntc
Aufliifuq des gallusfanren Lithons farbt fich a n
der Luft anfangs dnnkler, naclilier entfubte lie
,
,
-
,
*) Die G r l l a r ~ t l r ewar DncL der neaen Methode YOU Rrreounot ( h n d . da Chirn. ct dm Phyf. T. I X p , 181 ) d q e hcllt wordm.
Gcli beinahe Srnzlich, und es fcheidet Gcli ein brannee Pulver 811s.
Bcnzoejhres t i t l w n .
Die BeiizoG&nre zerEtzt das kohlenlawe Lithon leicht, und bildet mit
dcm Lithon ein S d z , wclchcs fich im WaKcr leiclit
aiiflijrt, niclit kiyfidifirt, foiidern eine weifse 1111durchliclitige niclit zerfliefsende NaKe darfiellt. Das
Salz wird dnrchs Glulien i n koldenlaures Lithon
verwandelt, nnd es bleibt eine fehr voluminafe Kohle zuriick.
Die Sc5leirnfaiire *)
SchBirnJaures Litlidn,
zerl'etzt mit Hiilfe dcr W a r m e das kohlenhire L i tlion leicht. Die AL&ihg ilea lclileiml'anren Litlions bildet beim lang~arncnVerdiuificn un der Luft
kleine weil'se glrnzende Spiefse, die wenig effloresciren und im W d e r Gcli leiclit auflijfen.
Yogelbeeifaures Litlion (zpfelfaures Braconn).
Die V o p l b e e r h r e **) zerktzt das kohlcnlhure Lithon l'ehr leiclit. Ich vermoclite aber weder ein nentrales nocli ein I'aures Fiy$?aZliJirDares vogelbeerfatires Lithon darzufiellen.
Beide bildeten eine fyrapartige MaITe, die nuch in felir warmer I i ~ f nicht
t
erlilrtete. h l i gelang eo mir niclit, die VoSelbeerfhre lelbfi kryftallifirt zii erhalten.
-
-
-
,
) Die Sthleimhure wiirdo an1 Milchrocker darch Salpetcrl'aurc bereitet.
") Die S i u r s wurde durch Zerfcttung der reinen yogelbcerl i n t e n Bleier vermittrlR Schwrfel- Wd'eerliolfgafer dargeftel 11.
S e ~ ich
c aber
derlklben Vogelbeerhre etwas kolilentanres Kali to did9 die Siiure im Ueberk h f s w a r , fo bildeten Gch bald Kryfialle von Ianrem vogelbcerIanrem Kali, die aus eiiiem Haufen
voii Spiel'schen , welche a ~ 1 9eincni gemeinl'chaftlichen -Mittelpunkt ausgingen befinnden.
211
,
,
-
Doppel S&e.
WeinJleinfuures Lithon mit uteinJeinfnurem
Xnli.
VG-ird die freie Siiiire de3 f'anren weinAeinl'auren Kalis dizrch Kochen mit einer Auflafnng
des kolilentai~renLitlions gef%tti$, 6 erhdt mail
beim freiwilligen Verdunfien ein Salz welcliea groTse re~elrndsiseKryfialle bildet die die Form eines
geraden vierlcitigen Prismas liabeii deITen Endflachen Parallellogramme find, deren Winkel nahe
reclite Gnd. Die Diagonalen diefer Endflachen find
deutlicli bezeicluiet , und die dadurch entfiehenden
vier Dreiecke parallel rnit den Seiten der Endflgcheii
geheift. Ich M e diefes S d z zu wiederholten Malen in WaITer auf und liets es kryfiallifiren, und erliielt immer dietelbe KTyfiallform To dars dadllrch
wirklich dns Lithoii feiir cliarakterihrt wird. E.9
1615 fich im WaKer leicht auf, hat einen f'alzisen
kaum bittern Gefclimack zind verwittert nur menig
nnd olcrflrchlich an der Luft.
kFeinJein/;tures Lithon mit i.uein/i?einJnurenr
Nntrum.
Sanres weinfieinlhures Natmm wurde
durch kdilenfanres Lithon neutralifirt. Beim frciwilliSeiiVerdiiiirten der Aufliilimg bildeten Gch l ~ n g -
-
,
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,
,
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[ 41'3 J
liehe, reclitwinklige, vierl'eieilige I'rismen, die ijfiers
mit eiiicr l'chief anf3cfctzten EndflJche verl'ehen waren. Das S d z IijR licli in1 WaIT'er leiclit auf, verwittert niir wenig und oberfliiclilich, Iiat eineii rein
hlzigexi I wenig intenfivcn Gel'climack.
ScArveJelfaure Rllnunerde bildet mit fchwefeL
faurem Lithon keiii kryfiallifirbares dern Alaiin analoges Doppel -Salz.
Icli habe es niit reiner bliwefell'aurer Alaiinerdc iind fchwefelhrem Lithon drei
~ M n vcrliicht
l
I ein kryftallifirbares Salz darzultellen,
erliielt aber beim freiwilligen Verdiinften der Auflsfimg nichte als eiiie weil'se undurchlichtige niclit
kryfiallifie SalzmalTe. Diel'em wideriprechcn dic
Verhche von Arfwedhi I nach welclren I'cliwefel&lire Alaunerde und fchwefelhuree Lithon beitii
f&willigen Abdampfeii Kryfialle bilden die in Abficht auf Gefialt und Oefcluhak dem Alazzn lkhr tlhnlich find.
Salzfaures P'kztinomyd bildet mit.filzJaurem Lithan kein Doppel-Salz. Kali und Lithon laKen
fich &her durch die Platin Aiiflsfung I'ehr pit yon
einander trennen.
,
-
\'erluch,
die marallifeLe Bags der Lirhons, dar Likhinm
dnrrufiellen.
Da mir noch eine kleinc Menge des kaufiifclleli
Litlions iibrig blieb, verl'izchte ich es , die brenxibare BaGs des Litlions darziifiellen. W e i l ich aber
bis jetzt noch nicht im BeLtze einer Ikhr kraftisen
c
419
3
VoItaifchen Batterie bin, To verfiichte ich ts dide
Bafi3 in Verbindung mit QiieckGlber darzufiellen.
Jch bedieiite mich zu diefem Ycrfiich einer VoItaifclien SYule von 182 Plattenpaaren aus K q f e r
und Ziiik. Die Oberflnche jeder Sclieibe war = 3.)
p a d Quadratzoll.
Das kaufiifclie Lithon wurde in ein kleines
ScliuITelclien ails l'latinblecli gelegt und mit Waffcr zu einem dicken Brei aiigeriiln-t. Auf dielkn Brei
wurde ein Queckiilberkiigelclion gelegt welclies mit
dem negativen Pol der Sride in Verbinditng Bebracht wurdc, wtilirend das Platinblech mit dem
pofitiven Pol verbiinden w i d e . Die Verbindung
wurde durcli Platindrahte bewirkt.
Nach knrzer Zeit zeigte fich cine Verandermig
i n dem Qiieclr~lberkii~elchenes wurde grijl'ser iind
nalim eine rGthliche Farba an, bald abey zeigtc fich
an dem iiiiterii l'licil des Kiigclchens d a w o diedas kaiifiifche Lithon bcriilirte, eine fcliwarze
nicht metallil'clie R i d e . Sowolil dao QueckGlbnrkiigelchen als die fchwarze ninde brachte ich, jedeo
fur fich, in rectificirtes Steinijhl.
Das Queckfilber defiillirte ich in dinem AppaTat, der dcmjenigen i i h l i c h war, deaeii Gch Herr
Davy bei feinen Verfuclien iiber die Zerfetzung der
alkalil'chen Erdcn bediente. Der Untcrl'chied meir
lies Apparats Lefiand blos darin, dali icli von der
g1:il;rlieii RGhre mit der Kugcl, welche als V o r l q e
dientc , eine Siclierlieitsr6hre in QueckGlber IierabEC
Anad. R.Pbylik. B. 62, SI. I. J . 1 8 1 St.8.
~
,
,
,
, ,
[
/I20
]
gelien lick Es aehillirte aber olles iibei., iind fiiclits
blieb in der Hetorte zuriick; auch reagirte das Wnfb r , mit welcliem das defiillirte QuechGlbcr in Bcriihriing gebracht mirde niclit alkalifch. Die mctillliMie BaIis I'cheint Gch daher lo wie fie fich bildet wieder zii o-xydiren rind die fchlvarze Rinde,
(die ich iibrisens nnr in geringer Meiige erliiclt,)
fcliien arts Lithium Suboxyd . und QiieckfilLeroq-did zii belielien. Denn rnit WaITer behnnrlelt vcrmindei-te fie Gch, es fiellte fich cine alkalilhlie Rcaction oin, und es blicb ~ueckfilberoxydulzurfick.
Hr. Davy loll das Lithium dargcfiellt u n d es
dem Natroninm ahnlich gcfiinden habcn "). Walirfcheinlich Rellte er das Metal1 direct dar.
,
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-
Es mhellt illis d e m Bislierigcii,
dafs die IjthonSalze viele allgemeine Charaktere mit den NatronSahen gemein haben. Sie werden namlicli wie dicfe, wedea dnrch Platin Aufliif'inS, noch dnrcli
WeinReird'rrire ~efiillt;fie unterlclieiden Lich je&&
von deli Natron - Salzen d a d ~ r c h ?daf's ihre concentrirtcn Aufliilingen durch eine ebenfalls concentrirtc
Aufliihng des kohlenliauren Natrono gefiillt \iverden,
an& dab fie ferner durch phosphorl'anres Natron
oder Ammoniak wenn keine h i e Satire zugcgen
iR, gefdh werden.
-
In Beziehung auf die analytifclieChemie-bemerke ich, dal’e man Lithon Kali 1111d Natron, Wen11
diere 3 Alkalien etwa verbnnden vorkommen follten,
al1f folpnde Art wiirde trennen kiinnrn.
Dzs Lithan w iirde man dwch Plxosphorhra
llnd eiiien Ueberfchds von kauftifcliem Amrnoniak
prscipitiren. Das pIiosphosfanre Litlion wiirde man
i n ElIigPdure auflijfen, die P h o s p h o r h r e durch e L
figfaiires Blei fgllen 11. C W.
Sollte Eilhon blos in Verbindnng mit Kali vorkomineii , To wiirde man das Kali durch Platin-Ad16fiiiig fdlen.
Nach den in diefer Abhandlnng PIIgefiillrten
Verfuchen in, wenn man die Zahl, wclche dm
SanerIioff auedrfickt = 10 retat die AeqtiidmtZahl fur dar Lithinm = i?i,83., die fiir dw LijIloa
= 2343, die fur das kohkidawe Lithon (naclr der
Berechnung)=51,32 und noch dem Verfuchea59,31
11. r. n.
,
Een
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