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Arbeitsgemeinschaft fr Auslands- und Kolonialtechnik.

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ordnung iiber die fiir die Vertriebsstellen geltenden Vorschritten
vom 15. Januar 1926 e r g b z t . Hierin wird das Genehmigungsverfahen der bei den Kreishauptmammehaften einzureichenden
A n t r e e auf Ubertragung amtlicher Vertriebsstellen und dmen
Betriebsvorschriften geregelt. Ober Zulassung oder Ablehnung
von Pflanzenschutmitteh entscheidet die Staatliche Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Dresden nach Geh6r eines unter
Vorsitz ihres Direktors stehenden Sachversttlndi~usschusses.
Die genannte Versuchsanstalt fuhrt auch die Aufsicht uber die
amtlichen Vertriebsstellen& (Sachs. Ges.-B1. 1926, Nr. 2.)
Die Verwendung von B o r s i l u r e i n B a c k - u n d
T e i g w a r e n ist vom 1. Juni 1926 ab nicht mehr zuliissig.
Auslandsrundschau.
1
Elektrotechnischer Verein.
k r l i n , den 24. Februar 1926. F a c h a u s s c h u D f f i r
den Bau u n d Betrieb von Elektrizitatswerk e n. Dip1.-Ing. S c h u 1z : ,,Bau- und Betriebsfragen aus arnerlkanischen Kro/lwerken".
Vortr. berichtet tiber seine Beobachtungen auf einer
Studienreise, die er im Auftrag der Berliner Stildtischen Elektkitatswerke A-G. nach Amerika unternommen hatte und gibt
einen Uberbrick iiber d i e GrliBe der amrikanischsen Elektrizitltsindustrie, den Ausbau von El,ektrizitatswerken, wobei er
einzelne besonders b-emerkenswerte Einrichtungen beschreibt
und auch betriebl'iche Fragen streift. Wenn man bedenkt,
daB 56 % des gesamten Kraftverbrauchs in Amerika durch
Elektrizitilt gedeckt werden und sich d a k i vor Augen hiilt, daB
Amerika von der Gmesamtweltproduktion an Baumwolle 52 70,
an Kupfer 52,7 %, an Telephon- und Tekgraphenapparaten
57,8 yo, an Eisen 60,2 76, an Gummi i0.9 %, an Pet.roleum
82.7 X,an Filmen 85 % .erzeugt, so ergibt sich hieraus, naturgemPB, da8 Amerika auch die grodten Elektrizitatswerke besitzen mu& Im Jahre 1924 eneugte Amerika 54 Milliarden
KW/St., Kanada etwa 8 Milliarden, Japan etwa 6,6 Milliarden.
In der Statistik war Deutschland n.icht aufgeftihrt, es wtirde
aber an zw,eiter Stelle in der Elektrizitatsemeugung stehen.
Aut den Kopf der Bevolhrung umgerechnet fuhrt jedoch
Kanada, dann f d g t d,ie Schweiz und erst an dritter Stelk
kommt Amerika. 60 % der amerikaniscben Elektrizitatserzeugung werden in den Neu-England-Staakn serbraucht mit ihmr
riesenhafkn Industrie. Das Netz der Hochspannungsleitungn
ist dort eehr grofl. Es erzeugten in Millionen KW/St.: NiagaraFalls 2,8, Chicago 2,78, New York 2.0, San FranrLisko 1,88, Lm
Angel- 1,66, Detroit 1,46, Philadelphia 1,313.
Eerlin dagegen hat nuT eine jiIhrliche Erzeugung von
0,462 Mill. RW/St. WIihrend in Philadelphia auf den Einwohner
600 KW/St. jiihrkh kommen,, entiallen in B,erlin auf den Einwohner nur 128. Im J a k e 1925 gab es in Amerika a n
6000 EIektrizitgtsgeselIschaften mit einem Vermiigen von i i h r
6 Milliarden Dollars, die in 48CO Eneugerstationen 59 Milliarden
KW/St. arzeugten und an 17 Mill. Abnehmer abfiihrten. Der
groBe E~elrtrizilatsverbrauch in Amerika ist mit zuriickzufiihren
auf die groDzugige Werbung von Abnehmern in Industri,e und
Haushalt. D'ie Elektrimitatsgesellschaften haben jdes Jahr eine
besondew. Maschim, fur welche sie kraftig Reklame machen,
im Vorjahr sind f u r 200 Mill. Dollars elektrische Hausapparate
verkauft worden, insbesond,ere cine gut durchgeflihrte kleine
elektrbche Eismaschine, f u r die irn November 1924 die Werbung ,aufgenomrnen wurde, und vcm der im Sommer 80000
Apparate abgesetzt wurden.
Vortr. wendet sich dann den Versuchen zu; in das komp1.izierte Verteilungssystem die grofife Sicherheit zu bringen. Es
ist dies auch sehr notwendig, da, wi.e ein.e Stljmngstabelle der
Georgia Railway and Power CO. zeigt, die Storungszahl seh
grod ist; die durch eigene Schaltfehler verursachten Wiirungen
beliefen sich auf efwa 28 %. Wie auch bei urn in Deufsehland
entstanden die meisten Stiirunpn durch Blitze, weitere
Stljrungen traten auf durch Uberlastung, durch dmen Fernstrom
sowie Fehler bei den Abnehmern. Man beabsichtigt daher
nicht, im grof3en MaBe zum Fernstromproblem iibenugehsn.
Das beste Mittel zur Erzielung grllDter Betrkbsicherheit ist
die Erhtihung der Maixhinenreserve. Mit welchen installierten
herdie Amerikaner arbeiten, erkennt man d a r a u , daO
Detroit 22 %, Milwaukee sogar 34 % MaschiIlenrHerven besitzt. Vortr. erBrtert dlann das Sygtem der Lastverteilung,
ehes der wichtigsten Probleme. Gut bewiihrt hat sich das in
Chicago a n p w a n d t e System, bei welchem bei L a s t k d e r u n p n
nur e i m l n e Werke an der Belastungsiinderung beteili@ sind.
Aui einer Kurve wird die Gesamtlast gerrudlinig aufgetragen.
Jades Werk weii3 genau, w e l c h EinzelList es bei beetimmbr
Gesamtlast zu machen hat. Jedes Werk k e m t steta g e m u die
GesamtEast. Durch gewlihnliche Telephonleitungen wird den
Lastverteilern die Belastung angesa@ und ebenso erfolgt die
Ruckmeldung nach den einzelnen Stationen.
Durchschnittlich betragen die Kosten der Anlage in
Amerikg 110 Dollars pro i d a l l i e r t e s KW. Das wirtschaftlichste Werk Milwaukee hat einen Wiirmebedarf von 3070 WE
*pro KW. Die jetzt erzieltme Rekordzahl von 3300 WE in einem
Kraftwerk ho& die Columbia-Power-Station noch heruntermdrlicken. Ober den Wert der Anwendung von Zwlscheniiberhitnern sind die Ansichten noch sehr geteilt. I n Amerika
arbeiten bis jetzt vier Werke mit Zwischenuberhitzung, die
Anlage W i d aber dadurch kornpliziert. Die Crawford-Station
hat durch die Zwischeniiberhitzung eine Verbewerung des thermischen Wirkungsgrades um 5,5 % erzidt, in Columbia-PowerStation wird durch die Zwischentiberhitzung eine Verbesserung
der Wgrmewirtschaft um etwa 6 % erwartet, die GeBamtanlaga
ist dadurch um 3,5 y4 verteuert worden.
Der Turbinenbau hat in Amerika die gleiche Entwicklung genommen wie bei uns, Uber 45000 KW v e m n d e t man
driiben fast immer zwei Welkn.
Zur Speisewasserwirtschaft ubergehend bemerkt Vortr., daf3
fiir die amerikanischen Werke kennzeichnend ist, daB der Arbeitsdampf der Haupt- und Hilfsturbinen abgezapft wird und
unter strengem LuftabschluB dem Heidampf zugeftihrt wird.
Die meisten smerikanischen Krafiwerke benutzen zwei oder
drei Stufenvorwarmer.
Die Frage des zweckrnlfiigsten Hilfsmaschinenbetriebs is1
sehr aktuell. Die Wahl des Antriebs richtet sich nach dem Betrieb und der Betriebssicherheit. Bevorzugt werden in Amerika
Drehstromtranaformatoren.
Arbeitsgemeinschaft fUr Auslands- und Kolonialtechnik.
AuBeminstitut der Technieehen Hoehschnle Berlin.
Berlin, den 24. Februar 1928.
H. Z i e n a u : ,,lndustrielfe AriJgaben rind W e r k e in RuPland".
Die industrielle Entwicklung in Sowjet-RuBland kt in den
letzten drei Jahren sehr stark vor sich gegangen, wobei die in
okonomiwher Hinsicht besser gelegene Industrie in d e r Ukraine
zugunsten der zentralrussiechen Gebiete, also der Gebiete iiii
mittleren und siidlichen UraI, vernachlassigt worden ist. Das
M e u t e n d s k Werk Rufilamds, die Putiloff-Werke, die in der
Vorkriegseeit in der Reihe der Weltwerke dfen dritten Stand
einnahmen hinter den Krupp-Werken in Deutschlad und den
Armatrong-Werken in England, wurden leOl durch Verlegung
der Kronstadter staatlichen EisengieBerei nach P>etelsburg@griindet und haben im Laufe der Jahre verschiedene Stadien
der Entwicklung durchgemacht. Putiloff, nach dem die Wmke
benannt sind, hat ldiese erst 1868 Bbernommen und in Ruf3larrd
k i den Behorden und in Betracht kommenden Organisationen
vollste Untersttitzung gefunden. Das 1801 auf eirrem "+mitorium von 13 Heklar gegriindete Werk nahm 1901 eine Flache
von 140 HekCar ein, hatte ein Ekenbahnnetz von 53,5km und
eine Belqschaft von 12 500 Mann. Das in der Revolution stillgelegte Werk ist 1921 wieder in Betrieb S n o m m e n worden und
die Arbeiterzahl des ,,Roten Putiloff-Werks" ist bis Juli 1925
wieder auf nahezu 9000 gestiegen. In d w k u n e n Zeit wit
Wiederaufnahm des Retrieb haben die Putiloff-Werke ihre
Produktion wieder auf den Vorkriegsstand gebracht und sich
auf frkdmsgemai3e Produlrtion umqestellt. Nur eine kleine
Abteilung arbeitet ftir den Kriegsbediarf, im tibrigen dient das
Werk dem Bau lapdwirtschaftlicher Geraie, Maschiwn fiir die
Textil-, Papier-, Tabakindustrie. Was nun die technische Einrichtung der Werke anbelangt, 80 i d auffallend, da5 wir neban
primitiven Einrichtungen ganz neuzeitliche finden. Hingegen
ist das Hammter-Werk durchaua nach neuzeitlichen Anforderungen ,eingericht,et. Mit welcher Energie in R d l a n d an die
Durchfuhrung Zechnischer Aufgab.en gegangen wird, belegt
Vortr. durch folgende Angaben. Mitt,e des Jahree 1925 hatte
Lomonosoff in Deutschland di,e erste Dieselmotorlokomotive
bestellt, i m November 1925 wufde im Petersburger PutiloffWerk di.e zweit,e Dieselmotorlokomotive nach deutschem VorbiM rnit rwsis,cheni Mat,erial gebaut. Ein Gang durch die
Putiloff-Werk'e zeigt, daD wir uns micht mehr der Vorstellung
hingeben diirf'en, dai3 auf den russischen Werken ein Betriebschaos zu finden ist. Di.e Arbeiter haben di,e durch dite Revolution geschaffenen Incstitutionen, so dle Fabrikkommission zur
Wahmehmung ihrer Inleressen und den roten Direktor; aber
durch das Dekret vom M-ai 1924 werden dime roten Direktoren
und Fabrikkommissare mit verantwortlich gemacht fiir den
Fortschritt der Produktion, und wir finden seitdem einen uberwieegenden EinfluD des T.echnikers und Ingenieurn und eine
Disziplin, die sich der in europaischen Betrieben durchaw an
die Seite stellen liifit.
Der Ural iSn die alteste industrielle Produktionsstatte RUBlande iiberhaupt, und wir finden dort bsereits zu Anfang des
18. Jahrhunderts ein.e Produktion, die durch idie M.entalitat der
russischen Vlerhaltnisse gekennzeichnet i,st. Di,e Uralindustri,e
war friiher ausschlieGlich militarisiert, und zwar dauerte die
Dienstzeit 35 Jahre. Trotz d.er vorhandenen neichen Bodenschatze
ist die Industrie im Ural zuruckgegangen. Man erkennt dies deutlich, wenn man vergleicht, daB im Jahre 1860 von d e r Gesamtfonderung Ruglands (335 000 t) d,er Ural 238 000 t li'eferbe,
wahrenld 1913 von d e r Gesamtforderung RuBlands (4 606 000 t)
der Ural nur 916000 t geliefert hat. Die Uralindustrie war
insbesonldere infolge des Fehl~ens einer verarbeitungsfahigen
Kohle in d,er Nah,e zuriickgegangen. Hteute ist die ganze Industrie im Ural noch im Aufbau begrifben. Man ist jetzt bestrebt durch Erwerb von sibirisch,en Kohbengruben die
Feaerungsbasis zu erw'eitern, aber durch die Entf,ernung der
Kohlenlager wird dieses Streben nur von geringem Erfolg begleitet eein. Die Modernitiit der Naderschtin-Werke za@ Votr.
an dem Bild dcer Hochofenanlage, die durchaus im. Rh'einlanid
od,er W'estfalen stehen konnte, aber auch dieses sonst so
mold,erne Werk hat n,eben fiinf modernen Martinofen noch
drei Martinof,en, bei denen die Beschickung durch Hand erfolgt. Ein btedeutender Artikel der Naderschtin-Werk,e sind
Eisenbahnschienen und EisenbahnschweUmen. Das mechanische Schi,enenwalzwerk kit durchaus modern ausgestattet
Die Nad,erschtin-W,erke konnen im Jahr 164OCO t Roheisen
lief,ern, ebenso viel Martinstahl unld gewalzles Material. Die
Relegschaft des W,erkes b d r u g 1924 nabezu 8000 Mann.
Neben dieser Groaindustrie bildet im Ural die Textilindustrie die zweitwichtigste, die sich hauptsachlich auf Jekatbarinmburg stiitzt md wenig uber die ortliche Versorgung
der Bevolkermg in Textilien heraus in Frage kommt. Die
T,extilindustri,e w i d im Ural zum groaten Teil mit englischen
UMI amerikanisch,en Betriebsmitteln ausgestatbet und ist nicht
sehr veraltet, da in den Ietzten F,riedensjahpen N.euerungen eingefiihrt wurden. Die Textilfabriken im Ural, in d e r Ukrahe,
in Moskau oder Leningrad werden von einer erhoht.en Arb'eit.erzahl bedient. Die Arbeitsleistung des einzelnen Arbeiters ist
geringer, als bei den iibrigen europaischen Industriearbeitern.
Neben d,er hdustriel1,en Produktion finden wir im Ural auch
die primitivsfe Hausindustri'e, aber nicht nur auf dem Gebiete
der Textifieu; die H~eimindust~ie
sorgt auch f u r die Geriitschaften
fiir Haus und Acker, fur daen Hausbau, die.Bedachung, die Beschuhung usw. Bei den vi,elfach,en Gegensatzen wird man fiir
die Zukunft der Volkswirtschaft Rui3Ia.ds unter dem berjomderen
bolschewistischen Wirtschaftssystem nur in dem MaGe einen
Fortschritt erblicken konnen, ,in d'em im Rahmen d,er Moglichk,eiten Gegenatze, die Bemmungen aus der Psyche des Volkes,
iiberwund.en werdmen kiinn'en. Man hat sehr wohl erkannt, daB
die Madernisierung td.er Industrie und die Typi,sierung nur
miiglich sein wird, wenn es den bolschewistischen Wirtschaftsfuhrern gelingt, dime Hemmungen und zuriickgebliebenen Erscheinungen im allgemeinen Volksleben der Sowjet-Union zu
bebben. In welchem Mafie man versucht, die russische Induetrie zu modernisieren, lassen folgende Zahlen erkennm.
F u r das laufende Wirtschaftsjahr 1925/26 hat d e r oberste Wirtschaftsrat fur die erste Gruppe d e r Industrien, das sind dieMetallindustrie, elektrotechnische, BrennstoR-, Holz-, Glas-, chemische
Industrile, eine Kapitalausschiittung fur Reparaturen, Umanderungen, Erganzungen und wirtschaftliche Rationalisierung ausgeworfen im Betrag von 389,5 Mill. Rubel und 136,8 Mill. Rubel
fur Neuanlagen, 65,2 Mill. fur Wohnungsbau. Fur die zweite
Gruppe der Indu&rie, das ist Textilindustrie, Zucker-, Lebensmittel-, Gummiindustrie und pharmazeutische Produkte, Lederumd Papierindustrie fiir Reparaturen, fur die wirt@chaftlicheRationalisierung 589,l Mill. Rubel, fur Neuanlagen 208 Mill. und
fur Wohnungsbauten 101,4 Mill. Rubel. Wenn man dw allgemeim Budget von 3,5 Milliarden betrachtet, so machen d i a e
Ausschiittungen einen bedeutenden Prozentsatz aus. In dem
Restreben, die Wirtschaft zu rationalisieaen, will man auch
rnit der dmeutschen Industrie und deutschen Technikern zusammenarbeiten. Fiir die wirkliche Losung dieses Problems,
daB die industrielle Produktion in dem moglichen Rahmen
innerhalb Rui3lands sich Geltung verschafft unld die Indmtrie
zum Vemorger der Agrarbevolkerung wird, sind noch viel Voranssetzungen zu erfullen, vor allem bedarf die Umdellung noch
viel Zeit.
~-
Aus Vereinen und Versammlungen.
Verein Deutscher Nahrungsmittetchemiker.
Die diesjahrige Hauptversammplung findet am 21. und
22. Juni in Diisseldorf statt.
Verein Deutscher Kartoffeltrockner.
Genemlversammlung, Berlin, den 23. Februar 1926.
Prof. Dr. P a r o w , Berlin: ,,Die wirtschaft[ichen und
wissenschaltlich-technischenArbeiten des vergangenen Jahres".
Das zu Ende gehende Wiirtschaftsjahr war ein eehr ungiinstiges, die Kartoffeleneuger wurden arg e n t t a w h t durch
die vollig unwirtschaftlichen Kartoffelpreise, eblenso die Kartoffeltrockner durch die Preise fiir ihr Fabrikat, die im Vorjahr
M 9,40 je Ztr. und jetzt kaum M 7,- betragen. Rechn'et man
nur 60 Pi. fur den Zentner Karloffeln Unkasten und bei dem
heutigen starkearmcen Rohmaterial 4,5 Ztr. Kartoffeln fur einen
Zentner Trockenkartoffeln, so kann der KartofPeltrockner, auch
wenn er nur seine Leute beschiiftigen und seine Apparate
nicht verrosten lassen will, also keinen Vorteil fiir sich beansprucht, fur eiaen Zentner Kartoffeln hochstens 90 Pf. anlegen und zwar fRiFabrik. Bei diasemKartoffelpreis wiirde aber
der Kartoffelerzeuger etwa noch 60 Pf. je Zentnter zulegen, urn
seine Kosten zu decken. Hier ist also Hilfe im I n t e r n e der
ganxen Volkserniihrung unbedingt erforderlich. In zahlreichen
Eingaben und Verhanldlungen wurde versucht, die maDgebendren
Stellen fur dise dringendsten Wunsche des Trocknungsgewerbes
zu interessieren. Einiges wurde erreicht, so der Zoll auf polnische Flocken, die Gestaltung von GroDraumwagen fiir
Flocken. Auf viele, die Existenz des Trocknungsgewerbee bestimmende Wunsche wurde leider ablehnendjer Bescheid erhalten. Die deutsche Reichsbahngesellschaft hat sich nicht dazu
verstanden, die Differenzierung in dem Frachttarif zwischen
Speisekartoffeln und Fabrikkartoff eln aufzuheben, obwohl diese
Aufhebung d e r Diff erenzierung fur die Reichsbahn bedeutungslos, fur d a s Trocknungsgew-erbe aber von groSer Badeutung gewesen ware, da bei Aufhebung d e r Dserenzierung keine erhebliche Verteuerung d e r Trockenkartoff eln durch die Kartoffelfracht bewirkt ware. Die Reichsbahn hat auch nicht die beantragte Versetzung d e r Trockenkartoffeln aus Klasse E in die
billigere Klasse F bewilligt. Bei der groRen Kartoffelernte und
der geringen Nachfrage nach Kartoffeln ware es fur unaere
ganze Volkswirtschaft ein Segen gewesen, wenn groiSe Mengen
Kartoffeln getrocknet waren. Nicht allein, da8 dadurch groiSe
Mengen Nahrstoffe erhalten waren, auch viele auslandische
Futtermittel hatten wir durch die heimische Trockenkartoffel
ersetzen konnen und ganz betrachtliche Geldsummen im Lande
behalten. So konnten viele Trocknereien bei den an untd fiir
sich schon hohen t o h n e n und Kohlenpreisen nicht weiter arbeiten, da sie bei den teuren Frachtsatzen fur Trockenkartoffeln
keine Aussicht hatten, ihr Produkt abzusdzen. Durch die
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