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Analyse verschiedener Kohleneisensteine aus der Steinkohlenablagerung an der Ruhr.

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44 1
XV. AnaZyse oerschiedener Kohleneisensteine aus
der Steinkohlenablagerung an der R h r ; .
oon Dr. C. S c h n a b e l ,
Director der Re~lscliulein Siegeo.
V o r etwa 18 Jahren wurde auf der Steinkohlengrube
,,Friederika " in der NHhe der Stadt Bochum ein bisher
dort unbekanntes Fossil, angeblich von schwaner, an einzelnen Stellin brauner, ins Rothe Ubergehender Farbe entdeckt. Die Lagerstatte desselben befand sich zwischen
Kohlensandstein iind Schieferthon ; sie bildete ein beiliiufig
2 Furs inachtiges Flbtz, ebenso regehiifeig als die Steinkohlenflbtze und diesen vbllig parallel. Als dieselbe spater
noch mehrinals durchfahren wurde, veraulafste die Bergbehbrde eiue vorliiufige Vntersuchung dcs Minerals, welche
einen uicht unerheblichen Eisengehalt nachwies.
Obgleich nicht sehr weit von dieser Steinkohleuzeche
auf eiuer Nachbargrube derselbe Eisenstein nochmals und
in nicht unbedeutender Ausdehnung bekannt geworden war,
so stand doch das Vorkominen desselben im Steinkohlengebirge an der Ruhr seither immer noch isolirt und erregte
wenig Aufinerksamkeit, bis im Anfang d. J. auf der Kohleuzeche ,,Schiirbank und Charlottenburg ", 6 Stunden von
Bochum entfernt, ein Flbtz von 24" Machtigkeit aufgefunden wurde, welches dem lufseren Ansehen nach dasselbe
Mineral enthielt. Auf den Wuusch des Hrn. Bergmeisters
H e r o l d iu Bochum uuternahm ich nun voii vier der als
Eisenstein nngesprochenen Fossilien eine vollstlndige chemische Analyse, deren Resultate ich nacbstehend init dem
Beiiierken zu verbffentlichen mir erlaube, dafs ausfuhrliche
Mittheilungeu dariiber in der ,,Zoitscbrift des naturhistor.
Vereins fiir Rheinlaud uud Westphalen " vorkommen solleu.
Die in diesen Aiinalen Jahrg. 1849 Bd. 76, S. 113-119
442
mitgetheilte Analyse ') von L. Ch. H e fs betrifft ohne Zweifel ein ahnliches Vorkommnit.
Bei der quunfifufioen Untersuchulig zeigteu die verschiedenen Kohleneisensteine folgendes Verhalten:
Sie bilden eine schwache, dickschieferige, ziemlich schwer
pulverisirbare Masse; einige Stiicke zeigen Schwefelkies in
Krystallen oder in diinnen Schichten ausgesoudert. Bruch
uneben. GIanz fehlt oder matt. Der Strich ist glanzeod,
das Strichpulver dunkelbraun oder fast schwarz. Die H l r t e
ateht bei den eiseureicheren Varietaten zwischen 3 uiid 4,
bei den lrmeren zwischen 1 kind 2. Das specifiscbe Gewicht
variirt zwischen 2,9 und 2,2.
Das Pulver entwickelt beim Erhitzen in der an einer
Seite geschlosscnen Rahre eiiien schwachen, an das Oelgas
eriiiiierndeii, Geruch uud setzt Wassertropfen a b , ohue
dafs sich die Farbe desselben verandert; es gerath dabei,
wie Gyps wahreud des Rreuuens, in eiue wallende Beweguiig. Beim Gliihen uiiter Luftzutritt wird dasselbc rothbraun oder, bei den Mangaiireicheren Varietlten, violett.
und last sich dann diirch Behaiidlutig mit Chlorwasserstoffsaure bis auf eiiien weifsen Kieselriickstand. W i r d das
uiigegliihte Pulver niit kaller Chlorwasserstoffslure fibergossen, so tritt eine langsaiue Entwicklung von Kohlensaure
ein, welche erst nach einigen Tagen aufhbrt, durch Warme
aber sebr beschleunigt wird; der ungelilste schwane Riickstand hiiiterkifst, beim Erhitzen auf Platinblech, nach dem
Wegbreunen der Kohle einen weifsen crdigeu Rtickstand,
der aus eiuem Silikat von Thonerde, Kalk, Magnesia uud
Eisenoxyd besteht. 111 der dunkelgelbeii salzsauren Aufrriit folgenderrr Feliler belraftet: t\nf Scite 116 wird der
Gliibrerlust bci offeaem Tiegel als Wolile bcrechnrt, aber der zur Verwandlung des Eisenoryduls in Oxyd n6tliige Sauerrtoff irt nicht in Rechnung genommen. Die von Hers geliindanen 43,3Y Proe. F e O verlangen
noch 4,S2 Proe. 0 urn in Fe,03 iiberzugelrcii; datirr mufs die KnLle UN
cliesw Gewiclit vcrmelirt wcrdeu i d betr5gt demnacli 2 1,2i+4,82 =
26,09. H;erclerch wsclrrt aber der Proeentgelialt des 3Iinemls a a f 104,03
mil einern Ueberschiit von 4,03 Proc , iiber den es an Auskunft fehlt.
1 ) Dieselbe ist
S.
443
16sung befinden sich: Eisen als Osydul und Oxyd, sowie
geringe Mengen von Mangan, Thonerde, Kalk, Magnesia
und Schwefelstlure. Wasser zieht aus dem Erze Spuren
von Scbwefelslure (uud Chlor), an Kalk gebunden, aus.
Phosphorsiure und Alkalien liefseu sich nicht nachweisen.
Die qwnfitotiwe Untersuchung lieferte folgende Resultate:
A.
K o h l e n e i s e o s t e i n e v o n der Grube ,,Briederika", Mut h u n g Scliriitter.
Erste Sorte. Spec. Gew. 2,81; HIrte zwischen 3 und 4.
. . . . . . . . . 48,24
Eisenoxydul
.
. . . . . . . . 1,30
Eisenoxyd . .
Mangauoxydul . . . . . . . . . . 0,13
Knlk . . . . . . . . . . . . . 0,59
Magnesia
. . . . . . . . . . . 1,20
Thonerde . . . . . . . . . . . 0.77
0,92
Wasser . . . . . . . . . * *
Koh1ens;iure . . . . . . . . . . 33,353
Schwefelsaiire . . . . . . . . . . 0,03
Kohle
. . . . . . . . . . . . 1461
Ki eselriicks tan d . . . . . . . . ._ _ _ (493
lO0,OX
.
.
Oder: die Basen au die Sluren vertheilt:
Kohlensaures Eisenoxydul . . . . .
Eisenoxyd . . . . . . . . . .
Kohlensaures Manganoxydul . . ,
9,
Kalk . . . . . . .
.
.
. .
77
Magnesia
Schwefelsaurer Kalk
Thonerde . . .
Wasser . . . .
Kohle
. . . .
Kieselriickstand .
.
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . . .
. . . . . . . .
77,72
1,30
0,21
1,02
2,51
0,05
477
0,92
. . . . . . . . 14,61
. . . . . . . .- --0,93
100,04.
444
.
.
.
.
Zeceite Sorte Spec Gew 2.197 Hlrte zwischen 1
uiid 2. Strichpulver schwarzbraun. nach dem Verbrennen
der Kohle vou einer dem Pariserroth Bhnlichen Farbe
Eisenoxydul
29.32
Eisenoxyd
7.46
Maguesia
2.10
KohlensBure
20.22
Wasser . . . . . . . . . . . . 4.14
Kohle
353.1
Kieselrhkstand
0.81
Thonerde. Mauganoxydul. Kalk u . Schwefelslure . . . . . . . . . . . Spureii
.
. . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . .
99.39
Oder :
Kohleusaures Eisenoxydul
Eiseiioxyd
Kohleusaures Maguesia
Wasser
Koble
. . . . . . . .
Kieselruckstand . . . . .
A l . 0 . . MuO. COO uud SO.
.
. . . . . .
. .
. . . . . . .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. 47.24
. 7.46
. 4.40
. 4. 14
. 353.1
. 0.81
. . . .
B . K o h l e n e i s e n s t e i n e v o n d e r Ciriibe
C h ar I o t t e n b ar g ".
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Spureii
.
99.39
Schiirbank und
.
Erste Sorfe. Spec Gew 2.94 . Harte zwischen 3 und 4.
Das schwarze Pulver brennt sich an der Luft s c h w h l i c b
violett und wird dann theilweise dem Magnete folgsam
Eisenoxydul
. . . . . . . . . . 43.4 1
Eisenoryd . . . . . . . . . . . 7.77
Maagaiioxydul . . . . . . . . . . 0.68
Magnesia . . . . . . . . . . . 1.75
Kobleusaure . . . . . . . . . . 28.80
Wasser . . . . . . . . . . . . 3.01
Kohle
. . . . . . . . . . . . 11.71
Kieselruckstaud . . . . . . . . . 2.7 1
Thonerde. Kalk uud Schwefelsatirc . . .....
Spureii
.
9!).69 .
445
Oder :
Koblensaures Eisenoxydul .
Eiseuosyd . . . . . .
Kohlensaures Manganoxydul
Kohleusaure Magnesia
Wasser
Kohle . . . . . . . .
Kieselerde . . . . . . .
Thonerde -I-Eisenoxyd .
. .
. .
. .
. . . .
. . . . . . . . .
AI*O,,
.
.
.
. . . . . . . .
. . . . . . .
C a o , SO, . . , .
69;29
7,’i’i
0,7Y
3,67
3,Ol
.
.
.
.
.
.
11,76
1,92
0,52
.
.
.
.
.
.
21,91
5,93
0,13
0,14
Spuren
99,69.
Specifisches Gewicht 2,33. Hlrtc zwi-
Zzoeite Sorte.
scheii 1 uud 2.
Eisenoxydul
Eiseuoxyd
ssiire los-
- 48,94.
In Salzsture unlijslicher
Theil
=50,96.
.
.
. . .
Maguesia
.
. .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Kohlemlure
Schwefelsiiure
Mangan und Thonerde
Eisenoxyd
Kalk . . . . . .
Magnesia . . . . .
Thouerde . . . .
Kieselerde . . . .
Koble . . . . . .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. . . . . .
. . .
. . . . . . .
. . .
. . .
. . .
. . .
Oder :
. . . .
0,36
Spuren
J,16
0,18
0,34
8,67
2423
20,07 99,89.
. . .
35,30
. . . . . . . . .
0,64
5,09
Kobleusaures Eisenoxydul
Eiseuoxyd . . . . .
Kohlensaurer Kalk . .
9,
Magnesia .
Schwefelsaurer Kalk . .
Wasser
.
Kohle
Kiesclerde . . . . .
Eiseiioxyd . . . . .
An SiO, \ K a k . . . . . . .
gebnndeu. Thonerde
. . . . .
Magnesia . . . . . .
. . . . . .
1
.
.
.
.
.
.
.
0,19
0,75
5,09
14,:39
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
5,93
0,41
1,57
20,’07
20,23
1,lG
0,68
8,67
0,35
99,W
446
N a c h s c h r if t.
Spiiter hatte ich Gelegenheit, noch einige dieser mit
Kohle aufs Innigste gemengten Eisensteine auf ihren Eisengehalt zu priifeu; in je zwei Sorteu von der Grube
,,Isabelle" bei Bochum faud sich ein Gehalt von 23,52 und
27,68 Proc. Eisen bei einem Kieselriickstaud von resp. 7,53
und 7,64. Dagegen sank der Eisengehalt der Kohleneisensteine von der Grube ,,General" bei Dahlhauseu an der
Ruhr auf 9,56 und 10,54 Proc., unter gleichzeitiger Zunahlne
der erdigen Theile auf resp. 37,96 und 64,14 Proc.
Siegen, den 1. Juli 1850.
Ueber das Binocularsehen prismathcher Farhen und eine neue stereoskopische Mcthode;
oon H. W . D o v e .
XVI.
(bus d. Monatrherirhten d. Akad. Mai 1850)
IIU
Jahrgang
1941 der Berichte Seite 251 sind von mir
Versuche ver8Cfentlicht worden, aus denen hervorgeht, dafs,
wenn im Stereoskop Farben betracbtet werden, welche bei
gleicher Iutensitlt genau complemeutar sind, diese Farbeneindriicke eiuander ebenso zu weirs neutralisiren, als wenn
beide auf der Netzhaut eines uud desselben Auges erregt
werden. Diese Versuche sind neuerdings von Hrn. R e g n a u l t mit gleichem Erfolge wiederholt mordeu. Wendet
man hingegen statt der Polarisationsfarben Pigmente oder
die Absorptionsfarbeu durchsichtiger Glaser an, so wird
man sich leicht nur des Farbeneindruckes dcs eiiien Auges
bewufst, besouders menn die lnteiisitat der gleiclizeitig mit
deui rechten uud der iuit dem linken Auge geseheuen Farbe
verschieden ist. Nun ist aber bekaaiit, daCs, wenn einem
Auge zwei Farben gleichzeitig dargeboteu werden, ihre Mi-
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