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Astrologie Alchemie Mystik. Ein Beitrag zur Geschichte der Naturwissenschaften. Von Franz Strunz. Otto Wilhelm Barth Verlag G. m. b. H

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Zcitaehr. far anger.
a e t n i e , 42. J. ins\
33
Neue Btlcher
Atomstmktur and Atombindong. Von J. S t a r k. Verlag
Brosch. 9,- RM.
A. Seydel, Berlin 1928.
Der Verfasser dieser Schrift stellt den Referenten vor eine
schwierige Aufgabe. Einerseits verdankt die Physik dem
Autor die Entdeckung einiger absolut grundlegender Erkenntnisse und Methoden, deren Studium fiir die Entwicklung
unseres Wissens um die Atomphysik geradezu unentbehrlich
geworden ist. Andrerseits unterliegt es keinem Zweifel, dafl
die Mehrheit der beteiligten Forscher den Interpretationen
dieses Buches ablehnend gegeniiberstehen wird, wie der Verfaseer selber vermutet. Der hier mtage tretende Zwiespalt
ist tieferer Art, aber wohl so alt wie die Forschung selber.
Dem angeblich rein spekulativen Vorgehen der modernen
Theorien der Atomstruktur
(B o h r , H e i s e n b e r g ,
S c h r ti d i n g e r) stellt der Autor eine angeblich rein empiI ische Methode gegeniiber. Sein Atombild will nicht weiter
gehen, als es die experimentellen Erfahrungen gerade ben6tigen; all- ,,Dogmatische" soll unterbleiben. Hierin liegt
eine Tiiuschung ; einmal stUtzt sich die sog. spekulative
Methode in starkstem Ma& auf das Experiment, und zum
andern kann auch der Autor ohm Dogmen nicht auskommen,
Z. B. Maxwellsche Theorie und Lichtquantenhypothese. So ist
wohl der tatsiichliche Gegensatz ein anderer : einem begrifflich kaum zu erfassenden Formalismus soll ein der Vorstellung zuglngliches Bild gegenubergestellt werden, selbst auf
die Gefahr hin, daB dieses Bild unzutreffend ist. Das zweifel10s Richtige dieser Auffassung liegt in der heurislischen Kraft
des Bildes, soweit es solche besitzt; falsch ist es aber, wenn
dieses Bild in Widerspruch zu unserm sonstigen W h e n gerilt.
Zu lelzterem m e ich die Verwendung eines ,statischen"
Modells, daa sich nach unserer Vorstellung als unmaglich erweist. (Ubrfgens hatte der Autor schoa frtiher ein Model1 beschrieben, daa sich von dem neuen erheblich unterscheidet.)
Dieses Mode11 wird nun durch das game periodische System
geMhrt, wobei die chemischen Valenzen und das spektrale
Verhalten richtungsweisend sind. Hierbei drlngt sich die
Frage auf: verdankt der Verfasser nicht viele seiner Ideen
dern Vorgange B o h r s , den er so vbllig ablehnt? Der zweite
Teil befafjt sich mit der bildmli3igen Ergreifung der Atomnnd MolekUlbildungen; ein Problem, das gerade heute von
der Gegenseite recht geftirdert ist. Wenn Iefztere zu der Ansicht gekommen ist, daf3 die Darstellung der Bindungen durch
den Cherniker den Tatsachen ziemlich gerecht wird, so mag
der Autor in diesem Triumph des ,Bildes" einen Beweis
seiner Einstellung sehen. Oberhaupt, man mag dam stehen,
wie man will: wenn es gelingt, aus dem hier entworfenen
Bilde neue, bisher noch unbekannts Tatsachen zu folgern, so
hat es - genau wie alle andern vergilnglichen Bilder - seine
Existenzberechtigung erwiesen. Darauf wollen wir warten.
Bennezoilz. [BB. 105.1
Astrologie, Alchemie, Mystik. Ein Beitrag zur Geschichte der
Naturwissenschaften. Von Franz S t r u n z. Otto Wilhelm
Barth Verlag G. m. b. H., Mtinchen-Planegg 1928.
Wohl der weitaus grbf3te Teil der Chemiker von heute ist
nicht willens oder nicht in der Lage, sich mit der friihen Geschichte der Chemie eiagehender zu befassen. Und selbst diejenigen, die - aus Neugierde, aus Ablenkungsbedurfnis oder aus
irgendeinem inneren Zmnge heraua - ein chemiegeschichtliches Buch zur Hand nehrnen, resignieren meistena bei dern
Versuch, sich innerlich mit dern Problem der A 1c h e m ie
auseinanderzusetzen. Das Durchschnittsurteil tiber die alchemistische Kindheitsepoche unsemr Wissenachaft lautet etwa so,
dafj die Alchemisten teils verworrene Kopfe, teils BetrUger
waren, und daia Zufallaerfindungen, wie die d a Porzellans,
die bemerkenswertesten Leistungen unserer Berufsvorfahren
gewesen sind. Dieser beklagenswerte Mange1 an Verstiindnis
beruht zuzn grof3en Teil darauf, da8 es bisher an einer leicht
lesbaren literarischen Darstellung der alchemistischen Periode
gefehlt hat. Wir b e s h n zwar die immer noch wertvollen
Rocher von K a p p , S c h m i e d e r und anderen iilteren
Autoran, sowie E. 0. v o n L i p p m a n n a grundlegendes
Werk Ilber ,,Entst!ehug und Awbreitung der Alchemie"; aber
dfsae Bttcher mkzen d o n daa Vorhandensein eines gewissen
M a f i a mn Chemtehiatarischem Interesse voraus uzld sind zu
qehr ,,Fachlibratur'', um dam rnehr. naive Intereese derjen&en
Leser befriedigen zu ktinnen, denen es weniger auf fachlrritische Auaeinandersetzung nls a d einen alIgemeineren,
inneren Kontakt mit der Problemwelt der Alchemie ankommt.
Das neue Buch von F. S t r u n z ftillt hier eine vie1 empfundene
LUcke aus. O h m daf3 ea auf kritische, ant Quellenstudium gegrtindete Durchdringung des schwierigen Stoffes verzichtet,
vermittelt es uns fast mUhelos ein Bchtines abgerundetes Bild
der Geschichte der alchemistischea Weltanschauung, diesee
,,tragischen Irrtums" des menechlichen Geistes. Es beschrhkt
sich nicht darauf, urn die Alchemie a h solche, ale Vorliiuferh
der Chemie niiherzubringen, eondern es zeigt sie in ihrem
ideengeschichtlichen Zusammenhang mit Religion und Mystik.
Sie ist, wie S t r u n z tiberzeugend zeigt, in dieeem Zusammenhang aufs engste verknUpft mit der Astrologie : ,empiriathe
Astrologie und Alchemie sind Praxis und Technik gewordene
Mystik", sie sind ,,Elementargedanken der Menechheit". Diese
allgemeinmenschlich interessierenden Urspriinge und Zusammenhiinge bringt une S t r u n z in seinem Buch meisterhaft zum
Bewufitsein; er weist sie nac bei den verschiedensten Volkern
und Zeiten, fur China, Griecbentum, Hellenismus und Mittelalter, bei allen groi3en Miinnern in der Geschichte der Naturwissenwhaften, die in ihrer Brust Mythos und Ratio vereinten.
Die Lekttire dieses Buches wird auch deshalb zum Genui3, weil
die formvollendete Sprache des Autors aufs gliicklichste der
Eigenart des zu behandelnden Stoffes angepaf3t ist. Man
m kht e diesem Buch von S t r u n z als Leitmotiv die Worte
Ho f m a n n s t h a 1 s voransetzen, des Dichters, an den sein
Stil manchmal %rinnert:
,,Verworrenea beherrschend bindes
Und Wege noch im Ewig-Dunkeln finden
Q. Buggs. [BB. 142.1
. . ."
Chemisehe nnd mikrochemische Untersuchungsmethoden. Von
Dr. C. E. S c h u n t e r m a n n . Mit Oeleitwort von Prof.
Dr. Bittorff, Breslau. VIII u. 176 S. Oktav. Verlag der
Antlichen Rundschau Otto amelin, Mthchen 1928.
5,- M., geb. 6,SO M.
Diese Schrift ist von dem Verfasser Mr den praktischeu
A n t bestimmt. Aber von den mitgeteilten Methoden wird auch
der beste Praktiker nur einen ganz kleinen Bruchteil ausftihren. Er kann nichts Besseres tun, ale sich auf qualitative
Heaktionen und ganz wenige einfache quantitative Bestimmungen zu beschriinken. Diese Methoden findet er in jedein
diagnostischen Leitfaden. Fur quantitative Bestimmungen (um
aus jedem Kapitdl nur etwas zu erwiihnen) von Kreatinin oder
Sulfat im Harn, Lipase im Mageninhalt, Fett in den Faeces,
Cholesterin oder Ca im Blut, fur die AuefUhmg der Kollofdreaktioaen des Liquor cerebrospinalis und fur die pH-Messung
fehlt ihm Ausbildung, Apparatur und Zeit.
Was der Arzt wissen mufl, sind die Indikationen ftir diese
Untersuchungen. Er muB die Technik der Entnahme und der
vorbereitenden Konservierung des Materials kennen, und er
muf3 verstehen, die Resultate kritisch zu verwerten. Von all
dem bringt die kleine Schrift nichts. L. Lichtwitz. [BB. 210.1
Qeeammelte Abhandlungen. Von Prof. Dr. F. K e h r m a n n .
Band V. 321 S. m. 53 Abbildungen. Georg Thieme, Leipzig.
1928.
Geh. 30,- M.
Dieser letzte Band entMlt drei Abteilungen, in der ersten
Untersuchungen uber komplexe Sluren, Arbeiten fiber basi&he
Eigenschaften des Kohlenstoffes und iiber Oxoniurnverbindungen, in der zweiten neuere Untersuchungen iiber Chtnonimidfarbstoffe und in der dritten 22 Arbeiten verschiedenen Inhaltes. In den fiinf Bhden ist somit der Abdruck der Arbeiten
K e h r m a n n s aus den Jahren 1886-1927 enthalten.
Der Verfasser wirft in einem SchluBwort einen Ruckblick
auf sein Lebenswerk, wie es in seinen Abhandlungen niedergelegt ist. Es seien, so sagt er, drei grundlegende Tatsachen
gefunden worden, hinter denen alle seine iibrigen Arbelten
zurticktreten, einmal die. Entdeckung des Einflusaes (1887),
wdchen die Substitution a d den Verlauf chemiecher Umsatzungen haben kaxm
insbesondere bei Substitution in
0-Stellung zu dem die Umsetzung bewirkenden MolekUrest -,
der waiteren die Ergabnisse d %Arbeiten
~
liber die basischen
Eiganschaften des Saueretodis und endlich die Entdeekung (1901)
der Carbooiumsalze.
F. Maper. [BB.280.1
-
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