close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Analyse eines neuen Minerals aus der Nachbarschaft von bo.

код для вставкиСкачать
123
nen Jod and der unzersetzten Jodssure verbindet, und
in dieser Vereinisung den neuen gelben K6rper bildet,
lvelcher, als wenig liislich in Wasser, sich abscheidet.
Es ist noihwendig, was ich beabsichtige, sich etwas
betr;ichtliche Mengen von der aus der W’irkung von Jodslure und Morpbin entstehenden gelben Substanz zu verscliaffen, urn sie untersuchen und die hier stattfindende
Reaction aufliellen zu k h n e n , da diese Reaction, wegen
des Stickstoffgebalts des Morphins, vielleicbt sehr verwikkelt ist.
XVI. Analyse eines neuen Minerals aus der
Naeftbarschgt oon A%o;
oon P. A- o. B o n s d o r f J :
(Kong& Vttenrk. Acad. HundZng. J: 1827.p. 156.)
D a s Vorkommen wasserhaltiger Mineralien im Granit
und andcrn TJrgebirgsarten scheint immer eia gewisses
geognostisches Interesse zu haben , wcnii auch die Erkliirung, selbst nach dcn jetzt herrschenden vulcanischen
l’heorien, nicht mchr mit bcsondereii Schwierigkeiten verkniipft ist; aber es scheint mir, als steigere sich das Interesse, wenn, unter denselben iiurseren Verbhissen,
neben dem wasserhaltigen Mineral noch ein anderes ge:
funden viird, welches, bis auf diesen Wassergehalt, v81lig mit dem ersten in seiner 2usa.nimensetzung iibcreinstimmt. In dicser Beziehung und auch in Rucksicht seiner neuen oder eigenthumlichen Zusammensetzung wird die
Untersuchung des wciterhin beschriebenen Minerals der
gffentlichen Belranntmachung nicht unwerth erscheinen.
Das Mineral kommt in einem rathlichen Granit vor,
in den sogeuannten Biskopsskern, diclit neben der Stadt
h o , in Begleitung eines hellen, blattrigen, grauen Dich-
124
roils; von diesem Dichroit anterscbeidet sich das neue Mineral nur durch seinen Wassergehalt , oder mit andern
Worten, cs ist Dichroit verbunden mit 2 Atom. Wasser.
Aufser Dichroit kommt in demselben Minerale noch ein
belles, griinliches, feldspathahnliches Mineral vor, das
vermuthlich Natron-Spodumen ist
Mi n t r a1o 6i s c h e B c s c h r e i b u n g.
Dns Mineral komint krystallisirt in sechsseitigen regelrniifsigen Prisinen vor, an denen jcdoch keine deutlicheii Endlllichen beobachtet wurden. Gewijbnlich sind
die scciisseitigen Prismen in den Kanten abgestumpft, wodurch sie so vielseitig werden, dafs sic fast rund erscheinen.
Der Bruch ist vollkommen geradbkittrig, senkreclit
gegen die Ase der Prismen; der Lange nach ist der Bruch
schalis.
Der Gianz ist auf den Bruclifliichen gleichsam talkartig, auf dein sclialigen Llingenbruch dagegen wachsartig.
Die Farbe ist griinlichbraun, odcr duiikel olivengrun;
dfiniie Kanten zeigen beiin Hindurcbselien eine hellgriinlichc Farbe. GrBCscre Stiicke siiid vollkoininen undurchsichtig; in diinnen Kanten oder RISttern ist das Mineral
aber diirchsclieinend.
Die Hate ist nur gering; das Fossil ritzt Kalkspath
mit Muhc, und wird von Flufsspath geritzt.
Vor dein LWwohr in eineln kleinen Glaskolben erbitzt, giebt es eine bedeutende Portion Wasser Bus, obne
daL es sonderlich scin Anselien veriindert, nur wird die
OberflSche matter. Hineingestecktes Fernambuck- oder
Lackmuspapier zeigt keine Reaction.
In der Zange erhitzt, wird es nur heller, scbeint
aber keine Scbmeizung zu erleiden.
125
C hem i s c h e An a 1p s C.
1,88 Grm. des Minerals, in Form von geschIemmtern Pulver, wurden im Platintiegel mit drei Theilen kohIenssuren Kali's vermischt , auf gew6hnliche Weise gegluht, in SalzsBure anfgeliist und zur vollst%ndigen Trockne
abgedunstet. Nach Zusatz vou SalzsPure ivurde die Masse
i n Digestionswiirme gestellt und mit Wasser vermischt, darauf die Kieselerde auf ein Fillruin gebracht, gewaschen,
getrockdet und gegliiht. Die davon abgesonderte Flussigkeit wurde mit msglichst wenig iiber die Neutralisotion
'binzugesetztem kaustischem Aniinoiiiak gefzllt. Der Niederschlag, nachdem er gewaschen und, zur Liisong der
Thonerde, mit kaustiscliein Kali gekoclit worden war, hinterliefs eine brsunliche Erde angellist. Each dem Trocknen wurde diese in SaIzsliure gcliist, wobei eiii wenig
EIieseIerde zuruckblieb, die Liisung mit elwas Salpetersaure versetzt, zum Kocheu erliilzt, und mit kaustischem
Ammoniak geszttigt. Bernsleinsaurcs Ainmoniak schlug
bernsteinsaures Eisenoxyd nieder, welches, mit kallem Wasser gewaschen und in einem offnen weiten Platintiegel
verbrannt, reines Eisenoxyd gab. Aus der Kalilauge
wurde die Thonerdc auf getvshnliche Weise mittelst Salzsaure und kohlensauren Ainlnoniaks abgeschieden , dann
gewaschen und gegluht. Durch huflfisung derselben in
verdunnter SchwefelsPure , wurde ein wenig Kieselerde
erhalten, die wie gewahnlich der Tlionerde gefolgt war.
In der Liisung, welche nach erster Fallung mit kaustischem Ammoniak librig geblieben war, bracbte oxalSaures Ammoniak keinen Niederschlag hervor. Da hieraus hervorging, d a t kein Kalk in dem Fossile enthalten war, so wurde die genannte Lasung gemeinschaftlich mit der, welche uach der F&llung mit beqsteinsaurem Ainmoniak zuriickgeblieben war, mit koblensatrrem
Kali in der Warme behandelt, urn erstlich den Salmiak
zu zersetzen und dann die Talkerde zu fdllen, wozu n o d
Siedhitze angewandt wurde.
126
Es sey rnir erlaubt in Bezug auf die Abscheiduug
des letztern Bestandtheils noch einige Worte binzuzufiigen. Zwar habe ich bereits in einer Abhandlung, welchc in die Schriften der K. Acadernie von 1521 eiugeriickt worden ist, die Methode. beschrieben, welche, wio
icb gefunden, zur Abscheiduug der Talkerde mittelst kohlensauren Kali’s am voniiglichsten ist ; allein, obgleich
diese Metbode spater von einigen Chernikein mit Vortheil angewandt worden ist, so scbeint mir doch aus den
Untersuchungen verschiedener tallllsltiger Fossilien, selbst
aus einigen der in den 1)enkschriftea der K. hcadeinie
enthalteneu, liervorzugehen, dais die Ausl&ng der Talkerde bei Analysen Schwierigkeiien verursacht Labe, (la
man zu andern FQllungsmitteln, wie zu phospliorsaarcn
Salzen , seine Zufluclit nahm, theils fiir sich angewandt,
theils um vollst~ndigzu fdlen, was das kohlensaure h a l i
ungeliist liefs. I)a ich iibeneugt bin, d a L diese phosphorsauren Salze gain entbehrlich uud iiicht zweckdienlich sind, indem man mit kohlensaurem Kali oder Natron
die Talkerde vollkominen so gut ausfzllen kann, urn ihr
Gewicht lnit Scharfe zu bestimmen; so nehme ich uiir
die Freiheit, hier beilhfig die Art zu beschreiben, n i e
dieses Fiillungsniittel mit dew besten Erfolg angcnaudt
werden kann, urn SO mehr, da die von inir am genannten Orte gegebene neschreibung vielleicht ZLI eiiiem weniger geniigendea Resultate fiihrt.
Die Ldsung, aus welcher die Talkerde gefiillt werden soll, wird in einer Platin- oder Silberschale ethitzt,
nach und nach mit kleinen Portionen einer erhitzteu Liisung von kohlensaurem Kali versetzt, und so lange n&e
in der Siedhitze erhalten, als nocli Animoniakd~inpfesicli
entwickeln; wenn diese aufhiiren oder sich zii vcrmindern anfangen, so d a t man kein Aufspritzen beiiu Sieden mehr zu fiirchten hat, wird das Gemenge zum raschen
Sieden gebracht, was am beyueinsten mit der doppclku
Weingeistlampe gechieht, und eine kocbeude Liisung von
127
kohlensaurem Kali etwas iiber die Sdttigung hinaus zugesetzt. Sollte bei der Austreibung des Saliniaks in geringer Warme eia Niederschlag (welcher gewiihnlich
schwimmend bleibt) entstehen und verharren, so ist es
am besten denselben mit einigen Tropfen Salzseure aufzulfisen, nachdem die klar gewordene Flussigkeit wzhrend
der Zeit in ein anderes Gefsfs gegossen ist, und hernach
das Kochen unter Zusatz von kohlensaurern Kali wit einer vollkommen klaren Flussigkeit zu unternehmeii. Nachdem die Fliissigkeit cine Weile gekocht hat, niinmt man
sie vom Feuer, und sieht nacli, o b die Erde schner zusammensinkt (auf die Weise wie es in den Kongl. V. A.
Handling. f. 1821, p. 201. , ausfiihrlicher beschrieben ist).
W e n n dieses geschieht, wird der Niederschlag auf ein
Filtrum gebracht und mit heifseln Wasser gewaschen, wobei man bald daliin komint, dafs ein l'ropfen dcs Waschwassers beiln Verdunsten iiur einen uiibcdeutenden l\ing
von Riickstand hinterkifst , aber durchaus keinen Fleck
oder keine Had. Die Erde ist nun wohl ausgewaschen,
und die filtrirte Liisung wird mit dein Waschwasser zur
vollkommnen Trockne verdunstet, in so wenig Wasser
als nblhig ist aufgelast, und in einem hohen und schmalen Glase zum Klliren hiugcstellt. Nachdeui das Unliisliche sich am Boden gesammelt hat, wird die klare Lbsung abgegossen und der gcringe Niederschlag auf ein
besonderes und lileines Fillruin gebracht, dort gehihig
ausgewaschen, mit dem Filtrum verbrannt, und der erst
erhaltenen Talkerde hinzugefugt. Die gewiihnliche Methode schreibt vor, die Liisung nach der F%llung, mit
der niedergeschlagenen Erde vermengt, zur vollkommnen
Trockne abzudampfen und uach Wiederauflosung in Wasser das Ungelaste zu samuwln; aber abgerechnet, d a k
diese Eintrocknung eine schlechte Fiillung (eine solche
Z. €3. wenn der Niederschlag mit dem Uoppelsalz von
kohlensaurer Kali-l'alkerde gemengt ist), nicht verbessert,
S
; wird oft gerade durch diese Eintrocknung eine gehirris
128
ausgefallte Talkerdc verschlechtert, so dafs sie sich nicht
auswaschen llfst, d. h. sich in bedeutender Menge in
Waschn-asscr last. Es ist mir nicht unrvahrscheinlich,
dafs das erwabnte Doppelsalz, welclies sich am liebsten
bildet, wenn die Fallung init Kali in schwacher Wlirnie
geschieht, auch in der trockiien oder eintrocknenden Masse
durch Einmirkiing des- iiberschussigen koblensauren Kali’s
auf die kohlensaure Talkerde bei einer gewissen Temperatur gebildet wird.
Ich babe oben gesagt, d a t auch kohlensaures R’atron zur Fallung der Talkerde angewandt werden kann ;
ich mufs dieb hier wiedcrholen, da Hr. M o s a n d e r in eiuer in den Denkscliriften der K. Acadelnie fur 1825 abgedrucktcn Abbandlung *) das kohlensaure Natron aIs unzweckmHfsig zur Aiisfiillung der Talkerde bei Acalysen
auffiihrt , indem nluilich die Talkerdc mit der Kohlensfure und dem Natron ein ziemlich leichtliisliches Doppelsalz bilden sol1, wodurch ihre Abscheidung gehindert
wird. L)a R’atron eine schwiichere Basis ist a h Kali, so
scheint es nicht sehr glaublich, dafs sich ein Natron-Doppelsalz unter Umstiinden bilde, die, wie die Siedhitze, die
Entstehung des Kali-Doppelsalzes verhindern. Urn iudefs diese Frage durch den Versuch zu entschciden, Iiabe
ich cine Talkerde-L6sung unter den oben angefiihrten
Vorsichtsmafsregeln durch kohlensaures Natron zu ftilfen
gesucht, und dabei gefunden, dafs dieses die Talkel.de
eben so vollstindig wie das Kalicarbonat niederschliigt w).
Doch genug hievon; ich kehre wieder zur Analyse des in
Rede stehenden Minerals zuruck.
Die bei der genannten Analyse erbaltenen Zahlenwerthe gingen zwar durch einen un$icklichen Zufall***)
ver*) Auch diese Annal. Bd. 81. S. 585.
P.
’*) Fiir das Uebrige binsiclrtlich dioses Doppelsalzes sehe man K.
Yet&&.
Acud. Hundbng. 1821,p. 203.
”*) Nsmlich durch die zerstarende Feuersbrunst in h o am 4.
und 5. September 1827.
129
rerloren; allein, da ich midi init Gewifsheit erinnere, dafs
die Menge der Kieselerde oder S h r e 45 Procent, die
der Thonerdc unkefShr 30, die der Talkerde nahe 9,
ulid die des Wassers fast 11 (nach eirietii neulich angestelltell Versuch betrug dcr Gluhverlust a n fortgegangeneln Wasscr 10,SS Procent) Procent betrug, und da die
aus dem Resultate hergeleilele Forniel so nnhe mit diesein fibereinstimint, dafs die bercchneten Mengen aller
Bestandtheile nicht urn I Procent vou den bei der AnaIj-se erhaltenen abweichen, so lfalte ich es nicht der Miihc
werth, die Analyse zii wiedcrholcn , zuinal mehrere Analysen von eincrn und dcinselben Mincrale eben so stork
von einander abiveichen kihinen, als die obigen ungefshrigen Zahlen von den Quantitgten meines verloren' gcgangenen Resultats.
Die nach der Analyse bercchnete Formel, wclche
ich scbon in eincr im verwichenen Solnmer heraussegebeuen Arbeit angefuhrt liabe *), ist folgende:
welcbe, wenn a'ie Menge der Talkerde zu 9 angenommen wird, folgendes Resultat giebt:
Sauerstoffgehalt.
Kieselerde
45,05
Thonerdc
30,05
Talkerde (mit einer Spnr von
9,oo
Manganorydul)
Eiseqoxydul
5,30
Wasser
10,60
1oo,oo.
*) Periculum Novi Systematis Hineralogici etc.
Annal.d.Physik. Bd.94.St.l.J.1830.St.l.
23,40
14,Oi
3,48
1,20
9,36
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
299 Кб
Теги
der, aus, eine, von, neues, analyse, mineraly, nachbarschaft
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа