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Anomale Dispersion des Ioddampfes.

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XXI. Anomale Dispersion des loddampfes;
vori Nrn. F. P . L e r o u x .
(Compt. rend. T. LV p . 126 )
D e r Ioddampf dispergirt das Licht umgekehrt wie alle bisher untersuchten Substanzen, d. h. ein mit Ioddampf gefulltes Prisma bricht die rothen Strahlen stsrker als die blauen.
Bei meiner ersten Mittheilung iiber diesen Gegenstand ')
sagte ich, dafs, wenn ich das Prisma meines Apparats znit
Ioddalnpf gefullt hatte, das Bild einer stark beleuchteten
Spalte aus zwei verschiedeneii iibereinandergelagerten Theilen,
einein blauen und einem rothen, zu bestehen schien. Seitdem
gewahrte ich, d a t die Ordnung dieser beiden Farben nicht
die ist in den Spectren aller bisher untersuchten Substanzen. Ich wollte indefs dieses, allen bisherigen Beobachtuugen so widersprechende Resultat nicht eher verijffentlichen,
als bis ich es in seinem ganzen Detail studirt, und meine
Apparate so eingerichtet hatte, dafs ich einige Personen zu
Zeugen des Phanomeiis machen konnte.
Nach verschiedenen Versuchen hatte ich zunachst Prismen aus Porzellan anfertigen lassen, da die aus Metall,
selbst vergoldeteu oder emaillirtem, der Wirkung des Ioddampfes nicht widerstanden. Ich mufste darauf mein Beleuchtungssystem so einrichten , dafs die Undurchsichtigkeit
des Ioddampfes durch eine hinreichende Lichtintensitat iiberwuiiden wurde. Um meine Versuche gegen jedeu Einwand
zu sichern, wurde ich dann veranlafst , die Erscheiiiuagen
zu studiren, welehe man beobachtet, wenn man ein durch
eine kleine Anzahl einfacher Lichter beleuchtetes Bild betrachtet. Ich hatte dadurch Gelegenheit, den Mange1 an
Achromatismus im Auge zu bestitigen und daraus eine grolse
Anzahl von Folgerungen zu entwickeln. Es ist das der Gegenstand einer Arbeit, die jetzt ausfuhrlich in den Annales
de chirnie et de physique gedruckt vird.
Folgendes sind nun die Ierschiedenen Versuche, welche ich
zur Bestiitigung der aiigekiindigteu Tliatsache aiigestellt habe.
1) Compt. rend. T.LI p a 171 et 800.
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1. D e r beobachtete Effect hangt iiicht a b von einer besonderen und zufalligen Anordiiuiig des Apparates odcr der
das Prisma verschliefsenden Glaser, weil verschiedene Prismen, verschlosseii durch verschiedene Glaser, stets dasselbe
Kesultat geben.
2. Eiii Glasprisma, welches eine gleichsinnige und beiiiahe gleicli grofse (etwa 11 Min. betragcnde) Ablenkung
wie das Ioddampf-Prisma gab , achromatisirte das Eild nahezu; die Dispersion des Ioddampfes ist also die uingekehrte
von der des Glases.
3. Belcuchtet man die Spalte meines Collimators init
dem Rot11 und dem Rlauviolett, welche aus der Dispersion
von Sonuenlicht durch eiii Fliiitglasprisma entspringen, so
sieht man das rothe uiid das blaue Bild an verschiedenen
Orten entstehen. Ein ahnlicher Versuch lafst sich mit farbigeu Glasern anstellen. Diefs zcigt, dafs im Ioddampf die
Ercchbarkeit des rotlien Strahls wirklich griifser ist als die
des blnuen. Man kaiin also das Phanomen nicht durch eiiie
Umwaiidlung der Strahlen erklaren, weil das Licht, welclies
roth in das Prisina eintritt, auch rotli aus demselben austritt, mid umgekehrt.
4. Befindet sich das Prisma in Luft, so complicirt sic11
der Effect durch die Dispersion in diesem Mittel; allein cin
directer Versuch hat inir grzeigt, dafs die unter diesen Umstanden von der Luft erzeugte Dispersion nur einige Sekundeli betragt, wahrend die des Ioddainpfes etwa 30 Sek. ist.
Das ~ispersioiisvermiigeii verandert sich in umgekehrtern Verhaltnik mit der Teniperatur.
Aufser den rotlien uiid blauen Strahlen IaLt das Iod
auch die ultravioletten durch; auch erhoht es die Nettigkeit
des Phaiiomens, wenn man das Soiiiieiilicht, welches die
Spalte des Collimators helenchtet, inittelst eiiies Uranglases reinigt.
-_c_-
Gedruckt bei A. W. S c h a d e in Berlin, Stallschreiberstrabe 47.
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