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Anleitung zur qualitative Analyse. Von Schmidt-Gadamer. Zehnte Auflage. Jul

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I Charale. furanaew.
J.
Zeitschr.
Neue BUcher
41.
~~
Mit drastischer Treffsicherheit zeichnet e r das Bild voii dem
Gaul, der deii schweren Karren der Wissenschaft iiiit h k h s t e r
Anstrenguiig den steilen Berg der allgemeinen Anerkennung
hinaufzieht. Auf der PaBhohe geht es dann zunachst trotz
wnrhsender Last in leichtem Trott weiter, bis der absteigende
Teil des Weges die Gesrhwindigkeit beschleunigt, und die Bewegung allmiihlich immer selbstiindiger und schneller wird.
Ilas Ende ist unvermeidlich eine Katastrophe, nicht fur den
Karren, aber fur den alten Spitzeiigaul, Iiber den die Rlder
niitleidslos hinweggehen. Es bleibt keine andere Mtiglichkeit,
als rechtzeitig die gefiihrliche Spitzenstellung zu verlassen und
zur Seite zu treten. Er muD einen n e u e i i Weg einschlagen,
auP dern solche Gefahren nicht drohen. Deutlicher kann die
Tragik des .Alterns kaum ausgedruckt werden. Gut ist nur der
dran, dem aus seiner zeugungskraftigen Jugendzeit noch andere
Aufgaben iilriggeblieben sind, deneu sich zu widmen ilim
danials die Zeit fehlte. Solcher Aufgnben war hier nun eine
g r o b Fillle vorhanden. Das erleichterte die Loslosung von deni
alten Arbeitskreise, ja, lief3 sie als Pflicht gegen die Wissenschaft, gegen die SchIiler und gegen sich selbst erscheinen. Das
ist wenigstens die Anschauung des Verfassers, und der niuD es
doch wohl am besten wissen. Schon in der Studentenzeit hatle
ihin ein Freund in die 13ursrheiibibel geschrieben: Wenn Du
nur nicht FO griiBlich vielseitig sein wolltest!
Als eigentlichen Gruiid, seine Professorenlaufbalin so
plotzlich abzubrechen, gibt 0 s t w a I d selbst seine Unfiihigkeit
oder Unwilligkeit an, sich auf das ihiii anitlich aiigewiesenu
Gebiet der physikalischen Cheniie zu beschriinken. Ihni sei
ein uiiausrottbarer Trieb aiigeboreii, h u m auf fruehtbarelii
Hodeii angesiedelt, alsbald Wurzelausliiufer nach iieuen Wachstunisgebieten auszusenden. Wahrend es Sache des Klassikers
sei, i i i die 'riefe zu bohren, sei tler Roniantiker bestrebt, die
Wechselbeziehuiigen aller Dinge seitalirts zu verfolgen. ,,Und
ich bin r i n Roniantiker", ruft 0 s t w a I d aus. All die romantischo Fiille seiner unglaublich vielseitigen Tatigkeit ,,in1 Ruhest;inde" breitet e r nun vor uns aus. Der Gedanken und Pliine
stromt ihin eiiie solcho Fiille zu. daB e r sie in iniiner bereit
liegeiido Hefte eintriigt, die rticli zu StoDen hliufen. Aber das
ist keiri S:ini~iielbeckeri, iiur ein Uberlauf. auf den er spiiter
kaum einmiil zurilckzugreifen braucht. Zah'llose Schrifteli,
Einzelaufsiitze und Bucher, hat e r ,,sozusngeii ini Nebenberuf",
verlaBt. Aul der Schreibiuaschine braehte er es bis zu eineni
Druckbogen tiiglich, indem e r schiiell alles das niederschrieb,
was e r auf seinen regelmlDigen Gangen in der freien Natur
durchdarht hatte. Bei alledem entfaltete er eine umfangreiche
Vortragstiitigkeit im In- und Auslnnde iiber Qegeiistiinde aus
folgenden Gebieten : Energetik, Schul- und Universitiitsweseii,
Wissenschaftsmethodik, Organisation, Weltsprache. Internationalisnius. Pazifismus.
Uiitl weiin man deli Verf. fragt, wie e r diese schier beiiiigstigeride Uberfiille voii Arbeitsleisturigen habe fertigbringeii
kiinnen, so verweist e r auf seinen ,.energetischen Iniperativ".
Den Nutzungsgrad seiner Energie habe er bewuDt deni idealen
oberen Grenzwert vie1 mehr annahern koniien als andere,
die sich iiirht der wiasenschaftliche~i Fuhruiig durch die
Energetik erfreuen oder sie verschniahen. A19 die Kronung
seiner gesaniten wisseiischaftlichen Tatigkeit sieht 0 s t w a I d
seine Farbeiilehre an, durcli die es ihm gelaug, Ma0 uud
Zahl in die bunte Welt der Farben einzufiihreii. Diese iieue
Wisseiischaft hat es ihni nuch erniiiglicht, farbige Wohlklange
zu entschleiern, die vor ihm nie eiii sterbliches Auge gesehen
hat. So will e r sich nach Beendigung des Buches ganz der
Malerei widnien. Und da e r die Farben seiner Bilder ebensc,
wie die Bluteiiyracht seines Gartens iii der einfachen Foriiielsprache seiner Farbeiilehre ;iufzeichiieri kann, ist es ihni
moglich, sie unabhangig von der Dauerhaftigkeit der Farben
selbst unvergiinglich zu niachen, wie das in ahnlicher Weise
bisher nur bei den grof3en Werken der Ton- uiid Dichtkunst
moglich war. So fuhlt e r sirh in deii Tngen des Abschieds voiii
Flugel der Ewigkeit beriihrt. Wir iiber wolleii wii~ischen,daU
diese ,."age des Abschieds" iioch weit hinaus geruckt sein
mochteri und dieseni wissenschaftlicheri T i z i a 11 der Neuzeit
ein riistiges Patriarchenalter beschert werde, iihiilich wie dem
KroUen farbenfroheii Venetiai~er. I)a~iiidiirfeii wir vielleicht
:iuch noch eiiieii vierten 1)aiid der ..Lebenslinien" erwarteii.
Loekemnntr. [ R B . 241.]
1928
Aus der Ueschiehte dee Berliner Brauwesena und seiner Braumeister. 1111 Auftrage des k r l i i i e r Braumeister-Vereiiis E. V.
von H. S c h u I z e - B e s s e. Ciesellschaft fur die Geschichte
und 13ibliographie des Brauweseris (Inst. f. Giirungsgewerbe).
Preis 20,- M.
I3erliii 1927.
Die vorliegeiide Sclirift iiber das Berliner Brauwesen verdankt ihre Entstehung einer Anregung des Berliner BraumeisterVereins, der in K iine auf ein 6Ojahriges Bestehen zuriickblickwi
kann. Dr. H. S c h u 1 z e 1%e s s e hat es iibernommen, unterstutzt durch zahlreiche Mitglieder dieses Vereins, an Hand voii
sorgfaltigem Quellenstudium eine Darstellung der Entwicklung
dieses wichtigen Gewerbes zu verfessen, das sich jetzt zu einer
der grollten Industrien entwickelt hat. Er hat damit einen
beachteiiswerteii Heitrag zur Geschichte der chernischen Technologic geliefert, der uiii so verdienstvoller ist. n1s e r mancherlei
Material bringt, das spater kaum noch, oder jedenfalls nicht
so vollstandig zu erhalten gewesen ware. Die 155 Seiten umfasseiide Schrift ist gut iiusgestattet und mit zahlreichen Abbildungeii versehen. Leider fehlt ein Register, ein Mangel, der
vielleic-lit bei einer Ncuiiuflirge beseitigt werden konnte.
Iltcggr. [HB. 204.1
.\pothekcr-Lehr- uiid -Oehilienbriefe nus drei Jabrbunderten.
Voii Fritz F e r c h l , Mittenwald. M i t 20 Abbildungen und
eiiiem farbigeu Umschlagbild. 48 S. Ciesellschaft fur Geschichte der Pharmazie. Wissenschaftlirhe Verlagsgesellsirhaft 1 1 1 . b. H., Stuttgart. Ohne Jahreszahl.
Fur Nichtmitglieder 2,- M.
Vorliegeiide Stutlie, zu der Museeii uiid Archive \vie
Faniilieiibesitz bereitwilligst das Material zur Verfiigung gestellt haben, sol1 durrh ,,Worte und Rilder" ,,veranRchaulichen,
welch kostliche Kulturgabe diese alteii Dokumente uns sintl,
welclie Fundgrube fiir Familien- uiid Wappen- urid liir Ortsund Apothekengeschichte sie bildeii". Mit ihr fuhren sicli die
Veroffentlichungen der Gesellst*haft fur Geschichte der I'harmazic ein, die iiuiimehr viernial jiihrlicli crscheinen solleri.
nei der engeii Verknupfung voii Qeschichte tler Cheniie und
(~e st~hii+te
cler I'hnrniazie werden diese Ilefte zweifellos iiwh
bei Chemikerri, die Sinii fUr historische Stutlien habeii, Interessc finden. I n dieseni Zusanimenhange seien hier von den iii
Vorbereitung befindlichen Veroffentlichungeii der Gesellsrhaft
U. ;I. genaiint : F. A. Fliickiger, der Phnrinako-Historiker,
von Privatdozent Dr. H ii f 1 i g e r , Basel; Alchimistische und
c-hemisvhe Zeicheih von Dr. L ii d y , Burgdorl.
Zernik. [BB. 107.1
Anleitung z u r qualitativen Analyse. Von S c h m i d t - G a d R in e r. Zehnte Auflnge. Jul. Springer, Berlin 1928.
Dieso Anleitung, 1881 ron Ernst S c h in i d t ins Leberi
gerufeii, ist bis zu desseii Tode (1921) schon iii acht Auflagen
erschieiien. D a m hat J. G a d a m e r zwei iieue Auflageii
(1922 und 1928) herausgebracht. Das beweist, wie lebensfiihig
dies Werkchen ist. In erster Linie riihrt das daher, da13 es
Vorschriften enthalt, die vielfach praktisch ausprobiert sind, und
daB es darurii ein zuverliissiger experimenteller Fuhrer durch
das Gebiet der qualitativen Analyse ist. Aber auch in der theoretisrhen Deutung der analytischen Prozesse hat es sich liingst
den neueii Ansichten angepaB1 und enthiilt alles Diesbeziigliche
kurz und klar dargestellt. An die iilteren Auffassungen
erinnert gelegentlich nur noch ein Nanie wie Platinchloridchlorwasserstoffsiiure, der sonst nicht niehr iiblich ist. Bei den
Reaktionen des Kaliumions ist die mil Oberrhlorsiiure in
kleinem Drurk aufgefiihrt. Da diese Reaktion gerade die
spezifischste Ionenreaktion dieses Elenientes ist, die die andereii
Alkaliionen in iiilif3ip: verdtinnter IRIsung nicht geben, so w&re
sie besser als eine der Hauptreaktionen gekennzeichnet. Day
sind aber Kleinigkeiten, die den Wert und die Redeutung des
h c h e s in keiner Weise beeintriichtigen. So eei diese Anleitung, die schon so vielen Chemikern und Pharmazeuten die
Keiiiitnis der qualitativen Analyse vermittelte, auch weiterhin
irul tl;is wariiiste enipfohlen.
f'. Henrich. [RR.190.1
-
Reaktionskinetik gasformiger Systeme. Von ('. N. H i 11 s h e 1 \vo o d . Obersetzt von E. P i e t s c h uiid G. W i Ic k e .
A katleni. Verlagsgesellschaft ni. b. H., Leipzig 1928.
Geh. 15,- RM., geb. 16,- RM.
I n eiiger Zusaninieiinrbeit haben Physik und Chemie ini
Lauf der letzteri Jnhrzehnte grundlegentle Frageii cler chemi-
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