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Analyse zweier Bromsalze.

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IV. Analyse zweier Bromsalze; con P.A. voii
B o n s d o rfJ:
(Kun,oL Yttensk. dcad. Hand&J I-.)
l[n dcr Abliandlung, welchc untcr dcm Titel: Beitrug Z w
Entscheidung der Frage, 06 Chlor, Brom, Jod und
rnehrc andere Metalloide, gleich dem Saurstofl, siiuren.
und baseiibildendc Kiirper seyen, ich die Ehre hatte dcr
Kiliiigl. Acadclnic zu iibcrgcbcii, und welchc in dereii
Dcokschriltcn fiir d. J. 1828 und 1830 eingeriickt worden ist I ) , habc ich zii hcwciscn gesuclit, dafs die Bra.
inide dcr clektro - iicgalivcn Mclallc Platin und Gold,
glcichwic die Cliloridc dicscr Mctallc, Verbindnn,ocn ioil
clcn Brouiiden dcr clcktro - positivcn Mctallc cingelicn,
uod wicwohl ich, hauplstichlicli wcgcn Mangcls an hinrcichendem Vorrath von Brom, voii diesen Verbindungen
aicht mehr als einc einzigc, nlmlich dic von Platinbromid mit Kaliuiubromid ( Brorno -piahus kalicus ) annlysiren konnlc, so habe icli docli, gcstiitzt auf Beobachtungen iiber die Krystallisatioii liicbcr gebilriger Salze, bemerkt, d a b die meistcn voii ilincn Aualogie uod Isomorphie mit den eutsprcclicnclcn Clilorsalzen zeigeo ). Da
ich sp8ter Gelcgenhcit gebabt zwei andere hieher geh6rigc Salze zu uiitcrsuchen uud dabei das geuanntc aoaloge Verhalten bestatigt gefuiiden babe, so nehme ich
mir dic Freiheit der Kilnigl. Academic hier die Rcsultatc
diescr Untcrsuchung vonulegeo.
I m Ztisammcnliang bicrmit und chc ich zur hnalysc
selbst iibergehe, halte ich cs nicht far zu fern vom Gegenstand, rticksicbtlich der Krystallisation dcs eben er1) A n d . Bd. XViI S. 115 und 247.
2) Kongf. Yetmsk. Acad.
s.336).
P.
Ikudl. 1830, p. 128 ( A n d Bd. XIX
42s
wiihotcn aus Platinbromid uud Kaliulnbromid gebildeten
Salzes Einiges anzufiihren, was in der frtihereu Untersu-
c h u g nicht bemerlit wordeo ist Weon man eine kalte
Ariflbsung des geoanuteo Salzes einer laogsamen, freiwilligen Verdiiostung bci gewUhnlicher Temperatur Uberlarst, so
schiefst das Salz iu sehr schthen uod deutlichen Krystallen an, thcils r o o regeldifsig octaedrischer, theils voh
cubo- octacdrischer Fom. I)a die Ziisarnrnensetzung analog war der dcs Chlorsalzes (C/lforo-p&inas kalicu),
wclches, wie bekauut, in regelmstigen Octazdern anschiefst, so konnte man veraussetzeu, dab auch die Krystallform dieselbe seyn wurde, was mithin die obenga
nanntc Beobacbtung beststigt hat.
Brorno -Pfdhos nufricus. Die Krystallisation und
iibrigcn Kcnnzciclien dicses Salzes sind in der angefolrten Abhandluog beschrieben * ). Die Analyse wurde auf
folgende Weisc angestellt.
0,865 Grm. dieses Salzes in regelm%rsigangeechossenen grolsen Krystallen braclue ich in die Kugel eines
klcincn Apparats, gomacht ails einer Barometerr6hre, deren
cia 6 bis 7 2011 lang ausgezogcnes diinueree Ende alld i g oder in einein Halbkreisc nicdergebogen war. Das
n%mlicheEnde steckte icli luftdicht in eine tubulirte Flasclic , welche eioe verdunnte Liisuog von salpetersaurein
Siberoryd mit eioigen Tropfcn tiberschtissiger SHure eutbelt, und von dieser Flasche ging eine g e k r k t e Glasrubre zu einer anderen Flasche, welclie eiue AuflUsuog
desaelben Metallealzes enthielt. Das andere, hikcere Ende
dea Apparatcs war auf gewihlichc Weise mittelst einer
Kautschuckrbhre mit einem Apparat zur Entwicklung von
Waseeretoffgas vcrbunden, und .auch wie gewubolich mit
eioer, Cblorcalciuln enthaltenden Rtihre versehen. Nachdem die Wasseratorfgaaentwicklung einc Weile von Statten gegangen, wurde die Kngel gelinde mit einer Wein1) KO@ YdmL Acad. Hmdl. /. 1830, p. 130, (Ann. Bd. XIX
S.345.)
63
gcistlampe erwzrmt, bis sicb in der Kagel und der engeten RGhre einc kleine Portion Waseer abgesetzt hatte,
dann wrirdc die Erwamiing unterbrochen. Der fortgehcnde trockne Wasserstoffgasstrom fuhrte nun allmiilig
das abgesetzte Wasser we& worauf die Kiigel aiif's Neue
geliudc erwiirmt rind das abcrmals abgesetzte Wasser
wiederum in dem Wasserstoffgase verdunsten gelassen
wurde. Snininelte sich in der Riilire etwas mehr Wasser als in Form von Dunst, so konnte auch dieses in
dem sanft herabgebogenen Rohre langsam herabfliefseo,
nebst der dariii aufgelhten gebildeten Broinwasserstoffdurc, welche dann antjng iu der tribulirten Flasche Broinsilber zu fallen. Nachdcrn dic Enlwicklung von Wasser
aufgeliilrt hatte, wurdc die Wiirinc allindig bis zuin Glulien vcrstarkt und uniinterbroclieii fortgeselzt, so 1an;;c
noch ein sichtbarer Niedersclilag entstand, und selbst cine
gute Weile Linger.
Nach dein Erkalten dcs Apparats wurdc dic duonere Rahre, mit liulfe eines Dininants und eines gcbogenen, dicken, glubenden Platinclrahts, in dcr Kruinmung
abgescbnitten. Das in der tubulirtcn Flasche und aucli
am Ende der duuueren R i h e nhgcselzte Broinsilber ( i n
der zweiten Flasche war ebenfalls ein, abcr kauiii wUgbarer Niedomcblag entstnnden) wurdc mit Genaiiigkeit
auf einem Filtrurn gesnmmelt, gewascben; getrocknet und
gegluht, WO es dann 0,764 Grm. wog, eutsprecbend 0,321
Grm. Brom.
Von dem Ruckstand in der Kugel des kleiocn Apparats wurde, nacbdem er gewascben war, das Bromnatrium in tropfenweise eingescbtittctem Wasser geliist und
die L6sung von dem unlilslichcn Platiopulver abgegossen.
Die LOsung wurde abgeduustet, der Ruckstand geglUht
und gewSigt, und darauf auch das Gewicht des Platinpulvers gehiirig bestimmt. So fand gich der genannte Ruckstand bestehend aus 0,221 Gm. Bromnatrium und 0,205
Gm. Platin.
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Ich dnrf hicbci nicht unbemcrkt Iasscn, dale siclr
wllhrcnd der Operation eine geringe Menge eines Sublimate in der Glasrahre abgcsetzt hatte, und dale dieses,
naclr dcr Probe, die mit einer so geringen Menge angcstellt wcrdcn konntc, vermuthlich a w bromwasserstolfsaurcin Ammoniak bestand, welches sich wahrend dcr
oft wiedcrbolten Krystallisation durch die lange Beriihrung init der Luft gcbildet hatte. Durch starkere Erhitziing wurdc cs leicht aus dcr ROhre fortgetriebcn.
Da tibrigcne das Fcblende an dcr zum Versuche angcwaiidtcu Menge PUS Wasser bestcben mufste, 80 wird
das I\csultat dcr Analyso und das darnach bercchnete
Vcrhtiltnifa folgendes:
Bcrechoet.
Bromnatrium
Platin
Brom
Wasser
25,55
23,70
37,11
13,64
24,72
24,m
38J1
13,15
100,oo
100,oo.
und tlic Formcl, mclchc die chcmische Zusammcnaelzuiig
dce Salzcs ausdriickt, wird:
NaBr+PtBr2 +6€k
Bromo - Auras kaliciu. Auch dicses 'Salz babe icb
scincn tiubcreu Eigcnschaften nach schon beaclwieben ').
In Bczug auf scine Krystallform mule ich jedoch hinzuBelzcii, dare an dcm rhoinbischcn Prisma, welches seiua
einfnclrstc und allcr Wabrscheinlicbkeit nacb aciue Grundform susmacht, dic Seitenwinkel ganz nahc 77"; und
1 0 2 O : sind, uud dafs dasselbe cin geradea Prisma zu
aeyii odcr mindcstcne nur wenig davon obzuweicbcn
schciiit. Dae Salz last sich, ohne Wgrme, in hlhohol,
und ist darin leichtlilslicher ale in Wasser.
Weon dae krystallisirte wasserhaltige Sah in dia
1) h-ongL Vetmrk. A d . € f a d & / . 1830, p t . I. (Ann. Bd. XIX
S.344.)
1834.
ASBALEN
N o . 5.
DER PHYSIK UND CHEMIE.
B A N D XXXIII.
W a r m c gcstcllt wird, so vcrwittert cs sclir bald und verlicrt all sein Krjstallwasscr. 1.8st man dicses Salz darauf in absolutcm Alkobol und Illst die Losung in der
W 6 n n c abdunsten, so scbiefst ein wasserfreies Salz an,
roil dcrsclben Farbe wie das wasserhaltige, und iu theiln
rhoinbischcr, theils davon abgcleitcter sccbsseitiger prismatisclicr Form, mit bedeutend schiefcrcn Winkcln aIs
das wasserhaltige Salz.
Dic Analysc dcs wasserhaltigcn Salzcs gescbali auf folgende Weisc. 0,625 Grm. dcsselbcn, in reinen und deutlichen Krystallen, wurden auf einern Ubrglase abgewogen, uud in die Temperatur +6Q0 C. gcbraclit; nach
cin Paar Stunden liatte sicb das Gewicht auf 0,582 Grm.
vermindert; ferner eine Stunde lang dcr W d n n c 7 5 O C.
Das
ausgesetzt, bebielten sie ihr Gewicht unver:indert.
Gewicbt dcs Krystallwasscrs betrug also 0,013. Die riickstandigcn 0,552 Grm. brachte ich in die Kugcl eincs Yhnlichen Apparats, wie er bcim Platiosalz aogewandt und
besclirieben wurde, bewerkstelligtc die Reduction mit
Wasaerstolfgas unter Anwendung einer sogleich stlrkeren Hitzc, und lieis die gebildetc Bromwasserstoffsaure
von einer L h u n g salpetersaurcn Silberoryds aufnebmcu,
obne jedoch das Gewicht des Bromsilbers zu bestimmen.
Die Masse in der Kugcl wurde duohler und schmolz
wshredd der Operation, ohuc d a k sich'in der Rehre
flussige Stiure bildete, wonach es scbeint, dafs bei dem
Verwittern in der W~rmc das Wasser vollstlndig fortgegangen war. Der 'Ruckstand in der Kugel nach vollendeter Reduction wurde durch Bebandlung mit Wasser zerlegt in 0,126 Grm. Kaliumbromid und 0,207 Grm.
metallisches Gold. W i r d die Summe, n4mlich 0333, abgezogen von 0,582, so ist der Rest: 0,249 Grm. das Gewicht des fortgegangenen Broma. Aucb bei dieser OpePoggeodorfi'a Anod. Bd. XXXIII.
5
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ration retzte rich ein dem frtiber e m h t e n tibnlicbes weifses Sublimat ab, aber auck hier in so geringer Mengc,
dals es kaum auf der Wagc zu bemerken war. Das Hcsultat der Analyse wird folgendes:
Bcrcehnet.
Bromkalium
20,16
Gold
%,I2
Brom
Wasser
39,u
6988
19,70
%33,36
39,39
7,55
-100,00
100,00.
wornach die Formel far die cbemiscbe Zusammensetzuiig
des Salzea wird:
K B r + h Br3 +5 k.
Aus dieser Untenuchung folgt also, dafs die Verbindung, welcbe das Platinbromid und Natronbromid mit
Krysta~wnasrtrbildet, vollkommen analog ist der lvogst
bekannten, von V a u q u e l i n analysirten Verbindung voii
Platinchlorid mi1 Natriumchlorid, so wie aucb, dafs das
Salz, nelches das Goldbromid mit Kaliuurbromid und
Krystallwasser bildet, in allen Theilen tibereinstimmt mit
dem entsprechenden, aus den Chloriden der beiden letzteren Metalle bestehenden Salze, gemale der neuerlicb
von B e r z e l i u s damit .angesteUten Analyse I ) .
Es folgt ferner aus den obigen Analysen, dals die
Bromide von Platin und Gold, der Atomenzabl nach, vollkommen den Chloriden der genennten Metalle analog zusammengesetzt sind. Der Berechnung nach enlbalten
100 Th. Plrtinbromid.
61,34 Th. Brom
54,17 Th. Brom
38,66
Platin
45,83
Gold.
A. h d L J 1829, p. 155. (Ann. Bd. XVIII S. 697.)
-
1) lC
100 Th. Goldbromid
-
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