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Anleitung zur organischen qualitativen Analyse von Prof. Dr. Hermann Staudinger. Unter Mitarbeit von Prof. Dr. Werner Kern. 5. Auflage. Springer-Verlag Berlin-Gttingen-Heidelberg 1948. 162 S. DM 8

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Literatur
Isotopenbericht, Tabellarische ubersicht der Eigenschaften der Atomkerne, soweit bis 1948 bekannt, von Prof. Dr. J . Mattazceh und Doz.
Dr. A. F'lammersfeld. Sonderheft der Zeitschrift fur Naturforschung,
Verlag der Z. Naturforschung, Tiibingen 1949, 243 S., 85 Abb., kartoniert DM 30.-.
Das Erscheincn des neuen Isotopenberichtcs diirfte von allcn an der
Kernphysik interessierten Kreisen als groBe Erleichterung empfunden
werden. War es dQch in den letzten Jahren fast unmoglich einen Uberblick iiber die ungrhcuer angewachsene kernphysikalische Literatur zu
gewinnen. Der Bericht stellt im wesentlichen eine Neubearbeitung und
ErgLnzung der 1942 erschienenen Kernphysikalischen Tabellen voii
Mattauch und Plugge dar, wobei allerdings auf eine Einfiihrung in die
Kernphysik verzichtet wurde. Das Buch enthalt Angaben iiber annahernd 300 stabile und 700 instabile Kerne, 2000 Kernreaktionen und
ein Literaturverzoiahnis von weit iiber 2000 Arbeiten.
Tabelle 1: ,,Die stabilen und instabilen Atomkerne, ihre Eigenschafleii sowie die Reaktionen zu ihrer Erzeugung", ist in 15 Spalten gegliedert. In den Spalten 1-5 sind Kernladungszahl, chemisches Symbol,
Massenzahl, Gesamtzahl der Neutronen und UberschuB der Neutroneniiber die Protonenzahl enthalten. Spalte 6 gibt dic relat,ive Iliiufigkeil
dcr natiirlichen Isotope und Spaltc 7 ein Ma0 fur die Sicherheit, mit welrhw die Aktivitiit instabilw Kerne einer gegebenen Ordnungs- und Massenzahl zugeordnet werden kann. Spalte 8 enthalt fur aktive Isotope die
Halbwertszeit, fur stabile den Kernspin, soweit bekannt, Spalte 9 die Art
des Zerfalls, dio Spalten 10 und 11 Angaben iiber dic Energie und relative
Intensitat der Strahlung, das magnetische Moment und das Qnadrupolmoment stabiler Kerne. Die Spalten 12 und 13 geben die Zcrfallsenergic
sowie einc Neuberechnung dcr Isotopengewichte. Spaltc 14 schlieBlich
onthalt alle Kernreaktionen, durch welch? der in Spalte 15 aufgefuhrte
Kern erzeugt wurde.
In der Tabelle 2 ist das fur die Berechnung der Isotopengewichte bisher vorliegende mossenspektrographische Material zusammengefa5t. Tabelle 3 enthalt Angaben iiber die Reaktionsenergico von Kemprozesscn,
Tab. 4 die Wirkungsquersehnitte fur Aktivierung durch thermisehe Noutronen. SchlieDlich findet man noch die zuverlassig bekannten Umwandlungs- und Niveauschemata der radioaktiven Atomarten.
Besonders bemerkenswert ist cs, daO die Verfasser in den Fallen, wo
mehrere z. T. voneinander abweichende Messungcn ein und derselben
Gr6Be vorlagen, eine kritische Sichtung des Zahlenmaterials durchfiihrtcn. Dabei ist 88 ihnen gelungen, samtliche bis Ende 1948 rrschienenen
Arbeiten zu beriicksichtigen. Der Bericht ist in Deutsch und Englisch geschrieben. Er sol1 alle l bis 2 Jahre ergiinzt werden.
Die Autoren bedienen sich der im ganzen deutschcn Schrifttum ublichen Schreibweise, wonach die Massenzahl links ohen vom Elemmtsymbol steht und begriinden dies ausfuhrlich. Es wire zu hoffen, daB
diese Schreibweiee sich auch bei den Wenigen einbiirgert, die heute noch
davon abweichen. Im iibrigen hat die Internationale Union fur Chemie
anl&lllich der Amstcrdamer Tagung kiirzlich beschlossen, diese Schreibweise als einzige anzuerkennenl).
E. W. Beeker.
[NB 2151
Anleitung zur organischen qualitativen Analysq von Prof. Dr. Hermann
Staudinger. Unter Mitarbeit von Prof. Dr. Werner Kern. 5. Auflage.
Springer-Verlag Berlin-Gbttingen-Heidelberg 1948. 162 S., DM 8.40.
Fur die qualitative organische Analyse, die heute wohl an allen Hochschullaboratorien gepflegt wird, entwickelt sich der ,,Staudinger" zum ahnlich unentbehrlichen Helfer, wie es der ,,Gattermam-Wieland" fur die praparative Ausbildung ist. Das Kernstiick dieses analytischen hitfadens,
der gegeniiber der letzten Auflage keine wesentlichen hderungen erfahren
hat, ist der glbzend durchgearbeitete Trennungsgang, wobei die allgemeinen Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens kritisch aufgezcigt
werden. Die Fliieht'gkeit, die Loslichkeit in Wasser und &her sowie die
Zersetzlichkeit rnit Wasser fiihren zur Einordnung der Stoffc in 8 Hauptgruppen. Dieses Einteilungsprinzip erweist sich in der Praxis als 80 vortcilhaft, da5 das Auftreten der Glieder homologer Reihen in verschiedener
Gruppen in Kauf genommen wird. Die Trennungsgange innerhalb der
Hauptgruppen und Gruppen sind zumeist keine bindenden Schemata,
sondern tragen mehr den Charakter von Empfehlungen, Ratschlagen. Das
erscheint fiir den Unterricht besonders wichtig, da es vor routinemaBigem
,,Kochen" der Analysen sohiitzt, der personlichen Initiative des Studenten
und dem in der organischen Analyse stets ausschlaggebenden ,,Gefiihl fur
die Substanz" geniigend Entfaltungsmbglichkeit bietet. 8 iibersichtliche
Tabellen ermijglichen eine schnelle Orientierung im Analysengang.
Wertvoll sind die vielen Literaturhinweise, die dem Praktikanten nicht
nur die Moglichkeit bieten, sondern ihn dazu zwingen, Originalliteratur und
Monographien heranzuziehen. Eine KompromiBlosung wiirde dem Ref.
an manchen Stellen vorteilhafter erscheinen. fiber das Literaturzitat hinaus
diirften die Arbeitsvorschriften zur Bereitung von p-Brom- und p-Phenylphenacylestern (S. 87), von 2,4-Dinitro-phenylhydrazonen (S. 75), Osazonen (S. 131), zur Unterscheidung von prim., sek. und tert. Nitroverbindungen mit HNO, (S. 68) Aufnahme in das Biichlein finden, ebenso auch
die wichtigstes Nachweisreaktionen der Aminosauren (S. 130) oder die
Eisenchlorid-Reaktion der Phenole (Farben, Zuverlassigkeit) und Polyphenole (S. 124). Das Tetranitromethan als Vorprobe auf unges. und aromat. Verbindungen sowie die fuchsinschweflige SBure als Differentialreagens
werden nieht erwilhnt.
l)
Vgl. diese Ztschr. 62, 104 [1950].
Aqm. Chem. 1 62. Jahrq. 1950 1Nr. 7
Bei einer Neuauflage ware zu erwigen, ob man nicht auch praktische
Kniffo, wie das Vorerhitzen des Natriums beim Naohweis von N, 8, Hal in
fliichtigen Verbindungen (S. 59), u. U. aueh einen kleines Tabellenanhang
mit den Schmelzpunkten der Semicarbazone, Phenylhydrazone, Nitround Dinitro-benzoate, Phenylurethane usf. der niedrigsten Glicder der j p weiligen homologen Reihen, aufnehmen sollte.
Der dazu erforderliche Raum lieBe sich u. U. im allg. Teil einsparen.
Da wohl an allen Hochschulen die organische Analyse auf die prlparative
Ausbildung folgt, ist der Student bercits mit den Unterschieden der organischen und anorganischen Verbindungen in Bau und physikalifichen Eigenschaften vertraut.
Ein paar kurze Hinweise zum Trennungsgang :Auf Grund derloslichkeilsverhaltnisse in Ather und Wasser diirften bei Beachtung von S. 82 Formanilid
(S. 125)und p-Amino-benzoesaure (S.127)kaum nochin S. F. IIauftreten. In
S. F. IVAd (S. 142)wiirde auchCystingeh6ren. R . Huisoen.
[NB 1731
Ins Innere yon Knnststoffen, Kunstharzen nnd Wautechuk, von E. V.
Schmid. 2. erweiterte Anflage, 1949. Verlag BirkhSuser, Basel. 203 S.,
130 Abb., Sfrs. 18.5.
Entsprechend der grollcn Bedeutung, die dic Kunststoffe und drr
Kautsehuk gewonnen haben, ist in den letzten Jahren eine groDe Reihr
von Biichern crschienen, die dem fachlich geschulten Leser auf chemischcr
und verfahrenstechnischer Grundlage einen nberblick iiber das Gebiet
vermitteln. Im Gegensatz hierzu versucht das vorlirgende Buch ohnc
wesontlichc chemische Vorkenntnissc -,,Ins Innerr von Kunststoffrn,
Kunstharzcn und Kautschuk" oinzufiihren. Einfache Molekelbildrr
verdeutlichen die chemischen Reaktionen, klare Strichzeichnungen die Vrrarbeitungsverfahrcn. Die Begriffe und Methoden sind einwandfrei crkliirt.
Das Buch ist in 3 Abschnitte eingeteilt: Polymerisatkunslstoffr,
Kunststoffe aus Naturprodukten und Kondensatkunstbarze. Die Gegcniiberstellung von Polymerisatkunststoff e n und Kondmsatkunsth a r z r n
ist nicht gliicklich gewiihlt und sollte vermieden werden.
Dem Verf. ist es gelungen, in leicht verstiindlicher Form, ohnc unwissenschaftlich zu werden, eine einfiihrende Darstellung in die Kunststoffchemie zu geben. Das Buch ist nicht nur dem sachlich nicht vorgcbildeten Leser, sondern auch dem Laboranten oder Chemiker, der sic11
in dieses Gebiet einlesen will, zu empfchlen.
["B 2211
K. Hamann.
Gesellschaft Deutscher Chemiker
H. v. Wartenberg zum 70. Geburtstag')
Herrn Professor Dr. phil. Hans von Wartenberg in Gottingen
zurn 70. Geburtstag am 24. Marz 1950.
Hochverehrter Herr von Wartenbergl
Zu Ihrem 70. Gebuitstag entbietet Ihnen die aesellschaft Deutseher
Chemiker ihre heizlichsten Gliickwiinsche. Sie verehrt in Ihnen den
Pionier der modemen anorganischen Chemie und den Yeister chemiseher
Experimentier kunst.
Sehr fiiihzeitig erkannten Sie die grolle Bedeutung physikalischer
Denkweisen und physikalischer Arbeitsmethoden fiir die moderne anorganische Chemie. Diese Erkenntnis fiihrte Sie nach Ihrer Promotion
in das Laboratorium von W . Nernst. Nachdem Sie dort rum a. 0 . Professor
ernannt wurden, folgten Sie 1913 einem Ruf auf das Ordinariat fur physikalische Chemie an der Technischen Hochschule Damig. Wenige Jahre
spiiter ubernahmen Sie an derselben Hoohschule den Lehrstuhl fur anorganische Chemie. Damit fand das Wesentliche Ihrer Arbeiten, die
Freude an der Losung rein stofflicher, priiparatjver Probleme der anorganischen Chemie, seinen sichtbaren Ausdruck. Auf dieser Stelle konnten
Sie Ihre vielfaltigen wissenschaftlichen Plane in zahlreichen Arbeiten
verwirklichen. A18 Frucht dieser Leistung wurde Ihnen der Lehrstuhl
G. Tammanns und R. Zsigmondys in GBttingen iibertragen. Ein ganz
nach Ihren Pliinen eingerichtetes Institut sollte Ihnen die Vollendung
Ihres Lebenswerkes ermoglichen. Politische Unvernunft jedoch brachte
die schmerzliche Zerstorung aller PlBne durch Ihre friihzeitige Emeritierung. Nur im bescheidensten Rahmen konnten Sie die Arbeit fortsetzen, deren Ergebnisse urn so mehr unsere Bewunderung erregen. Die
Rehabilitierung 1945 konnte lediglich noch eine au5erliche Wiedergutmachung des geschehenen Unrechtes bedeuten.
Wohl lassen sich einzelne Hauptarbeitsgebiete Ihres wissenschaftlichen Wirkens herausschalen, wie Thermochemie, die Chemie hoher
Temperaturen und die Chemie des Fluors und seiner Verbindungen. Eine
solche Schematisierung bedeutet jedoch die Vernachlbsigung zahlreicher
Arbeiten auf vielen anderen Arbeitsgebieten. ,Eines aber haben alle Ihre
Arbeiten gemeinsam, die Originalitat der Gedankengiinge und der Arbeitsmethoden. Sie sind Fundgrubes technischer Kunstgriffe. Diese
Orjginalitat charakterisiert auch Ihre Person und bedeutet Anregung
und Bereicherung fur Ihre Umgebung.
Ein Bedauern erfiillt un8 an Ihrem 70. Geburtstag. Keiner Ihrer
zahlreichen Sohiiler friiherer Jahre setrt Ihre Tradition an einer deutschen
Hochschule fort. Wahrscheinli ch erlaubt die Originalitat Ihrer Leistung
keine Fortaetzung. Urn SO mehr wiioschen wir, daB noch zahlrejche Ar.
beiten aus Ihrer Meisterhand in den kommenden Jahren uns beschert
sein mbgen.
Die Gesellschaft Deutsaher Chemiker
Der Vorsitzende: K. Ziegler
[a 881
1) Verfasser: J . Qoubeau, Obttingen.
I79
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