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Augeninstitut der Technischen Hochschule Berlin.

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Angewandte Chem;e
47. Jahrg. 1934. Nr. 441
Versammlungsberichte
-
Vereine und Vemmmlungen
der Stauchung, der aufgewendete Druck, die Umdrehungszahl
und Abhangigkeit vom Wassergehalt und Meigungswinkel der
auftretenden Risse gemessen werden. Die erforderlichen
Probekorper werden in einem kleinen Tonschneider hergeatelit.
Die erhaltenen Ergebnisse liefern eine Beziehung zwischen der
Verformungsarbeit (% Stauchung X Druckkraft) und dem
Wassergehalt in Abhangigkeit von d e n Kationen und der Art
der austauschbaren Basen. Fur die untereuchten keramischen
Massen wurden Druckstauchungsdiagramme mitgeteilt. Es muD
Aufgabe der Praxis sein, zu priifen, inwieweit der beechriebene
Apparat fur die Zwecke der Betriebskontrolle ausgenutzt
werden kann. Auf die viekeitige Anwendbarkeit des Verfahrens
wird vom Vortr. besonders hingewiesen.
In der A u s s p r a c h e suchte 0. K r a u s e Aufklarung
uber die Wirkung einee Zusatzm von Na uber das Quellungsmaximum hinaus herbeimfiihren und bestatigte die Angabe des
Vortr., da6 mit Natriumoxalat die 'beete Verflussigung erzielt
werden konne, allerdings auf Koeten der Gipsformen. Weiterer
Gegenstand der Ausspraehe war das Amteifen von Gie5schlicker in der Praxis bei Verwendung von sehr hartem
Wasser, das sich nach Angabe des Vortr. durch Vemeidung zu
hoher Na-Konzentration im Kaolin verhiiten 1a5t. Hierzu
machte R. R i e k e darauf aufmerksam, daD aul3er den Kationen
auch die Anionen (z. B. SO,) ale Ursache des Aneteifens von
GieEkchlicker in Betracht kommen. Ing. 0. A1 a n f r e d : ,,llber Entluftungsverfahren, neuzeitliche Yakuum- und ,Hochvakuum'-Ar beitsmeisen (,quantitative
Entliiflung') in der Teelznologie plaslischer Massen."
Infolge Verhinderung des Berichterstatters konnte der Vortrag nicht gehalten werden, doch wurde von verschiedenen Anwesenden die Gelegenheit benutzt, zum Ausdruck zu bringen,
dai3 man sich hinsichtlich des Wertes der Vakuumentliiftung
iibertriebenen Erwartungen nicht hingeben diirfe. In allen
Fallen, wo e6 sich um die Verwertung hochpfaslischer Massen
handelt (L. B. fur Klinker, Steinzeug u. dgl.) bestehe Aussicht,
daij sich das Vakuumverfahren durchsetze. Nicht der Fall sei
dies nach den bisher gemachten Erfahrungen bei Massen mit
grobem Korn (z. B. fur feuerfeste s e i n e ) . Die von manchen
Seiten fur letzteren Zweck betriebene Werbung miisse bekampft werden. Dr.-Ing. H. K o h 1, Frankfurt a. M.: ,,Die rolen und gelbeta
Farbkorper in der Keramik."
Es wurden munachst Farbmessungen mitgeteilt, die mit dem
Photometer von Pulfrieh unter Anwendung des Zusatzapparates
von Kriiger ausgefiihrt wurden. Hierauf wurden unter Vorzeigung von Mustern d e r Reihe nach folgende roten FarbkSrper
besprochen: Kupferrot, Purpur, Korallenrot, Uranrot, Chrompink, Eisenrot und Selencadmiumrot. Bei jedem Farbk6rper
wurde auf das fiir ihn in Frage kommende Anwendungsgebiet
hingewiesen. Besonders eingehend wurden die Entstehung,
Herfitellung und Eigenschaften des Selen- und Schwefelcadmiumrots besprochen, das sich bei Verwendung als Schmelzfarbe
durch hohe Saurefestigkeit auszeichnet, aber beim Brennen
mit groijer Vorsicht behandelt werden muB, um sowohl ein
IJnter- als auch Oberfeuern zu vermeiden. Die Entstehung des
Cadmiumrots wird auf die Bildung von Mischkristallen zuriickgefuhrt, wahrend dies fur Goldpurpur noch zweifelhaft ist.
Vortr. ging hierauf kurz auf die Mischbarkeit der verschiedenen
roten Farben mit anderen Farben e h , z. B. mit Schwarz, und
die praktischen Vorteile, die diese Eigenschaft bietet. Dann
wurde die Herstellung von Scharffeuerrosa auf der Basis von
Manganphosphat fiir Rosaporzellan besprochen. Nunmehr
wandte sich Vortr. den gelben Farben zu, besonders Elfenbein,
Neapelgelb und Cadrniumgelb, und wies zum SchluB auf das
erst in neuester Zeit hergestellte Vanadingelb fiir Temperaturen bis zu 1300° hin.
Gegenstand der A u s s p r a c h e war zunachst die vom
Vortr. erwahnte Tatsache, da5 Schmelzfarben verschiedener
Herkunft, auf MeiDner Hartporzellan eingebrannt, sich durch
leuchtenderes Aussehen, groBere Saurefestigkeit und Temperaturbestandigkeit als a d den meisten Industrieporzellanen
auszeichnen. Nach W. F u n k iet dies auf mehrere Ureachen
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zuruckzufuhren, namlich einmal darauf, da5 auf dem rein
weiBen Scherben des Meiijner Porzellans die bunten Farben
an 6iCh im Ton reiner (,,leuchtender") wirken, zurn anderen auf
die geringere Reaktionsflhigkeit der harten Meifjner Geschirrglasur bei 800-900°, die eine fast reine Kalktonerdeglasur
darstellt, so daij die Wechselwirkung zwischen Glasur und
Farbe beim Einbrennen auf ein Minimum beschrankt bleibt
und dadurch eine Verunreinigung der Farbe, die ihren Ton
ungiinstig beeinfluijt, vermieden wird. In der weiteren Aussprache vertrat 0. K r a u s e den Standpunkt, daB bei Pinkrotfarbkijrpern eine Einlagerung von Chrom in das Gitter des
Zinnoxyds nicht anzunehmen sei. Die thermische Empfindlichkeit des Neapelgelb la5t sich nach S t u c k e r t durch EiaEiihrung von y-Aluminiumoxyd beheben, wodurch die Farbe bis
Kg. 5 bestandig wird. Auch er halt zur Erhohung der Stabilitiit
von Farbkorpern mtiglichst groDe Mischkristallbildung fur
wesentlich. Den AbschluD der Tagung bildete ein A u 6 f 1 u g i n d e n
W e s t e r w a 1d zur Besichtigung einiger Gruben von Findlingsquarzit und Tonen fiir verschiedene Verwendungszwecke.
Hierbei bot sieh Gelegenheit, auch in einen Betrieb der Westerwalder ,,Krugbiickerei" Einblick zu erhalten. Die Fiihrung
lag bei dieser Besichtigungsfahrt in den Handen von Bergasewjor a. D. A. H a s e b r i n k , Bonn, der bereits am Tage
vorher in einem Vortrage Ausfiihrliches iiber Geschichte, Geologie, Abbauarten, Eigenschaften UBW. der Westerwalder Tonund Quanitvorkommen mitgeteilt hatte.
VERElNE
UND VERSAMMLUNGEN
Auseninstitut
der Technischen Hochschule Berlin.
Vortragsreihe
in Gemeinschaft mit dein Elektrotechnischen Verein e. V.
R. B e c k e r , Berlin: ,,Theorie des Magnetismus und Ergebnisse neueter Forschungen", im alten Physiksaal der Technischen Hochschule. Teilnehmerkarten im Hauptgebaude der
Technischen Hochschule, Zimmer 235, zu 9,- RM. (Studenten
3,- RM., Mitglieder des Elektrotechnischen Vereins 6,- RM.).
5.11.
I. Dia- und Paramagnetismus.
12.11.
11. Allgemeine Theorie des Ferromagnetismus.
19.11. 111. Zur Quantentheorie des Ferromagnetismue.
IV. Die raumliche Orientierung der spontanen Magnetisierung.
28.11.
V. Die technische Magnetisierungskurve.
3.12. VI. Innere Magnetisierungsvorgange bei mechanischer
Beanspruchung.
VII. Magnetiaierung bei schwachen Wecbselfeldern.
10. la. VIII. Die Verwertung der theoretischen Ergebnisse i n
der Technik.
Verein der Freunde des Kaiser Wilhelmlnstituts fur Silikatforschung.
Wissensehaftliehe Tagung am Montag, dcm 12. November 1934,
10 Uhr, im HelmholtzSaal des Harnack-Hauees, Berlin-Dahlem,
Ihnestr. 16-20.
W. E. S. T u r n e r , Sheffield, und W. W e y l , BerlinDahlem: ,,Zlber die Konstitution und Farbe der Eisen-ManganGlBser." - 0. C o s m a n n , Berlin-Dahlem: ,,Messung der
Warmeausdehnung fester KoTper." - W. B ii 6 6 e m , BerlinDahlem: ,,Rontgenographische Yessung der Warmeausdehnung
kristalliner Korper." - H. S a 1m a n g , Aachen, und H. F r a n k ,
Aachen: ,,Warnaeleilfahigkeit feuerfester stoffe bis zu Temperaturen von 1400°." - T ufi c h h o f f , Hoganas (Schwedea) :
.,Theoretisehe Grundlagen einer neuartigen Yethode zur Bestimmung der Porositiit am Schamottekorn." - T. W e s t b e r g ,
Hogan& (Schweden) : ,,Praktische Ergebnisse der Anwendung
der Porositiilsmethode." - H. I m m k e , Berlin-Dahlem: ,,Gasdurchliissigkeit und Porenslruktur." - A. P r a n s c h k e , Berlin-Dahlem, und H. E. S c h w i e t e , Berlin-Dahlem: ,Jbhungigkeit der Losungswiirmen von der Konzentration der Sauren." H. z. S t r a s s e n , Berlin-Dahlem: ,,Uber die Stabilitiit non
Spinellen."
Der Eintritt ist frei.
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