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Aus der Technik. Gebl3sepistole

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Aus Forschungsinstifuten.
In Wien wurde ein Forschungsinstitut fiir technische Kolloidchemie begrundet, diis sich neben rein nissenschaftlichen Forschungsarbeiteri die Pflege der technischen Seite der Kolloidchemie zur Aufgabe gesetzt hat, uni die Ergebnisse der Kolloidforschung der deutwhen Indiistrie zit Nutze zu m:ichen. Es ist provisorisch im Anatomiischeri Institut der IViener Universitat (Wiihringer Str. 13a) untergebracht. Die wissenschaftliche Abteilung hlngt unmittelbar mit den
Laboratorien Prof. Wo. Paulis zusammen, die technische Abteilung
hefindet sich zurzeit noch im Anfangsstadium.
Das Institut stellt seine literarischen Produkte und event. auch
'Priiparate gern zur Verfugung. Es ist zu hoffen, dai3 die a n der Kolloidchemie interessierten Kreise Fuhlung init der neuen Forschungsstatte
nehmen, und daB auch rnit Einzelpersonen ein enger Kontakt hergestellt wird.
11.
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Aus der Technik.
Geblasepistole.
Die im Handel befindlichen Leuchtgas-Lufthandgeblase (auch Geblasepistolen genannt) sind fur die Verwendung bei der Ausfiihrung
moderner Laboratoriumsarbeiten in mehr als einer Hinsicht ungeeignet.
Die Hauptfehler der vorhandenen Modelle sind folgende:
1. Sie besitzen zuni Teil nur einen Regulierhahn fur das eine der
beiden die Flamme unterhaltenden Gase.
2. Die Regulierhlihne sind ohne die Haltung der Hand
zu verandern nicht zu betltigen.
3. Die Hahne sind mit Gegenfedern versehen und erfordern darum einen dauernden Druck, um sie in einer
bestirnmten Stellung festzuhalten. Hierdurch ist die
Heweglichkeit der Hand beschrankt und aui3erdem die
dauernde Heibe1i;iltung eines bestimmten Flammentypus
praktisch itnrnoglich gemacht.
4. Die ganze Gebliiseanordnung ist zu lang und behindei-t infolgedessen die freie Heweglichkeit zwischen
den l'eilen der Apparatur, an welcher gearbeitet wird.
Crn diesen MBngeln abzuhelfen, hat die V e r k a u f s v e r e i n i g i i n g G t i t t i n g e r W e r k s t a t t e n G. m. b. H. (Gottingeri, Geiitstr. 3) ein Handgehlase konstruiert, das lediglich mit dem 1)aumen der rechten oder der linken Hand
reguliert werden kann und bei einigermaBen gleichbleibendem Lnft- oder Leuchtgasstrom gestattet , beliebig
lange mit einem bestimmten Flammentypus zu arbeiten,
ohne die das Cebliise f'iihrende Hand fur die Regulierung irgendwie
zu beansprucheri oder gar zu behindern. AuBerdem besitzt das Handgeblase einen Kopf, der die Ausaechselung der Luftdusen und die
Verschiebung des luBeren Rohres des Geblasekopfes gestattet, so daB
rnit ihm genau so gearbeitet werden kann \vie rnit jedem Tischgeblase.
Es ist d s o mit dieseni Handgeblase mbglich, ohne Behinderung der
Beweglirhkeit der Hand, in jeder beliebigen Richtung die Geblaseflamme wirken zii ];issen, was beim Gebrauch und Zusammensetzen
d e r jetzt gebrauchten , koniplizierten Glasapparaturen gnnz auf3e.rordentliche Vorteile bicLtet.
Neue Biicher.
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die Priifung von Schmiermitteln. Mit 5 Abbildungen und vieleii
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geb. M 36,- u. Teuerungszuschlag
Wernicke, Fr.. Die Herstellung der feuerfesten Baustoffe. 2. Auflaee.
Mit 10 Textabbildungen i n d 4 Tafeln. Berlin 1921. Verlag .J'h
Springer.
geb. M 54,-
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Aus anderen Vereinen und Versammlungen.
Verein deutscher Nahrungsmittelchemiker.
(SchluB von 8. 508.)
Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Paul-Munchen sprach dann iiber den
,,Sufiungsgrad der Sufistoffe". Unsere Kenntnisse iiber das physiologische Verhalten des Saccharins und Dulcins sowie iiber die chemischen Vorgange, die sich beim SuJ3en der Lebensniittel mit diesen
Stoffen, besonders bei der Herstellung und Aufbewahrung gesu8ter
Dauerwaren, Konserven abspielen, sind nicht so groB, wie es bei der
Bedeutung der kiinstlichen SuBstoffe fur die Volksernahrung vermutet
werden dtirfte. Es wurden deshalb vergleichende Geschmacksversuche,
an denen zahlreiche Personen der verschiedensten Berufsstande teilnahmen, vorgenommen und die beim Gebrauch der kiinstlichen SUBstoffe auftretenden GesetzmaBigkeiten ermittelt. Es wurden dann neue
Begriffsbestimmungen und Mafieinheiten in der SuBstoffchemie aufgestellt. Unter SiiBungsgrad versteht man die Zahl, die angibt, wievie1 Gramm Zucker (Rubenzuckerraffinade, Saccharose) in einem
bestimmten Volumen Wasser geltist werden mussen, damit die Liisung
gerade so SUB schmeckt wie die Liisung von 1g Siifistoff in dem gleichen
Volumen Wasser. Der SiiBungsgrad des Zuckers ist hierbei also gleich
1 gesetzt. Die SuBungseinheit ist die Zahl, die angibt, wieviel Gramm
eines SiiBstoffes in einem besthimten Volumen Wasser gelost werden
mussen, damit die Ltisung gerade SO SUB schmeckt, wie die [,tisung von
1 g Zucker in dem gleichen Volumen Wasser. Die Sufiungseinheit entspricht dem reziproken Wert des SiiBungsgrades und wird aus praktischen Griinden a m zweckmaBigsten auf 1 kg Zucker bezogen. Durch
die zahlenmaBige Feststellung der Abhangigkeit des SuBungsgrades
des Saccharins und des Dulcins von der Konzentration der Losung
kann die zum SiiBen von Lebensmitteln im Einzelfalle erforderliche
Menge SiiBstoff im voraus besser berechnet werden als bisher. Die Bestimmung des SiiBungsgrades der Zuckerarten und anderer SuBstoffe
erleichtert die Aufklarung der Beziehungen zwischen chemischer Konstitution und siiBem Geschmack dieser Stoffe. Eine merkwurdige.
durch die Versuche einwandfrei festgestellte Erscheinung ist, daB sich
der siille Geschmack des Saccharins und Dulcins zu demjenigen des
Zuckers (Saccharose) addiert. Ebenso ist der SuWungsgrad einer wasserigen Liisung, die gleichzeitig Saccharin und Dulcin enthalt, anniihernd
gleich der Summe der SiiBungsgrade der Einzelbestandteile. Es 18111
sich der Siifiungsgrad des Sacchar!ns durch Zusatz des weniger SUB
schmeckenden Dulcins unverhaltnismaBig stark erhbhen. Es kann auf
diese Weise eine wesentliche Ersparnis an SuBstoffen, his zu 3 3 0 ,,,
erzielt werden. Vom praktischen Standpunkt aus kann man die starke
Steigerung des SuBungsgrades des Saccharins durch Zusatz von Dulcin,
die bei einem bestimmten Mischungsverhaltnis, dem ,,ausgezeichneten
Gemisch", ein Maximum erreicht, auch SO auffassen, daB ein neuer
SiiBstoff entstanden ist, der als ,,Siifistoffpaarling" bezeichnet werden
soll. Durch die Einfiihrung des Begriffes der SuBstoffpaarlinge und
die zahlenmaaige Feststellung ihrer SuBungseinheit bei verschiedenen
Konzentrationen wird die Handhabung der kiinstlichen SuBstoffe in
der Praxis wesentlich erleichtert.
In der D i s k u s s i o n wies Prof. B e h r e darauf hin, dai3 eine Limonadenfabrik AuflSsungen von Saccharin und Dulcin herstellte, bei
denen sich nach einiger Zeit wieder die SuBstoffe abschieden. Es
war also zuviel a n SuBstoffen verwendet worden. Es zeigt schon
dieses Beispiel, wie wichtig die Untersuchungen von Geh. Rat P a u l
fiir die Praxis sind. Beziiglich der vergleichenden Geschmacksversuche
verweist Geh. Rat K e r p auf ahnliche Versuche im Reichsgesundheitsamt, bei denen die Ergebnisse ganz regellos verliefen. Dr. R u p p i n
bemerkt, daD die Geschmacksnerven sehr rasch erlahmen. Auderdem
treten die Geschmacksempfindungen fur Zucker an einer anderen Stelle
der Zunge auf, als die fiir Saccharin. Fur Zucker sei die vordere
Zungenspitze empfindlicher, die Geschmacksenipfindung fur Saccharin
liegt weiter hinten.
Geh. Rat Prof. Dr. Th. Paul-Munchen machte sodann interessante
Mitteilungen auf dem Gebiete der ,,Lebensmiftelchemie in Spanien".
Was vor allem auffallt, ist die peinliche Sauberkeit, die in Spanien in
bezug auf alles herrscht, was mit der Lebensmittelchemie zusammenhangt. Das tritt besonders deutlich zutage in dem kiirzlich neu in
Betrieb genommenen Schlachthof zu Madrid, der wohl der best eingerichtete in ganz Europa ist und dem hochstens der Schlachthof zu
Dresden gleichkommt. Auf hoher Stufe steht die Olgewinnung, zu der
die neuesten Pressen, Filtrier- und Extraktionseinrichtungen verwendet
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