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Antwort an L. Gr0nhut und E. Hintz

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Xxm.
%, se
Jahrgang.
tember ,910]
Henrich: Antwort an
1809
L. Griinhut und E.Hintz.
Recht fiihrt das Reichsgericht in der vorliin besprochenen Vaselineentscheidung vom 8./3. 1910
am: ,,Die Aufnahme als Warennarne in den allgemeinen Wortschatz der Sprache, kraft dercn uin
urspriinglich ah Warenzeichen dienendea Wort
zum freien Warennamen wird, kann in einem
Spmhgebiete erfolgen, in eineni anderen nicht."
Wo aber wirklich der accessorische Schutz des Auslandszeichens bedingt ist durch die Fortdauer des
Schutzes im Heimatsstaat, wie u. a. insbefiundere
in Frankreich, Schweiz, Eelgien, den Vereinigten
Staaten, von Amerika, (Ges. vom 2042. 1905.
Art. 12), Japan (Ges. vom 2./4. 1909, Art. 7), Venezuela und anderen Liindern, da werden die schidlichen Folgen, die daraus fur den inlandischen
Zeicheninhaber erwachsen konnen, im Wege internationaler Vereinbarungen nach Moglichkeit abges c h w h h t werden miissen; und wenn endlich nach
Art. 6 des Madrider Abkommens betr. die internationale Markenregistrierung, dem das Deuhche
Reich allerdings noch nicht beigetreten ist - der
Unionsvertrag IiiOt diese R a g e bekanntlich unemrtert - der Schutz der Marke in allen dem Abkommen angehijrenden Staaten erlischt, sobald sie im
Uraprungslande - aus welchem Grunde immer ihren Schutz verloren hat, so kann dies - wenn
wirklich vitale Internsen der beteiligten Industrie
euf dem Spicle stehen - hochstem eine ratio dubibndi fur die Reichsregierung hinsichtlich der Frage
dea Beitritts des Reiches zu diesem Abkommen bilden. Wir haben in erster Linie die d e u t s c h e n
A1 1 g e m e i n i n t e r e s s e n wahrzunehmen; zu
h e n gehort auch die Freiheit dea deutschen
Spmhgebrauchea, den der einzelne nicht zu seinen
Gunsten knebeln kann und darf.
So glaube ich aus innerster Vberzeugung, daB
meine Vtmchliige der Gerechtigkeit, die unser aller
Ideal ist, zum Siege verhelfen konnen. und vertram damuf, daO Sie sie mit derselben Unparteilichkeit, deren ich mich befleiI3igt habe, priifen werden.
sie gleich offen ausgeaprochen und auf die Unstimmigkeit der Resultate von G. und H. mit meinen
offentlich hingewiesen. Ich habe aber H e m Dr.
G r ii n h u t in kollegialer Weise zuerst miindlich
und spiiter schriftlich von meinen Ergebnissen Mit&lung gemacht, soweit sie sich auf die Unstimmigkeitsn beziehen, und noch mehr als ein halbes Jahr
mit meiner Verijffeotlichung gewartet.
G r ii n h u t und H i n t z haben ihre Untersuchung des Kochbrunnens 1907 abgeschlossen und
veroffentlicht.. Nachdem ich meine Resultate publiziert hatte, revidierten sie einige ihrer Versuche und
geben nun selbst zu, daB ihre diesbeziiglichen friiheren Resultate ,,m i n d e r g e n a u" warens). Sie
stellen ea nun aber so dar, als ob erst durch ihre
Untersuchungen geneuere Resultate erlangt worden
wiiren, wiihrend sie meine Resultate nur bestiitigten4).
2. Wer jemals Bestimmungen der Radioaktitiit
von ein unddemselben Wasser mit verschiedenartigen
Apparaten gemacht hat, der weiB, wie schwankend
die Resultate sind. Gerade deshalb wird eR ja immer
und immer wieder betont, dad man rnit inijglichst
gleichartigen Apparaten in gleicher Weise arbeiten,
9011. Auch hierbei werden - und anscheinend mit
Recht -noch Zweifel an der Vergleichbarkeit lauth).
k( G r i i n h u t und H i n t z hatten zuerst den
Voltabfall bestimmt, den die Emanation von
362 ccm Kochbrunnenwasser im E 1 a t e r - G e i
t e 1 schen Elektroskop in 1 Stunde hervorruft
(E, - El). Dann maBen sie den Siittigungsstrom
(i), den 1 1 Kochbrunnenwaaser (gleichzeitig entnommen) im Fontaktoskop hervorbringt. Willkiirlich nahmen sie an, daB das Verhiiltnis zwischen
dem Spannungsabfall im E 1 s t e r G e i t e 1 schen
Apparat und im Fontaktoskop bei den betreffenden
Versuchen konstant ist. In die Gleichung:
-
-
Konst. = -
-:
~
E2 - E,
wtzten sie die Werte von i und E, - E, ein, die mit
zwei verschiedenartigen Apparaten und Emanatiommengen erhalten wurden, o h n e v o r h e r e x
perirnentell zu priifen, o b d a s zulas3 i g i s t. Mit diesen Konstanten rechnen sie friihere
Werte, die nach der Zirkulationsmethode gefunden
wurden, in Macheeinheiten urn.
Neuere Versuche von M. R a n d a l l a ) sind
p i g n e t , die Berechtigung dieser Annahme zu illuitrieren. R a n d a 1 1 fiillrte gleiche Mengen Raiiumemanation in verschiedene der jetzt gebriiuchichen Elektroskope ein und maI3 den Tonisationsitrom. Auf Grund seiner Resultate beatreitet ea
S a n d a 11 , daB die in Amp. und C. G. S.-Einheiten
iusgedriickten Werte, die mit v e r s c h i e d e n e n
[nstrumenten gefunden sind, iiberhaupt untereinrnder vergleichbar sind. Daa galt schon fur
: l e i c h e Mengen Emanation, fiir v e r s c h i e 1 e n e Mengen - wie G. und H. sie anwandten varen die Werte noch vie1 schwankender.
S. 1309 ihrer Erwiderung sagen G r ii n h u t
md H i n t z , daB sie sich bei ihrer Rechnungsweise
-
Antwort an L. Oriinhut und E. Hintz.
Von Prof. Dr. F. HENRICH
in Erlangen.
(Eingeg. d. !&I?. 1910.)
Vor kurzem habe ich an dieaer Stelle in zwei Abhandlungen') Kritik an gewissen Methoden geiibt,
die L . G r i i n h u t u n d E . H i n t z beiihrenuntersuchungen iiber den Wieabadener Kochbrunnen
und anderen Quellen anwendeten. Darauf haben
die beiden Mitglieder des chemischen Laboratoriums
F r e s e n i u s in Wiesbaden vor kurzem geantwortete). Aber diem Antwort h at mir nur neuea
Material dafiir geliefert, daB ich meine Kritik in
allen Punkten aufrecht erhalten kann.
Folgendes habe ich den Herren zu erwidern:
1. G r ii n h u t und H i n t z haben ihre Untersuchung im Auftrage der stiidtischen Kurverwaltung
in Wieabaden ausgefiihrt. Darum ist es mir nie eingefallen, den V o m r f zu erheben, daO sie die G&nzen meinea Arbeitsgebietes uberschritten hiitten.
Wiire daa meine Anschauung gewesen, so hiitte ich
1)
Diese Z. 23, 340 u. 441 (1910).
a) Diem Z. Z3, 1308 (1910).
Ch. 1910.
Diwe Z. 23, 1311 (1910).
Z. f. anal. Chem. 49, 25 (1910).
(%em.-Ztg. 1910, I, 299. Hier scheinen mir
rneute Kontrollverauche notig zu sein.
8 ) &em.-Ztg. 1910, I, 299.
9)
4)
6)
an
(auf Grund obiger Annahme) selbstverstandlich zuvor .,durch eine einfache mathematische Uberlegung" w n der Zuliiasigkeit ihrer Rechnungsweise
iibeneugt hatten, ,,so daB sie uns weder gewagt erschien noch auch des experimentellen Beweises bedurfte." So berechneten sie den Fehler, den sie be;
gingen, als sie ein verschwindend kleines Volumen
nicht beriicksichtigten, d e n H a u p t f e h 1 e r
k a n n t e n sie a b e r offenbar gar nicht.
Man sieht hier wieder, wie sehr sich jemand tauschen
kann, wenn er Experimente durch mathematische
tlberlegungen ersetzt.
Fiir die Quellen von Birresborn, Biskimhen,
Colberg bei Koburg, Cremlingen, Glaahagen und Orb
rniiflte, meines Erachtens, daa Laboratorium F r e s e n i u s in Wieabaden unbedingt Neubestimmungen mit dern Fontaktoskop machen. Die Umrechnungeni) kann man wirklich nicht gelten lassen.
3. I n ihrer Untersuchung dea Kochbrunnens
fiir die stadtische Kurverwaltung in Wiesbaden, die
1907 veroffentlicht wurde, geben G r ii n h u t und
H i n t z an, 0,28 Vol.-yo Methan in den G a e n gefunden zu haben. E i n B e w e i s d a f i i r , daB
hier Methan vorlag, wurde nicht erb r a c h t a). - 1908 veroffentlichte ich meine Methananalysen des Kochbrunnengases und fand bei
zwei verschiedenen Gasentnahmen an verschiedenen Tagen 0,59 Vol.-yo Methan. Beweis: Das Verhalt,nis von C : H war bei mir 1 :49). - Daraufhin
wiederholten G r i i n h u t und H i n t z 1909 ihre
Methanbestimmung und fanden 0,42, 0,53, 0,55
Vol.-yo. Diesmal stimmte auch bei ihnen C zu H
auf Methanlo).
1907 hatten sie gar nicht angegeben, wieviel
Waaser bei der Verbrennung &us der damals verwendeten Gasmenge entsteht, obwohl daa R. F r e s e n i u s , der die Methode zuerst empfahl, ausdriicklich verlangt. Wenn die damals gefundene
Menge von Wasser auf Methan gestimmt hatte, s o
w a r e es s i c h e r n i c h t u n t e r l a s s e n w o r d e n , d i e s e M e n g e a n z u g e b e n . Sie wurde
aber nicht angegeben. Zudem ist seitdem eine relativ so niedrige Zahl wie 0,28 Volumenprozent nicht
wieder gefunden worden11). Aus diesen Griinden
glaube ich, daB die damalige Methanbeatimmung
von G r i i n h u t und H i n t z nicht, wie me selbst
zugeben, ,,minder genau'', sondern direkt falsch
war.
Bei ihren 1909 ausgefuhrten Methanbestimmungen hatten G r u n h u t und H i n t z nach
meinem Vorgange ein Verbrennungsrohr von 75 cm
Liinge verwendet, f n i e r aber nur sines von 30 cm
Liinge. Sie hatten zuletzt mit 996, 1533, 1166 ccm
von Kohlensiiure befreitem Gas gearMitet, ich nur
mit 100ccm. Bei meinen Analysen stimmta das
Verhaltnis gerade 80 gut auf Methan wie bei den
spateren von G r u n h u t und H i n t z. Die logische
Folgerung fiir einen rationell arbeitenden Chemiker
ist nun wohl die, daB er es wenigstens einmal versucht, mit der geringeren Menge Gas zu arbeiten.
Denn ein Fortschritt in der analytischen Chemie
besteht doch auch darin, daB man bei gleichen Resultaten die Methode, welche kiirzere Zeit in Anspruch nimmt. der langer dauernden vorzieht. Ohne
Priifung meiner Angaben empfehlen G. und H. auch
weit,erhin, eine wesentlich gr6Bere Gasmenge, ale
ich sie verwandte, iiber gliihendes Kupferoxyd zu
leiten und so die Zeitdauer um mindeatens eineinhalb bis zwei Stunden zu vermehren.
DaB die Apparatur fur die Entnahme grolerer
Mengen von Gas, die G r u n h u t und H i n t z
empfehlen, Vorziige vor den von mir empfohlenen
hat, bestreite ich. Aus den von G r ii n h u t und
H i n t z zitierten Angabenle) iiber den Versand
entnommener Gasproben ist nichta zu unguneten
meiner Apparatur zu entnehrnen. Ich war bei meinen Grtsentnahmen bestrebt, es unter allen Umstiinden zu vermeiden, daB et.wa durch einen ungliicklichen Zufall Kalilauge in eine Quelle kommen
kann, deren Wasser getrunken und zu Badezwecken
verwendet wird.
Nach diesen Darlegungen mogen die Fachgenossen sich selbst ein Urteil bilden. Ich hab6 nirgends gesagt, daO ich G r i i n h u t und H i n t z
,,Direktiven" fiir ihre Untersuchungen geben wollta.
Eine Folge haben meine Untersuchungen aber gehabt: I m c h e m i s c h e n L a b o r a t o r i u m
F r e s e n i u s i n Wiesbaden ist m a n s e i t dem in den besagten Punkten von
,,minder genauen" M e t h o d e n zu gen a u e r e n ii b e r g e g a n g e n.
[A. 177.1
Wirtschaftlich-gewerblicher Teil.
Jahresberichte der Industrie und
des Handels.
Mexiko.
Dem Gewichte nach betrng die
IS a u t s c h u k a u s f u h r im Fiskaljahr 1908/9
insgesamt 18 781 399 Pfd., wovon 9 699 267 Pfd.
7)
8)
Z. f. anal. Chem. 49, 42 (1910).
Jahrbuch des nass. Vereins f. Naturkunde 60,
(1907).
Rerl. Berichte 41, 4205 (1908).
Z. f. analyt. Chem. 49, 36 (1910).
11) Ich mache von Zeit zu Zeit mit in den Ferien entnommenem Gas hier in Erlangen Methanbestimmungen nach der von mir modifizierten R.
F r e s e n i u s schen Methode und gedenke, des ein
pear Jahre lang fortzusetzen.
9)
10)
aus Castilloa und
9 082 142 Pfund aus Gnayule
Fast die game ausgefiihrte
gewonnen waren.
Menge ging nach den Ver. Staaten; Rankreich,
Bdgien und D e u t s c h l a n d erhielten nur kleine
Mengen. Etwa 1,2 Mill. Pfd. Castilloa-Kautachuk
lieferten die Riiume der Pflanzungen. I m Juni
1909 wurde die Ausdehnung der Kautachukpflanzungan mit 126437 Acres (zu 40.5 a) angegeben. Die Pflanzungen sind infolge der hohen
Kautachukpreise in der letzten Hiilfte des J a b
1909 wesentlich vergrollert worden.
-2.
[K. 507.1
18) Z. f. anal. Chem. 49, 31 (1910)und dime 2.
23, 445 (1910).
19) Vgl. G r ii n h u t und H i n t z, diem Z. XJ,
1808..(.MlO).
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