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Antwort auf die Bemerkungen der Professoren Airy und Hamilton in Betreff des Aufsatzes ber die Interferenz des Lichts nach seinem Durchgange durch ein Glasprisma.

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319
Das zweite Glied ist durch die Aberration eingefiihrt,
ist aber von derselben Ordnung wie das erste. Beriicksichtigt inan diefs neue Glied in dem Ausdruck fur die
Ordinate, so haben wir durch Differentiation:
dy
ma2 m a 2 1 - m a 2 ( 2 1 _.(5)
dz --1i<
3- 4x3
21
so dafs, wahrend x von seineni Wertbe I am Prisma bis
zum Wertbe 21 wachst, die Ordinate y auch w&hst,
ma2
und zwar von 0 bis -,
und die Cwue gegen die Ba16 C
sis des Prima’s neigt, wie sie es nach dem Versuche
ihut. W e a n z ferner zunimnit, d. h. wenn das Auge
weiter als die Lange des einfallenden Wegs, d. h. weiter als der Abstand des Prisma’s von den beiden benachbarten Lichtquellen , vom Prisma entfernt wird , beginnt
zwar die Curve nach dcr andern Seite, wiewohl langsamer, zu neigen; allein die Versuche des Hrn. P o t t e r
scbeineii nicht bei einem so groten Abstand vom Prisma
angestellt worden zu seyn, und deshalb scbeint das von
ihm beobachtete Phanomen durcb die Undulationstheorie
erklart zu werden.
..
+
VII. A d w o r t uuf die Bemerkungen der Professoren Airy und H a m i l t o n in Betreff des
Aufsatzes uber die Inteferenz des Lichts
nach seinem Durchgange durch ein Glasprkma;
von H.P o t t e r .
( I m freien Ausauge aus dem
Piii.1. Nag. Ser. III Val.I1 p 276.)
l)iese Antwort zerf6llt in drei Theile.
Der erste ent-
halt die Erwiederung auf Hm. Airy’s Bemerkungen, der .
zweite eine ahnliche auf die van Hrn. H a m i l t o n , und
320
der dritte eine Auseinandersetzung der Griinde, wesbalb
Hr. P o t t e r bis jetzt nacb glaubt die Undulationstheorie
verwerfcn zu miissen.
Veranlafst durch Hrn. Airy’s Behauptun;;, dafs sich
beim Abriicken des Aiiges von dem Prisma nicht der Ort
der Interferenzstriche, sondern nur der des Centrums der
Interferenzfranseu (Strich und Fransen in der S. 307 ameinandergesetzten Bedeutung genommcn) versclioben werde,
bat Hr. P o t t e r seinen Versuch wiederholt, und zwar
mit Anwendung des rothen Lichtes, welches eine Lilsung
van Jod in Jodwasserstoffsaure von gerigneter Concentration liefert, und das nach ihln homogener ist als das des
rothen Glases von alten Kircheufcnstern, welches doch
F r e s n e l zu, mie er meint, weit feineren Versuchen anwendbar fand. Hr. P o t t e r bleibt indefs bei der Behauptung stehen, dafs sich die Striche selbst verschiebcn,
und beuierkt dabei gegen Hrn. A i r y , er habe auch in
seinem crstcn Aufsatz nicht gcsagt, dafs sich blo€s das
Centruin dcr Franscn verschiebe.
Auf die Einwurfe des Hrii. H a m i l t o n beincrkt Hr.
P o t t e r , die Wirlrungen der prisinatischcn Aberration
seyen nach der Forinel ( 4 ) , Seite 315, vie1 zu klcin,
als dafs sie die von ihm bcobachtete Erscheinung erkliiren kiinnten. Der Vnterschied der Ordinaten y der centralen Frause fur die Abscissen r=45 und x=55 Zoll
betragc nach der Formel nur etwas mehr als drei Milliontel eines 2011, sey aber in der Wirtlichkeit iiiehre
tausend Ma1 grBLer. Auch sey in den1 Versuche die
Ordinate nicht Null am Prisma, wie sie es nach der Forme1 seyn miilsste.
In Betreff der Hoffiiuup, endlich, die Mr. A i r y von
ihm gehrgt, dafs er nach sorgf:iltigrrem Studium dcr von
ihln beobachteten Erscheinung wahrscheinlich bald ciu
AnbYnger der Undulationstheorie werde, entgegnet Hr.
P o t t e r , diese Wahrscheinlichkeit scheine ihln von Tag
zu Tag geringer zu werden. Indeh sind die Forderungen,
321
gen, welche er an die Undulationstbeorie ma&, von der
Art, dafs er sich wohl zeitlebens aller Theorie wird entschlagen miissen; wir wenigstens wiifsten keine, die im
Stande ware, den Zusammenhang zwischen Licht, Warme,
Elektricitat und chemischer Action, wie er ihn fordert,
nachzuweisen. W i r glauben diesen Theil der Erwiederung ohne Nachtheil fur die Sache ganz iibergelien zu
kiinnen, wollen indefs, damit man uns nicht der Partheilichkeit beschuldige, noch zwei specielle Vorwiirfe, die
Hr. P o t t e r der Undulationstheorie macht, daraus hervorheben.
Dafs die Erklsrung der Undulationstheorie von den
N e w t o n’schen Ringen unzulassig sey, sagt er, kann man
aus folgenden Thatsachen schliefsen. Druckt man eine
Linse gegen eine Flache eines Glaswiirfels, und sieht
durch die gegeniiberstehende FItiche, so erblickt man den
centralen dunklen Fleck, umgeben von Ringen. Sieht
man dagegen durch eine der anliegenden Seiten, so erblickt man zwar den centralen Fleck, aber ohne Ringe,
mitten auf der Flache, woran cine totale Reflexion stattGndet. In diesem letzten Fall ist es aber uumiiglich das
schwarze Centrum diirch Interferenz zu erklzren, und
doch miifste hier dieselbe Erklirung angewandt werden,
welche man im ersteren Fall anwendet. 1st die Linse
von weniger brechendem Glase als der Wiirfel, und fzlillt
das Licht auf die Unterflache des Glaswiirfels.unter dem
richtigen Winkel fur beide Flachen ein, so verscliwindet
der dunkle Fleck endlich, nachdem er anfangs eine purpurrothe und darauf verschiedcne andere Farben angenoinmen hat. Am besten ninimt man diese Erscheinungen
gewahr, wenn man eine Linse gegen eine der Hypothenuseu-Seiten eines rechtwinklichen und gleichschenklichen
Prisma’s driickt. Man kann dann den schwanen Fleck
entweder im total oder im partiell reflectirten Lichtc sehen,
je nachdem man das Auge hebt oder senkt; und man
kann dabei bemerken, d a t das Weqs des ersten‘Rings der
21
Annal. d. Physik.Bd. 105.St.2. J. 1833.St.10.
32s
Punkt ist, an dem die totale Rcflcxion zucrst vollkomincn
wird, und von dem aus die Messung der Abstjinde beider Fliichen und die Interferenz -Rechuung angefangen
werden mufs.
W a s die Nachfrage nach der halben Undulation betrifft (die Hr. P o t t e r , wie er sagt, aus Th. Young's
Schriften
jedoch aus dem sclion Jahre alten Artikcl
y Chromatics
im Supplement dcr EncycZopaedia Britannka
kennen gelernt habe), so meint Hr. P o t t e r ,
dieselbe werde am besten durch einen einfachen Versuch
mit den beiden Spiegeln beseitigt. Die Vertheidiger der
Undulationstheorie versichern uns unnufhlich , der ccntrale Streif sey immer ein weqser. Meincr mchrfachcii
Erfahrung gemjifs sieht man ihn aber sowohl schwan als
wcifs, doch hjiufiger schwan, besonders wenn die Striche wohl begrjinzt sind. Ich war so uberrascht dnrch
diese Uusiclicrheit, dafs ich, fiihrt Hr. P o t t e r fort, vor
einigen Jahrcn au Sir J. H c r s c h c l schrieb, und ilin
bat, mir sein Beobachtringsvcrfaliren und seine Resultate
mitzutheilen. Ich schlofs spzterhin, wie man aus rneintu
in Oxford gehaltencn Vortrag iiber Interferenz erschen
kann, dafs die Erscheinung aus einer Aberration in dein
Brennpunkt der zur Hervorbringung des Sonnenhildes gcbraucbteu Liuse entstchc; und neulich fand ich die Mittel auf, um zu einem, wie rnir scheint, untadelhaftcn
Resultat zu gelangen. Meine bciden Spiegel von Spicgelmetall waren so nahe parallel, dafs die Bilder dcs
leuchtenden Punkts dem unbewaffneten Auge als ein einziges erschienen; und als ich durch eine Lupe von 2011
Brennweite sah, fand ich vier Streifen, das ganze Gesichtsfeld bedeckend. * Ich belniihte mich sogleich cine
Verschielung des cenirums zu bewirken ; allein ich fand,
dafs dieselbe, wegen dcr grofsen Breite der Fransen,
nicht wahrnehmbar zu Stande kam, fand aber, dafs dic
centrale Franse ganz mzwegelhaft eiue schwarze war,
da die Farben zu 'beiden Seiten derselben vollkommen
-
-
ti
a
323
symmetrisvh lagen. Sollte diese Art, den Versuch anzustellen, nicht die einwurffreiele seyn, so wiirde es mich
freuen, wenn die, welche vorgeben, die centrale Frame
sey iminer we?$, mich belehrten, und mir zeigten, wie
man verfahren miisse, um diesen so wichtigen Gegenstand
zu erledigen.
VIII. LTeber die unrtutatorische Durchgangszeit
des Lichts durch ein Prkma;
oon W: H.H a m i l t o n .
(?hil- Mag. Ser. III Vol. I1 p . 284)
S e i t der Bekanntmachung' meines kleinen Aufsatzes iiber
die Aberration bei prismatischer Interferenz (S. 316) babe
ich Professor Airy's Bemerkungen iiber Hrn. P o t t e r ' s
Versuch gelesen, in welchen angenommen wird, dafs die
beobachteten centralen Punkte, die nach der Basis des
Prisma neigen , nicht die Punkte der gleichzeitigen Ankunft zweier homogenen Lichtbiindel seyen. Aus der
wohlbekannten Erfahrenheit und Gescliicklichkeit des
Prof. A i r y als Beobachter halte ich es fur wahrscheinlich,
dafs er die richtige physikalische Erkliirung ,von Hrn.
P o t t er 's lehrreichem Versuch gegeben habe, wiemohl ich
wiinschte , d a t dieser Versuch mit sorgfaltigen mikrometrischen Messungen wiederholt wiirde.
Doch halte ich auch die mathematische Berichtigung,
welche ich in meinem Aufsatz aufstellte, fur richtig. In
jenem Aufsatz bielt ich mich a n Hrn. P o t t e r P eigene
Beschreibung' seines Versuchs , nach welcher er in der
auf der Kante senkrechten Ebene, in dem Orte der
Punkte gleichzeitiger Ankunft der beiden nahe bomogenen
Lichtbiindel, cin Streben nach der 'Basis des Prisma hin,
von einer gewissen intermedlren Li&e ab, gefundeo bat.
21
*
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