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Aus dem X. Bericht der Deutschen Atomgewichts-Kommission

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174
Zeilrchr. fur angrw.
Chemie, 43. J . 1930
X. Bericht der Deutscheii Atomgewichts-Koinmission
Methode griindet sich auf die Anwesenheit von formoltitrierbaren Aminosiiuren in den eiweifihaltigen, natiirlichen, ihre Abwesenheit in den kiinstlichen Produkten.
Bei der Suche nach Eigenschaften, die zur D i f f 0 ronzierung der verschiedenen EiweiDa r t e n herangezogen werden konnten, haben sich
J. T i 11m a n s , P. H i r s c h
und ihre Mitarbeiter
eingehend mit der Saw& und Basennatur dieser Stoffe
beschaftigt. Hierbei erwiesen sich d i e von P. H i r s c h 82)
in besonderer Art gedeuteten Verhaltnisse d e r Acidirnetrie und der weitere Ausbau d er Stufentitration als
sehr aufschlufireich. Die strittige Frage, ob die Saureoder Basenaufnahme d e r Proteine auf Salzbildung oder
Adsorption beruht, kann dabei als nicht einfluBnehmend
beiseite gelassen mwerden. Wenn die bisher erzielten Ergebnisse auch noch nicht erheblich sind, so haben sich
doch schon wertvolle Gesichtspunkte, insbesondere auch
solche fur 'die Struktur der Eiweifimolekel, ergeben. Es
hat sich herausgestellt, daD die Saure- und Basennatur
der Proteine and ihrer Umwandlungsprodukte eine
quantitativ exakt mefibare Eigenschaft ist. Im ursprunglichen Zustand zeigen die beiden untersuchten EiweiDstoffe, EiereiweiD und Weizengliadin, ein geringes
Basen- und Saurebindungsverniogen, was auf ein sehr
groi3es bquivalentgewicht und damit auf groi3e Molekiile
schlief3en 1aDt. Durch Einwirkung von Lauge andern
sich die Verhaltnisse grundlegend. Dies ist damit zu
erklaren, dai3 neue saure oder basische Gruppen freigelegt werden. Da Peptidbindungen durch Alkali rlur
schwer aufspaltbar sind, es sich aber hier um eine leicht
und rasch vor sich gehende Hydrolyse handelt, liegt die
Vermutung nahe, dafiir ringartige Komplexe, etwa von
der Art d e r Diketopiperazine, verantwortlich zu machen.
Fur die Erscheinung, daD bei der Laugeneinwirkung,
z. R. auf Albumin, ein grofier Anstieg des Slur* und
Basenbindungsvermiigens eintritt, deni sekundar wieder
ein Abfall folgt, laDt sich eine plausible Erklarung bis
jetzt noch nicht geben.
Bei der Einwirkung von Lauge auf EiweiD w i d nach
einer sehr raschen ersten Reaktion ein gewisses, ziemlich bestandiges Zwischenstadium d e r Hydrolyse erreicht, das sich im Gegensatsz Zuni Verhalten der nativen Proteine durch ein groijes Laugen- und SBurebindmungsvermiigen auszeichnet.
J. T i 11 in a n s ,
P. H i r s c h und F. S t r a c h e a 3 ) versuchen, dieseii
,,Haltepunkt" d e r partiellen Hydrolyse analytisch auszuwerten. Da hierbei aui3er mit Aminosauren auch niit
der Anwesenheit von Peptiden bzw. von Diketopjperazinen zu rechnen ist, niuDte das acidimetrische Verhalten
der letzt er en b eifden St of fklassen m i t beriicksich t igt
werden. Es ergab sich, daD die einfachen Diketopiperazino auch in stark saurer oder alkalischer Lijsung
Alkali oder Saure nicht binden, daD also bei Anwesenheit von Peptiden und Diketopiperazinen n u r erstero
acidinietrisch gefaijt werden. Das geringe Alkali- und
Saurebindungsverniogen der nativen Proteine spricht
somit f u r das Vorliegen von ringartigen Koniplexen.
Einer analytischen Auswertung mder acidinietrischeti
Erfassung des relativ bestandigen Zwischenstadiums der
sauren wie der alkalischen Eiweiahydrolyse stehen bicher Schwierigkeiten entgegen. Dies liegt daran, daB die
Unterschiede des Saure- bzw. Laugeiibindungsverniogens
im allgemeinen zu gering sind, um sie zur Grundlage
weiter gehender Betrachtungen niachen zu konnen. Auch
dio von K. B o c k un'd E. C a s p e r e4) durchgefiihrte Untersuchung, Fleisch verschiedener Herkunft durch qualitativo und quantitative Unterschiede in den Hydrolysenprodukten mu unterscheiden, fuhrte bisher zu einem nur
[A. 157.1
w enig bef r i edigen den Ergebnis.
( F o r t s e t z u n g I o 1 g t.)
-~
~
8')
Biocheni. Ztschr. 193! 216 [19Ptl].
83)
82)
I c.
84)
Biocheni. Ztschr. 199, 399 [1928].
Ztschr. Unters. Lebensmittel 56, 437 [1928].
Aus dem X. Bericht der Deutschen Atomgewichts-Kommission.*j
(M. BODENSTEIN,
0. HAHN,0.H ~ N I G S C H M
[Vors.],
I D R. J. MEYER.)
( I n der Zeit
1930. Praktisc
-
.
.
Ag Silber
A1 Aluminium
Ar Argon .
As Arsen . .
Au G o l d . . .
B Bor . . .
Ra Barium . .
Be Beryllium
Bi Wismut . .
Br Brom. . .
C Kohlensto5.
Ca Calcium.
Cd Cadmium .
.
Ce Cerium
c1 Chlor. .
c o Kobalt
CP Cassiopeium
Cr Chrom . .
.
CS Caesium
CU Kupfer
D j Dysprosium
En Emanation.
.
E r Erbium
Eu Europium
F Fluor.
Fe Eisen. . .
. .
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nhrh
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"
.
I
voiii
!
Dezeniber 1928 his Anfnng November 1929 veroffentlichte Abhandlungpn.)
--
__
Atomgewichte.
107,880 Gd Gadolinium
26,97 Ge Germanium
39,94 H Wasserstoff
74,96 He Helium . .
197,2
Hf Hafnium .
10,82 Hg Quecksilber
137,36 Ho Holmium .
9,02 In Indium . .
209,oo Ir Iridium . .
79,916 J
Jod . . .
12,000 K Kalium . .
40,07 Kr Krypton. .
112,41 La Lanthan. .
140,13 Li Lithium. .
35,457 Mg Magnesium
58,94 Mn Mangan. .
175,O Mo Molybdan .
52,Ol N Stickstoff .
132,81 Na Natrium. .
63,57 Nb Niobium .
16'2,46 Nd Neodym. .
222
Ne Neon. .
167,64 Ni Nickel . .
152,O 0 Ssuerstoff .
19,oo
55.84 P Phosphor .
69,72 P b Blei . . .
cheni. Ges. 63, 1 [1930].
.
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. .
1930. Praktisc.he Aton rewichte (Fortsetzurin).
-
157,3
72,60
1,0078
4,002
Li8,6
?00,61
163,5
L14,8
193,l
L26,93
39,104
82,9
138,90
6,940
24,32
54,93
96,O
14,008
22,997
93,5
144,27
20,18
58,69
16,oooO
190,9
31,02
207,21
Re Rhenium .
Rh Rhodium .
R u Ruthenium
S Schwefel .
. .
. .
. .
. .
106,7
140,92
195,23
225,97
85,45
188,7
102,9
101,7
32,06
121,76
45,lO
79,2
28,06
150,43
118,70
87,63
Tantal . .
Terbium .
Tellur . .
Thorium .
Titan. . .
Thallium .
Thulium .
U Uran. . .
V Vanadium .
W Wolfram .
X Xenon . .
Y Yttrium. .
Yb Ytterbium .
Zn Zink
. .
Zr Zirkonium.
Ta
Tb
Te
Th
Ti
T1
Tu
.
.
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. .
181,5
159,2
127,5
232,12
47,90
204,39
169,4
238,14
50,95
184,O
130,2
88,93
173,5
65,38
91,2
Die in der Berichtsperiode erschienenen Atomgewichtsarbeiten geben keine Veranlassung zu einer Anderung der
Tabelle der praktischen Atonigewichte. Es wurde bdiglich das
Element Rhenium neuaufgenoinnien mit dem Atomgewicht
Re = 188,7 und das Atomgewicht des Sauerstoffs, 0 = 16,0000
mit vier Dezimalen geschrieben, was leider im Vorjahre verabsaumt worden war, was aber mit Riicksicht auf den mit
der gleichen Dezimalenanzahl notierten Wasserstoffwert notwendig ist.
Zeilschr. Iiir angrw.
Chemie, 43. J. 19301
F o r t s e t z u n g d e r I s o t o p e n - T a b e 1 1 e.
Isotopen-Tabelle der gewohnlichen chemischen Elemente,
3ymbol
nungs
zahl
- ._
.
1
-1
2
3
4
5
6
7
8
H
He
Li
Be
B
C
N
0
F
Ne
Na
Element
tisches
Wasserstoff I
Helium
Lithium ,
Beryllium
Ror
~
'
Stickstoff
Sauerstoff
Fluor
Neon
,
Natriuni '
Magnesium
Aluminium
Si
Silicium
P
Phosphor
S
Schwefel
Cl
Chlor
Ar
Argon
K
Kaliurn
Ca
Calcium
sc
Scandium
Ti.
Titan
v
Vanadium
Cr
Chrom
Rln
Mangan
Fe
Eisen
co
Kobalt
Ni
Nickel
Cu , Kupfer
Zn '
Zink
9
10
11
12
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
IAttr
m -I ' Einzel-Atomgew.1)
1,00781 1
4.002 I 1
6;940
9,02
10.82 1
I
iiungs7ahl
37
38
M::O 1 +
16,0000 1
20.18
22;997 1
24.32
26197
28,06
31,02
32,06
35,457
39,94
39,104
40,07
45,lO
47,90
50,95
52,Ol
54,93
55,84
58,94
58,69
63,57
65,38
1
[2]
1
3
1
3
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I
2
1
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1
2
7
14
16a, [ l i c ] , [18b]
19
20a., 21c.. 22b
:!a.
47
48
A
="0
25b. 26c
40a, 44b
45
48 (50)
51
63a; 65b
164a, 65e, 66b, 67d,
6 8 ~ 69g,
,
70f
69a, 71b,
joc, 71g, 72b, 7 3 4
1
74a, 75e, 76f, 77h
33
34
I
Ga
Ge
Gallium
Gernianium
69,72
T2,60
2
8
As
Se
Arsen
Selen
74,96
79,2
6
1
Rr
Kr
1
1
1
Anz.
der Einzel-Atonigew.l)
irten,
'tolrl
hienlent
Praktisches
4t.-Gew
Brom
Krypton
79,916
82,9
2
6
85,45
87,63
88,93
91,22
107,880
112,41
2
Rb
Rubidium
Sr I Strontium
v
Yttrium
Zirkonium
Zr
Silber
Ag
Cadmium
Cd
In
50
sI1
Indium
Zinn
114,8
118,70
51
52
53
54
Sb
Te
J
X
An timon
Tellur
Jod
Xenon
121,56
127,5
126,93
130;2
55
56
57
58
59
60
80
cs
Ba
La
Ce
Pr
Nd
Hg
Caesium
Barium
Lanthan
Cerium
?raseodym
Neodym
Juecksilber
132,81
137.36
138;90
140,13
140,9:2
144,27
200,61
82
83
Pb
Bi
Blei
Wisrnut
207,2 1
209,OO
1
31
32
-*
1 bol
35
36
i.0078
1
~
3
13
lit>
Versatniiilurigsbericlite
-I
~
79a, 81b
58f, 80e, 82c, 83d,
84a, 86b
85a, 8 7 b y )
1 189 '
3(4), 90a, 92c, 94b, (96)
107a, 109b
11Oc, I l l e , l l 2 b ,
113d. 114a. 116f
1 115
11 112, 114, 115. 116c,
117f, 118b, 119e,
120a, 121 h. 122g.
3
121a, 123b [124d
126b, 128a, 130a
3
127
1
124, 126,128, 129a,
9
130, 131c, 132b,
134d. 136e
133
(136), 138
139
140a. 142b
141
142, 144, (145), 146
196g, 198d, 199c,
200b;201e, 202a,
204 f
206 b,207c,'208 a(209)
209
1
"r
1
19
/74f, 76c, 57e, 78b,
80a, 82d
~
Tabelle der bisher festgestellten iaobnren Atontarten inaktiver
Elemente.
Ar,
Ca40
Die Buclistaben-Indices Rrbrii narh Aston die relative Beteiligung
(lw helreffcnden Atomart in dern Mischelcrnrnt an (a = slirksle, b =
schwichere Komponente usw.). Die rund eingeklammerten Zahlen sind
zweifelhafte Werte, die nur d e r Vollstindigkeit halber rnit angefehrt sind.
Die in eckiger Klarnmrr stehenden isotopen Atomarten sind aus handenspektroskopischen Messungen Iestgeslellt. Ihre Intensitit ist sehr gering.
2) Die kursiv gedruckten Atorngeairhte sind tleni radioakliren Bes l a d t e i l des betr. Elements zuzuordnrn. (FBr das R u l d i u r n 87 ist dieser
SchluD noch hypofhetisch.)
VERSAMMLUNOSBIRICHTE
August-Kekult-Jahrhundertfeier.
Am 16. November fand in Darmstadt, in der Geburtsstadt
August Kekules, eine Hundertjahr-Gedenkfeier statt, zu aelcher
die Stadt Darmstadt, die Technische Hochschule zu Darmstadt
und ihre Chernische Abteilung, die Vereiiiigung Liebig-Haus
und die Vereiriigung von Freunden der Techn. Hochschule
Darmstadt eingeladen hatten. Die Feier wurde durch eine Ansprache des Oberburgerrneisters M u e 11 e r eingeleitet.
Deni Sohne des groBen Forschers, Kammerherrn Dr. jur.
et phil. S t e f a n K e k u l e v o n S t r a d o n i t z , ~ u r d e
irn Hinblick auf seine aulierordentlichen Verdienste um das
Zustandekonirnen des K e k u 1 C - Zimrners an der Technischen Hochschule Darinstadt d i e Wurde eines Ehrensenators
verliehen.
Nachdeni der Rektor der Hochschule, Prof. R o t h , die
Ehrung verkundet hatte, sagte Dr. K e k u 1 e in seinen Dankesworten:
Der halbe Anteil an der hohen Auszeichnung gebiihre
seiner ihni unlangst durch den Tod entrissenen Frau, ohne
deren standige Fursorge uiid Sorgfalt er die dern AugustIi e k u 1 e - Zininier zugewendeten Erinnerungsstticke der Techriischen Hochschule zuzuwenden niemals in der Lage gewesen sei. Diejenigen Bilder und Erinnerungsstucke usw., die
jetzt noch in seinem Besitze seien, und von denen e r sich bei
Lebzeiten nicht trennen wolle, seien durch letztwillige Ver-
Cu,,
Zoo,
"66
Ga6S
Znio
GeiO
Ga,,
Ge,,
Ge71
Se74
Gei5
Ge;,
Sei6
Ge7,
Se,
Sew
Se,
Kr,
CdIl2
CdIl4
Inll5
Se77
Kr78
Kr80
Kr8Z
Sr86
Snl12
Sn114
Sn115
Cd11s
Snm
Sn,,,
Sn1u
S ~ I ? I XI?^
Te,2,
XI,
Te,,
Xm
Te,,,
XI,
XI36
Bacw
Celt2
Ndltl
-
[A. 22.1
iugung der Technischen Hochschule fur das August-K e k u 1 CZirnmer bereits zuerkannt.
Es folgte die Festrede von Gel].-Rat Dr. Dr.-Ing. e. h.
A. v. W e i n b e r g (vgl. 8. 167).
Hauptversammlung des Vereins der Zellstoffund Papier-Chemiker und -1ngenieure.
Berlin, 5. bis 7. Dezemb'er 1929.
Vorsitzender: Prof. Dr. S c h w a 1 b e , Eberswalde.
Auch irn vergangenen Jahr hat sich der Verein weiter
gedeihlich entwickelt. Die Kommissionen und Fachausschiisse
haben erfolgreiche Arbeit geleistet. Neben der bestehenden
Eerliner Bezirksgruppe ist die Grundung weiterer Bezirksgruppen beabsichtigt, so einer sudwestdeutschen Bezirksgruppe
in Darrnstadt, eiiier iisterreichischen urid einer schlesischen
Bezirksgruppe.
ProP. Dr. C. G. S c h w a I b e legt sein Amt als 1. Vorsitzender nieder, da e r durch die Leitung des bedeutend erweiterten neuen Instituts, das sich nicht mehr allein auf die
Fasergewinnung beschrankt, zu stark in Anspruch genommen
ist. Zurn 1. Vorsitzenden wurde Direktor D e u t B C h , Mannheim-Waldhof, gewahlt, zurn 1. stellvertretenden Vorsitzenden
Prof. Dr. v. P o s s a n n e r , Cothen, zuni 2; stellvertrttenden
Vorsitzenden Direktor Dr. L o h h o f e r von der I.-G. Prof.
Dr. S c h w a 1 b e wurde einstirnmig zum Ehrenmitglied des
Vereing ernannt.
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