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Arabische specifische Gewichtsbestimmungen.

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E. Wiedemann.
539
XII. Ambische 8peciflsch e Gewgchtsbestimnmwnge;
von E i l h n r d Wiedemnnn.
In einem tiirkischen Werke aus dem Jahre 1511 n. Chr.
von J a h j a >I.ul?ammed a1 G a f f b r i l ) findet sich eine Reihe
von Angaben uber die Gewichte verschiedener Kijrper, welche
nathig sind, urn gleiche Mengen Wasser zu verdrhgen,
entsprechend den Beobachtungen von Abtt a1 - R a i h a n
a1 Birfini. Letzterer hat seine Messungen mit einem uns
i n einer Zeichnung erhaltenen 2, Apparate nngestellt (s. d. Fig.).
Die Methode der Beobachtung ist einfach die,
dass man Wasser bis zum Ausfliessen aus e
in das Gefass giesst, dann eine gewogene
Xenge Substanz in dns Wasser wirft und
die ausgeflossene Menge Wassers ermittelt.
Die Nittheilung der Zahlen diirfte bei dern
menigen, was bisher iiber arabische physikalische Bestimmungen bekannt ist, wohl gestattet sein. I n
der folgenden Tabelle sind die erhaltenen Zahlen zusammengestellt, und zwar enthiLlt Columne 1 die Namen der Substanz deutsch untl arabisch, resp. tiirkisch, was bei der oft
nicht ganz sicheren Lexikographie n8tliig ist, die Columne 2
die Gewichte der Substanzen, die nijthig sind, urn gleiche
Gewichte Wasser zu verdrangen, d. h. die Gewichte gleicher
Volumina, denn diese Grijssen geben die Zahlen des Codex.
Die Columne 3 enthIlt dieselbe Grijsse bei den Metallen in
Tassfi2), bei den Edelsteinen in ArpVs3) ausgedriickt, die
Columne 4, die specifischen Gewichte der Metalle, welche
unter Zugrundelegung des specifischen Gewichtes des Goldes,
4 b diejenigen, welche unter Zugrundelegung des specifischen
1) Cod. d. Leipz. Stadtbibl. 262. Dass diese Handschrift wahrscheinlich
specitische Gewichtaangaben enthielte, Iiessen die yon Hrn. F l e i s cher
mitgetheilten Capiteliiberschriften , sowie der vorkommende Name A bii
a1 RihBns vermuthen. Mein leider zu frfih verstorbener Freund, Prof,
.. Loth, war so giitig, mir den betreffenden Passus zu ubersetzen.
2) Wage der Weisheit von A1 Khszini yon Khanikoff. J. o f
the American Oriental Society 6. p. 54. 1860.
3) 1 Mitkal = 6 Danek = 24 Tassd = 96 Arp5.
$
d
r.<
s
In
~
~~~
1.
N a m c n
3.
4a Codex
4b
5.
7.
-
19,26
nungeu
Neuew
6.
19,05
Chazin
-
13,59
2.
Bestim-
19,05
13,56
8,85
11,35
7,29
J
A1
19,05
13,50
8,66
8,4 ca.
'Aiu
AkbeI
19,26
13,19
8,58
8,57
7,79
richtig
Hg.
2400
13,74
8,83
8,57
1,74
Gold
richtig
1712
8,92
8,58
7,74
fewich
1112
8,67
7,74
7,31
11,32
3,90
n Tassi
1080
7,82
7,15
3,96
~
--
975
7,22
11,35
3,58
2,73
71
3
900
3,85
2,75
2,75
-
3
7,33
3,76
3,58
2,60
-
.
Sephir .
.
...
5
-
Rubin . .
Blassrother
Bubin
I
Smaragd
11,29
3,60
2,75
-
2,61
11,40
3,75
I
2,69
2,56
hlarngd
92
-
2,62
-
-
1423
-
2,73
2,62
-
2,56
Onyx
(iericht
67
2,73
2,50
2,6 ca.
1
5
67
2,46
2,50
2,58
dcr Gubstanxcn
-~
__
Gold. . . . .
Qnecksilbcr .
ICupfer . . .
blessing . . .
Eisen . . . .
Zinn . . . .
.... .
Blei
4
64
2,60
2,50
-
3ergkrp
ill riohtie
4
2,63
-
-
3,91
4
63
-
2,58
i.chtig
3
-
2,53
96
..
-
62
in ArpH
Perle . . . .
Carneol . . .
Coralle . . .
.. ..
3
3,52
Bergkrystall
E. Wiedemann.
54 1
Gewichtes des Quecksilbers aus den arabischen Angaben berechnet sind, wiihrend fiir die Edelsteine die Columne 4, dieselben Grossen unter Zugrundelegung des specifischen Gewichtes des Smaragdes, 4b unter Zugrundelegung derjenigen
des Bergkrystalles gibt. Dabei ist die Angabe des Codex
4 Danek weniger 2 ArpL, die zu ganz falschen Resultaten
fuhrt, emendirt zu 4 Daneck 2 Arpl. Die Columnen 5 , 6 , 7
geben die aus den Angaben der 'Ain J A k b e r i , den Angaben von A1 K h a z i n i s und aus den neueren Versuchen bestimmten specifischen Gewichte. (Siehe die Tabelle.)
Wie man sieht, ist die Uebereinstimmung eine recht
befriedigende, die Abweichung der in den 'Ain J A k b e r i
gegebenen Werthe von denen in unserem Codex sind nicht
gross und nicht nothwendig auf Rechnung unseres spateren
Gelehrten zu setzen, da er selbst angibt, dass die Ueberlieferungen uber die Zahlen A b h a1 R a i h i n ' s etwas auseinander gingen.
Diese Zahlen ergeben ausserdem, dass das Gold, welches von den Arabern untersucht wurde, nicht rein war, da
dasselbe gegenuber allen anderen Metallen ein zu kleines
specifisches Gewicht besitzt.
Dass die uns vorliegende Mineralogie diese Zahlen enthalt, zeigt , wie weit verbreitet ihre Kenntniss war, auch
spricht der Verfasser nicht von ihnen als etwas besonders
Unbekanntem.
Bei dem regen Verkehr zwischen Venedig und Constantinopel konnte es daher wohl auch nicht ausbleiben, dass die
Venetianer und durch sie die Gelehrten Italiens von den
betreffenden Untersuchungsmethoden Kunde erhielten. Wie
sich dies z. B. bei G a l i l e i zeigt, werde ich in einer spateren Notiz eriirtern.
Interessant ist aus unserem Codex auch folgende Stelle
iiber die Begrundung der Methode Abfi a1 Railpan's.
,,Die theoretische Grundlage bildet nach J a h j a a1 Bazi
die Ansicht, dass es keinen leeren Raum gebe; da aber
dieser Ansicht die streng glilubigen Sunniten widersprechen,
sol1 man lieber die Versuche auf anderem, nicht den Glaubenssatzen widerstreitendem Wege erkllen."
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