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Analyse des Phonolithes vom Nestomitzer Berge in Bhmen.

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keit zu gering, um sich mit Sicherheit bestimmen zu lassen.
Da das Leuchten der Flamme von der Ausscheidung von
Kohle aus den schweren Kohlenwassetstoffen abhangig ist,
so sieht man, dafs diese bis zu 50"" nur wenig abnehmen
kdnnen, wie es die Erfahrung auch wirklich gezeigt hat.
111. Anakse des Phonnlithes corn Nestomilzer
Berge in B6hrnan; COTL Dr. G u s t a o Jenzsch.
I n einer vor Kurzem erschienenea Abhandlung ) fiihre
ich samnitliche mir bekannten Plionolithe des bohrnischen
Mittelgebirges auf ein ursprtinglich wasserfreies Gestein zuriick, aus welchen der Nestomitzer Berg, auf dem linken
Elbufer zwischen Aussig urid der Eisenbahnstation von
Nestersitz , besteht. Dieses Gestein, in dessen frischesten
Partien sich nur Spuren von Wasser auffinden liefsen, hat
nach meinen iniueralogisch - mikroskopisch- cbemischen Untersuchungen, auf w e l c h ich hier nur verweisen kann, zu
Geinengtlieilen :
Sanidiii (,glasigen Feldspath),
Nephelin,
Arfvedsonit ahnlichen Amphibol,
Tita nit,
Spuren von Eisenkies.
Oligoclas scheint im Nestomitzer Phonolithe nicht vorhanden zu seyn, obgleich es nicht uiiwabrscheinlich seyn
diirfte, dafs derselbe wohl hier und da einen Gemengtheil
anderer Phonolithe ausmache. Einige andere von Hm. G.
R o s e an Phonolithen mehrerer Localitaten als Seltenhei1 ) Beitrigt zur KenntniL einiger Phonolithe deo bijhmischen Mittelgebirges.
Mit besonderer Bericksichtigung des Baues dieses Gebirges. Berlin, 1856.
Verlag von W i l b e l m H e r t z und Zeitsclrrift der Deutschen geologischen Gesellschaft. 1856. Heft 2.
PoggendorWs Ann. Bd. XCIX.
27
418
ten gefuiidene Mineralien: Augit, Olivin und Hauyn traf
ich ebenfalls im Nestomitzer Gesteine nicbt an.
Die tibrigen in den bhmischen Phonolithen beobachteten Mineralien m6chten wohl secundtirer Hildung seyn:
Magneteisen,
Titaneisen ,
Eisenoxyd,
Gliiainer,
ein Chlorophtiiicrit ahiiliclies Miueral,
die game grofse Reihe der Zeolithe, welche letztere n i e einen Gemengtheil des Gesteins ausmacheu, sondern nut- als Kluft-, Haarspalten- und Hohl- (Blasen) RaumAusfulluugen zu betrachten siud, scheineit cler Auslaugung
dee Gesteins sel hst ihre Entstebuog zu verdanken.
Die Verauderung (Verwitterung) der b6hmischen Phonolithe ist eine doppelte:
1) In dem ersteren, dem baufigeren Falle (Nestomitzer
Berg, Schlofsberg bei Teplitz, Marienberg bei Aussig u. s. w.)
berubt die Verwitterung des Gesteins meist auf der Wegfiihrung einzelner Restandtheile; die zuriiclibleibende Masse
wird por& und e n t b l t oft grofse Hohlraume, wenn sie
Ausscbeidungen einzelner Bestandtheile ( uamentlicb Amphibol ) umschlofs, die der fortschreitenden Zersetzuug erlagen. Iliese bald grofseren, bald kleinereu Hohlrlume, gewuhnlich Blaseuraume genannt, sind haufig mit den scbiinsten Zeolithen, zuweilen auch noch gleichzeitig mit Kalkspath erfullt. Oft trifft mau einzelne solcher Hohlraume
noch mit einem Theile des sie friiher ganz erfiillenden
Minerals, oder mit den mannichfaltigsten Zersetzungsproducteii desselben erfullt.
Der Sanidiu widersteht der Verwitteruiig hartnackig,
unter allen Gemengtheilen des Phonoliths erleidet er die
geringste Veranderung ; verhaltuifsmafsig selten ist derselbe
grau oder scbneeweifs gefsrbt, haufig aber zerklliftet und
nach allen Richtungen bin zersprungen. Diefs findet aber
darin seinen Grund, d a t der Sanidin bei seiner porpbyrartigeu Ausscheidung oft andere, die Pbonolith-Grundmasse
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zusammeosetzende Mineralien, nnmentlich Amphibol- Krystalle in sich einschlofs, welche bei ilirer Zersetzuug oder
Zerstbrung ihre Sanidiohiille zersprengten.
2 ) Der zweite weniger haufige Fall besteht ebenfalls
in eiiier Auslaugung des Gesteiiis, aber die Auslaugungsproducte wurden nur Z U N Theil weggefuhrt, der grafsere
Theil derselben bildete, einein Cemente vergleichbar, mit
den noch unzerstorten Gemengtheilen des Gesteins eine
homogen erscbeineude, harte griine Masse, von einem dem
Fettglanze sicb nahernden Glasglanze.
Als Farbstoff der Gruiidmnsse ist ein Zersetzungsproduct des Amphibols zu betractiteii, welches sich dendritisch von da ausbreitet, wo sich friiber der Amphibol befand und an dessen Stelle jetzt ein ungefarbtes durchsichtiges Mineral, wahrscheinlich Zeolith, getreten ist, in welchem einzelne Theilchen der erwiihnten griinlichen Substanz
schwimmen. Wahrend eiiierseits durch hi)here Oxydatioa
des in ihlu enthalteuen Eisenoxyduls sich Magneteisen bildete, elitstand anderseits das erwahnte griiiie Zersetzungsproduct.
Uugemeiu schbn Isfst sicli an einein machtigen Trachyt(Plionolith?)-Gange a n der Bafsstreicher-Miihle bei Salesel
auf dein rechten Elbufer die sogenannte Blasenraumbildung
studiren. Dieser Gang ist i n der Nalie eiuigcr ihn durchsetzendeii Gauge jungerer basaltischer Gesteine auherordentlicli reich an bis kopfgrofsen Amphibol- Ausscheidungen.
Der Amphibol ist aber nirgends mehr ganz frisch, besitzt
eine schwarze Farbe und giebt eiiien graugrunen Strich.
Seine noch am frischesten erschei~iende~i
Partien hatten das
auf die grofste Dichtigkeit des Wassers zuriickgefiihrte
specifische Gewicht
=3,235.
Meist sind diese amphibolischen Massen scl~ou in Zersetzung begriffen, sie haben ihren Zusammenhalbg verloreo,
und gehen in eine erdige, rothe und etwas porose, weiche,
gelbgraue Substanz vielfacli iiber, welche letztere manch27 *
420
ma1 deli gaiizeu friiher 1-011 Ainphibol crfiillten Rauni cinnimint. Nicht selten aber sieht man mit der schon in Zcrsetzung begriffenen schwarzeu Hornblende aufs innigste
Zcolith - Partieen ver~vachse~r,
welche inanchmal einen nicht
uribedeutenden Rauin der friiheren Auipliibol- Aosscheidungeii einnehmcn. 1st ails dieseii der Amphibol gauzlich wcggefiihrt, so fiudet man die hinterlassenen bald grGfsern, bald
kleinerii Hohlrauinc von naannichfultigsler Gestalt, stets init
Zeolithcn und Kalkspathen erftillt.
Auf Shnliclie Weise, wie hier in eiiicm Trachyt- (Phoiiolith-?) Gange, mijgen sich wahrscheinlich sehr viele, welili
nicht vielleiclit samintliche der in deu Plionolithbergen aiigetroffcnen Blasciirauine gebildet haben. Zuin Beispiel erwabiie icli die durch ihre prachtvollen Chabasite bekaunten
Blasenriiumc des Pbono!iths von Ribend6rfcl.
Die mit Zeolithcn rind Carbonspathen erfiillten Hohl(Blasen) Riiuincn des Trachyts der Wollrenbtirg im Siebcngebirge mijchten i n eiiiem ahnlichen Vcrli~iltnissezu deli
bekannteu Amphibol- Ausscheidungen roil derselben Localitst stehen.
Auf lhnliclie Weise, aber i n einem iioch bei weitem
griilcren Maafsstabe, inag auch die grofse iskindische Doppelspatbmasse eiitstanden seyn.
Obgleich iuau bis jetzt den Phonolith, durch Digcrircii
niit Sauren und durch eiue uachherige Behandluug init
einer kocheiiden Lauge von kohlensaurern Natron in eiiieii
zersetzbaren und unzersetzbaren (zeolithischen und feldspathigeii) Antheil zu zerlegeii pflegte, so zog ich denuoch
vor diese Trennuug zu unterlasseii, denn:
1 ) Besteht das frisclie augebliche Feldspath - ZeoZitllEruptia -Gestein aus niehr als zwei Gemengtheilen, uuter
deneu sich aber Zeolith uie betiiidet;
2) Ziehen nacb Hrn. G. B i s c h o f ' ) Sauren aus denselben nephelinhaltigen Gesteinen ungleiche Mengcn Ncphelin aus, je iiachdcui der Nephelin noch frisch oder inehr
I ) Lehrbuch (Iw cl~emisclien und pliysikalischen Geologie Bd. 11, S.2258.
42 1
oder weniger zersetzt ist. Ich mufstc daher auf die directe
quantitative Bestimmung der im Phonolithe enthaltenen
Neplielin-Menge verzichtcn, dcnn nicht konnle ich annehinen, dafs aucli in den frischcstcn Stucken dcs Nestomitzer
Yhouolithes der Nephelin noch vollkoinmcn unverandert
sey, da vielmehr aus der unter dew Mikroskope beobachteten tlicilweisen TrBbung das Gegentheil hervorzugehco
sclii en.
Unter dcui Mikroskopc bemcrkte ich, dafs die Vertlicilung der cinzelncu Gemengthcile im Phonolitlie eiiic ungleiche ist, dafs bald der Ampliibol, bald der Sanidin, bald
der Nephelin vorwaltet. Hiernacb ist es uniniiglicli, dafs
zwei verschiedenc Stuckclien eiii und desselhen Gesteins
ciue glciche clieinisclie Zusanimcnsctzung besitzen kiinueii.
Am besteu ware es daher vor Anstelluug der Analgse eine
Durchschnittsprobe einer sehr grofsen Anzalil voii, an verschiedeiien Punkteu gesammelten, Stucken zu uehmen. Dadurch wurde man die Ziisammensetzung eines gauzen Gesteiiies finden, w#lirend diirch unsere jetzigen Gcsteins-analytisclien Rlethodeu nur die Bestaudtheile des angewcndeten Stuckchens crmittelt werden. Dafs inau sicb aber vor
Beginn dcr Analyse eine griifscre Menge Gesteinspulver
vorbereitct h a t , wird nattirlich vorausgesetzt. Hatte man
d i e t vernachlSssigt, so durfte man sich nicbt wundern,
weiin die durch Aufsclrliefsen init kohlensaurem Natrori erlangtcn Kesultate nicht in Ucb~rei~istimmuiig
standcn uiit
deueu durch die Flufssaure- Annlyse erhaltenen; es wsrc
diefs iiicht auf dic Ungeitauigkeit der angewendetcn Methoden, oder auf dic Nachlassigkeit des Aiialytikers, sondern lncist lediglich auf die verscliiedene Vertheilung der
Genicngtheile in den beiden analysirten Gesteinsstiickchen
zu schiebcn. Jedoch ist cs dcm reiscnden Geologcn und
dcm Analytiker incist unmiiglicli, sicli sehr grofsc Massen
von Material zu verscliaffco. Aiich wPre zur Zcrkleincrung
der letztercu ein besondercr Apparat uothig, dcr ciitwcdcr
als Poch- oder Walzwerk, jedoch so eingerichlct seyii
422
iiiiifste , dafs mit den zu zerkleineriiden Gesteineii wedcr
Eisen nocb Stahl in unmittelbare Beruhrung klmeir, da hierdurch nicht unbedeutende Fehlerquellen fur die Analyse
entsteben wurdeii. Schon beiin Zerkleinern von Gesteinen
im Stahltudrser bemerkt inan, dafs eiiizelue Eisenttieilclien ’>
von demselbeii ahgelost werden.
Es koinint aber auch, aufser fur technische Zwecke, gewiihulich weniger darauf an, die absoluteti Mengen dcr in
eiiicr Gesteinsmasse eiithaltenen elementaren Bestandtheilc
kenuen zu lernen. Der Litholog, welcher meist aus seiner
Analyse auf die Natur der das Gestein zusammetisetzenden
Mineralien scblieksen will, hat es inelir mit den relativen
Mengeu-Verhaltnisseu zu thun. Es genijgt ihm daher schon
oft die Zusaminensetzung eines einzelnen Stiickes zu kennen.
Zweckiniifsig diirfte es aber erscheinen, stets solche Gesteins -analytische Methoden anzuwendeii, nach welclieii
siimmtliche Bestandtlieile durcli eine e i m i g e Aualyse ennittclt werden kihuen.
I)a die Anwenduug des kohlensauren Baryts mauche
IJiiannehmlichkeit hat, so zog icli vor, das Gestcin iiach
dem Vorgange des Hrn. H. S a i n t e - C l a i r e D c v i l l e init
eiucr bestiintnten Menge kohlensauren Kalkes zusaminen zu
schtnelzen, und das erhalteue Phonolith-Kalkglas der weitcren Analyse zu uiiterwerfen. Die in alleii Phonolithcn
des biibmischen Mittelgebirges angetroffene Titansgure niithigte inich , voii dern Gange der D e v i l 1e’ sclieu SilicatAiialyse liier und dn abzuweichen.
Obgleich der von inir eingeschlagcne W e g walirscheinlicli niclit der einfacliste und klirzeste ist, uiid wan durcli
weitcr fortgesetzte Untersuchungen wohl noch eineu i n dcr
Ausfiihrung bequemeren finden wird, so veriiffentlichc icli
deniioch die voii inir angeweudete Methode, (la wan durch
dieselbe ziemlich befriedigende Resultate zu erlaugen sclreint.
Durch diescn. aus dcr D e v i 1 I e’sclien uud deli atidern
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je tz t geb ra uclilic he ii a naIy t isch en Method e n ) coiii bin i r t en
G a n g bestiniiiit man durch eiue einzigc Aiialyse quaiititativ:
Gliihverlust, Phospliorsaure, Titansaure, Kieselsaure, Thonerde, Eisen, Maiigaii , Kalk, Magnesia, Kali, Natroii uod
Lit biou.
Es scy inir gestattct, die aogeweodete Uiitcrsuchungsweise etwas ausfuhrlicher zu besclireiben und liier uiid da
einige fiir das Gelingen dcrsclbeii wesentliclie Vorsiclitsmafsregeln 211 erwalinen.
Zur Bestimiiiuiig des Gluhverlustes werden kleiiie Stiickchen des zu analysirendeii Gestcines i n einem kleinen Platintiegel dcr Weifsgliihhitze ausgesetzt. In Ermaugelung
cines starken Gasgebliises bedieiit inau sich liierzu init Vortlieil der grofsen Lainpe (lampe forge) oder wohl aucli d e r
iiiit eiiiaiii starken Blasebalge verbundeoeii GasathergeblheLampe des Hru. D e v i l l e .
Die gescbmolzeue Masse wird aus dem Tiegel gedriickt, uiid zwischen Papier uiid dnun im Achatoiorser zerlileiiiert und gepulvert. Urn die etwaigen Papiertheilchen
zu zerstiircn, gliiht mail dns Pulver. Eiiie bestimmte abgewogeiic Meiige desselben wird init eiuer genau gewogeneii Quantitlt chemisch reinen kohlensauren Kalkes bescliickt. Ich weiidete bei vorliegcnder Analyse 80 Proc.
dessclbeu an. Den kohlcnsaiiren Zuschlagskalk hereitcte
icli inir durcli Behandlung von Chlorcalcium init kohlensaurciii Ammouiak. Naclidein er vier WacIis11 ausgcwaschen worden war, erwics er sich als vollliommen cheinisch
rein. Vori dieseni Kalkc wicgt iiian gleicbzeitig noch eine
besondere Quantitat all rind setzt diesclbe der Weifsgluliliitze DUS, u m seinen kaustisclien Iialkgehalt zu erinitteln.
Nachdem die Beschickung i n eincin kleinen Platiutiegel
g u t gemcngt ist, setzt inan sic ebenfalls der Weifsgluth
I)
Rlan vwgleiclic: H . 1: o s c , tlandbucli dcr an;llytisrlicn Chemie; Wiih ..
l e r Prnktisclie Uebuiig in der clieiiiiscloeii Annlyse; M’i I I Anlciliing u i r
clieiiiisclien Analyst-; I\ icli t e r I.ei~faaden zum Untcrriclit in c l c ~qiinriiiinlivcn analjtisclien Cliciuic.
424
Bus. Nach dem Erkalten wiegt man wieder. Das (im vorliegenden Falle blofs bouteillengriin gefarbte ( PhonolithKalk) Glas wird aus dein Tiegel gedriickt uud wiederum
auf obenerwlhnte Weise zerkleiuert uud gepulvert.
Von diesein Pulver wiegt man eiue bestiminte Mengc
in einer mit eiuem Deckel versehenen kleiuen Platinschale
(capsule) ab. Man fiigt in der Kalte, anfaugs tropfenwcise,
conceiitrirte Salpetershre zu, und fshrt mit dem Umruhren,
wozu ich mich eines kleinen Carneolstlbchens bediene, so
lange fort, bis das Gesteiiis-Kalkglaspulver sich vollkomuien und zwar zu einer klaren , wasserhellen Flussigkeit
aufgeliist hat. Wiirde man, um die AuflBsung zu beschleunigen, W i r i n e anweuden, so erhielte mau alsbald eiue
Gelatine, welche einzelne Partien des zu untersucheiiden
Pulvers einbiillen und der Einwirkung der Salpetersaure
entziehen wiirde. Die klare Flussigkeit wird eingedanipft
und die trockene Masse so lange erhitzt, bis kcine salpetersauren Dampfe mehr eutweichen. Nun fiigt man dazu
eine conceutrirte LBsung von salpetersaurem Ammoniak
uud digerirt. Nach einem Zusatze von Wasser kocbt niau
dasselbe immer in derselben Platinschale, welche man aber,
um Verluste zu vermeiden, mit einein gut schliefsenden
umgekehrten Trichter bedcckt.
Man filtrirt, wascbt aus, und setzt iiberhaupt so laugc
dieselhe Operation fort, bis das Filtrat auf dem Platiiibleche keioen Riickstand melrr hiuterlafst.
Man hat nun im Filtrate:
Kalk
Magnesia
Kali
Natron
Lithion
Manganoxydul
\
i
als salpetersaure Salzc.
Der Riickstand aber enthllt:
425
Titanslure ;
Phosphorsaure, vou welcher ich friiher bei Gelegeuheit der Aualyse des Hockeuberger Gesteins ') erwahnte, dafs
dieselhe mil Eiscn und Tbonerde
verbundeu bleibe, weuu die Alkalien und Erdeu durcli salpetersaures Ammoiiiak extrahirt werden ;
Tbonerde;
Eiseuoxyd ;
Manganoxyd, resp. Mangansuperoxyd, welches sich
nach Hrn. W e e r e n ') aus ersterem bei 160" C. bildet.
Aus dem Filtrate fallt man alleu Kalk mittelst oxalsaureu Ammoniaks. Der oxalsaurc Kalk wird aber durch GIGhell iiber der Deville'schen Lainpe in kaustischen Kalk verwaudelt und als solcher gewogen. Von dein erlaugteii
Gcwichte zieht inan die deln zur Aualgse augemeudeteii
Gesteins - Kalkglaspulver eritsprechende Kalkmeuge ab uud
bestimmt aus der Differenz den procentarischen (salpetersauren) Kalkgehalt der untersiichten Substanz.
Hierauf dampft mau das, Magnesia, Maugauoxydul uud
die Alkalien entlialteude, Filtrat ein uud erwarmt vorsichtig, urn das vorhandene salpetersaure Ammonink fortzuschaffeu. Danu fligt mail zu den feuerbestaudigeu salpetersaureu Alkalien etwas Wasser und einige Krystalle voii
(chemisch reiuer) Oxalsaure.
Die Salpetersaure wird beiin Abdalnpfen ausgetrieben,
es verwandeln sich die gebildeteu oialsauren Salze aber
durch schwaches Gliihen in kohleusaore. Man zieht daraus
die kohleusauren Alkalien mittelst kochendeu Wassers aus,
in welcbelu die Carbonate von Maguesia iiud Manganoxydul iast uiiliislich erscheiueu.
1) Pogg. Ann. Bd. XLV, S. 4'20.
2 ) Pogg. Ann. Bd. XLV,
S. 401.
426
Bis hierlier wurde griifsteutheils der Methode des Hrn.
11. S a i n t e - C l a i r e U e v i l l e ') gefolgt.
Die Trennung von Magnesia und Manganoxydul erfolgt
auf bekannte Weise.
Zii der die Alkalien entbaltenden Flussigkeit fugt man
nun etwas Chlorwasserstoffsaure. Dic abgedampften Clilorinctalle beliandelt inan liierauf i n cinein klcinen, vor der
Lninpe gcblascnen Fl%schchen mit gut eingcriebcnem Glasstilpscl mit Aetheralkoliol. Das Chlorlithiuiii ist liierin vollstiindig loslich, weun diese Bebandlung linter iifterem Uinscliiittelii Iiiogere Zeit, weriigstetis 24 Stuoden, dauert. Man
tiltrirt selir sctinell, bedcckt dabei den Trichter mit eineiii
Ubrglase und setzt das Auswaschen mit Aetheralkohol SO
Iii1lge fort, als iiocli bciin Aubrennen einiger Tropfeu desselben cine kariniiirothe Farhung sich zeigt. Zu weit darf
man jedoch das Auswaschen uiclit treiben, da aufserdcm
leicht cine geringe Menge der beideii anderu Alkalien i n
Losung gchen konnte und dadurch cin bei weitem zu hoher
Lithiongehalt gefunden werden wurde.
Clilorkaliuin und Cliloriiatriuin werden mit chemisch
reinem Quecksilberoxyd gegluht, inn die in ihiien enthaltcnc Mcnge Chlormagnesiuin i n Magnesia zu verwandeln.
Hicrauf bcstimuit niau das Gewicht der von ihr befreiteu
Clilorlnetalle iind bewirkt ihre Trennung durcli l'latinclilorid nacli bekannter Methode.
Von der Genauigkeit der beschriebenen Trennuugsmeist:
clcr Alkalicir liabe icli iiiich melirfach iil)erzcugt. Rereits
wurdcii friilier auf gieiche Art die Aiialyscn ausgefiihi t:
des Lithiou-haltigen Fcldspathes *) ails der Gcgeud von Radeberg iin Kiinigrcicli Sachsen und des Sltereu Weissigits 3,
iiii dritten Nactitrage zii meiuer Ainygdalopliyr - Arbeit.
1 ) N o u c d c Mitho& ge'iibrufe d'annfyst cfrinri~uepurI?]. H. S o i n t e Clrrire D e r ' i l l e . ( AIIIIdjc chimie c t vrlys. 1854. I l l . SL:rir.
TOfi2P
XLl.)
1 ) P o g g . Ann. Bd. XLV, S. 304 bis 306.
2 ) v o n L c o n h a r d und B r o n n , Neues Jallrbucli fur hlincralogie, Geogno&, Geologic 11. s. w. 1655. S 801.
421
Der bei Behandlung init salpetersaurein Ammoniak uugeliist gehliebene Riickstaud wird in der Kapsel gegliilit
uud in derselbeu bierauf mit dem vierfachen Gemichte koblensaureu Kali- Natrons geschmolzeu. Man behaudelt d a m
das Gaiize mit kaltem Wasser, so lange das Uiigeliistc ciii
feiu zerttieiltes Pulver hildet. Die ahliltrirte Flussigkeit
wird saucr gernacht und im WasseIbade eiugedampft, uin
die Kieselsaure der sich im Filtrate befiudlichcu geringen
Meuge kieselsaureu Natroiis uiiliislicli zu machen. Mali
iihergiefst diese Masse illit Wasscr und fallt aus dem Filtrate die Phosphorsiiure als phosphorsaure Ammoniak-Magnesia. Der gegliihte uiid als phospborsaure Magnesia gewogene Niederschlag wurde gelilst uiid nach Zusatz voii
Essigsaure eioe Aufliisung voii molybdansaurem Ainmouiak
hiuzugefiigt, wodurch der bekannte, fur die Phosphorsaure
so charakteristische gelbe Niederschlag bewirkt wurde.
Das Unliisliche aber wird zu dem uoch vorliandeiieu
Kiickstandc gefiigt. Mau behandelt das Gauzc lnit Chlorwasserstoffsaure uiid dampft es im Wasserbade ein. Nachden1 hierauf die Kieselsaure auf die gewiihnliclie uiid bckannte Weise bestimmt wordeu ist, so setzt inan zu dein
Filtrate so vie1 Weiusteinsaure zu, dafs durch Ainmoriiak
keiu Niederschlag bewirkt wird. Dagegen fallt man das
in der Solution vorhandeue Eiseuoxyd uiid eiiieii Theil
, wogegeu die
des Mariganoxydes mit Schwefelammonir~~ii
gesammte Thouerde und Titausaurc i n Lilsung bleiberi,
letztere jedoch init Mangan und geriiigeu Meugen von
Eiseu veruureinigt. Eiseu uiid Rlangau werden iiiittelst
bernsteinsaureu Ammoniaks auf bekaiiritc Weise getrenut.
Die zur Trockne eiugedampfte Losung wird zur Verjagung
der amrnouiakalischen Salze uud zur Zerstiiruog der Weinsteinskire erhitzt und schwacli gegliiht. 1st die liierbei
entstandene Kohlc zielnlicli verbraiiiit , so behaodelt man
die poriise Masse portiouweise init gesclimolzenem, saurem
schwefelsauretn Kali. In Ermangeluug cines andcrn groken Platingefafses gescbielit dieL sehr leicbt iu der Platiukapsel.
428
Naclidem man die geschuiolzene Masse init vielem knlten Wasser aufgelht hat, fiigt inau ctwas Schwefelsaure
zu uiid bringt die Flussigkeit zuin Kocheu. Hierdurch fillt
die Titanslure heraus. Man unterstutzt letzteres besonders
durch Zufiigung voii schwefligsaureln Natron. Die von
der Titausaure abfiltrirte Thonerde-haltige Fliissigkeit wird
bis nabe zur Trockne eiogedampft. Hierauf setzt inan
diese Operation in einer Kapsel bei verstarkter Erhitzung
fort, bis der Ueberscliufs der Schwefelsaure verjagt isl,
Das zuruckbleibende, saure schwefelsaure Kali aber behandclt man so laiige mit kohleusaurem Ammouiak, bis neutrales schwefelsaures Kali sich gebildet hat. Von diesem wird
aber die gegliibte unlllsliche Thoiierde durcli Behandlung
init Wasser getrenut, filtrirt, gegliiht und gewogen. Die
Tlionerde enthalt aber noch Maugan uud Spuren voii Eisen. Man schmilzt sie daber wit etwas Kali-Natron zusain~nen, ihre saure Aufliisung behandelt man mit Weinsteiuszurc, Amlnoniak uud Schwefelammoiiium, wodurcli
Schwefelinangan uud Schwefeleiseu gefallt werdeu. Dicse
Schwefelinetallc werdeii filtrirt uiid, da ihre Menge selir
gering ist, sogleich gegliilit und als eiii Geineage von
Rlauganoxydoxydul uiid Eisenoxyd gewogen. Die gewogene Kieselsaure enthalt iioch eineii Theil der Titansaurc
wid geringe Meiigeu von Mangan. Sic wird zur Treiinung
beider Substanzen zuiiHchst init kohlensaurem Kali -Natron
gcschinolzen , aufgelast, n i t Salzsaiire zersetzt und abgegedampft, wobci inan cine lidliere Teuiperatur aiiweuden
1 i l ~ f 6als die des Wasserbades, um die ctwa gelaste Titaiislnre unliislich zu macheu. Die (Titansiiure-haltige) Kiesclsaure wird nun auf bekauute W e i s t weiter behaudelt,
zu der davon abfiltrirten Flussigkeit aber mird Ammoniak
urid Schwefelaminouium gesetzt. Die gefiilltc geriiige RIenge
Schwefelniangan wird filtrirt und iiachdeiii sic gegliiht und
a18 Mangauoxydoxydul gcwogen ist, der oben gefundcnen
Meiige des Eiseiioiyd-Iialtigeii Mauganoxydoxyduls zugefiigt iind iuit derselben weitcr behaudelt. Zuiiachst liist
inail in Salzsaiirc a d , fiigt ctwas Salpctersiiurc liiuzu uiid
errvarint. Man uberssttigt annaheriid iiiit bohlensaureni
Natron und fugt essigsaures Arnmoiiiak zur Liisung. Die
mit Wnsser verdiinnte Flussigkeit wird stark gekoclit. Es
fallt Eisenoxyd nieder, wabrend Mangan in Lbsung bleibt.
Ersteres wird quantitativ bestimint und von der gefundeiieii
Mcnge des Maugauoxgdoxydul abgezogen. Zur Bestiininung
der die Kieselsaure verunreinigendcn Titansaure bcliandelt
inan sie mit saurem schwefelsaurem Ammoniak in der Kapsel.
Nach dein Erkalten verinischt inan die Masse init Wasser
und filtrirt die Kieselsaure ab. Aus dem Filtrate fallt man
die Titansaure drircli Ammoniak.
Nocli ist zu erwahnen, dafs immer, wenn ich bei der
Analgse des Nestomitzer Phonolithes init saurem schwefelsaureni Kali operirte, das Platingefafs etwas angegriffen
ward. Hr. H. R o s e erwahnt diesen Umstand schon in
seinein Handbuche der analytiscben Chcmie, Bd. 11, S. 4.
Natlirlicli sind diese Platinmengen quaiititativ erlnittelt und
hei der Analyse stets berucksichtigt worden. Auch wiirden sowohl vor als auch nach jeder Operation die Platingefafsc gewogen.
Endlicli bemerkte ich noch, dafs die zu nachsteheudcr
Analgse angewendeten Reagentien znm Tlieil von mir selhst
dargestellt werdeu mufsten, da es fast unmbglich ist, dieselbeii kauflich rein zu erhalten. Letzteres gilt besonders
voin salpetersauren Ammoniak, welches man sich immer
sclbst darstellen mufs. Aucli die angeblich clieuiisch reinste,
im Handel vorkoinmende Oxalsaure ist selten rein. Die
Alkalien- freie S u r e , welche man zuweilen kauflich findet,
entbalt immer noch kleine Mengen von oxalsaurein Kalk,
welche der Priifung gewbhnlich entgehen , da bekanntlich
eine concentrirte Oxalsaurelbsung etmas oralsauren Kalk
auflbsen kann. Bei eiiiem grofsen Zusatze von Wasscr
fallt derselbe aus. Durch eiu vielfach wiederholtes Behandeln mit grofscn Mengeu von Wasser und durch Umkrystallisiren erlangte ich die fur gegenwlrtige Analyse erfor:
dcrliclie Menge vollkommen cheinisch reiner Oxalsaurc.
Nach dein cben beschriebenen Gange fuhrte icli die
430
Analyse eines frisch erscbeinendea Stuckes des Nestomitzer
l’honolithes aus und erliielt als Kesultat lneiner Untersucbung :
Gliihverlust
1,29
Phosphorssure
0,29
Ti tansaure
144
Kieselsaure
513,28
Thonerde
20,58
Kisenoxydul
2,86
Manganoxydul
1,45
Kalk
0,413
Magnesia
0,32
Kali
5,84
Natroa
$07
Litliion
0,05.
Aufserdem bestiininte ich, wie schon oben angefulirt
wurde, den Cblorgelialt eiiies Stuckcliens voin Nestomitzer
Phonolith zu
(454 Proc.
Zur Bestiminung des Scliwefclgehaltes wurde das Gesteinspulver mit chlorsaurem Kali uud Salzsaure i n eincin
Kolben I h g e r e Zeit i n der Warme behandelt; aus der ahfiltrirten Fliissigkeit aber durch Zusatz von Chlorbarium
schwefelsaurer Baryt gcfsllt;
Ich fand den Schwefelgehalt des IVestomitzer Gesteins
nach zwei verschiedenen Proben stets
0,02 Proc.,
welches einem Eisenkiesgebalte entspricht von
0,04 Proc.
Fluor wurde vor dein Lotbrolire erkannt.
I m Glaskblbchen erhielt mail iiur Spuren V O Wasser.
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Sucht inan anniiheriid zu bestimmen die Mengenverh3ltnisse der einzelneii durcli das Mikroskop erkannten und
weiter obeu angefubrten Geineugtheile des Nestomitzer Phonolithes, so kann nian zu dieser annabernden Berechnung
folgende Sauerstoffverbiiltnisse der betreffenden Mineralien
annelimen :
-
43 1
beiw Titanit ( R a m in e 1 s b e r g Handwiirterhucli, Suppl.
Bd. 11, S. 185)
S i : T i : Ca und Fe = 2 : 2 : 1;
beiin Sanidin
Si : i i :K,N a , Mg= 12:3: 1;
beim Nephclin nacb S c h e e r e r ( R a m m e l s b c r g Handwdrterb., Bd. 11, S. 8 )
% : i l : N a : K = 4::3: 1 = 9 : 6 : 2 ,
wobei sicli K : ha = 1 :4 verhalt ;
beim Amphibol
... .
Si:R=9:1.
Mali gelaugt d a m zu der in beigefugter Tabelle aiigegebenen muthinafsliclien Zusammeusetzung des analysirtcu
Stuckclicns des Nestoinitzer Phouolithes :
432
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PoggendorRs Annal. Bd. XCIX.
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434
h i dieser Uebersiclit wurde init Ausiialime des an Schwefel gebundeneu metallischen Eisens, der iibrige gesammte
Eisengehalt als Oxydul aufgefuhrt. Da in dem Nestonaifzer
ansclieinend itoch frischcn Gesteiue Magneteisen nur eine
Scltenheit ist, dasselbe aher meist als aus Ampbibol unti
Eisenkies entstanden zu betrachten seyn miichte, so faiid
in der allgemeinen Uebersicht der Bestandtheile dieses Gesteins die a u k r s t geriiige Magneteisenmenge keine Berucksichtiguug.
Um inich von der Maglichkeit einer Umwandlung des
Eisenkieaes in Mapeteisen zu iiberzeugcn, pulverisirte icli
einige kleine gaiiz frisch erscheinende Eiseukies-Krystalle
von Johann -Georgenstadt. Das Pulver, welches ich mir
bereitetc, war nicht iiiagiictiscli. Es wurde 21 Stundeii init
kohlcrisarircr Natronlauge digerirt. Das von der Flussigkeit abfiltrirte Pulver hatte eine uiistreitig dunklere Farbe
angeiio~nineiiuud init dem Maguetstabcheii koniiten einzcloe
kleine, schwarze, iiiagnetiscbe Tbeilcheii ausgezogen werdcit.
Nachdem zu dem Filtrate iiberschussige Salzsaure gefugt
war, bewirkte Chlorbarium eiiien weifsen Niederschlag, zuin
Beweis, d a b sich bei Umwandluog des Eisenkieses i n Magneteisen Schwefelslure gebildet hatte.
Obgleich Apatit g e m ein Begleiter des Neplieliii zu
seyn pflegt, so gelang es inir doch nicht Apatit-Nadcln unter dein Mikroskope init Sicherheit zu erkennen. Mijgliclier
W e i s e gehtirt die durch die Analgse gefundene Phosphorsaure, ebenso wie das vorbandenc Fluor dein glasigcu
Feldspathe und dein Arfvedsonit %hnlichen Amphibole an,
wahrend der nicbt unbedeutende Chlorgehalt dein Nepheliii
zuzurechnen seyii durfte. Die Spur Wasscr scheint aber
zu vcrrathen, dafs der Nepheliii des Gesteiues sicli zu veriindern anfangt.
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