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Apparate zum Auswaschen von Niederschlgen.

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3) Man hat den Vortheil, dafs man in einer Trokkenkammer filtriren, und dadurcli so vollsthdig wie miiglich die Fgllungen oder Krystallisationen durch Erkalten
verhindern kann.
Sollte ich mich hinsiclitlich der Neuheit des Mittels,
welches ich die Ehre habe Ihnen aus einaiider zu setzen.
geirrt haben, so bitte ich Sic, mein Herr, um Entscliuldigung Ivegen der Zeit, die Sie auf Lesung meines Briefes verlorcn; sollte ich aber so glucklich gewesen seyn,
eine geriuge Vervollkominnung beiin Filtriren angegeben
zu haben, so glaube icli der Clieinie einen waliren Dienst
zu erweisen, wenn ich lbiien die Mittel verscliaffe, an
der kostbaren Zcit zu sparen, die Sie derselbcn widinen.
Die ausgezeiclinete Hochachtung, niit welchcr Sie
meineu Oheim beehrt haben, liifst inicli hoffen, dafs Sie
auch mich llircs Wohlwollens niclit ganz unwiirdig haltcn.
Ich habe die Ehre etc.
Haiiy.
VII.
Appnmte zum Aiiswawhen con Niederschkiigm; con J. J. B e r z e f i u s .
I c h habe die im vorhergehenden Aufsatz von H a u y beschriebene Filtrirmethode gepruft, und gefunden, dal's sie
auch in denjeuigen chemischen Laboratorieu, IVO man sicli
hauptsiichlich mit Untersuchungen beschiiftigt, anwendbar und zeitsparend ist. Es ist wahrlich auffallend, dafs
ein Princiy, welches man bei Oellarnpen schon so langc
beuutzt, nicht eher auf das Filtriren angewandt warden ist.
Das Verfaliren, welches ich zu meinem Behufe am
Bequemsten gefunden habe, bestebt dariu, dafs icb an
eiuer gewiihnlichen Mediciiillasche den uingebogenen Rand
an der Oeffnung abschneide, falls derselbe zu weit ist fur
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einen gewahnlichen Platinlaffel, auf welchem ich, nachdeln ich ilin auf .die Mundung gelegt habe, die Flasche
umkehre, wie es Fig. 6. Taf. V1I. angedeutet ist. Wenn
er beinahe volt ist, gelit, nus leiclit begreiflicher Ursaclie,
nichts von dcr Flussigkeit verloren; die Flasclie wird sodanu fiber dern Filtrum befestigt, auf einem Arm, wie
Fig. 7., der einen Ausschnitt hat, durch welchen inan
die Flnsche mit dem durclr den Liiffel zugehaltenen €Ids
einschieben, oder den Stiel des LBfl'e!s niederlassen kann.
Sobnld die Flasclie mit ihrem €Ialse tinter das Niveau der
Ffissigkeit im Filtrnm gelnngt ist, wird sie mit dem A n n e
befcstigt, der Liiffel fortgcnommen und uber dem Filtruin mit der Spritzflnsche abgespult.
Jedcr Chemiker kennt die Unann~hmlichkeitund den
Zeitvcrlust beim vollslndigen Auswasclien eincs Nicdcrschlngs n n f dern Filtrnin. Diek erregte in mir den Wunsch,
die angefiihrtc Filtririnethode auch zu Auswascliungen anzuweudcn; allein ich fand, dafs jcde in die umgesturzte
Flasche eindringcnde Luftblase einen geringen Theil dcr
auf dem Filtrum befindlicbeu Flussigkcit mit fortrifs, und
auch oft den Niederschlng nufruhrte. Es schien inir, dafs
ich meinen Zweck erreichen wiirde, wenn ich die Liik
durch eine Oeffnung eiufiihrte, die niclit mit der Fliissigkeit in Bertibrong stznde. Ich machte dalicr in cinein
Stuck einer weiten Barometerriihre a6, Fig. S., ein Loch
c , so grofs, daL eine grobe Stecknadel durchgeschoben
werden kontite, befestigte diese Riibre mittelst eines
Pfropfens in der OeEfnung der mit Wasser gefiillten Flasche und kchrte diese in einem hleinen cylindrischen GIasgefate uin. Die Luft drang durcli c ein, und das Wasser flofs durch b BUS, bis das Wasser in dem cylindrischen GefGte z. B. zu der punktirten Linie dd gestiegen war, worauf nichts mehr aus der Flasche flofs. Die
Kiihre wurde nun an diesem Punkte abgeschnitten und
\vie in ef geformt. W e n n nun die Flasche, mit dieser
RiShre in der Miinduug, in umgekehrter Stcllung auf ein
ei-
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einen Niederschlag enthahendes Filtrum gebracht, und 6 0
gestellt wiirde, dafs die prinktirte Linic anf der RGhre
dein 'ltiichsten Statid dcr Fliissigkeit auf dem Fillrum elitsprach, so flofs die Fliissigkeit nahc bis J aus, worauf
dann durch c so vie1 Luft eindraiig, doi's das Niveau sich
wieder bis d hob. Wenn uian die Eultre eJ bis zur
Verdoppeliing des Abstandcs z\vischcn c undJverlingert,
und nu11 so weit iu dern Fillruin aiedersenlit, daCs dcr
h6chste Stand der Fliissigkeit dcr Liiiie d d aiif der Riihre
entspricbt, SO kauu das Pil~rum, zwisclien der jcdesmaligeu Fiillung durch die Flasche, fast gnnz ablaufen, und
durch das Iiehige Ausstriimen der Flussigkeit bei der neuen
Fiillung des Filtruins, wird dcr Niederschlag mit dein Wasser durch eitiaiider getnengt, so dals der kleiiie Apparat
gleichzeitig die Operation des IJinriihrens und des Nnchfiillens ausiibt. Es giebt aber sclw .cvenige Kicderschliige,
die sich auf diese Weise uniriilircn Inssen; gcvviifinlich
setzt sich der PITiedcrschlog so ab, dnfs ein Canal gcbildet wird, durch welclien das Wnschwasser sich einen
leichtcn Ausweg bnhnt, ohne eiiien grofscii Thcil des Kiedcrsclilagcs zu durchsicl\crn. Icli veriinderte &her die
Abllufsrilhrc so, wic sic in Fig. !I. aussielil; bog nliinlich
die Miindung dersclben in die Iliihe, wodurch das Linzuflielsciidc reine Wasser suf der OLerflSche stellen blieb.
Dicses entspricht dern h e c k und wlscht den Hiederschlag bald und vollstindig aus.
Iclr hnbc wobl kaum niilltig hinzuzusetzen, dafs die
Theorie dieses i~istrumentcsdie ist, dafs die Capilkwitat
des Locbes c eine Wassersliile von gewisser Hiihe 211 ihrer
Ueberwindung verlangt, und dafs wcnn die bVasserslule in
der Rahre unter c die zuin Ueberwinden der Chpillarkraft in c erfctrderliche Hiilic bat, Loft in c eindritigt,
und Wasser zur andern Oeffnnng hcrausfliefst. Wenn
das ausgeflossenc Wasscr sicli inn die Oeffnuug sammelt
und sfeigt, so hGrt das Ausfliefsen auf, sobald die Schwere
der Wassersiiule z&chen c und dd der Capillarkraft das
Annrl.d.Pliysik.B.94.St.3.J.1830.St.3.
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Gleichgcwicht kilt. Die HGhe dicser Siiule wird also
durch die Griifse des Lochs bestiinmt; sie nird uin so
kiirzer, j e weiter das Loch c ist. W e n n die Riihrc an
illrer linter11 OeffiiLing so zugespitzt ist, uin auch init merklicher Capillarkraft zii wirken, so fliebt nichts aus der
uingewandteii Flnsclie chcr, nls bis dic unterc Ocffilung dcr
IlOllre unter die Oberflliclie dcr FIiissigkeit koiiiiiit , aber
nlsdann fihrt der Apparat fort unaufhiirlich Wasser naclrzufiillen.
111s ich versuchtc, init Hiilfc der Rilhre, Fig. 9,
schmefeIsauren Baryt, koliIeasaures Blei 11. s. w. auszuwaschen, fand ich zu ineiner Verwunderung, dafs das
Wnsser in der Flasche bald trube wurtlc. Bei n:ihercr
Uiitcrsuclrung zcigtc sicli, clafs, beiin huslliel'sen des Wasscrs, auch das lAocIi c Wasser gab, nud d a t dadurcli die
Riilirc aufserlialb i d s wurde. h e r s lintte zur Folgc, dafs
Theilc des Nicdcrschlags an dcr feucliku Kijbre bis c in
dic llijhe slicgen, and, bcim Einstriiinen der Luft, in
Mcnge init durcti das Loch c aufgcsogen wurden, wiiltretid
eine leblinfte Slriiinung von dcr ObcrflSchc an dcr Riihrc
hinauf dureh das lloc!i sla Ltfand. Uui diesein Uebelstanda
abzuhelfen, sciiinolz icfi cin Stiick cines grijbern Cnpillarrohrs, etwas weiter als ein T~icrmomelcrrolrr,no~ne~errol~daran,
r,
und
bog es in dic Hiilic, mie es Fig. 10. zcigt. Mit diesem
bin ich bislier vollltoiniiicn zufrieden gcmesen; iiidefs, wenn
niaii griilscrc Quaiililiiten von Niederschl~gen auszuwaschcn h a t , giebt es nicht hinl3nglich Wasser, weil der
Lufttvecbsel durcb clas feinere Kohr gar zu Iangsam geht.
Zu diesem Endc tiabc ich den Apparat wie in Fig. 11.
cingerichtet, wo ciii weileres Kohr nahc au der Ausflufsafhung angeliitliet ist, jedoch so, (lak die Linie dd unterhalb der Mundung der Luftrahre liegt. W e n n grofse
Quantiliitcn eines Niederschlags gewasclien werden sollen,
so rnacht man eine T'ertiefung fLir die Kiihre in der Mitte,
uiid kfst die Linie dd, oder das Masser-Niveau, so
eben die Oberfltche des Biederschlags bedecken, so dafs
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das hiozuflietsend3 Wasser keine grOCsere Schicht dariiber bildet, als eben crforderlich ist, urn sich iiber ihn
auszubreiten.
Fig. 12. zeigt, wie die Waschflasche von einem gemghnlichen Filtrirgestellc init zwei Armen iiber dem Filtrum gehalten wird.
Will man mit warmen Wasser auswasclien, so fiillt
man die Flasche mit siedendein Wasser, und uberziekt
sie entweder mit eixiein Pelzfutteral, dessen raulie Seite
nach innen gekehrt ist, oder versieht sic mit einem hiilzernen Futteral, wvorin sie von locker einsestopfter Wollc
umgcben ist.
Es versteht sicli, doh .nian bei diescr, wie bei jeder
andern Aiissiifsung, darauf sehen inuts, dak sich in dem
Niederschlag keine husflufscaniile bilden; wenn diefs der
Fall ist, was nian am schnellen Durchflieten des Waschwassew sieht, muEs man den Niederschlag gut umruhren.
VIII. Ueber die Explosionen iIer Dampj%aa.schincn; von Hm. A r a g a .
(s iI 1 rS.)
ErkIScung d c r E f p l o s i o n e n , d e n e n c i n e O e f f o u n g den
Sicliirheitsvcntils o d e r e i n c SchwZchung d e r Elastic i t i t des Dampfs vornngiog.
l v i e geht es zu, dafs ein Dampfkessel in demselben
Augenblick zersprinit , wo das Sicherheitsventil sich Offnet? Wodurch geschieht es iiberdiefs, dafs vor diesem
Unfall fast bestlndig die Elasticikit des Uampfes scheinbar abnimmt? Diets sind die beiden wichtigen und gewissermafsen paradoxen Fragen, melche durcb die auf
S. 29.1. und 298. angefiihrten Thatsachen erregt werden.
Hr. Perkins hat, wie mir scheint, dieselben mit ziemli-
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