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Auffindung der Lagersttte des Sonnensteines 1831 an der Selenga in Sibirien.

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XXII. Aufjndung der Lagerstatte des Sonnensteines 1831 an det Selengu in $ibirien;
oon Dr. Karl G u s t a v Fiedler,
K, S. Bergcornmissair aus Drudea
W e n n man Werchne-’Udinsk verlassen und die Selenga passirt hat, um sich nacb Irkutzk w begeben, SO
fiihrt bald der W e g kings dem rechten Ufer des Flusses an steilen Felsen, uvier welchen einige einzelne Hauser stehen, voriiber. Man sieht bier mehrere ziemlich
seigere Ggnge, welche sich durch ihre Weifse ’) von
dem schwanen basaltischen Gestein, welches sie durchsetzen, auszeichnen; ich untersuchte die nachstcn, ob sie
wohl enffihrend seyn mgchten, fand aber, dafs sie b l o t
aus nelkenbraunem Feldspath, zuweilen mit ein wenig
Q u a n verwachsen, bestanden *). Als icb mich iiber die
Art des Fcldspathes unterrichten wollte, und einen der unter einander verwachsenen Feldspathkrystalle betracbtete,
so bemerkte ich auf seinen Theiluagsfllchen eincn sch6nen Goldschimmer, und war erfreut den Sonnenstein
endlich an seiner Lagerstztte gefunden zu baben a ).
Es ist rein unmi5glich diese Lagerstatten nicht wieder aufzufinden, wenn ich auch die Entfernung von
Wercbne-Udinsk nicht genau angeben kann, und mir
1) Sie riihrt von &em iufserst zarten weiljen UQvzug kohlensanten
Knltc her; an einzelnen Stellen ist auch du Feldspath etwas we&
F.
lich.
sich hi und wiedu ein Lleiner Punkt Mapeteisenstein oder etww brauner Sphen.
F.
2) Selten
zeigt
Ec waren nar wmig Probestiicke dnvon vorhanden, &: ein kleiner Ringstein in der Edelsieinsammlung Sr. Majestjt der Rniserin von Rufsland; ein Paar Ringsteine in der van d e r Null’schen Sunmlung ih Wiur; & Sibelgriff der Psscba AE von Janina.
F.
3) Man vermuthete ihn in OstindiuL
190
der Name der dort stehenden Hiuser entfallen ist.
Da
WQ man bei ihnen vorbei ist, kommt man an einen Thor-
weg von Stangen, welcher den W e g sperrt; ganz dicht dabei streicheu einige kleine Gangtrtimmer dieses Feldspathes von einigen Zollen Machtigkeit am Felsen herab,
so daCs man mit dem Wagen heranfahren und den Sonnenstein init der Hand aus dem Wagen errcichen ki)nnte.
Die einbrechende Dunkelheit hielt mich ab, die anderen
dieser analogen Gange zu untersuchen.
Der Sonnenstein ist zwar, wo er zu Tage aussteht,
stark zerkliiftet, so daCs es schwer halt grdfsere, zusammenhingende, reine Parthieen herauszuschneiden, die je:
doch immer noch schiiner sind, als die in der V a n d e r
N ull'schen Sammluog als grofse Seltenheit betrachteten
Stiicke. Jedoch ist nicht zu zweifeln, daCs wenn man
tiefer. in's frische Gebirg brechen wird, sich auch zusammenhangendere Stiicke finden werden, welche, der nicht
unbedeutenden Mechtigkeit der Gange nach, zu Vasen
von wenigstens ein Paar Furs Hirile dienen kannen,, die
schbn und auch nicht ohne Werth seyn wiirdeo, da
schon ein Ringstein bisher so selten und theuer war.
Ueber diesen Feldspath ist noch zu bemerken, dab
er seinen Goldschimmer der Vulkanitat verdankt, in welcher er entstand.
Noch glaube ich nicht unbemerkt lassen zu diirfen,
daCs in einigen Sammlongen schirne Avanturine uuter deln
Namen Sonnenstein aufbewahrt werden.
Hau-y giebf Tom. II p. 607, 3 an, daCs sich an
den Ufern des weiten Meeres Feldspath avanturinfi
fiode, und es gelang deln Feuereifer fiir alles vaterlandisch Interessante und Ntitzliche, dem wirklichen Geh.
Rath Hrn. v. P e r o w s k y auf Settowatoi Ostrow (die
Sattel Insel ) kleinc Parthieen Feldspath aufsprengen
zu lassen, wo in einer triiben, weifslichen , durchschimrnernden Masse unregelmatig zerstreute, goldartig schimmernde Theile sich zeigen. Bei dem Sonnenstein hin-
-
191
gegen erscheinen unzahlige, dicht an einander gereihte
Galdflitterchen, iu Ebenen parallel der Haupt-Theilungsflarhe, so dafs das Stuck, was, iu veriinderter Richtung
gehalten, braun aussiebt, in die richtige Lage gebracbt
pliitzlich , vergoldet aussiebt, was eine uberraschende
schdue Wirkung herrorbringt. Jedoch gebbrt Sonnenschein oder wenigstens heiles Kerzerilicbt dam, wenn der
Soillienstein in goldneln Glanze schimmern soll.
Der wirkliche Staatsrath Hr. y. S t r u v e in Hamburg zeigte mir ein kleines angeschliffenes Stuck Feldspath, das init einer Etiquette von Fredriksvarn in Nofwvcgen versehen war, wo es sich eininal einzelu gefundeu haben soll; es sah dem sibirischen Sonnenstein ganz
iihiilicb.
Die Stiicke, welche bisher, \vie erwahnt, vom Sonneiislein vorhanden waren, wiirden daher, \vie sich jetzt
nachweisen I;ifst, durch reiscnde Kaufleute als Ger6ll in
der Selenga gefunden, mitgebracht; ich sah selbst ein
solches Geriill, was angescbliffen war. Es pflegen haufig
die von dec chiiiesischen Grznze kolnlueuden Kaufleute,
welche alle die Seleuga passiren uud bei der Lagerstitte
des Sonnensteins vorbei reiseii rniisseu, von dort manclierlei ganz wunderlich, man kann sagen chinesisch gezcichnete Gesteine * 1 pitzubringen; sie sind auf alles
aufinerksam, uiid iiehmen alle Steine mit, die ihnen auffallen, und vou deneu sie .emarten, dafs sie gescliliffen
hiibsch nussehen werden ).
1)
Siehe m e k Jkricht iiber die Zhact&&en
in Karsten's Archir f i b Bergbau.
am Onon, am S&l&
F.
2 ) Da bei m i n e r Ankunft in St. Petasburg im Spitherbst 1832 &r
lctzte Dampfboot mich zuc Abrcix aufEardertc, so Gbrrgab icb mu'ne
Entdeckung dcr K. Min. GesellrLaft daselbst, nebst Pmben, urn beides an der cdehten Stellc niedenulegen.
F.
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