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Auffindung und Ausgrabung einer Blitzrhre im Knigreiche Ungarn bis an ihr Ende.

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11.
Jufindung und &sgra4ung einer Blitzriihre irn
n&reichs Ungarn, his an i/lr b'nde;
KO.
von
KARLG U S T AFIEDLER,
~
Dr. Ph. ails Uautzen,
(jetzt der prakt. Berg- u. HUtten-Wefens willen zu Freiberg im Erzg.)
vordernberg in Steiermark, im Mai 1823.
E i n Ruf zu Unterl;lchnng
uiid Wiedcranfiialime alter aufl8ffiger Bergrcviere, fiilirte midi in die Scliweiz,
nach Savoyen uiid Piernont, uiid icli nahm nieine
Riicltreil'e diircli das in io' nianiiigfaltiger Hinficlit intcreflante PF ien. Hier wnrde icli durcli den f r o n d lichen n a t h des H e r r n Regieriingsratll v o n S c h r c ib e r s Director des K. K. Naturalien Kabinets, *")
u i i d des Herrn 13eleucht~uigs
- Director v o 11 F i a 1 a
bewogen, micli auf einige Zeit von der nlerkwiirdiBen Kailerfiadt ZLI trennen nni die ngclifieu fandigen
Gegenden zu iinterridien. Diefe fiihrten mich der 1111fjarircIleI1 Granzc ZLI, und iiber lie zii dcni gaftfreund[cliaftliclien Hr. G c i r i 11 g e r i n Stampfen, welcllcr nlir
-
,
,
*) Ueber die BlitzrGhrcn und ihre EntReliung fiehe meine Ab.
handlungen in diefen Annalen J. 1817 St. 2 ( 8 . 55 S. 121)
mit P Kuprertafeln, iind J, 1819 S. 3 (B. 6 1 S. 235) mit 1
Kpftfl. Ueber die Nitzrtihren bei Dresden, J. 1821 St. 6 (6.
F.
68 S. 209) und J. 1829 St. 7 (9. 7 1 S. 301).
*') Beriihmt durch feine Werke liber die MeteormaNen, den ProF.
ieus a n g i ~ i n u s ,u i i d die Liligeweide-Wiiraier.
*)
Die RTiclitigLeit diefes in der Gegend weit verbreiteten Tlion-
lagers k n i i t i i c l ~ tlicht angeben, aiicli kommt es a u f lie nicllt
n i l , d a ich (!en ii’q des I3liizes uicht i i u r bis a u f die lctzte
Spttr VerfCJljit habe, fondern anch noch eitl Paar Scliuli tiefer
im Thotie habe riiedergralei~ laKen.
F.
I
215
3
und reinen W e g i n ilir durch Schmelzung b+
zeiclinet liatte, bier die erfirebte Leitung, das fieis bedeutend naKe Thonlager, erreiclit hatte. Icll liefs d ~ her dicht neben der %lire niedergraben. Sie ging
anfangs mit einer Neigiing von 800, bald aber bis a11
ihr Ende, fenkreclit i n den Sand hinab. Sio mag wfpriinglich n m einige Schuh Ilinger geweleo byn, den11
fo vie1 ifi von der Anhiihe weggewelit ; auch fand icl,
ein Paar zii diefer Riihre geliiirige Stiicke in einiger
Entferniung von ihr vom Wide fortgetrieben ; fie
parsten jedoch niclit auf das oberfie Stiick, Jae iiocli iii
dem Sande fefi u n d anfreclit fiand *I. Unter dern jet&
gen oberfien Ende 6 Zoll tief, ging eiii im Verlialtiiib
zur Starke der Rbhre fehr fchwacher 4% Zoll langer
Seitenafi von der Riihre ab, zuid 32 2011 tiefer eerfpdtet fich der HauptRnmm in z AeRe *'I.
Der nord5filiclie diefer beiden Aefie war 7) 'LOU
lang und endigte fich auf dem Thonlager mit einem
kleinen langliclien Knollen, der innen 210111 war, und
deRen Seitenwlndo ails gelclimolzenem Qiiarzfand beRanden und nacli mehreren Seiten geiiffiiet waren.
Unter dieren Oeffnungen konnte man das Ausfirahlen
der Electricitat in den Thon dentlicli Lemerken, inwar,
,
,
.') Das eine diefer Stticke, etwas von dem Sande in welchem
die Riihre vorkam, und voii dem unter ihr befindlichen ruth
gewordeiion Thon , und eine Zeichnung in iiaturlicher Griifse
yon der gancen Rohre, habe ich mir zum Vergriiigen erachtet
dem K. K. Hof Mineralienhabiriet zu Wien , das zweite Stiick
aber nebn Sand, Tlton und Zeichnung dem Johanneum eu Grltz
zu iibergeben.
F.
-
Man felie die Zeiclinung Tar. )I Fig. I , welche ich auf den
F.
achtsr: Tlieil der naturlichen Gr6l'se reducirt habe.
**)
1
216
]
Jem rotha l:irbungen iii den verfcliiedenfien Kiclitnn-
gen, .wit eili Wtirzelbiil'cliel, bis auf ungef:ilir 8 Zoll
'riefc ill deli T h o n liineinl'etzteii, wo fich dnnii alle
Splir verlor. Die Schmelziiiig liorte aiif lobald der
Blitz deli Qiiarzl~iiidverliel's ulid das T l i o n l a ~ e rberfillrtc; (der Tlioii felbfi wird ini Feuer rotli).
Ucr Lidwefiliclie ATt ilt 9 Zoll lang, iind folgliclL
nm 16 Zoll IYnger, welclies dalier riilirt, dals die Oberfllclie dcs Tlionlagers niclit vo11ig ebeii ifi. Elie dielkr Ah das Tlioiilagar crreiclite, beriilirte er e i n Quarzgerijlle ( a , ]+'is.1) von 1 Zoll DnrchmelTer; u t n deKeii
cine beite briirnmt er Iich, uiid liier iR der Kicl'el niit der
llijlire v a l l i ~vcrl'cliniolzen. Unter deni Gerijlle w o
dielkr Afi dns Tlionlager erreicht, eiidiyte e r Iicli a i d
dielelbe Weife, wie der nordofiliche AR; a u c h war
iunter ilini diel'elbc belcliriebene rotlle Firbung ilia
Tlione walirznnelimcn. Beide A e h find niit iliren
Eiiden 2; Zoll von einandcr entfernt.
Die M i r e iR a n melireren Stellen vi;llig z&mmenaeflollkn, lo dai" Gcli iiiir ein Mittelpunkt zeigt,
voii welclicnl die Liingenblafe'en iiacli der l'eriplierie
h d i l i g auslaufea ; dann ifi fie aber a ~ i c l lwieder weitliiii innen Iiolil. Sie iTt i n ilirenl Aedserll ulld Inn e r n dencn der Senxier I-hide ~olllioninien~ I i n I i c l ~nlld
,
niit riitliliclieni Sande iimgebcn wie diere; (aL,cll \yjrd
der Sand, in wc!clicm fie ficli falid, beirn G]fi]len yot11licli). Sic geliijrt zii der AbZnderanS niit liliorrigen
zacliigcii AufsenfliIclien. Ganz nallc darunter, W'O fie
lich in 2 Aefie lpaltete, fand icll ein QuarzgerJlle zcvifchen beidcn Ael-ten ( 6 , Fig. 1 ) ; da diefes aber vol1
Sand vijllis i i n i ~ e b e nw a r , I'o SlauLc icll nicllt dafs
dic UrGclio war, waruni der Stralll niclit vereinist
,
,
,
c
"7
1
blieb; im Gegcntlieil h t t e ficli erwartexl laKe11,
dzr Blitzfiralil das a i d kinem W e S e lefiildlicl~eGeri;lle l i ~ t t eberiiliren lollen, inden1 rlic Uml'cl1liel'~lt11~
deKelelben doch ivolll mchr Feiiclltigkeit liielt, als d e r
unigebende ~leic11Grn~ig
fciiclite Sand. Ueberdenl 1lat
die Lrfallriuig Lis j e l z t gezeigt "), dal's JiSrkere Rollren, zii welclien a d i diel'e gellijrt, fich in zwei
Aefie fpal Ic t c 11.
Der vorlicgende Fall ifi in dreicrlei IIinGclit ZLIfsserfi intereITaiit : weil nim Iiicr die Leitiiiig iinmittclbar fand, nacli wclclier der Blitz diircli das iiiclit Ieiteiide Zwifclienglied durclifulir ; weil er die eine Seite
eines Qnarzgerdles l ~ l l m o;l u~ ~ i dweil feine W i r l t u n ~
fich anders nls bei den bislier beobaclitetcii l.';illen endigte **),
--
*) Siehe die Kupfertafel in Jahrg. 1819 St. 3,
od.
B. 6 1 S. 235. F.
*') Icli f i g e dierem intererianten Aufratze iiocli eiriige Notizen
bei aus dem ihri begleitenden Briele, der zu I'ordarrtberg in
Steiermark gerchriebeii i n , w o H r n Dr. Fiedler die Elire geworden i l l , Seine Kaif. Holieit, den allgemeiii verehrten Erzlierzog Joliann , auF einige Excurlionen in und iiber benachbarte Berge zu begleiten. ,,Die ungarifche UlitzrShre holfe ich
mit iiacli Haufe z u bringen. Se. Kaiferl. Majeltat, dem ich dar
Glcick hatte eine von inir geognoltifch dargeltellte BlitzrShre
uiid einen Bericht iiber die Ausgrabung der Ungarifchen, der
e r n e n , welche iu den Oeltreichifchen Staaten entdeckt war-
den i R , zu uberreichen , nahmen beides fchr gnadig auf, und
liefsen niir durch H e r r n Director voii Sclireibers die grofse goldune Eliren-Medaille zweiter Klaflelrnit d e r Remerkung iiberreichcn : ,,als Verdienfi urn die WiKenfchafteo durcli m a n n i p
faltige Aufoplerungen erworben "; ein mir hochlt fchltzbares
Andenken, befonders d a ich iiiir bewul;t bin, diere Auszeiclii i u 1 1 1 : mit vielcr 31iilie tilid grofsen Op!ern errungen zu habe:..
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