close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Anwendung deuterierter Verbindungen zum Studium des Tyrosin-Dopa-Stoffwechsels bei der Phenylketonurie.

код для вставкиСкачать
+ +
Hierbei geht die trans-Verbindung (6) [J,,, = 10.5 9.5
4.5 Hz] in die cis-Verbindung (7) iiber [(7) :entsprechende
trans-Verbindung=95 :51. Der Mechanismus wird noch
sachlich ins Umlagerungsprodukt 2-Phenyl-athylidenbis(triflu0racetat) iiberfuhrt.
Eingegangen am 2. Oktober 1972, erganzt am 5. Dezember 1972
[Z 7571
untersucht.
Die Oxidation von Alkenen durch ( I ) laBt sich rnit der von
Alkenen durch Jod und Silbersalze von Carbonsauren in
wasserhaltiger Essigdure nach Woodward und Brutcher16]
vergleichen. In beiden Fdlen entstehen cis-1,2-Diolderivate.
Orientierende Versuche zeigen, daR gelegentlich Umlagerungen eintreten. Wahrend Isobutylen und TetramethylBthylen nur das erwartete Derivat des vic. Diols ergeben,
liefert 2-Methyl-2-buten neben einem solchen Derivat
auch 1-Methyl-isobutyliden-bis(trifluoracetat),ein Derivat eines gem. Diols (Verhaltnis 2 :1). Styrol wird haupt-
[I] Vergleich der Oxidationsmittel siehe J . B. Lee u. M . C . Price.
Tetrahedron 20,1017 (1964).
[2] M . Schmeisser, K . Dahmen u. P . Sartori, Chem. Ber. 100,1633(1967).
[3] Bezogen yon der Fa. Fluka, Buchs; Reinheit2 99%.
[4] (3) und ( 4 ) wurden aus den entsprechenden meso- und d.1-Diolen
bezogen von der Fa. Bayer, Leverkusen - und Trifluoressigsiiureanhydrid hergestellt.
[5] Zur Abhangigkeit der Stereospezifitlt der Stilbenbromierung vom
Losungsmittel siehe G. Heublein, Angew. Chem. 77,917 (1965);Angew.
Chem. internat. Edit. 4,881 (1965); Z. Chem. 6,201 (1966);8,108 (1968).
[6] R. B. Woodward u. F. V Brutcher, J. Amer. Chem. SOC.80, 209
(1958).
~
VERSAMMLUNGSBERICHTE
Anwendung deuterierter Verbindungen zum Studinm
des Tyrosin-Dopa-Stoffwechselsbei der
Phenylketonurie
VOII
H.-c/T.
Ciirriid*l
Die Anwendung radioaktiver Isotope zur Markierung
von Stoffwechselvorgangen beim Menschen ist nicht ohne
Risiko und nur in speziellen Fallen moglich. Nichtstrahlende, stabile Isotope wie lsN, 13C oder Deuterium
fanden bis heute wenig Anwendung, da ihre Messung
analytische Probleme aufwarf. Das geeignetste Instrument
zum Nachweis stabiler Isotope ist das Massenspektrometer. Die Trennung und Reinigung der verschiedenen
Verbindungen vor der Massenspektroskopie ist aber sehr
umstandlich und im allgemeinen rnit einer geringen
Ausbeute verbunden. Seit der Einfiihrung der Kombination
Gaschromatographie/Massenspektroskopiehat sich dieses
Problem wesentlich vereinfacht. Komplizierte biologische
Gemische konnen nun bis in den Nanogramm-Bereich
gaschromatographisch getrennt und anschlieBend im Massenspektrometer auf ihren Isotopengehalt analysiert werden[1v21.
Wir haben mit Hilfe von stabilen Isotopen den Tyrosinund Phenylalanin-Stoffwechselbei der Phenylketonurie
untersucht. Bei dieser Erkrankung findet keine Umwandlung von Phenylalanin in Tyrosin statt, d. h. der Phenylalanin-Hydroxylasekomplex ist defekt. Die Ursachen der
Symptome dieser Krankheit (Schwachsinn, neurologische
Erscheinungen, teilweises Fehlen der Pigmentierung) sind
bis heute weitgehend ungeklart.
Phenylketonurie-Patienten mit hohem Plasma-Phenylalaninspiegel scheiden im Urin abnormal niedrige Konzentrationen an Katecholamin-Metaboliten aus. In-oitroUntersuchungen haben gezeigt, dal3 die Umwandlung von
Tyrosin zu Dopa durch die Tyrosin-Hydroxylase, die
aus Nebennieren von Rindern isoliert wurde, durch
[*] Priv.-Doz. Dr. H.-Ch. Curtius
Medizinisch-chemische Abteilung des Kinderspi{als
CH-8032 Zurich. SteinwiesstraDe 75 (Schweiz)
176
hohe Phenylalanin-Konzentrationengehemmt wirdt31.Um
die Umwandlung von Tyrosin zu den biogenen Aminen bei
Phenylketonurie-Patienten in viuo quantitativ zu erfassen,
haben wir Belastungsteste rnit deuteriertem L-Tyrosin
durchgefuhrt (150 mg/kg Korpergewicht). Die Tests wurden bei Patienten rnit hohem (25 bis 35 mg/lOO ml),
mittlerem (15 bis 20 mg/IOO ml) und niedrigem PlasmaPhenylalanin-Spiegel (<4 mg/l00 ml) sowie bei gesunden
Kontrollen durchgefiihrt. Die Ausscheidung von TyrosinMetaboliten (Dopamin, 4-Hydroxy-3-methoxyphenylglykol, Homovanillinsaure, Vanillinmandelsiiure) im Urin
wurde mittels Gaschromatographie/Massenspektroskopie
untersucht. Patienten mit hohem Phenylalanin-Spiegel
zeigten einen nur sehr geringen Anstieg der genannten
Metabolite, bei mittlerem Phenylalanin-Spiegel war die
Ausscheidung etwas hoher. Bei niedrigem PhenylalaninSpiegel beobachteten wir einen starken Anstieg der
Urinmetabolite, analog zu den gesunden Kontrollen.
Aus diesen Untersuchungen ergibt sich, daR die TyrosinHydroxylase-Aktivitat in vivo und damit die Bildung der
biogenen Amine und des L-Dopa von der PhenylalaninKonzentration im Plasma und in den Geweben abbhangig
ist. Um diese Befunde zu sichern, wurden dieselben Patienten rnit 50 mgL-Dopa/kg belastet, wahrend ihr Phenylalanin-Spiegel hoch war (ca. 30 mg/IOO ml). Tatsachlich
wurden die erwahnten Urinmetabolite nach einer einzigen
L-Dopa-Gabe in deutlich erhohten Konzentrationen ausgeschieden.
Die in-vivo-Hemmung der L-Dopa-Bildung durch Phenylalanin konnte ein bedeutender Faktor der Pathogenese
der neurologischen Symptome und des Schwachsinns
bei Phenylketonurikern sein.
[GDCh-Ortsverband Konstanz, am 6. Juli 19721 [VB 3581
[I]
J. L. Pinkus, D. Charles u. S. C. Chattoraj, J. Biol. Chem. 246,633
(1971).
[2] H.-Ch. Curtius, J . A. Wfflminu. K . Biirlocher, Clin. Chim. Acta 37,
277 (1972).
[3] M . lkeda, M . Lecitr u. S. Udenfriend Arch. Biochcm. Biophys. 120,
420 (1967).
4nym,Che,n./X5 Johry. 1973lNr.4
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
127 Кб
Теги
anwendungen, bei, dopa, studium, der, zum, verbindungen, tyrosine, phenylketonuria, deuterierter, stoffwechsels, des
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа