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Apparat zur Demonstration der Reibung in einem sehr verdnnten Gas (Vacuum).

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sich G r a h a m so Imge beschgftigte und die er als eine
empirische Thatsache betrachtete nichts anderes ist ale
eine Consequenz dieses Gesetzes.
S t r a f s b u r g , den 10. Februar 1876.
,
III.
der Reibung in
einenc sehr oerdunnten Gas ( C"acuum);
vwn A. E u n d t.
Apparat Bur Demonstration
N a c h der neueren Gastheorie ist bekanntiich der Reibimgsco&fficient eines Gases unabhangig vom Druck.
In unseren Untersuchungen iiber Reibuny und Warmeleitung aerdiinnter Gase I) haben Hr. U' a r h u r g und ich
diese Unabhiingigkeit fdr den von uns benutzten Apparat
unter Berticksichtigung der Gleitung des Gases in den
Grilnzen 760"" und 1"'" Queckeilberdruck bewiesen. Bei
Druckeo unter 1"" Quecksilber gelang es uns mit unserem
Apparat nicht, die Gesetze der Gasreibung genau zu untersuchen, da der bei diesen kleinen Drucken sich allmihlig
von den Wiinden ablijsende Wasserdampf die Resultate
beeintrgchtigte.
Wir konnten nur constatiren, dafs bei immer weiterem Evacuiren die dampfende Kraft welche von dem
verdlinnten Gas auf die Bewegung der sohwingenden
Scheibe unseres Apparates ausgeiibt wurde, abnahm.
Es betrug indessen bei dem besten Wasserstoffvacuum,
welchee wir im Apparate herstellen konnten, das diimpfende Moment, welches von dem noch vorhandenen Gas
auf die schwingende Scheibe ausgeiibt wurde, nicht vie1
weniger ale $ des f i r vollen Wasserstoffdruck (760""
Quecksilber) erhaltenen Werthes.
1) Diem Ann. Bd. 155, 8. 337 und 525. - Ebeud. Bd. 156, S. 177.
,
569
W i r konnten daher den betreffenden Abschnitt unserer
Untersuchung mit der Bemerkung schliefsen , d a b unsere
Reibungsversuche bei sehr geringen Drucken schon darurn
ein gewisses Interesse hatten, weil sie seigen wie oerhiiltnifsmiifsig grofse Quanta von Betoegungsgrofse durch Spuren gasiger Materie in der Zeiteinheit transportirt werden
konnen.
Will man in Vorlesungen die Unabhiingigkeit des Reibungsco&flcienten vom Druck demonstriren, so kann dam
der von uns construirte Schwingungsapparat 61. c. S. 360)
bequem dienen'). Indem man wie bei den Galvanometern, welche far Vorlesungen dienen, ein Lichtbandel auf
den Spiegel der schwingenden Scheibe und sodann mittelst einer Linse auf eine Scala wirft, kbnnen durch die
Beweguiig des Lichtbilndels die Schwingungen der Scheibe
von einem grdfaeren Auditorium gesehen werden. Man
hat dann nur .die Anzahl der Schwingungen der Scbeibe
zu xghlen innerhalb welcher die Amplitude der Schwingung von einem beatimmten Werth bis etwa zur Hglfte
dieses Werthes abnimmt, einmal wenn sich Luft von etwa
'20- T h c k im Apparat befindet, das andere Ma1 wenn LuR
von 760"" Druck denselben fiillt. Die Anzahl der Schwingungen wiirde in beiden Fiillen gleich seyn.
Will man dagegen nur zeigen, d a b in einem sehr verdiinnten Gas - in einem sogenannten Vacuum
die
Gasreibung noch einen sehr betriichtlichen Werth hat, so
kann man sich d a m eines einfachen Apparates bedienen,
den ich fiir diesen Zweck construirte, und den ich im
Folgenden kurz beschreibe. Lust man eine horizontale
Scheibe durch irgend eine Vorrichtung um eine verticale,
durch den Mittelpunkt der Scheibe gehende Axe rotiren,
und hiingt man fiber diese Scheibe, ihr parallel und mbg-
-
1 ) Ich habe die Construction dieses Apparates in letzter Zeit merklich
vereinfacht und verbessert. Die nene Form dee Apparatee wird beschrieben werden von Hm. Pulnj in seiner Abhandlnng iiber die
Abhbgigkeit der Beibnng der Qase von der Temperatur in den
Berichten der Wiener Academie.
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lichst nahe einc zweite Scheibe auf, welche sich gleichfalls in horizontaler Ebene drehen kann, ohne dafs sie indefs die untere Scheibe irgendwie beriihrt, so wird in
Folge der Reibung der Luff zwischen den beiden Scheiben beim Rotiren der unteren auch die obere Scheibe allmlihlig in gleichem Sinne in Ilotation kommen. Bringt
man beide Scheiben in einen abgeschlossenen Raum, den
man mbglichst gut evacuiren kann, so mufs auch hier,
so lange tiberhaupt noch Gas vorhanden ist, die Gasreibung von der Bewegong der unteren Scheibe auf die
obere Ubertragen.
Ich habe mich lange vergeblich bemaht in einem geschlossen~n evacuirten Raum eine kleine Scbeibe diirch
magnetische Kriifte von Aufsen oder durch einen kleinen
in den Raum gebrachten Elektromotor in Rotation zu
versetzen. Ich kam indel's zu keinem befriedigenden Resultate.
Schliefslich habe ich die von C r o o ke s aufgefundene
Bewegung, in welche leicht drehbare Korper in einem
sehr gut exantlirten Raum durch Bestrahlung versetzt
werden, als Triebkraft fiir die untere Scheibe benutzt.
Die Construction des Apparates ist leicht aus der
Fig. 2, Taf, VIII ersichtlich. Die Figur stellt den Apparat
in halber Gr6fse dar.
Auf einem mit drei Stellschrauben versehenen Teller aa,
dessen obere Fliiche eine ebene mattgeschliffene Glasplatte
bildet, ist das Messingstativchen 6 b' festgekittet. Oben
bei b' ist in dasselbe eine Nahnadel eingelothet und auf
dieser ruht, wie bei den R.adiometern des Hrn. C r o o k e s ,
mit einem Glashiitchen das Radiometerkreuz. Die PliittL
chen desselben waren in meinen Apparaten aus Hollundermark gefertigt, und auf der einen Seite in gewohnter
Weise mit Rufs geschwiirzt. I n der Figur sind von den
vier Armen des Radiometerkreuzes der Einfachheit halber
nur zwei gezeichnet. Auf dem Glashtitchen und fest mit
ihm verbunden sitzt moglichst genau horizontal die dtinne
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Glimmerscheibe dd. Rotirt das Radiometerkreuz, so rotirt
mit ihm die horizontale Scheibe dd.
Der Arm c, welcher bis in die Mitte der unteren
Schiibe vorragt, triigt an seinem Ende gleichfalls eine
feine Stahlspitze , auf welcher mit einem Glashfitchen die
obere Scheibe f f schwebt. Der Arm c beriihrt selbstverstiindlich die nntere Platte und das untere Glashfitchelr
nicht und mithin beriihrt auch die obere Scheibe die untere
nirgeuds. Die untere Scheibe wird am Herabfallen von
der Spitze bei etwaigem Neigen des Apparates durch den
Arm c gehindert; damit auch die obere Platte nicht von
ihrer Spitze fallen kann, ist an dem Arm g das Glasrijhrchen h angebracht, welches das obere Hiitchen, ohne
dasselbe zu beriihreu, am Herabfallen von der Stahlspitze
hindert. Die beiden Glimmerscheiben sind etwa 2 bie
3"" von einander entfernt. An dem Glashatchen der
oberen Scheibe ist noch ein Aluminiumdraht befestigt,
welcher die beiden kleinen Papierscheibchen ii triigt.
Dieselben haben nur den Zweck die Rotation der oberen
Scheibe beobachten zu kannen. Die Scheibchen sind
selbstverstandlich auf beiden Seiten weirs und massen genau
vertical stehen, damit nicht durch etwaige Ungleichheiten
in der Oberflliche der Scheibchen oder ihrer Stellung die
obere Glimmerscheibe in Folge der Bestrahlung direct in
Rotation komme.
Will man die Bewegung des Apparates nicht auf einen
Schirm projiciren, sondern direct beobachten, so ist es
besser die Scheibchen ii ganz wegzulasaen und auf der
oberen Glimmerplatte irgend ein kleines Zeichen einzuritzen, oder einen farbigen Punkt anzubringen, um die
Rotation verfolgen zu konnen. Ueber den Apparat ist
eine Glasglocke gesttilpt, welche mit wenig Fett auf dem
Teller aa luftdicht schlielst.
Vermittelst des Rohres l kann das Ganze in Verbindung mit einer Quecksilberpumpe gebracht evacuirt und
d a m mittelst des Hahnes k abgesperrt werden.
,
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Der Apparat wurde mit der grbfsten Sorgfalt mit einer
G eiCs l e r'schen Quecksilberpumpe durch oftmaIiges Einlassen trockener Luft getrocknet durch stundenlanges
Pumpen so gut wie mbglich evacuirt und dann durch den
Hahn k abgesperrt.
Einer energischen Strahlung ausgesetzt, geriith das
Radiometerkreuz mit der an ihm befestigten unteren Glimmerscheibe in schnelle Rotation.
Allmiihlich kommt sodann auch die obere Scheibe in
gleichem Siune in Rotation, doch rotirt dieselbe stets, wie
nothwendig, langsamer als in die untere.
Die Uebertragung der Rotation von der untern Soheibe
an die obere geschieht lediglich durch die Reibung der geringen Gasmenge, toelche sich in dem moglichst gut evaairten
Raum befindet.
Beleuchtet man durch eine Magnesiumlampe , die, wie
es gewbhnlich der Fall ist, mit einem grafseren Reflector
versehen ist, so kann man das Bild des Apparatee mit
einer Linse in betriichtlicher Grofse auf eineu Schirm
projiciren und so die Ileibung in einem sehr verdannten
Gas einem grofsen Auditorium demonstriren.
,
--
111. Ueber das Radiometer nova C r o o k e s ;
son R. Pinkener.
I)ie zuniichst beschriebenen Versuche haben den Zweck,
festzustellen, welchen Einfluls die Verlinderung des Gases,
des Druckes und der strahlenden Wiirme auf die Drehung
eines' Radiometers ausaben. Einige beobachtete Erscheinungen sind schon bekannt, aber der Vollstiindigkeit halber
auch hier aufgefiihrt.
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