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Analyse ohne Waage.

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vorkolnlneu, anweiidet und sie gehbrig ausgluht, so habe
ich gefunden, d a b p = 0,7828 wird, was einigermafsen einen Anhaltspunkt gewlhren mag, da wo specielle Bestimuuiigen fehlen.
Vli.
uon
Analyse
ohne Waage;
F. G. Schaffgotsch.
Geiiauer wiirde die Ueberschrift Iauten: Rein'e Maafsanalyse ohiie alle Anwendung der Waage, also auch obne bekaiiiiten Gehalt der Maafsfllissigkeiten, doch n i t Berechnung
nach Gewichtsprocenten. 11
Die Theiluugseiiiheit der Mefsgefifse ist willkilrlich,
braucht auch riicht bekannt zit seyn.
Die Bedingungen der Mbglichkeit einer solchen Zergliederung augenfallig darzulegen, ist, wie ich, um nicht gemaltig inifsverstauden zu werden, ausdriicklich bemerke,
der eirizige Zweck meiner Mittlieilung.
Grundbedingung ist die lnaafsanalytische Bestimmbarkeit
siinamtlicher Bestandtheile. Das Verhaltnifs eines Theiles
zuln Ganzen kfst sich ja immer finden, wenn man das Verh2ltniCs aller Theile zu einander weifs, ohue gerade ihre
Grorse an sich zu kennen.
Ersler Fall. Gegeben ist eine Maafsfliissigkeit von gleichartiger Wirkung auf die Bestandtheile. Die hnzahl der von
jedem vorhandenen Mischungsgewichte steht in geradem Verhaltuifs zu dem verbrauchten Maafs der Fliissigkeit.
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A n a l y s e a18 Beispiel.
Die naheren Unistlude des Verfahrens sind , obschon
unweseutlich fur das Ergebnifs, doch zu grbfserer Anschaulichkeit in den Anmerkungen aufgefiihrt. Dasselbe gilt von
den beiden sptkteren Analysen.
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Gleiche Gewichte Chlorammonium und Chlornatriuni ')
wurden zusanimeii in W a s s e r gelast uud von der L o s u ~ i g
zwei genau gleiche?) Antheile entnommen. Einer derselben
wurde eingedalupft , der Ruckstand sehr schwach gegliiht
uiid wieder ~;elGst3), d a m jeder Antheil mit gain wenig
chromsaurein Kali versetzt und mit Htillenstein ') gemessen.
Salmiak und Kochsalz zusamineii verbrauchten 3640
Maafstheiles), dieses allein 1267"), iuithin jener allcin 1373
Maafstheile. Souach sind gefunden 53,8 ma1 1373 Gewichtsthcile Salmiak auf 58,5 ma1 1267 Gcwiclitstheile Kochsalz oder
50,22 Proc. voii diesem und 49,78 Proc. von jenem; dagegen hatte ich von jedelu 50 Proc. finden sollen.
Als dritter Bestandtheil konnte Chlorkalium zugegen
seyii ohne die Zergliederung unmiiglich zu machen. D a m
waren drei Antheile zu entuehmen, der erste ohne Weiteres
mit Silber zu messeu, der zweite nach V e j a g u n g des Salmiaks, der dritte iiach derselben Behandlung, Fdlring init
Platinchlorid, Abdampfung des Filtrates, Gliihung des Rtickstaudes wid huflosung dcs Chlornatriums.
Kine Legirung vou Scliwermetalien , deren Nitrate sich
mit Salzsiiure iu neutrale Chloride verwandeln lassen, k6uute
man in Salpetersaure liken, die Chloride darstelleu rind
scheidcn , ihr Clilor durcli Behandlung mit kohlensaurein
Natron auf Natrium iibcrtragen und endlich die einzelneo
Cblornatriumaotlieile init derselben ueutraleil Silberlosung
uiid chroinsaurem Kali messen.
Aus einer reinen Legirung voii Silber init Kupfer kbniite
1 ) 1,8 Grm. von j*.dern in etwa 200 CC. W.
2 ) Zwisclien 10 und I 1 CC. Es leuchfet eio, dafs beide Aotlieile nicht
gleich, sondern nur ihreni Verlraltoifs nach belaon1
3) In etwa 10 CC. W.
4 ) UogeEihr 1 Grm. auf 50 CC W.
6 ) H i w , wie durchweg. Hundertel CC.
6 ) Zuerst 12,i5 CC. Silberliisung verbraucht ,
zu
sein brauchten.
mit starker Ueberschrtitung
der GrBnze awischen Gelb und Roth. Gelb wiederliergestellt durch 0,1 CC.
Urliisuog, die G r i m e erreicht mit nocli 0,2 CC. Silberliisuog, abermals
0,1 CC. Urlasung zugesetrf uod die G r i m e mit oocli O,d8 Silberl6sung
wieder erreicht. Sornit die beiden letzlen Zusitze gleichwertlrig.
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inail beide Restandtheile metallisch darstellen, jeden fur sich
mit iiberschiissigem Eiseuchlorid behandelu und die enlstandeuen Eisenchloriinnengen mit demselben Chamlleon messen,
doch weifs ich nicht aus Erfabrung, o b sich Silber init Eisenchlorid leicht vollatiiudig in Chlorsilber uuisetzt.
Zmeiter FaEZ. Gegeben ist mebr als eine Maafsfliissigkeit. Lafst sich der eiue Bestandtheil wit irgend einer, der
andere mit irgend einer zweiten Fliissigkeit messen, so idufs
durch unmittelbare oder mittelbare Vergleichung gefunden
werden , wieviele Maafstheile der eiuen gleichwerthig sind
wit einem Maafstheile der anderen. W e n n der eine Bestaudtheil, z. B. durcb Salzsaure abscheidbar und mefsbar,
der zweite durch Chamaleon mefsbar ist, so vergleicbt inan
letzteres mit einer beliebigen Kleesaurelbsuug, diese init irgend einer Kalilauge und diese eudlich mit der Sa1zs;iure.
Auch in diesem Falle kaun die Gegenwart cines dritteii
Bestaiidlheils zubssig sein.
Drifter Full. Gegeben ist gar keine Maafsflussigkeit.
Eiu Bestandtheil wird zum Maah des andern. Die Anzabl
der von jedem Bestandtheile vorhandenen Mischungsgewicbte
steht in umgekehrtein Verhdtnifs zuiu verbrauchten M a d s
je zweier Fliissigkeiteu, welche im Verlauf der Analyse aus
den Bestandtheilen ohne Aeuderung ihres urspriinglichen Gewichtsverhahnisses hervorgegangen sind.
Ich untersuchte Silberiniinzen und liefs die nie fehlenden
kleinen Verunreinigungen durch Eisen, Blei u. s. w. unberiicksichtigt, wodurch eiue gewisse Ungenauigkeit entstehen
mufste; denn die reine MaaCsaualyse Isfst uns, wie sich gaiiz
von selbst versteht, im Stich bei irgend erheblichm Gehalt
an unbekannten Stoffen.
Analysen ale Beisplele.
Ein uicht abgenutztes preufsisches ;. Thalersttick vom
Jahre 1860 wurde in heifser Salpetersaure gelost, aus 1000
Maafstheilen der stark ' ) verdiiuuten Losung alles Silber
mit mirglicbst wenig Salzsaure gefallt, das Filtrat mit inehr
Salzslure eiugedampft bis sanrefreies, geruchloses Kupfer1) Auf uogefihr 300 CC.
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chlorid hiuterblieb, dieses in etwas Wasser gelbst l ) und unter mafsigei. Erwarinuiig und heftigein Schuttelii von der
Urlbsiiiig solange zuIaufen gelassen, bis die ganz scharf
beobachtbare Fiillungsgraiize niit einem Verbrauch von 3085
Manfstheileu erreicht war. Da nuii das Kupferchlorid, urn
der Urlirsung an Gehalt gleich zu stehen, zu 1000 Maafstherlen hatte gelirst sein ~niissen,so entsprecheii einem Theile
a u f Seite des Kupfers 3,085 Theile auf Seite des Silbers
und wir finden 108 Gewichtstlieile Silber auf 31,7 ma1 3,085
Gewichtstbeile Kupfer oder 52,45:Proc. Silber statt der gesetzlichen 52 Proc.
Ganz ahnlich wurde ein sehr ahgenutzter preufsischer
SilbergroscBen, vor 1857 geschlagen, bchandelt, iiur dafs
jetzt umgekehrt die Kupferchloridlhung, und zwar die auf
ihr Zehnfaches *) verdiinnte, zur Urlbsung 3 , flofs. 2000
Maabtheile der letztercu verbrauchten 1,680Maa&theile der
erstereii oder 1 Tlieil verbrauchte 0,840 Theile. In einem
zweiteu Versuch kainen auf 1400 Theile Urlbsung 1190
Chloridlbsuog oder auf 1 Theil 0,850 Theile; durchschnittlich i s t das Verhaltnifs also 1 :0,815 oder, die Kupferlbsung auf ihren urspriinglicheu Gehalt zuruckberechiiet,
1 :0,0845 uud wir finden 31,7 Gewichtstheile Kupfer gegeii 108 ma1 0,0843 Gewichtstheile Silber, d. h. 22,35 Proc.
Silber statt der gesetzlicheu 22,22 pro^.^).
Eiu kleiuer BIeigehalt als eiuzige Verunreiuiguug liefse
sich gleichfalls bestimmeu. Man kbnnte z. 3.das beim Kupferchlorid befiudliclie Chlorblei erst init ihm gemeinschaftlicli , daiiii iu einein neuen Antheil, iiach Entfernung des
.Kupfers iiiit Weingeist, allein gegen die Urliisung messen
uud fande so die von jedein der drei Metalle vorhaiideue
Anzalil der Mischungsgewichte.
Berliii, d. 29. Marz 1861.
I ) Mil schwacher wcifser 'I'riibun; unbekanntetr Ursprungs.
2 ) \'on 10 CC vor der En~silberungauf 100 C C nach ihr.
3 ) Welclie 200 CC. betragen hacle.
4 ) 50 CC. der Urlbwng gabeo 0,1043 Grm. metallisches Silbrr uod 0,5641
Crni. mctallirrhcs K u p f ~ rodcr, wenn inan aucli hier yon den Vevunreinig~rogeoabsieht , 22,26 Proc Silbw.
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