close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Analyse des Porphyrs von Kreuznach im Nahethale.

код для вставкиСкачать
287
XI,
AnnZyse (Ips Porphyrs uon Kreuznnch im
Nahelhule; con E d u a r t l S c h w e i z e r .
D i e Gruudinasse dcs Porphyrs dieser Gegend wird durchgsngig von dichtein Feldspathe gebildet, der sich durch
seine grofse Festigkeit auszeicbnet , oft horusteioahnlich
wird und am Stahle Funkeu giebt. Diese Grundmasse
schliekt eiue Meiigc ineist kleiner Krystalle von prisinatischem Feldspath und von durchsichtigem griinem Quarze
eiu ; bisweilen tritt auch etwas tombackbrauner Talkglimrncr auf. Die vorherrschend rothe Farbe dcs Gesteioes geht durch verschiedene Silanzen in graue und
braune Farben uber.
Uin durch die Analyse ein einigermafsen bestimmtes Resultat zu erhalteo, wurde ein ungefiihr ein Pfund
schweres Stuck von der Gebirgsart zu einem gleichmsfssigen feincn Pulver zerrieben, und hiervon die gehbrige
Quantitzt zur Analyse genommen. Die Substanz wurde
bvi eiuer ersten Analyse vermiltelst vollkornmen cblorfrcicn kohlensnuren Katroos, bei einer zweiten, zur Bestiinrnung d e r Alknlien, durch Fluisspathskiure, aufgeschlossen. D e r Porphyr eothalt, diescn Analysen zufolge, i n
100 Theilen:
KieseIerde
Thonerde
Eisenoxyd
Kalkerde
Talkerde
Kali
Natron
Chlor
Wasser
70,50
13,50
53)
0,25
0,40
5,50
335
0,lO
0,77
100,07.
288
Urn zu erfahren, in welchem Zustande d a s Clilor irn
Porphyr enthalten sey, wurdc eine bedeutende Menge
des letzteren in fcin pulrerisirtem Zustandc init dcstillirtem W a s s e r Iliiigere Zeit gekocht. Nachdem sich durch
ljlngeres Stehenlasscn das Stcinpulver grijfstcntheils abgesetzt hatte, wurde die Flussigkeit daron getrennt uiid
zur Trocknifs vcrdampft. Den Riicketand bcbanddtc
man hicrauf mit wcnig W a s s e r , filtrirte, und erhielt sodann eine vollkominen klare Liisung, in welclier Chlor,
Kalkerde, Talkerde, Kali und Natron nacbgewiesen werden konnten.
In 0,100 Grm. des Riickstandcs dicscr Liisung w i r deu gefundcn :
Chlorkalium und Chlornatriuin 0,060
Clilorcalcirtm
0,020
Chlormagniiiln
0,012.
Dicser Versiich wurde mclirerc Male mit der griifsten Vorsiclit wiedcrholt, und iinlner erhielt man in dem
klarcn Auazoge dcutliche Reactionen auf die angefuhrten
Substanzen.
Nach der Ansicht und den Untersucliungen B u r k h a r d t ’ s * ) ist dcr Porphyr an der Xahe urid in der
Pfalz niclit Illcr als das ihn uiiischfiefscndc hlterc Sandsteingebirge; an mehreren Punkten weist e r iiach, dafs
beidc Gebirgsarten gleiclizeitig gebildet wurden ; hingegen Isfsst er cs uuentscltieden, uob die Hauptgruppe bei
Kreuznacli stoclifi5rmige Masscn in dem alteren Sandsteine
bildc, und also gleichzeitig mit ilim, oder ob sie jiingcr
und durch riilkanisclie Krafte cmporgeliobe~isey. cc
Nitnint man erstere a n , so licfse sich, nach R u r k h a r d t , das Auflreten von Soolquellen im Porphyr vielleicht einfach dadiirch e r k h r e n , dnfs das Pltere Sandsteiogrbirgc eine selir tief liegendc Uebergangs -, Gjpstind Steinsalzforlnation decke, wovon sich ein lhnliches
Bei1 ) 8 i ; g g c r a t I i ’ s nheinland-WrstphJlen, Bd. IV S. 187.
289
-
'
Beispiel bei Bex in der Schweiz vorfindet.
1st bingegen die Bildung des Porphyrs vulkanischer Natur, so
erhalten , nacli B u r k ha r d t 's Vermuthung , die Soolen
ihre- Nahrung coin Salzthou, dcr gangartige Kliifte ausfiillt.
Beriicksichtigt man die wesentlichen Verschicdenheiten, die diese Qnellen iu qualitativer und quantitativer
Beziehung vou den gem6hnlichen Soolen zeigeu, unter
denen hauptsj;chlich hervorzuheben ist, dafs sie keine
Spuren von schwefelsauren Salzen enthalten, so fiihlt
man sich eher geneigt der letztcren Annahme beizupflichlen.
Im Vorhergebenden wurde gezeigt, d a b durch Wasser aus diesem Porphyr die s%mmtlichen Chlormetalle
ausgezogen werden kGnnen, die die aus ihm entspringeuden Salzquellen selbst enthalten. Da diefs unter dem
gewfihnlichen Luftdrucke geschehen kano, so sind die
Chlormetalle in dcm Porphyr als solche enthalten. Die
aufserordentliche Diclitigkeit des Gesteines spricht gegen
die Annahme, dafs die Chlormetalle im aufgel8sten Zustande von der Soole selbst in den Porphyr eingesickert
seyen. W e n n ein solches Einsickern auch stattfindet,
so glaube ich, kann es jedenfalls nur bis zii einer geriogen Entfernung r o n den Wasserkanslen geschehen;
der Ort aber, woher der Porpbyr ist, der zu den obigeu Untersuchungen gedient hatte, ist ziemlich weit entFerner yerliert der Porphyr
fernt v o ~ iden Quellen.
bci looo im Wasserbade nichts an Gewicht, der geringe
\\'assergehalt desselben kaon also nicht von eingesickertern Wasser herriihren, sondcrn r o n kleinen Quantitlten masserhaltigcr Mineralien.
Es ist dalier wahrscheinlirh, d a k die Chlormetalle
urspriinglich in dein Porphyr enthalten sind, und dafs
das aus der Tick zufliefsende Wasscr dieselben, so wie
die iibrigen Bestandtheile, die die Quellen enthalten,
unter Mitwirkung von W%rme, eines hoben Driickes und
-
PoggendorfPs Aooal. Bd.
L1.
19
von Kohlensaure atis dem Gestcine selbst auszieht. Daneben lassen sicb immer noch grBlsere oder geriogere
Anbaufungen voo Salzmassen annehmcn, die ziir Ernahrung der Quellen beitragen.
--
XII. Der Greenoud, ein neues Mineral.
D a s zu Ehren des Hrn. G r e e o o u g h mit diesem Namen belegte Mineral komint voc zu St. Marcel, in Piemont, in eincm krystallinischen, wahrsclieinlich inetainorpliischen Terrain, rosenrotlie Aederchen bildend, welche
die Masse unregelm:ifsig durchsetzen; es wird begleitet
vou Epidot, manganhaltigem Granat und Quarz.
Uer
Grcenovit findet sicli in Krystnllen und klcinen krystallinisclien Massen, liat eine dreifache, ziemlich leichte
Spaltbarkeit, durch welche die Grundforin bestimmt wird.
Die beidcn, den senkrechten Fliiclien parallen Blatterdurchg%nge machen, nach Hni. D u f r i n o y , einen Winkel von 1 1 O 33' mit einander, und sind deutlich, spiegelnd.
Nach dcr von Hrn. C a c a r r i 6 unternommenen Analyse besteht das Mineral wesentlich aus Tdun und Mungun, neben eincr geringen Menge Kieselerde, die von
beigemengtem Quarz herriihrt. (Cornpt. rend. T.X I
p. 23J.(
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
141 Кб
Теги
kreuznach, porphyra, des, von, analyse, nahethale
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа