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Analyse eines neuen Minerals gefunden im Paramo-Rico bei Pamplona (in Sdamerika).

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591
Tierra amarilla, bei Chili, gedacht, welches jedoch nicht
der Pelokonit seyn kann..
Der Pelokonit lost sich leicht in Salzstiure , schwieriger in Salpetersaure auf. Die salzsaure Auflasung bat
eine pistaziengrune Farbe, und reagirt auf Eisen, Mangan, Kupfer, Phosphorsaure.
Dieses Mineral stimmt iihrigens in mehreren Eigenschaften mit denjenigen Korpern iiberein, welche Hr.
H a i d i n g e r in eine Ordnurig, die der nTerene,n zusammenstellt.
VIII. Analyse eines neuen Minerals, gefunden
im Pararno-fico bei Pamplona (Yn Siidamerika );
oon Hrn.
J. B. B o u s s i n g a u l t .
(Ann. de d i m .
e t de
phys.
T. X L K p. 325.)
I n einer kleinen Entfernung vom Dorfe Montuosa-Ba)a,
in dem Paramo-Hico, 3800 Meter tiber dem Meere, findet man in einem zersetzten Syenit eine gelbe schwere
Substanz, die, nach lneinet Analyse, eine neue Mineralspecies auszumachen scheint.
Diefs Mineral kommt in kleinen Concretionen vor,
bat eine gelbe, in'e Griine fallende Farbe, und ein specifisches Gemicht =6,00, das des Wassers bei der Temperatur 24O C. als Einheit angenommen. Auf Kohle vor
dem Lbthrohr schmilzt es leicbt zu einer Kugel von dunkler Farbe. Mit; Soda erhelt man leicbt ein Bleikorn, WObei sich zugleich eine unschmelzbare Scblacke bildet.
Durch eiuen neuen Zusatz von Soda zieht sich diese
Schlacke in die Koble, und wenn man dann die Koble
zerreibt und abschlemmt, erhalt man ein graues, schweres, metallisches Pulver, welches wie regulinisches Mo-
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lybdan aussieht. Diefs bestatigt sich aucli auf nassem
W e g e , da man dabei eine betrachtliche Menge MolJbdzosaure erhalt.
Diefs Mineral llist sich mit Aufbrausen in Salpeterszure; und die Liisung wird vom salpetersauren Silber.
oxyd gefjillt. Von Chlorwasserstoffslure wird es sclinell
augegriffeil ; es bildet sich Chlorblei, und die Flussigheit
nimlnt eine grune Farbe an; zugleich entwickelt sich eiu
sehr detrzchtlicher Geruch nach Chlor.
Nachdem ich mich hiedurch versichert hatte, dafs
das Miiieral von Painplona aus Blei bestehe, verbunden
wit Molybdan-, Kohlen-, Chlorwasserstoff- und Chromsliure, schritt ich zu seiner Analyse, und zwar auf fdgende Weise. 100 (>ran des gepulverten Minerals wurden in anfangender Rothgltibhitze gegluht. Es entwichen
dabei 2,9 Grm. Kohlensaure.
Das gegluhete Mineral wurde in Salpetersaure, verdiinnt mit dein 6 fachen Volumen Wasser, gelost. Die L6sung war blalsgelb, und es blieben 3,7 Grin. Quarz zuriick.
Auf Zusatz von Schwefelkure zu der salpctersauren
Llisang fie1 schwefelsaures Bleiosyd nieder , das, gegluht,
95,9 Grm. wog, entsprechend 76,6 Grm. Bleioxyd.
In die vom Blci befreite Plussigkeit wurde salpetersaures Silberoxyd geschuttet, doch nur in sehr geringem Ueberschub. Es fie1 Chlorsilher nieder, das 6,6
Granimen wog, entsprechend 1,3 Grm. Chlorwassersloffs8ure. Nachdem der Ueberschuls des Silbers durch einige Tropfeu Chlorvvasserstoffs&ure gefallt, und das Chlorsilber abfiltrirt worden, wurde Ammoniak hinzugesetzt,
wodurch ein gallertartiger Niederschlag entstand, der nach
dem Cliihen 7,l Grm. wog.
Dieser Niederschlag lronnte Bleioxyd enthalten. Er
wurde also mit siedender Chlorffasserstoffsaure behandelt. Es bildete sich Chlorblei, das man absonderte;
dann wurde Alkohol zu der sauren Fliissigkeit gesetzt.
Das Chlorblei wo6 4,O Grm., entsprechend 3,2 Grm.
Oxyd7
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Oxyd, so dafs die Gesammtmenge des Bleioxyds in dein
Minerale 733 Grm. betrug. Die saure alkoholische Fliissigkeit wurde eingedampft und rnit kaustischeni Kali ubersattigt, um die Thonerde zu losen. Es blieben 1,7 Grm.
Eisenoxyd zuriick. Die alkalische Fliissigkeit mit Salpeterslure gesattigt, und darauf mib Atnmoniak gefallt, gab
Thonerde, die gegliiht 2,2 Grin. wog.
Diese ammoiiiakalische Flussigk’eit, welche nur nocli
die Molybdan- und die Chromsaure enthalten mufste,
wurde eingedampft, wobei sie eine dunkelgelbe Farbe
annahm. Die Ammoniaksalze , grofstentheils salpetersaures Aminoniak, verflogen, und es blieb ein pulverformiger griinlichweifser Ruckstand, welcher ein Geinenge war
von Molybdansaure und Chromoxyd.
An den Wanden der Platinschale, in welcher die
Ammoniaksalze verflucbtigt wurden , s a L eine klebrige,
schmelzbare, uogemein saure Substanz, welche alle Kenuzeichen der Phosphorsaure besat. Diese Saure wurdc
mittelst blkohol forlgenoinrnen , die Liisung mit Wasser
verdiinnt nod der Alkohol durch Kochen fortgeschafft.
Dann wurde p i e wit Animoniak gesattigt und durch salpetersauren Baryt gefdlt, wodurcb 4,O Grm. phosphorsaurer Baryt erhalten wurden, in denen 1,3 Grm. Phosybors%ure enthalten seyn mufsten.
Das Gemenge von MolybdBnsaure und Chromoxyd
wurde mit kaustischem Kali behandelt. Das Gemenge
wog 10,9 Grin.; nach der Behandlung mit Kali blieben
0,9 Grm. Chromoxyd, entsprechend 1,2 Grm. Chromsaure.
Zufolge dieser Analyse enthalt das Mineral von Paiuplona :
Annal.d.Physih.B.97. St. 4.J. lW31.St.4.
39
594
I '
Bleioxyd
Malybdanoxy d
Kohlensaure
Chlorwasserstoffslure
Phosphorsfure
Chronisaure
Eisenoxyd
Thonerde
Quan
Nothwendig mufs man annehmen, d a k vom Bleioxyd verbunden sind:
14,6 mit der Kohlensaure
5,3
Chlorwasserstoffsaure
4,l
- Phosphorsaure
2,4
Chromslure
- - -
26,4
wonach also 474 Bleioxyd mit der Molybdlnslure verbunden bleiben.
Im neutralen molybdaasauren Bleioxyd (Pb Mo) niirden 10 Molybdansaure an Bleioxyd 15,2 aufuehmen. Hier
sind aber die 10 Grm. Molybdanslure mit fast der dreifachen Menge Bleioxyd verbunden. Das analysirte Mineral scheint also ein neaes molybdansaures Bleioxyd zu
seyn, das drei Ma1 so vie1 Oxyd a h das von H a t c h e t t
iiutersuchte neutrale Salz enthalt. In dem molybd~nsauren Bleioxyd von Pamplona ist der Sauerstoff der Saure
genaii gleich den1 der Base; es ist also inolybdas triplurnbicw , und bekornmt die Formel: P b 3 Mo.
Man kann demnach das Mineral von Pamplona betrachten als bcstehend aus:
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Molybd;i'nsaurem Bleioxyd ( Pb3 Mo)
Kohlensaurem Bleioxyd
Chlorwasserstoffsaurem Bleioxyd
Phosphorsaurem Bleioxyd .
Chrumsaurem Bleioxyd
Ganggestein
Ueberscbiissigem Bleioxyd
56,7
17,s
6,6 '
594
3,d
7,6
097
'
98,l.
IX. Ueber das Tellur- Wismuth von Schcmnitz.
D i e Kenntnifs dieses Minerals, welches drei Meilen
von Schemuitz, beim Dorfe Schoubkau, in der Nahe von
Schernowitz, in einer Lettenkluft der Griinsteinformatioii
vorgekommen, aber seit dew ersteu Funde nicbt wieder
angetroffen iat *), verdanken wir dem Bergrath und Professor W e h r l e in Schemnitz. Die erste Nachricht dariiber hat derselbe in S c h w e i g g e r ' s Journal, Bd. 59.
S. 482., mitgetheilt, und eine ausfuhrliche Untersiichung
spaterlin in der Zeitschrft fur Physik und Maihernaiik,
Bd. IX. S. 133. Ebendaselbst, S. 129., hat auch Hr.
H a i d i n g e r die Krystallform und aufsere Beschaffenheit
des Minerals ntiher beschrieben, und zwar von Krystal]en, die derselbe vom Prof. A n k e r bekommen liatte.
Nach dieser Beschreibung siud die Krjstalle eine
Combination eines scharfen Rhomboeders f,mit seinem
*) Nach Hrn. P a r t s c h komrnt
es indefs aueh auf der NazianzeniGrube, irn Gebirge Feritsel, unweit Pojana , im siebenbiirgischen
Golddistricte v o r , eingesprengt in hornstrinartigem QuarLe m it
gediegenenl Golde und goldhaltigem Schwefelkies. Auclr verniuthet er, dafs dns nach B o r n und E s t n e r zu KaLova bei Rhimawombatli, in1 Gomorer Cornitate, mit gediegrnem Golde ForLornmenda sogcnannte Wasserblei hieher gehor c.
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