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Analyse einer bei Ovelgnne im Oldenburgischen am 6 Aug. 1820 niedergefallenen steinigen Meteor-Masse

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r
371 1
11.
Afzalyfe einer bri Ovelgiiizne iin Okc1enbu~r;qi~clzen
om
G A g . 4 8 2 0 nieclerS-ef~LLenenJieiiii,oerrMeteor-illctt,
vom
Doct.
AUSder
Du MENIL
zii Wiinfiorf.
E r z s h I u n ~von einem fonderlaren Fuiide
iiacli eincni UlitzfchJnge, von dem kIrn Z'i f c 11e r ZII
Ovelgiinne, welclie ich jm Gten Bande (S.326) der neueftcn Folge, dcr fiets ~ l e i c l trefFlich
i
redigirten Gilbert'M i e n Annalcn f a d , I'cliien niir ein gcliter Meteorliein
niclit zii vcrkeiiiieii zit feyn. Da idi ein groi'ses VerInnsen Iiegte, aucli cin Iblches Gebilde der rafilos h a tigen Nntur cinmal zu analyfiren, fo erbat ich mir i I i
Bezieliuiig auf den lobcnswertlien Antrag dcs Hrn Fifclicr Jafclbli, ctwas von dieIcr lieinipn Mare zu cheiiiifclier ZerleSitiig. Es erfolgie aiicli bald eine hinrciclieliile Mengc, mid ich eile liier die Anal@ mitzitt Iieilen.
Gleich beiiri errten Ariblick dicfcs diircli die electrifclic E n t l n d u n ~Iiiich fi wahrfchci~ilichentliandenen
cltemil'chen ErzciigniIles, fie1 niir dic grofsc Aelinlichlicit der Mare m i t der des Fulgiirit- Quarzes ( Glafes ?)
mif, vorziiglieli d a , w o fie ficll, wic JIr. l'ifcher ailfit111-1 in eiiie peflonkiie Marc, wie die Blitzr6lire~,
verliert. Hicr Loinint lie i n For111 u i i d l'eliigkcit , iru
Kriicli iind im CJlmrze dcr der 13litzriiliren aiilkerorrictiilicll nalic. I Irn FiTcIler's Bel'clircib~uit;cnifpric!it
,
c
372
1
ganz den Stiicken die ich iioch befitze, uiid icli wiirste
nichls liinzu zn fiigen als dare das Cpecif. Gewiclit ein i p weniger porSCen, bis an 2,000 Reigt.
ICli lmbe z u r Afialyfe zwei gleiche Gewichte von
Brucliftiickeii genomnien welche die gr6Gte Verfchie-'
denheit hatien. Das eine, 565 Gran Cchwer, war graugelb gefleckt aus verworren durch einander laufenden
Fafern, Kijhren uiid Bldenrgurnen gebildet, u n d a n
den diclitcn Stellen feR, a n den faferigen aber leiclit
zerbreclilicli; das andere von Sleichem Gewicht war
fchwarzgrau gcfleckt u n d dnrchgehends rnit Srofsen,
fafi rnnden BlaCenritumen verlellen und oline RiiIireii
iiiid Fafern.
Das hellgrane Pnlver des. Ganzeii befafs einen aIknlifcli - Calzigen GeJcchrnnck. In den einzeliien Stiikkcii war diefer weniger, u n d bei einigen fiih gar nicht
wahrzunehrnen. Aus den frifch zerftofsenen Stiikken entwickelte ficli ein unverkennbarer obwolil Cehr
Cchwacller
Geruch nacli Schwefel - WafTerfioff,ae.
M i t Waffer ongefaiclitet Rellte das Pulver die blane
Farbe dcs geriitlieten Lackmuspapier wieder her.
150 Gran des Pnlvers in einer kleinen Retorte niit
vorgelegter effigfauren Blei - AL1flahng einem 4 Itiindigen harken Weingeilifeuer ausgelktzb, legten einen geringen Haiich von Feuchtigkeit an das Gewijlbe des
Glares a n , aber Scliwefel- Blei erzeuste fich nicht, eo
miichte denri ein Cchwaclies IriIiren a n der Ot?erflaclie
d e r Aufltifung Jaliin deuten. Das GewicIit des i'ulvers
war nacli d i e h Operation urn 0,25 Gran (Kr#dlwdIkr des Salzes?) vcrmindcrt.
Be; abermaligeni Rothgliilien 1 Stunde laiig in1 Platintieyel, ging daS €'idver zit eiiiem fefien duitkelgrauen Kluinpon z u h -
,
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-
[ 3i5
3
m e n , der im Brnche Wachsglanz zeigte, u n d liatte
wiederiim 0,513Gran a n Gewiclit einsebiirst.
Nacfideni ich fie wieder zii einem unfiifilbaren Pn1ver geriebeii Iiatte, koclite icli fie einige Male i n einem
Glbernen CefZ6e niit erneacrteni WaITer a116 : das Gef d s lief dabei Miwach an. DieIes ~owolil,als dal's, niit
elfigLnrem Rlei - Aiiflafiiiig getrXn!ite Papierfireifen,
in1 verllopften Glalk, a d ' den1 niit Ssiixen iibcrgoCTciieri t'ulver gelidten, I'chrv~rzlicliiind n~etallircll-&in-
zrrid anliefen, t h a t die Cegcnwart einer ScfiweJcl-Yer-
tindung dar ; das Gewicht des Scliwefels liel's Iicli aber,
wie vorauszufehen war, auf directem W e g e nicht beliinirnen. Dcr znr Trockne abgerauchte Abfiid gab
einen Itnckliand der etwas aiisgcgliiliet grnau 5 , ~ 5
Crm wog, u n d als e r in W a K e r wieder aufselafi wur-
,
,
d e , 0 , 2 j Gr. eines weifsen Riickfiandes l i e 6 der ficli
in genieiner SalzCiin1,e nicht aiiflGfte, u n d fich n l s Kiefelerde Siliciiiinoxyd) verliielt. I)a die FluI'Iigkeit
fiark alkaliCcll reagirte, kttigte icli fie rnit Efi&ire,
rauclite fic d a n n ziir Trockne iib u n d digerirte den
R~icMiaiidniit Wcingeill.
W a s der VVeingeilt i n ficli anfiialim war efi&nres Knli, welclies nacli geklieliener Zerletzung i i i i Chilien 0,$8 Gr. cine3 kolilenraure~iKnlis hinterljefs ? dnr
in wenigen St linden zerflols. W a s er nicht anfliifiie,
wurde wieder i n WaITer aufgelBli, mid gab cirfi riiit
ralpeterlaiirem Baryt 0,56 Gr.? und dann niit Glpeteif'aurem Silberoxyde 5,56 Gr. Kiederfchhg. Da nnn dns
gefiindene freic kolileiiTaure Kali beweifi, dal's kein
Natronhlz voi'l~andenleyn konnte, fo find ZLI berechlien fiir obige 0,56 Gr. an fchwefellhureni Kali 0,26 Cr.,
iind fiir die 5,36 Gr. an Ihlzfa'llarenl Kali 2,7j Gran.
I 374 3
Die Bcfiandtlicile des in WalTer Aufliieliclicii dieley
fieinisel1 Meteor - M a K e Grid dcmnacli
kohlenfiiierliches Kali
Kiefelerde
falzfaures Kali
khwefelfaurer ICnli
448
Oj2 j
2975
~
2
6
3*74 Gr.
welclics m i t dem Gewiclite des Iilickfiandes, 3,75 Gi-.,
all0 I& nalie znGrnmcn Itininit.
Die KieCe1el.de diirfic liier wold niclit niccliaiiiicIi
fortgefiihrt, Ioiiderii aus der AiifloliinS durcli Aufnalim c inelirerer liolilanlsnre Setrcnnt worden, und eLcn
1’0 aucli die Scliwefelfiurc erfi entfianden feepn, der Erfalining gemSh, dafs klciiie M e a p n Scliwefel - KnI; t m b i n viclem W a l k I& bald zn I c h ~ ~ c f c l l ’ a ~ ~ r ~ ~ ~
l i n l i werden. Ich Iinlte dalier fiir die iinver;inderieii
auilijjlichcn Bcfiandtlieilc : Kiefekrcle iind K n f i (liielelI:iiires Kaliunioxyd), Scl~wefel-Kalii~na,
uiid fikfaures
& f i , ( Cliloriiie -WalTerfioft’l;lures Knliinnoxyd).
Da, wie nian weiterliin Iklieii wird, die Analyfe
n i ~ c l iKobaltoxyd Sah, diehe derri Xickel fo verwandtc
hletall ahcr aucli voii letztcrein elwas ZLI entlialtcn
J‘cliien, u n d icli Io’~!&s
niit aller SorSGlt z i i erl$ihcn
h c l i t e , ’10wvurde icli zii ciner dreiiiialigen Wiederlio-
AiialyIe auf verlcliiederieii W c g c n veranlalst.
LJni Weitliiuftigkcit z d veriiieiden, Mire icli liier n ~ i r
I i i i i ~cler
~
die I Iauptrnornente derrelben an.
A n a 1 y f e.
D i e A ~ f C c l ~ l i e C ~des
u n ~Steins gcfc11,iIi tlieils mit
~ \ o l i l e n ~ ~ i i e ~ l i c lNatron
ieiii
tlicils i i i i t i.eilie.rn Iiali. 1 1 1
,
beiden E’;illen fiirrirlte Gcli die M a i L iiacli dciii G l ~ i l i c i i
t 37% 3
an eiiiigen Stelleii Iiimmelblaii, uiid es Llicb im Aufweic(ien ein liiiufiges Sediment, welches auf den 211fatz von SalzIiiurc oder Salpeter&nrep6Ltentheils verfchwand. Je nachdcm die Siqelerde mittelft der erfien oder der zwciten Sllure gef'chieden war, erlchien
Ge gelblich, oder blainlicli, Digeftion mit Salzl'hre Rellie fie aber ungefrtrbt dar ; rnit SalpeterIlrure war indefs
jerie blsuliche Nuance niclit tilgbar. Das Gewiclit der
Kiefelerde bdrng nacli einer Mittelzahl56 Gran.
*
Boi Behaiirlluiig des GeReiiis niit Stiiiren wiirde
zwar ein grober Theil dcr Kdkerdo tind der Magiiefia
auspzogen, eiiie viillige Zerlegizng liefs licli aber iiiclit
bewirken \vie fchoii dadurcli angedoutet wird, dais
liclr dabei die graue Farbe deaelben niclit veranderte.
,
Ale ich die erfieren fliaerlichen Aufliihngen rnit
Ammoniak frllte und dae Priicipitat fcucht rnit Kalihuge beliandelte erhiclt icli zwar keine Tlionerde,
wohl aber mit Scliwefel- Amrnonid: Spuren einer
fchwiirzliclien Schwefef - Verbindnng. - Die Aufliilung des I'riicipitais in Salzlirure pib, mit kolilenhrein
Natron gefdlt, nacli Wieder Aufliil'ung des Niedergefalienen in Sdzfhtre ,einen Riickhnd von weliiger
riocli vorhandeiier Xiefelerde ( = o,% Gr. ) und eine
AnflGlUng, a ~ ider
s beim Zerfetzen mittelR Scliwefelfiiwre
ctc. der Berechilung zufolgo 7,14 Gran reiner XaU. niedcrfiel. W u r d e dagegen die Niederfc1;lagung mit kohleiifaurem Amnioniak vorgenommen, To erhielt icli oue
dcm Filtrate 5,62 Gran einer gegliilieten weilsen Erde,
a ~ i awelcher ficli nach Auflarung in Scliwefellhre 3 Gr.
lchwe&Jf'aurer K d k irmnen lie&, C!CT ellb 4,3x Grail
Mognejia enthielt j eine Qaantiiiii: dic illan diirclr 011-
,
8
-
-
I 376 I
,
dere Hiilfsriiittcl im Laufe der boidon iibriaen Analyh i fali ganz gennu wiederfand.
Von den verrcliiedenen Mathoden, nach welclien
die Gegenwart des Kobnlt’~unbezweifelt dargethan
wnrde, erwrhne ich i i i i r , dafs,
icli das zipnilicli
faitere Filtrat wclches iiach der Pracipitation niit
liolilenr~iierliclieniKatron, und nacli der Beliandlung
dcs Gefiillten niit Scliwafelfthire, urn die Kalke abzu“clieiden iibrig blieb, niit Amnioniak zur Neutralitzt
zu bringen fuclite, ein Niederfclilag erzengt wurde
welclier gegliiliet 5 Gran wog, Salpeterfiiure, in der
;cli ihn pafliifie, kirfclirotli farbte, und iiacli gerraner
Priifung aus einer Spnr Mngnefia, vielen! f’chwefellhtiren Kalk, und aus Kobaltoxyde befiarrd. Letztcrcs erliiclt icli gs~6ktentlieilsifolilrt als icli die falpeterhiire AiifliiLitn~ mit efli’graurem 3lei zerfetzte, das
iiberfchiifig hineingehracltte H e i ails dem Filtrate wiederuin durclz Schwefcllhure fchied, nnd der n u n erIialtenen Fliifigkeit Kali Iiinzufiigte. Beim Priifen des
eii tfichenden Prvcipitats mit Salzi‘snre Salpeierfsurc,
Schwefel- Waflerfioff Ammoniak und blaufanrem Eifenkali wiy es als Kobaltoxyd (niit etwas Kickeloxyd?)
nicht zu verkennen; es wos o,n5 Cran. Die erhaltenen Blei - Niederfclilqp waren noch fchwach rol’enrotli entliielten nber keine Phosphor~iure, wie icli
anfangs glaitbte l‘ondern nocli etwas Kobaltoxyd, wcldies mit Salpeterltiure eirie rotlie Aufl6fung bildete.
Nacli ineinen fortgdetzten doch niclit vdlig gelungcneii VerCLtchen glaube icli den Kobaltgelialt auf 0,36
Grail fetzen zii diirfen, weshalb fur Gyps 4 6 4 Gr., oder
fiir reineri Kalk i,gz Gran iibrig bleiben.
Iii iier YOXI der Magiiefia gefondcrteii letzteii FliiC-
,
,
,
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-
,
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[ 577 1
figkeit waren nnr d a m mit 3c11wefel-WdTerftoff- Amnioniak fchw ache NiederCclilage ltervorzubringeri, weiirl
S a l z f h r e zur Scltcidiing der Kiefclerde, u n d naclilier
Aninioniak iin 1,Teberfcliul'~a n p v a i i d t war: iri allerl
F&n
wurde a k r nocli O , ~ O Grail Kiefelerde nacll
dein Rbrauchen anaetroffen.
Alle bis hierlicr aufgcfiindcnen Bcfiandtheile betrageri nach meinen drei Analylkn a i d 1 0 0 Tlieile n n r
'&LO
Gwl'hoile, wic r r i m a m dcr weiterhin folgendeii
Ziifanirnenfiellun~erlieht. Da der bedeutende Verlillt
von 24,go Grail die UnterlLcliung auf andere StolTe
nothwendig maclite, gliilite icfi g6,25 Gr. des ausgelaugten Pulvers mit den1 vierfaclien Gewiclife koliIenfauren Baryts lo lange, bis die MaKe feR zufammciigeGntert war etc. Nach gew6hnlicher Beliandliing tnit
SaizCerure u n d allm~hligernNiederfclilagen mit Schwefell'iiure iind kohtenfaurem Aminoniak etc., erhielt i c ] ~
39 Gran reines I'chwefell'aureu Kali, welche iiach der
von Grotthul's'fclien Aequivalenten -Tafd 2 3 , ~Gr.,
~
n d den andern 21,40 Gran Kali betragen wurdcn,
wofiir ich als Mittelzialil 22,31 Gr. nehme.
Die MeteorrnaKe aus Ovelg6nne ifi alfo in 108
Theileri zul"ammeii gefetzt ilus
,
Kiefelerde 56.0 f 0.36
Kalk
7.14 Ip93
Magnefia
+
+ 450 = 5686 at.
- 906
43%
0,36
Kobaltoxyd
obige Salzverbindung
3875
Q75-
Feuchtigkeit
c
-
75110
Kali
Aniial. d. PhyGk. B.68. S t . 4 .
1'821. St.8,
Bb
C 578 1
Der Verlufi yon 2,59 Gran ifi der complicirteti Bel~nndlungeines lo eul'arnnien geIktzten Korpers angemeKe ti.
Vergleidht man diele Heliandtlieile niit denen der
Meteorfieine fo lenchtet es ein d a b die *Ovelgiinner
&Ieteormde mit dielkn ErzeugniXen zwar nahe verwandt ill, docli eine eigene KlaITe derlklken bildet, woeu die Blitzrohren (als nicht VOR gefclimolzenem San-
,
Je herriihrend?) gehijren niiigten *).
*) Schwerlich kennt der Hr. Verf. Blitzrljhren aus eigner genauer Anticht und Unterfuchung, fonR wiirde cr wohl kaum
.cine folche Vermuthung &&ern,
Hat die OvelgSnncr M a r e
wirtlicb Aehnlichkeit mit der verglaften inneren Mane, dcr
Blitzrohren, fo mlichts vielmehr ihr oben S. 340 angedeuteter Urfprung dadurch nachgew iefen werden. Einer unhrer Chemiker, die einem eingerichteten Laboratorium vorfiehen, wiirde ficli den Dank d e r Pliyfiker erwerben, wena
er iiber den von Hrn Dr. Du Menil aufgeluadenen Kobaltgehalt der von Hru Fifcher. Apotheher zu Ovelfinse im
Oldonburg*fchen, zuf Analyfe angsbotenen SttiAe eine klein e Arbeit unternzhme, d a ein folcher In mehrerer Hinficht interefnnter Fund Beft5tigung POD Mehrerea erfordert.
Gilbert.
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