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Analyse einer in Kalabrien mit dem Regen herabgefallenen rothen Erde.

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IX.
Anngfe
einer in J<ahbrien mit d e n Regsn f i e r d g e fallenen rothen Erde,
V O U
LUDW.
SEMENTIAI,
Prof. der Clieiii. zii Neapel +I.
A m i 4 . M ~ r z1813, bei einem lieftigen Ofitwind hemerkten die Einwoliner yon &rnce(dem alten Locci~im hll.
Kalabrien eine dichte, vom Meere Iier ziehendc Wolke.
Halb 3UhrNachmittag.s legte Iicfi der W i n d ; die W o l k e
aber melclie die benaclibarten Berge bedcclrte, eiitzos
der Stadt das Sonnenliclit immer mehr, iiiid veriirficlit e endlich eine lolclie FinRernil's dds man iim 4 Ulir
Licht anziinden mnlste. Rnfangs war fie blutrotli, dann
wurde fie fenerroth, bis dcr ganzc Himrnel wie Sliiliendt-3 Eihn ausl'ah ; iind dief'es Ansfehen und die Fiiifiernil's lktztendasVolkfoiiiSclirecken,daL es indieDomkirche firarnte xiirn Sffeiitliclieii Gebet. Endlich erfoIgte Blitz u n d Doniier iind es ficl in grofseli Tropfen
pi11 rijilrliclier Resen hcrab, den einige Bliitresen, andt.re Feuerregcii nanntcn, Bei Eintritt der Nacltt k r t e ficli der Hinimel wieder aid, un3 das Volk Sing ber d r i g t nacli HauleDicl'er durcli einen ratliliclien S t a i b gefsrbte Re-
,
,
#)
Ails der
di &$cu,
HH. C o n f i g l i a c h i
Chimicp etc. 1818.
und B r u g n a t e l l i Gimctrle
[ 538 ]
gcn h a t 6ch mchr ader rninder iiber beide Kalabrien
und iiber das gegeniiber liegende Ende der Abbruzzoo
verbreitel. Von dem ZLI Gerace herabgefalleiien Staube habe ich ein wenig unterhcht ; die rneilieni gelellrten Freunde Hrn. Pictet von mir dariiber mitgetlleilte
Rotiz ifi in der Bibl. Britnnn. t. 55 p. 336 eingeruckt
warden. Der mit diefem Regen herabgefallene fianbfijrmige Karper ha t fol~~=ende
phyJiknlzj2e EigenJchaften: Er hat eine Selbo Zimmtfarbe, wie eine Er&
keinen Gefcltmack fiihlt iich fettig a n , iind cntli~lt
kleine liarte KGrpcr, welche durcli eine Lonpe bctrachtet, dem A q i t (pyroxene) glcichen, die dalter den1
Pulver wnlirfcheinlicli fremd nnd nui. beirn AufTammeln bcigernengt wordeii find. Marsig erwgrmt verlindert es Line Farbe in Braun, dann iir Schwarz, iind
bei erhahetep Temperatur in Rotli welclic Vernnderungen den verbhiedenen Oxydations - Graden des Eifens angeh6ren, Naclidem es der, Einwirknng des
Feuers aiisgefetzt gewefeii zeigten Gch dnrin lklbfi
dem iinbewaffneten A u p viela ,rjlniizende GlimmerBlzttcIien * und in diefern 2~1lta11de hat e3 ohngef~Iir
& an Gewicht yerloren, und braidst es niclit inelir niit
Siiuren, Das Cpecifilclle Gewicht deITelben betreg,
naclidem es yon deli harten Kijrperchen gereinigt warden war 2707,
Chernr~cheZerlegung. DcRillirtes W a R e r das
lange iiber dicrern Ptilver ~ekoclitwurde zos daraiis
nur wenig kolilcnGuren Kdk aus; Sluren liifi'teii es in
gcringer Mvtip iuiter A l l f b r d c l l niif.
Es wiirdcn voii dielkm Piilver 100 Cran die d11rcL
@inlehr feines Sieb gefiebt wordcn mareii mit 300 Gr.
&li in eiiiem Iilbcriieii TicScl ge1ci;liniolzen. Die
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I: 329 I
griinliche Mure lafie Gcli im WaiTer nnr nnvollkonlmen, docli iiach Z&tz von efwas SalzrZure mil Hiilfe
von etwas Wiiriiie gsnzlicli aiif. Diere Aiifltifung, we]clie licht Oransengclb war, dampfte ich bis ziir
Trocknil's ab, liels iiber dem Riickfiand reinee WaITer
ein wenig fieden, nnd filtrirte danii.
Es blieb aiu
dem Filtrum eiii weil'ses, f'ehr feines, ran11 anz&llleiides Piilver zuriick , welchcs geghiht 33 Gran wag.
D i e durchgelaufene Fliifiskeit wurdc mit halbkohlenfaurem Kali verfetzt bis Ech' kein Niederfclilag m e h r
zeigte dann cine kurze Zeit laiig gekoclit und wieder
filtrirt.
Das Filtrat koclite icli in cincr Ptzenden Kalilange,
verdiinnte cliclk, filtrirte fie, fetzte ilir Elfightre To
lange ZLI bis der anfhiss entfiandcne Niederfchlag fich
wieder aufgeliifi Iiatte, i d ftillte lie daiin durch fliirfiges Ammoniak, das im IjcLerfcllds geiiommen wurde. Der Nicderl'clilag bildete iiacli dem Trocknen i n
eiiiem Ofeii kleine weilse MaITeii, welche licli a n die
Ziuige Iiingeii und leiclit zii einem fettis anzufiihlcnd e n Pulver zn zerrciben warell. Diefes Piilver in
Schwefelkiire aufselijfi, gab iiacli Zui'atz von etwas
f&vefelrmreni Iiali, Alaunkryfialle u n d wog 15:5
(;ran.
Die Fliil'fiskeit von welclier die Thonerde auf
diel'e Art ab~clcliiedeiiworden, zeigte aucli iiach langem Sieden weder Triihiing, nocli eiiicn Kiederlc'chlag.
Den vom Kali ilklit aufgeliifieii Riickfiinnd lofic
icli in verdiiiiiitcr Scll\~efelLun.ca u f , ranclite die Auflol'ung bis ziir Trockne ab, trni die iibcrfcliiil'figc S;iiire wieder zii entferncn ; nnd iibergofs den Riickfiand
nur niit Co vie1 W a L r , als eben liiiireiclitc , ilin aufzulijleii. Beirii Filtrircn blieben auf dem Filtro I'ehr
,
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f 530
1
kleine Kryfralle zuriick , welche fchwefelfaurer Kalk
Waren, 1ind nacll Iieftitgeni Gliihen 11,5 Gran wogen.
Die nach Abl'cheidung diefes fcliwcfelfai'anrcnKalks
iibrig bleibende FliiGgkeit wiirdu mit Waifer vcrdiiniit,
iiiit etwas; Satire verl'etzt , d a m rnit vollkornnien kolileilfaiirem Kali beliandelt , m d iiber dern Kicderl'chlag
mehrere Ma1 Salpeterhzre bis zur Trockiie eiiiseItocht. Zuletzt wvurde dariiber iitzeiide Kalilauge ~ e I'otten, dicfe liltrirt, das Filtrat liinliinglicli mit W a f Icr ausgef&t, ~ l n ddie clurcligelrtnfene Fliifigkeit init
Salzliiure im IJeberf'chul's ver1etzt und algcdnmpft, wobei fie zuletzt eiiie griine Chroniiunifarbe aniiahni,
und iiach ZuCatz voii Kali einen Niedcrlclilag sab, der
etwas mehr als L Grail wog, u n d ~ r i i i i c sCliron~iiiinoxyd war. Die FlulKgkeit zeiste rnit Schwefel - W a f Jerfioff Amrnoniak iind iitzendom Kali beliaiidelt , \ye*
dcr cine Spiir voxi Mccngnn, nocli voii MagneJn.
Das, w a s bei dcr vorigcii Operation auf dern Fi1t r o znriicl~Seblieben war , gab, in Sa1zfm-e atifgelijfi,
u n d dnrch vicl Amrnoniak bei s4fiiiiidigem Digeriren
daniit niederScCchla3cn, keine Spur VOIL flickel.
Miohl aber verwandclte fich dieler Kicderfclilag, als e r
n i t etwas W a c h s i n einem PlatintieSel ftark erliitzt
ivurde, in 17 Gran fcftwnrzes Ezyenoxyd.
Der untcrliiclite ftaiibfGrniige Korper benand a&
i n 100 Gran a115 folgeiidein:
-
Kierelerde
Tlronerde
33 Gran
15;5
Kalk
11,s
Eiren
1495
Koblenfiure
9
83.5
VctrluR
1
531 1
Bei den wiederholten Analyfen, die ich wegen diefes bedeutenden Verlnfies von 15,s Gr. anfiellte, fand
fich oft auf dem Filtro eiii Ieiclites kohliges Pulver, das
icli anfangs fiir etwas Aurser - Wefcntliches hielt, da
es aber auch bei der gr6fstcn V o r h l i t ficte erfchien,
nnfireitig van einer verbrennliclicn Snbltanz in &em
nnteri'ucliten Staube herriilirtc. Salpeter verpuffte
damit; Alkohal lange ilariibcr gekocht, nahm eine
kelb - Sriinliclie Farbe a n , und liek nacli dem Abdampfen ein Selbliches diwchficliiiges Harz znriick daa
cinen fcliarfcn hclrzigcn GeCcllmnck hatre, und beim
Srennen einen kol-iliaen Riickltand gab. Das Gewicht
diefer SnbRanz entfprach obigem Verlufie beinahe.
Da es niir a n dem RaabfGrmigcn KGrper von Gerace anfins zii fehlen bei meinen wiederholten AnaIyCcn, lialf mir Hr. Mo n t i c e l l i ails, rnit Staub
d i e h Regexis7 dcr aber in eincr andcrn Gegcnd aufgclgmmelt wordcii war.
D i e h zeigte folgendc Verfcliieclenheiten : Dariiber gekochter Alkoliol hatte eine mehr gi-iine Farbe, und hiiiterlicrs nach dern Abdampfen eiqen ehen 6 Sefiirbten RiickRand in Seringerer Menge. M i t S3uren brau6te cs nnr wenig auf.
Nacli heftiger Erliitzung verlor es niclit vie1 von leinem Gcwicht Kicfelcrde , Tlionerde uiid Eifen entIiielt es in einer etwas gokern MenGc, alls das volt
Gerace.
,
Der GewicIitsvcrl~iR den das Pidver von Gerace
nach ftarkcr ErwiirrniinS leidct , I'chcint vorziiSlicli eine Folge des Entwciclieiis yon K o h l e n h r e zu fern,
da es in dieran Zultmdc mit Sluren iiicht nielir aufbradst.
Walirfclieinlicli vcrbrniin te aber aucli bei
c!ieferti Erliitzeil eiii Tlieil jeiier Iiarzigen StzbLianz,
[ 332
3
ilnd v5elleicht war felbfi die beim Einwirken von Wiirme erfolSeiideVeriinderuiig der Farbe zum Theil Folge
der Vermderuny dinre$ verbrennIichen Stof&.
DurcIi den Chromium GeIialt fclieint diefer mineralilche K6rper Gch den AerolitIien ZP nithern ; a]]& wolier riihrte der verbrennliclie Eefiandtheil? Ein
vdkanilclier Urfprung Iclieint durch ihn widerlegt zu
Ieyn lo wie auch dadiircli daCs zil: Zeit des Regens
weiiigfiens in nnfern Vulkaiieii keiiie vulkanilche ErI'clieinmii3 Statt fand *I.
-
,
X.
Bemerkungen iiber einen Staubregen,
vou
LAVAGXA
dem jiingern , Dr. M., Mitgl. der Itd. SOC."")
Es h a t fcllon eiii Ma1 vor nqeftihr 60 Jahren in meiner Heimatli Caneto, im Tliale yon Oneglia, a n der
wefiliclien geiiueGIclien Kiifie, eine feine ziegelfarbi-
ye Erde gjeregiiet wovon wir aber keinen urnlitindli&en Bericht h den JaIirbiicIiern der Phyfik haben.
) Ehe wir uns in Meinungen iiber dieUrrachldiererErfcheinung
verbreiten, behalten wir uns vor, unfero Lefern erIt noch einige Bhnliche Nachrichten yon rothem Schnee vorzulegen, welcher ebenfalls voc einigen Jahren in mehreren Gegenden Itrlieus herabgefallen iR.
Con6
**) EbendafelbR.
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