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Analyse eines neuen aus drei Chloriden zusammengesetzten Doppelsalzes.

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1834.
ANNALEN
n o . 6.
DER PHYSIK UND CHE1MIE.
B A N D XXXIII.
5 ) Kann man bei chemischen Aoalyaen Quecksilber
und Kupfcr leicbt von eioander trennen, wenn man von
diesen Metallcn als Chloridcn eine Auflbsung macht, dieselbc siedend wit ltzendem Kali f d l t , und oacbber mit
Ameisensaiire vcrselzt. In einer mHfsigen WYme, von
hbchstens 70° bis 80° C. hat sich dann in etlicben Stunden
alles Quecksilber als Chlorlir nicdergesclilagen uod das Kupfer in der Ameisensiiure gtlest, die Theorie bievon ist:
der Sauerstoff des Quecksilberoxgds theilt sich; die eine
Hdfte orydirt das Kalium zu Kali, die rnderc das Kohlenoxyd der Anleisenslure zu KohlensYure; das Chlor
des Kaliums verbiodet sich mit dem Quecksilber, und
das gebildete Kali mit der AmeiseosBure.
Es ist iibrigens dcnkbar, drfs auch aodere Mctalle,
deren Oxyde oder Oxydhydratc sich leicbt in AmeisensYure h e n , Behufs von Analpen auf eine gaoz aoaloge
Weise vom Quecksilber getrennt werden k6nnen. Namentlich wird diefs oboe Zweifel der Fall seyn mit KObalt, Nickel, Kadmium uod Ziuk. Bis jetzt babe ich indefs keine Gelegenheit gebabt , Versuche dartiber anzust elleo.
VIII. AnaZyse eines neuen aus drei Chloriden
zusammengesetzten Doppelsalzes ;
von P. A. o. BonsdorfJ:
I
(KongL Vetcnrk Acad. Hand&/.
1834).
Ausgebend von der Tbeorie, melcbe icb M b e r in besonderen AufsPtzen aufzustellen sucbte ' ), und deren
1 ) Ann. de chim. c: de p h p . 1827, T.XXXIY p. 149. h-ot@.
-
Y e t . Acad. Handl. J 1827, p. l i 4 nod/. 1830, p. 117. (Aoo.
Bd. XVlI S. 115 uod 247. Bd. XIX S. 336.)
Puggendoril'r A n d . Bd XXXIII.
6
82
haup(s5chliclster Zweck dcr war, zu zeigeii, dafs Chlor,
&om uncl inchre Metalloide, glcich wic dcr Sauerstoff,
in ihrcn Verbindungen wit andcren $dryern die Rolle
von s5urca- und basenbildcnden Eleinenten spiclen, scbicn
es mir sich auch verlniitben zu lasscn, daCs die ciufathen Salze, wclche aus dcn binsren Verbindungen der
genanntcn Metalloide mit clcktro- negativen Metallcn (und
vemuthlich auch niit andcrcn Mctalloidcn) durcli dcren
Vereinigung mit deli Verbindungcn dcrselben Metalloitie
mit clcktro - positivcn Melallcn cntstelicii , sich nucli, wie
die Sauerstoffsalze, tinter c i n d e r zu doppelsalzartigen
Verbindungcn vcrciuigcn lasse~iwiirden.
Da indcfs dic tlieorctisclie Ansiclit von den bislier
bekanntcn doppclten Saucrstoffsnlzen oder von clcn SalZen, wclcho aus Saiierstoffsalzen und nndcren binarcn
Verbindungen zusainmengcsclzt sind , noch iiiclit fiir so
klar uiid evident in allcn Tlieilen gehalten merdeii
m6chte als cs cler Fall ist mit den ciiifnclieri Saucrstoffsnlzeu, und da diese Doppcl-Verbindungcn sicli niclit iinmer auf den Grund voii tlicorelisclieii Scliliisscn bilderi
oder zusammensctzcn lassen, sondern cntweder Erzciiguisse von zuhlligcn riud oft untcr bcsondcrs zusainnicngesctzt wirkendcn Ulnsthdcn hcrvorgcbrncli~cii Processcn
sind, odcr auch uiir untcr dcn, clurch uticndlic1~langsnin
wirkende Naturkriifte gebilcleteii l’roducten dcs Mincralreichs vorkonimen, so inufs es nocli vie1 scliwcrcr segu
und werden, aus den Salzcu, in wclcbeii Cblor, Brom,
Jod U. S. W. die Rolle dcs Saucrstolfs spielt (da diese
bis jetzt noch in so gcringer Anznhl dargestellt uncl so
weoig studirt wordcn sind) Doppelsalze durch directe
Versuche bervonubringen. Da cs mir jcdoch auf solche
Weise gegliickt ist, eine hieher gebarige Verbindung, ein
aus drei Chloridcn und M’asser zusammengesetztes Salz,
bervonubringen, und dieses Salz sich tiberdiefs durch
mehre eigenthtimliche Pursere Kennzeichen auszeiclnet, so
glaube ich, dafs eine Analyse und Beschreibung dessel-
93
ben nicht ganz obne Interesse fur die Chemiker seya
werde, und icli iiehmc uiir dahcr die Freilieit dem Urtheile der K. Academic cine kurze Abbandlung dariiber
vorzulegen.
I)as in Rede stchende Salz wird erhalten, wenn man
krystsllisirtes wasserhaltigcs Kupfercblorid zu einer verdiiniitcn Ariflilsung der Verbindung des Quecksilberchlorids mit Knliunichlorid ( C h h o - h'ydrargyrus Kuhhs),
seg es der intermedisren odcr dcr mit dem grillsten Gehalt voii Kaliurnchlorid t ), hinzusetzt. Das Kupferchlorid wird mit vieler Begicrde von der LBsung aufgenomiueii, uiid inaii iiberlalst darauf das Gcmenge einem freiwilligeii Abdunsten. Das Uoppelsalz fiingt bold an anzuscbiefsen , in meistentheik ziisaiulnengruppirten KrystalIcn voii ausgezeichnct sc1ii)u griincr Farbe, und der Ueberscbufs voin Chloro - Hydrargyrat oder vom Kupfercblorid
krptollisirt I~ernacli. Es ist liiebci gmz gleicbgaltig, welcher der Stoffe iu Uelerschufs hinzugekommen i n , abcr
ein Ueberschufs von einem dcrselben ist zum Auschieisen des Salzes notbwcndig, oder von besonders vortheilhattern Eintlufs; aricli unturscliciden sicb diese Itorper
durcb ihre iirystallisptiou und Farbe leicht ron dem Salze.
Mali kann dnber auch Quecksilberchlorid und Kupferclilorid nuf Geratbewobl zu eiiier Aufliisung von K n1'rumchlorid hiiizusetzen, und erliSlt doch das Salz vollkommen augescbosscu. Das Salz hat auch eine grohe Neiguug zrim Effloresciren; es bilden sicb sebr scbOne Dendriten in diinnen BIattern vou olivengruner Farbe, und
wenn daneben auch das Chlorobydrargyrat oder das Kupfercblorid efflorercirt, so bilden sicb an den Seiten dea
Glases Vegetationen, mit besonderen Nnancen von G r h ,
den herrlichsten, welche man unter Salz-Efflorescemen
nur seben kann.
Die Krystallfonn besteht, aus geraden rholpbiscben
Prismen, welche durch Abstumpfang auch re&- und zeh:
1) Annolea, BJ.XVlI S. 123.
6.
84
seitige Prismen bilden.
Fig. 1 iincl 2 stellen dic beson-
dercn Ab5nnderungen der Kryslallform dor, an welchcr,
wcnn sie am einfachsten ist, nur die Flschen P,i?f vorkommen uad die Grundfonn bilden. Nach Hrn. N o r d e n s k i l l l d ' s Messuugen ist P zu
=!loo,
zu M
=lo90 23'; n zn R =70° 5' und p zu p ungefiihr = 1 1 2 O ;
M zu l=l zu M , iiud n zu M=M zu n. Die Neignngen sind alle, mit Ausnahtne der von p zu p , durcli
Spieglung gemessen. Zwischen 71 und p kam aucb ein
Ma1 eine Pyramideoflkhe vor, dic aber so undcutlich
war, d a t sie ihrer Lage nach nicht bcstimint werden
konnte. Zuweilen bilden sich Zwillingskrystalle durcb
eine Drehung, in recbtwinkliger Richlung auf 1, wodurch,
wenn zugleicb die dozwischen liegendc Flaiclie vorkommt,
ein einspriogeoder Winkel auf dcr Flnclie p erscheint.
Die Charaktere dcs Salzes sind irn Uehrigen folgende.
Die Farbe ist scbbn grtiii, zwischen 'sinaragdgrb und
g a s g r h , das Pulver hell griinlicbgelb. Der lulsere Glaoz
stark, glasartig. In gewllbnlicber Luft bebailt das SaIt
seine Farbe uod seinen Glanz, in feucbter Luft aber erleidet es mit der Zeit cine Zersetzung auf der Oberflgcbe und ee bildet sich auf dieser ein gelblicber Filz. In
einer vollkommen mit Wasser geattigten Luft zerfliefst
es, und baarfeine oder strablige weilse Krystalle von,
85
-
wie es scbeint, Cbloro Hydrargyras Ka1icu.s scbiehen au.
Mit kaltem Wasser Gbergossen, wird es gleichfalls zersetzt ; die Krystalle bekoinmen eine weifse scbimmernde
Oberflache, von einem entstanclenen strabligen Bescblag,
obue Zweifel vou (dem intermedisren) Chloro -Hydrargyras Kalicus; und der flussige Tbeil bekommt eiue hellblauc Farbe. Von siedendeni Wasser wird es obne
Zerselzung mit scbdn grasgruner Farbe aufgelbt, und
gicbt bei Abdunstung i n der WSrme oder bei augenblickliclier Abduuslung auf eiuer wciten Flacbe wiedcr das
griiue Salz. Kiihlt mau abcr die warme Lilsnng scbleuiiig ab, so scbiefst das weifse strahlige Salz an uud die
ubrige Flussigkeit wird blau. LYCst man z B. von derselben griinen LOsuug eineii Tropfeii auf eiuen warnien
Glasscherben fallen, und cineii andern auf einen durch
Scbnee abgekuhltcu, so scliicfst auf dem erster, das uw
zersctzte Salz uiit gruncr Farbe an, wilireud sicb auf
dcni lclzfcren augcnblicks ciiic krystallisirte weilse Massc
absetzt uud einc blluliclic FlIissiglieit zuruckbleibt.
111
absolutein Alkobol ist das Salz vollkoinnieii uulirslicb,
abcr in gcwilhnlichem Wcingcist liht es sich mit grasgrliiier Farbe; aus letztcrcm scliicfst beim Erkaken aucb dns
wcilse strahlige Salz an und die Fliissigkeit wird blau
l)as Salz schluilzt in der Warme und erhiilt eine gelbbrauue Farbe, gicbt Wasser ab, und bei starkerer W l r m e
gelit Queclisilbercblorid fort.
Die Aualyse des Salzes wurdc auf mehrc Weise augeslcllt, und zuerst wit eiuer Portion dcrjenigeu Krystalle,
die aus einer mit Kalium- Clilorohydrargrat in Ueberschufs versetzleu Liisiing angeschossea waren. Das Salz,
0,949 Gnu. wiegend, wurde in cineii lhnlichcn Appnrat
eingelcgt, wie er friihcr von mir bei Untcrcucliung der
Cbloro -1ljdrargyrate angewandt wurde, bestohend in eincin PUS ciner 4 Zoll iin Durcbmesser haltenden Glasr h e susgeblaseneu Kolben von etwa 6 Zoll t h g e , dcsseu Boden, mit einer Kugel und 2 f 2011 davon mit ei-
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ner kngelf6rmigeii Erweitcruiig verseben, und desscn Hals
zu einer MUodiing von
Zoll Durchmesser arisgezogen
w,ar I ) . Die Miindung r u r d e lose niit eiiiein Kork bcdeckt und das Soh vorsicbtig ertiitzt; rlas Wasser sainmelte sich dann in der obercn Erweitcrung und wurde
von da zu der Miindung hiiiausgetrieben; das Quecksilbercblorid wurde darauf in den obereii Tbeil dcs Apparats sublinirt. Dcr Kolben wurdc zwisclien beiden Kugeln durcbscbiiitten , darnuf dns subliiiiirte Quecksilbercblorid seinein Gewicbtc nacli bcstiniint, und dcr Ruckstand in der untcren Krigel, bestellend aus Kaliuin- rind
Kupferchlorid, iii Wasser gelilst, das init einigcn 'A'ropfen
Chlomasserstoffsiiure versctzt war. Das Kupfer wurde
durcli eincn Stroin Ton Scliwcfelwasserstoff gefiillt , uiid
der nbfiltrirte Niedersclilag in Salzstiure und Sa1peters:iurc
aufgelOst, die 1,8suiig filtrirt, und darauf unter Kocheii
mit titrendem Kali gefsllt, dabci das Gcmengc zur Trocknc
verduiistet und crbitzt, und dnrauf dic Massc in Wasser
gelast, wobei das Kupfcroxyd ungelilst blieb, wclches
nun gewaschen tint1 gegliilit wurde.. Die nacli hbscheidung des Sclwefclkupfcrs zuriickgeblicbene, dns Clilorhaliuin enthaltendc Losung wurde zur Trockuc abgcrauclit
und der Rircksfand ebcnfillls gcgliilit. Das wciicrhiii unter No. 1 mgefribrte Resultat zcigt die Mcngc der auf
die eben bescliricbenc W c i s c erbahcueu Bestnndtheilc.
Von dem bci Ucberscliufs von Kupfcrclilorid in dcr
LOsuog nngescbossencn Doppelsalz wurdcn zwci hesonders abgewogene Portioiicn gcnoinmeli und 211 folgendcr
Probe angcwandt.
1,245 Grm. cles Salzes wurdcn i i i hcifsem Wasser
gelust, die Usiing vercluunt uiid mit Schwcfelwasserstoff
geMIt, darauf der Kicderschlng abfilkirt, die durchgegaiigene, das Kaliuiiichlorid enthaltende Lilsung zur Trockoe
+
1) Siehe die citirte ALhindluog in dcr K. Y c t m r k . Acad. Handf.
/. 1828, p. 181 , und Fig. 2 dcr Tofcl (S. d i u e Ann. Bd XVlI
S. 120 ond Fig. 10 Tar. 1).
87
abgcdunstct und dcr Riickslnnd gcglulit. E r wog 0,392
Grm., entsprecliend 31,48 Proccnt.
Die andcrc Portion wurde zu ciner controlirenden
Xestiminung dcs Quccksilbcr - und dcs Kupferchlorids engewnndt, sowohl weil das Wasser und das erste dieser
Cliloridc iu der obrn bcschricbcncn, durch Wiirnic bewcrkstelligten Analyse kbnn~eii nicbt mit hinreicliender
Genauigkeit abgcschiedeu und ilircr Menge nach bestiinmt
wordcn seyn, als nucli wcil der Wassergehalt beim Anscliicken in Gegcnwart eincs anderen in Ucberscbufs vorhandencn Salzes (dcs Kupfcrclilorids) lnilglicherweise verschicden s c p kiinnte.
I)ie geiiannten Chloritle wiirdeo ilirer Mcnge nnch
durch einc neue analytische Mctliode bcs~imint, wclche
ich durch bcsondcre vcrgleichendc Versiichc als gnnz
zwcckmzfsig zur Trennung dcr genanntcn bIetalle gefunden haltc, und die kiirzlicli in Folgendcm besland I ) .
Das abgcwogene Sdz, 1,015 Grm. wurde in kochendcin Wnsser gclilst, wid untcr Koclicii durch ganz wciiig i n Ucberschds Iiiiizugcsctztcs fitzcntles Kali gcRllt,
Die heifsc Lilsung wiirdc nun in kleincn Portionell nach
und nach mit Amciscns;iurc vcrseIzt, bis tlcr gclbbraune Nienacb
clerschlng (Kupfcroxyd wid ~~)ucchsilbcro.t~dliydrnt)
Umschiit~cliisicli untcr .Julbrn.isrn ia ciii wcifscs Pulvcr
verwandelt hattc, bcstchcotl aus Queclrsilbcrclilortir. 3hc
Aulliisang wurtlc nun auf hurzc Zeit bis zuin aafangendcn Sicdeii crbltzt, wo sich noch elwas Chloriir ausschied.
Auf's Keuc durch dnsselbc Fillruin filtrirt, enthiclt die
Losung allcs l i u ~ ~ f c r o x g dverbundcn init AireisensHure,
nrhrcnd der ganze Quecksilbcrgclialt , in Chlorur verwandelt, auf dem Filtruin zuruckblicb, auf wclcbcm dasvorhcrgelrendcn Aufsatr.
Die hleinen Unterschieda
in dern Vcrfdiren, w i e cs dort und l i i e r angegeben ist. riiliren
davon her, d d s , a h diers Analyrs angeitellt wurde, cinzelne
U m s t h d e des Verbaltens der in. Heds stehcnden Harper nocli
tiicl,t ganr vollstindig aesgcmittelt waren.
1 ) Siehe den
88
sclbe leicht mit beirsem Wasser ausgewascben und in einer Temperatur von 60' C. (ohne dafs eioe Ternperatur von
Uber 100' C eine weitere Veranderung bervorbrachte) getrocknet wurde; es wog nun 0,500 Grm., entsprecbend
0,578 Grm. Quecksilbercblorid oder 56,93 Procent des
Salzes. Die KupfcrlOsuog wurde in der WSrme mit
atzendem Kali gefallt, aber da das geflilltc Kupferoxyd
eioe Neigung zuin Durchgeben durcb das Filtrum zeigte,
die Lasupg zur T r o c h e verduostet, der Rackstand gegliiht, darauf warm mit Salpeterstiure bcbaadelt, die Plussigkeit filtrirt und mit Kali gefallt. Abgedunstet zur
T r o c h e , wicder aufgel0st und bis zum Scbmelzen des
Salpeters erbitzt, gab dieselbe Kripferoxyd, welclies sich
leicht aoswaschen liefs und 0,056 Grm. betrug, entsprecbend 0,0946 Grm. Cblorid, was 9,32 auf 100 Tbeile
macbt I ) .
Das Resultat dcr beiden analytiscben Versucbe mird
also:
. 1.
Chlor.
11.
Chlor. Bcreclin.
Quecksilbercblorid 57,56 11,91 66,93 14,75 57,03
Kaliumcblorid
31,47 11,91 31,48 15,g-l 31,l.i
Kupfercblorid
3,00 4,2?
9,38 4,92 9,33
Wasser ,
3,07
2,25
230
100,OO.
Bci Betracbtuog des CLlorgehalts dcr einzeliien Cbloride, aucb der Meoge des Wasscrs, bcsouders bei l e t s
terem Resultat, findet inan, d a t das Salz bestelit BUS:
3 itomen Quecksilberchlorid, 3 Atomen Kaliumchlorid,
1 Atome Kupferchlorid und 2 Atomen Wasser. Da der
Cblorgchalt dcr beiden ersten Chloride gleich ist, haon
man es ols ausgelnaclit ansehen, dafs diese nliher verbunden aind, und folglicli eioen integrirenden Theil des Dop1) Richtiger
w i r e es n o h l gewcrcn, die AmcirenrSore mit Scbwefclaiore odor Salpctcrsiurc aurrutrciben , und dar Sulphat mit
Kali LU butimmcn.
89
pelsalzes ausmacben. Was dagegen das Kupfercblorid und
das Wasser betrifft, so kenn man annebmen, dafs entneder
jedes von ibneii far sich in das Salz eingebt, oder auclr,
was wahrscheinlicber is!, beide vereint zu einem Kupferchlorid - Hydrat, welcbes dann den andern Bestaiidtheil
ausmachte. Im letztcren Fall w b d c die Zusammensetzung
ausgedruckt d u d :
3 (KaCI+HgCl)+( CuCl+2k).
Wiewobl die angefuhrtc Formel begreidicherinafscii
dic Zusammensctzung des Salzes dantellt, so diirfte es
doch nothwendig scyn , besooders fiir Bbnlich zusainmenGcsctzte Vcrbinduogen , eine einfachere Bezeichnuiigsrveisc
fur die Cbloride aozuiveudeo. Aus diesem Cruntle ina;
es mir erlaubt seyn, i n Gcin3fslicit der von B e r z e l i u s
fiir die Sauerstoffsalze und Schwefelsalze eingefiihrten Bezeichnungsweise vorzuscblagen, die Cbloratome durch den
Bucbstaben c uber dem cbemischen Zeichen for deli elekIro - posiiriven KUrper auszudruckcn, 80 z. B. Kaliuuichlore
CE
rid durch K,Quecksilberchlorid durcb Hg. Hienach wiirdc
die Formel far das beschricbeiie Salz:
re
cc
rc
Ka Hg+Cu i€?.
Vielleiclit wird die Zusammensetzung dieses Salzes,
nach dieser Formel dargestellt, etwas eigen in ihrcr Art
crscheineii. Indefs mangelt es nicbt an Beispielen gauz
aualoger Verbindungen unter den bis jetzt bekannten KUryern von der Klasse dcr Sauerstoffsalze. So z. 1). tindct man uulcr deu kunstlich dargestellten Verbindungea,
dafs das von W B b l e r beschricbene Salz von salpetersaurem Silberoxyd init Cjanquecksilber und Wasser eiue
ganz analoge Zusamineneetzuug hat; und unter den Producten des Miueralreicba scheiucu mir der Topas uud das
sogeiiannte vanadinsaure Bleioxyd von Zimapan in Mexico
iu jeder Hinsicht ghulicbe Zusammeosetzungcn zu seyn.
Xeide bestehen nHmlicb aua einelh Saueretoffsalz, verbundeu wit einer Verbindung eines davon vem&iedenen bi-
90
Daren KBrper (Chlorid oder Fluorid) und einem Oxyd;
das oben beschriebene Salz dagcgen ist gebildet aus einem Chlorsalz, vereinigt mit ciner Verbindung von einein
davon abgeschiedenen bioaren Kbrper (Wasser) uud einem Chlorid. Bemerkcnswer~liist cs auch, dars das genaoute Salz und d c r Topas in ilirer Krystallform sebr
v i d e Aehnlichkeit untl Analogic zeigen , aufserdeui, dace
sie beidc zum prismatischen Krystallsystem gehilrcu.
IX. Ucber clas Vcrhahen cles Kohlenoxyds
ziz
Kalium; con J u s t u s L i e b i g .
I n mciner Abhandlung tiber die Constitution des Aethcrs
(diese Aunalen, Bd. XXXl S. 329) habc ich bei Gelegenheit der Zersctzung dcs Oxalllhers mit Amluouiak die
Meinuog ausgesprocbeo, dafs mau das Kohlenoxyd als
ein Radikal betrachteo k h o e , von welchcm Xohlenslure
uod Oxalsaure die Oxydationsstufcn, das Phosgen dic
Chlorverhindung sey.
D e r Verfolg dieser Idce hat inicli zu den sooderbarsten und merkwtirdigsten l\csulhtcn g C f h t , dic zu bewcisen scheinen, dafs diese Aehnlichkeit sich nicht allein
auf diese Verbindungen bescliriinkt.
W e n n man trockucs und kolilens5urefreies Kohlenoryd Ubcr Kalium leitct , wclclies in eiiicr- weiten Glasr6Lre im Flufs erlialtcn wird, so verbinden sich beide
mit ciuander , oline Fcuererscheinuag; dns Kalium wird
im Anfange der Vcrbinduilg auf seiucr Obcrfkiche grUo,
es breitet sich auf der ganzen Oberflkhc dcr RBhre nach
allcn Richtungen hiti aus, vcrliert scinen Metallglanz ~011standig rind wird zu ciner schwarzen Masse, die sich leicht
ablosen Ififst. W e n n mau diese Vcrbinduog noch etwas
warm an die Luft bringt, SO entziindet sie sich mit kinem
Knall; mit TVasser zusammengebracht, liist sie sich darin
'
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