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Angebliche Ersteigung des Chimborasso.

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wolle ausgestopften Zwischenraum von 12 Millimeter voii
eioander getrelint waren. Der eine enthielt Wasser von
00, der andere allmahlich erwarmtes. Er mafs d a m die
Verschiebung der Fransen mittelst eiues Compensators und
die Temperatur des Wassers, das iibrigens fleifsig umgeriihrt wurde, mittelst Thermometer. Auf diese Weise erhielt er fur den Brechungsindex des Wassers von OO--30°C.
eine Reihe von Werthen, die mit steigender Temperatur
sehr regeImaGig abnahinen , nichts Eigenthiiinliches bei 4 O
zeigten, und sehr geiiau der empirischen Formel entsprachen :
K , ~ K o - 0 , 0 0 0 0 1 2 5 7 3 t - 0,000001929t2.
Eis bricht bekanntlich das Licht weniger als Wasser
und aus obigen Versuchen wiirde folgen, dafs im Moment
des Gefrierens die Lichtgeschwindigkeit einen plotzlichen
Sprung macheu wiirde. Allein dem ist nicht so. W e n n
bei dein ersten Versuch das Wasser an der Scheidewand gefriert, so sieht man in diesem Moment eine Umkehrung der Fransen eintreten, d. h. diese wird im W a s ser, dessen Index abzunehmen anfzngt, nachdem er bei 0"
sein Maximum erreicht hat, gleichsam vorbereitet. Der Brechungsindex hat wirklich ein Maximum, aber dieses lie@
bei Oo. (Auszug aus d. Conapt. rend. T . XLIII, p . 1191.)
XIV. Angeb fiche Erst et'gung des Chim borass0.
I n der zu Sail Francisco, in Californien , erscheinenden
Zeitung Z'Echo du Pacifique vom 5 . Januar 1857, welche
mir von Hrn. A. v. H u m b o l d t giitigst mitgetheilt wordeii
ist, berichtet der franzosiscbe Reisende Hr. J u l e s R e m p ,
dafs es ihm, in Begleitung des Englanders Hrn. B r e n c k l e y gegltickt sey, am 3. November 1856 den Gipfel des
Chimborasso zu ersteigen, - und zwar im Nebel, ohne es
selbst zu merken (sans nous en douter). Er beobachtete
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namlich den Siedpunkt des Wassers zu 77O,5 C. (bei + 10,T
Lufttemperatur) und als er hieraus, nach seiner Regel I ) ,
die von ihm erreichte Hahe berechnete, fand er dieselbe
gleich 6513 Meter, wenig abweichend von Hrn. v. H u m b o Id t's trigonometrischer Messung hei Riobamba nuevo,
in der Hochebene Tapia (2891 Meter iiber der Stidsee),
welche fur den Gipfel 6544 Meter ergab.
Begreiflicherweise kann Hr. R em y ' s Messung ein zuverlassiges Resultat nicht gewlhren, da eine gleichzeitige
Beobachtung des Luftdrucks und der Temperatur am Meere
fehlt. Indefs war es doch interessant zu untersuchen, welches Resultat sich unter den wahrscheinlichsten Voraussetzungen durch eine rationellere Berechnungsweise als die
des Hrn. R. ergeben wiirde. Ich habe mich daher dieser
kleiiien Miihe unterzogen, und die Hbhe unter den beideii
Hypothesen berechnet , dafs am Meere die Lufttemperetur
27",5 C. oder 26O,5 C. geherrscht habe, uud der Barometerstand 760m,0bei Oo gewesen sey. Der Siedpunkt 77",5C.
auf dem Gipfel entspricht, nach R e g n a u l t's Tafel') eiiiem
Barometerstand von 320m,20 bei 0", und die Lufttemperatur war + 1O , 7 C., wofiir bier 1",5 genommen seyn mag.
Nach diesen Dateu geben die O l t m a n n s ' s c h e n Tafeln, die
angeblich von Hrn. R. erstiegene Hbhe, in der ersten Hypothese (27O,5 C.) = 732P,2, nnd in der zweiten (26",5)
7314",5!
Hienacb kann denn wobl die Messung des Hrn. R.
(der auch nichts von den Beschwerden verspnrt haben will,
init denen aiidere Reisende schon in einer vie1 weniger
verdiiniiten Atmosphare, als die angeblich von ihm erreichte,
zii kgmpfen gehabt haben) keinen Anspruch auf Glaubwiirdigkeit machen. Nach Hrn. v. H u mb o I d t's trigonometrischem Resultat biitte er, falls er wirklich den Gipfel erstieg, den Siedpunkt etwa 2O,25 zu niedrig gefunden,
vielleicht in Folge des verminderten Drucks auf den Behalter seines Thermometers.
P.
-
I ) Nach dieser Regel, die er bei wiederholten Reisen in dem Hawai-Archipel und den tropischen Cordilleren bewihrt gefirnden haben will, erhjlt man die HBhe, in Metem ausgedriickt, wenn man deu Unterschiecl
der Siedpunkte unten und oben (nrch dcm Centesimalthermometer) mit
der Zahl 290.8 multiplicirt.
2 ) Annalen ErgBnaungsbd. 11, S. 17'7.
(hlruckt bei A. W. S e h a d e in Berlin, Griinstr. 18.
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