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Atlas der letzten Linien der wichtigsten Elemente. Von Dr. Fritz Lwe Abteilungsvorsteher im Zeiss-Werk M.A.N. Verlag Th. Steinkopff Dresden und Leipzig 1928

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gewichtszustand erweist sich ale ein echter, e r ist auch von der
rinderen Seile her (Fe[OH],, HCI) zu erreichen. ' Eine Komplikation liegt in der Tatsache, daS gleichzeitig eine (wahrscheinlich chemische) Sorption von Salzsiiure an die Eisenhydroxydteilchen eintritt. Die Hydrolysenprodukte, die unniittelbar nach
dem Auflosen von FeCI, mit dieseni in1 Gleichgewicht stehen,
siud sehr wahrscheinlich stark chlorhaltige molekulardisperse
Oxydchloride (primiire Hydrolysenprodukte). Bei der Alterung
der FeC1,-Losung lagern sich diese zu kolloiden Produkten zusnnimen; dieser Vorgang bewirkt die fortschreitende Verschiebung des priiniiren Hydrolysengleichgewichts (sogen. ,,langsati1c
Ilydrolyse"). - Das Gleichgewicht: kolloides Fe&)H)s-FeC13HC1 wurde uuter den1 Gesichlspunkte der Gesetze der cheiiiischen Statik behandelt. Wenn sich Fe(OH), wie ein grobheterogener Bodenkorper verhalt, wenn also die Reaktion
zwisehen disperser Phase und Dispersionsruittel in einer scharfen
Grenzflache vor sich geht,
- mu5 nach dem Mueenwirkungsgesetz
IHC!lLz k konstant sein.
IFeCI.1
$e Versuche ergeben nur in erster A n d h e r u n g eine
Konstanz; es zeigt sich ein Gang von etwa !XI%, allerdings bei
einer Variation der Mischungsverhiiltniwe ,,urn lOOO%. Die
aktive Masse des kolloiden Fe(OH), ist a h nieht konstant, sie
nilnmt vielmehr etwas rnit seiner K o n z e n t r a t h m.
Ferner zeigte sich ein EinfluD der TeilehengriiBe des
Fe(OH), auP die Lage des Gleichgewichb. (;robe Teilchen
stehen mit einer geringereo Menge FeC1, im Oleiehgewicht ale
kleine. - Gleichgewichtsliisungen, die durch Alter von FeCI,Usungen herpestellt sind, enthalten mehr Chlor an b Fe(OH),Teilchen gebunden als solche, die durch Venniseheu v0Q ESenhydroxydsol niit Salzsiiure hergestellt sind. Dieser Baf:rnd wird
auf Grund der Anschauungen von W i n t g e n und B i 1 t g dbkutiert. - Ein Zusatz von Eisenhydroxydsol zu Eisenchlorldlosungen bewirkt eine starke Erbohung der Geschwindiptrdt
der langsamen Hydrolyse. Es ist moglich, daB dieser Zuecltr
die Koagulation der primrren Hydrolysenprodukte besehleunigt.
Dieser Befund wird an Hand der W i e g n e r - M ti 1 I e r schen
Theorie der langsamen Koagulation polydisperser Syeteiiie
diskutiert.
Die angegebenen Befunde wurden durch Leitfilhigkeitsmessungen sowie durch Analyse der durch Ultrafiltration gewonnenen intermicellaren Fllfssigkeit erhallen. (Autoreferat.)
.
~~
1
NEUP BUCHER
(Zu bexiehen, soutit im Buchhrndel ersthienen, durch
Verlrg Chemie, Q. m.b. H., Berlin W 10, Corneliusstr. 3.)
der letrten Linien der wiehtigsten Elements. Von
Dr. Fritz L 6 w e , Abteilungsvoreteher im Zeiss-Werk, M.A.N.
Verlag Th. Steinkopff, Dresden und Leipzig 1W3.
12,- M.
Die Spektralanalyse hat neuerdings besondere in der Praxis
fllr den Nachweis kleiner Mengen von E l e m t e n in Legierungen und anderen Stoffen wachsende Bedeutung erlangt.
Fritz L 6 w e hat sich urn ihre EinfUhrunp; in Deutschland g r o h
Verdienste erworben. Mit dem vorliegenden Atlas bringt e r
ein neues Hilfsmittel heraue, dae insbesondere deni Praktiker
wertvolle Dienste leisten wird. Bei der qualitativen Spektralanalyse handelt es sich um den Naehweis der starksten Linien
einee Elementee neben oft zahlreichen Linien der Orundsubstanz. Sowohl eio Bild des Spektrums ale auch die genaue
Angabe der WellenlPngen erleicbtern die Arbeit. I m vorliegenden Atlas eind die eogenannten letzten Linien von
44 Elernenten reproduzier!. Ee wurden die Lasunpen der Chloride abgestuft von 1% bis l/lc,, % auf Kohle im elektrischen
Funken verdarnpft und so anwbauliche Bilder der Spektren
bei verschiedeoen Konzentrationen gewonnen. Freilich ist damit nicht gesagt, daO das Bild der Spektren bei Anwesenheit
anderer Sloffe das gleiche bleibt, wie das insbesondere 0 e r 1 a c h dargelegt hat. Quantitative Angnben lassen sich immer
nur fur ein ganz bestimnites Stoffgemiech machen. Unter Einhaltung gewisser VorsichtsmaOregeln, insbesondere gleicher
Entladungsbedingungen, liiIlt sich aber auch die Oenauigkeit
der spektroskopischen Analyse sehr weit treiben. Da es in der
Technik meiet darauf ankommt, immer wieder die gleiche
Legierung zu kontrollieren, 0 0 is! dae keineswegs ein Mangel
der Melhode. Man k a M dem Verfarrer nur dankbar rein, dafl
Atlas
e r durch seinen Atlas viele Schwierigkeiten, die sich gerade
dem Anfinger in dieser Arbeitsweise entgegenstellen, Ilberwinden hilft.
G. Scheibe. [BB. 293.1
Band 10: ,,Die Olaereredelung" von Karl H e s e e . 28 Textfiguren und 109 Seiten.
Dieses Werkchen behandelt die Veredlung des fertig
eneugteri Glases, behandelt also nicht die Verfeinerung, die
dem Glas noch wahrend des Schmelzens, der Verarbeitung und
des KLihlens beigebracht werden kann. I n allen Fallen wird
also von fertig erkaltetein Glase ausgegangen. Der Mattierung
auf cheniischeni und mechanischem Wege ist ungefihr die
Iliilf!e des Buches gewidtnct. Viele Abbildungen, zuin Teil in
starker VergroUerung, zeigen die Unterschiede der einzelnen
Mattierungsarten und ihrer Herstellung. Die zweite Hiilfte des
13uches belrifft die Veredlung durch AuItrageu einer Schicht
auf die Oberfliiche : Irideren, Lbterung, Verspiegelung, Metallisierung, Beizen, Maleu und Brennen. Neuere Erfahrungen auI
dieseni Gebiet sind berkkaichtigt worden. Wenngleich die
Verfolgung der RezepLe h i der Knappheit des Raumes doch
schon die Ubung &em Faehmannes voraussetzt, so ist die hier
gegebene ObersicM d-ocri XU begrUBen. Snlmang. [BB. 219.1
Contemporary Detohqmants in Chemistry. Lectures delivered
at Columbia t.hlverkiiiy in the special course in Chemistry
given in the &unmer Session of 1W26 on the occasion of the
opening of tbe C b d l e r Chemical Laboratories. New York,
Columbia Univerrity Prese 1927. FUr Europa: Humphrey
Milford, Otloni University Press, Warwick Square, London
E. C. 4.
55 Schilling.
Das Bwh enthllt eine Reihe von durcbschnittlich 15 bis
20 Druckesiten ausfUllenden Vorlesungen aus den verschiedensten Zweigen der Chemie, die von besonders ausgewitblten
Forschern 1%6 an der Columbia-Universitt, New York, aus besonderein A M gehalten wurden. Sie geben eine Ubemicht
Qber dba S b d und die Entwicklungstendenzen der Chemie.
oft# bt aueb ein - nieist kurzes - Literaturverzeichnis angetQt. Ober den Inhalt unterrichtet am besten eine Auffllhrung
der e h l n e n Theniata und Autoren: Synthetische organisehe
Chemie bei der Untersuchung riechender Verbindungen:
Marston T. B o g e r t , Prof. of Organic Chem., Columbia Univ.
- Cheniische Heaktivitilt (in der organinchen Chemie) : James
F. N o r r i a , Prof. of Organic Cbem., Massachusetts Inst. of
Technology. - Chemische Beziehungen zwiscben Zuckern,
optiech aktiven Aminosiiuren, Oxysiiuren und Halogensikuren:
Phoebus A. L e v e n e , Head of the Dep. of Chemistry, RockeUmkehrbare Oxydatione-Reduktions-Reaktionen
feller Inst.
in organischen Systemen: W. Mansfield C 1 a r k e , Chief of the
Div. of Chemistry, Hygienic Lab., U.S. Public Health Service. Kristallstruktur in ihrer Beziehung zu chemischen Problemen:
Ralph W. 0. W y c k o f f , Research Chemist, Geophys. Lab.,
Carnegie Inst. of Washington. - Katalyse und der Mechanismus
cheniischer Reaktionen: Hugh S. T a y 1 o r , Prof. of Physical
Chem., Princeton Univ. - Kohlenhydrate: Sir James Colqhoune
I r v i n e , Principal, Univ. of St. Andrews. - Oxydotive
Katalyee im Korper: Edward C. K e n d a l l , Prof. of Biocheniistry, Univ. of Minnesota. - Immunologie als Zweig der
Chemie: H. Gideon W e 1 1 8 , Prof. of Palhology, Univ. of
Chicago. - Seltene Gase in d e r AtmosphiIre: Richard
H. M o o r e , Recently Chief Chemist, U. S. Bureau of Mines. Synthetische organische Chemie: E. Emmet Re i d , Prof. of
Organic Chem.. .Johns Hopkins Univ. - Permeabilitiit und
elektrisehe Phiinomene in Memhranen: Leonor M i c h a e 1 i a ,
Prof. of Biological Chem., Univ. of Berlin. - Radikale d s
chemiscbe Individuen: Charlee A. K r a u 6 , Prof. of Chem.,
Brown Univ. - Der EinfluD von Druck auf chemische Umwandlungen: Ernst C o h e n , Prof. of Physical Chem., Univ. of
Utrecht. - Eine Entwicklung in der Sanitationschemie (Mechanismus des aktivierten ,S*hlamm-Verfahrens der Abwasserverwertung, wie ee in Milwaukee entwickelt wurde): John Arthur
W i Is o n , Chief Chemist, A. F. Gallun and Sons Co.; Consulting Chemist, Milwaukee Sewerage Commission. - Die direkle
Messung des osmotischen Druekes: J. C. W. F r a z e r , Chairman of the Dep. of Chern., Johns Hopkins Univ. - Chemie der
Rakterien: Treat B. J o h n s o n , Prof. of Organic Chem, Yale
Univ. - Kootaktkatalyse: Wilder D. B a n c r o f t , Prof. of
Physical Chem., Cornell Univ. - Waeeerlosliche Vitamine:
Elmer V. M c C o l l u m , Prof. of Biological Chem, Johm
-
1372
--
.--__.
. .. .
- . . . . . . . . .
. . . . . . . ... . .
anger.
J. 1%
I Zeilschr.-far____
C'h3mic. 41.
.
Hopkins Univ. - Quantitative Untereuchung in der Chemie der
Erniihrung: Henry C. S h e r m a n , Mitchill Prof. of Chem.,
Columbia Univ. - Theorie der Oeschwindigkeit von Ionenreaktionen: d. N. B r ii n 8 t e d , Prof. of Physjcal Chem., Royal
Polytechnic Inst., Copenhagen. - Physikochemische Prinzipien
bei elektrometallurgischen Untersuchungen: Colin G. F i n k ,
Associate Prof. of Chem. Engineering in charge of ElectroChemistry, Columbia Univ. - Reaktioiieii in fliissigeni Aminoniak: E. C. F r a n k l i 1 1 , Prof. of Organic Cheln., Stanford
Univ. - Agrikulturchemie: Charles A. B r o w n e , Chief of
the Bureau of Cheni., U. S. Dep. of Agriculture. - Vollendunp
des periodischen Systems (Entdeckung des Illiniums) : R. S.
H o p k i n s , Prof. of Inorganic Chem., Univ. of Illinois.
Belirle. [RB. 129.1
Norme italiano per il controllo degli olii iiiinerali e derivati.
(Einheitliche Bestiminungen fiir dic Prftfung von MineralGlen und deren Derivnten in Italien.) Ausgearbeitet und
herausgegeben von der Coiiimissione Tccnica Governativn
Olii Minerali am R. Laboratorio Olii Mincrali in Mailand.
2. Auflage, 98 Seiten. Mailand 1928.
15 Lire.
Bereits drei Jahre nach dem Erschehem der ersten Auflnge
lconnte die italienische Stnatliclie Techniache Kommission fur
Mineralole mit der vorliegenden erweitt'rten und dem heutigen
Ftande der Mineralblforschung angepaMen zweiten Auflage
nn die Offentlichkeit treten. Wahrend die crste Auflage sicli
darauf beschriinkte, allgeineine Hichtlinien f u r die Prtifung und
Bewertung der Mineralole zu gebcn und deln Minernlolhandel
durch Aufstellung einheitliclier 1,ieferungsb~dinguligen an dic
Hand zu gehen, konnten i n der neuen Auflage die seither
gernachten praktischen Erfahrungen der Staatlichen Kommission
und der. einschlagigen Industrien berilcksichtigt und wichtige
Abschnitte mit genauen Daten, den speziellen Anforderungen der
eiazelnen Iiidustriebetriebe entsprechend, hinzugefiigt werden.
Das Werk ist in drei Abteilungen gegliedert. Der erste
Teil urnfafit in Tabellenforni die Nomenklatur, Untersucb'ln@arten und geforderten Eigenschaften der Heiz-, Isolier- und
Schmierole. Die Anordnung des Stoffes ist dadurch besonders
ubersichtlich gestaltet, so dal3 der Interessent sich iiber die Versorgung seiner Betriebe mit den bestgeeigneten MineralW
produkten rasch zu orientieren vermag.
Der zweite Abschnitt behandelt in drei Unterabteilungen
die flir die Schiedsanalyse in Betracht koninienden Arbeitsweisen und Apparate. In der ersten wird eine audtihrliche
Beschreibung der Probenahnie gegeben. Das zweite Kapitel
erliiutert die bewlhrtesten physiknlischen Analysenmethoden
an Hand zahlreicher Abbildungen der hierzu verwendeten
Apparate. Die Autoren bemiihten sich, auch den neuesten
Fortschritten der Technik Rechnung zu tragen und Normen flir
die Prufung von Isolierolen und von Schmierolen fiir Explosionsmotore aufzustellen. Die in dieseni Abschnitt gegebenen
fiinfzehn Prilfungsvonrhriften dlirften weitgehenden Ansprachen
der Industrie genugen.
Der dritte Unterabschnitt besclireibt die bekannten chemischen Untersuchungsniethoden in elf mit allen erforderlichen
zahlenmitDigen und manuellen IIinweisen ausgestatteten Analysenbeispielen. Ein besonderes Augennierk Curde hierbei auf die
Prhfung der Alterungsersrheinungen der Isolier- untl Schmierole gerichtet.
Im letzten Abschnitt werden Vorschliige fiir die Schiedsnnalysen der flir den SlraDenbau wichligen Asphalte mitgeteilt.
Das gut ausgestattete Werk, welches in erster Linie fur die
italienische Mineralolwirtschaft bestimmt ist, verdient auch in
weiteren Fnchkreisen entschieden Beachtung, sowohl wegen der
iibersichtlichen Anordnung des Stoffes als auch wegen der in
den einzelnen Untersuchungsbeispielen zum Ausdruek gebrnrhten wertvollen praktisrhen Erfnhrungen der Verfasaer.
A. Sander. [BB. 279.1
Konetitution und Konfiguration der EiweiSstoffe. Von Dr.
Osknr H u p p 8 r 1. Mit 14 Abbildungen im Text und VII und
41 Seiten. Franz Deuticke, Leipzig und Wien. 1928. 4,-M.
Es gibt Biicher, die eine so eindringliche Sprache reden,
ttaD eine Erorterung von Inhalt und Darstellung, eine eingehende ,,Besprechung" nur die Wirkung einschrlnken konnen.
So m6ge dieses Biichlein, aus dessen Inhalt einige Proben
folgen, zuniichst flir sich selbst sprechen und damit den hierxu
geneigten Leser einladen, sich niiher mit ihm zu befassen :
,,Der Weg, der mich das Raumgitter der Proteine als eine
dreidimensionale Aneinanderreihung einfacher ringf6rmiger
Grundkarper (Kyanidin, Piperazin, Pyrimidin, Pyridin, Phlorogluzin), die durch Nebenvalenzen, die sich echten Bindungen
Iiiihern, die EiweiBmizelle aufbauen, linden lie& nimmt seitlen
Ausgang von dem Cellulose-xanthogenat, der Viscose. Bei der
Ausarbeitung eines Verfahrena zur Entgerbung von Chromledernbfiillen und deren IJniwandlung in Leim fand ich in den1
Srhwefelkohlenstoff den Schllissel, der den Palast des EiweiBmoles unversehrt aufsperrt und dieses in einen gelbroten
(S. VI.)
Schwefelfnrbatoff umwandelt:'
,,Abgesehen von dem Studium der einschlagigeri Literatur
war d e r Weg, der mich die Struktur der EiweiBstoffe finden
IieB, der intuitive. Der Schwefelfarbstoff ward mir zur Sphinx,
(lie mir dns Riitsel also formulierte: Von der Sonne geboreii
ward einst ich erkoren, das Meisterstlick der Natur zu bauen,
tleii Turni, den siehst 1)u dort, zum Himmel triigt e r Dich fort.
Willst I)u ihn sehauen? In Deiner Seele Spiegel blick hinein,
lies und Baruch Spinozn IaD Dein Fuhrer sein. Erfahrung,
Hegriffe flihren Dich hin zum Ziel, nus drei niach eins, dann erkennst Du den Stil. Aminoslure, Peptid und Diketopiperazin,
die versbhnen Mii.tchen mit Berlin. Schau und Emil Fiecher
In0 Dein Lehrer sein. Der SchlIissel niuR pnssen zum SchloD,
tlruni sitz ich hier als Sphinx zu ROB. Erkenn die Universnlitlt
nlles Seins, willst Du des RBtselrc U s e r sein." (S.VII.)
Leider findet mnn keine niiheren Angaben iiber die Versuehe des Autors. Der obengenaniite Srhwefelfarbstoff bleibt
fur den Leser eine schaeigende Sphinx. Man erkennt nur
SO viel, d a 3 der Autor aus der Lilerntur nllerdings in sehr
,,i n t u i t i v e r" Weise Belege flir seine Anschauung herleitet.
daf3 ein einziger Baustein 0 x y a z e t y 1 e n i m i n die Qrundsubstndz der Protcine ist.
,,Das NormaleiweiD stellt demnach ein Raumsyslem von
!'iperazinderivaten oder auch ein Raumkondensat von zwei
Trioxycyanid einen mit Brilckenmethylen dar. Damit wird auch
tler merkwlirdige Zerfall der quartlren Piperazoniumhaloide
in Azetylen und alkylierte Athylendiamine, L. K n o r r , erkllrlich, da nach dieser Theorie das EiweiB ein polymerisiertes
(CF>C(OH)
Oxyazet yleniniin
ist, dnB in seiner dimeren Form
NH
das Diazipiperazin ist. Als Azetylenabkommkig ist es, wie seine
Muttersubstnnz, das Azetylen, ganz besonders geeignet, die
Lichtenergie zu speichern." (S. 24.)
Bei aller Wlirdigung der ungewbhnlichen Originalillit des
Autors mu0 am Schlusse noch festgestellt werden, daR sich in
der Einleitung des Schriftchens auch AulJerungen allgemeiner
Natur linden, die keineswegs originell sind, da sie sich wortwbrtlich bereits an andcrer Stellel) abgedruckt finden.
0.Gerngro/?. [RR.211.]
I A r b u c h der Seifenfabrikation. Von Dr. J . D n v i d 8 o h n.
Mit 105 Textfiguren und 78 Tabelleii. Verlag Gebr. Borntrllger, Berlin 1928.
Wir haben der Buchveriiffentlichuii~etiiiber die Technologie
der Seife genug. Ein eigentliches Lehrbuch fehlte bisher, das sowohl deni Akademiker wie dem gebildeten Techniker eine tiefere,
lheoretisch begrlindete Anschauung der Seife, ihrer Eigenschafteii
und ihrer Fabrikation vermittelte. I) n v i d s o h n hat diese
IAieke in formeller \sic in snchlicher Hinsicht gleich vortrefflich
:iusgefUllt. Er vermeidet die rezeptmlfiige Reschreibung des
Siedepmzesses, und er beschwert andererseits den theoretischen
Teil nicht mit Einzelheiten, die sinngemHB in ein Handbuch
gelithen. Auch die Literaturangnben sind vorwiegend auf die
eigenen VerBffentlichungen des Verfassers beschriinkt.
Auf 692 Seiten werden die Rohstoffe der Seifenfabrikation,
tlir Maschinen, die theoretischen Orundlagen sowie die allgenieine und spezielle Technologie der Seifenherstellung behandelt. Das geschieht durchweg in einer llberaus einfachen,
Idaren Sprache, deren sich nur ein Verfaseer bedienen konnte,
der vollkommen tiber der Sache steht und auch in Einzelheiten
seines Faches Meister ist. Vieles ist aus dem Handbuch von
U b b e 1 o h d e - G o 1 d s c h m i d t libernomnien, so namentlich
in, Knpitel iiber inedizinische Seifen. Der sehr g r o b n Eigenleistung des Verfassers tut das aber keinen Abbruch. DaB vielniehr auch in diesem Buche, dae im wesentlichen ja feste Er1) -L i e s e g a n g s kolloidchemische Technologie, 0.G e r ng r o B, Abschnitt Gerberei, S. 904, Zeile 25 his 28.
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