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Analyse des Phonolith vom Marienberge bei Aussig in Bhmen.

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XVI. Analyse des Phonolith p o r n Man'enbergt!
bei Aufsig in Blihrnen; uon Hermann fifeeyer.
D e r Phonolith wurde fein gepulvert und geschllmmt,
mit Chlorwasserstoffssure iibergossen und unter bfterem
Umriihren im Sandbade digerirt. Each kuner Zeit hatte
sich die ganze Masse in eine steife Gallerte vemandelt,
wahrend jedoch noch ein grofser Theil des Pulvers sich
der Einwirkung der Saure entzogen zu haben schien.
Als nach einem neuen Zusatz von Chlorwasserstoffsaure
und langer fortgesetzter, Digestion keine weitere Aufl6sung zii bcmerken war, wurde die Gelatine mit Wasser
behandelt , und durch Filtriren die ausgescbiedene Kieselerde zugleich mit deln unaufgeschlossenen Mineral von
dem Aufgeliisten getrennt. Die Trennung der Kieselerde
von dem unaufgescblosseneu Mineral geschah auf die bekannte Weise durch allmPliges Kocben kleiner Partbien
mit Wasser und kohlensaurem Natron in einer Platinschale, Filtrircn der heifsen L(isung, Aussltfsen anfangs
mit heifser kohlensaurer Natronlfisung, dann mit reinem
Wasser, Uebersattigen der Flfissigkeit mit Chlorwasserstoffsiiure, Verdampfen zur Trocknifs u. s. w.
Aus der zuerst abfiltrirten FlUssigkeit wurde durch
bmmoniak erst die Thonerde und das Eisenoxyd, dann
durch oxalsaures Ammoniak die Kalkerde gefiillt, uud
nachdem die erhalteneii Niederschliige abfiltrirt , ivurde
zur Bestilnmung der feuerbestsndigen Alkalien die ganze
Flfissigkeit in einem Platingefafs zur Trockne verdampft.
Nachdem die ammoniakalischen 'Salze durch Gliihen verjagt waren, wurde der Rtickstand von Neuem in Wasser geliist, eine geringe Menge noch dariii entbaltener
Kieselerde durch Filtrircu getrennt, die Fliissigkeit wieder nbgedalnpft , Platinchlorid zugesetzt, das entstandene
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Kalium-Platinchlorid abfiltrirt , mit blkohol ausgesiifst,
aus der Flhsigkeit das iiberschiissige Platin durch Schwefelwasserstoffgas gefallt, und nach dem Filtriren zur
Trockne verdampft uod gegliiht.
Thonerde und Eisenoxyd wurden nach der gewibhnlichen Weise durch Kalibydrat von einander geschieden;
das gefdlte Eisenoxyd wieder aufgelust und mit bernsteinsaurem Ammoniak geftillt, um es von der Talkerde
zu trennen; von letzterer war jedoch keiue Spur vorhanden.
Der Wassergebalt des Phonolitbes wurde in einem
besonderen Versuclie durch Glrihen einer gewogenen
Meoge bestimmt. Um zu erfahren, ob in dem Phonolith auch Chlorwasserstoffsaure oder Schwefelsaure enthalten sey, wurden 3 Grm. gepulverten Minerals mit
reiner Salpeterstiure digerirt und zur &haltenen Fslfissigkeit salpetersaures Silberoxyd gesetzt; ein wggbarer Pt’iederschlag erfolgte zwar nicht, wohl aber nach kuner
Zeit ein deutliches Opalisiren.
Salpetersaurer Baryt
zeigte in einein anderen Theile der L6sung keine Reaction von Schwefelsacre.
In 11,577 Grm. wurde auf diese Weise erhalten
von dem in Stiuren unzerlegbaren Gemengtheil:
7,239 Grm. oder 62,529 Proc. und
4,338
-
-
-
37,471
des in Sliiren aufl6slichen Tbeils; und zwar wurde aus
dem Letzteren erhalten:
Kieselerde
1,876 Grm. oder 16,204 Procent
0,911 - 7,869 Thonerde
0,329 2,929
Eisenoxyd
Kohlensaurer Kalk
0,230 1,119 Kalkerde
0,778 Chlornatrium
- 2,666 Natron
Kalium- Platinchlorid 0,0735 - 0,013 Kali
- Gliihverlust ( Wasser)
4,993 Procent.
Berechnet man hieraus die in Chlorwasserstoffsaure
lbslichen Bestandtheile des Phonolith far sich allein iu
Pro-
-
193
Procenten, und rechnet man das Wasser als allein dem
Ihlichen Gemengtheil a n g e b e n d , so ergeben sich die
folgenden Mengen, wohei indessen zu bemerken ist, dafs
das Eisen wahrscheinlich nicbt a h Eisenoryd, verbunden mit der Kieselerde u. s, w., soudern als Magneteisenen als ein Gemengtheil fiir sich in dem Phonolith
enthalten ist :
Kieselerde
Thonerde
Eisenoxyd
Natron
Kali
Kalkerde
Wasser
43,241 Proc., deren Sauerstoff
21,000
7,816
7,112
0,035
2,986
-
-
13,325
-
-
-
-
=21,463
= 9,807
= 2,303
= 1,818
= 0,006
= 0,838
=11,844
93,518.
Von dem in Cblorwasaerstoffsaure unltislichen Theil
des Minerales wurden 2,463 Grm. einer Analyse mit
Fluomasserstoffsaure unterworfen. Die bierzn angewandte S u r e , in einer rnit Eis bestandig umgebenen
Vorlage erbalten, raucbte sebr stark und 11Sste das Steinpulver unter starker Erwlrmung so vollsthdig, dab auch
nicht der kleinste Ruckstand blieb; der Gang der Analyse war der gewihliche, und Folgendes sein Ergebnils:
Thonerde
0,475 Grm. =19,362 P m c
n o r i n 9,042Saumt.
Eitenoxyd
0,048 - = 1,351
0,393
Kohlens. Kalk 0,OiS
= 1,781
KaIkerde
0,500
Phosphoruure
-
-
-
= 0166g11,773Magnmia
= 1,104)
-
-
~ 1 4 , 6 4 9Proc Kdi
-
-
Scbwefehure
Magnetia
OSM5
Magnesia
0,080
Ka!ium-PLtiachlorid
1,866
Kiuelude(durch
den Verlust)
-
61,184
l00,OOo.
PoggcndorfPs AnnaL Bd X X X X W .
-
-
0,416
-
- 2,493 - 31,583 13
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Der Phonolith im Ganzen wiirde biernach eathalten:
56,652 Kieselcrde
16,941 Thoaerde
3,905 Eisenoxyd
1,946 Kalkerde
1,697 Magnesia
2,665 Natron
9,519 Kali
4,993 Wasser
98,318.
Bemerkungen zu d e r vorstehenden hbhandlung.
Der Phonolith voin Marienberg unterscheidet sich
von den gewtlhnlichen Phonolithen, wie dem vom Schlofsberge oder dem .Millescbauer bei Teplitz, durch seine
lichte graue Farbe, seinen unebenen Briich und den Mangel von sichtbareu Gemengtheilen. Eiiiige hier und da
eingewachsene kleine Krystalle von gelbem Titanit und
schwarzer Hornblende, uod einige Kornchen von Magneteisenen ausgenommen, scheint er davon ganz frei, und
die s m s t gewilhnlicben Krystalle von glasigem Feldspath
fehlen in ihm giiozlich, sind wenigstens wit bloken Augen nich zu erkennen. Er bildct den Typus einer ganZen Abtheilung von Phonolitlieu, wie sie an der Elbe,
zwisclien Aussig . und Tctscheii , Ilsufig crscheinen, und
WQZU, aufser ihm, ein Theil dcs Schreckensteins, der
Ziegenberg, Scliiwcntzer Berg und anderc gehbren , daher eioe Analyse, die Hr. M e y e r auf meine Bitte gern
unternolnrnen und in dem Laboratorium meines Bruders
ausgefuhrt hat, mob1 wunschenswertli schien.
Der Phonolith vom Marienberge stilnlnt nach dieser Analyse in seiner chemischen Zusammensetzung wohl
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in sofern wit den von G i n e l i n ’) untersuchten Phonolithen tiberein, als der durch Clilorwasserstoffslure zerlegbare Geineiigtheil die Zusamuiensetzuug eines Zeolitbes, uud der dariu unzerlegbarc die des Feldspatbes hat,
aber der erstere unterscheidet sich von denen der Gmelin’schen Phoiiolithe durch vie1 griilseren Wasser- uud
einen lileiueren Alkali- Gehalt. llin auf einen bestimmten Zeolih zu beziebeii, wiirde jclzt noch zu voreilig
seyn, da es wahrscheinlich ist, dafs der zerlegbare Gemengtheil nicht ein eiuziger, sondern eiq Gemenge zweier
oder mehrerer Zeolithe ist, worauf auch schon der Umstand deutet, daL in den H6lilungen des Marieuberger
Phonolitbes uicht allein Nalrolith , sonderu arich Apophgllit (der W e r n e r ’sche Albin), wie such etwas Kalkspath vorkommtj vielleicht ist er auch ein Geuienge eines Zeolithes rnit eineni nicht wasserhaltigcn, in Ssureu
In Rucksicht
gelatinirenden Silicate (z. B. Nephelin).
der Menge des gelatinirenden Gemengtheils steht der Marienberger Phonolith dem von Hohenkrshen nach, libertrifft aber die von der Pferdekuppe und von A h r o d e ,
wie man aus der foIgeuden Uebersicht ersiebt:
Phonolith
von Hohenkriihen
vom Rlarienberg
vou der Pferdekuppe
YOU Abtsrode
I
ZPrlcgbrrer
Gemengtlieil
55,13
3i,47
18,59
15,M
I
1I
Unzerlegbarcr
Gemengthril.
4487
62,53
81,41
.
84J6
13
*
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