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Angebliche Curpfuscherei seitens der chemischen Industrie. Eine Abwehr

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Zeitschrift fur angewandte Chemie.
1900. Heft 3.
__
Angebliche Curpfuscherei
seitens der chemischen Industrie.
Eine Abwehr.
Von Dr. A. Eichengrun.
,,Es ist eine Freude zu sehen, wie viele
Arzte sich bemiihen, diese neue, bessere Behandlung (d. h. Hinweglassung der meist
nutzlosen und vielfach schadlichen Arzneimittel) sich zu eigen zu machen und die
Medicingifte in die Rumpelkammer menschlicher Irrthiimer zu werfen. Nur manche
chemische Fabriken scbauen diesem segenbringenden Fortschritt missgiinstig- zu und
versuchen durch alle Mittel der Reclame, ihr
schiidliches chemisches Zeug an den Mann
z u bringen und auch leichtglaubige Arzte in
ihr Garu zu fangen. Damit sich Niemand
yon diesen Lockungen verfiihren lasse, will
ich hier noch einmal die schidlichsten und
giftigsten Arzneistoffe zur Warnung aufzahlen: Kreosot, Guajacol, Kreosotal, Guajacolcarbonat, Guajacetin, Carbol, Solveol,
Phenacetin, Antipyrin, Jodoform , Jodkali,
Digitalis, Atropin etc. etc."
Diese Auslassungen des approbirten und
praktischen Arztes W. K l i m a s z ew s k i kann
man eigentlich mit, Stillschweigen iibergehen,
denn das Anathema gegen Medicin, Mediciner
und Medicamente gehijrt j a zum unentbehrlichen Riistzeug des Naturarztes, und auch
den Seitenhieb a,uf die bijsen chemischen
Fabriken, die Urheber all dieser Arzneigifte,
darf man in diesem Falle unparirt lassen.
Mit grossem Bedenken dagegen muss es den
pharmaceutischen Chemiker erfullen, wenn
er ganz denselben Ansichten, nur in anderen,
wenn mijglich noch schirferen Worten, in
einem gelesenen medicinischen Fachblatte
aus der Feder eines wissenschaftlich gebildeten Arztes begegnet, i n einem Artikel
namlich, den Dr. A. K i j p p e n i n dem ,,Arztlichen Vereinsblatt" No. 406 unter der Uberschrift ,,Curpfuscherei von Seiten der Apotheken" veriiffentlicht und i n welchem er
nicht nur gegen die Gepflogenheit mancher
Apotheker, dem Publikum arztlichen Rath
zu ertheilen (directe Kurpfuscherei), sondern
auch gegen die chemischen Fabriken, welche
,,Arzten und Publikum in arztlichen und
nichtiirztlichen Zeitschriften und Prospecten
die verechiedensten Mittel anb8ten', polemiCh. 1300.
-~
._
sirt. Dieses Angebot von Arzneimitteln,
selbst wenn es an Arzte in der Hrztlichen
Fachpresse geschieht , bezeichnet Kii p p e n
als i n d i r e c t e C u r p f u s c h e r ei.
K i i p p e n geht dabei in seiner Abneigung
gegen die modernen Arzneimittel so weit,
dass er sich zum Beispiel ruhmt: ,,ich habe
seit Jahren u. a. kein Antipyrin verschrieben
und ich weiss, dass ich meinen Patienten
nicht nur nicht geschadet, sondern im Gegentheil an ihrer Gesundheit und ihrem Geldbeutel geniitzt habe." Wenn nun auch dieser
extreme Standpunkt von wenigen Arzten getheilt werden diirfte, - hat doch beispielsweise fast zu derselben Zeit, in welcher
K t i p p e n obige Ansicht iiber das Antipyrin
iiusserte, der bekannte Kliniker R i e s s darauf
hingewiesen'), dass die ausgebreitete und
praktisch erprobte Verwendung des Antipyrins bei Typhus auch vom t h e o r e t i s c h e n
Standpunkte aus als durchaus berechtigt sich
erwiesen habe durch Feststellung der Thatsache, dass die Fiebermittel im allgemeinen
Erfolge zwar hinter den jetzt vielfach vorgezcgenen kalten Badern zuriickstehen, dass
sie aber im Gegensatz zu diesen die werthvolle Eigenschaft besitzen. Eiweisssparer zu
sein, d. h. eine starke Herabsetzung der
Stickstoffausfuhr herbeizufiihren , wahrend
erstere eine Vermehrung bewirken, - so i s t
jedoch andrerseits die Thatsache, dass in
einem a r z t l i c h e n F a c h b l a t t e die Thatigkeit der chemisch-pharmaceutischen Fabriken
als C u r p f u s c h e r e i bezeichnet werden kann,
ein bedenkliches Zeichen der Abneigung
weiter arztlicher Kreise gegen die erstereu
und ihre Erzeugnisse, eine Abneigung, welche
der bekannte Pharmakologe K o b e r t mit den
Worten charakterisirt: ,,Es ist seit einiger
Zeit bei Professoren und Arzten Mode geaorden, a u f d i e c h e m i s c h e n F a b r i k e n
z u s c h i m p f e n , weil sie immer und immer
wieder neue Mittel erfinden und den Collegen
anbietena)."
Es sol1 durchaus nicht abgestritten werden, dass zu dieser Abneigung ein gewisser
Grund vorhanden ist, dass die grosse Menge
tleuer Arzneimittel, welche insbesondere in
der Mitte dieses Jahrzehntes den Markt
1)
2)
Deutsclie F e d . Wochenbchrift 40, 1899.
Deutsche Arztezeitung I, 1899.
5
56
--
Eichengrun: Aogebliche Curpfuschsrei.
uberflutheten u n d gr6sstentheils Analoga
u n d immer wieder neue Analoga alterer
P r a p a r a t e waren, nicht mit der Zeit, wie
jedes ,,Zuviel", einen Uberdruss i n den
zuniichst betheiligten iirztlichen Kreisen erzeugen mussten, im Gegentheil es ist vielfach und auch a n dieser Stelle3) auf die
Gefahren und die Nachtheile einer Uberproduction hingewiesen worden, - es sol1 auch
nicht Hrztlichen Stimmen das Recht bestritten
werden, a n dem Vorgehen und den Leistungen
der chemischen Industrie K r i t i k zu fiben,
i m Gegentheil die Warnungen und Vors c h l l g e eines K o b e r t , His und Anderer
haben i n chemischen Kreisen d i e beste Aufnahme und Beachtung gefunden - aber eine
Animositat, wie die K i i p p e n ' s , welcher eine
I n d u s t r i e , auf d i e Deutschland rnit Stolz
blickt, d a sie i m Gegensatz zu der auslandischen auf streng wissenschaftlicher
Grundlage aufgebaut, sich i n kurzer Zeit
zu hoher Bluthe und universeller Bedeutung erhoben h a t , eine Industrie, i n der
eine grosse Zahl ernster u n d erfahrener Forscher ihre Lebensarbeit suchen u n d finden,
eine Industrie endlich, welche dem Arzte
so viele werthvolle Hiilfsmittel u n d Waffen
in die H a n d gegeben, die der leidenden
Menschheit so manches Heil- und Linderungsmittel geliefert hat, auf e i n e Stufe rnit dem
von jedem rechtlich Denkenden verurtheilten
und bekampften Curpfuscherthum stellt, bedarf der scharfsten Zuruckweisung. Und
dies um so mehr, als die eigentliche Ursache
dieses Angriffes, wie der ihm zu GJunde
liegenden allgemeinen Verstimmung, der Uberfluss an neuen Arzneimitteln, so wie er
heute besteht oder zu bestehen scheint, zum
grossen Theil a i d , wie dies iibrigens K i j p p e n
selbst zugibt, auf das Conto der Arzte zu
setzen i s t , oder vielmehr d e r Arzte, welche
zwischen synthetischen Arzneimitteln, Specialitaten und sogar Geheimmitteln keine
wesentlichen Unterschiede zu erblicken und
zu machen gewohnt sind und welche dadurch
der Erzeugung von immer neuen Medicamenten Vorschub leisten, j a sie geradezu hervorrufen. D e facto besteht heute eine wirkliche
Uberproduction an eigentlichcn Arzneimittsln
kaum mehr, denn von der unendlichen
Menge i n den letzten 15 Jahren auf den
M a r k t gebrachter Praparate i s t nur die
verhiiltnissmiissig geringe Zahl d e r wirklich werthvollen iibrig geblieben, u n d die
Z a h l der in letzter Zeit von den eigentlichen
chemischen Fabriken neu dargestellten und
definitiv eingefiihrten Arzneimittel ist, wenn
_ _
~
3). E i c h e u g r h n , Die Uberprodaction an neuer
Brzneimitteln. Diese Zeitschrift 1898, 38, 892.
[anxewn
Zeitsolirift fItr
d te Chem ie.
11
aan von den nicht rein synthetischen Nahrind Organopraparaten absieht, eine uberaschend kleine; haben doch z. B. von den
Iriisseren, zur Darstellung neuer Mittel am
hesten befiihigten u n d eingerichteten Fabriken
Viele, wie H i i c h s t , R i e d e l , K n o l l , K a l l e ,
i c h e r i n g , M a r q u a r t i m ablaufenden J a h r e
tberhaupt keins, die iibrigen, wie B a y e r
Aspirin), A c ti e n g e s e l 1s c h a f t B e r 1i n (Taiocol), M e r c k (Eumenol), v . H e y d e n (Acoin),
) i e t er i c h (Bromeigon), G a n s (Chloralbacid),
3 i i h r i n g e r (Ferratose) nur j e ein einziges
'riiparat gebracht, von denen noch d a m
:inige nur verbesserte hez. lijslichere Formen
ilterer Producte sind.
Wohl aber besteht ohne Zweifel ein
grosser Uberfluss an w i l l k i i r l i c h e n G e n i s c h e n , welche m i t einem eignen Phantasiemmen versehen, unberechtigter Weise unter
ler Flagge s p t h e t i s c h e r Arzneimittel segeln
md von so vielen Arzten m i t diesen i n j e d e r
Be z i e h u n g identificirt werden.
Dass letzteres i n der T h a t der F a l l ist,
3as zeigen d i e vielen zur Publication gelangten und immer aufs Neue gelangenden
irztlichen Urtheile, Gutachten und selbst
Originalartikel u b e r d i e Erfolge rnit ,,neuen
Arzneimitteln", welche nichts anderes wie
einfache Mischungen bekannter Medicemente darstellen, die der Autor ebenso gut
selbst i n F o r m eines Receptes hatte verschreiben kiinnen, vielleicht aber auch ia
der betreffenden, i h m unbekannt bleibenden
quantitativen oder qualitativen Zusammensetzung nie verschrieben haben wiirde. Es sei
d a beispielsweise als unum p r o multis erwiihnt das Antinervin, welches, obwohl schon
kurz nach seinem Erscheinen von S i o r 4 ) als
ein Gemisch lange bekannter und gebrauchlicher Arzneimittel bezeichnet und von R i t s e r t als eine Mischung von Bromammonium,
Salicylsaure und Acetanilid erkannt, jahrelang
eine ganze Anzahl arztlicher Originalarbeiten
z u verzeichnen hatte, wie die von K o s i n s k i'),
Drobner'),
L a u r e n t i 7 ) , Wefers*) und
Anderen, und d a s heute noch in den Anuoncen
unter den Namen unserer bedeutendsten
Kliniker empfohlen wird, wahrend es von
B e r n h a r d F i s c h e r in seinem bekannten
Buche ,Die neuercn Arzneimittel" als ,,eine
der bedenklichsten Erscheinungen auf dem
Gebiete der modernen Pharmacie" bezeichnet
wird.
*) Pharm. Zeitung 1893, 459.
5, Allgem. Med. Centralzcitung 1894.
'j) Therapeutischc Monatsliefte 1894, 6.
7 Gaz. d. Ospedali 1597.
5, Deutsche med. Woclienschrift 1896, 24; [behaiidelt itbrigens eineii schweren Vergiftuiigsfall mit
dem Mittel].
Jahrgang 1900.
Aeft 3. 16. Januar
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1900.l
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Eichengriin: Angebliche Curpfuscherei.
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Es zeigt dies ferner der Umstand, dass
viillig uncontrolirbare, beliebig zusammengestellte Tincturen und Extracte, wie z. B.
,,Nervosin fiirNerviise", von Arzten verwendet
und empfohlen werden, welche vielleicht an
die Reinheit u n d genaue Dosirung der in
diesen Mischungen enthaltenen Agentien, die
haufig zu den stark wirkenden Alkaloiden
und Glykosiden gehoren, wenn sie dieselben
s e l b s t verschreiben wiirden, die hijchsten
Anforderungen stellen wiirden.
Es zeigt dies vor Allem aber die T h a t sache, dass neuerdings sogar von Arzten
s e l b s t ,,neue Arzneimittel" empfohlen und
eingefiihrt werden, wie beispielsweise Steriform, Zymoidin, Rhamnin, Holzinol, Holzin
etc., welche lediglich Mischungeu darstellen,
bereitet nach von ihnen selbst erprobten oder
zusammengestellten Receptformeln.
Diese
mogen als solche vielleicht recht brauchbar
sein, besitzen aber zu einer Lancirung als
,,ueue Arzneimittel' oder gar, wie Calmin
von Dr. med. W o l f , - eine Mischung von
Antipyrin mit Heroin von unbekannter Dosirung, - als ,,Specialmittel gegen Pr'eurosen",
oder Hydragogin, von Dr. med. G o l d e n b e r g ,
- eine Mischung bekannter diuretisch wirkender Pflanzenextracte, jedoch unbekannteu
Mischungsverhaltnisses, - als ,neuestes und
wirksamstes Diureticum", also als wirkliches
Kovum k e i n e r l e i B e r e c h t i g u n g.
E i n e solche sei hiermit aber durchaus
nicht allen Arzneimittelmischungen a n s i c h
abgesprochen, im Gegeotheil, solange diese
ais Specialitaten, als fabrikmassig ausgefuhrte, bewiihrte Receptformeln , nicht aber
als neue synthetische Heilmittel auftreten,
sind sie nicht nur berechtigt, sondern sogar
willkommen, d a sie i m Allgemeinen eine gr6ssere Gleicbmassigkeit und exactere Dosirung,
wie die nach Einzelrecepten bez. in kleiner
Menge dargestellten Praparate besitzen u n d
sich meistens trotz besserer Aufmachung u n d
grosserer Handlichkeit billiger stellen als
jene, weil sie ferner eine etwa von einem
Arzte als besonders brauchbar erkannte
Receptformel, wie z. B. Urosin, eine Mischung
von Chinasaure mit Lithiumcitrat und Zucker
nach Dr. med. W e i s s , der Allgemeinheit
leichter zugiinglich machen , als eine unter
Umstanden unbeachtet bleibende einfache
Mittheilung derselben i n einem Fachblatte.
Es ist auch nur durchaus zu billigen,
wenn solche Specialitaten nicht nur unter
dem Namen des Darstellers, wie z. B. ,,Tinctura Ferri Athenstaedt", sondern auch unter
einem Phantasienamen vertrieben werden,
f a l l s demselben die Angabe der Zusammensetzung folgt, wie z. B. ,,Anaemin, Eisenpepsinsaccharat Liebe", d a hierdurch ihre
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Anwendung und Verbreitung n u r erleichert
wird.
Aber es i s t ganz entschieden nicht
berechtigt, dass einfache Mischungen b e k a n n t e r , o f t sogar officineller, nicht selten
aber auch obsoleter Medicamente, sofern sie
nicht, wie etwa Diuretin Doppelsalzcharakter
u n d neue, fur ihre therapeutischeVerwendung
werthvolle physikalische Eigenschaften wie
grossere Liislichkeit (Chinosol), veranderten
Siedepunkt (KBlen) , veranderten Aggregatzustand (Validol, Salo-Santal) etc. besitzen,
als n e u e , s y nt h e t i sc h e A r z n e i m i t t e l
betrachtet, klassificirt, beurtheilt und hesprochen werden, u n d dass naturgemass dann
Misserfolge m i t fehlerhaft ,,componirten"
Gemischen (wie z. B. Antiscabin')) den chemischen Fabriken in die Schuhe geschoben
werden.
Welcheo Maassstab manche Arzte an die
Neuheit eines Praparates legen, zeigt der
Umstand, dass i n zwei Originalartikeln i n
medicinischen Fachblattern") die Erfolge des
Aminoforms beschrieben werden, wahrend
dies ,,neue" Mittel nichts anderes ist wie
ein neuer Name fiir d a s schon vor J a h r e n
unter dem Namen Urotropin von N i c o l a i e r
in den Arzneischatz eingefkhrte u n d seitdem
in einer stattlichen Reihe von Publicationen
bearbeitete Hexamethglentetramin.
Solange es aber zur Schaffung eines
neueu Heilmittels geniigt, fiir eine beliebige
Mischung, j a selbst fur eine einzelne Substanz einen neuen Namen zu finden u n d
specielle Indicationen anzugeben , solange
solche Specialitaten von Arzten als ,,neue
Arzneimitte1"angesehen und wie solche behandelt werden, solange w e r d e n u n d k 6 n n e n die
Klagen uber d a s Ubermaass an ,,neuen Arzneimitteln" nicht verstummen und wird ihre
Zahl nicht abnehmen. 1st doch die Leichtigkeit der Darstellung solcher Arzneimittel zu
gross, geniigt doch an Stelle eines grosseu
wissenschaftlichen Apparatee, wie ihn die
meisten chemischen Fabriken besitzen, j a
solbst an Stelle eingehender Fachkenntnisse
ein gutes Recepttaschenbuch oder selbst ein
einzelnes Recept, und an Stelle grosser
Fabrikationsraume und maschineller Einrichtungen eine Tarirwage u n d ein Morse,.
Wenn nun arztliche Indulgenz die Erzeugnisse solcher Fabriken deckt, miissen die
wirklichen chemischen Fabriken sich u n d
ihre i n ernster Arbeit dargestellten, von berufenen Fachmannern klinisch gepruften PrBparste dagegen verwahren, mit ersteren in
cf. tliese Zeitschrift 1899, 48.
Walter. Munch. med. Wochenschr. 1897,lO.
G o l d m a n n . Klinisch-therapeutische Wochenschr.
1899, 13.
9)
10)
R*
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Eichengriin: Angebliche Curpfuscherei. __
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eine Linie gestellt zu werden; j e n e sind
S p e c i a l i t ii t e n , diese A r z n e i m i t t el.
Wohin es fiihrt, dass diese beiden Begriffe i n den Augen S O vieler Arzte viillige
Gleichberechtigung besitzen , das zeigt eine
unlangst erschienene Broschiire eines Specialitaten-Fabrikanten, i n welcher dieser iiber
wissenschaftliche Forschungen geradezu d e n
S t a b bricht und die Empirie als alleinige
Grundlage der Therapie gelten Iasst. Es
ist dies H e r r S t r o s c h e i n , welcher in einer
Broschiire iiber seine Praparate wijrtlich sagt:
,,Mit Genugthuung i s t es zu begrussen,
d a s s sich die Therapie nicht mehr den unzahligen neuen rein chemischen Verbindungen, welche vielfach m i t schadlichen Nebenwirkungen behaftet sind, riickhaltlos in die
Arme wirft. Viele theoretische Chemiker
fullen ihr Dasein damit aus (sic!), iiber irgend
eine neue chemische Verbindung nachzugriibeln und wenn sie dieselbe gefunden
haben, dann auch rnit dem Hochdruck der
Reclame in den Handel zu bringen. M i t
der rein theoretischen Chemie i s t d e r Therapie
in k e i n e r Beziehung gedient. W i e die
ausiibende Medicin nur praktische Arzte
brauchen kann, so kiinnen der Therapie
brauchbare Medicamente auch nur durch
p r a k t i s c h e Chemiker zugefihrt werden."
Was e r unter einem praktischen Chemiker
und dessen Erzeugnissen versteht, das zeigt
der Verfasser durch die Empfehlung eines
,,Neuen Laxans, Musin", welchem diese
Broschtire pewidmet ist, eitler Mischung von
Bittersalz, Kochsalz, Natriumbicarbonat und
Citroninsaure. Also man mischt Karlsbader
Salz und Brausepulrer und h a t dann ein
,,neues Arzneimittel", welches selbstverstandlich dazu beitragen wird, die Klagen iiber
die c h e m i s c h e n F a b r i k e n , welche alles
rnit ihren Medicamenten iiberschwemmen, zu
vermehren.
Kann man es nun noch einigermaassen
verstiindlich finden, dass solche Specialitaten,
die j a i n vielen Fallen vortreffliche Dienste
leisten, von Arzten als selbstandige Arzneimittel statt a h besondere Darreichungsform
bekannter Medikamente betrachtet werden,
so ist es jedoch viillig unbegreiflich, dass
Mittel, welche f i r jeden Fachmann den
Stempel des Geheim-, ja des Schwindelmittels tragen, trotzdem noch von Arzten
den synthetischen Arzneimitteln gleichgestellt
u n d nicht nur empfohlen, sondern auch
wissenschaftlich bearbeitet werden.
Dass
dies nicht nur vielfach geschehen ist, sondern noch i n allerneuester Zeit geschieht,
dafiir seien hier a l s schlagende Beispiele die
beiden Geheimmittel Glycosolvol und Antiarthrin angefiibrt.
{angewandte
Eoitschrift fiir
Chcmie.
~
_
D a s GIycosolvol wird in medicinischen
Blattern zum Theil i n Riesenannoncen als
,Einziges , sicher helfendes Specialmittel
Tegen die Zuckerkrankheit" als Antidiabeti:om, durch welches Zuckerkranke his zu
3 Proc. viillige Zuckerfreiheit erlangen, angepriesen, u n d zwar rnit dem Zusatze : ,,D.R.P.G.
13 088" oder ,,patentamtIich geschiitzt No.
13088"") oder in einer Fachzeitung sogar
D.R.P. 13088, wahrend sich die Zahl 13088
de facto n u r auf Eintragung des W o r t e s
Glycosolvol i n das Waarenzeichenregister bezieht. I n den Annoncen und der umfangteichen Broschiire wird d a s neue Specificurn
bezeichnet als:
peptonisirtes oxypropionsaures T heobromin-Trypsin
oder gar als ein Product, erhalten durch
,,gegenseitige chemische Einwirkuog der
Oxypropionsaure auf chemisch reines
Pepton und v a n theobrominsaurem Natrium auf das Zymogen des Trypsins".
T r o t z dieses chemischen Unsinns, t r o t z
des Umstandes, dass aus zwei von dem Fabrikanten naiverweise in seiner Broschiire selbst
veraffentlichten Analysen zweier bekannter
Untersucbungschemiker hervorgeht, dass diese
Theobrominverbindun g n u r eben nachweisbare Spuren von Theobromin enthalt, dagegen 60-70 Proc. Starke (!I, 7-12 Proc.
reducirende Substanzen und 3 - 1 2 Proc.
Mineralsalze sowie 4,4 Proc. Cellulose, deren
Vorkommen aus obiger ,,gegenseitiger chemischer Einwirkung" nicht gerade leicht zu
erklaren ist, t r o t z d e m iiber Eigenschaften,
Reactionen, chemisches Verhalten des Praparates nicht d a s Geringste bekannt ist,
t r o t z d e m wir es m i t einem Worte mit
einem Geheimmittel par excellence*) zu
t h u n haben, findet dasselbe nicht n u r Beachtung und Anwendung in arztlichen Kreisen, wie aus der Anfiihrung einer grossen
Anzahl arztlicher Gutachten in der erwahnten
Broschiire hervorgeht, sondern es sieht sich
sogar ein praktischer Arzt zu einem Vortrage
iiber d a s ,,Arzneimittel" i n einem arztlichen
Verein veranlasstI2).
-
.
~~
'I)
Ein nach Eutscheidang cles Berliiier Landgerichts I strafbares Vcrgehen. Apothekcr- Zcituug
1899 No. 96.
") Nach tfem Wortlaute des Mii1isteri:ilerlnsses
voin 10. Janoar 1898 ist allerdings seit Vitrbffentlichung dieser Analysen Glycosolrol kein Geheirnmittel mehr, da ,>seineBestandtheile und Gewic'ntsmengen in ~enieinuerst~ndliclier
etc. \Yeise a.ngcgeben" sind, und doc11 diirftc gersde d u r c l ~diese
Analysen das Priiparat fur den Fachrnann d e f i n i t i v
zum Geheimmittel gestempelt werden, (la aus denselben nicht niir nicht hervorgeht, moraus dasselbe
hesteht rcsp. dargestellt ist, sondern auch, dass die
Angaben des Fabrikaqten (ither dasselbe falsch sind.
'') Dr. D%It n e , Arzteverciu B:tIIe, 5. 2. 1696.
-
Jahrgang 1900.
Heft 3. 16.
1!300]
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_Januar
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Eichengriin: Angebliche Curpfuscherei.
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Der Werth dieser Gutachten und Empfehlungen i s t a m besten daraus zu ermessen,
dass bei einer ernsthaften vergleichenden
Nachprufung der Resultate durch einen erfahrenen Diabetes Arzt I,),
sowie in der
Senator'schen KlinikI4) der Erfolg des Glycosolvols iibereinstimmend als imaginar erkannt
wurde, lediglich erzielt durch Innehaltung
der in der Glycosolvol-Broschiire angegebenen
(iibrigens usuellen) strengen Diatvorschriften,
wahrend ein durch diese allein reducirter
Zuckergehalt durch Glycosolvol auch nicht
i m geringsten beeinflusst werde.
U n d dieses, iibrigens auf mehreren hygienischen Ausstellungen (Magdeburg, Chemnitz,
Paris) mit goldenen Medaillen ausgezeichnete(!), wirkungslose Geheimmittel, welches in
neuester Zeit sogar ein medicinischesFachblatt,
das ,,Sachsische iirztliche Correspondenzblatt",
,,ah offenkundigen Lug und Trug" bezeichnet,
wird i n Dutzenden von Lrztlichen Gutachten
als ausgezeichnetes H e i l m i t t e l empfohlen,
allerdings meist m i t dem Zusatz ,,bei Innehaltung strenger DiHt", was nach dem oben
Gesagten leicht verstandlich ist.
Nicht weniger charakteristisch fiir die
Gleichstellung von Arznei- und Geheimmitteln
durch manche Arzte ist d a s zweite Beispiel,
das Antiarthrin, ein neues (!) Mittel gegen
Gicht und Gelenkrheumatismus. Dasselbe
wurde mittels eines angeblich von einem
UniversitBtsmofessor stammenden Gutachtens
zu lanciren gesucht, i n welchem angegeben
war, ,,dass ein Praparat von der gleichen
oder ahnlichen Zusammensetzung bisher nicht
bekannt war" und ,,dam d a s Herstellungsverfahren keine willkiirliche Mischung der
drei Grundk6rper sei, sondern beruhe auf
streng wissenschaftlicher Basis m i t Riicksicht
auf die dabei nothwendigen chemischen Veranderungen, wodurch die quantitative und
qualitative Zusammensetzung des Antiarthrin
genau festgesetzt wird."
Nachdem sich nun Thornsi5) d a s Verdienst erworben hatte, dieses n e u e Specialmittel als ein unreines, d. h. zur Maskirung
mit einem Pflanzenextract oder Pflanzenpulver versetztes Salicin zu entlarven, und
bald darauf schBdliche'6), Lebensgefahrdung
herheifiihrende Nebenwirkungen desselben
beobachtet worden waren. verschwand d a s
Antiarthrin einigermassen aus der Offentlichkeit, urn neuerdings mit desto grijsserem
Nachdruck wieder aufzutauchen, diesmal als
Gerbsaureverbindung des Saligenins"), je-
-
1 3 ) Leiin 6 , Xeuenahr, Therapeutische Monatsliefte 1897. 245.
14) K i'r s t e i 11, Therapie tler Gegenm-art, 6, 1899.
15) Apothekerzeitung 1897, 19.
16) ibidem 245.
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doch i n unverinderter Zusammensetzung, u n d
unter dem Schutze einer [iibrigens vom Patentamte versagten] Patentanmeldung, welche
wohl d a s non plus u l t r a eines Verschleierungsversuches darstellt. Trotz dieser Antecedentien finden wir d a s P r a p a r a t neuerdings i n einer Discussion i m ,,Miinchener
medicinischen Verein" vom 9. Marz 1 8 9 8
lobend erwahnt und in den ,,Wiener medicinischen Bllittern" No. 26 und 27 1 8 9 9 sogar
einen umfangreichen Originalartikel eines
kijniglichen Bezirksarztes iiber die hervorragenden Erfolge rnit diesem neuen (!) Mittel
bei Abwesenheit jeder Nebenwirkung, merkwiirdigerweise sogar m i t Wiederholung der
geradezu alchymistisch anmuthenden Angaben der oben erwahnten Patentschrift.
Es wird also ein unreines Salicin, u n d
zwar zum Preise von 300 M. pro kg, lirztlich empfohlen, weil es Antiarthrin genannt
worden ist, wlihrend d a s reine, welches nur
30 M. kostet, k a u m mehr Anwendung findet,
[obschon es friiher besonders in England vie1
bei Rheumatismus gebraucht wurde], d a es
nach H u s e m a n n dem salicylsauren Natron
i n seiner antiarthritischen Wirkung nachsteht, wahrend es nach L e w i n und K o b e r t
bedenkliche Nebenerscheinungen zeigt, und
zwar neben anderen mehrfach schweren,
kaum zu beseitigenden, in einem Falle sogar
zum Tode fiihrenden Collaps u n d andauernde
Krampfe. E i n etwaiger Versuch einer chemischen Fabrik, d a s Salicin auf's Neue in
den Arzneischatz einzufiihren , diirfte wohl
sofort durch den Hinweis auf derartige E r fahrungen als unberechtigt zuriickgewiesen
werden, d a s von a r z t l i c h e r S e i t e e m p f o h l e n e Antiarthrin aber wird sich zweifellos bald viele Freunde erwerben, die sich
ihre zukiinftigen Enttauschungen durch bessere Information iiber die chemischen Eigenschaften des Mittels hiitten sparen kiinnen.
Es diirften wohl die angefuhrten Beispiele zu dem Beweise geniigen, dass d i e
Uberfiillung des Arzneimittelmarktes u n d die
daraus resultirende Ubersattigung weiter medicinischer Kreise nicht a 11ei n den chemischen Fabriken zur Schuld zu geben ist,
dass einen gewissen Antheil an dieser jene
Kreise oder wenigstens Angeh6rige jener
Kreise s e l b s t tragen, indem sie durch die
Aufnahme, welche sie den Specialitaten bereiten, u n d d a s Interesse, welches sie allerdings nur in vereinzelten Fallen selbst Geheimmitteln entgegenbringen, s e l b s t d a m
beitragen, die Zahl der ,,Arzneimittel" zu
vermehren, denn es ist nun einmal Gebrauch,
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IT) I n englischen Blattern als Tannate of Saligenin, d. i. gerbsaures Salz des Saligenins, welches
tier Fahrikant anscheinend fur eine Base halt.
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jedes einen eignen Namen tragende Medicament, wie es auch beschaffen sei, als neues
Amneimittel zu betrachten, sobald es von
einem Arzte bearbeitet und empfohlen wird.
E i n e endgiiltige Gesundung dieses Zweiges
d e r chemischen Industrie k a n n deshalb nur
erfolgen, wenn diese in ihren Bestrebungen,
das Anwachsen dieses Gebietes mijglichst zu
beschriinken und im Gegensatz zu der friiheren
I'eriode ersten Ubereifers nur solche Neuheiten zu bringen, die wirkliche Vorziige
besitzen und wirklichen therapeutischen
Nutzen versprechen, dadurch unterstiitzt
werden, dass die Arzte ihrerseits nicht die
Fiille der neuen Arzneimittel noch vermehren
helfen, indem sie durch ihre Empfehlung
und wisscnschaftliche Bearbeitung willkiirliche Mischungen, mijgen sie a l s Receptformeln noch so empfehlenswerth sein, nicht
als solchc, sondern als therapeutische Nova
in die Zahl der ersteren einreihen, oder gar
Geheim- und Schwindelmitteln die iirztliche
Sanction geben. W i e der pharmaceutische
Chemiker sein Priiparat auf das genaueste
und gewissenhafteste priifen und seinen Werth
soweit es mijglich durch die pharmakologische Untersuchung feststellen lassen soll,
ehe er es dem Arzte zur klinischen Priifung
iibergibt, so sollte auch der Arzt seinerseits
sich auf d a s genaueste dariiber informiren,
w a s e r eigentlich zu dieser Prufung annimmt, und sich nicht mit einem neuen
Namen und vagen Angaben iiber chemisches
und physikalisches Verhalten zufrieden geben.
Wird beiderseits diese Vorsicht angewandt, so wird naturgemiisss die Entwicklung des Gebietes der synthetischen Arzneimittel einen langsameren, aber desto erfolgreicheren Fortgang nehmen, u n d damit werden die Klagen uber das ,,Zuviel" von
selbst verstummen, wlihrend im anderen
F a l l e d i e deutsche pharmaceutische Industrie
auf das Niveau der amerikanischen herabgedriickt zu werden Gefahr laufen wiirde,
welche dem Arzte, und zwar anscheinend
mit Erfolg, i n bestechender Form, geschmackvoller Umhiillung u n d unter wissenschaftlichem Deckman tel die werthlosestenMischungen als Panaceen, die indifferentesten Substanzen als unfehlbar, die differentesten als
unschadlich anbietet.
Dann wiirde aber ein K o b e r t " ) nicht
mehr sagen kijnnen :
,,Wir besitzen in Deutschland eine chemische Industrie, auf welche alle fiinf Erdtheile bewundernd blicken u n d auf d i e wir
daher allen Grund haben stolz zu sein."
ELberfeld im December 1899.
Ib)
loc. cit.
~
[
Eichengriin: Angebliche Curpfuscherei.
~
-
_
Zeitsclirift fiir
_ angewaiidte
_ _ _ Clirniir
~__ _ ~
_
Uber das Kohlenstoffmoleciil und die vermeintliche negative Bildungswarme verschiedener Kohlenstoffverbindungen.
Von Wilhelm Vaubel.
In meiner Abhandiung , , U b e r d i e M o l e c u l a r a s s o c i a t i o n f 1ii s s i g e r K 6 r p e r " ')
h a b e ich auch eine Betrachtung von rein
hypothetischem Charakter iiber das Moleciil
des ,,fliissigen" bez. festen Kohlenstoffs angestellt. Nach der T r o u t o n ' s c h e n Regel
berechnete ich unter der Annabme von 2000'
als Siedepunkt die moleculare Verdampfungswarme
M.T'. W. = 2273 . 0,225=
: ca. 511 k (L = 100 g cal.).
Setzen wir weiter voraus, d a s Moleciil
des gasfijrmigen Kohlenstoffs sei einatomig,
so erhalt man fur das Molecul des flussigen
Kohlenstoffs ohne weitere Correction die Zabl
511 = 37,7 Atome C.
13,5
Die Z a h l 13,5, welche spaterhin noch
mehrmals verwendet werden wird, ergibt sich
aus meiner Hypothese, dass die Dissociationswarme der Elementarmoleciile u n d der diesen
vergleichbaren Verbindungen i m directen Verhiiltniss zum Atom- bez. Moleculargewicht
steht. D e r von L. B o l t z m a n n ' ) berechnete
W e r t h fiir die Dissociationswarme des Jodmoleculs war gleich 285 k. D i e betreffende
Verhiiltnisszahl ist
~~
285
2.127
-=
1,122.
E i n e ganz iihnliche Verhiiltnisszahl, namlich den W e r t h 1,15, habe ich3) fiir die
Dissociationswarme des Cu- u n d Hg-Moleciils
berechnen kijnnen, woran sich dann noch der
fur Na O4 erhaltene anschloss. Die betreffenden Zahlen sind also
C u : Hg: J : NO,=63: 200: 1 2 7 : 46 =
72 : 228 : 142,5 : 52,5.
Nach dieser Abschweifung kehren u9ir
wieder zum Kohlenstoffmoleciil zuriick. Die
Zahl von 37,7 Atomen C t e s i t z t natiirlich
n u r eine geringe Zuverlassigkeit, d a einmal
der Siedepunkt des Kohlenstoffs nicht bek a n n t i s t , dann aber auch die Existenzmijglichkeit eines fliissigen Zustandes dieses
Elementes immerhin doch fraglich ist, obgleich H. M o i s s a n 4 ) glaubt, dass auch der
Kohlenstoff i m geschmolzenen Zustande bestehen k6nne; aber dieser Zustand wird sich
_ ~ _
~~
W.Vaube1, Journ. prakt. Ch. 37, 342, 1898.
z'i L. B o l t z m a n u . Vorl. uber Gnstheorie 1898.
Leipzig. Bd. 11, 192. '
3) W. V a u b e l , Journ. pralrt. Chemie 55, 6k?,
1897. Die dort von mir gegebene Erklkrung tier
Dissociation des Idol. Cu, und Hg, ist falsch. Iclr
merde au anderer Stelle die richtige Deutung gehen.
4, H. M o i s s n n , Compt. rend. 119, 776, (1894).
I)
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