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Atmosphrisch-optische Erscheinung beobachtet.

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darstellend, mittelst welclier mau dasselbe auf eine kleine
Horizontalebene stellen kann; e r ist versehen mit einer
Heihe kleiner Gewichte, die, beweglich durch Klemmschraub e n , erlauben den Schwerpunkt nach allen Richtungen
zu verschieben. Man kann diesen genau auf den Scheitel der Spitze bringen, nnd dann erhtilt sich der Apparat in allen Stellungen, die man ihin giebt, im Gleichgewicht. Fiihrt man den Schwerpunkt unter die Spitze,
so erzeugt man eine stabile Gleichgewichtslage, in welche der Apparat wieder zuriickkehrt. Bringt man endlich den Schwerpunkt oberhalb der Spitze, so giebt es
nur noch ein instabiles Gleichgewicht und der Apparat
schliigt nach allen Seiten urn.
XV. AtmosphcE't-isch- optische Erscheinurig ,
beohachtet oon Hrn. L n n g h e r g .
( Nyt nlugurin f o r Nuturvidenskoberne. Uigivss uJ den physiogruphiske Forming i Christiuniu, Bd. I I l S. 402.)
Als ich am 20. Jan_uar 1841, etwa 3 Uhr Naehmittags,
Iangs dem Bogstad Vand, einem kleinen Landsee, unweit
Christiania (500 Furs iiber dem Meere), spatzieren ging,
wurde ich auf folgende Erscheinuijg aufmerkeam. h u f
der schneebedeckten EisflSche des Sees sah ich, sobald
ich iaich gegen die nahe am Horizonte stehende Sonue
wandte, eine leiichtende, regenbogenfarbene Curve.
Die leuchtende Curve schien so breit, wic ein gewijhnIicher Regenbogen, und VOH der Gestalt _einer Parabel mit zieinlicli kleinem Parameter. Der Scheitelpunkt
und die Axe der Parabel fielen zusamrnen mit der 110rizontalprojection d e r Linie, welche das Auge mit der
S o m e verband, und der Scheitelpunkt lag dicht neben
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mir, etwa 13 bis I0 Ellen von meinein Standpunkt. Mein
Auge mochte wohl 12 Fufs uber der Schneefliiche des
Eises befindlich seyn. Die Zweige der Parabel erstreckt e n sich deutlich uud ununterbrochen bis zur gegenuberliegenden Seite des Sees, und wenn ich meine Stelle versnderte, drehte sich die Parabel so, dafs ihre Axe stets
i n der Projection der Gesichtsliuie vom Auge zur Sonne
lag und mir folglich kings der Breite des Sees folgte.
Die Farben waren ziemlich lebhaft uud deutlich,
roth an der innersten concaven, und griin an der BuEsersten convexen Seite der Curve. Die innerste rothe Seitc
war scharf begranzt, aber die aufserste grune ging fast
rinmerklich tiber in den leuchtenden Reflex der Sonnenstrahlen an den vieleu Krystallen der Schneef1:che.
Auffallend war es mir, dafs 'ich innerhalb des rothen Randes der Parabel nicht einen einzigen d e r vielen Reflexe
erblickte, welche sonst wie Sterne oder Juwelen auf eincr von der S o m e beschienenen Schnecfkiche fliminern;
aber aufserhalb des griinen Randes, und besonders in
desseii Nahe, flimmerte die Schneefllichc wie gewijhnlich
iu den Sonuenstralilen.
Die Schneeflache bestand uberall aus einer Menge
lufserst kleiner, feinkorniger und lose liegender Schnee
krystallc; sie glichen Brocken von feinein meifseu Marmor. D e r Schnee war zugleich sehr trockcn, so d a k
er sich wie Staub erhob, wenn ich darauf bliers oder
mit dern Stocke schlug. Die Luft war ganz ruhig, und
die Temperatar, als ich das Phanomen beobachtele, - 16"
R., war aber Vormittags urn 11 Utir - 18",5 geweseo,
und in der Nacht vermuthlich noch ein Paar Grade nie.
driger. Air1 Tage zuvor ( a m 19.) war es auch sehr kalt
und der Hiinmel klar gemesen; wogegen an den friiheren ebeufalls kalten Tagen, den 17. und 18., ein ungewohnlich starker Sturm mit Schneetreiben herrschte.
Am folgenden Tage, den 21., um dieselbeieit, sah
ich noch eine Spur von dem beschriebeneu Phlnomene,
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aber seitdein habe ich niemals etwas Aehnliches bernerken konnen.
XVI. Ein muthrnafsslicher und ein thatsachlicher
PIeteorsteinfa//.
I n einem Schreibea aus Rheine iin Westphalischen Merkur voin 8. Aug. d. J. liest man: In der Nacht vom
6. auf den 7. d., zwischen 1 und 2 Uhr, wiirde hier
cine Erscheinung in der Luft bernerkt, die ihrer Eigenthumlicbkeit und Schiinlieit halber, auch meil sic ihrer
anscheinend grofsen &She wesen vielleicht nur liier gesehen worden , wohl der iiffentlichen Milllieilung werth
seyn durfte.
Bei ziemlich sternhellem Himme1 entstand n;imlich
im Siidwesten , anscheinend ganz nahe in einer Hijlie von
etwa 42 Graden uber dem Horizont, pliitzlich eiue etwa
10 Zoll grofse kugclformige Scheibe von Bufserst hellgllnzeudem, weifsein Feuer, welche fast im hugeublicke
ihres Entstchens sich in eine Menge heruiiterscliiefsender,
tlieilweise schlangenfiir~nigerStrahlen von gleich glanzendern Feuer und bedcutender Lange aufliiste; die Strahlen selbst aber verschwanden, nachdem am Ende eines
jeden derselben ein Stern von nocli hellerem Licht wie
bei einer Leuchtkugel erschien, und ohne dafs wdirend ihres Sichtbarseyns die Lange ihrer voin Kern der
Scheibe ausgehenden Linie unterbrochen worden, alle
gleichzeitig und pliitzlich nach einer Dauer von etwa vier
Secunden. Etwa funfzehn Secunden spater ertiinte eiu
dumpfer , langsam nach Sudosten hin verhallender Donner. Referent dieses, welcher die Erscheinung im Freien,
etwa fiin'f Minuten von hiesiger Stadt, ganz genau beobachtete, bemerkte noch , dafs wahrend deren Dauer die
Gegenstande umher wie von weifsern bengalischem Feuer
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beobachtet, optischen, atmosphrisch, erscheinung
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