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Atlas der gewerblichen Gesundheitspflege. Band III. Gesundheitspflege in der chemischen Industrie. Von Sommerfeld. 144 Seiten mit 101 Abbildungen und 4 farbigen Tafeln. Preuische Verlagsanstalt Berlin 1928. Preis geb. RM

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408
Neue BUcher
EinIliisse a d Beton. Uriter Mitarbeit von F. H u n d e s h a g e n
und Otlo G r a f herausgegeben von A. K 1 e i 11 1 o g e 1. 3. .4uflage. Berlin 1930. Preis RM. 3730, geb. RM. 39,50.
Die 3. Auflage des bekannten Werkes behalt die lexikonartige Anordnung des Textes bei. Diese Art der Darstellung
bietet den Vorteil einer sehr schnellen Orientierung; sie erschwert aber die Ubersicht iiber den Irihalt des Werkes und
laat nicht ahnen, aelche Oberfulle an wissenschaftlichem und
praktisohem Tatsachenniaterial hier hinter eineni bescheideneii
Titel verborgen ist. Schon die Tatsache, daij aus einem Buche
von 160 Druckseiten in der ersten Auflage jetzt ein in sechs
Lieferungen erschienenes Werk von 35 Druckbogen und 560 Textseiten geworden ist, beweist, wie erfolgreich der Herausgeber
und seine Mitarbeiter sich bemiiht haben, alles zu erfassen, was
iiur irgendwie ,,Einfluf3 auf Beton" ausiiben kann.
Zunachst wird, als wichtigster Bestandteil des Betons, der
Zement ausfiihrlich behandclt.
Zu den ,,Einfliissen auf Beton" rechnen die Herausgeber
auch alle Maijnahmen zur Betonbereitung: die Wahl der Zuschlagsstoffe unter Beriicksichtigung des Kornaufbaues, den
Einflud des Wasserzusatzes bei der Betonbereitung und die
Zufiihrung des fertigen Betons zur Baustelle. Die Griindlichkeit der Bearbeitung mag daraus entnornnien werden, daij vorn
Aerokretbeton bis zurn Teerbeton nicht weniger als 33 verschiedene Betonarten unterschieden sind.
Bei den ,,Einfliissen auf Beten" in1 engeren Sinne sind alle
Einwirkungen physikalischer und chemischer Art beriicksichtigt
worden, denen der Beton wiihrend des Abbindens und nach
dem Erharten ausgesetzt sein kann, u. a. rnechanische Beanspruchungen aller Art, z. B. solche durch SchuDwirkung und
Erdbeben; unter den Einfliissen elektrischer Natur sind selbst
Blitz und Rontgenstrahlen nicht vergessen; ja sogar die Tierwelt liommt zu ihrem Recht, beispielsweise in Ausfuhrungen
iiber die Tatigkeit der Bohrmuschel und anderer Meerestiere.
Den breitesten Raum nehmen natiirlich die chemischen Einfliisse ein. Es gibt kaum einen der im praktischen Leben
gebrauchlichen Stoffe, der nicht beriicksichtigt worden ware;
so finden sich Abhandlungen unter Stichworten wie ,,Schwefel",
i,Eierfrischhaltung" und ,,Tabak".
Daij das Werk, soweit der Berichterstatter feststellen konnte,
im ganzen frei von Oberschneidungen ist, ist urn so bemerkenswerter, ale einesteils die lexikonartige Anordnung, andernteils
das Zusammenwirken mehrerer Autoren solche Gefahren in
sich hargen. DaD die Behandlung des Materials auf wissenschaftlicher Hohe steht, bedarf keiner besonderen Erwahnung;
hierfiir bieten die Namen der drei Bearbeiter ohnehin die volle
Gewahr. Durch zahlreiche Abbildungen wird das Verstandnis
erleichtert; ebenso wird der Leser eine im Anhang gebrachte
Zusammenstellung der Fachausdrucke in deutscher, englischer
und franzosischer Sprache begriiDen. Das Buch kann jedern,
der mit Zement und Beton zu tun hat, auf das warmste empfohlen werden.
Hans Kuhl. [BB. 237.1
Der adsorbierende Bodenkomplex. Von K. K. G e d r o i z
Leningrad. Verlag von Theodor Steinkopff, Dresden und
Leipzig 1929. Preis geh. RM. 5,-.
G e d r o i z macht in seiner fur den Agrikulturchemiker
und Bodenkundler sehr lesensvierten Schrift den Versuch, eine
Klassifikation der Biiden auf die chemische Zusammensetzuiig
des adsorbierenden Bodenkomplexes aufzubauen. Chemisch
betrachtet, besteht dieser Komplex nach G e d r o i z aus den
salzartigen Aluminosilicaten oder aus den diesen Silicaten entsprechenden freien Sauren, und weiterhin aus organischen und
organisoh-mineralischen Verbindungen. Physikalisch stellt der
adsorbierende Bodenkomplex die Gesamtheit der Verbindungen
dar, die in hochdispersem Zustande im Boden enthalten sind.
Die wesentlichste Grundeigenschaft des Komplexes ist seine
Fiihigkeit zum Ionenaustausch G e d r o i z bespricht im einzelnen die Entstehung, die Zusammensetzung, den physikalischen Zustand, die Bestandigkeit und die Absorptionskapazitat
des Komplexes. Die Annahme von S t r e m m e , nach der der
anorganische Anteil des Komplexes nur ein Gelgemisch von
Kieselsaure und Aluminium und Eisenoxyd mit daran absorbierten Basen ist, wird von G e d r o i z abgelehnt. Die unter
dem Einflui3 d e r Verwitterungsfaktoren entstandenen Neubildungen hiilt G e d r o i z fur Gemische ohemischer Verbindungen, auch wenn stochiometrische Verhiiltnisse in ihrer Zu-
Zeitschr. far
J.
IChemie.
_ _
43:
anger.
1930
_
sanimensetzung nioht nachgewiesen werden konnen. I m iibrigen
kommt G e d r o i z schlieijlich auf Grund seiner Untersuchungen
iiber die cheniische Zusammensetzung des absorbierenden
Bodenkomplexes zur Aufstellung von zwei groden Bodenklassen
oder Typen der Bodenbildung. Die erste Klasse umfai3t die
Boden, die keinen Saure-Wasserstoff im absorbierenden Komplex enthalten, d. h. die basengesattigten Boden. Die zweite
Klasse umschliedt die Biiden, in deren absorbierendem Komplex
Saure-Wasserstoff enthalten ist, also die basenungesattigten
Boden. Bei der ersten Klasse laijt sich eine Unterteilung
machen, wenn man die Art der absorbierten Kationen in Betracht zieht. 1st nur Calcium und Magnesium darunter vertreten, so hat man es niit deni Tschanosemtypus der Bodenbildung zu tun, ist dagegen auch Natrium im absorbierenden
Komplex vorlianden, so hat man den Solonetztypus der Bodenbildung vor sich. Dieser kann wieder naoh dem Vorhandensein oder Fehlen von Natriumchlorid oder aber nach dem Verlust des im Komplex absorbierten Natriums drei Untergruppen
liefern, namlich die Solontschakboden, die Solonetzboden und
die solodisierten Boden. In der zweiten groBen Klasse, der der
basenungesattigten, Wasserstoff im Absorptionskomplex enthaltenden Boden ergeben sich zwei Untergruppen, namlich die
Boden vom Laterittypus und die vom Podsoltypus. Die genannten Bodentypen stellen aber nur die allergrobsten Klassifikationseinheiten dar. Vom weiteren Studium der Eigenschaften des absorbierenden Komplexes erhofft G e d r o i z
noch eine wesentliche Verfeinerung seiner Bodenklassifikation.
Kappen. [BB. 420.1
Der Aufbau des Mortels und des Betons. Von Otto G r a f.
3. Auflage. Berlin 1930. Preis RM. 16,-, geb. RM. 17,50.
Die 2. Auflage des Werkes war bereits nach 1% Jahren
vergriffen, der beste Beweis dafiir, wie dringend das Bediirfnis
nach dieseni Buche ist. Die vorliegende Auflage schlieDt sich
im allgemeinen an die vorangegangene an, freilich unter mannigfaltiger Erweiterung. So wurden neben der Druckfestigkeit von
Mortel und Beton auch andere wichtige Eigenschaften, wie Biegefestigkeit, Abnutzungswiderstand, Wasserdurchlassigkeit und
Raumbestandigkeit beriicksichtigt.
Was dem Buch auch in seiner neuen Auflage eine besondere
Note rerleiht, ist die enge Verbundenheit des Verfassers rnit
seineni Stoffe, gilt e r doch selbst als ein Bahnbrecher der
heutigeri Mortel- und Betonkunde. Infolgedessen kann der
Verfasser auf 150 Seiten das Wesentlichste des Gebietes in
iiberaus klarer und iibersichtlicher Darstellung bringen: Die
Abhangigkeit der Eigenschaften des Mortels und des Betons von
der Natur der Bindemittel, der Zuschlagsstoffe, des Wasserzusatzes und der Art der Verarbeitung.
Die Ausstattung des Buches rnit zahlreichen Abbildungen,
Zahlentafelri und Kurvenblattern ist vorbildlich.
Hans Kiihl. [BB. 95.1
Atlas der gewerbliehen Gesundheitspflege. Band 111. Gesundheitspflege in der chemischen Industrie. Von S o m m e r f e l d . 144 Seiten, mit 101 Abbildungen und 4 farbigen
Tafeln. PreuSische Verlagsanstalt, Berlin 1928. Preis geb.
RM. 30,-.
Die Einleitung bringt zunachst einige allgemeine Bemerkungen iiber die wichtigsten Apparaturen, iiber Staub- und
Dampfebeseitigung sowie iiber Atmungsgerate. Es folgen sodann kurze Ausfiihrungen iiber die Technologie und Gesundheitsgefahrdung bei Herstellung verschiedener anorganischer
und organischer Substanzen. Diese knappen Texte sind durch
eine Menge von Tafelbildern illustriert, welche zum kleinen
Teile rnedizinische Darstellungen von Gewerbekrankheiten, zum
groijeren Teile technische Bilder von Apparaturen rnit (blaugetijnten) Schutzeinrichtungen vorfiihren. Fur den Fachmann
sind die meisten Bilder alte Bekannte, die a u s der medizinischen Literatur und aus den Katalogen von Apparatebaufirmen zusammengetragen wurden; sie bieten dem lrztlichen
und technischen F a c h m a n n durchaus nichts Neues. 6 b e r dies sind die medizinischen Kopien nicht sehr schon geraten.
Einen Wert hat der Atlas hauptsachlich f u r F e r n e r s t e h e n d e u n d f ii r L e r n e n d e ; derjenige Mediziner
oder Techniker oder Verwaltungsbeamte, der sich vom Arbeiterschutz in den chemischen Betrieben einen Begriff verschaffen
will, wird wohl manches Niitzliche und Interessante vorfinden.
Allerdings muD e r sich dabei b e w d t eein, in den vorliegenden
~
Zeitschr. fur a n e w .
s e j e . 43. J. i?ol
Neue Biicher
- Verein
Bildern nur gewisse allgeirieine Schemata zu sehen, die im
Einzdfall der Praxis zum Teil ganz anders durchgefiihrt oder
Koelsch. [BB. 104.1
zuiii Teil langst uberholt sind.
Metallographie der technischen Kupferlegierungen. Von Dip].Ing. A. S c h i m ni e 1. VI und 134 Seiten. 199 Abbildungen,
eirie niehrfarbige Tafel und fiinf Diagramnitafeln. Verlag
J. Springer, Berlin 1930. Preis geh. RM. 19,-, geb. RM. 20,50.
Das Werkchen stellt sich die Aufgabe, metallographische
Kenntnisse in den Zweigen der Technik, die sich mit den1
Kupfer und seinen Legierungen beschaftigen, zu verbreiten.
Was das bekannte Buch von P r e u 6 -B e r n d t -v. S c h w a r z
auf dem Eiaengebiet geleistet hatte, das sollte hier fur die
Kupferlegierungen fortgefiihrt werden.
Zunachst werden naturgemaB die Zustandsdiagramme der
technisch wiehtigen Kupferlegierungen, also die binaren Systenie
Kupfer-Zink, Kupfer-Zinn, Kupfer-Aluminium, soweit sie technologisch in Betracht kommen, eingehend, klar und sachgemaa,
die Dreistoffsysteme Kupfer-Zink-Zinn und Kupfer-Zink-Nickel
wenigstens andeutungsweise besprochen. Ein zweiter Abschnitt
behandelt unter dem Titel: ,,Die Anwendung der Gefiigelehre
auf die Werkstoffe der Technik" bei den genannten Legierungen
zu denen noch das technische Kupfer, also sauerstoff- und
arsenhaltiges Material hinzukommt, den EinfluB des Gefugeaufbaues, der Gefugeuniwandlung, der Reckung und Rekristallisation auf die Werkstoffeigenschaften. Ein besonderes Kapitel
ist dem makroskopischen Gefiigeaufbau und der Methode zu
seiner Erkennung, den nichtmetallischen Beiniengungen und
dern Loten und SchweiOen gewidmet. Literaturnachweis und
Nornienblatter finden sich im Anhsng.
Die Arbeit kann a1s ganz besonders gelungen bezeichnet
werden. Es werden hier dem Techniker die und nur die
Kenntnisse der Metallkunde vermittelt, iiber deren praktische
Brauchbarkeit heute kein Zweifel mehr besteht, und diese
Kenntnisse werden in so einfacher, anschaulicher und korrekter
Form vorgetragen, daB der Leser die Uberzeugung gewinnen
niuB, hier handele es sich um Dinge, die ihm praktisch weiterhelfen und die e r nicht als ,,graue Theorie" ablehnen darf. Der
Verfasser, der ale Leiter der Materialpriitanstalt eines unserer
groBten Messingwerke sich Kenntnisse und Erfahrungen auf
diesem Gebiet in jahrelanger Tatigkeit reichlich erwerben
konnte, hat geschickt den naheliegenden Febler vermieden, den
Techniker durch theoretische Betrachtungen stutzig zu machen
und ihn durch Andeutung verwickelterer Beziehungen, deren
genaue Kenntnis er ihm im Rahmen dieser kleinen Schrift doch
nicht vermitteln konnte, zu verwirren.
Das Buch, dem der Verlag die bekannte vortreffliche Ausstattung gegeberi hat, knnn allerbestens empfohIen werden.
W. Frasnkel. [BB. 66.1
Textil-Industrie. 111. Wascherei, Bleicherei, Fiirberei. Von
Dr. W. K i n d . Zweite, verbesserte Auflage. Mit 26 Abbildungen. Sammlung Goschen. Walter de Gruyter & CO.,
Berlin und Leipzig 1930.
Der bekannte Verfasser der Monographie iiber die
Bleicherei der Pflanzentasern hat die schwere Aufgabe iibernommen, das umfangreiche Gebiet der Wascherei, Bleicherei
und auaerdem noch der Farberei der Gespinstfasern fur die
Sammlung Goschen zu bearbeiten. Er hat seine Aufgabe unzweifelhaft einwandfrei gelost und hat a d dem beschrankten
Raum tatsachlich all das konzentriert, was erforderlich ist, um
sich auf dem Gebiet der Textilveredlung rasch zu orientieren.
Neben einer kurzen Ubersicht iiber die Hilfsprodukte der
Textilveredlung, wobei auch den heute, mit mehr oder weniger
Recht, eine bedeutende Rolle spielenden Netzmitteln Erwahnung
getan wird, werden besonders die Bleichmittel behandelt und
dann dem wichtigsten Hilfsrnittel der Textilveredlung, den1
Wasser und dessen Reinigung, die gebiihrende Beachtung geschenkt. Die Ubersicht iiber die Farbstoffe mul3te bei der
ungeheuren Menge derselben richtigerweise auf die wichtigsten
Farbstoffgruppen und deren Verbalten beim Farben der Textilfasern beschrankt bleiben. Der Wacherei und besonders der
Bleicherei ist ein grolkrer Raum vorbehalten worden, bedingt
durch die versehiedenen Behandlungen, welchen die einzelnen
Textilfasern unterworfen werden miissen. Vor der Behandlung der Farberei isi noch k u n auf die Bedeubng der Mercerisation der Baumwolle aufmerksam gemacht worden. Die
,,Fiirberei" behandelt nun nicht allein die durch das ver-
deutscher Ohemiker
409
schiedeiie Verhalten der Farbstoffe bedingten niannigfaltigen
Farbeverfahren, sondern auch die verschiedenen bei den einzelneu Materialien anzuwendenden Apparaturen, welche durch
viele, zweckmaBige schematische, bildliche Darstellungen erlautert werden. Zuni SchluO wird kurz die Priifung der Echtheit der Farbstoffe behandelt, und dabei wurde auch der
Pionierarbeit der Echtheitskomniission des Vereins deutscher
Chemiker anerkennend gedacht.
Das kleine Werk ist in der Tat eine auBerordentlich wertvolle Erweiterung der Goschen-Sammlung und u m SO anerkennenswerter, als auch eineni weiteren Publikuni Gelegenheit geboten wird, den verwickelten Werdegang der nach
den Nahrungsmitteln wichtigsten menschlichen Bedarfsartiliel
Haller. [BB. 80.1
kennenzulernen.
Technik der Haar- und Wolleuntersuchung. Von Dr. Dr. h. C.
Carl K r o n a c h e r , 0. Prof. an der Landwirtschaftlichen
Hochschule Berlin, Direktor des Instituts fur Tierziichtung
und Haustiergenetik, und Dr. Georg L o d e ni a n n , DiplomLandwirt in Hannover. Verlag Urban & Schwarzenberg,
Berlin und Wien 1930. Preis RM. 30,-, geb. RM. 33,-.
Das Inhaltsverzeichnis nennt uuter anderem folgende
Hauptteile: Untersuchungen a n Einzelhaaren init Lupe und
Mikroskop; Cheniische und mechanische Untersuchungen.
Untersuchungsmethoden fur Zellschichten und Pigment. Merkmale an den Haaren verschiedener Tierarten. Untersuchung am
gesamten HaarMeid, an geschorenen Wollen, an der Haut 21s
Standort der Haare. Veranderung der Haarentwicklung d u r 2
Schadlinge und Erkrankungen. - Au einzelnen dieser Kapitel
erkennt man besonders den Tieniichter und Landwirt, da aber
auch alle chemischen, physikalischen und technologischen Gesichtspunkte beriicksichtigt und die entsprechenden Verfahren
vortreffhich dargestellt sind, so wird d i e m Buch iiber den
engeren landwirtschaftlichen Kreis hinaus Leser finden und
vor allem auch dem Textilcheniiker willkoninien sein. Die ausgeaeichneten Mikrophotograph,ien und Abbildungen und die
eingehenden Arbeitsvorschriften lassen erkennen, daB die Verfasser aus langjiihriger experimenteller Erfahrung ehdpfen
und so ein grundlegndes Wrerk geschaffen haben.
A . Binz. [BB. 118.1
VEREIN DLUTSCHER CHCMKCR
AUS DEW BUIRKSVEREININ
Bezirksverein Obersehlesien. Mitgliederversammlung am
15. April, abends 8.30 Uhr, im Vortragssaal des Staatlichen
Hygienischen Institutes, Beuthen. Anwesend 23 Mitglieder.
Dr. K o w a 1s k i , Bobrek: ,,Mikroslmkfurund Verkokunyseigenschaften von Kokskohlen."
An Hand von Lichtbildern wurde die Struktur der drei
Kohlegefiigehestandteile Glanz-, Watt- und Faserkohle erIautert. Die Glanzkohle ist irn ReliefscNiff als glatte glanzende
Flache zu sehen. Mitunter finden sich Obergange von Glanzkohle in Faserkohle. In den ersten Inkohlungsstufen tritd auch
Andeutung von Holzstruktnr auf. Nach d e n Atzen erscheint
eine an Zelleu erinnernde ,,RiBstruktur", wie sie lhnlich bei
Glnsuren und eiiitrocknenden Farbhiiuten auftritt.
Die Matkkohle zeigt im Mikrobild eine strukturlose Grundmasse, in die Sporen, Cuticulen, Gewebefetzen usw. eingebettet sind. Das Atzbild weist gegeniiber dern ReliefscNiff
keine Unterschiede auf. - Die mikroskopische Untersuehung
der Faserkohle zeigt inkohlte Holzreste, deren ErhalLungszustand aul3erordentlich versohieden ist. Von gut erhalteneii
Geweben, in denen man Zellen, Tracheiden, Holztiipfelung,
Harzkorper usw. beobachten kann, bis Zuni wirren Durcheinander von Zelltriirnmern, findet man jede Ubergangsform.
Die knderung der Mikrostruktur wurde mit der Verkokungsfahigkeit, die von dem Ausgangsmaterial des Inkohlungsprozesses, dem Inkohlungsgrad und dem Verhaltnis
der Gefugebestandkile zueinander abhangig ist, in Zusamnienhang gebracht. Mit zunehmender Inkohlung nirnmt infolge
steigender Hornogenitat d e r Glanz VOII Matt- und Glanzkohle zu.
Die Andeutung der Bollstruktur in der Glanzkohle verschwindet, und die Umrisse der figurierten Reste im Bilde der
Mabtkohle werden undeutlioher. Eine h d e r u n g der Struktur
von gelagerten Kohlen konnte trotz erfolgter Verschlechterung
der Verkokungsfahigkeit nicht festgestellt werden.
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