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Anweisung zur Errichtung der Blitzableiter in Frankreich.

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IV.
A n w e . i f LL n g
,cur Erriclrtimg der Blitznbleiter in Frnnkrcicli.
Verfnfit von einer CornmiRon, befiehend ans den HH. P o i T f o 11,
L e f b v r e - G i n e a u , G i r a r d , D u l a n g , F r e s n e l und
G a y - L u f f a c als Eerichterhtter, und angenoniiiien V O J I der
K. Akad. d. Wiffenrcliaften zu Paris am 23. Apr. 1823.
( D i e Ungliicksfdle, wclclie in1 voriSen JnIire daclurcli e n t h a n d e n dafs niclirero Kirclicn voni Elitze
getroffeii w i i r d e n , vcranlafsteli Se. Excell. den Xqinilicr l l e s I n n e r n den I'clion l n n ~ e~ e l i a h t c nV o r h t z ill
,
ALisfiiiiriinS zii b r i n s c n diclk Gelizirtle mit Illitzabl e i t e r n z n verfelien, zufolsc wclclicn S i e die KijiiigI.
Akademie erhchtel1, eiiie Riiwcifimg aufzi&tzen, dcren Hauptzweck d a h i n g i n s c , die Arhcitcr iiber die
V c r f e r t i s u n s und Anbringnng der Ulitzableiter ZLI untei-riclitcn.
Dic plt)rGknliCchc Scclion ward dcslicllL
y o n d e r A l i a d c n ~ i clxxuftrnst, cine lolclic A n s - c i r b S
i n i t SorSfdt ZII e n t w c r f c n , iiiid l e ~ t elinter dcni obiSen Datum dielelbc dcr Aliadcniie ziir Gcnelimip i ; vor.
Urn dem W i l l e n Sr. E,,xcell. des Hrn. M i n i f i c r s
niiigIiclifi z n entlprcclicn IiieIt cs die Con~iiiillionfiir
nijtliis, kiirzlich die Gruiidfstze ZLI wicdcrlioleii I aLif
welcltcn dic E r r i c h t u i i g clcr Iilitzallcitcr jic6riiiicict
,
ifi, fowolll urn diejclli6el1, welclic
xiiit
dicl'cr bcrchif-
I 404 I
ti@ find, n h r zu u r ~ t e r r i c h t e i i , els a n c h urn diel'c,
nocli n i c h t genug gckanntcn, L c h r e n weiter zu verbreiten. D i c Infiriiction Cchliefst dcninacli 2 Tlicile
cin, einen tlieoretifchen t i n d eincn praktiMieii, welc h e jedocli getrennt wurdcn, urn fie cinzelii zu Ratlie
ziehen zu konnen.)
I.
TILe o r e t if G ILe r TILe i I.
Grundntze in Bezug auf die Wirkung des Blitzes ader der elektrifchcn Materie uiid auf die. der Bliizableiter.
Was man Blilz
n e n n t , ill das p1GtzIicIie
, i n Form
eines g d s e n lenchtenden Zugcs gefchehende, D n r c h l i r ~ n i e i idcr Lnft, V O der
~
clektrirclien Materie, mit
welclier eine Gewitterwolke beladen war.
Die Gefcliwindigkeit m i t dcr ficli die clektriIcIie Materie bewegt, ifi iiberaus grol's ; fie iiberJklireitet &i weileiii die einer eben ziir Kaiione liinousfalireiidan K ~ i g e l wclclie lekanntlicli 600 1Mcter
,
(1800Furs)
u1:d
auf eine S e k n n d e betrsgt.
Die el ek t r i fcl 1e h 1ate r i e d LI r c h d ri i 1 E t d i o Kii rper
pflanzt fich diircli deren cigene Snbftanz, jedoch
m i t Tehr nngleiclier GelcliwindiSkeit fort.
D e n Nanien L i t e r giebt m a n denjenigen KGrI)crii, \velclic der elcktrifclien 3Iaterie i n iLrem Inn e r n cinen rafchc~iD i i r c h p g Sellattan ; dergleiclien
find
: die gebranntc
Koldc ; das VVaTCer, die t'flaiizen,
die T l i i c r e , und die S ; a l z l i i r ~ l n p ~die
; Krde
, in1 Ver-
,
l c i l t d s ziir Fcuchtiskeit, welclie fie r n t h d t u n d vor
allein die hIelalle, wclclie i n diefer Eigenfcliaft rllc
r
405 1
iibrise Kijrper dbertreffen. Eiii Cylinder von Eiren
z. B. fiihrt in gleicher Z e i t , mindefiens h u n d e r t fiIillionen RIal m e h r elektril'chc Matcrie fort, als ein
gleicher Cylinder von reinern W i l r c r , und dieles wiederum iingefdlir tanfend Mill wenigeI', a13 das mit
Kochl'dz gelhttigte WnlTcr.
Diejeiiigen Kijrper welclie i h r e Theilclien n u r
I'cIiwer yon der clektri~chenMaterie durclidringen I d f e n , u n d i n welclien Gcli diere all'o niclit frei bewcgen
kann, belegt niiln mit den1 n'Jmen: Siclit-Leiter otler
roolatoren; dergleichen find: das Glaa, der Scliwefel,
die Harze, die Oele, die E r d e , die Sleine, trockiie
Ziegclfieinc, die Liift und die IuftfGrmigen Ston;?.
Vnter den leitenden KiiirImii siebt es jedocli Itein e n , der nicllt der Bcwegung der elektrilclieii -Mateeinisc H i n d c r n i h irr deli W c g legte. Drr diefer
W i d e r f t a n d ficli in jcdern Tlicile des Lciters micderIlolt, fo w ~ c l i f iderfelbc m i t dcITcn h n g e n n d kanii
foblglicli griiil'ser wcrden ids der eiiies fchlccliteren
aber kiirzeren Lciters.
Ebcn lo findet die elelctriTche Muterie iii eiiieni
Leiier von kleinern DnrclinieITer ruelir W i d e r l i a n d ,
als in dem nSmlicliert von bctrYclltliclierern DiircIimelTer. XIaii kaiiii demnacli die UiivollkoninicIilicit
des Lcitiinp-errniiSens der Kiijrper dacliircli erfctzen,
Jafs man iliren DiirclinieITer vergriilscrt und ilire
.T,rlige verkiirit. D e r befic Lciter fi;r die elektrilblic
JIJtcric ill deriiiiacll derjenisc, welclicr dcrlelbcn den
FcrinSiien V\'iderrtand leifiet nnd deii diclc fol;.Iicli
,
r-e
,
Init dcr griif,ten Cefchwindi~licitdurchlrinft.
Tliejlchen der clcktriL'~lienJIaterie find mit
,
eiiier al~fiol'sc~nclcn
Kraift I)t*z!nbI vcrrn3St: welclicr
lilt
I 406 3
fich segenfeitig zufliclien, nnd ficli i n dem Raunie
nnsziibreiten bcllrebcn.
Sie linben keine Verwnndt-
fclioft zii den Kijrpcrn; fio bcgebeii Gcli I'rininitlicli
auf die OberflZchc derfelben iind bildcn darelbfi eine
,
diirine Schicht welclie innerlicli durcli dic eigeiie
Oberflsche der KGrper begrsnzt , aal'serlialb nber
darch deli Druclt der Lnft fcfigehalte~~
w i r d , Segeii
welchen diefe ilircrl'cits einen Druclc nusiibcil der,
f<Lr jedcn I'iiiikt , proporlioiiril ilt dem Quadrnle ilircr
Anzalil. \VCII~I
diel'cr letztere Driicli den erfieren
iibcrwiegt l o cntwciclit die el~litril'clic Materie in
die Liift eiitweder in eiiiem iinficlitbnrcn Strom oder
ill Gcli;Llt cines leiicliteiidcn Ziigcs, welclicn nian don
e/eLtriphen Funken n e n n t .
Dic yon d e r elektriCchcn Materie auf der Oberfliichc eiiics Lciters SeLildeIe Scliiclit befitzt niclit
diereelbe AiizaI11 v o q Tlieilclicii, oder l i n t niclit dioI'elbe Diclitc i i i jcdern I'uiikte diefer Oberflnclie, es
L y denn, dal's d i e h c i n e r K ~ t g e anseliarte.
l
Aid eiiiem
IJmdreliunSs-Elliplbid ifi dicl'uDiclitigkeit, a11 den Extrcinit:teii d cr grofseii Aclilc grGLer, als a m Aequator,
nacli Verlioltnifs der Srol'scn Achfc ziir klciiicn ; a u f d e r
Spitze eines KeSels ilt fie unendlich. Im A I I ~ c m c i nen ill bei einem K r p e r von beliebiger Forni, die
n i c h t e der elektril'clicn hfaterie, u i i d folglicli ilir
Driick p s e n die Liift, vie1 g d s e r auf den l'pitzeii
u n d I;tllr Sekriimniten Thcilcn, als anf dcii , wclclie
nbg epl n!:B t 1111d wen i s z LI Scr i i n d e t fi 11 d .
Cic eIektriCclic ATaterie iirebt belkiiidig daliiii,
ficli iibcr die T A t c r cliiszitbreiten u n d Iicli auf illneri
i n s G l ~ ~ i c l i ~ e w i czlni t1'ctz.cn. Dic VarthciliinS derfdLei; riclitct licli d n b e i liacIi der Form i t i d vor allcm
,
,
C 407 J
nach der GrGrse i h r e r Oberflsclie, nnd es folgt daraus,
dafs wenn man einen Karper, der mit der elektrifclien
Materie beladen ifi, i n v e r b i n d n n g bringt, mit der fibernus grofsen OberflSche der Erde, dieI'm n u r nnmerkIicli wenig v o n derfolleii bclldt. Es ili demnacli, urn
einen Leiter von I'einer elektrifclien Materie ZLI befreien liinreicliend, ilin m i t einem feucliton Erdboden i n Verbindiirig zil letZen.
W c n n man iim die clektrifche Materie eincs KGrpers in den Erdboden fortzuleitcn, diefem verICIiiedene Leiter darbietet, von welcliem ciner vollkommner ift, als die iibriscn, fo zielit lie befirndis
erfieren vor; find diefe aber i n i h r c m LcitungsvermGSen niclit felrr verfcliiede~i, ro vertlieilt fie fich a i d illnen nacli Verhaltnifs der Frihigkeit, welche diere bef i t z n fie niifzunehmen,
E i n Blitzableiter ill ein Lciter, den die elektria
fche Materie des Blitzes andcrn urnfielienden Kiirpcrii
vorzieht, u m fich auf ihrn i n den B o d e n ZLI begebeit
u n d fich dafelbfi anszubreiten ; gcwijlinlich befieht
derfelbe aus einer Eilknfiaiige, welclie auf dem Gebaudc, w a s er I'chiitzen b11, errichtet ifi und in iinunterbroclienern Znfarnnienl~angbis i n s Waflcr oder
i n feuclito Erde hinabrcicht. E i n e lo innige Verbind n n g des Bli~zableitersmit dem Boden iR nothwendig,
damit diefer die elektrilclie Materie des Blitzes, nach
Verliiiltnifs wie er lie cmpfangen hat, augenblicklich letzteren ziifiiliren und die umgebenden Gegenh i n d e vor k i n e n Angriffen rchiitaen kijnne. -Man
weirs i n der That, dafs der bis zur Oberflzche der
E r d e gelangte Blitz, dafelblt keinen hinreiclienden
Ee
A o n d . d. Pliylik. B. 77. St. 4. J. tdzi, S1,8,
,
L 408 1
Leiter findet , 111111 ficli daher l'o tief i n felbige Iiineinh k t , bis e r eiiie Iiinliingliclie Anzalil von Kanglen
ger'undcn, urn i n iliiieii vijllig abznflicfscn. Er lzfst
oft anf niclir als 30 Fids Ticfc ficlitbarc Spiiren
[eiiies Wegcs zuriiclr. Aucli ereignet es Gcli oft, dafs
der Blitz, wenn cr einen Alleiter trilrt, &Ken Z u farnmenhmg irgcndwo ~iiiterbroclienilt oder niclit i n
vollkornmncr Verbindang m i t eineni fencliten Cocleii
fielit, dieren verlrfst u n d ficli aiif l~enaclibarteKGrper
begiebt oder ficli mcniSltens unter d i c k vcrtheilt, iini
defio Cclineller i n den Codcii abzufliefscn.
Der erfic Umfiaiid bot Gcli vor cinisen Jalireii in
der Umgcgenil von Paris d a r , \YO durcli Zufall i n
dcrn Ableiter dcr Wetterfiange eincs JEanfes atif 5.3
Centimeter (-30 Zoll) L h g e eine Unterbrechnnt; Stnit
f i n d und der Elitz, naclidem c r dic A~iffaiigfiaii~c
getroffen Iiatte, das Dacli durclibracli, urn ficli anf einc L)acliriniio voii EilLnLlecli 211 begeben.
D i e HH. Hittenlionl'c inid Hopkinfon crzYIilteii
i m /&ten Uaiide der anierikanilclieii Pliilofopliical
Transactions ein inerkwiirdigcs fieili)icl yon dern
zweitc:n Fall odcr deiii Naclitlieil, der ails eincr
Cc!llecllten Verbiiiclung des Ableiters mit dem Codeii
ciitfielien kann. Dsr Blitz Iiatte n8iiilicli dio W e t t e r fiaiise getroffen, wic dicfs ails der vollkornmncn
SClimehUiig l'einer Spitze Iiervorsing aucIi zeigte
die EeSchtigung des Erdreiclis, dafs mirklich ein
Tlieil dcs Blitzes auf den ALleiter i n den Boden gedrunseii w a r ; aber ein aiiderer Tlieil, der auf dein
niirnliclieri W e g e niclit fcliiiell genug abfliefsen konnt e , zerrifs das Dadi und begab Gcli von dein Schafte
der WetterIianSe auf eine kupferiie Dacliriiine uxid
,
.ion
1
fol'olgte d e r R ~ l i r e i i I A t i i i i ~w, C l c l i ~ , d a fic m i t WaFcr
ni1Scfiillt war , ciiicri lciclitcreii Abflids ziir F l ~ c I 1 c
des Bodcny gcfiattcte.
Uevor dt,r ];lit2 niishriclit, licbt d i e C(:\~~i.iterwoII;c
diircli ilircii Eiiifliif's, d c n nntiirlichcn Ziifiand, d1cr
uriter ilir, a u f cler Ertlohcrkiclie Icfiritlliclien KGrper
aiif ; dic dcr iliriscn c i i t p S e i i ~ ~ c f e t z t cclektrilclia
M a t e r i e zielit lie ge,qen die Vordeitlicile cler Kijrper
ziiid die dcrfellen S a t i i r drziist fic iii rlcn Boden 211riick. Jcdor Kijrper bcfintlet ficli a u f folclie Art i n
cincm Zufiiande voii clrkt~ifc1ier Aiii'cliwclliing mid
Lildet fciiierl'eits cincii AiizielianSsmiltclpunkt, gegen
WCICIICII dcr M i t s Gcli zii bcg:beii Itrcbt iind dcnjeiiigcn, iILirc1i welclieii die l\efultaiite Lilicr befondern
Altrnclioiieii gelit triKt cr w c n n cr fzllt.
D a m i t niin ilicj diircli d e n Einflids der Gcwitterwolke in cinem Kiirpcr cntwickclte elelitril'che Materic I'clinell zii ilircrn 3 T a x i m i m gclanse u n d ebcn
Ib ilire Anzielinnpl;roft, ifi cs z ~ n u i n g ~ n ~ l inijch
t l i j ~ ,dnfs derfelbe ein p t c r Leiter Icy und i n vollli 0111 i n n e r Vcrbind i i i i 5 r n i t den1 Boden fiche.
D i e i n den Kijrpcrn mi dor Oberflaclie der Erdc,
diircli den Einflufs Ser GcwitL(:rwolka erreste Elektricitzit, 1:~iift licli i n dielen nacli nnd nncli i n den1
i\I;larsc a n , als die ~'VoII;c Iicli ihreni Zeiiitli n . h r t ,
iiiid verringert licli \\-icder i n deli1 M a a f s e , als diefe
licli entfwnt. Ein Menl'cli, der licli in dem Fallc eiI I C S l'olclieii Kijrpcrs hcfiinde, wiirde voii dicrer alli i i ~ l i l i g c nV e r ~ n d e n i n Sdcr elelitril'clien Materie , kei11c Lilondere JVirkiiiigeii verfppiiren, obglcicli er linrk
clcktriGrt fcyn kijiiiitc; w e n n ficli nbcr die Wolke
p l ~ ~ & centladci,
h
lo wrre es niiiSlicl1, dali er, O ~ I I I C .
,
,
,
EJe
2
[
410
3
Blitz getroffen ZLI werden, diircli das fclileunige
Zuriicktreten der dektrifclieii Materie in den Boden,
einc fehr fiarke Erfchiitterung beksme die vielleicht
hiiil~ngliclimlire, ilin zii tadten.
Irn Aiisenblick, wo einem Gegenfiunde bcvorfielit
vom Blitze getroffen ZLI werden, ifi derfelbe diircll
den EinflnL der Gewitterwolke fo fiark elektriht,
dais, wenn er in vollkommner Verbindung niit ein e m feucliten Boden fielit feinc elektril'che M a t e r i c
ziir W o l k e h i n ausfiralilt i m d fo einen Theil des
w e g e s zmifchen letzterer u n d dem Gtgenfiande ZLIriicklegt. Diefes h a t o h n e Zweifel einige Perfonen
glanbend Semacht dafs der Blilz, fiatt aiis deli VI-01ken ziir E r d e zu falii-en, Gcli oft ails lctzterer zii
den Wolken erhebe. W a s es aiicli mit diel'er Meinung, welche niclit der Miilie lohnt weiter untcrf'iiclit
zu werden, fiir ein Bewandtnifs liabe, fo vie1 ifi gel d s , dars die Tlicorie und die Wirklhnilicit der
Blitzablciter fiir b i d e Frlle ganz dicfelben 1)leiben.
Uoi eineni Ulitzableitcr, der in vollkommner Verbindling rnit dem Eoden ftelit, mid h t t zn:;crnndet
zii feyii m i t eiiier fcliarfcii Spitze verfelieii ili, I;mn
fich die elektril'clie Muterie durch den EiiiIliiI'S tlcr
W o l k e derniafsen an der Spitzo anhsnfcn, dafs Ge
niclit melir von den1 Lnftdruck Znriickgehalten wird,
fondern i n einein c o n h ~ i i r l i c h e nStronie cntn-ciclit,
der zuweileii in1 E'infiern durcli ciiicn a i l der Si)itzc
e r 1C 11 e i I i c' n d en 1e iicli t e nde n St r n111L\ n b iil'c I L el Ii cl i t 1)ur
wird , n n d Iicherlicli einen Tlieil der elelitril'clic.ii hTaterie eincr Gewitterwolkc httigen :ii& *I.
vom
,
,
,
,
*) Diefe elektrifclien Feuer zeigen auker den Blitzableircrn
c
411
3
DelTen ungeachtet iR die Anzieliung, welche die
elektrif'che Materie der W o l l t e d u r c h die dcs Blitzablziters erleidet, w e n n dicrer in cine Spitze auslguft,
niclit grcfser, als wenn cr a n den Enden ziigerundet
ifi, lobndcrn vielrnehr kleiner; weil aber der Aiisflufs
der elektril'chen Materie d u r c h dio Spitze fehr rafch
werdeii k a i i n , fo bricht dcr Blitz lieber zwifchen d e r
W o l k e u n d dern Elitzableiter und auf einen grSfse.ren
ALfiond a u s , als wenn dieter an l'einem E n d e zaseriindet w a r ; wenigfiens fiiliren die eluktril'clien VerI'iiche a u f diefen Schlnl's.
hIitliin fclieint die vortlreilhaftefie CeRalt, welclie
man eiiieni Eliizableiter zii gcbeii h a t , offenbar die eines f'elir Icliarfen Keg& 211 l'eyn.
h i iibrigens gleiclien Uinfivnden, ifi eine W e t terftniise i i i i i fo v4rkf;lrner, jemehr lie licli in die Luft
erlicb t.
Rci den beriilimten VcrIitchcn v a n de Romas,
AflcITor aiii I ~ n n d g e r i c h tzii Ncrac, iind bei den fpatereii von Charles, wclche drtriri bcfirtnden
einen
Drachen, JcKeen Schnur mit eiiicm l'V1etalldraht diircli-
,
flocliten war, und fich in cine Fortlktzung von Scide
endigtc, u n t e r einer Gewitterwolke bis zu der H G lie von 2 oder 300 iMetcr fieigen 211 laKen, ward ein
auch andere K6rper. Sic errcheinen vie1 hiufiger aiif dem
Meere an Schiffen, als auf dem Lande, und liiid unter den1
"amen St. Elms-Feuer, Castor und Pollux, etc. bekannt. Bei
lehr flarken Stiirmen hat man d i d e zuweilcn an einem Ende
des grofsen Raa's in Gefialt einer F ~ a n ~ m e r ~ z u rbemerkt
~ge
,
die fiark knifterte i1,nd von Zrit zu Zeit Verpuffurigen horen
lieis wie von Petarden.
c
412
1
fo betrlchtliclicr elektril'clier Slroiii ztir Erde gcfdirt,
dars es wirklicli Sdireckcn crrest, u ~ i dc s I;lllr U I I vorfichtig gewel'eik rcyn w h h fich dielkrn mszulctzen 3.
.) Die Verfuchs von d e R o rn a I find fo fonderbrr und To wiclltig fir den Beweis der Wirkfarnkeit der Blitz -Ableiter, d a k
wir es fur niitzliclr halten, fie Lier wieder in Erinnerung zu
bringen.
,,Der Drache hatte fieben und einen halben Fufs Hohe
und drei in der Breite.
Die Scltnur beflatid aus eitiem Bindfaden yon Hanf, rnit eineni Eifendrahte durcliflocliten, und
war von d e Romas am E n d e mit einer trocknen Seidenfchniir
verfelien, To dsrs der Beobnchter durch eine befondere Anordnitng der Apparates, irn Stande w a r alle Verfuclie zii machen, welchc dieler beilaufig fur n6thig hielt, ohne Iicli irgerid
einer Gefalir auszufetzen.
, , A h e r diefen Drschen am 7 Jun. 1753 um I Uhr Nacltrnittagi an einer Schiiur von ?so Furs Laitge., die ungefSlir
einen Winkel von 8 j Grad rnit dern Horizonte rnachte, bis zu
einer Hahe von 550 Furs anfleigen liefs, zog e r aus feineili
Conductor, Funken von 3 Zoll LPnge und 5 Linien Dicke, dereti Krachen man auf 200 Furs hijren konnte.
,, Obgleicli e r bei dein Herausziellen dierer Funken UIII
melrr PIS3 FuTs von dern Seile dss Draclten entfernt war, kam
es ihm dorh vor, als wenn ein Spittnengewebe iiber reinern
Gefichte ausgebreitet war; deshdb hielt e r es auch nicht mehr
fur ficher diefern fo nrhe zu bleiben, rietll feinen Geliiilferi
fich zurtickzuzielien und entfernte fich relblt urn ungefihr
2 Fufs.
,,Nachdem er ficli in Sicherheit glaubte wi d keine Perfon
melir um ihn w a r , riclttetc e r feine Aufinerkfamkeit a u l das
mas i n deli I V d k e n vorgiiig, die uittnittelbar iiber dern Drachen klrwebieii; allein er ward wedcr dort tiocli irgandwo
andrrs irpend eineii Blitz gewalir, ebeit fo wenig als er den
geringrteii Donner Ii6reii koiinte ; aucli tiel durchaus kein Ke-
1 413 I
Nun ifi die Wirkung eincs Blitzableiters anf die
elcktrikhe Materie eiiler Gewitterwolkc, bi3 auf die
StBrke, der eines Draclien viillig gleich; je mehr er
Gcli i n die Luft erliebt, je gr66er ill feine WirkfamDer aus WeRen bomrnende Wind war ziemlich Rarl;
und hob den Drachen mindenens IW Furs htiher als zuvor.
,,Als or darauf feine Augen auf die Rijhre von Weifsblech
riclitete, die ungefahr in 3 Fofs Abltand von d e r E r d s , ati
d e r Schnur des Drachrns berefligt w a r , erblickte er 3
Strohhalme, wovpn der eine iialie 1 Furs, der zweite 4
oder 5 2011. und der dritte 3 oder 4 Zoll in Linge befak
die fich gerades Weges erlioben, und wie Puppen einen
Kyeisforrnigen Tanz urn das eiferiie Rolir begannen, ohne fich
jedocli dab.ei gegenfeitig zu beriiliren. Diefes kleine Schnufpiel , woran lich mehrere Perfonen feiner Begleitung fehr ergtitzten, dauerte nalie eine VicrtelRundc, worauf etwas Regen fiel; e r fpiirte abennals dar Gefdhl von Spinnengewebe
iin Celichte und h8rte gleichzeitig ein uiiunterbrochener Ceriurch , 2hnlich dein eincs kleineri Schmiede Blafebaljies.
Diek w a r eine neue Anzeige des Anwuchfes der Elektriciilit.
Schon reit dein erfien Augeiiblick, wo de Roinas die Strollhaline liiipfcn fiih, wngte er nicht. uiigcachtet aller reiner Vorfichtsniarsregeln, noch Funken zu zielien, und erfuchte dalicr
d:e Zufchauer ficli wei:er zu cntfernen.
,,Unmittelbar nacli diereni ereignete fich die letzte Scene,
und d e Ronias verlicherte, dars fie ilim zitternd machte. Der
Lingfie Strohhalin ward yon dem Wzifsbleclirolir angerogeil,
worauf 3 Explofioneii gefclialieii, die an StZrke dem Doiiner
gleicli a a r e n .
,,Einige B U S der CerellTcliaft verglichen die Explofiorien
niit deneu der Kakcteii , aildre hingcxen illit den1 Ger2ufcI1,
welclier d r s Zerplatzen eiiies grolien irdeile~iKruger auf dem
Sieinpflalter verurfacllt.
,, D.ts Feuer , welrlies i i i n n i l l 1 Aiigeriblick der Explofio~i
gen.
-
wal~rnahin, hatte die Geltalt eiiier Spindel v o n 8 2011 Lange
c
414 I
keit, nicht allein urn die umliegenden GcgenIIlInde vor
den Wirkungen des Blitzes zu fcliiitzen, als auch
urn die elektrifche Materie ous der Gewitterwolke z u
zielien und letzterc zu l~limen.
und 5 Linien Durchmeffer. Am GberrafchenRen und unterhaltendlten war der Umltand, dafs d e r Srrohhalm, welcher
die Explolion erzeugt hatte, der Schnur des Drachen folgte,
Einer aus d r r Gefellrchaft , fah denfelben auf 45 bis 50 Klaf.
ter Entfernung , wechfelrweife angezogen und abgefiofsrn mit
dem merkwiirdigen UmRand. dafs jedermal. wenn e r von der
Schnur angctogen w a r d , ein Ausbruch von Feuer lichtbar
war, begleitet mit einem Krachen, das indefs nicllt fo lioltig
w a r , a l l im Moment der ernen Explofion.
,,Es ilt zu bsmerken, dafs man von der Zeit der Explofion
a n , bis zu Ende der Verfuche , durchaus keinen Blitz walirnahm u n d kaum einen Donner horte. Man fpilrtc einen Schwefelgeruch fehr ilmlich dem, der leuchtenden elektrifclian StrGmungen, welche aus den Enden elektriiirter Metallltarigen hervorbreclirn. Es erfcliien auch um die Schnur ein leuchcendcr
Cylinder von 3 oder 4Zoll imDiameter, und da diefes beiTage
gefchah, fa zweifelt de Romas gar niclit, dafs die elektrifche
Atmorpzhre bei Nacht mit einem DurchnieKer von 4 oder 5
Furs errchienen wlre. Nach Beendigung dierer Verfuche, entdeckte m a n , gcnau unter dem Rohr von Weirsblech, e i n Loch
im Erdboden, von einer grofsen Tiefe und einem halben %oil
i u Breite, das wahrfclieinlich von den grofsen Blitzen herrlihrte , welclie die Explofionen begleiteten.
,,Diefe merkwiirdigen Verfuche endigten mit dem Fall
des Draclien, da der Wind platzlich n s c h Ofien iiberging u n d
ihn d a m ein hertiger, mit Hagel vermirchter, Regen iiberfiel.
Als der Drache rank, blieb die Schnur an einem Wetterdach
hangen, u n d diefelbe war kaum abgeI6lt. a h derjenige, welcher fie hielt, einen folchen Schlag in feinen HBnden und ein e folche Erfchiitterung in feinem ganzen Korper verfptirte.
d;fs er genothigt war fie faliren zu M e n .
Die Schnur fie1
Die Entfernuns, bis a u f welche der Blitzableiten
m i t v o l l e r Kraft l e i n e n Wirkungskreis ausdehnt i l l
niclit h i n l ~ n g l i c hbekannt und l i b @ aiich ubcrdicls
voii v i e l e n Urnkinden ah, die Ichwer zii I c l i ~ t z e nleyn
wiirden. S e i t der Zeit, d a l ~mail a b e r Gabaude niit
dielkn verbelit, hsben rnehrere Beobnchtunseri ge-
,
dabei einigen Perlbnen auf die FiXse und gab dieren ebenfalls
einen Schlag , jedoch einen vie1 ertrlglicheren.
,,Die Menge der elektrifchen hlaterie, welche der Drxche
ein anderes Ma1 aus den W o l h 209, i R wirklich erltaunend.
Am 29. Aug. 1736 fah man FeuerfirGme, VOII der Dicke eiiies
Diere iiberraZolles u n d von 10 Furs LSnge ausrchiersen.
fchenden Ausbriiche, w e k h e verderbliche Wirkungen erzeugt
haben kSrinten, wie keine, von welchen die Gekhichte Meld u n g thut,. wqrden niclits deRo weniger mit Sicherlieit von
der Schnur des Drachen, auf einen nahe gelegeneii Leiter
gefiihrt, obgleicli der Knall dem einer Piftole gleich war."
(Ausftil~rlicherin den Memoircs pr6ltntc's iI'acad. des Scicnc.
Torn. 11. p. 393. I?)
C I1 a r 1 e s , welclier Phnliche Verfuclle wie d e R o m a s ,
jedoch in grSfserer Anzahl, gemacht hat, erliielt zuweileri
noch aurserordentlichere Refultnte, u n d wie er ragt. iR es
nicht zu bezweifeln, dnfs er dadurch die Gewitterwolke vollftlndig entladen hatte.
Nach dieren Beobachtungen, erleidet es keinen Zweilel,
dafs nicht Clitzableiter, errichtet a o f To hohert Tliqrnien wie
z. 8. der Strasburger BliinRer, deliun Hijlte 437 Furs betrligt, den Gewitterwolken eine k l l r qrorse Rlettge elrktrifcher Ma:erie entziehen und l-elbfi dem Wetterf'chlage vorbeugen kiinnten.
Es i l l relbfl erlaubt zu glauben, dars, wenn Xhnliche Ableiter auf der ganzeti Flaclie VOII Fraiikreic!i, vervie1I:iItig: w::rden, diere auch der Erzeugung des Hagels Einhalt thltc.rl. \vetche nacli Volta auf einem wirklich elektriichen Vorgang berulit.
416 I
L
zeigt daCs nocli diejeiiigeii Theile der Gebaitde voni
Blitze Setroffen wurden welclie von der Auffangfiiange um das 3 oder 11 faclie ilirer Ltingc entfernt waren.
Nacll der Mcinung yon Cliarles, der ficli I'elir vie1 mit
&&m Ceqenfiand beI'cliXftigt h a t , nimmt man a n ,
d& ein Clitzablciter, urn licli Iier einen krcisfikmig ~ Raum
n
deITen Radius g1CiCli deni Doppelteri feiner 116lie ifi, noch kraftig gegcii die Ai~grifft:des Blizzcs zu rchiitzen verrnag wid nacli diel'er Regel pflegt
man Ableiter auf den Gebaiiden z u erricliten.
,
Weiin die elektrifcclie Materie ficli yon einern
Kijrper zum andern begiebt iind dabei durcli cinen
Ilinl~ngliclien Leiter Scht, To zcigt lie kein walirlielimbares Zcichen ihres Ueberpnges.
Wcnn fie
aber die L u f t oder irgeiid cine andere niclit lcitciide
Mace darclidringt To trennt fie dcren Thcilc, L U I ~
zerreikt diel'elbe ; lie erl'clieint alsdicnn ills cin lciiclite1idc.r Z u g und verurl'aclit ein rnclir oder niiiider lieftigcs GerauMi. Dn dcr 1eei.e I h n m , welclien lie clnrcli
Zertlieiliing der Luft bildet, f i c l ~niclit xiiit einer GeI'cliwindigkeit I'clilicl'st l die der gleicli k ~ n i e ,mit wcIclier die elektrilclie Materie ficb bewegt, lo hat letzterc Zeit, die entfernteren Tlicile des Leiters z u yerI d e n , uni ficli iii d i c h zu beseben der feinerfcits
ALIS diefcm
ein Leiler ifi, und I'o zu entweichen.
G r u n d e entladet Gcll ein Leiter darcli die L u f t niittelfi Funken, ebeii lb gilt, d s durcli die allgelibliCkIicIie Ueriilirii~geiiies Lcitcrs, der r i d dcni Uoden iii
Verbindung .liclit.
,
IIer Stroxii dt.r clcl;tl.ircItcn lMaterie, ~leiclivicI
oL leuchteiid oclcr iiiclit, ili fiets niit Wiirinc verse-
l
felif'cliaftct
,
417
I
dcrcii IntenGtzt von der des Stronlcs
abli~iigt.
Didc Wtiriiie ill IiinreicIieiid, urn einen verlidtIiifsmdsig diinnen Mctilldidlt gliihend zii maclicn,
i l i n z u Minielzen iind zii zerf'preii~en, doc11 wird dic
Teniperatnr einer Metallfiangc, mcSeii deren zii g o . Cser Mank kaum erliiilit. Ynrclt dic deiri elelitriMieri
Stronie e i p e Wzrrne, I d dnrcli die, welclic ficli
~ L I Stler Luft eiitwickelt,
wcnn dcr Blitz lie zertbeilt, geMlieIit es lizufig, da!k diel'er Gebsudc ill
Brand letzt.
Man ltat t i s jetzt kcin Ueifpicl, dnrs der Blitz tin e Eif'cnfiange voii 13 oder I S Millimctcr ( 6 Linien)
i m Quadrat odcr eipcii Cylinder von gleiclrciii
DurclimelTer gcf'climolze~ioder iiiir ziiin Cliilieii Sebraclit Iiztte *I. 1:s reiclit deiiiiiacIi ziir VerfertiSuiiS
eilics Blitzableitcrs Iiiii, die 1':il'eiillangc vori d i e h i
Dimenlionen zit neliiiieii ; rtbcr d i e Auffrn;;liair~t.,
,
f)
Wir haben rnehrcre vom Blitze getroffene Auffanghngen gefehen, die bis zu einer Dicke von 3 oder 4 illillinieter (1,3 od.
1,s L i n i e n ) g e ~ c l ~ ~ n o l z~evna r e n . DcTTen ungeaclitet k a n n die
Schmelzung zuweilen noclt weiter vorw5rt.s fcllreiterl , W O V O I I
F r a n k I i n in eineni Briefe a n L n n d r i 3 n i ein Ueiipiel anfiihrt, das uin fa nierkwurdiger i n , da es GcIi a n feineni e i g nen Haure zutrug.
,,Icli fand, fagt F r a n k l i n , bei meiner Riichkehr nach Philadelphia, die Zahl der Blitznlrleiter fehr vermehrt, da Iich
jhr K u t z e n , durch m e h r e r e Prober] iiircr W i r k h n i k e i t G e b j u d e gegeii den Blitz z u fcliiitzen, bewvilirr Iiutte. Untcr aiidi:rii
ward eines Tagcs iiiein Haus voii einem felir lieriigcii S L 1 i ! ~ g
getroKeii. Die Naclgbarn, we:clie diefees walirgei~oiiiiiIeriIr;c~teii,
liefeo lierbei uni, falls dafklbe vom F e u e r ergrieeii wire.
I: 418 1
in dcr Lnft his zu einer HGhe von 5 bis
10 Jfeter
(15 bis 50 FL&) e r h e b e n mul's
htitte nlsd a n n a11 jlirer Bafis keiiie hinreicliendc StYrke, prn
den \Virkungen des W i n d e s zu widerfiehcn, es ifi
d;llier nijtliig derlelben e i n e wcit b e t r ~ c l i t l i c l i e r cD i c k e
ZII gebeu.
W a s den eigcntlichen Ableiter d e r WetterRaiigc
betrifft , To ifi cine Eifenfianse von 16 bis ao l'vlillimet e r ( 7 bi3 g Liiiicn) irn Quadrat hinreichend.
Man
kijnntc ilin l'clbfi n o c h d u n n e r nelirnen und Iicli eiiies
cittfacltcn Metalldrnhtes bedienen, vorausgefetzt, dars
ninii d i c h iinlie am Boden mit e i n e r 10 bis 15 Milliincter ( 5 bis 6 L i n i e n ) in1 Qnadrnt haltenden MetallItatige v e r b 5 n d e , welche fich in WalTer o d e r in einerii feueliten Erdreiclie eiidigt.
Zwar wiirde der
Blitz e i n e n lblcllen Dralit Gchcr zerfclinlettcrl~,
nber dnrcli d i d e n die Hiclitung in d e n B o d e n bckoniineii, und abgelialten werdcn fich auf andere Kijrp c r z u b c p b e n . ES verdicnt iibrigcns immer Vorweiclie ficli
,
H d f e zu IeiIten j allein es hatta keinen Scliaden genommen
u n d fie failden blofs meine Farnilie tiber die Heftigkeit der Er-
fccl~~itteru~~g
fehr errchrocken.
, , A h irn vorigen Jahre das Gebiude vergrafsert ~ 3 r d .
war man gen6r!iigt die Wetterfiange abzunehmen. Bei Unterfuoliung derrelben fand icli, dars die kapferne Spitze der
S:aiige, welche alr man fie errichtete, 9 2011in L t n g e und,
a n i h r e n dickffen Theilen nngefihr 3 Zoll im Durchmeffer enthielt, faf? ginzlich gefchniolzen w3r, u n d dirs fie nnr wenig
mGhr mit der EifenItanSe zuhmmenhinp; die Erfindung iR
alfo i n i t der Zeit dem Erfinder fcllrR von Nutzen gewefen, u n d
h:it d e m Vergnligeo , Anderen nilwiich zu feyn , aoch den eigiicn Voriheil hinzugefiigt.
,
ziig, dem Leiter eine folche Dicke 211 geben dnl's der
Blitz ilin niemals zcrfiiiren kaiiii, und wir liaben n u r
JesIiaIb vorgefcIiIagen, e i n e n Metalldralit zii nelimen,
urn die Kofien zur Erriclitung des Blitzableiters
verringern uiid diel'e a n c h denin4iliderbegii:crtcn rnijgr
l i c h zu rnaclicn.
Der Donncr, welclier d c m Blitzfirah1 naclifolgt,
i
uiid Slcic11verurl'aclit gemeiniglich s r o f ~ e iSchrecken
wolil ifi alsdami fclion nlle Gefalir voriibcr; fclbfi fiie
d i e Pcrf'on, welche es blitzen fah , ifi keine mclir vorlianden, d e n n wv8re fie erfclilagen, fo wiirde fie d e n
~'STettcrfclilng,der bereit f i m d fie zu treffen, weder
wird frets
gefelicn nocli geliijrt Iiabcn. D e r DOIIIICI'
niir, nacli Erf'chciniing des Elitzes geliijrt, iind eS
verfliefsen zwifchen beiden l'o viele Ma], 540 LMeter
(174,5 T o i l k n ) als der O r t , w o m a n fich auflilltj
von dcm, wo es geblitzt h a t , entfernt liegt.
Der Blitz fdlt oft auf eineeln ficlieiide BYume,
weil diefe, indem fie ficIi zu einer betr~clilliclieiiHalie crliebcn uiid illre W u r z e l n i n den Uoden fenken,
wirkliclie Blitzableiter darfiellen ; aber ihr Sclllltz ifi
d e n Perfonen welclie d i e h i I;iclien oft felir unlieilbringend. S i e bicfen n s m l i c h d e m Blitze kcinen ]]inI~n_cliclif ~ h n e l l e nAbflufs in den Boden d a r , und
Gnd f'chleclitere L c i t e r als Mcnl'clien uiid Tiliere '1.
,
.)
Beweis d a f i r , dak der Blitz in den Bzumen keirien hinreicheiiden Abflufs i n den Boden firrdet, entfpringt dar;iiis, dafs er
diefe fnR befiindig zerbricht u n d zerreifst; was niclic gerchehen v l l r d e , wenn fie befferr Leiter n i r e n . Er entwircht gewiiliiilich zwifchen der Rinde und den1 S p l i n t , weil
er h e r die ineiflc Feuclitiglieit und zu gleiclier Zeit den gea
ringfieii Widerltznd nntritft.
[
W c n n d e r Blih bis
Z11
420
1
ilircni Fiih ~ c l a n c ili,
~ t To ver-
tlieilt e r Gcli zwi"Clici~ tleii L e i t c r n ,
wc1cIic cr a n -
irifft, oder vcrmeitlct e i n i g c , jc nacli deiii D r n c k ,
welclien er anf f'ciiieiii Ahflullk ei*leiclet; m a n Iiat zitweilcii alle n n t c r eineii Bauni ~cfliiclitctcii Tliiere
i1nikonrrneii lclieii, und ein anderes M a 1 niw ein ein-
zigcs von iliiicii. Das W d e r ifi ebciifalIs cin l'cI~IecIiterer Lcitcr als die Tliicrc, ohne Zweifel wegeii der
Snlzc, w e l c h die Fliilligkciten der letztcrcn einfclilicl'sen uiid man kaiin dalier T h i e r e mit deni Blitz
l'c111agen iiiid tadten
die g h z l i c l i untcr WaKer
gctauclit L i d .
Eine W e t t e r f i a n g c , wenn fie i n vollkomniiier
Vcrbinclun~niit dem Boderi fielit, bietet gegentlieils
eiiieii Mir fichern Scliiitz gegen d e n Blitz dnr; den11
d i e l k verkfst fie n i e m d s urn fich auf einen, an lein c ~ nE'ufsc befindlichen MenTchen zii beseben. D e C
feriitngeaclitet gcbietct dic Vorficlit
wcgcn i r s e n d
einer niijglicheii Unterbrecliung des Zidamrnenliangrs oder einer imvollliorn~ii~ien
V c r b i i i d i i n ~riiit cinern
feiicliten Codcn, ficli voii diereni entfcrnt ZLI halten.
Auf dcm L a n d e und fclbft i n StYdten, \YO nian
bei AnnYlierung cines Gewitters die T i ~ i i r n i ~ l o c l t e n
I g ~ l t c t , urn mie m a n Iagt, die W o l k e n zu zerfireuen,
l;lcllt man oft in den Tliiirnien iuid Kirchen Sclintz
gegen clas Gewittcr; eine GewoIinlieit die, mic die
ErfallriinS gezeigt, oft die traurigfien Folgcn hat. Es
ifi gcwil's, daCs dcr Blitz eben To liaiifig a u f Tliiirnic
,
f i l l t , in denen man I i i ~ t c t ,als i n dcnen m a n &lit
Iiiitet *); und iiii erficn Fall find die Glijckner, we*)
Es fclieint relbR,
dafs
Tlilirme,
auf welchen man Uutet, 1iBu-
c
421 3
Sen der Strickc, welclie lie in rlcr Hand holten, nnd
deli Blitzfiralil niif ilire Perfon leiten kiiiinen, i r i Gefnlir erfclilagen zn wcrden. Die Kirclicn bieteri keilien liclicreren Scliiiiz dnr als die Tlifir~iic,I;wolil weil
letztere, wenn lie wrgen ilircr Erliijliiuig den Blitz
aiif Gcli Sezogcii haLen, olinc iliii iii den Boden leiten ZLI kiinncn dic Iiirche l'ciiicii Wirkitiigen iiberI,iKcli, als aucli weil die verlnnimclten l'crl'onen eiiien
grol'sen Leitcr bilden, auf welclicn der Clitz ficli i n
Vorzng zii den uiri~ebendenGegoiikinden bcgieb!.
Die Vorficlit Sebictet dnlicr, fich wiilirend des Gcw i ~ t e r skeinesweses i n Kirclien uiid Tliiirme zii verh i n m e l n lbLnld diere iiiclit m i t Glitzableitern vcrfelien find. TJni eiii aitlI;?llendcs Beir1)iel von der Gefnlir anzufiiliren die liiemit vcrlcniipft iD, verwcifen
i t ir die Lel'er auf die von Hr. Trelicnlye, CeneralVicar zii Digne, a n die I<. Akad. dcr V\/rilTenI'cl~.erIlattcteii Bericht iibcr die am 11. Jul. 1819 ZLI (,'haf e n u i r e t ~ f les
ilIouJ2iers durcii cinen Blitzfirah1 vcranlal'sten Un6liicksfrille *).
,
-
figer vom Blitz getroffen werden, als die, auf welchen man
niclit Iiutet. Zufolge des Berichtes, d e n Deslaiides im J. 171s
an die K. Akademie der WifTenfcIiaften abffattete, Eel d e r
Blitz in der Nnciit voiii 14. auf den I j . April des nirnlichen
Jalires, von Lundsrnaau bis Saint P o l - & - L i o n , i n Bretagne
a u f 24 Kirclien, utid zwar geracle 3 u f diejenigen, i n welchen
man die Clockeii anzog, w3lircnd er die verfcl~oitte,in welclien nicht geliutet ward; in der Kirclie zu Gouestiou, welche ganz zerffsrt ward, tijdtete der Blitz, VOII 4 Perronerr,
welrhe die Clocketi zogeu, deren zwei. (Hiltoire de I'Acad.
royale des Sciences 1719.)
-
')
Ann. d. Phyf. Bd. 46. p. 2 7 j .
P.
c
422
1
Mad weirs, dds wenn der Blitz anf ein Gcbtinda
Cillt, e r Gch vorzugsmeil'e auf die Scliornfieiiie beg i e l t theils weil fie gewiihnlicli die hijclificn Tlieile
derl'elben bilden thcils anch , \veil fie rnit Rufs bekleidct find, welclier ein belTerer Leiter ifi, als trockn e s Holz, Steine oder Ziegel.
Dio Naclibarl'chaft
des Kamins ifi folglich i n einem Geniaclie, der mindefi fichere Ort gegen die Angriffe des Blitzes; es ifi
geratlieiier ficli in eincn , dem Feiifierkrenz gegenen,
iiber lieScndei1 W i n k e l z ~ ~ r i i c l i z ~ ~ z i e l ientferiit
von Eil'cnwerk irgend eiiicr betriclitliclien Ausdehnuiig.
Die MGrltungeh des Blitzes find Celir verrcliiedcn,
u n d von sulbcrfi Lltfarncn Anfcliein, aber den'en iingeaclitet erltliren lie ficli B U S einigen allSenieinen
Tliatl'aclien von denen es niitzlich r e p wird, fie liier
zuCammcnznfiellen.
Der Blitz, oder was dnflelbe ifi, der clektrilclle
SioK ifi vermiige der Repulfion leiner Tlieile, m i t
einer mccl~oni~clicn
Kraft vcrklellcn , welche iliiii maglicli niaclit den Druck, dcr L u f t oder FliirIiSkeiten z n
iiberwinden, und fefie niclitleiteiido K6rper z u zerrpaltcn m i d zii zerbreclien.
Der Blitz wahlt nets den befien Leiter. Finder
er in diefern, wie z. B. in einem EiCenfiabe, einen
leicliten Abfliifs, To erleidet derrelbe keine merklicJie Veriinderung durch ihn. Wen11 der Leiter, \vie
2. B. ein Metalldralit, keine hinreichende Capacitst
hat, fo zcrftreuet er ilin i n Diimpfe, briclit in die L u f t
aus 5 uxid Icllafft Gcli eiiicn leeren Raiini, den er rnit
Leiclitiskeit durclil8nft. W c i i n der Blitz eincn KCrpcr trill$ wclclicr entweder gar nicht o d w rxur unvoll-
,
,
,
,
,
c
423 I
kommen leitet, oder welclier dcr T r e n n t q fciner
Tlicile cinen verhdtnil'srnsCsigen W i d e r D a n d entsegenfetzt, fo bricht e r zwirclien dcr L u f t und dcr 0br:rflaclie diefes Kiirpers US, u n d verletzt diere mclip
oder weniger t i e f , hng9 l'eines Lnufes. So lielit mail
oft Perfonetl voni Blitze Setroffen u n d niclit gef6dt e t , weil d c r Blitz a u f iliren Kcrpern fortgleitct oline dnrs er dicfe SZnzlich durclidringt ; dngegeii fielit
man aiidere, die vijllig fiesen l'einc AnSriffe gefchiiiat
find d u r c h e k e Bcdeckung von Seide, welclie i l i n
iliren Kiirper if'olirt, u n d er niclit zii rliirchdringen verrnag.
VOII
W c n n dcr Blitz a n 9 dcr Luft niif einMetnll oder
umsekelirt von einem Mctall i n dic Lnft iiberfpringt,
l o verollldst er oft, nn dern Orte, zvo e r e i n - o d e r
austritt, die ~ c ~ i n i e ~ z des
u n ghfetaIles, weil feine Wirkungcn urn lo Iiefiigcr wcrden, wcnn er durcli d e n
D l u c k der Liift zu r iic k p lin lte ii, Iicli vorher ddi'elbfi
aiigelisuft fiat. ALISdiefern G r u n d e zcigen oft dickc
metallil'clie Leiter, a n Stellen wo der ZurarnrnenliatiS
unterbrochen war iind ein Funke Statt falid, S p u r e n
y o n Sclirnelzung ilirer Ecken, ihrer Kanten, jct M b f i
ilirer Fliclien.
W e n n der Blitz einem Leiter gefolst ifi, dcr in
cinen nicht lcitenden Kiirper eixidrinst und Iicli darin
endigt l'o zcrbriclit e r ge!"~~lnlich diefcn letzteren
und verfcIiafTt Iicli eineii leeren Raum , durcli welclxen e r abfliefst. So fallen ans eiiier M a u e r die eingelaKenen Metallliiicke, \veil fie yorn Blitze ilirer UxiterI a ~ cberaiibt h i d , und werden d u r c h die in B o w e p i g
,
Annal. d. PhyIik.
R. 77. St. 4.J. 1814. St.8.
Ff
I
425
I
,
befindliche L u f t geworfen welche daraiif den leerea
Raum fiillt, den letzterer zuriickSelafTen Iiat.
W e n n die Tlicile des nietalliIclien Leiters dnrcli
ein mehr odcr weniger lcitendes Mittel irolirt VOII
einniider find, fo beriiiirt der Blitz folgweife alle die,
welche auf feinem w c g c liegcn nnd feinem AbflicCsen
i n den Uoden den geringfien Widerfiand leiften wobei er nacli clcr Hcilic voii einern jedcn derfelben angezogen wird.
In den metallifclien Thcilcn ifi er unliclitbar, wird
aber ficlitbar, ~ e n er
n voii eineni zurn andcrri iibcrfpringt , und bildet lo einen lcuclitendcn Zng, wclcher z u f a m m c n l i ~ ~ i g e ~erfclieiiit
id
fobald ani Lcitrr
. .
die Unterbreclinngen des Zufaninienlianges In einein
fcliickliclie~~
VerlialtniL z u ilircr Lsnge fielien.
Der Blitz ill fieta mit \‘Varme besleitct, cr n i d t
die nietallifc’clicn Leiter y o n kleinern DtmclirneKw gliiliend , fclmelzt und verfliicliti~tlie; Stangen von 1 2
bis 2 0 Millimeter ( 5 l i s 9 L i n i c n ) Diclie, erlcidcn
niclits dem Aclinliclies. Es ill dalicr Cehr uiivorficlltig ficli diinncr Leiter z u r H i n d u r c l i l e i t u n ~des Dlizzes durcli breniilare Matcrialien zu bedienen. Man
n l ~ t i i Segexithds Leiter anwenden, die hinreiclicnd
aick Gnd, dilmi.t lie lich lelbfi nicht einrnd nierklicll
erwXrmen.
Durcli diefe dern Blitzc c i p e WBrrne und durcli
die, wclclie er a m der L u f t oder den von i h n durc11drungenen Kiirpern entwickelt gercliieht es , dafs er
Stoffe i n Brand l’ctzt die einer pliitzlichen Eiitziind u n g fdiis Gnd, wic z. E. €Ieu, Stroli, B,uimwollc
und dergleiclieii. Vie1 feltner fielit man ilin diclitcw
Mdfen anziindcn wic z. 13, IIolz, weiiiSfiens mcnn
,
,
,
,
,
I 495 3
Y r a b t if c lr c r T h e i I
Nahere Vorfchrifira zur Errichtnng dnes blitzablriters.
E i n Blitisblciter befielit aus einer Metalfiango
1.1, w e l c h a d einezn Gebiiude eri-iclitct ifi und von da in tinuntetLroclicneni Zul;nrmenliangc, bis in das WaITer eiilcs Uriznneii oder l i s
i n oinen feuclrten Erdboden, hinabgelit; Man nennt
AICDEP (Fig.
Ff
0
t 426 1
den fenktechtcn T h e i l BA, welclier fich anf dern Di;
che in die Luft erhebt, die AufSnngo/tnnge, iind den
andern T h e i l der Barre, welcher vom Furs des lidb e n B , bis in den Boden Iiinabreicht deli Leiler
,
V a n der Auffatrgltange.
D i e Auffangfiange befteht aus einer qt1adratiMieil
EiCenfianSe B A , welclie von dcm Fnfse xiacli dcr
Spitze zii, i n Form einer Pyramide verdiinnt ifi. Fiir
eine Lange yon 7 bis g M e t e r (21 bis 27 F&), welc h e s im Mittel die L r n g e der auf @"sen
Gebsiiden
errichteten Auffangfiangen ifi, giebt man denfelben,
an der Bafis eiiie Dicke von 54 bis 60 Millimeter ( 2.i
bis 26 L i n i e n ) ; fur eine L h g e von ioiMcter (30FuCs)
bedarf es an der BaGs eine Dicke von 63 iMillirncter
( 2 8 L i n i e n ) *I.
,
Da das Eifen, durch die W i r k u n g J e s WaITers
u n d der Luft, f e h dem Rofie aiisgcfetzt ift, fo wiifde
die Spilze der Anffansfiange bald algeftiumpft werdeil.
Urn diefcrn cebclfiaiid abziihelfen, ninimt i m i i das
E n d e d e i Stange A B (Fig. 2.) auf cine Laiige A H
von uhgefiihr 55 Centimeter ( 2 0 Zoll) a l , nnd c r l h z t
das Abgenommene d n r c h eine kegelfiirinige Mellfingfi'tange '3, die 'tam E n d e versoldet, oder mit eiiier klein e n Platinfpitze AL: Yon 5 Centimeter ( t Zoll)
*) Die vortheilhaftefie Art eine pyramidale Stange zu rerfertigen, befleht darin, Eifenfiiicke van 8c Centimeter ( 2 : Furs)
Llncge udd ton dinem rbiiehrnenden Kalibcr, an einander zn
rchweihen.
")
par une tige ds cuivrc jaune Rest im Texte, fp5terhin wird
iodrli nets nut ven cuirre gefprochen.
P.
[ 427
7
Litnge verfeheii ifi 3. Die Platinfpitze wird mit eincni S c h l a ~ l o t hvon Silber a n der Kupferfiange angelotliet iuid damit fie fich nicht von letzterer trerinen
kaiiri, wa3 deiinocli, ungeachtet der Ltithung, oft
gcl'cliielit, v e r k i r k t m a n dio Verbindung durch oinen
kleinen Stauclier von Kupfer, wie es die Fig. 3 zcigt.
D i e Kupferfiange ill m i t der E i f e n f t a q e durch eiiien
Bolzen verbiinden, welcher niittelfi einer Scliraube,
in beiclc eiiitritt; in der Kiipferliaii~ewird derf'elbe
ziivor diircli zwei, u n t e r reclitcni W i i i k e l ficlieiide,
Slifte befefiist uiid darauf in die Eifenfiaiige gefchranbt, worin ihn cbenfalls liernilcli ein Stift fellIiilt ( fielie C Fig. 4.1.
Man k a n n nucli , oline
nacl~tlieiligeFolgen 211 befiirchten , die Platinfpitze
mcglaITeii wid Iich m i t der konifchen Kiipferltange
begniigen ; brauclit auch diefelbe felbfi nicht einmal zii
versolilen, wenn inan am Orte, dazu nicht die E i n ric~ltllilgenlint. Dns Kupfer versndcrt Gch niclit bedelltend an dcr L u f t , und wenn man aiicli aiinimmt,
dal's l'ciiie Spitze ficli e i n w e n i s abfturnpfte, fo verliert der Blitzablciter dadurcli k i n e W i r k f a m k e i t niclit.
Da eine A~~ffangfiange
yon dcr rorgefchriebenen
Grijfse, f'cliwer fortzufchiffcn ware, fo ~ e r l e g mqn
t
fie
in 2 Tlieile Al und IB (Vig. 2.1 yon der Bilis an
gereclmet u n g e f i l i r auf oder 3 ilirer Liinge. Den
+
obcreii Tlieil A D ( Fig. 4.) fiigt m a n durcli eincn pyraniidalcn Zapfen D F vori ig bis 2 0 Centimeter ( 7
bi3 8 2011) in den untern Tlieil EB und verhindert
*) Man kann die Platinfpitze auch durcb eine Spitze r o n der
Legirung der Silbermlinzen erfetren, welche aus 9 Theilen
Silber uad einem Theilc Rupfcr befieht.
die Treniiung diircli einen eingelteckten Stift. Man
indefs 10 vie1 wie niiiglicli die Stange ails einem
Stiick verfertigen, \veil fie dadurch mehr Fefiigkeit
miif3
erlaii gt
Am Fufs der Stange b e f i d e t ficli, 8 Centimeter
( 3 2011) vom D a c h , eine o n der MqKe der S t a n g e angefcliwcil'ste Scliiene M N , w e l c h befiiinmt ift , d a s
I a n p der StanSe lierabflierseiide RegenwalTer pbzuleiten,
und zu verliindcrn, d a b es ills I n n e r e des Ccbandes einlickert, iind das H o l z dcr Bedacliuns fanl e n d macht *.).
Unmittelbar oberlialb der Scliiene, ifi die StanSe
auf einer Ausdclinung von u n ~ e f ~ l5i rCentimeter ( 2
Zoll) zugerundet urn eiri niit Scharnieren verfehenea Halsband aufzunelimen zwifclicn deITeii a 011r e n , m a n d e n Leiter der Wetterfiange, mittelfi eines
Ricgels fefiklemmt ; man Gelit den GruiidriL diefcs
,
Halsbandes in
,
P
unterlialb der Anffangfian~e. Statt
dcs IIalsbandes, kann man die Stange aucli niit eilieni
qusdratil'c'chen Biigel eng uml'cLlieL's'jan y o n dem d e r
,
') Den liohlen Theil EG (Fig. 4.), welcher zur Aufnahme des
pyramidalen Zapfens DF beftirnint ilt, verfertigt man folgerider
GeRalt: Man r d l t ein Rarhes EiTcnblecli 7u einem Cylindcr
auf. und rchweifst d i e k n , in G init d z r Stange B G z u k m inen ; mittellt eines Dorn's, von der Form der Zapfens, und
mittellt folsweirer Erhitznng vereinigt man a l s d m n kine R i l l -
der felir leicht und giebt ihni fowohl intierlicli als iiuiserlicl)
die pyramidale Form.
**) Um diefe Sclrimc
211 verfertigen, fchweifst man einen cifertien Ring an die Stange, und ftreclr i l i n darauf aiif detii Ambos kreivfarmig ails. wobei uiaii feiiie Hinder h neigt, d d s
lie einen felir ylattcu abgeftumpften Kegel bildeil.
[ 429
1
Aufrifs in A (Fig. 5.) und d e r GrundriG in R (Fig. 6.)
entlialten ifi, zugleicli m i t der Art, wie man denre]Len am L e i m zu befefiigen hat. Urn die Arbeit zu
,
verringern kann man endlicli fiatt des Halsbandes,
e i n e n Zapfen anl'cliweifsen T (Fig. 7 . ) ; man mu& jed o c h Sorge tragcn die Stange a n dieler Stelle niclit ZU
fcli\yHchen, weil fie liier deii meifien W i d e r f i a n d ZU
leifien Iiat; deslialb ifi aucli ein H a l s b d oder eiil
Uiigel vorzuziehen.
Die BCfCfii~lillgder Auffangliange auf deii GCLZLLden, riclitet fich nacli brtlichen VerlidtnifleII. Sol1 fie
a n f einem Da~llIl~ilil
U erriclitct werden (Fig. 7 u. 8.1,
lb durclibohrt nian die Fettc, 1;tzt die SLangc i n das
L o c h iind befefiigt fie a n der Giebclfpitzc mittelD rnelirer Riegel, wic es die Figiir deutlich maclit. Diere
Anordnung ill Ielir dauerliaft u n d verdient deli Val-
,
\vcIiIi es die Localitsten gefiatten.
Hat man die Auffangfiange, auf der FirD in A
(Pis. 8.) zii erriclitcii, fo niaclie mail dalclbfi ciii (1""dratilclies Loch, welches a n GrLifsc deiii Fnfs der Staiisc
6leicIi ill, iund befefiige oberlialb und uiiterlialb deffelbe11 iiiittelfi 4 Uolzeii oder mittelfi 9 b o l z e ~ i f ~ r m i g a r
C i i ~ e l wclclic deii Firfiballten unirpannen und zu1~imnenpreITe11,zwei Eifeiiplatten VOII 2 Centimeter
( 9 Lixiien) Dicke, von welclien jede m i t eineni Loclie vcrlelicn iD, das dein i m Iiolzc Seinacliteri entQJric11t. D i e Stanse liiitzt Iich nuf dio obere Platte,
iiiittelfi eines Riiigcs, den man gegen diere d i d 1 ein c Scliraubenniutter h r k aiidriickt welclie mi End2
der StaIlge b e f i d i c l i ifi und wohl PI^ die itiilcre I ' l a t ~ o
ScILIirauLt w i d . D i e I-'ig~lrg zeigt den Grundrits
,
,
,
ciiicr
dieler l'lntten.
n-eiiii
man ficli aLer auf den ~ r t
I 430 3
CD (Fig. 8.) liiitzen kann, fo fcfiweifst man an die
Stange 2 Ohren, welche die oberen iind feitwiirts liegenden Flachen der Fette urnfaKen, und bis zu
dem Strebepfeiler liinabgelien
auf welchem man fie
mittelfi e k e s BoIzen E befefiigt.
W e n n endlich der AbIeiter auf einam Gewijlba
befefiigt werden m d s , To giebt man ihn am E n d e 3
oder 4 Fiifse oder Gegenpfeder, die in den Stein,
wie gewijlinlicli. rnit Blei eingegolrm werden.
,
Von dem Leiter der Wetterltange.
Der Leiter der Wetterfiange ifi, wie fchon ~ e f a ~ t ,
eine Eifenfiange BCDh’F oder BiC’Dt.BFJ(Fig. 1.)
die am-Fufs der AuffangRange beginnt iind von da in
den Boden geht. &fan giebt dieler Stange 15 bis a a
3Iillirneter ( 7 bis 8 Linien) im Quadrat, jedocli reiclien fchon 1 5 Millimeter ( 7 Linien) hin.
Eiiie danerliafte Vereinigiing derfelbon mit der
Aiiffangfiange wird dadurch erreiclit d d s man lie
zwilclien den beiden Ohren des Halsbandes 0 (Fig. 4.)
mittellt eines R i e ~ e l sfefizwtingt, o d e r fie am Enda
niit einer Gnbel BJ (Fig. 6.) verlieht, welche den Z a pfen des Bii~elsN umklllielst und darauf rnit BolZen befefiigt w i d
Da der Leiter nicht fiiglich aiis einem Stiick befiehen kann lo verbindet man melirere Eifenfiangen
rnit ihren Enden zulhrnmen, wozii das befie V e r t h ren dnrcli Fig. 10. deiitlich gemaclit iR. I n eiriem
Abftiande Yon 12 bis 15 Centimeter ( 5 bis 6 2011) yon
dem Daclie iind parallel mit diefern wird er durcli
gabelfarmige Krampen getragen, welclie man, urn das
Einfickern das Warere ins Gebaude 211 v e r l i i n d m ,
,
,
c
431 7
naclifiehender GeRalt wrhlt. Statt fie narnlicli
mit einer Spitze zii ondigen, giebt man ilinen, \vie
yon
Fig. 1 1 11. 15. zeigt, eine Plattc von 25 Centinietcr
LYiige n n d 4 Breite ziim F d s , aiif dcren unterem
E n d e lich dcr Stiel der Krarnpe erliebt iirid rnit der
Platte entweder einen recliten W i n k e l (Fig. 11.) bildet, odcr einen W i n k e l gleicli dern, zvclchen das
Ilacli rnit der Scnkrechten maclit. Der Leitcr w i d
in jcder Gabel diircli einen vcrnieteten Stift fcfigelialten u n d die Krarnpen filehen ungefdir urn 3 lweter
von cinander.
h'achdem der Leiter urn das Gefirns d e s GebSndes gebogen ifi, ohne es zii beruliren, wird e r h g s
der Mailer in den Boden gefiilirt, nnd an diefer mittelfi Krampen befefiist, weiclic man in den Stcin cinl'clilsgt oder einliitliet. J'Venn er bis i n D ocler D/
50 oder 55 Centimeter (18 bis 00 Zoll) unter den Uoden gelnngt ifi, w i d er rochtwin1;lich gegen die
n l a u e t , nnch Dh' oder DIE/ gclosen; i n diefer Kiclitiiing anf 4 bis 5 M e t e r ( i n oder 15 F n k ) weit f o r b
g e f d i r t u n d daiin endlicli in einen Bruniicn fWgeleitet, oder in ein L o c h E'F', welclies zit dicl;:m
Zweck auf 4 bis 5 Meter ( l a bis 15 F o k ) Tiefe in
dem Erclboden gemaclit ifi wenn man kcin W a K e r
aritrifft; findet man aher \vaITer, f'o kenn die T i e f o
gerinser r e p .
Das i n den Boden einSdenkte, i n iinniittelbarer
Beriiliriins mit der E r d e iiiid dzr Fenc1iti;keit fiehende Eil'en, Ledtckt ficli bald rnit Rofi, der fich nach
u n d nacli bis ZLI feinern ltli~telpiinktfrifst, und cs
endlicli g m z zerfiijrt. Man verhindert dief'e Veriinderung, w e i i i i In411 den Lsiter, in einenl rnit Kohl
I
437 1
len geffillten Troge DE oder DE' fortfiihrt, welcher
i n Fig. 13 nach vetgrijfsertcm Manfsitabe dargeltcllt
ifi. Die Y e r f e r t i p n g diefes Troges gefchieht folgender Geftalt.
Nachdem m a n in dem Boden einon Kana1 voq
55 bis 60 Centimeter ( 2 0 bis 2 2 z o l l ) Tiefe gegraben
hat, lest man eine Reihe Ziegel auf den Gruird , zind
fitellt auf den Rand derlJben andre aufrecILt Iiin ; IILUL
giebt man auf die Ziegel des Crnndes eine Scliiclit
Backerkolilen von 3 odcr 4 Ceiitinieter ( 1 od. 13 2011)
Dicke, legt den Leiter D E oben darauf, fiillt das
Ganze m i t Kolilen und verfcliliefst es mieder mit eincr Rcihe von Ziegeln. h c l i z i e g e l , Sfeine oder € 1 0 1 ~
kiinnen gleichfalls ziir Verfertigung diefes Sieles angewandt werden. Man hat Bejlpiele, dafs cin fo von
Kolile eingehfiltcs Eilen wlilirond 30 Jahren keine
Versndernng erlittcii liat ; die Kolilc verliindert illaeSs nicht alleiii das Rofien des Eileiis in der Erde,
fondern da fie aiicli die elektriCclie iMaterie Ielir gilt
leitct , wenn fie ansgegliillt w a r (westialb wir u i i c l i
empfillilen , die ans den1 Backofen ~ ~ e i ~ o r n r n e nKolien
1t:n anzuwcnden), fo begiinfiigt lie nocli den AbIliil'j
des Blitzes in den Boden.
D e n , B U S den1 eben befprochenen Sielc heraiistretcndcn, Lcitcr, fiilirt man durch die Mauer &s
B r n n n e n s und h h t i h n in d;e!%'cm lo tief 11iniintert;chen, dars er bei iiiodrigem Wafferfiande, niindcf i ~ n s65 Centinietcr ( Z FLds) linter \VaKer ~ C t i l ~ C l i l
bl&bt. Das Endo delTelben l&t man gcw~lirllichi n 2
ode,. 5 SpitZen ausla~ifeii, u t r i den Abflut dcr elektril'cllen Materic des Lciters in den Eoden ZLL begiiirliisen. M.'enr, der Uraniicri in1 Iniicrn des GebUudes
,
,
c
433 1
bcfindlich ill, fa durchbolirt man die Mailer des Ictiteren iuiterlialb des Bodens, iind fiihrt durcll dielo
OefFnung den Leiter in dcn Brnnnen.
W e n n m a n keinen Brnnnen ZLI feiner VerfiiSnng
h a t , urn den Blitzalleiter i n [elbigen verfcnkcn zu
kGiinen, fo niaclit m a n i n den Uoden niittelfi cines
Holilbohrers voii 15 bis 16 Centimeter ( 5 bis 6 Zoll)
DnrchrneITery ein L o c h von 5 bis 5 Meter ( 9 bis 15
Fiifs) Tiefe; I'enkt den Leiter liinein, mit dcr VorGclit, i h m iibersll eiiien gleichen A b h n d yon d e n
JVYnden zii geben, n n d fiillt den Zwilclienrauni niit
I3acIterkolilen welche man rnogliclifi feli cinfinnipfi.
v\.;i11 nian aber a n cler Errichtung cines Blitzableiters
niclits fparen 10 rathen wir eill vie1 breiteres L o c h
Bf;/
(Fig. 1.) ausziLhiihlerI und diel'em eine Tiefe voii
,
5 LMeter zii geben, wenigfiens Wenn man niclit friih e r u f Wnn'cr trifFt, den Leiter am Endc iii inch-
,
,
rere Ann#: 'LAL verzweigeii dicle \Venn fie iiiclit iii
WaITcr tauciieii, niit Kolilen zii u m l & i t t e n , uiid deiz
Ileitcr fclbfi niit cincr Fafliing von € 1 0 1 ~
zii uinscben,
zvelclie niit diefen cbeiifalls gef~illtifi.
In einem trocknen E r d l o d e n z. B. in einein Fell h , giebt iiiaii dem zur Aufiiahnie des Leitcrs befiimmten K;niial eiile Liinge, die rnindcfiens Joppelt
10 grol's ilt 01s die f i r gcwShnliches Erdreicli befiiinnite iinJ I'elbfi eine noch C;riil&e, wenn es &diircli m6glicli ift einen feuclitcii O r t zn errcichen.
JVenn dic Oertlicllkeit es nicht Scfiattet, d ~ l i lK ( ; a d
cine I'olclic k i n g e zii gcben 1.0 nlacllt nian einisc in
die Qiiere, wie e. i n A (Fi,o. 17 11. 18.) nngezeit;t ili,
bririgt i n dielc k ,inere Ei(eiifiaiiger1, die xilit dell1
IIaulltleiter i n VcrLindiinS fialieii uxid uml'clliittct lie
,
,
,
c
454 3
niit Kohlen, Das En& des Hauptleiters mufs Gcll
auf jeden Fa11 i n ein grd'seres L o c h renken, dafelbfi
i n mehrera Zweige zcrtheilen und m i t Backofenkohlen oder I'onfi vorher ausgegliihten Kohleii bedeckt
werden.
Iin Allgemeinen mi& man die KanYle fiir einen
Ableiter in der feiichteficn Umgebung des GebYiides
anlcsen, folglich dazu die nicdrisfien Stcllen w d i l e n
itnd die AcgenwalTer dnriiber leiten, dillnit fie fidi
i n einem befinndigen Zufiaiid von Feuclitiskeit befinden. M a n kann nicht genug Vorficlit anwenden, uin
dem Blitz einen fchnellen Abfliifs in denBoden ziiverIcliaffcn, denn von diefern Umfiilnd wird haiiptl'zchlicli die Wirkfamkeit der Blitzableiter bedingt.
D i e Eifcnfiangen, aus welchen der eigentliclie Ableiter gebildet ifi, bietun v e r m i j p ihrer Steifigkeit, einige Scliwierigkeiten dar fie den Uiririflen eines Gebzudes anzupaITen, u n d deslialb hat nian erdaclit,
lie durch Metalldrahte zu erfetzen, welclie, aulier
ilirer Bieghmkeit noch den Vortheil Iiaben, dais
die Anfitze vermieden werden uiid eine T r e n n u n g
des ZuTammenhan~es weniger rnijglich ifi. Man
vereiiiigt dazu 15 Eifenfaden zu einer Litze u n d bildet
aus 4 dergleichen Litzen ein Seil, melches alsdann
einel1 Durclimellkr yon 16 bis 18 Millimeter ( 7 his 8
L i n i e n ) befitzt. Urn feiner Zerfisrung durch Liift
und Feuclitigkeit zuvorzukommen, ifi jede Litze Setrennt mit TJieer befirichcn und das Seil iiberdiefs
no& m i t vielem Fleil's. PIIan befefiigt dieIes alsdann
an der AuffanSfianSe eben To, wie den, aus einer Eil e I l f i m ~ cverfertigten, Ableiter, d h. niiln z w ~ n g tilin
mit ei!iein Bolzen h h r fefi zwifchen die beiden Oh-
,
,
,
ren des Hdlsbandes B (Fig. 1 5 . j ~welclie h i e z u eiii
wenig holil gemacht, w i d an einigen Pnnkteii niit
Staclieln bef'etzt find, damit Gc das Seil defio bcfI'er
nm~clilief'sennnd zuriicklialten. D i e Kranipcil welche das Seil auf dem Daclie tragcn, fiiid ziir Aufnzlim e derelben a m E n d e , fintt der Gabel, mit eincm
Rins verlelien. Zwei Meter (6 Ful's) oberlialb des
Bodens, vereinigt mnn das Seil mit einer StanSe von
15 bis 25 Millimeter ( G bis 9 L i n i e n ) im Qiiadrnt,
.worin fich d e r l e i t e r endigt, wie nian es i n C (FiS. 16.)
fielit, denn das Scil wiirdc im h d e n f'elir bald zerfiijrt feyn. Man verficliert, d z k derglcichen Seile,
wzlirend eines Zeitranrns von 30 Jahren kcine Versnderiingcn erlitten liaben. Da indel's die wol11 z&mmengefiigten E i h f i a n g e n , unfireilig vie1 weniger zcrfiijrbar find, To ratlien wir dennocli diefen, fo vie1 Iyie
mGglicli, den Vorziig zii geben. W e n n die Oertlichkeiten nijtliigen , Seile anznwenden fo k a i i n man
Kupfer - oder Meffin&all t nchrnen, welclier \yen ip
ZerfiBrbar ifi mid zugIeici TeeIir giit leitet weslialb
man den Seileii alsdann niir einen Durclirnellkr y o n
16 iMillinieter (6 Linien) zu p b e n brauclit. Vor Allern kannen die Metallf'cile bei Glockenthiirmen w e gen der Leiclitigkeit mit der man fie anbringen kann,
yon grofsem Xutzen f'eyn.
W e n n das GebSude, wolches man mit einem
Blitzableiter verfieht etwas bctraclitliclie Metallrndfen entlidt wic Blciplatten, welche die Firfi u n d die
&nten des Daclies bedeckeii metallne Daclirinnen,
iini die Fefiigkeit einzelner Tlieilei
l a n ~ EilenDanSen
e
des Gebaiides ZLI e r l i d i e ~ i- f o ifi es nijtliig fie alle
niit dem Ableiter in Verbindung zu f'etzen; z u wel-
,
,
,
,
,
f 456 1
cliem Zweck indelb Stangen van 8 Millimeter (5 Linien ) Seitc, oder Eil’cndrrtlito yon gleicliem Ditrclime&r Iiinrcicliend find.
W e n n dicfa Vereinigung
iiiclit Statt findet, mid der Leiter i r p n d w o in Linerii
ZUfa’am~~iedi~ngC
unterbroclien ifi oder mit dem Boden i n keincr liinreichend frcien Verbindung fielit,
lo ill cs niGglicIi, dafs dcr Blitz, m i t Zerfclirnettcrung
Jes Ableilers, ficli auf einige diefer metallil‘clien Tlleilo
wirft. Melirere UngliiclisDllc find diircli dieren Umfiaiicl vcranlafst wovon w i r zu Anfang dicl‘er Anleitnng einise Beifpiele aiigcfiilirt liaben *I.
,
Blitzableiter f i r K i r c l i e n .
Dcr Hlitzableiter, von dem wir fo cbcn das Nah e r c fciner Einrichtung angcgeben liabcii u n d J a b e i
ziim Vorbiltle dicnte, ill auf jcgliche Art von Gchnnden, als aiif Thiirnie (anx tonrs, aiix clochers), Kuppeln,
,
Kirclien rnit geringen Abrnderunsen nnwendbar.
Aiif einem fi‘tumpfen Tliurme, muCs fich dcr Elitzablciter, zii 5 bis 8 M c t c r (15 bis 2 1 Furs) c r l i e h n ,
je nacli der Gr;ifse feiries Plattdaclics; 5 Mcter reiclicii
l i i n , fiir die klcinfieii, u n d 8 fiir dic griiklen. Da
Ruppeln iind Glockentliiirrne, pv6IlnlicIi 3ic l)enaclibartcn Gebaitde fehr belierrl’clien, fo zielit eiii
Ableiter auf ilircr Spitze, daraus den grofsen Vortlieif,
dars fich rein Einflufs weit i n die Ferne erllreckt, imd
man hat daher zu i1irerBefcliiitziing nicIit no’thig ihni
*) Mehrere Einzelnheiten in der Verfertigung der Blitzableitcr,
verdanken wir Hr. fil e r o t , einem gercliickten Verfertiger derfelben, welcher auf uiifer Anfuclien , uns mit Eifcr die Ergeb:
iiilTe feitier Erfaliruiig mitgetheilt hat.
[ 437
1
eino folche H&e zii geben, als bci GebPiiden mit cirihr ausgedolinten Dache. Auf dcr andern Seitc,
mi& nian aiicli fclioii bei der Gnniiigliclikeit Stangeii
Y o n 7 bis 8 iMeter (21 bis 2 4 Furs) aiif Kuppeln u n d
GIocIiciitIiiirriien oline betrricIit.licllen Kofieiiaufivand
zu befefiigen auf Anbringung fo’olcber Dinienfionen
Verzicht Icificn. Wir ratllen dalier far diele GebBude, imd vor Allen fiir die, deren Gipfel einen lcliwier i s c n Zusniig gertatteii diinnc Aiiffangfiangen aiizuwenden, die ficli niir bis zli 1 oder P Ill‘cter ( 5 bis G
1-’ufsj) iibcr die Kreuzc crIieben, wcIc1ic lie begrsnzeri.
Da diere Stnngcn alsdanii
leicht h i d , Co kaiin n i m
fie ohnc Unilisndc aiif den Kopf cler Krcuze dancrlraft
befefiiscn olinc d d s die Form dicCer Jctztercn auf die
Lyiisc dadurcll vcraiidert n n d die Bewegmig d e r
Windfalinen melche fie meifientlleils tragen gehindert wiirde.
Wir glnulen IelbIi, dal‘s man die AufTangTtangen
aiif Xiiippclii uiid GJockentlliirmen @nZliCh fortInKcn
kann, mcnn dcrcn E r r i c l i t u n ~daf’elbi’t niit lero;ndcren
Sclirvierigkciten vcrkliiipft w3rc. ES mird z u r Siclieriing dierer G e b h d e gcgerl dic Angriffe dcr Blitze hinreichcn, eiiie irinige Verbinduns zwif‘clicn dem Ful5
eincs jeden Krcuzcs 1iiid dcm Boden zii erriclitcn,
gleich a h w c n n fiu mit ciner Aufr”;lngfianse verl&cn
Jind. Diefc Anwendung, welche nur wenig koRfpielig ifi nnd dabci cine grolse Sicllcrheit gewiilirt, wiirtlc vor allem auf Glockentliiirme klciner Lartdgemeinell anwelidbar fcyn.
Die Fig. 25. fiellt einen Glockentliurm ohne Auff;ln&nge dar, deITen Kreuz durcli eincn yon feinuni
Vitfse aLt@lctlden AlJeiter niit d e i ~Uodexi in Veriiem
,
,
,
,
,
,
,
,
r
4%
b i n d u n g fielit; a h Fipir 24. zeigt eineri Glockenthurm, vcrfehen mit der auf reinem Kreuzc befcfiigt e n Atiffan gfian Se.
W a s die Kirclieii betriITt7 Belche niclit ilurcli
den Blitzableiter ilirer Glockentliiirme befchiitzt find,
fo ill es niitliig diefelben rnit Ahffangftangen yon 5 bis
8 Meter (15 bis 24 Fiifs) Hiihe ZLZ verfchen, Yhiilicli
denel' welche fur abgeplattete Gebrude bel'clirieben
wurden *I:
Blitzableiter f i r Pulvermagazine and Pulverrniihlen.
D i e Confiruction d e r Blitzableiter fiir Pdverrna:
gazine u n d Piilvermiililen weiclit i m WeCentliclicn
niclit von derjcnigen a h , welche als Mnlier fiir alle
Arten Gebniide fclion geseben ward; man hat niir die
AdnierkCamkeit zu verdoppeln 9 d a b der ZiiCamme~lh a n g aiicli &lit irn Gcringfien unterbroclien ley,
tmd m u 6 iibdrdiefs nichts fparen iim zivifclien der
Auffaiighnge u n d dem Boden die Verbindnng 10 inn i g wie miiglicli zu machen. Da j c d e Unterbrechang
des Zularnnienhanges, zu eincrn 1:unken Aiilafs giebt;
To kann dadnrch der Pulverliaub entziitidet werden
welchcr im Innern diefer Gebaude Iierumfliegt u n d
licli iiberall abletzt, auch logar aufserlidb derlelben an-
*)
Die Figur 25. fiellt die mit Luxus verfertigte AriffangnangC
cine8 Blitzableitcrs dar, wie man fie auf einigen Gebzudcd
errichtet; fie trlgt cine WetterfaEne in Form cines Pfeilr, die
f i c h , urn ihre Rewegung fanfter zu machen, auf Steinen
( g n h s ) bewegt und.die Richtung des Windes mittelft feller,
nach N. S. 0. u. W. gericbteter Stllbchen anzeigt. Am Fufie
derfelben befindct fich o h Unterfatz yon Kupfer, dcffen Form
WillkUhrlich in.
I 439 1
zntreffcn ifi, I d dns Feller bis ziim Pnlver relbfi
ficli fortpflanzen. Ans diefern Grnnde ift es
der Vorlicht gemrfs, die AdfanSfinn,;en, nicht auf
d e n GebUuden felbfi zu errichten, foxidern auf hfafibsnmcn, welclie u n i 9 bis 3 M e t e r (Fig. 26.) von
denifelben entfcrnt h i d . Es reicfit liin den Auffangl i a n ~ e neine Lengc von z Meter zu geben; aher die
M;Ifib;inme m i i h n einc l'olche HGlie erlialten, dafs fie
mit ilirer Spitze, iiber die GebSitde mindeftens urn 4
bis 5 hleter Iiervorragcn. M a n tliltt auch fclir ~ o l i l
die Ableiter zu vervielffiltigen, wie cs l'onfi nicht iiberall gefcliieht, dn hier dic UnSliicksfdle am fcIircckliclificn h i d . W c r i n das MoSazin ficli l'elir erliebt,
z. H. als Tliiirin
fo wiirde die Erriclitung der
Mafibsumo mit Schwierigkeiten u n d grofsen Kofien
verliiiiipft Ceyn, n r i i ilinen hinliiiigliche Feftigkeit z u
gebcn. M a n b c p i i s t ficli in diel'cni Fall, das Gebaud c , oline Auffangliange, mit eincm doppelten ALlcid
t c r AHC (Fig. 2 7 . ) zu vcrfehcn, welchen man alsdann von Kiipfcr rnaclien kann.
Dicfcr Ableiter, dcKen W i r k u n S e n I;ch niclit
i h c r das Gcbgude Iiinans erlireckcn, kann den Elitz
iiiclit ;tiis der r'erne anzieheri; llat abcr dcniiocli den
Vortlicil, dafs cr d a s Gekiade, wenn es getroffen wird,
g c p i denttii h g Y i & iiciiert; lo dal's dicjeniden, welclie die Ulitzablcitcr iii der M e i n u n g verwerfen, als
befiimmten fie den Blitz auf ein Gebrude zu fidlcn,
welches cr, ohne dieldben verfcliont haben wiirde,
gcSen die fo eben angegebene Einriclitung, keinen 6Cgriindeten E i n w n r f machcn kiinnen. Auf Bhnliclie
Art kanii man jedes gcw6hnliche Magazin iind jedes
,
,
Aoml.d.I'h~TrL.B . 7 7 b S t . 4 . J. IYab.Str&
Gi3
c
440 3
nndre Gebznde (Fig. 28.) gegen den Blitz bewaff~ien.
I n Ermangelung von Blitzableitern, f'&itzen anch
holie Bzunie, ein Gebaitde vor den1 IJlitzlirahl, wenn
diere, in einem Abftande von 5 bis 6 Metern, dafklbe
unigeben.
B l i t z a b l e i t e r fdr Schiffe.
Far ein Schiff (Fig. 29.) befchrkillkt fich die Anffangfiange auf den kupfcrnen Tlieil 8 6 (Fig. 4.1, welclier bci den1 Nornialableiter belclirieben ward. Dich
Stangc ifi auf einen runden EiLnfiab CU (Fig. 50.) gerchroben, welclier i n die Endl'pitze I der B r a i n h n g e
eintritt und eine Windfaline trLiSt. Mit den1 Fufse
dieles Eirenfiabcs ifi ein andcrcr .+Z@ vcrbunden, melclier kings des h'lafies hinnbgel~t u n d Gcli in einen
H a k e n oder Ring, Q, endigt, der zur Aufnalinie des
Ablciters befiimnit ifi. Letzterer befielit ~ L I Scinenl
Metalll'eil, welclies von Abfiand 211 Abfiand Jnrch
eiu Tauwcrk g~ (Fig. '9.1 getragen wird, und 11aclidem es diirch einen an der Strickwand befcfiigteil
Ring geleitet ifi, m i t einer Mctallfiange odcr Mctallplatte vereinigt wird, die mit dem Kiupferbefclilag des
Scliiffce in Verbindung fielit. Auf Scliiffen von geringer LHnge, errichtet man gewijiinlicli nur eiiien
Ableiter am Srofsen &Tart ; auf anderen liingegen nocli
einen zweiten am Fockniafi. Die F i p r 29 kaiin gleiclier Gefialt den einen oder den andern M a l t vorfiellen dn die Blitzab!eiter m i f dinen gniiz nacli gleiclier
Art errichtet werden.
Allgemeine Anordnung der Blitzableiter auf einem Gsbiuds.
Der Erfahrung n a c h , ninimt man a n y d a b ein
Blitzableiter eineii kreisfiirniigen Raum, delTeii Radins
I
441 J
doppelt l'o Ian6 iIt a h die Auffniigfiange, nocli kraftig
gegen den Clitz l'cliiitze. Diel'er Rcgel ziifolge, wiirde
e i n Gebzude yon 20 M e t e r (GO FuG) i n L ~ n g eoder in
Quadrat, ziir Vertlieidigiing niir eiiier ciiizigen Anffangliange bediirfeii, V O I I 5 bis 6 Meter (15 bis 18 Fill's)
Hdie und erriclitet a a f der Alitte leilies Daclics (Fig.
14 u. 1 7 ) . In Figur 17 befielit dcr ALlciter oiis eiiiciii
Mctalll'eil.
Ein Gcb;iude voii 40 M e t e r (1 20 Furs) wiirde, derM b c n Regel n a c h dnrch cinc ~ u f f a n g r f a n g cvon 10
M c t e r (30 F d s ) gtl'cliiiizt f c y n , lint1 wirklich crricltt e t nian fie a u c h voii eiiicr I'olclieii H-Iahe; es verdient
iiidefs den vorziig, fiatt eincr cinzigeii folcheii Stangc
inclirere von 5 bis G Meter (15 Lis 18 FnTs) Liiiigc zii
erriclitcil und fie auf cinc l'olclic A r t ailzubriiigen
dafs der Rauni nm fie h e r , iiberall gleichm~fsit; geI'cliiitzt Icy. M a n gelangt liiczii, wenn man jedeii 10
M e t e r (30 F a 6 ) weit von den Eiiden des Gebrudes
anbringt wodurcli fie folglich urn 50 Meter (Go Fiifs;;)
von einnnder eiitfernt bleilien (Fig. 18). Fur 3 oder
inelirere Blitznbleitcr befolgt m a n die niimliche Iiegel.
Die Blitzableiter auf Tliiirnien aller Art nliiKc11,
wcgcii ilirer grol'sen Erliebung, vie1 weitcr i n dic Fcrrie wirkeii, als die niedrig gclegenen ; wird aber diefe
\T7irkuiig licli, \vie maii f ~ Auffangfiangen
r
von !j bis
1 0 3 I e t e r nnnimnit, bis aiif einen Abfitand ausdelinen,
dcr doppelt To grofs ifi als die Erliijliiin~ilircr Spitze
i i l e r die i~ingebendenGcbsitde? Es ifi ZIi6gliCl1, dafs
diere fich noch wciter erfirickt; da aber die Erfaliriing iii dierer Iiinficlit iiocli niclits gelelirt liat , ifi
es gcrathen , die Kirclicn ebeiif;ill~im i t B1itzableitt.1.n
'LU verfelieii, niit Jcr Aiiiialiine, dal's die. ilircr TliiirG s -3
,
t
442 3
,
me nur einen Raum mit Wirkfanikeit fchiitzen defIkn Radius gleicli ill, der Hiihe derfelben iiber der
Firfi des Daches. M i t h i n wird der Blitzableiter eiiies
Glockenthurmes, der Iicli urn 30 Meter iiber das Dach
einer Kirche erhebt, diefe nur bis auf 30 Mete? vori
der Aclife des Thurnles a b , befchiitzen, iind wtnn
das Dach ficli weiter Jiinaiisdehnt, To ill es n6thig,
daranf eiiien Blitzableiter zu errichten nach der Vorfclirift, die zuvor fiir erhabene Gebsude gegeben ward
(Fig. i g 11. 20).
,
Allgemelne Anordnnng der elgentlichen Ableiter der WetterRangen.
Obgleich wir fclion mehrere Mnl anf die Beding u n s gcdrungen haben einc felir genaue Verbinduns
zwif'clieii der Auffaiigfiange u n d dcm Boden ZZI erricliteii To vefanlarst uns doch ihre WichtiSkcit,
noclimals auf lie ziiriick zn komrnen. Diefe Bedingnng ili urn l'o unerl;ifsliclier, da iiicht allein die Blitznblciter durch deren Kicliterfiilluii~ vie1 von ihrcr
Wirkfamkeit verlieren, Coiidern auch fogar gefihrlich werden iiidem fie dcn Blitz nuf fich zieheii, o h tle vermijgend zu feyn ilin i n den Boden zu leiten.
Die andern Bedinglingen, WOVOA u n s nocli zu f'prechen iibrig bleibt, find ohne Zweifel ininder wel'entlich verdienen aber deCCeiiungeaclitet d a b man fie
beriicklichtige.
M a n mufs den Elitz von der Spitze des Ablciters
rtets auf d e m miiglichfi kiirzerten W e S e Zuni Boden
iiberfiihren.
W e i i n alfo 2 Auffangfiangen auf eiiiem Gebaitdo
errichtet, u n d wie es hinliinglicl~ifi, mit einem gemeinfchaftlichen Ableiter verfeheh find To h a t man,
,
,
,
,
,
,
I 445 1
dielkrn Grundfatz ziifolge, die Tlieile des letzteren,
welche niclit gemeinlcliaftlicli L y n k6niien , auf einem Punkte des Daclies zit vereinigen, cx- von jeder
A u f f n n g f i a i ~ ~glcich
e
entfernt ifi; voii diefeni Punktc
aus gicbt.maii den beiden Auffanghngen , eincn Eilcnfinb ztim Ableiter der die namlicIien Dinienlioneii
bciitzt wie bei ciucr Auffmgftaiige (Fig. 18 und 19).
Uci 5 Wcttcrftaligen auf einem GebSLtde, ifi cs
gcratlien, ilinen a Alleiter zu geben (Fig. 2 0 ) . hi
Allgemeiiien erfordert jedes Paar von A u f f a n ~ f i a i l g a ~ ,
L i n e n befondern Ableiter.
W i e grofs ancli die Zahl der, an einem Gebaudc
erricliteten Elitzableiter feyn mas, fa macht mail dennocli i h r e Miirkung urn vieles ficlierer, wenn i n a n
die FiiLe aller Auffangltanpn , mittelfi Eifenkibe von
dcr Dimenfion der Ableiter, niit einander i n innige
Vcrbindung brsingt (Fig. 20. 2 1 11. 2 2 ) .
W e n i i die Oertliclikcitcn es gefiatten, To errichte
man dio Ableiter auf dcnjenigen Mauern des Gebiudes, w e l c h der Gegcnd zugewandt find, von welclier h e r die Gowitter eines Ortes am li~ufiglien
koninien.
D e n n da diel'c M a u e r n , nls ain 1i;iufisl i e n der DurclinaKung VORI Hegen ausgcfetzt, w e se n
dcr fie bedcckcndcii diiiinen Scliiclit WaITers, Leiter
werden, obgleicli i n eiilem unvollkomrnneren Grade i
lo wZre eb miiglicli, dal's der Blitz den rnetallenen
Ableiter verliel'se, iind Iicli onf dicfe benetzte E'liclie
wiirfe, vor dlcIIi, wenn erfterer niclit i n y u a i i e r Vcrbilldung niit deni Bodcn ftiunde. Ein andcreo Beweg6riIIld liicrzu ifi der, dafs die Riclitung des Blitzes
durcli die des R e p i i s bedingt werdeii kiinnte, u n d
dafs uberdiefs die durcli&te Flache, als Leiter dem
,
,
c
444 1
Ulitz vor d c r W c t t e r h n , o e den VorzuS zn geben verrn6clite. Vor allem ifi diefe Bemerkaiis bei hohen
T h i i r m e n voii W i c h t i s k e i t und darf dealialb hier
nie unberiickfichtigt bleiben,
,
Beobachtungen iiber die WirkfarnLeit der Blitzableiter.
E i n e funfziSjslirige Erfahruns iiber die W i r k famkeit d e r Blitzableiter, hat gezeigt, dafs w e n n fie
m i t erforderliclier Sorgfalt verfertigt find, die GebSud e , a n f welclieii m a n fie erriclitet h a t , wirklicli vor
den W i r l t u n ~ c ndcs Blitzes bewaliret werden. In den
Vereiiiigten Staaten voii Kord -Anierika, wo die Gewitter vie1 l i ~ a f g e riind fnrclitbnrer a h i n Europa
find, ili illre A n w e i i d ~ i nfclir
~
ollgemcin geworden.
Uiiter der grofseii Zihl voii Gebanden, welche dafelbfi
von dem Blitze getroffen wurden, ztihlt m a n kaum
zwei
, die Iiiclit
dnrcli Ableiter gegen deITen Angriffe
vrillig in Siclicrlieit gefiellt wzren. Jederrnaiin weifs,
dafs dcr Blitz vorzugsweilk die rnetalliklien T h e i l e
eines Gebsudcs trifft, u n d diefe Thatfache ollein beweifi die W i r k l h m k e i t der Blitzableiter, welche j a
weiter niclits find, als Metallfiangen, die nach der,
durcli T h e o r i e niid ErfaIirunS erlansten Kenntnil's
iiber die elektrifclie LVaterie, an1 zweckniil'sigficn angeordriet wurden. D i e Purclit, dafs der Blitz ficli 1 1 ~ 1 1 fiser auf die niit fllitzableiterii verrelieiien Gebviide
werfe, ili u n g c ~ r i i n d e t ,denri die \'VirltunS diefer erfireclct fich auf cine zu kleine Entfernuiig, als daf;
man glaiiljen kijniite, fic bcfiinimten den ails eirier
W o l k c niisfalireiidm Elitz, ilnf den 0 r t Z L I fallen, \YO
fie erriclitet liiid. Es Cclirirlt vielrnclir d u r c l i Erfalir i i n s ge\vil's zu feyn dal's die Gcbriide iiacli ihrer Ar-
,
I 4i5 I
m i n i n g rnit Blitzableitern, niclit afterer vom Elitzc
getroffen werden QIS vorlier. Uebertliel's wiirde die
Eigenf'cliaft der IXtzableiter den Ulitz hYi1figer anzuzieheri, zugleicli die dcr rnliigcn Ableitung i n den
Boden voraiisl'crzen, und yon da an weiter keine
Lhlinime F o l ~ efur dio Sicherlieit der Gebaiide erfololgen.
W i r liaben den Cebrauch der Spitzen fur die
AnffangfianSeii enipfolilen , weil lie vor den, a n dcn
Enden blol's zuserundeten Stangen den Vortlieil hab e n , d a L fie iuiter den1 Einflul's einer Gewitterwolke, cincn beikindigen Stroiii elektrilclier Matcric, v o n
entgegeiigel'etzter Xatur init dicl'er in die Luft Cmden,
welclier Iicli malirfcheirilic~ig e p n die W o l k c richtet,
und did% ziim Tlicil neutralifirt. Dief'er Vortlieil ifi
keineswe~sg a m zn ver~~acllltiCli~er~,
denn es reicl it
hin , die Kraft der Spitzen u n d die von Cliarles und
dc Iioinas mit dem Draclien nnter der Gewitterwolke,
aiigeltellten Verf'iiclie, zu keniien , urn uberzengt zii
r e p , daf's wenn i i i a i i tlie BlitLableiter mit Snitzeii
vervielfiltigte uiid auf erliabenen Ortcn erriclitcte fie
wir1;licll die elektrilche Matcric der W o l k e n und die
Za1i1 der z u r Oberflaclie der E r d e gericliteten Ulitzo
verringern wiirden.
Indel's n i d s man niclit Slnuhexx, d a b , weil die
131i t zaL 1vi t de II eb c I I c r \Y31i i i ten Vo rz iig ci 11 b Like n
wenn ilire Spilzeii durcli dcn 13Iitz odzr irgoiid cine
andere UrLclie nb~efiumpftfind, dals diere dzdurcli
ancli ziigleich ilire W i r k l i m k c i t , GeLZude zn lcliiizzeii , vrrlit.reti. Der Doktor Ii i t t e xi 11 o : I r e erz.ilil1,
dal; e r 7 ~ i i t t e l l i einvs Spic~cltelesI;ops, Llir ort d i e
Blitzablcitcr ixi Pliil~delpliia, welche ddelbli i n Ic-
,
,
,
Lbr
,
I 446 I
triichtlicher Zahl vorlianden find, der Reihe nach unterlncllt, uiid viele angetroffen habe, dereii Spitzen
gefchrnolzen waren ; obgleich er niemals i n Erfahrung
braclite, dafs die I-Iaufer vom Blitze getroffen worden
waren, feitdem deren Ableiter a n den Spitzen eine
Schmelzung erlitten. Diefs wiirde mit der Zeit bei
einigen geivils nicht ausgeblieben feyn wenn der e n Ableiter nicht unausgefetzt i h r e Fiinktion wohl
aiisgerichtet hatten ; denn man meifs durch zahlreiche
Beobachtungen dafs der Blitz n&t Ielten tvieaerholt a n einem und deml'elben Ort ainCchlUSt.
,
Zufatz des Hernusget. Indem ich hier dew
deutlchen Publikum eine f u r Frankreich befiimmte
Verordnung m r Errichtung der Blitzableiter iibergeb e , glauLe ich, theilt daITelbe mit m i r die Meinnng,
dafs wir gerade in didern Zweige der phyfikalifchen
Literatiir , des Auslandes niclit bediirfen. Die Schriften unferer Landsleute linter welchen icli nur die,
des hochverdienten R e i m a r u s nennen will, der fali
ein lialbes Jahrhundert dielem Gegenfiande lehte, enthalten gewifs, was hier das wichtigfie Element iR, einen folchen Schatz gereifter Erfahrung u n d die Vorlchriften find fur das Allgemeine fo deutlich und beftimmt, dafs bei den einfachen SHtzen der Elektricitatslehre, welche zum Grunde l i e p i , ein Jeder fur
den belondern Fall das Erforderlicho daraus eiitnelim e n kann, und es gewiCs nicht fchwer fiele, falls es
verlangt wiirde einen vollfi'trndigen Codex fur Blitzableiter - Anlegung darnacli zu~amrnenzufefzen.
Indefs bei Gegenfitinden dieler A r t , wo es Gch
uni Siclierfiellung der hijclilten Giiter dea Menlclieii
,
,
r
liandelt
441 I
, kann sewifs eine vielreitige Betraclitiing nur
Vortlieil gewtihren, aucli I'cltifi wenn lie I'clion Bekanntes cinMil6ll;: ; dariim 1iielt icli die Aiifiidtrne
dcr obigen Untepweil'ung niclit iiberfliirfig und gab Ge
uiiverkiirzt u m Cowolil detn LeCer welcliern keiiie
weiteren literaril'clien Hiiifsrnittcl eu Gebotc f i o l i ~ ' 1 1 ,
ein gefclilofTenes G a m e zu iiberliefern, 01s aiicli d u i i
iibriscii die vollkindigen Data zum Vergleicli niit d e n
Scliriften von Hemmer, v. H a u c h , Reimarus, Eytelwein, Bijckniann, Imliof, Giittle, v. Unterbergor etc.
a n die Hand z u geben.
Das Original fordert a m Sclllu[To, allc Ortsobrigkeiten auf, gcnaiicn Rcriclit iiber die Blitzl'chlitp abzidtaiten, welche Gch an don m i t Ableitern vcrl&Iiencii Gebtiiiden ereignen. E3 enipfiehlt diel'e Beobaclitiillsen dringeiid, weil lie Cowofil ouf wahrliaftc VcrLeKtriuigeri leiten, als ~ L I C ~den
I
iiutzen des einfac1ic.n
Scliutzinittels iiiinier lilarer vor Augen legen, uiid ;Ldditrclt feiiic EiiifiiliruiiS verallgenieinerri. Fiir i)eutl'c],lalid, w o es kcineswegs a n l'orgfdtiC;en BeoLaclitiingerl
Jicl'cr Art gebriclit *), maclitu daraus die Regc1 i1ieI ' x i i , in derii bisherigeii Eiier niclit zu erkaltcii.
,
*) Uiiter andern Aniial. d. PhyL Bd. jc.
,
S. 341.
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