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Auffindung der wahren Mischung des Kobaltglanzes und des Speiskobalts und ihrer wesentlichen Verschiedenheit.

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Auf$n&ng der wahren M~cchung&s KobaltgZan*
ees und des Speiskobnlts, imd ihrer wefentlichen VerJchiedenheit,
vom
ProfeKor STROMEYER
in Gottiagen *),
H e r r Profenor S tr o m e yep hat der Koniglichen
Societat der WiIrenrchaften zu GGttingen am
r6. April 18r7'awei Abhaadlungen uber Robdtarze
iibergebeo.. Die eiae enthdt eine chemiJche. Unterfuchung des Kobaltglnnzes von Shttencd im Nodurn-Kirchfpiel in Norwegen; die asdere eine An<@ des Ery/ialliJirten Speiskobnlt8 v o Riegelsdor~
in H e f e n .
V o n beiden Lobaltminern find zwar f'chon eis i g e UnterSuchungen vorhanden diefe liefsen uns
qber uber die wahre Mifchung derfelhes uud ihre
wefentliche Verfchiedenheit von eisander noch in
Ungewifsheit. Denn fie Rimmten in ihren Ref'ultrten 211 wenig mit einauder uberein und gegen die
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1
8
:
J
Gcneuigkeit des eingelchlagenen Verfahrens Iiefs
fich manches erinnern. Herr S t r o rn e y e r hielt
es daher fiir eine belohnende Arbcit, diefe beiden
wiehtigen Kobaltminero einer neuen Unterhchung
zu uuterwcrfen; und das urn lo m e h r , da Herr
ProYdor H a u.s m a n n i n i hnen aus kryfiallogirchen &riden,
das Vorkornqren eines conhanten
Schwefelkies Gehalts vermuthet hat, welches eine
Wiederholung der fruhern AnalyCen wiiofchenswerth inachts. Bei diefer Arbeit half ihm Hr. T o e l
aur Jever,‘ ein junger Chemiker und Yharrmceut,
welcher lich unter reiner Anleitusg dem Studio d e r
annlytifchen Chemie gewidmet, und mie Hr. S t r 0m e y er .riihmt, i n derrelben vie1 Gefchicklichkeiten erworben hat.
Folgendes EIid die Refulfate, welche Hr. Stromeyer aus’dierer leiner neuen Arbeit iiber beide
Kobalterze gezogen hat.
D e r Kobnltgglnnz iR in leiner Mirchung von
dem SpeisPobaLte welentlich verlchieden die Ver-,
rchiedenheit beider liegt aber nicht, wie man hisher geglaubt hat, blos in dem quantitativen Verhaltnine ihrer Befiandtheile. Vielmehr unterfcheiden Ech beide vorziiglich dadurch von einander,
deli in dem Kobaltglanze das Kobalt als Schwefe&
Kobnlt vorhanden ilt, wiihrend es i m Speiskohalte
als Arfenik- Kobalt vorkommt. Darin aher kommen beide Kobaltminern mit einander iiberein, dars
in ihrien diefe Kobalt-Verbindungen mit ArJeenik
verhunden find, wodurch der Kobaltglaaz Iich w i e
,
-
,
derum vord X o k W e . uoterfcheidet: Auch c a d
halten *fiebeide Schvefit- E@n ins Xiwiiao vou
we'lchem in dem Robaltglanee eine' grodere Menge
a h in Speiskobalte vaskommtj a n d der in dierem
letztern hiSchR wahrfcheinlich eotweder mit A r b
nik-EiCen su ArJeoikbies, oder mit Schwefel- Kupfar. ma fipfirhies vereiaigt 33. Auch Ton Soiten
der Chemie wird alfo hierdureh auf cine .I'ehr einleuchtende Art die Meinung des Hewn YrafelTor
H a us m a n n beItaLigt, dalb die Krylhllifatioaen
diel'er beiden Kobaltminem TOO deoen des Schwefelkieres herzuleiten liod, und die ihne'a VOD diefem
Minerelagen in dem SyRem anter der Sobhns. des
&bnlriefee .angeeel'ene Stelle gerochtfertigt.
,'
Nach .'eiriem Mittel aus mehreren :uur weoig
von einander abweicheqden An.aIyLn il# Yolgendes dhi 'Mil'chuogs- Verhiiltnih djerei 'Seidea Kw,
baltminern in 100 Theilen, mit Rusfchiuk einer
hijchh anbedeutenden Menge blor beigemengtea
Quarses and KdkIpaths:
,
'
fpiel in Norwc(lat:
Arhik
Kobalt
EXan
Schwefel
.
.
.
m,3135
-
'
.
3,4957
0,1586
0,8860
-.
-0
-
.%,ma%0
-
51~6978
Th.
Schwefel- Kobrlt 69,3851 Tb. Arfeaik Kobalt
9,1662 -.
Schwaf. -Ei&in,Mas, 7,0534 * - A r h i k Elan
Schwef.-Eil:irnMax. 1,5556
&fan&
4S,.tG't-r
99Das30 Scbwal'el=Kupk 0,2046
hrftaik
56,3,,6
-
I)9,0u12 -
Die Analyfen, welche wir YOU Klaproth und
TeK'ert von dem beknnnten Z'unnaberger Kobaftglanze betitzen, weichen gar lehr vou dcm Rdultai
t e dieter Analyfe des Modumer Kobaltglanzes ab,
xumal was den Schwefelgehalt anbelangt .welcher
nach Tell'aert our 6,5 und nach Klaproth rogar nur
0,5 i n IQO Thoilen denelbeta betragen roll *,). Und
doch Rimmen diefe beiden fchwedil'cben Kobaltglanze i n ihren phyliCcheoEigenrchaftes auf das genaueRe &it einander ubereia, H e r r Prof. Stromeyer hat Gch hierdurch oufgefordert gerehen,
auch einige vergleichende Verfuche mit dern 'i\unnabelsger Kobaltglunze anzultellen. Sie haben ihm
eine ,vollige Uebereinltimmuog mi t fciaen Verluchen uber den Modumer Glanzkobalt gogebea, narnentlich auch i n Hinficht des Schwefelgehalts. Es
,
*)
Dc:
/
Tunnabsrger Kobaltglaaz loll mrhalieu in aoaTheila
nac4 Klaproth
arch Tdarrt Arfmik
554 Th.
Kobalt
41
Schwefel
EihQ
4g Th.
3Cl
-
-- ,
loo -
-
$
6)
-
-
&
974
-
Cilb.
C 189
3
werden dodurch die t1us denrelben iiber die N a t u r
dief'er Kohaltminer gemachtea Eolgerungen vollig
bertatigt merdefi.
lm Verlaafe diefer tfntcrf'uchungen h a t t e
fich
H e r r S t r o m e y e r auch GeIegenheit
aufs Neue zu iiberzeugen, dafs die Scheidung' des
ArJeeniks vom Bzyen lich n u r durch Schwefel- W a f fernoff bewerkiielligen lnITe, und dafs bei den Pi&
lungeti des Arfeniks durch Rleilhlze dus Eifen imm e r als arfeeiikf'aures Salz rnit iiiederfa1le.Auch
belehrten ihn.diefe Verruclie, dafs das Ammoniak
weder irn Itzenden noch .im koblenrauren Zufiande
zur Scheidung des Eifens vom Kobnlt angewandt
werden kijnne und daf's die durch dielks Fiillungsmittel i n den eifenhaltigen Bobalt- Auflofungen bewir kten Niederfchiige jedes Ma1 eiiie bedeutende
Menge Kobnlt enthalten whhretid in der ruckliindigen Flull'igkeit Itets Eifen hinierbleibt. Die
Scheidung diefer beiden Metalle von einander gelang i h m n u r vermittelfi SauerkleeGure nach d e m
von T u p p u t i zuerli angegebeoen Veri'ahren. Obgleich auch hierbei jrnmer ein kleiner Antheil von
fauerkleel'aurem Kobalt von der fauerkleel'auren
Eif'enauflolhng aufgenomrnen wird, To ill diefer d o c h
To gering, daTs m a n ihn fiiglich ohne Nachtheil fur
dasRel'ultat der Analyfe aufser A c h t lalren kann.
Djerelbe Metliode lifst fich auch m i t gleichem Vorthcile zur Scheidung des Efeens uud SicEels von
einander anwenden, WOZU) mie Herr S t r o rn e y er
,
,
,
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an einem niiriern O r t c gezeigt hat, das'llmmoniak
gleichfulls niclit beriutzt merden kann.
Noch tlicill €I L'.Stromeyer die Bemerkung mit.
dafs diegrurze FnrLe,welche die gewiibnlichen fnlzfaurenkobnlt- &ZoYuungen dui.ch Concentration annehnieti,weiLGftur von einemEil'erigehalte als von d e m
Nickelgchaltc dicfer Aufliifungen Iiersuhrt, und dafs
man daher a u s dem Erfcheineu der griinen Farbe
k ei n esw egs mi t Si clLer he i t be i d e n fa lzfau re nK o ba 1t
Auflofurigen auf eine Beimilchung von Nickel
TchlieLen konne. W e i t wahrrcheinlicher lane diefes
Erfcheinen auf Eil'en vermuthen. Urn der dunkeln indigoblnue6Farhe der concentrirten reinen falzfauren
Bobalt- Aufliifung einen- Stich ins Griine zu ertheil e n t bedilrf es eines bedeutcnden Zufutzes von falzfaurem Nickel, wahrend eine l'ehr geringe Menge
falzfaurea Eilenoxyd fie fogleich merkbar i n s Grun e fallen macht. Noch verdient es bcmerkt zu werden, dal9 das falzfaure Kohalt beini volligen EntwiilTern und Absauchen bis z u r trockenen SalzmalTe,
ebenfalls, wie die iibrigen Kobaltfdze, eine b l a k i
rothe Forbe annimmt.
Noch fiehe hier das vonHrn. S t r o m e y e r gefundene Jpecifijche Gewicht beidcr Kobaltmiiiern.
Das rpec. Gewicht des Kobaltglanees betrug bei
i o 0 , 5 ~ . T e m p e r a t u rdes Walrers und om,762a Barometerfiand 6,2316, Das fpec. Gewicht des Spciskohalts bei g0,75 C. Temperatur des Walrers und om,
7622 Barometerfiand 6,449.
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