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Analytisch-mineralogische Mittheilungen.

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kungen bis zu 4 ( h a d vorkoininen, benierkte derselbe jedoch kann eine verschiedene Ausbildungsscharfe der pseudornorphen Gestalt hieran schuld seyn. n
Noch mufs ich bemerben, da€s der Orthoklas, in welchein sich Spreusteinkrystalle finden, nicht selten , nainentlich hinsichtlich der Farbe, verandert ist, indein er nin SO
mehr braunlich erscheint, je naher er sich jeiien Krystallcn
befindet ; die Spaltbarkeit ist noch vollhoininen erhalten.
allein die Harte hat etwas abgenommen, ebenso der Glanz
und die Durchscheineiiheit an den Kanten. W e n n inan
diesen Orthoklas im Kolben der Hitze aussetzt, decrepitirt
er sehr heftig uiid giebt eine betrachtliche Merrge Wasser.
Selbst scheinbar gtnz unverznderter Ortholilas aus der
Nahe der Spreustein-Krystalle, aber niclit von Beriihrungsstellen wit denselben, gab Wasser. Hieraus ist deutlich
ersichtbar, d a b der Uniwandluiigs -Procefs nicht ganz ohne
EinfluEs auf die uingebenden Substanzeti der Pseudomorphosen war, indem man jenes Wasser doch uniniiglich als
urspriingliches wird anirehinen kiinuen.
So ist denn die Frage hinsichtlich cler Spreustein-Krystalle insoweit vollstandig entschieden , dafs wir in denselbell Pseudomorphosen und keine Parainorplrosen vor uns
haben. Es hat lreinen Palao-Natrolith gegeben ; und somit
fallen auch alle geologische Hypothesen, welche sich an
dessen friihere Existeiiz kniipfeo, hinweg.
)J
VIII.
Annlytisch-mirderalogische Mittheifurigeri;
von Dr. C a r l S c h r i a b e l ,
Director der Realscliule in Siegen.
1.
Zinkbliithe von Rnmsbeck.
D i e s e s seltene Mineral findet sich i n ausgedehntem Maafse
auC den BIeierz- und Blendegruben bei Koinsbeck iu West-
145
phalen und zwar iiicht allein in deli Gruben, wo es in deli
abgebauten Rauinen als Ueberzug des Gesteins vorkommt,
souderii auch auf den Halden, deren Erzhaufwerke, so wie
die aufgesturzten Berge, namentlich bei starkein Sonnenschein
weirs auswittern. Ber geringste Kegen entfernt indessen
die Auswitterung fast plotzlich. Die Untersuchung einer
solchen von der Grube Bastenberg lieferte:
Zinhoxy d
64,04
Kupferoxyd
0,62
Eisenoxyd u. Thonerde
2,48
Kalk
0,553
Kohlensaure
12,3O
Hydratwasser
1339
Hygroskop. Wasser
2,02 (beim Trockneii i q WasIn Salzsaure unliisliclier
serbade)
3,RS
Kieselrest
Magnesia, Mangaiioxydul,
Spureii
Schwefelsaure
___.99,dS
woraus sich , nach Abweichung der zufslligen BeimischunSen, ergiebt, dafs dieses erdige Auswitterungsproduct aus
3 Aeq. Zinkoxyd, 1 Aeq. Kohlensaure und 3 Aeq. Wasser
besteht und durch die behannte Forinel der Zinkbluthe
CO, . 3 Z n O -+ 3 H O oder ZiiO CO, -+ 2 Z n O . H O ausgedriickt werdeii bann.
Die Erzfuhrung der Konisbecher Lagerstgtten, hauptsachlich aus BleigIanz und Blende bestehend, ist an halkige
Schieferschichteii gebundm j die Schichten enthalten sehr
haufig Versteinerungen, welche grofstentheils aus kohlens.
Kalk zusammengesetzt sind. In obere Teufen ist das Vorkoirimeii voii Galinei, der ebeiifalls als Zersetzungsproduct
von Blende angesehen werden inufs, gewohnlich. Bei der
Urttersucliung eiiies Schiefers zeigte sich, dafs derselbe auf
seiiien Kluftflachen init erdiger Zinkbliithe bedecht war; Wasser eiitzog ihin schwefelsauren Kalk, Salzsiiure unter starkein Aufbrausen voii Kohlensaure vielen Kalk , Eisenoxydul uiid Oxyd, wenig Zinhoxyd und Magnesia und die
1
.
I’oggendorfPs hnnal. Rd. CV.
10
146
gleichzeitige schwache Entwicklung von Schwefelwasserstoffgas gab den Beweis, dafs noch unzersetzte Blende vorhanden war.
11.
Kieselziokerz von Cumillas bei Santauder in Spanien.
Diefs Erz erscheint in ooncentrisch schaligen und fnserigeii Partien, ist weifs oder farblos, von starkem Glanz
utid an der Oberfliiche gewtihnlich inehr oder weiiiger in
dichte oder erdige, theilweise durch Eisenoxydhydrat braun
gergrbte Zinkbliithe verwittert. Spec. Gewicht = 3,42. Da
die vollstiindigc Zersetzung durch Salzsaure schwierig von
Statten ging, so wurde eiiie Aufschliefsung init kohlens. Natron-Kali vorgenommen. Die Analyse ergab :
Zinkoxy d
66,25
IG es elsiiurc
23,74
gasser
8,31
Thoiierde u. Eisenoxyd
f ,08
PhosphorsSure
111.
Braline Bleode von der Grube ,)Muckenwiese(( hei Bnrhacli,
Revier Siegen.
Sic briclit in derbeii krystallinischcii Massen, bei deren
Aiialyse
12,59 F e S
70,45 z n s
16,96 Gebirgsart (unloslich)
erhalten wurdt. Da die Aeqoivalentc voii Ft S wid Zn S
sich wie 1 :5 verhaltrn, so k a n n die Zusarninensetzuiig des
von der beigemengten Gebirgsart bcfreiteii Erzes mit
5 Zn S F e S
bezeichnet werden.
+
1V.
Aatimonucker (Stiblith)
fand sich init Nickelantiinonglaiiz und Spatheisenstein aus
der Grube Hercules bei Eisern, Revier Siegen, in erdigeii
weifslichgelbcn bis braungelben Pnrtien. Bei der Analyse
147
dcs im Wasserbade getrockneten (wobei ein Gewichtsverlust 3,84 Proc. Wasser) Pulvers fand ich
Nickeloxydul
0,17
Eisenoxyd
5 3 6 init Spuren yon ManWasser
9,42
ganoxyd
Antimonige Saure (od.
antimons. Antimonoxyd) 84,85 (als Rest)
100,OO.
Dieser Ocker ist offenbar BUS der Verwitterung von
Nickelantimonglanz und Spatheisenstein hervorgegangen und
das EisenoxId als Hydrat anzunehmen.
V. Oolithischer Thoneisenstein (Eisensandstein)
aus dem sogenannten braunen Jura von Hersbruck bei
Ntirnberg, lieferte bei der Analyse:
Eisenoxyd
55,68
Thonerde
7,24
Wasser
11,28
Kieselrest
25,97
Manganoxyd
Spur
100,17
V1. Dolornit
aIs Ausfiilluiigsmasse (Steinkern) eines Echinus yon Ingolstadt (Raiern), an der Oberflache krystallisch, hatte folgende
Zusammensetzung
Kohlens. Kalk
55,48
Talkerde
43,29
Eisenoxyd
0,48
Kieselerde
0,16
Spuren von Wasser
2)
994 1
Siegen den 14. September 1858.
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mittheilungen, mineralogische, analytische
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