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Augeninstitut der Technischen Hochschule Berlin in Gemeinschaft mit der R. T. A. und dem Berliner Bezirksverein des V. D. I

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Personal- u. Hochschulnachr.
Eisenabfallen (,,Zenientation") in verschieden gebauten Anlagen
aufgearbeitet. Die Reinigung der Abfallbeizen und SpiilwSisser
hezweckt eine Neutralisation der freien Mineralsauren und A u s
fallung der gelosten Eisen- und sonstigen Metallverbindungen,
die bei schwefelsauren Abwassern in erster Linie mit Weii3oder Graukalk (als Kalkniilch oder Staubhydrat), bei $;ah- und
ealpetemauren Abwassern auch niit Kalkstein (Mwchelkalk)
u. a. Carbonatgesteinen, in besonderen Fallen auch mit Abfallkalk oder Abfallaugen erfolgen kann und durch kunstiiche
Beliiftung, Erwarmung, mechanische Bewegung u. a. Hilfsmittel
heschkunigt wird. Zum Zuriickhalten des ausgeschiedenen,
stark wasserhaltigen Schlammes (Eisen-, Metallhydroxyde, be i
schwefelsauren Abw&erii auderdem Gips) eind bei grof3eren
k i z e r e i e n Absetzanlagen (fur mehrstiindigen Aufenthalt der
Abwaseer), bei kleineren auch Zellenfilter und Filterpressen
zu verwenden. Kupferhaltiger Schlamtn hat mehr oder weniger
nutzbaren Wert. Durch Ekizereiabwasser verunreinigte Vorfluter konnen durch Aufstauen von ungeliisten und g e l s t e n
Eisen- und sonstigen Metallverbindungen weitgehend befreit
aerden. Wegen der Gchmierigen und kostspieligen Reinigung
aerartiger Abalsser ist von vornherein eine Verminderung
ihrer Mengen durch verschiedene Betriebsmadnahmen anzustreben.
An der lebhaften A u s s p T a c h e iiber einzelne Vortrage
heteiligteu sich auRer den Vortragenden die Herren H a u p t ,
Heilmann, Huomann, Langbein, Mahr, Mieder.
O l s z e w e k i , R o c h , S c h m i d t u. a. Als notwendig wurde
auch die Zusammenarbeit von Ingenieur und Chemiker bezeichnet.
PERSONAL- UND HOCHSCHULNACHRICHTEN
-
Verein deutscher Chemiker
Chemie
[47.Angewandte
Jahrg. 1934. Nr. 49
v16REINa UND VERSAMMLUNQBN
AuReninstitut der Technischen Hochschule Berlin
in Gemeinschaft mit der R. T.A. und dem Berliner Bezirksverein des V. D. I.
Horsaal: Saal 111, Hauptgebaude der Techn. Hochschule.
T e c h n i 6 c h e s E n g 1 i s c h. Zwei Vortrage in englischer
Sprache (niit Lichtbildern) von Prof. Sidney J. D a v i e s (King's
College, London).
Mittwoch, den 12. Dezember 19&, 18.15 Uhr piinktlich bis
19.45 Uhr: ,,London's Traffic." - Freitag, den 14. Dezember
193, 18.15 Uhr piinktlich bis 19.46 Uhr: ,,Work's Organisntion.'c
Karten je 1,- RM., fur Studierende 0 , s RM.
VEREIN DEUTSCHER CIIIMIKLR
AUS DEN BUIRKSVEREINEN
Bezirksverein Hamburg. Wissenschaftliche Sitzung a m
Freitag, dem 2. November 1934, im grof3en Horsaal des Chemischen Staakinstituts. Vorsitz: Prof. Dr. R e in y. Teilnehnier: 51) Mitglieder, 48 G k t e .
Prof. Dr. G. J a n d e r , Berlin-Dahlem : ,,Voryunge in den
Losungen hydrolysierender S a k e und die Bzldung hohermolekulorer nnorgnnischer Verbzndungen."
In Wasser geliiste Salze schnacher Barsen oder schwacher
Sauren sirud der Hydrolyse unterworfen. Der Grad der Hydrolyse hangt von der [H+] der L&uug ab, ist also durch Zugabe
von Saure oder Lauge willkiirlich zu beeinflussen. Die Anwendung des Massenwirkungsgesetzee auf derartige Vorgange
ergibt charakteristische Hydrolysekomtanten, die nach d e r
Theorie zeit- und kon~ntrationsunabhangig sein miisen. Diese
Forderung wird durch viele binare Elektrolyte voll erfiillt.
Messungen an Losungen der Salze mehrwertiger sahwacher
bauerstoffhaltiger anorganischer Basen und Sauren ergeben
jedoch h&ufig eine etarke Zeit- unsd Konzeatrationsabhangigkeit
der Hydrolysekonstanten, weil sich hier der primaren. als
lonenreaktion schnell verlaufenden Hydrolyee vielfach charakteristische, als typische Molekiilreaktionen init sehr verscbiedener Gescbwindigkeit verlaufende Aggregationsprozesse anschliel3en: Zwei uder mehr priniare Hydrolyseprodukte vereirxigen sich unter Wasseraustritt (Kondeusation) und unter
Ausbildunlg voii Sauemtolfbrucken zu hohermolekularen Verbindungen.
Nach Besprechung der wichtiysten, zur Untersuchung derartiger, komplizierterer Hydrolysevorgange geeiyneten Methoden wird der fur ,schwache Sauren und schwache Basen
typische Verlauf der Aggregation a m Beispiel der Wolfraniatund Ferrisalzlijsungen erlautert: In den Lijsungen der Salze
schwacher Sfiuren existieren inaerhalb charakteristischer Bereiche der [H+] einzelne definierte Isopolysauren, wiihrend die
fortechreitende Hydrolyse der Salze schwacher Basen iiber eine
Vielzahli immer hoherbasischer und hohermolekularer Isopolybatsen fiihrt, jedoch ohne gewndert erkennbare Gebiete d e r
[H+]I, innerhalb deren einzelne dieser Verbindungen besonders
bestandig waren.
Sodann wird das System der Vanadinsauren und Polyvauadinaauren naher besprochen : Beini fortschreitenden Ansauern waBriger Alkalivanadatlijsungen treten nacheinander die
Mono-, Di-, Tetra- (farblos!) und Pentavanadinsaure (orange!)
auf. Die Pentavanadinsaure entsteht aus der Tetravanadinsaure iiber ein unbestandiges dunkelbraunrotes, achtfach aggregiertes Zwischenprodukt. An Hand von Demonstrationsversuchen werden die Eigenschaften der Penta- und der Octovanadinsaure eingehend erlautert. Die Gegenwart von Phosphorsaure stabilisiert die Ionen der Octovanadinsaure : E6
bilden sich Heteropolysauren vom Typus der x-Phosphorsiurey-Octovanadinsaure. In analuger Weise erfolgt die Bildung
anderer Heteropolysauren (z. B. der x-Phosphorsaure-y-Hexawolframsiiuren), derea Aufbauprinzip und charakteristischr
Eigenschaften durch die in den Liisungen hydrolysier~nder
Systeme beobachteten Erscheinungen eine zwanglose und natiirliche Erklarung finden.
Endlich wird auf die allgemeinere Bedeutung derartiger
Experim~ntalunZersuchun~en
fur viele Fragen der aogewandten
und wissenwhaftlichen Chemie hingewiesen. -
V e r 1 i e h e n : Priv.-Doz. Dr. K i k u t h , Wuppertal-Elberfeld, vom Stiftungsrat der Paul-Ehrlichstiftung die goldene
Ehrlich-Medaille in Anerkennung seiner verdienstvclllen Arbeiten auf dem Gebiet der lmmunitatslehre, der chemotherapeutischen Malariaforschung und seiner Untersuchungen uber
Virusinfektion. Prof. Dr. F o r t n e r , Berlin, erhielt den Geldpreis der Ehrlichstiftung in Anerkennung und zur Fortsetzung seiner bakteriologischen Arbeiten iiber anaerobe
Bakterien.
E r n a n n t : Dr. K. F. B o n h o e f f e r , 0. Prof. an der
Universitat Frankfurt a. M., ab 1. November 1934 zum
0. Prof. der physikalischen Chemie in der philoscrphischen
Fakultat der Universitat Leipzig. - Dr. K. F e l i x , Prof.
an der Universitat Munchen, a b 1 . November 11>31 zum
0. Prof. der Vegetativen Physiologie an der Universitat
Frankfurt a. M. und zum Direktor des dortigen Universitatsinstitutes fur Vegetative Physiologie. - Dr. l h . med.
h. c. Fritz H o f m a n n , der am 1.Oktober 1931 wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getretene ehemalige Direktor des Schlesischen Kohlenforschungsinstituts
der Kaiser-Wilhelni-Gesellschaft, Hon. Prof. fur Chemie und
Hhttenkunde an cler Technischen Hochschule, Breslau, vom
Prasidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Forderung
der Wissenschaften zum auswartigen wissenschaftlichen Mitglied des Schlesischen Kohlenforschungsinstituts imd zum
Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. - Prof. Dr. K.
K e 1I e r rn a n n , Lehrbeauftragter. (Pseudohalogene), an der
Bergakadernie Clausthal-Zellerfeld, zum 0. Prof. i n der Fakultat fur Stoffwirtschaft an der Technischen Hochschule
Aachen. - Prof. Dr. E. K i i s t e r , zum 0. Prof. fur Hygiene
und Bakteriologie in der medizinischen Fakultat der Universitat Frankfurt a. M. und zum Direktor des Stadtkchen
Hygienischen Universitakinstituts als Nachfolger des entpflichteten Geh. Med.-Rats Prof. Dr. Neisser. - I'riv.-Doz.
Dr. H. N e t z , zum nichtbeamteten a. 0. Prof. in der Fakultat
fur Bergbau, Chemie und Hiittenkunde der Technischen
H ochschule Aa chen .
Geh. Reg.-Rat Dr. Dr.-lng. e. h. W. M a r c k w a l d ,
a. 0. Prof. fur Chemie an der Universitat Berlin, langjahriger
Generalsekretar der Deutschen Chemischen Ge.;ellschaft,
feierte am 5. Dezember seinen 70. Geburtstag.
Dr. F. M. J a g e r , Prof. der physikalischen wid anorganischen Chemie, Groningen, wurde von der Geselhchaft der
Wissemchaft zu Gottingen zum korrespondierenden Mitglied
in der mathematisch-physlkalischen Klasse gewahlt.
G e s t o r b e n i s t : Dr. W. K o h l , Saarbruckcn, langjahriges Mitglied des V.d. Ch. am 21. November im Alter
von 68 Jahren.
Ausland. Dr. F. S. M a n g e l s d o r f ist als Reichsdeutschem durch konigliche Resolution die Niederlassurigserlaubnis als Patentanwalt in Stockholm erteilt worden.
Verantwortlicher Redakteur: Dr. W . Foerat, Berlin W 35. - Verantwortlich fiir geacbaliche Mtteilungen dea Vereins: Dr. F. Scharf, Berlin W 3j. - Verantwortlich fiir a) ZentrdBfeUennactiweis: Dipl.-lng. H. Lindner, Berlin W 35; b) Anzeiges: Anton Burger, Berlin-Tempelhof. - Verlag Chemie, Q. m. I.H., Berlin W 35. - D m k : Y s r k k h e Dmckanetalt
0. m. b. El., Berlin N65.
DA. m. Vj. 12 385. Vorlieg. Nr. 13 550.
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