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Atombau und Spektrallinien. von A. Sommerfeld. Dritte umgearbeitete Auflage. XII und 764 S. 125 Abb. Braunschweig 1922 Friedr

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Rundschau
- Neue
Biicher - Pelaonalnachrichten
Rundschau.
Am 1. November 1922 blickte das Chemische Laboratorium
Dr. Hermann Ulex, Hamburg, auf ein 75 jlhriges Bestehen zuriick.
Im Jahre 1817 errichtete der Jnliaber der Ulexapotheke am Stubbenhuk, Dr. G e o r g L u d w i g U l e x , ein Chemisches Laboratorium zur
Untersuchung von Haadelswaren und wurde so auch gleichzeitig der
Griinder der Handelschemie. Geehrt von Universittiten, wissenschaftlichen Gesellschaften, starb er im Jahre 1883. Sein Sohn, Dr. H e r m a n n T h e o d o r I J l e x , fiihrte zusammen mit Dr. J o h s . F i t z l e r das
hboratorium weiter und mehrte seinen Ruf. Im Jahre 1904 wurde
das Laboratorium nach der Brandstwiete verlegt.
Dr. H e r m a n n U l e x starb 1915, Dr. J o h s . F i t z l e r in diesem
Jahre, nachdem er 43 Jahre lang seine Kraft dem Unternehmen
gewidmet hatte. Seine jetzigen Inhaber, Dr. T h e o d o r G r e t h e und
Fr. Joh. S c h m i d t , traten 1916 in die Firma ein.
Das Laboratorium ist eng mit der deutsrhen Kaliindustrie, dem
Futter-, Diingemittel- und Olhandel, der Pottasche-, Schlem pekohlenindustrie usw. verkniipft. Sein Name reicht uber Hamburgs und
Deutschlands Grenzen hinaus, 80 daB die Zahl der Untersuchungen
fur das Ausland heute schon grader ist, als die aus Deutschland eiiilaufenden Auftrlge.
1
Neue Biicher.
I
Atombau und Spektrallinien. Von A. S o m m e r f e l d . Dritte umgearbeitete Auflage. XI1 und 764 S. 125 Abb. Braunschweig 1922,
h i e d r . Vieweg & Sohn.
Das vorliegende fundamentale Werk ist bereits in seiner ersten
Auflage an dieser Stelle einer eingehenden Wiirdigung unterzogen
worden (Bd. 33 1111, S. 382, 1920), auf die wir im allgemeinen verweisen
konnen. Wenn auch die Mehrzahl der Chemiker nicht ohne
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ein gewisses Bangen an ein eingehenderes Studium der modernen
Atomphysik heranlreten wird, da das Vordringen hier nicht ohne
Ziihigkeil zu erringen ist, SO muB doch immer wieder auf die grolle
Wichtigkeit dieses Studiums fiir den Chemiker hingewiesen werden.
Einmal, da die Atomphysik als ,,Ultrachemie" doch eipentlich mit zur
Chemie gehort, wenn sie auch zurzeit den Chemikern entwunden
scheint, und zum andern, da bei intensiverer Beteiligung der Cherniker
Fortschritte zu erwarten sind, sofern sie nur das, was die neue Physik
geleistet, sich richtig nutzbar zu machen lernen. Als Fuhrer auf diesem
w e ist das S o m m e r f e l d s c h e Buch wie geschaffen, da es bei griiBter
Griindlichkeit doch so abgefaBt ist, daB - abgesehen von speziellen
lnathematischen Zusiitzen im Anhang - ein Leser, dcr nur ebeh a n
dem Begriff eines Differentials und Integrals sich nicht stBBt, das
Buch liickenlos genieden kann. Auch wer hierin noch Schwierigkeiten sigh< wird den allergrBBten Teil trotzdem in sich aufnehmen
kSnnen, da S o m m e r f e l d . sich iiberall bestrebt hat, die Sache fiber
die mathematische Form zu stellen.
Zur Orientierung iiber den Inhalt seien die einzelnen Kapitel angegeben: Voibereitende Tateachen; Das nxttirliche System der Elemente;
Die Riintgenspektren; Das Wasserstoffspektrum; Wellenlheorie und
Quantentheorie; Die Serienspektcen im allgemeinen; Die Bandenspektren; Theorie der Feinstruktur. Eine besonders reizvolle Einfahrung in das Gebiet der Atomphy*ik bilden die beiden ersten Kapitel,
in denen das Wissenswerteste fiber Kathoden-. Kanal- und RBntgenstrahlen, U-, p- und y-Strahleri, den lichtelektrischen Effekt, Kernladung
und Ordnungszahl, Verschiebungssltze und Jsotopentheorie, periphere
und zentrale Eigenschaften des Atoms auf 130 Seiten in vorbildlicher
Weise entwickelt wird.
Alles, was auf dem vorliegenden Gebiet in den letzten Jahren
Neues geschaffen wurde, ist von dem Verfasser in grundlichkter Weise
in die neue Auflage hineingearbeitet worden. Hier sei - als fOr den
Chemiker besonders interessant - nur auf die R u t h e r f o r d s c h e AtomZertrummerung durch a-Strahlen hingewiesen.
Nach all dem Gesagten eriibrigt sich eine besondere Empfehlung.
L. Schiller. [BB. 103.1
Das feiebauliche Wesen der Materie nach dern Vorbilde der Kristalle.
Von Prof. Dr. Fr. R i n n e . 2. und 3. Auflage. Verlag von Gebruder
Borntraeger.
Gegenfiber 4er ersten Auflage ist das vorliegende Werk wesentlich
vermehrt und erweitert. Die Fragen nach dem Bau und dem Wesen
der Materie haben im letzten Jahrzebnt durch die Entderkung der
R6ntgenspektrographie eine wesentliche FBrderung erfabren. Alle
Gebiete der exakten Naturwissenschaft werden davon beriihrt, die
meisten erfahren neue Impulse. Der Leipziger Mineraloge und
Kristallograph gibt in seinem Buche die Gedanken und Anschauungen
wieder, welche die neuen Erkenntnisse dern im Hause der Kristallog a p h i e heimischen Naturforscher sich aufdrangen. Bei dem umfangreichen Wissen des Verfassers ist es seIbstverstlndlich, daB seine
Aureguogen weit iiber die Grenzen der benachbarten Sch westernwissenschaften hinausfiihren. SO werden zahlreiche chemische und
physikalisch-chernische Probleme in den Kreis der Betrachtungen
hineingezogen. Die eigentlichen kristallographischen Talsachen und
Erscheinungen werden durchweg vom Standpunkt der modernen
Rauqitteranschauung besprochen.
F a r den Chemiker wird es schmackhaft sein, das Tatslchliche
allpr hphandelten Fragen ohne Zuhilfenahme der hiiheren Mathemrttik
-
Verein deutsctier Cheriiiker
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-
[
Zeitschrift IUr
angewandte Chemie
dargestellt zu finden. Im gleichen Sinne kommt dem Bediirfnis nach
Anschaulichkeit eine Fiille vorziiglicber Figuren und Photogramme
entgegen. Auch der dem Buche in Form von Bildnissen der hervorragendsten Forscher auf diesem Gebiete beigegebene Buchschmuck
konimt dem Werke zugute.
Das Buch kann dem Chemiker, der sich rnit den neueden Forschungen dieser Gebiete vertraut machen will, bestens empfohlen
werden, obwohl es in eigentlichem Sinne kein Lehrbuch ist. Erwiinscht
wiire vielleicht, mit Rficksicht auf die zahlreichen erwihnten Forschernamen, eine alphabetische Literaturzusarnmenstellung am SchluB de?
Ruches.
Prof. K. Herrmann. [BB. 188 1
I
I
Personal- und Hochschulnachrichten.
Konsul H. P l a u e o n , Erfinder der Kolloidmiihle und Griinder und
Leiter des P l a IIs o n - I n s t i t u t s fur wissenscbaftliche und industrielle
Forschung, Hamburg, wurde auf (irund seiner kolloidchemischen
Arbeiten U I d denen auf dem Gebiele der Olschieferveiaertung von
der estlandischen Repierung zum P r o f e s s o r ernannt.
Der V i k t o r - M e y e r - P r e i s wurde fiir folgende wissenschaftliche
Arbeiten aus dem chemischen Laboratorium der Universitiit Heidelberg verliehen:
Dr. G E h r h a r t , LudwigshaCen a. Rh ,,uber die Zersetzung
des Benzylazids in indifferenten Medien" ; Frau H. K r l m e r M' i I I e n b e r g Nei fie: ,,Uber die hydrierende, oxydierende und reduzierende Wirkung des wasserfreien Hydrazins auf organische
Verbindungen"; Dr. A. N e t z , Heidelherg: ,,uber die Urnsetzung
von Anisalanishydrazidchlorid rnit Hydrazinhydrat qnd Natriumazid und von Benzalbenzhydrazidchlorid und Dibenzhydrazidchlorid mit Natriumazid'; Dr. W. S e i d e l , Ludwigsbafen a. Rh.:
,.l?ber die Luminescenz zerfallenden Ozons"; Dr. W. S i e b e r ,
Moskau : ,uber die Synthese der a-A minosauren aus alkylierten
Malonsauren''.
Am 4. und 5. November 1922 beiinn die S t a a t l i c h e K e r a m i s r h e F a c h s c h u l e in Bunzlau ihr 25jlhriges Jubilaum. AnltiBlich
dieser Feier verlieh die Technische Hochschule in Breslau in Anerkennung seiner h e r v o r r a g e n d e n Verdienste urn die Keramik dem Fachschuldirktor Dr. W. P u k a l l die Wurde eines Dr.-Ing. e. h., wiihrend
ihn die Deutsche Keramische Gesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied
ernannte. Die keramische Industrie Deutschlands uod die friiheren
Ftichschiiler schlossen sich zu einer ,,Gesellschaft der Freunde der
Staatlichen Keranlischen Fachschule in Bunzlau" zusammen, die nun
gemeinsam mil dem Fachschulkuratorium beschloij, niit dern weiteren
Au-bau der Fachschule sofort zu beginnen und auch den Lehrplan
.
zu vertiefen.
.
.
I
I
VereSn deutscher Chemiker.
Fachgruppe fur Brennstoff- und Mineralglchemie.
~~
Die Kornmission, a n welche in der letzten Versainmlung der Fachgruppe die Frage iiber die Ausdehnung des Begriffs .Mineralol" zur
nochmaligcn Heriitung zuriickverwiesen wurde, war am 18. 9. 1922 zu
einer Sitzung in Leipzig einberufen: In deiselben wurde nach nochmaliper Priifung der historischen und literarischen Grundlagen sowie
nach eingehender Besprechung von der iiherwie enden Mehrbeit der
anwesenden Kommissionsrnitglieder die nachstehende Umgrenzung des
Begriffs ,,Mineralol" iingenommen :
,Nach dem bislierigen Sprachyehrauch bezeirhnet man als Mineralole die nattirlich vorkonimenden Erdole (einschlieBlich der aus Erdgas abgeschiedenen flussigen Aritaile) und die aus diesen sowie RUS
andrren bituminfisen Mineralien durch Destillation gewonnenen Ole,
welche in iiberwiegender Menve aus aliphatischen und nnphthenischen
Kohlenwasymtoffen bestehen und im Ciegensatz zu pflanzlichen und
tierischen Olen und Fetten nicht verseifbar sind."
Dieser Vorschlag sol1 der Farhgruppe bei ihrer nachsten Vermnmlunr zur BeschluBfassung vorgelegt werden.
Facbgruppe fur Brennstofl- und Mineralijlchemie
Dr. L a n d s b e r g .
Aus den Bezirksvereinen.
Hannoverscher Bezirksverein. Sitzung vom 20. 10. 1922. Im
Kroden HBriaale fiir amrganische Chemie sprach Geh. Rat Prof. Dr.
R i n n e aus Leipzig: ,,Uber das feinbauliche Wesen der Materie nach
dew Vorbilde der Kristalle". Der Vortrag war mit Lichtbildern ausZestattet. Es handelte sich dabei um einen oberblick des Zwischentebietes von physikalischer Chemie und Kristallographie, uber welches
jer Vortragende in ausfiihrlicher Art in einem letzthin in neuer AufIage erschienenen Werk I) berichtet hat. Insbesondere wurden die
Methoden der Kristallriinfgenometrie dargelegt und von Ergebnissen
lieses bedeutsamen Forschungsfeldes der Vergleich zwischen kristalinem und amorpheni Zustand, der Feinhau der Modifikationen und
jeren StabilitBtsverhaltnisse, aurh die Wichtigkeit der erkannten
Pristallstrukturen fur das Wesen der Valenz sowie fur die allgemeine
3eutung chemischer Vorgange hervorgehoben.
I) F. R i n n e , Das feinbatiliche Wesen der Materie nach dem Vorbilde
ler Kristalle. 2.-3.
Auflage 1922. Gebr. Borntrager, Berlin, Schoneberger
Jfer 21.
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