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Analyse zweier Varietten des kohlensauren Kupfers von Chessy bei Lyon.

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E 1, I K.
Frei benrbeittt von Gilbert ").
I)
N o t i z , nrit,n~v/iciftwon Ilrn. H a uy.
Di&s kohlenraure Kupfer iLi iin vorigen Jahre (in1
J. 1 3 1 2 )zu Chefly Lei Lyon entdec!ct worden. Das
j C ; : ! p r b / a ukGmrnt tlort in bedeatend grofsen KryIinll~riippenvor, deren Kiyrtalle nianchrnal I Zoll
L>irke untl melir habcn. Aucli h d e t man einzelne
K ~ y i i a l l evon groljer I{egelniifsigI;eit. Die gewghnIic.iiiiz Gefialt derl'elb~nifi ein etbvas r c h i e h RhomLoici, an welcheni die an). wenigrten liervor-fprin-
c
109
1
genden Kanten der Grundflichen untl die lpitzen
&ken abgeftun~pftfind. Die Kryfiallgruppen Iind
haufig mit braunem exdigen Eiknoxyd uberzogen,
welclies Ech abwafclien Idst. Die Gangart befieht,
fo vie1 lich nach einigen Bruchfiucken urtheilen
1aLt , alls einem regellolen Gemenge von Quarzkiirnern und theils noch blattrigem, theils in
Tiion verwittertem Feldfpath. Das griine kohlenLure Kupfcr kiirnrnt rnit dem hlauen vor, inGeftnlt
feidenartiger Nadeln von lchiincm Schmaragdgriin.
Man hat clort auch Iliiirriges Rotirkupfererz ( m i v r e oxyduli laminar? e) von rehr lebhaftem Glonze,
i n verfchieclenen Kryltallgefialten gehnclen, von denen eine die des Cubo Octaeders ifi.
-
Herr J a r s , Concefionair des Bergwerks zu
Chefly, hat Herrn H a u y fchiine Gruppen und
eintelne Kryftalle aller diefer Erze zugekhickt.
Die Kerngeftah der Kryflalle des Kupferblau ifi,
wie Hr. H a u y findet, ein Octaeder, welches von
dem mehrerer andrer Kupfererze Tehr abweicht ;
er hat nach feiner Theorie die Gdetze der Decrescenz befiimrnt , von denen die verrchiedenen
KryIiallgeTtalten, die er gelehn hat, abhangen. Es
ware interelrant, die Moleculen des blauen und
des grunen kohlenrauren Kupiers mit einander zu
vergleichen; bis jetzt hat aber IIr. Hauy von letzterem niir Bruchfiiicke von Nadeln erhalten. Die
Beobachtungen, welche e r iiber fie hat machen
kijnaen, dauten zwar a 6 eine Aehnlicbkeit der
,
Structur beider Kiirper und die iibereinfiirniiienden Reful tate der chemifchen Analyfe beider I'chciDen diefe vorher zu verkiinden; urn abt!r tlariiber
mit Gewirsheit zu entl'cheiden, werden beftimaibare
Kryftalle des griinen kohlenl'auren Kupfers erfordert. Hekanntlich lindet man loolche zu 1 V ~ e i n 6rditerilrnch bei B o n n , wo auch das phosphorlalire
Kupfer yoikGmmt; fobald Nr. Hauy lich einige
i c v o n ! \ i d 1;aten verrchaffen kijnnen, w i d er diere
Verglekhung anfie1it.n u n d dii: Refultate derl'elben
bekannt machen.
21
Atuz$fs
dds
blarren kolrIci&mren
.
i;lipJ krs .
Diefes ;\lini.ral iL yon l'c!ii;nern B l a u , uiitl h a t
Ciir cin L\/lc~~lll"alz
eine bedeurrilde Kirte. UliiLtciien von IllitLlertsi Dicke lint1 d~irchl'cheiri~tid.
:\ruljt.rlicii untl iuiicrlich iTt es niit gelLem Lirenoxyd geniengt, welches Adern yon verl'cliiedner
hi cl:t LI ng bi Id e t.
V o n dem blauen kohlenrauren Kupfer vedoren
Ge Gch i n I S Gramme Salpet e r h r e , die niit e t e n fo vielern \YaXer verdiinnt
waren , auflijfteu , unter A i l f h u f e n I ,38 Grnmmc
a n Gewicht, und es blielen 0,5 Grauirnt? E i l t n und
Sand unaufgeli& zuriick. Diefekr Gewichtsverlurt
riihrte a110 von 5,5 Grctmnie reinem Kupferblau her,
uud d i e h ent1i;ilt ddlier 25 Proccnt Kohlerfuure.
Ich h a l e diel'en Verl'uch mit SchwcfelGure , mdchc
6 Gramme, wiiiirend
[
111
1
mit 5 Theilen W'aKer verdiinnt war, nuf d3s Torgi>ltig[ic?wieclerliolt , iind dallhlbe Relhltat erhalten,
daher die hier angrgebene Menge der Iiohlenl'aure
der Vv'hlieit relir D a h e kommen mufs.
Die Lglpctcrl'aure Aufl;;furig war nach d r m FiItriren vom fclii;ri!ten l j l d u , uud wurde wcder von
IiIpeterfzuiern SiIbor no;:Ii von falpeterraurem Earyt getriibt , cnthielt alfo weder Sa!&iure noch
Schwefelciure.
Brim Gliihen i n cinem Platintiegel verloren (i
Grariinie dieles Minerals ;iAli) 3.67 Gr. reines Kupierblauj i , i M i Giaiiirne; welclies einen Cewiclitsverluli von 31,sProcent ausmacht. Da L a v o n 25 Procent auE die Kohlrn1'dur.e korniiieri, I;, bleiben 6,5
Procrnt fiir das beim GliiIlen ausgetr.iebene flC7JJer iibi.i;..
Die Llpeterlaure Ai:!lL;L'ung wni~cie Lib zur
Trocknils abgedanipft , 1 i i l : i i t i i t . Scl;\vt.LeiI'iiurezcrlegt. Den erhaltexirn Kup!'yrvitriul lijiie icli in
\Tl'aiTer a u f , uud Fillte darnus das Kupfer mit riner
So rdiielt i c h p?,H-;a Gi.sn:rric incta1Ei:kn:,13tri..
Iirclies F.upfiv, welchv VOLI 5,A G r a n m e n j::: 1'1-0cent betragen. Die cnlcinirten c j Graiiirike goben,
in Sciiwefell'iiure aufgcliili und mit Zink niedergefrhlagen, a,oSJ' Gr. Kupfer , das l t h r rein zu hyii
fchiftn; diefes niac!it .!Xi Procent Kupl'er. - AICo
w a r entweder bei dern erfien Verfahren nicht alles
k u p f e r durcii das Eil'rii niedergt4khlagen worden,
oder I J Fderri
~ zvdeitcn war etwas Zink r n ; t dem
c
11%
3
I.;uprer niudergcfallen.
Ich traue rlem letzteren
Verfahren a m melirltcn ; denn bei einem dr ittr n
l i i i t allcr AufrrierLlnmlreit a npli e l lt e n Verl'uch , bei
&mi ich eine Seraurne Zeit lang , mit etwas Scliwe€eI[iure li uerlich geniachtes V.'alTer iiLer dem Kupfer
liatte rtehn lallkri, erliielt ich 57 Procent Kupfer
vOIn lchijnllen l'to~li. Icfi bin tldher geneigt zu
glauberi dal's J n s Kupferblau i i r i Z u h n c l e vijlliger
]:pinheit 5s Lis 5: F'rclcent mctaliiidies Iiupfer elit1 l i l t . Sehrnen n i r tlavon das Xlittel niit J'G Procent,
10 bekclit das reine IiLIprelLIau y o n C[ielI> in ioo
Theilen aus EoIg~li~lHIi
Beliandtlicilen :
,
56 '1 Iieile
Merallif'ches Kupier
Ibhldaure
Wafleer
15
-
t1.2;
s7,:Li
Blcibcn fiir den S ~ u c ~ f i o EI Z , - ~
Nac1i B e r z c l i u s ycrbinden Gch 1 0 0 Theile Kupier mit 25 Tlieilen Sauerftoff im Iiupferoxyclr ;
folglich miil'sten,auf 56 Tlieile Kupfer I(, Th. Sauerfiotk' kommen, welclies 13 Theile niehr wiren.
5) Anakfe des
g r i n e n I'rohlcr1j?l;ruren
hirpfers.
D i e griinen reidenartigen Nadeln, rlenen 5hnl i c h , welche u n t e r den1 Nanien feidenarrigcs
f&/>fcr
[fasriger Malachit] aus China bekannt ili,
h a b e ich nuf dieLe1le Art analylirt. 4 Gramme
grijblicti zcrrieben und i n 1 2 Gr. init eben lb vielern WaIrer yerdiinnter SalpeterGurc auf;elGrt, i n
genau gewogenen GeMsen a ~ i sclenen nichts als
,
Kohlenfhure entweichen konnte , verloren wahrend
desAufldens o,g Gr. an Gewicht, welches 22) Procent ausmacht. Bei einem zweiten Verfuche niit
5 Gr. Kupfergriin und mit Schwrielfiure, betrug
der Gewichtsverlult 20 Procent. Diefes giebt im
Mittel ar) Procent.
Die falpeterfaure AufliiIung gab, als fie durch
Schwefelraure zerretzt und mit Zink gefallt wurde,
2,26 Gr. KupFer, welches 56,s Procent metallil'ches
Kupfer betrigt. Die zweite Aufliifung gab, mit Zink
getillt , 2 , b 5 Gramrne, alfo 56,x Procent metallifches Kupfer.
Beim Gliihen verloren a; Granime Kupfergriin
o,Gg Gr. an Gewicht, welches 27,6 Procent betriigt.
Bei einern zweiten Verfuche betrug der Gewichtsverlufi 30 Procent.
Folglich befielit dieres Kupfergriin in 100 Gewichtstheilen aus folgenden Refiandtheilen :
Metalli~clies Kupfer
56,ro Theile.
Kohlenlaurr
21.25
WKT
l eTPy
Elleiben f i r den Sauerlloff
8.75
86, LO
13.90
IO0,OO
Die hier gehndene Menge des Sauerfloffs entlpricht dem von Berzelius angocebnen .Mil'chungsVerhaltniITe des KupEeroxyds fall ganz genau.
Der ganze Unterfchied in cler Mifchung des
griinen und des blauen kohlenrauren Kupfers w i r e
alfo , zu Fotge dierer Analyfe, Jars jenes etwas weTI
Aonal d.Phylik. E.45.S t . I . J. 1813. S t . 9 .
[
114
5
niger KohlenEiure iind etwas meh: Wa&r cnthielte.
Dafs durch To geringe llnterfciiiede (find fie a n d e r s
nicht i i i den unvrtrmeitllichen Folilern der Analyl'en
gegiindet ,) i n den phylikalifchen EipnL'chahen
beider Kurper cine Ib grolse Veifchierlenheit cnth h n IGnnr , ifi nicht g l a u b l i d i .
Hochlt wahrfcheinlich lie$ der Verl'cliiedenheit in der Farbe
uhd der Anordnung der Theilchen eine Urfache,
die rnir entgangen ill, zum Grunde.
Dafs (lie
Structur der Slittchen bcider daran nicht UrTache
Zt, fchliefse ich daraus, weil beide Erze beim feinIien Pulvcrn die ihnen tigene Farbe behalten. Ich
fordere daher die Chemiker a u f , diel'e beiden Varietiiten kohlcnfauern Kupfers nocli ein Ma1 zu unttrfuchen; vielleicht dafs es ihnen gelingt, bei einer
A1 beit mit grcifseren Meogen, diel'es interenante
Pro b 1em a u fi u li; fen.
Kupfer
KohlenC.
Sauerfi.
Wallet
Klaproth irn
Kupfrrblau
56
- 1ib.hlalachil
24
'4
58
18
I2,5
56,8
'7
6
Theile
1 1 ~ 5
Proufi i m arragon.KupfergrCn1
Wahrl'cheinlich ili Hrn. Proufis Angabe der Kohlenf j u r e etwas zu hoch; die Menge des Waflers h a t er
nicht beftimmt.
4)
Bemerkungen uber do8 Niederfchrlogsn des Kupf e r s u i i s feinen Auflofimgen durch Elyen oder
drirch Zink.
Jlnn glaubt mehrentheils , es fey fehr leicht die
Menge des Kupfers, welche in einer Saure aufgeltill
at, durch Hiilfe des Eifens oder des Zinks zu beLtinimen; darin aber irrt man fich fehr. Ohne die
gehiirige VorGcht hleibt immer entweder etwar
Kupfer in der Aufliifung, oder fchlagt Gch Kupfer
in) oxydirten Zuftande zugleich mit Eifen oder
%ink niecler. Das Errte iTt der Fall, wenn das
Eilin oder der Zirik nicht lange genug in der Auf16LLng bleiben, und das Zweite, wenn man fie in
der Adiifung zu lange ftehen liifst, und dievorlicht
verGumt, die Autliifung uberfliiIIig fauer zu erhalten.
Ohne mich hier auf die Urfachen diel'er Wirkungen eiuzulallkn, will ich blos die Mittel anzeigen, lie zu vermeidrn.
I ) Vor allen Siuern verdicnt die Schwefelraure
den Vorzug , urn das Kupferoxyd aufzuliifen , weL
ches man mittelll Eilrn oder %,ink metallil'ch niederl'chlagen will.
a) Zink, bel'ondcrs lolcher, der mehrmals Tublimirt worden, ilt , Zuni Niederkhlagen des Kupfers dem Eifen vorzuziehn.
3) Die Kupferaufliil'ung mul's mit W'afIer verdunnt feyn und fo vie1 iiberfliilIige Schwsfelraure
enthalten, dafs ein kleines Aufbraufen cntrteht,
iind diefen Ueberl'churs a n Siure mufs man erhalt e n , bis Iich alles Kupfer aus der Fliifligkeit niutlergelchlagen hat.
4) Ifi kein Kupfer mehr in dcr A4uflijfun~vorhanden , welches lich leicht claran erkeunen I i i l s t ,
dali lie dann ganz farbenlos wird, To \vie an ilirem
Gel'chrnack, lo muls man das Eifen oder den %ink
IieIausnehmen, das Kiipfer aber darin loKen, und
es von Zeit zti Zeit I'cliiitteln, drlniit rlie Eilcn- oder
Zinktheilchen, welclie! u n t e r tletn Kul.1fc.r g c m e n g t
fej n kiinncn, wietler aufielijii wercieu.
5 ) Eudlicli mu14 d a s Kupfer I ~ S ! I I . I I ~n ~i i ~t Skochendetn M'aflkr gewakhcn uncl in miiisigw \I\.-irnic
getrocknet werden.
Diefes I'clleineri iiiir die zweckrn5rsigilen M i t t d
zu fpyn, urn ailes Kupfer ails einer :\uflul'uunp, im
Zuliande der Rciiilitit zii erhalten.
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