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Anwendung der Ueberchlorsure als Mittel Kali und Natron frei oder an Suren gebunden von einander zu unterscheiden und zu trennen; berchlorsaure Salze.

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X. Anwcndung der Ueberchlorstiure, ah Mittd
K d i unJ Natron, Jrei o h an Saurun gebunden, von einander zu unterscheiden urtJ
zu trenrren; iiberchlorsaure Salzc;
@on Hm. S e r u l l a s .
(Am. de
china. d de phys.
T. XLVL p. B7.1
B e i m Verfolge meiner Untersuchungen iiber die bisher
no& nicht studirten S a k e der Ueberchlorstiure, wurclc
meine Aufmerksamkeit besonders erregt durrh den selir
betrkhtlichen Unterscbied zwischeii der bslichkeit dcs
Kali- und des Natronsalzes. Das erstere erfordert bci
1 5 O C. das 63fache Gewicht an Wasser zu seiner L&
sung, wihend das letztere sehr zerlliefslich, also selir lib
lich in Wasser bt, ja sogar in Alkohol von 40° B.
Die MOgliclikeit, in derselben Fliissigkeit ein selir
wenig lbsliahes Kalisalz und ein ungemein ljhliches Natronsalz btnrorzubriogen, schien mir ein vortheilbafies Mittei zur Unterscheidung und selbst zur Trenaung des Kali's w m . Natron h u b i e t e n . Bekanntlich erfiillt dns
Chbrplrtin, was die Unlerscheidung dea Kali vom Natroa betrim, seinen Zweck sehr wohl; a k i n die Trcnnnng durch dieses Mittel erfordert Vorsichtsmaalsregeln
und Vorbereitungen, welche nicht immer leicht die Er.reichung emee strengen Hesultats erlauben. Weinslure
in Ueberschufs zu einex concentrirten Usueg voa Kalisalzen gtseetzt, zeigt zwar die Anweseaheit dieses Alkali's
durch FBlung von g&ildctem Weinstein an, alleh diese
in einigen FPllen so ntitzliche Probe kfst alles zu wiinschen fibrig, wenn zugleich Natron zngegea ist. Von der
kieselhaltigen FlufssPure will ich gar nicht reden, da diese
Natron und Kali gleichmsfsig f9lk.
SchUttet man Ueberchlonaure tropfenweise in eine
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gemischte L6snng von Kali und Nafron, so bildet sich
augenblicklich, o h datS gerade die L6sang concentrirt
zu seyn braucht, was jedoch besser ist, ein Niederschlag
von tiberchlormurem Kali. Das iiberchlorsaure Nabon,
oder, wenn man die S u r e nicht in Uebmsehuh hinzuthut, das Natron, bleibt in der Fhssigkeit, and kann
durch starken Alkohol, der die no& darin geblicbene
kleine Menge Uberchlorsaarea K S s Mt,von dieser getrennt werden.
Eine Lthuog van UberchIorsaurear Natren, m wed
cher man v d c b t i g Kdi himusetat, giebt augenMicklich
einen Niederscblag van Ubercblonwrem Kali; des Natron wird fiei und kann ruch hier d u r d Alkohol abgeschiedcn werdea.
Aus der grolsen Verschiedenheit m der LtkIichkeit
des tiberchlorsauren Kdi's und anderer Kafisahe, ist
lciclit zu ersehen. aazS man in einer Salzlikmg die
Gegenwart des mit h g e d einer SBure verbamdenen Kali's scliuelt mittelst Ueberchlorsiiure durek den 'entstehenden Niedersehlag entdecken werde, de mif dem etwa
glcichzeitig rorhaudenen Natron kein salcber N i e d e d a g
erfolgt.
Die Probe wurde gemacht mit uchwefelsanremc salpetenaurem, chlorsaurern nnd bromsaurem Kali,mit CBlor-,
Brom- und Jod-Kalium, und mit Alaun, In allen diesen
Lbsungen bracbte die kleinste Menge von Ueberchlors h r e einen Niedersdag von liberchlorsaurem Kali hervor; die Schwefel-, Salpeter-, Chlor-, Brm-, Cblorwasserstoff- n. 8. w. S u r e wurden entbuoden, und konnten
durch Alkohol abgeschieden werden.
Joiikalium mit Ueberchlorsgure bebandelt, brbt sich
in Folge der Zersetzung der fieigewordenen JodwasserstoffsBure immer mehr und mehr gelb. Chlor- und BromKalium bleiben dabei farblos.
I)iefs Verfahren, welches bei Analysen anwendbar
s c p konnte, bidet den doppelten Vorlbeil dar, dab man
‘294
die gleichzeitige Gegenwart von Natron und Kali darthun und zugleich die mit letzterer Base vcrbunden gewesene Saure erlrennen uud durch Alkohol abscheiden
kann,
Mrih siebt ferner, wie vortheilbaft die Anwendung
dea iibcrchlorsauren Bnryt und tiberclilorsauren Silberoxyds (die beide sehr liislich sind) in dem Falle ist, dafs
das Natron .und Kali mit Schwefelshre oder Chlorwas
serstoffsaiire verbunden sind, weil man in beiden Fallen
einerseits mittelst Alkohol durchaus alles iiberchlorsaure
Natron in fltissiger Form, und andererseits durchaus alles
iibercblorsaure Kali nebst allem scbwefclsauren Baryt und
Cblorsilber in fester Gestalt abscheiden uiid aus letzterem Gemenge das Kalisalz durch heifses ,Wasser aus
ziehen kann.
Es ist mir mit selir grofser Annahcriing gelungen,
gewogene Gemeuge von einigeii Granen zu trennen.
Was das Chiomatrium und Chlorkalium betrifft, so
kann man, da man das iiberchlorsaure SiIbcroxyd bis zur
Aufliiirung der Fsllung hinzusetzen mufs, ohne Nachtbeil
diesen Punkt iibcrschreiten. Man bringt dann das gebildele Cldorsilber auf ein Filtrum, und wascht es mit heiLem Wasser. Die Flussigkeiten, in denen sich das iiberchlorsaure Kali uud Natron, nebst dem Ueberscbufs des
iiberchlorsauren Silberoxyds, befiuden, dampft man zur
Trockne, and zieht aus dem Riickstand, ohna ihn zu
gluben, mittelst starken Alkohols das tiberchlorsaure Natron und Silberoxyd aus, iiltrirt das tiberchlorsaiire Kali
ab, dampft die Losung zur Trockne, und gliiht den Ruckstand. Dieser besteht dann ails Cblornatrium und Chlorsilber, die durch Wasser leicbt zu trennen sind. Uas
abfiltrirte Kalisalz wird ebenfalls geglUht, wo es dann
Chlorkalium zuriickl8fkt; auch kann man die Menge des
Chlorkaliums aus dein erhaltenen tiberchlorsauren Kali
berecbnen.
Bei Gemengen von schwefelsaureu Kali und Natron
295
ist die Anwendung des tiberchlonauren Barpts gleichfalh
vorgezeichnet.
Da es bequemer ist, nicht an eine gerade genaue Zersetzung gebonden zu seyn, so fugt man das Barytsalz in
Ueberschufs binzu. Das uberchlorsaure Kali wird wie
vorhin diirch Alkoliol abgeschieden. Die alkoholisclie
L6sung, wclche das Qberclilorsaurc Natron und den 1Jeberechiifs des iiberchlorsauren Baryts enthalt, wird zur Trockne
verdampft, der Rackstand in Wasser geliist, und der Baryt durch Schmefelsiiiire gefiillt. lu der filtrirten Fliissigkeit bleibt das scliwefelsaure Natron, welches man durch
Gliihen von dem etwaigen UeberschuCs von Schwefelslure
befreien kann.
Ails dem Obigen sielit man:
1) Dab die Ueberchlorsaure, .was man schon ungebihr uvufste, mit Kali ein sehr wenig ltkliches Snlz bildet, das, bei der Temperatur
15" C., dar 65fache seines Gewichts Wasscr zur Liisung erfordert.
2) Dafs das Natron mit dimer Siiure ein sehr zerfliefsliches, folglich in Wasser sehr 16slicLes Salz bildct
das selbst im stiirksten Alkohol liislich ist.
3) D a t die so entgegengesetzten und bestimmten Eigenscliaften beider Alkalien ein Mittel liefern, sic von
einander zu trennen, da das Nalron, mit der Ueberchlorsaure verbuiden, ein im starkcn Alkohol sehr lhliches,
das Kali aber ein in dieser Fliissigkeit durchaus ml(lSlichcs Salz giebt.
4 ) Dafs inan, in demselben Versuch, jegliche Sare,
die mit dew Kali verbunden ist, von diescm abscheidcn
und durch die Ueberchlorshure frei machen kann.
5) D a b hei eioem Gemeage ron Chlornatrium und
Chlorkalium das liberchlorsaure Silberoxyd, und bei einem Gemenge von schwefelsaurem Natron und Kali der
tiberchlorsaure Baryt , durch Vcrmitteluag von Alkohol,
die Trennung jener bciden Alkalien ungemein leicht und
rolltitiindig bewirkt.
+
B6
U e b e r c h 1o r L a n r e S ill ze.
Ltrslich in dem 65fachen seines Gewichts
&zhk.
Wasser von 1 5 O C.; unliislich in Alkohol. Seine bcreits bekannte Zusammensetzung ist:
1 Atom Kali
1 Atom Ueberchlorsaiure
34,275
65,725
100,0o0.
Man wird bemerken, dafs die LBslichkeit des Uberchlorsanren Kali's wenig von der des sauren weinsauren
abwcicht, da dieses sich bci gewiihnlichcr Tempentur in
dem 60fachen seines Gewichts Wasser liist. Jedoch ist
dieser Uuterschied hinreichend, urn in einer gedltigten
kalten und filtrirten Liisung vom sauren weinsauren Kali
durch Zusatz einiger .Tropfcu Ueberchlors3ure einen geriugen Niedersclilng von tiberchlorsaurem Kali zu bekommen. Diefs scheiut mir, irre ich nicht, zu bestltigeu, dafs
das uberchlorsaure Kali mehr als das 6Ofache seines Gewichts an Wasser zu seiner Lasung bedarf.
Wenn man iibrigens saures weinsaures Kali in Wasser einriilirt, und Ueberchlorsiiure in hinllnglichcr Menge
hinzusetzt , bildet sich iiberchlorsaures Kali, welches man
durch Waschen mit Alkoliol von der frei gewordeneu
WeiusSiure abscheiden kana.
Setzt man fcrner zu einem Gemenge von Ueherchlodiure und Weinsaure Kali, gerade so viel, oder b e ser noch weniger, als zur Sattigung der erstpren S h r c
erforderlich ist, so erhiilt man nur iiberchlorsaures Kali,
und Weinsaure, nebst einem mehr oder weniger grofsen
Ueberschiifs von Uebercblorsaure, bleiben in Ldsuug.
Durch Alkohol Izfst sich gleichfalls das Salz von beidcii
Sauren trennen.
flafronsalz. Zcrfliefslich, sehr laslich im stsrksten
Alkohol; in diesem geliist, und auf einern warmeu Ofeu
steheu gelassen, trockuet es zu durchsichtigeu Lamellen ein.
BaryisaZz. ZerHicCslich an der Luft, sehr laslich in
m7
Wasser und Alkohol. Seine L8ming an trockne Luft
oder auf einen warmen Ofen gestellt, Lrystallisirt in Iangen Prismen. Papier, das mit dieser LOsung getralit
worden, brennt mit schtin grUner Flamme. Es bestelt
am:
1 A t Sauerstoff 4,762
45,577
1 At. Baryt
1 At. Baryt
40,815
7 At. Sauerstoff 33,310
1 At. Ueberchlodure 54,423 9 At. Chlor
21,(H3
2 Dccigm. mbglichst getrockneten Salzes binterlichen, beim Gllihen in einer RBbre, 1,2Decigraminen slatt
1,23796 Deci,m., die man hiitte erhalten mUssen, weil
7 At. Sauentoff der Sdurc und 1 At. Sauerstoff drs Baryts einen Verliist ron 38,102 auf TOO gebee. Dicser
Unterschied mufs von der Scliwier igkeit der vollkommencn Austrockoung des liberchlorsauren Bitrpts herrtihrcn.
Sfronliansafz. Ziir S~nipsconsistenzabgedampft, gesteht die Lbung beim Erkalten ZCI einer krystallinisch
ausschenden Masae, welchc aher, selbst auf eincm Ofen,
bald Feitclitigkeit am der Luft anzieht imd tliissig wird:
es ist also selir zerflielsig; es IBst sich auch in Alkohol.
Es brennt wit mhBner Parparfarbe.
KalksaZz. Dem Strontiansalz iihnlich. Ztir Syrupsconsisteoz verdaaipft , erstarrt die LBsun; beiln Erkalten,
wird aber bald, selbst auf einem Ofen, wiedcr flfissig.
Laslich iu Alkohol; brenot init rbtblicher Flammc.
Mqnesiasalz. Zerfliefslirh ; in Alkobol Iklich; in
laiigen Pristnen krystallisirentl.
Thonerdesafz. RBthet LackmuR, wie vie1 TbonerdeGnllerte auch in Ueberschufs bei seiner Bereitung angcwaiidt wordeii ist. Nicht krystallisirend; zerflieblich ; 16slich in Alkohol.
Lifhionsalz. Wie die vorliergehenden & h e direct
aus der Basis und UeberchlorsSme zu berciten. Um das
deiii Lilhion etwa beigemengte Kali abzuedeideo, bcliandelt man die trockue Salzmasse mit Alkohol, n d c h e das
{
{
298
tiberchIorsanro Litbion l6st, das nbercblorsaare Kali aber
zuriickliifst. Man filtrirt die Lbsuns, und lafst sie auf
cinem Ofen abdampfen. Das Salz krystallisirt dann vollkoinmen in langen durchsichtigen Nadeln, die zerflietlich
und in Alkohol lbslich sind').
Ammonihksalz. Neutral, beim Abdampfen, wie meistens die Ammoniaksalze, sauer werdend. Krystallisirt
in sehr schbnen, durchsichtigen, rechtwinkligen Prismen,
mit zweimchigen Enden. Lbslich in dem Bfachen Gewicht Wassers, etwas in AlkohoL
Wenn man in eine concentrirte wafsrige Auflbsung
dieses Salzes concentrirte Ueberchlorsaiiie schiittet , so
erhalt man sogleich einen Niederschlag, den man fiir ein
saures tiberclilorsaures Aininoniak halten kiinnte, der aber
neutral ist. Die Saure nemlich bat sich eines Theils des
Wassers bewiichtigt und das darin gelbste neutrale Ammoniaksalz gefalIt.
Zhkoxydsalz. Erhalten durch Doppelzersetzung von
schwefelsaurein Zink und Uberchlorsaurem Baryt. Prismatische Krystalle in Biischeln verwachsen; zerfliefslich,
lbslich in Alkohol.
Cadmiwnoxydsalz. Aus UeberchlorsBare und Cedmiumoxyd, das aus der Lbsung in Salpetersiiure d u d
Kali gefallt worden. Auf einem Ofen verdampft, bocknet es zu einer krystallinischcn, durchsichtigen Masse e i a
Zerfliefslich; lbslich in blkohol.
Mmganoxydulsalz. Uebercblorsiiure wirkt nicht auf
Manganhyperoxyd. Das iiberclilorsaure Manganoxydul erhtilt man durch Doppelsersetznng,, indem man eine Lcisung
von iiberchlorsaurem Baryt in eine LOsung vou schwefelsaurem Manganorydul schiittet, bis d'ie FlUssigkeit weder von schwefelsaurem Manganoxydul, noch von iiberchlorsaurem Baryt mehr gehllt wird. Die Fliissigkeit auf
&ern Ofen eingedampft, krystallisirt in langen Nadeln,
*) Die Uebercblorr~ureliefcrte alro rnch cin Mittcl znr Trennnog
d u Kali'r rom Lithion.
P.
299
die sehr ze&ezslich
sind.
m d im starksten Alkohol lrrslich
Eismozyd&&.
Aua tiberchlorsaurem Baryt and
schwefelsaurem Eiseoosydul. Krystallisirt in langen farblosen Nadeln, welche sich an der Luft sehr lange unverlindert halten, endlich aber eine tihnliche Veriinderung
wie das schwefelsaure Eisenoxydul erfabren. Beim Kindampfen verwandelt es sich zum Theil in tiberdhlorsaures
Eisenoxyd, unter Absetzuig von etwas Eisenosyd. Es
sprubt kaum auf glUhcnden Kohlen.
KupSCroydsalt. Aus Kupferosyd und Ueberchlorsame, zusammen erhitzt. Auf einem Ofen steben gelassen, giebt es blaue, ziemlich grofsso Krystrlle, obne recht
bestimmte Fom. Lackmuspapier riithend ; zerflietlich,
in Alkohol laslicb. Papier, mit seiner Aufl6sung getr5nkt,
getrocknet und auf gliihericle Kohlen gebracht, 'sprtiht Funken von sehr schbnem Blau; mit F l a m e verbrant, fdrbt
es diese griin.
BleiozydsaLt. Durch Erhitien von Bleioxyd mit
verdtinnter Uebercblorsiiure. Krystallisirt in kleinen zusaminengewachsenen Prismen. Lsslich in einer seiiiem
Gewicht fast gleichen Menge Wasser ; nicbt zerfliefslich,
schwnch sU€s und sehr herbe schmeckend, unvergleicblich
zusammeiiziehender als das essigsaure Bleioxyd.
Quecksifberoxydusalz. Scbwanes Quecksilberosydul frisch durch Kali geLllt und gewaschen, last sich
lcicbt in Ueberchlodure. Beim Abdampfen erhtilt nian
klcine Massen prismatisclier Krystalle, die von einem
Punkle auslaufen. Nicht zerfliefslich und von Ammoniak
schw,an geBllt.
Quecksilbmzydsalz. Durch Erhihen von Quecksilberoxyd mit Ueberchlorslure ; r 6 h t Lackmus, wieviel
Oxyd auch im Uebersehufs aogewandt. Die filtrirte Fllis.
sigkeit stark eiagdampft, uod auf &en Ofen, dessen
Temperatur 25O C., gestellt, giebt sebr deutliche, durchsicbtige, farblose Krystalle, zuweilen ah tafellOnnige, ge-
300
rade Prismen, zuweilen, was wahrscheinlich vom Concentrationsgrad abhting als lange, vemorrene Prismen ; beide
sind aber nicht von langer Dauer. An der Luft, auf dem
Ofen, zerfliefsen sie. Es wird von Kali ziegelrotb, von
Amuroniak we& geftlllt. In Alkobol bildet es einen wei€sen flockigen Niederschlag, welcher beim Znsammensinken rBtblich wird; er besteht aus Quecksilberoxyd. Die
Flfissigkeit, filtrirt und eingedampft, wird von Kali r6thlich schwa- und von Ammoniak scbwlnlich weifsa geCillt; diefs deutet auf ein Gemenge von Oxydul und Oxyd.
Wirklich giebt auch die Lasung, beim Verdampfen auf
einem Ofen, inmitten einer unkrystallisirbaren Fltissigkeit,
Gruppen von kleinen zarten Nadeln, die auf Kohlen Funken sprtihen, nnd vom Ammoniak schwa- gefdlt werden.
I)a die Krystallc des tibercblorsauren Quecksilberoxyds an der Luft nur ein sehr verglngliches Daseyn
besitzen, so wiirde man sic wahrscheinlich aufbewahren
klinnen, wenn man die heifse und zweckmlfsig eingedampfte LBsung in e 6 Fbschchen schtittete, und diesc
sogleich nach Bildung der Krystalle sorgf&ig verschlBsse.
Silberozydsalz. Aus Silberosyd und Uebercblorsrure. Seine LOsung brgunt sich am Lichte. Krystallisirte iiicht auf dem Ofen. Als trocknes Pulver, das weifs
ist , der Luft ausgesetzt, zieht es schnell Feuchtigkeit an.
Lfislich in starkem Alkohol. Im trocknen Zustande stark
in einer RBhre erhitzt, scbmilzt es, wobei ein geringer
Theil in Chlorsilber venvaildelt wird, und beim Erkalten gestebt es. Unterhalb der Rothgliihhitze zersetzt es
sich plijtzlicli. Papier, mit seiner Lasung getrgnkt, und
darauf in gelinder Vl%rme getrocknet, detonirt hcftig,
wenn man die Temperatur bis 193 oder 2W0,
C. steigcrt. Diefs l e t t sich am besten ermitteln, wenn man Papierscheibchen, die mit der LBsung getrlnkt sind, auf
Quecksilber, in dew ein Thermometer stebt, allmalig erwlrmt.
M e . iiberchlorsauren Salze spriihen mehr odcr w a i -
301
Beer beftig rut glabmden Koblen; sie sind meist POD prismatischer Krystallform. Unter d e n bier bescbriebenen aind
nur das Kali-, Bleioryd-, Quecksilberoxydul- und Ammoniaksalz nicht zerflielslich Urn die zdelslichen lei&
kryatallisirt zu erhalten, mule man sie trocknen, in starkem
Alkohol liken, und, nach der Filtration, a d &en Ofen
stellen.
Eins der Kennzeichen, welche die chlorswren von
den fiberchlorsauren s;llzen unkrscheiden, ist bekaonllicb
das, dafs die ersteren durch dieEinwirkung von conccntrirter Schwefehhre oder ChIorwasserstofh~uredunkelgelb werdcn, orahrend die fiberchlorsauren M e d;rbci
farblos bleiben.
XI. Umwandhng des chlorsawen KdTs in u'bcrchlorsnures, ckvch Wirkung der ?TZrrnt!;
mius M i t k l tur Darsteilung der UehcrchZorsiiure;
von Hrn. Serullas.
( A d de & d de &J.
T.X L n . p. 32%)
I n den LehrbUchem, wo ron den Eigurschften des chlorsauren KaIi'e die Rede ist, heifst ea: Es schmiLzt bcr
300 odcr 400° C., b+t
man d'e Tempmatw wf a%
R o i h g W z e , so enfwekht clkr Sorrcrjto& d es bkibt
nur Chlorkaiiwn ruriick.
Emlgt man aber, dab Uberchlorseurea Kali durch
Wirkung der Schwefcbgnre auf dos chlorsaare Kali entstebt (Stadion), und dafs concentrbte ChloraAme durch
blohes Sieden in UsbercLlorsgure verwrndelt wird (Sernllas), so qieht man, deb die M e h u n g e n , zu denen die Wirkpog Anlab. giebt, in beiden Fallen dieselben sind Im emten Fall: Entwicklq von Chlorosyd;
im letzteren: Entwickltq von Chlor tand Sauentoff; und
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